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Sanicharmonikamusik Hausmusik.

Ein Spielabend im Laf6 Leib.

Oberheffen

ierungen!

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' Gießen, 10. Nov. Auf dem heutigen Wochen-

s bedeutete eine herbe Enttäuschung für Ger­

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er auch aus aus- merben, um Sch vemeiden, nenn* nnt werden M TRäufebetämpg

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ov u ui ? u cm w w v . Die Rednerin wies darauf hin, daß gerade die deutsche Hausfrau be-

pielte Einlage (Träume der Liebe", Gavotte, 1 Hobusch). Ein besonderes Vergnügen waren

** Arbeitsjubiläum. Am morgigen Mitt­woch, 11. November, kann der Installateur Wilhelm Merz aus Lang-Göns auf eine 25jährige Tätig­keit beim städtischen Gas- und Wasserwerk zurück­blicken.

* Straßensperrung. Wegen Ausführung

Aufklärungsvortra Kampf dem Verder

Herr Senatspräsident Weißmüller von den »Vereinigten Zuckerwerkeist wollte Herrn Doktor unbedingt sprechen. Herr Präsident hat sagen lassen, er ist im Hotel »Stadt Rorn< und will dort auf Sie warten!"

Danke, Pauline! Sonst nichts?"

Nein, sonst hat niemand nach Herrn Doktor gefragt."

»Vereinigte Zuckerwerkell Hm! Das wird inter­essante Arbeit geben!" murmelte Rammelt vor sich hin, während er die Fernsprechzelle verließ und sich hinunter zu seinem Wagen begab.

Nach »Stadt Rom', Dönitz! Von da aus können Sie dann nachher gleich nach Hause fahren. Ich nehme zum Rückweg ein Taxi!"

*

Das Blaue Zimmer in HotelStadt Rom" war fast leer.

An einem kleinen Tisch in der Nähe des rieft3 gen Kachelofens, der der kalten Witterung entspre­chend bereits eine gemütliche Wärme verbreitete, saß Präsident Weißmüller bei einem Glase Bier.

Während er gerade wieder ungeduldig auf seine Uhr geblickt hatte, betrat Rammelt das Lokal.

Gut, daß Sie doch noch gekommen sind, Herr Doktor", rief der Präsident erleichtert aus, rückte dem andern einen Stuhl hin.Ich mußte Sie un­bedingt heute noch erreichen! Es handelt sich da um etwas sehr Dringendes! Der Senat braucht ein Obergutachten in Sachen Brand A.-G. gegenVer­einigte Zuckerwerke", oder vielmehr umgekehrt! Ich habe Ihnen vorhin die Aufforderung schon mit der Post zugeschickt. Eine schwierige Sache, kann ich Ihnen versichern!"

Und bis wann muß die Sache fertiggestellt sein, Herr Präsident?"

So schnell, wie es Ihnen nur möglich ist. Herr Doktor! Am Ende kommen sonst noch mehr Kom­plikationen dazu!" .

Gewiß Herr Präsident! Ich werde mein Mög­lichstes tun. Uebrigens kenne ich auch die Materie so einigermaßen! Es handeU sich doch da um den Einsturz des neuerbauten Kesselhauses von den Vereinigten Zuckerwerken", nicht wahr?

Ganz recht! Und noch mehr um die drohende Einsturzgefahr auch des Schnitzelspeichers! Millio- nenobjekt, das! DieVereinigten Zuckerwerke kön­nen in dieser Kampagne nicht arbeiten, oder viel-

erscheint es no'? irt seist ist, mt als seither nach.

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e unb ihre wlr(t kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., hrend tzleichzcki f.^olkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter [traten; dies hc l|Ll- -- - - - -- "" ,n der Schons

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in Ausgaben ab. Es verbleibt somit ein Kassen­bestand von 273,95 RM. An Pacht wurden 11 085,20 RM. an die fürstliche Rentkasse in Lich abgeführt. Der Kassenbericht wurde von den fast vollzählig erschienenen Mitgliedern gutgeheißen und dem Rech­ner Entlastung erteilt. Nach einigen internen An­gelegenheiten schloß der Vorsitzende die Versamm­lung in der üblichen Weise.

D L i ch, 9. Nov. Nachdem vor einiger Zeit be­reits die amtliche Anerkennung der Freiwil­ligen Feuerwehr Lich als öffentlich-recht­liche Feuerlöschpolizei erfolgt und die Vereidigung der Mitglieder der Wehr vorgenommen worden war, fand dieser Tage imHolländischen Hof" eine außerordentliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt, in der die Mit­glieder der Wehr, die bei der vorigen Vereidigung nicht zugegen waren, noch vereidigt wurden. Der Feuerwehrreferent des Kreisamts Gießen, Regie­rungsrat Grein, behandelte in einer Ansprache die Neuregelung auf dem Gebiete des Feuerwehr­wesens, wobei er insbesondere auf den öffentlich- rechtlichen Charakter der Freiwilligen Feuerwehr Lich einging, den diese durch die amtliche Anerken­nung als öffentliche Feuerwehr erhalten habe, und betonte, daß die Stellung des einzelnen Feuerwehr­mannes eine dementsprechende sei. Gleichzeitig gab er der Erwartung Ausdruck, daß die hiesige Wehr auch in Zukunft das alte schlagkräftige Instrument zur Feuer- und Schadenbekämpfung wie bisher bleiben und sich den Ruf, eine der besten Feuer­wehren des Kreises Gießen zu sein, bewahren möge. Kreisfeuerwehrführer Bouffier richtete gleichfalls einige Worte an die Feuerwehrmänner, wobei er noch einmal auf den besonderen Stand der Feuerwehren im heutigen Reiche einging. Im Anschluß an diese Ansprache wurde die feierliche Verpflichtung der Wehrmänner vorgenommen. Die Wehr, die aus einem Normalzug und zwei Halb- zügen besteht, weist zur Zeit einen Stand von 90 Mitgliedern auf, der sich aus dem Hauptbrand­meister, dem Oberbrandmeister, 2 Brandmeistern, 10 Löschzugführern, 20 Oberfeuerwehrleuten und 56 Wehrmännern zusammensetzt. Der Führerrat setzt sich zusammen aus dem Führer der Wehr, Hauptbrandmeister Christian Zimmer, dessen Stellvertreter, Oberbrandmeister Leopold N a t h e s, dem Schriftführer Karl Müller, dem Kassenfüh­rer Karl Schmidt, und den Gerätewarten Hein­rich Erb und Ludwig Winter. Nach der Ver­pflichtung gab Bürgermeister Geil im Verlaufe einer kurzen Aussprache noch bekannt, daß dis im Voranschlag des Haushaltsplanes der Stadt Lich bereits vorgesehene Feuer- und Luftschutzsirene in kurzer Zeit zur Aufstellung gelangen wird, ebenso die als notwendig erachteten Neuanschaffungen und Verbesserungen in der Ausrüstung der Wehr be­schafft würden.

§ Queckborn, 9. Nov. Die Eintopf- , s ammlung in unserer Gemeinde ergab den Be- ; trag von 30,65 RM. Gestern sammelten die Ge- i meinderäte, es wird bei uns immer abgewechselt, so daß jeder Volksgenosse einmal seine Kraft für das Hilfswerk des Führers einsetzen kann. Die Pfundsammlung ergab im letzten Vierteljahr 34 Pfund Bohnen, 46 Pfund Mehl, 11 Pfund Erbsen, 11 Pfund Reis, 2 Pfund Linsen. Am

I Großen-Linden, 9. Nov. Allenthalben hört man Klagen über den schlechten Stand des Roggens. Deshalb find die Bauern gegen­wärtig beim Umsäen. Die Aussaat ist z. Zt. ziem­lich spät, hoffentlich gibt es keinen allzufrühen Frost. Die Roggen-Aussaat ist zum Teil durch Schneckenfraß vernichtet, aber auch zum Teil schlecht ausgelaufen. Die gestrige Sammlung ergab den Betrag von 205 Mark.

cxd Eberstadt, 9. Nov. Hier hielt Frl. Hor- t e r von der Landwirtschaftsschule Gießen einen mit dem Thema

rufen sei, die Nahrungsmitteleinfuhr aus dem Auslande einzuschränken und mitzuhelfen, die Nah­rungsmittelfreiheit des beutfthen Volkes sicherzustel­len. Sie betonte, es sei Pslicyt jeder Hausfrau, alle verfügbaren Lebensmittel voll auszunutzen und sie vor Schädlingen zu bewahren. Die zahlreich erschie­nenen Zuhörerinnen folgten den lehrreichen Aus­führungen mit großem Interesse. Am Samstag fand im GasthausZur Post" die diesjährige Ge­neralversammlung des hiesigen P acht- ko n s o r t i u m s statt. Der Vorsitzende, Bürger­meister G ö r l a ch , eröffnete die Versammlung mit kurzen Worten. Der Rechner H. Wedemann legte dann die Bilanz vor. Die Rechnung schließt mit 11 526,46 RM. Einnahmen und 11 252,51 RM.

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M, noch einmal! ...

Smmer wieder sagte Sanna es sich vor. War binn das schon ein Unrecht? Ein Unre$tgegen Ralf, an den sie freilich gebunden war, wenn auch Hilt durch Liebe, durch Versteheni.... . , .,

Zu Hause angekommen, begab sich 3cmna sogleich in ihr Zimmer, holte die Koffer heran, die bereits zurechtgestellt waren, und begann zu packen.

2115 das Mädchen nach einer Viertelstunde kam, um ihr mitzuteilen, daß Fräulein Wlllnoff tn ihrer Abwesenheit das Haus verlassen habe, um Den

1J5 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das .Gürt 4 bis 10 Pf., Wirsing */t kg 6 bis 7 Pf., 501kg 4,50 bis 5 Mk., Weißkraut, % kg 4 bis 5 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut, V» kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 5,50 bis 6 Mk., gelbe Rüben, % kg 8 bis 10Pf., rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 6 Hs 8, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rißenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Zwiebeln 7 Hs 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bi; 30, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 cg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 25 Pf., 50 kg 15 bis 25 Mk., Tafeläpfel, y, kg 25 bis 35 Pf., 50 kg 25 bis 35 Mk., Birnen, y kg 10 bis 20 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppen-

mt m Lir. nn cne 1 STOP

** A u f welche Stelle des Briefum­schlags die Freimarken? Die Freimarken dürfen sich nicht an beliebiger Stelle des Brief­umschlags befinden, wie dies die Versender nach vielfachen Wahrnehmungen anzunehmen scheinen, sondern sind entsprechend der ausdrücklichen Vor­schrift der Postordnung in der oberen rechten Ecke der Aufschriftseite aufzukleben. Diese Stelle ist da­für am geeignetsten. Denn auf ihr wird der Auf­gabestempel abgedruckt, der gleichzeitig die Frei­marken entwerten soll. Befinden sich die Marken an anderer Stelle, so sind mehrere Stempelabdrucke erforderlich; wo zur Beschleunigung des Stempel- geschäfts Maschinen laufen, müssen solche Sendun­gen besonders noch mit der Hand gestempelt wer­den. Die Post bittet daher, die Marken stets auf die vorgeschriebene Stelle des Briefumschlags obere rechte Ecke der Aufschriftseite zu kleben und die Gebühr aus möglichst wenig Freimarken zusammenzusetzen. Das erleichtert der Post die Mr­beit und fördert die pünktliche Absendung der

Wer vorwurfsvoll die Stirne run» zelt, wenn Schaumwein ange­boten wird, der istvon gestern"! Heute ist Schaumwein das Festgetränt für Jedermann!

SCHAUMWEIN

mehr nur in halber Produktion, weil sie die alten Anlagen benutzen müssen!"

Ja, ich erinnere mich jetzt ganz deutlich: Der Fehler wurde nun auf den alten Tagebau der GrubeMargret" zurückgeführt, die bekanntlich als Familien-A.-G. den Gebrüdern Brand gehört."

Nun, Sie scheinen ja ganz im Bilde zu sein, Herr Doktor! die Akten habe ich Ihnen ebenfalls schon zugeschickt. Sie werden natürlich eine Besich­tigung an Ort und Stelle vornehmen müssen. Und vor allem. Sie erledigen dann die Sache so schnell als möglich, damit ich in der Sache noch selbst ent­scheiden kann,, ehe ich wieder andere Dinge über­nehme! Es gilt die Interessen der Werke! Nun, ich kann da auf Ihre Tüchtigkeit ja vertrauen!"

Selbstverständlich, Herr Präsident!"

Es war schon spät, als die beiden Herren aus» einarrbergingen.

Jedoch noch am gleichen Abend saß Rammelt bis tief in die Nacht hinein über den Akten und ver- tiefte sich in die ungeheure Materie, an der er wahrlich feine Tüchtigkeit erproben konnte, eine Arbeit, die ihm vielleicht sogar zu neuem Aufstieg verhelfen, ehrgeizige Pläne erfüllen konnte!

Es war in der Tat erstaunlich, mit welcher Ver­bissenheit sich die beiden Unternehmungen in diesen Prozeß gestürzt hatten! Kein Wunder freilich auch wieder, wenn man bedachte, was für beide Par­teien auf dem Spiel stand! Bei den Vereinigten Zuckerwerken handelte es sich um den Ausfall einer ganzen Kampagne, um einen Ausfall, der mit zwei Millionen angegeben war! Für die Brand A.-G. wiederum ging es um die ganze Existenz ihrer Gruben und damit der Familie ihrer Besitzer!

Sinnend blickte Rammelt vor sich hin. Eigentlich seltsam, daß er gerade ein Gutachten zu machen hatte, das gegen die Familie Brand gerichtet war, gegen den Bruder jenes Gerhard Brand, mit dem Jana vor Jahren einmal verlobt gewesen war! Im übrigen freilich kannte er die Verhältnisse der Brands nur flüchtig, wußte nur, daß Die Brand A.-G. mehrere Bergwerke und ausgedehnte Schwe- lereien befaß, von denen die GrubeMargret die gewinnbringendste war. Aus offiziellen Ver­handlungen, jedoch nicht persönlich, war ihm auch Walter Brand, der Generaldirektor der Brand- Werke, bekannt.

(Fortsetzung folgt!)

Iirckaeführte Kontrolle nunmehr, daß bereits --nae Schilder mit Steinen, Stöcken usw. bearbeitet cjroen sind. Wegmarkierunaen sind als Gesamt- t der Allgemeinheit anzusehen, und wer mut- n Ilia Wegmarkierungen beschädigt, versündigt sich (T Der Allgemeinheit. Im Interesse des Fremden- orkehrs und Der Wanderbewegung sollte jeder 2-lksgenosse, der Derartige Beschädigungen feststellt, He unter eventueller Namhaftmachuna Der Roh- tae, Die Derartige BeschäDigungen ausführen, den Bürgermeister- o-Der Verkehrsämtern melden.

Um dieselbe Zeit ging Sanna Heller mtt bekum- mrtem Gesicht, zwischen Zweifeln und Gewißheit tmpfenD, nach Hause zurück. Was hatte sie nun err;id)t? Keine Verabredung, keine Zusage! Ger- hud hatte abgehängt! Warum, warum nur? Ob er sie überhaupt verstanden hatte? Vielleicht wollte er gar kein Wiedersehen mehr nut ihr? Mit ihr, die doch mit einem andern versprochen, ihm auf immer verloren war! Und sie selbst? Was für ein Recht hatte sie eigentlich, mit Gerhard noch einmal znsunmenzukommen? Was wollte sie ?on ih Ach, nichts weiter ja, als nur noch einmal ihn Wiedersehen wollte sie! Nichts weiter! Nur noch em-

Morgenzug zu erreichen, nickte sie fast erleichert. Nachdenklich las sie die wenigen Zeilen, die Olga dazu geschrieben hatte, riß den Brief dann in win­zige, kleine Stücke...

Es war schon später Nachmittag, als Ralf Ram­melt seine Braut zur Bahn brachte.

Dönitz fuhr.

Schweigend saßen beide nebeneinander. Nach der Auseinandersetzung vom Vorabend wollte ein Ge­spräch zwischen ihnen kaum noch aufkommen.

Fast wie zwei fremde Menschen nahmen sie Ab­schied.

Tief atmete Sanna auf, als der Zug sich endlich in Bewegung setzte und sie in immer schnellerer Fahrt der Stadt entführte, die ihr in den letzten Fahren immer nur Trübes und unsäglich viel Schweres gebracht hatte. Langsam beruhigten sich ihre Nerven unter der eintönigen Melodie der Rä­der, und traumverloren blickte sie durch die Schei­ben in die dunkler und dunkler werdende Land­schaft.

Mit langsamen und bedächtigen Schritten verließ indessen Rammelt das Bahnhofsgebäude.

Sannas seltsames Benehmen, ihr merkwürdiger Ausbruch am vergangenen Abend hatte ihn doch nachdenklich gestimmt. Hatte er sie wirklich vernach­lässigt, ihr Grund zur Verstimmung gegeben?? Ge­wiß, es war zwischen ihnen nicht mehr so wie am Anfang ihrer Verlobungszeit. Seine eigene Leiden­schaft war abgekühlt, Sannas klares, ruhiges We­sen befriedigte ihn nicht. Sie hatte kein Verständ­nis für feine Pläne, seinen Ehrgeiz, stachelte ihn nicht an! Und doch war der Gedanke einer Tren­nung unerträglich. Wie hatte er um sie gekämpft! Sollte das alles umsonst gewesen fein?

Aber vielleicht lag der Grund zu Sannas Ver­halten nur in einer Abgespanntheit, einem Ver­sagen der Nerven! Ein Aufenthalt in Oberhof würde vieles überwinden. Vielleicht kam sie ganz anders wieder...

Ralf Rammelts Gesicht erhellte sich unwillkürlich bei der eigenen Erklärung.

Dann blieb er stehen. Der Gedanke an feine Ar­beit gewann Raum in ihm. Mit beschleunigtem Schritt ging er zum Bahnhof zurück, trat in eine Telephonzelle ein und rief in feiner Wohnung an.

Das Mädchen meldete sich.

bereits feit der Sahrhundertwende in der linken Ge­bäudehälfte untergebrachte Spritzenraum mußte auf die Dauer wegen seiner Enge als unzulänglich be­trachtet werden, ganz abgesehen davon, daß selbst in Kürze mit Hinblick auf den fortschreitenden Zer­fall des Gesamtgebäudes ohnedies sich die Notwen­digkeit Der Schaffung einer anDerroeitigen Unter­kunftsmöglichkeit ergeben hätte. Durch zweckmäßiges Versetzen Des alten vom Wurmfraß erheblich zer­setzten Schlauchturmes an Die Rückseite Des Ge­bäudes und entsprechender Erweiterung des Spritzenraumes entspricht er in seiner jetzigen Aus­gestaltung allen Erfordernissen. Die rechte Gebäude­hälfte, in der Die Gemeindeviehwaage eingerichtet war, soll, nachdem ein entsprechender Umbau durch­geführt wurde. Der Hitlerjugend als G e - schäftszimmer Dienen. Der Oberstock ist nach seiner Herstellung vollständig seinem ursprünglichen Zwecke zugeführt. Als Ratssaal mit abgetrenntem Geschäftszimmer für Den Bürgermeister wird er künftighin die Stätte sein, in Der über das Wohl Der Gemeinde entschieden wird.

Die Außenseiten des Gebäudes, die wohl über ein Jahrhundert in ihrem konstruktiven Gefüge jeder Sicht entzogen waren, zeigen nun' nachdem man die alten zerstörten Konstruktionsteile ergänzt und spä­tere Zutaten entfernt hatte, einen Fachwerkbau von gediegener Schönheit. Das Holzwerk Der schweren Eichenholzbalken tiefgetönt, Die Gefache, mit einem grünen Strich eingefaßt, finD hell gehalten, die Füll- Holzer zwischen den vorstehenden Balkenköpfen der Zwischengeschoßlage und die Profilierungen, eben­falls in verschiedenen Farben abgesetzt, geben dem Ganzen eine stimmungsvolle Wirkung. In der Er­haltung des Kulturdenkmals hat die Gemeinde Ob­bornhofen eine wertvolle Kulturarbeit geleistet.

Landkreis Gießen.

* Heuchelheim, 10. Nov. Auf dem hiesigen Bahnhof der Biebertalbahn ereignete sich ein Unfall. Die 22jährige Hausangestellte Anna Theis von Gießen wollte auf den an- fahrenden Zug aufspringen, kam aber dabei zu Fall und erlitt einen Unterschenkelbruch. Sie muhte in Die Chirurgische Klinik gebracht werden.

<X) Staufenberg, 10.Nov. Um eine bessere Uebersicht über die gefährliche Kurve der Landstraße am hiesigen Kirchgarten nach Kirch­berg hin zu gewinnen, ist man z. Z. damit beschäf­tigt, die Mauern sowie Hecken an Der Einmündung Der Kirchstraße in Die Hauptstraße GießenMar­burg zu entfernen. Die Kurve felbft wird erweitert.

Lieferauto auf der Bahnstrecke.

* Hungen, 9. Nov. Auf Der Landstraße SteinheimUnter-Widdersheim fuhr gegen 17.30 Uhr ein Lieferauto aus Hersfeld so heftig gegen die geschlossene Wegeschranke der Bahn­strecke HungenNidda, daß es die Schranke durchbrach und mitten a u f dem Gleise stehenblieb in dem Augenblick, als der Zug herannahte. Glücklicherweise gelang es dem Schran­kenwärter, den Zug noch rechtzeitig vor dem Kraft­wagen zum Stehen zu bringen, so daß ein Un­glück mit unabsehbaren Folgen vermieden werden konnte.

SchwereÄerkehrsunfätte in Oberheffen

ßa ub a cf), 9. Nov. Auf der Straße Laubach Wetterfeld ereignete sich am Sonntag gegen 18 Uhr ein schwerer Unglücksfall. Ein Personen­kraftwagen aus Schotten fuhr den 76jährigen Gen­darmerie-Wachtmeister i. R. Ernst Gunkel aus Wetterfeld derartig an, daß er mit dem Kops die Windschutzscheibe durchschlug. Gunkel wurde mit schweren Verletzungen ins Laubacher Krankenhaus gebracht, wo er bald nach seiner Ein­lieferung verstarb. Wie die polizeilichen Ermitt­lungen ergeben haben, trifft den Autofahrer keine Schuld, da der Getötete versucht hatte, noch kurz vor dem Herannahen des Personenwagens die Straße nach Der linken Seite zu überschreiten.

c? Lauterbach, 9. Nov. Gestern um 13.30 Uhr stießen auf der Landstraße in der Nähe des Kreis­ortes Maar ein Lauterbacher Personen­auto und ein aus Richtung Maar kommendes Motorrad zusammen. Bei dem heftigen An­prall wurde Der Lenker Des Motorrades, der Metz­ger Heinrich Hofmann aus Wallenrod, vom Rad geschleudert und stürzte dabei schwerverletzt in Den Straßengraben. Der Verunglückte rourDe von einem Arzt ins Lauterbacher Krankenhaus überge­führt, ist dort jedoch noch am Sonntagabend seinen schweren Verletzungen erlegen. Das Unglück ereignete sich an einer Stelle, wo die Straße ein Stück stark ansteigt und infolgedessen auf längere Sicht nicht zu überblicken ist. Die Un­tersuchung hat bisher die Schuldfrage nicht endgül­tig klären können, doch dürfte der zur Zeit des Un­falles niedergegangene starke Regen den Fahrern die Sicht erheblich behindert und somit zu dem Unglück wesentlich beigetragen haben. Die Insassen Des Personenautos tarnen mit dem Schrecken davon.

Rathaus Obbornhofen ein Fachwerk-Kultur-Oenkmal

# Obbornhofen, 10.Nov. Die Anfang Sep­tember begonnenen Wiederherstellungsarbeiten am alten Rathausgebäude in unserem Orte gehen in diesen Tagen ihrem Abschluß entgegen. Mit der Durchführung dieser Maßnahme hat sich die Ge­meindeverwaltung ein unstreitbares Verdienst auf Dem Gebiete Der Denkmalpflege erworben. Darüber hinaus hat sie nicht mir ein wertvolles Kulturdenk- mal vor Dem DrohenDen Verfall geschützt und das Dorfbild um ein sehenswertes Baudenkmal berei­chert, sondern auch in der zweckmäßigsten Weise notwendigen Erfordernissen Rechnung getragen. Der

Schluß des reichhaltigen Programmes sp:ach ein Vater dem Lehrer Nurtsch den Dank der Ekern dafür aus, daß er sich so liebevoll der Klei­ner angenommen hat und sie über das Harmonika­sch l zur Hausmusik und zum deutschen Volkslied führt, lieber diesen Weg des Harmonikaspieles wird es den Kindern leicht fein, sich dem Spiel an größe­rer Snftrumenten zu widmen und so wird erreicht neben können, daß im deutschen Volke wertvolle Örnüfsfräfte gefordert werden.

Gießener Wochenmarktpreise

'n Derltfxnh/ Olli aur Pflege der deutschen Hausmusik oeranstalte- i Oen' L? fcie Spielgruppen Marburg und Gießen einen -undharmomka-Spielabend, der sich starken Snter» La erfreute. Die Leitung des Abends lag in den N M sjnden von Musiklehrer Nurtsch (Marburg), der Züchen in l ais Komponist für Handharmonika-Komposi-

1 tönen bekannt ist. Entsprechend dem Ziel und dem Äen Mit d« M Dieses Abends, recht viele Volksgenossen für , Notte L $7kleine Hausmusik" (Die ohne große Geldaus- 9W. gepflegt werden kann) und für das deutsche

J Meist 9Qhr jl jUb zu gewinnen, war auch die Spielfolge oes Obe?0®85 Sti! ganzen Abends aufgebaut. Die zum Eingang oon, Mer Dn (Spielgruppen Gießen und Marburg bargebote- Z -**" uoer h- Walzer und Rheinländer-Weifen, insbesondere Mottenpulver k <ü-r die Wiedergabe des Wolgaliedes ausDer "d dabei Zrewitsch" gaben nicht nur einen Einblick in die mrch die ©trän-. Artigkeiten Der beiden Spielgruppen, sondern be- 6d)ulbQn( rv-sen auch die Möglichkeiten instrumentalen Zu- Endlich Mb, fanmenroirfens.

balbDeraefkn^ Eine beachtliche Einzelleistung brachte die 8jäh- Nen, ob ba ni3ri:e Edith Hengst aus Gießen zum Vortrag, für besser Den W di sie vielen Beifall erntete. Mit einem Tango ®interhilf5D1iGitarren spielt auf" von Schmiedseder, gespielt ü(-i Den Musiklehrern Beermann (Marburg) auf Düemhor den Piano-Akkordeon und Nurtsch auf der Violine um Sinh»?' Dem Gießener Willy Weber wurde die Viel- An- (lenDQw fatigfeit der musikalischen Darbietungen unter« reüriJn°Leit Mchen. Auch Der 10jährige Schüler Fischer aus hoben Hohen zeigte eine beachtliche Einzelleistung.

Der zweite Teil des Abends brachte einige Ein-

JgeJeiftungen, um zu beweisen, daß neben Der Brei- Wcmdmveye fr te-arbeit und dem Laienspiel auch Sonderleistungen irsoerbünbe, d 'djaus möglich sind. Ein Schülertrio (Otto Kaietsch, Memheit hem Kwier; Dieter Herborg, Geige; Karlheinz Seer« kn sehr ost durc ntnn jr., Cello), bot eine mit starkem Empfinden >or gemocht obe: g pielte Einlage (Träume Der Liebe", Gavotte, sstemdenverkehiA vor Hobusch). Ein besonderes Vergnügen waren nnhöhenweo" b bt prächtigen Leistungen des Bandonium-Clubs m Wiesbaden fr Mirburg unter der Leitung von Otto Waßmann. Austvenduna Ais auf Der Harmonika zu leisten ist. Das bewies icher Weise he- Misiklehrer Nurtsch selbst, Der reichen Beifall fanb rung erft feit be? sich zu Zugaben bereitfinDen mußte. Musik- ellt ist, Zeigt fr Idrer Beermann erfreute durch die Wiedergabe du LehärsBallsirenen" auf dem Akkordeon. Wlh. Heuser (Marburg) wartete mit demMarsch dc 18er Husaren" von Müller, L. Hinnnelmann (U arburg), 10 Fahre, mit einemRheinländer" ar. Mit einem Gesangssolo stellte sich auch Frau elfen müssen, fr: N rtsch vor und erntete reichen Beifall, d die Einfuhr efr L Rurg ,t>or~C"*

in diesem ZuM< r Behandlung fri

von Straßenregulierungsarbeiten wird die Land­straße Alten st a d t Rommelhausen am Bahnübergang Altenstadt vom 16. bis 23. Novem­ber für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung er­folgt über Höchst a. d. Nidder. Wegen Ausfüh­rung von Bauarbeiten wird die Reichsstraße R o m- rod Alsfeld vom 16.November ab bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Liederbuch.

** Seinen Verletzungen erlegen. Der 69jährige hiesige Einwohner Karl Schöning, der am Sonntag an Der Ecke Wernerwall-Ederstraße aegen ein Motorrad geriet wir berichteten ge­stern Darüber und mit Köpft und inneren Ver­letzungen in die Chirurgische Klinik gebracht wer-

mußte, ist am gestrigen Montag den Folgen Briefe. Unfalls erlegen. >

ch Schußzeil, M läge oon Fülle t bedacht fein, [[an. Sie W rfreuen das IM )je wallen wir w- uf die Henne fr: Bestand hat !' ,

linb besiedelt M Wner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk , durch Dernünfti? Mmenkohl, das Stück 35 bis 55 Ps 'Salat 8 bis 10, una dann werk Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, wechslungsreich fr Sellerie 10 bis 30, Radieschen, das Bund 10 Pf. ntlid) b-mch»< l-l -------~~

M- Wege im Rebel.

b'tlld)cn 3 9 Roman von Käthe Mehner.

Art kommen [Copyright by Aufivärts-Verlag, Berlin SW 68.) jährlichste z Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Än^Ebenso Es bedeutete eine herbe Enttäuschung für Ger-

G' 65 nlt h«d Brand, daß noch ehe er fertig gepackt hatte, ? -rdeblich anfr ein Telegrammbote ihm eine Depesche von seinem 2 verkennen, Lruder, Walter Brand, überbrachte tn dem dieser übliche Bede- feine Ankunft in Hamburg ankundigte. Aber so Vnmrnt und dl' gerne er auch dem Triebe seines Herzens gefolgt

-rerfeils imfr ohne Zöaern zu Fauna geeilt wäre, das Zu- : n rsen iniliB janmentref

ohne Zögern zu Janna geeilt wäre, das Zu- .. , juuurtentreffen mit dem Bruder, den er als ^NZigen

u ° Spezialist^ m aller Stille von seiner wunderbaren Rettung ? Sjnen- UnD Rückkunft verständigt hatte, konnte er nicht M v hibuusschieben. ... , .

Eber -dach »Nein danke, ich brauche den Gepäckträger Heu e Eb einräun" nicht, ich fahre erst morgen! gab er dem be- MSria aeschi^ rciis wartenden Hotelpagen seine Anweisung.

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