Wirtschaft.
* Merkblatt über den deutsch - türkischen Handelsverkehr. Die Deutsche Orientbank, Istanbul, Filiale der Dresdner Bank, hat ein neues Merkblatt über den deutsch-türkischen Handelsverkehr herausgegeben. Das Merkblatt gibt eine Uebersicht nach dem neuesten Stande über die Bestimmungen und Vorschriften, die im Handelsund Zahlungsverkehr mit der Türkei zu beachten find. Die Ausarbeitung ist ein wertvolles Hilfsmittel für alle am Warenverkehr mit der Türkei interessierten Kreise.
Nhein-Mainische Börse.
Still und schwächer.
Frankfurt a. M., 9.Noo. Auch zum Wochenanfang lag die Börse auf nahezu allen Marktgebieten fast geschäftslos. Die Zurückhaltung hielt allgemein an. Obwohl das Angebot keinen besonderen Umfang hatte, erfuhren die Aktienkurse verhältnismäßig stärkere Rückgänge, da es an jeder Aufnahmeneigung fehlte. Von Montanwerten verloren Harpener 1 v. H., Hoesch 1,25 v. H., Verein. Stahl 1 v. H., Mannesmann und Marisfelder bis 0,5 v. H., nur Klöckner lagen 0,5 v. H. höher. Don chemischen Werten bröckelten JG.-Farben auf 172,50 bis 172,75 (173,25), Rütgerswerke auf 140 (141,50) ab. Am Elektromarkt gingen Siemens auf 199,75 (202,75) zurück. Schuckert gaben 1,50 v. H., Gesfürel 0,75 v. H., RWE. 0,50 v. H. nach, Felten notierten 0,50 v. H. höher und AEG. blieben behauptet. Von Zellstoffwerten lagen Waldhof 1 v. H. höher, Aschaffenburger 0,75 v. H. schwächer. Im einzelnen gingen Daimler 0,40 o. H., Muag 1,75 v. H., Westdeutsche Kaufhof 0,25 v. H. zurück, Reichsbank setzten 0,50 v. H., Aku auf festeres Amsterdam 0,75 v. H. fester ein. Zement Heidelberg und Hapag lagen behauptet. Von Auslandswerten erschienen Chade wieder mit Minus-Zeichen 315,50 (328,50), Otavi Minen gingen auf 38,75 (40,25) zurück. Nach den ersten Notierungen war die Haltung etwas freundlicher.
Am Rentenmarkt waren Altbesitz 0,13 v. H. gebessert, auch Kommunal-Umschuldung konnten sich auf 90 (89,90) erholen. 6proz. Verein. Stahl blieben zu 102,75 behauptet. Zertif. Dollar-Bonds bröckelten weiter etwas ab. Von Auslandsrenten gaben Ungarn Gold auf 11 (11,25) nach.
In der zweiten Börsenstunde blieb das Geschäft am Aktienmarkt zwar Zweiter gering, dir Kurse konnten sich jedoch überwiegend mäßig erholen. Etwas lebhafter waren Verein. Stahl mit 123,50 nach 122, auch IG. Farben hatten mit 173,25 nach 172,75 etwas mehr Geschäft. Sonst ergaben sich, insbesondere am Montanmarkt, Besserungen von 0,25—0,75 v. H. Aku schwankend mit 81,50 bis 82 nach 82,50. Dies päter notierten Werte lagen zumeist 1—1,50 v. H. schwächer.
Am Rentenmarkt galten ^ommunal-Um- schuldung 89,75—90. Der Pfandbriefmarkt brachte bei Liquidationspfandbriefen Abweichungen von 0,13—0,25 v. H. Stadtanleihen waren fast unverändert, ebenso Staatsanleihen. Auslandsrenten waren überwiegend schwächer, Ungarn Gold 10,75 bis 10,90 nach 11, 4proz. Rumänen 6,40—.ß,20 (6,30), Anatolier II & II 33 (35). Schweiz. Bahnanleihen waren angeboten (5—7 v. H.)
Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke 104,50, Wayß & Freytag 125,50, Growag 91, Ufa 63,50. Tagesgeld unv. 2?50 v. H.
Abendbörse still.
An der Abendbörse herrschte fast völlige Geschäftsstille. Die Kurse konnten sich am Aktienmarkt indes gegen den Berliner Schluß überwiegend gut behaupten. Soweit Abweichungen eintraten, betrugen sie selten mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten. Niedriger lagen Bekula mit 165 (166,50) ferner IG. Farben mit 172,90 (173,40), Goldschmidt mit 130 (131,25). Montan- werte lagen durchweg unverändert. Von Auslandswerten schwächten sich Kunstseide AKU. auf 81,75 bis 81,25 (81,50) ab, dagegen waren Chade A—C mit 318 (317), IG. Chemie Basel leere mit 140 (Berlin 138), 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn mit 149 (147) und Otavi Minen mit 39,50 (39,40) etwas höher gefragt. Der Rentenmarkt lag ganz besonders still. Kommunal-Umschuldung nannte man mit 89,75 bis 89,90, zertif. Preußen mit 75,75 bis 76. Don Auslandsrenten bröckelten 4 v. H. Rumänen auf 6,15 (6,30) ab, 5 v. H. äußere Mexikaner etwas höher mit 13,75 (13,60) bei sehr kleinem Umsatz. Ungarn Gold nannte man mit 11,10 (11.20).
U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 136,13, 1914er Ungarn 9, 4 v. H. Rumänen 6,15, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 149, 5 v. H. äußere Mexikaner 13,75, Adca 89,75, Commerzbank 109,13, DD.- Bank 109,25, Dresdner Bank 107, Harpener 155, Ilse Genuß 148, Mannesmann 117,25, Rheinstahl 154,25, Verein. Stahl 123,75, Otavi Minen 39,50, AKU. 81,75 bis 81,25, AEG. 40,75, Bemberg 114, Bekula 123,75, Otavi Minen 39,50, AKU. 81,75 bis 81,25, AEG. 40,75, Bemberg 114, Bekula 165,
Chade A—C 318, IG. Chemie Basel 50prozentige 140, Deutsche Erdöl 143, Scheideanstalt 271, Deutsche Linoleum 165,50, Deutscher Eisenhandel 145,50, Licht & Kraft 158, Elektr. Lieferungen 137, IG. Farben 172,90, Gesfürel 144,50, Goldschmidt 130, Holzmann 136,75, Junghans 114,50, Muag 130,25, Schuckert 162,50, Siemens E 200, Westdeutsche Kaufhof 61,65, Schöfferhof 180, Ag. für Derkchr 126.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 9. Nov. Das vereinzelt ge- stiegene Weizenangebot wird von den Mühlen bei lebhafter Nachfrage ausgenommen. Roggen steht den Landmühlen in kleinem Umfange zur Verfügung, am Wasserwege ist auch ostdeutscher Roggen angeboten. Industrie- und Futtergerste, sowie Hafer sind kaum käuflich. Weizenmehl wird lebhaft gefragt, ip Roggenmehl ist genügend Angebot am Markt. Futtermittel werden gerne gekauft, besonders Kleie, Biertreber und Oelkuchen, langsamer Kartoffelflocken,, Schnitzel und Mischfutter. Für Rauhfutter blieben die Umsätze klein.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 203, W 16 206, W19 210, W 20 212, Roggen R12 166, R15 169, R18 173, R19 175 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Braugerste 232, Weizenmehl Type 790 W13 28,10, W16 28,20, W19 28,20, W 20 28,55, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10/75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber 16,75, Heu 5,00 bis 5,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,60, do. geb. 2,40.
Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,70, weißschalige hiesiger Gegend 2,40 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz ruhig.
Frankfurter Schtachtvlehmarkt.
Frankfurt a. M., 9. Nov. Auftrieb: Rinder 800 (gegen 1316 am letzten Montagsmarkt), darunter 137 (313) Ochsen, 78 (126) Bullen, 403 (555) Kühe, 182 (322) Färsen. Kälber 411 (405), Hammel und Schafe 153 (237), Schweine 3034 (2806). Notiert wurden pro 50 kg Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (am 2. November 43 bis 45), b) 39 bis 41 (39 bis 41), c) 36 (36). Bullen a) 41 bis 43 (43), b) 37 bis 39 (39), c) 34 (34). Kühe a) 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39); c) 29 bis 33 (30 vis 33), d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44), b) 40 (38 bis 40), c) 35 (35). Kälber a) 65 (65), b) 50 bis 55 (55), c 40 (40), d) 40 (40). Hämmel b2) 45 bis 48 (49 bis 50), c) 41 bis 44 (46 bis 48), d) 32 bis 40 (40 bis 45). Schafe f) 27 bis 35 (—). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine wurden zugeteilt. Hämmel und Schafe ruhig, Ueberstand (13 St.).
Großmarkt für Fleisch und für Fett- waren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 313 Viertel Rindfleisch, 83 ganze Kälber, 74 ganze Hämmel, 548 halbe Schweine, 7 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 kg in Mark: Ochsensleisch a) 80. Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80. Kalbfleisch a) 107, b) 96, c) 82. Schweinefleisch b) 74 (alles Höchstpreise). Hammelfleisch b) 90 bis 100. Fettwaren nicht notiert.
Regelung des Marktes für Weihnachtsbäume im Lahre 1936.
DNB. Im Reichs- und Staatsanzeiger vom 9. November 1936 wird eine Verordnung zur Regelung des Marktes für Weihnachtsbäume im Jahre 1936 vom 6. November 1936 veröffentlicht.
In der Verordnung wird eingangs ausgeführt, daß die Marktregelung für Weihnachtsbäume erfolgt ist, um einerseits für den deutschen Volksgenossen, insbesondere in den Großstädten und in den Industriegebieten, die Voraussetzung für die Erstehung eines Weihnachtsbaumes zu einem volkswirtschaftlich gerechtfertigten Preise zu schaffen, andererseits im Hinblick auf die deutsche Rohstoffwirtschaft den deutschen Wald vor einer Schädigung durch nicht gerechtfertigte Uebernutzungen wirtschaftlicher Zukunftsgüter zu schützen.
Auf Grund der Verordnung wird das gesamte Reichsgebiet in Absatzgebiete untergeteilt, in denen ein vom Reichsforstmeister zu bestimmender Bezirksbeauftragter den Weihnachtsbaumhandel zu überwachen und die hierfür erforderlichen Anordnungen zu treffen bat. Gleichzeitig werden in der Verordnung für gesunde, nadelfeste Fichtenweih- nachtsbäuml' mittlerer Güte einheitliche Verbrauch-r- Richtpreise für das gesamte Reichsgebiet aufgestellt und für bindend erklärt.
Kircbe und Schule.
Das erste Krauentreffen evang.-kirchl. Krauenhilfen im nördlichen Oberheffen
* Lauterbach, 8. Noo. Heute fand hier das erste aus den beiden Kreisen Alsfeld und Lauterbach gut besuchte Frauentreffen Evan- gelisch-Kirchlicher Frauenhilfen statt.
Im Festgottesdienst um 15.30 Uhr predigte Oberpfarrer D o tz e r t - Lauterbach frisch und anpackend über I. Petrus, 2, V. 5—8. Frau Ohly sang mit einem für diesen Gottesdienst gebildeten Chore Lauterbacher Frauen: „Danket dem Herrn". Dem 1. Frauentreffen war nämlich eine dreitägige Bibelfreizeit vorausgegangen, die sich wachsenden Besuches erfreute, so daß am letzten Abend mehr als hundert Frauen anwesend waren.
In der Kaffeepause waren die von auswärts Erschienenen die Gäste der gastfreundlichen Lau- terbracher Schwestern.
Um 16 Uhr begann die N a ch v e r s a m m l u n g ebenfalls in der Kirche. Nach gemeinsamem Liede begrüßte Oberpfarrer D o tz e r t mit herzlichen Worten die zahlreich Erschienenen, insbesonders die Rednerin in der Nachoersammlung, Frau Ohly- Darmstadt, und den Vertreter des Vorstandes Evangelisch-Kirchlicher Frauenhilfen in Hessen, Dekan a. D. Gußmann, Gießen. Nachdem der letztere ein warmes Grußwort im Namen des Verbandes an die Versammlung gerichtet hatte, sprach Frau Ohly über das Thema: „Frauen bauen die Gemeinde." Der einstündige Vortrag machte auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck.
Mit einem gutbesuchten Lichtbildervortrag: „Mit der Mutter durch den ganzen Tag", abends im Ge-
meindehause, schloß die reichhaltig und harmonisch verlaufene erste Tagung der Evangelisch-Kirchlichen Frauenvereine im nördlichen Oberhessen.
Kunst und Wissenschaft.
Lyrikpreis der „Dame“ 1936. w
Den diesjährigen Lyrikpreis der „Dame in Höhe von 1000 Mark erhielt Hedwig F o r streu k e r für ihr Gedicht „Liebende in der Landschaft". An dem Wettbewerb hatten sich rund 2000 Einsender mit ungefähr 10 000 Gedichten beteiligt.
Rundfunkprogramm
Mittwoch, 11. November.
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus dem Betrieb der Firma E. Merck, Chemische Fabrik, Darmstadt: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gau- nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Die schöne Stimme XXV. Hans Reimar. 15: Volk und Wirtschaft. Der Staat gibt Aufträge. 15.15: Was brachten die Zeitschriften des Monats Oktober? 15.25: Spannung und Entspannung im Roman. Ein Bericht über Neuerscheinungen. 15.45: Bismarck und Moltke. Eine Gegenüberstellung von General a. D. Dr. Bethcke-Gießen. 16: Lieder und Hausmusik, mit Gitarre von Anton Stingl. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: „Zu Haus und unterwegs." Zwei lustige Hörszenen. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. 20.45: „O wie liegt so meii.. /* Bekannte Klänge aus vergangener Zeit.
Schach-Ecke.
Gearbeitet von K. Helling.
Verbundene Freibauern.
Die abgebildete Stellung entstand in einer Partie Engels—Ernst. Obwohl beide Teile die gleichen Steine auf dem Brett haben, steht der Weiße mit den weit vorgerückten Mittelbauern überlegen.
Wie kann Weiß sehr rasch einen Turm oder für einen Turm die Dame des Gegners gewinnen?
5
2
a b e d e f g h
Figurengewinn.
Die abgebildete Stellung entstand in einer Partie Desler—Post zu Kovenhagen. Schwarz kann die erreichte Angriffsstellung in Materialwerte um» wandeln.
Wie kann Schwarz am Zuge eine Figur gewinnen?
8
7
6
5
4
8
2
1
8
7
6 v
4
8
2
1
a b c b e f g____h
abcbefgb
111
Lösung der Schachaufgabe „Mattangriff“.
Weiß: Khl, Dh5, Tal, Tg2, Ld3. 815, SH4, Ba2, b2, c3, e4, 12, g6 (13). — Schwarz: Kh8, Dd7, Ta8, Td8, Lg8, Lh6, Sb6, Sc6, Ba6, b5, d4, e5, 16, H7 (14).
1. g6—g7+. Schwarz ist verloren, denn nach LXg7 kommt Sh4—g6 matt. Nach DXg7 käme aber TXg7 mit baldigem Matt.
Lösung der Schachaufgabe „Opfer der Türme*.
P. F a r a g o. Weiß zieht und gewinnt. Weißt Kb6, T14, TU, Bb5, 16 (5). - Schwarz: Ka8, Ta7, Lb3, Sg5, B15, g6, g7, H3 (8).
1. TU—al, Ta7Xal. 2. T14-H4 (droht Th8 matt), Sg5—17. 3. Th4—h8+. (Ein überraschender Zug. Das naheliegende 16Xg7 würde an Sd8, Th8, Td2 scheitern.) 3. ... 817XH8. 4. 16Xg7, und Schwarz ist verloren, denn wenn der Schwarze das drohende g7XH8D dadurch vermeiden will, daß er den Springer nach 17 zieht, so verstellt dieser dem Läufer die Linie, und es folgt g7—g8D nebst matt im nächsten Zuge.
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Fridericus, eigenhändig.
Friedrich der Große hatte Schlesien erobert und nun bereiste er in seiner Kutsche das eroberte Land. Kam auch in ein Kirchdorf, dessen Pfarrer mit Kindern reich gesegnet war. Guter Laune versuchte der alte Fritz die Schlagfertigkeit des Geistlichen.
„Hofft Er selig zu werden?"
„Nein, Majestät,"repliziert der Pfarrherr.
„? ? ?"
„Es steht geschrieben, Majestät, du sollst nicht in mein Reich kommen, wenn du nicht alles bezahlt hast. Ich aber habe Schulden, und bei zwölf Kindern kann ich an ihre Bezahlung nicht denken. Folglich kann ich nicht selig werden."
Knurrend fährt Friedrich ab. Am nächsten Tag bekommt der Pfarrer einen Geldbrief mit 300 Talern. Und obenauf liegt ein eigenhändiger Brief Friedrichs:
„Wenn Er jetzt noch nicht selig wird, soll Ihn der Teufel holen. Friedrich R." („Jugend.")
Die gemütliche Konsultation.
Der berühmte Chirurg von N. wurde in München von einem bayerischen Brauereibesitzer konsultiert, der an der Gicht litt. „Na, lieber Krott", sagte N., „wo fehlt's denn." „Herr Geheimrat, in den Beinen hab ichs." „So, so, in den Beinen haben Sie's! Na schaun's, wenn Sie's oben im Knie haben, nacha is die Gicht; wenn Sie's aber unten in den Zehen haben, nacha is das Zipperle." „Herr Geheimrat, ich hab's in den Knien." „So, dann zeigen's mal her! Richtig das ist die Gicht." „Nun, was hilft denn dagegen, Herr Geheimrat?" „Ja, fchauen's, lieber Krott, da denken's jetzt mal darüber nach, und wenn Sie a richtiges Mittel wissen, nacha sagen's mir's — dann fin ma alle zwoa in einem Jahr Millionär." „Nun, und sonst?" „So trinken's halt möglichst roeni und halten's das Bein warm und gestreckt." „Danke schön, Herr Geheimrat, was bin ich schuldig?" „Das kost' nix, lieber Krott, aber das nutzt auch nix."
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Aranksurl a. Dl.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend- börse
Schlußkurs
Gchlußk. Miltag- börse
Datum
7-11.
9-11
7-11-
9.11.
6% Deutsche Äetdieanletlje v. 1927
101,4
101,5
101,5
101,4
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98,4
98,5
98,4
98,5
654% Doung-Anlelhe von 1930 ..
102,65
103
103,2
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten ............
122,75
118,9
122,75
118,65
<y»% Deutsche Reichspostschatzan
Weisungen von 1934, 1.......
99,9
99,9
100,1
100
4y.% ebcm. 8% Hessischer Volks
ftaat 1929 (rückzahlb. 102%) ...
98,75
98,75
——
—-
*%% ehem. 8% Hessische Landes
ban! Darmstadt Gold N. 12...
97
97
—
_
t>Vt% ehem. 4N%Hess. Lander
Hypothekenbank DarmstabtLiau.
100,25
——
_
4%% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldversctir. R.6
93
93
——
_
Oberhessen Provinz-Anlethe mii
Auülos.-Rechten ............
——
—
—
—
Deutsche Komm. Eammelabl. An
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
122,75
122,5
122,75
122,65
4’/4% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
97
97
97
97
6%% ehem. W/o Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriese.......
100,5
100,4
6y,% ehem. 4/,% öthetnische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...
100,9
101
101
101,13
4%% ehem. 8% Pr. Landespsand^ oriefanstalt, Pfandbriefe 8t 19
97,5
97,5
97,5
97,5
4%% ehem. 7% Pr. Landespfand
briefanst., Gold Komm. Obl. 20
95
95
95
95
Eteuergutich.BerrechnungSk. 84-38
109,8
109,8
109,9
109,9
4% Oesterretchtsche Goldrenle...
_
_
_
27
4,20% Oesterretchische Etlberrente
——
—
2,9
2,9
4% Ungarische Goldrente.......
11,25
10,9
11,1
11,2
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
9,25
8,85
9,2
8,9
4y,% deügl. von 1913..........
9,25
10,65
9,75
9,25
13,6
5% abgest. Goldmexikaner von 99
14,13
13,75
14
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Frankfurt a.M.
Lerlin
Schlußkurs
Schlugt. Abendbörse
Schluß- kurö
Schlußl. Mittag- dörfe
Datum
7.11.
9.11.
7.1L
9-11.
4% occgi. Sene h ...........
—
—
—
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
7
—-
7,05
7
4^2%Ruman.vereinh.Rentev.i913
10,75
10,65
10,9
10,9
4% Rumänische vereinh. diente
635
6,15
33
6,25
34
6,3
33,25
Hamburg-Amerika-Paket .....
0
15,75
15,65
15,75
15,65
Hamburg-Südam. Dampfschiff.
0
—
—
39
Norddeutscher Lloyd .........
0
15,4
15,4
15,25
15,4
A G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
126
126
126
126
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
127
126
Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und DiSconw-
4
109,25
109,13
109,25
109
Gesellschaft................
4
109
109,25
109
109
Dresdner Bank..............
4
107
107
107
107
Reichsbank ................
12
190,5
191
190,5
190,75
A.E.G......................
0
_
_
Bekula.....................
Clektr. LieferungSgesellschaft...
8
i 65,5
165
165
166,5
6
136
137
136
137
Licht und Kraft .............
7
159
158
157,9
157,5
Felten L Guilleaume.........
4
139
140
138,5
139,75
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
144.75
144,5
143,9
143,9
Rheimime Elektrizität ........
6
——
—
-
Rhein. Wests. Elektr..........
6
138
138
138,5
137,9
Lchuckert & (io...............
6
163,5
162,5
162,75
163
Liemens & Halske............
8
202,75
200
203
200
LahmeyerLCo..............
7
149,5
149
150
148,75
Buderus ...................
4
125
123,25
124,5
124
Deutsche Erdöl ..............
4
144
143
143,4
143
Harpener................. »y.
—
155
156,75
155
Hoesm Eisen—Köln-Neuessen ..
ö
121,25
121
120,4
121
Hlse Bergbau ...............
6
202
198
Zlse Bergbau Genüsse........
6
147,5
148
148
148,5
-löcknerwerke ...............
8
125
126
125
125,75
Mannesmmm-Röhren........
8
116,5
117,25
116,5
117,25
Frankfurt a. M.
Berlin
Gchluß- kurs
Schluvk. Abendbörse
Schluß- kurs
öchlußk. Mittagbörse
Datum
7.11
9.11
7.11.
9.11.
Mansseiver Bergbau.......
6 yt
156
155,5
156
155
KokSwerke ................
.. 6
—
—
139,75
139,25
Rheinische Braunkohlen ....
12
—
t—
231,25
229
Rheinstahl ................
.. 4
154,75
154,25
154
154,5
Bereinigre Stahlwerke......
BVt
123
123,75
122,5
123,75
Olavi Minen .............
.. O
40,25
39,5
39,25
39,4
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
143,5
145
145
144
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
137,75
137,5
137,5
137,5
Kaliwerke Salzdetfurth.....
195
195
195
195
I. G. Farben-Jndustrte.....
.. ?
173,25
172,9
173,13
173,4
ScbeideanstaU.............
.. 9
971
Goldschmidt ..............
.. 6
132,5
130
129
131,25
Rütgerswerke .............
.. 6
141,5
140,5
141.25
141,25
Metällgeiellschast...........
.. 6
154,5
153
153
155
Philipp Holzmann .........
.. 4
135
136,75
134,5
136,75
Zementwerk Heidelberg ....
.. 7
164
164
Lementwerk Karlstadt.......
.. 6
-
Schultheis Payenhofer .....
.. 4
_
_
102,4
102
Aku iAllgemeine Kunstseide)
.. O
81,75
81,25
81,9
82,5
Bemberg.................
.. 6
113,75
114
113
114,25
Zellstoff Waldhof ..........
.. 6
162
164
162
163,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. O
140,75
140
141
141
Dessauer Gas .............
.. 7
—
——
111,5
111,75
Daimler Motoren..........
.. O
123
123
122,65
123
Deutsche Linoleum.........
.. 8
165,75
165,5
165,25
165,25
Lrenstein & Koppel ........
.. O
——
—
92,75
93
Westdeutsche Kaufhos.......
.. O
61,25
61,65
61,25
61,9
Tbade....................
.. 9
328,25
318
330
317
Accumulatoren-Fabrik......
. 12
—
200
202
201,25
Conti-Gummi.............
. 11
174
172
174,75
172
Griynec..................
.. O
31
31 75
Mainkraftwerke Höchst a.M>.
.. 4
99
Hüddeutfcher Zucker .......
. 10
I 200,5
1 202
204
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
7.Rovem er
9.November
Am.liche Geld
Nyileruna Brief
Amtliche Notierung
Geld | Brie
uuenod tiin Brüssel .... too de Jan. Sofia .....
Kopenhagen Danzig.... London.... HelsingsorS. Paris .....
Holland ... Italien.... Japan .....
Jugoslawien Oslo..... -
Wien......
Lissabon ... Stockholm.. Schweiz ... Spanien...
Prag.......
Budapest'., steuyork ..
0,690 42,11
0,144
3,047
54,17
47,04
12,13
5,355
11,54
133,52
13,09 0,708
5,654
60,96
48,95
11,015
62,55
57,16
22,23
8,771
— O
2,488
0,694
42,19
0,146
3,053
54,27
47,14
12,16
5,365
11,56
133,78
13,11
0,710
5,666
61,08
49,05
11,035
62,67
57,28
22,27
8,789
2,492
Vanknoten
0,689 42,08 0,144
3,047 54,12 47,04
12,12 5,35
11,53
133,37 13,09 0,708
5,654 60,91 48,95
11,01 62,49
57,15 21,98
J ,771
2,488
0,693 42,16 0,146 3,053 54,22 47,14 12,15
5,36
11,55 133,63
13,11 0,711) 5,666 61,03 49,05 11,03 62,61 57,27 22,02 8,789
2,492
Äerlm.st.Rovember i Gelb
Brief
«menlanilche Moten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
»französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Noten............
2,45 41,96 53,96 12,095
11,48 ■33,03
60,75
62,33
57,00
2,47 42,12 54,18
12,135 11,52
133,57
60,99
62,57
57,22
߻2
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I (|* m trefflichem, <1 nuteten. Anschließei
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Mnet die herrlich Mt" von Erich ßi
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Iherrmani rlc Leitung seines Litern gemeinsame bht-nliebes „heute
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L-iMich Da p’w, weil ich m>d unsere Stabt In H den loten so sc
Mi eweisen damit, Mjb leben, weil Im sind. In du uift. Feierstunde b
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»anbo: „LrM chtiil!" wurden die 'Ketten zum Grus ilHWlten erhoben 1 w »entblößten das teollen Mschni il W Lied vom gi W-2X Schmidt:
Ürn 9. November E|a[]iinb Freiheit c
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i A vor nunmehr C 1 Jj ötein hier ir I e*crJin herzliche ; J ? labe die eine E I Mgrund treten, I iJ?umor; seine ur I ß? ^erzwort k, ^ein Werk!
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