dem |t a o 111 d) e n Arbeitsamt erfolgt ist. eine Regelung, die übrigens in einer Reihe anbe« rer Staaten bereits seit länaerer Zeit besteht Auch der Fall Schöneberg ist nach Danziger Auf« fassung 'ne rein Danziger Angelegen- beit, nachdem sich herausgestellt hat. daß es sich aus« schließlich um Danziger Staatsangehö« r > g e deutscher Nationalität handelte.
Die in Warschau erscheinende Zeitung „Gazeta Hanblowa" benutzt das Ausscheiden eines Direktors der Bank von Danzig dazu, die Forderung aufzustellen, einen polnischen Direktor ein« zusetzen, da Polen an dem Aktienkapital der Bank von Danzig mit einem erheblichen Betrage beteiligt sei und die Einsetzung eines polnischen Direktors auch im Interesse der engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Polen und Danzig und des Vertrauens der polnischen Finanzkreise notwendig sei. hierzu wird von maßgebender Seite erklärt, daß die auf den Namen polnischer Aktionäre im Stammbuch der Bank eingetragenen Aktien nur 28 o. H. des g e s a m t e n A k ti e n « kapitals der Bank ausmachen, also nicht die Mehrheit des Aktienkapitals darstellen. Diese Beteiligung von 28 d. S). ist bei der Gründung der Bank von Danzig in dem Genfer Währungsüber« einkommen von 1923 zwischen Danzig und Polen vereinbart worden.
WawmRoosevelt siegle.
iion unfein. H V.-ÄenchteMattei
Reuyork, November 1936.
Mit rund zehn Millionen Stimmen Mehrheit fiegte Franklin D. Roosevelt am Dienstag über feinen Gegner, den Republikaner Landon.
größte Sieg feit 1820 ist der Persönlichkeit des Präsidenten zuzuschreiben. Er hat seinen Gegner Landon so glatt an die Wand gedrückt, wie es in der modernen Geschichte der USA. beispiellos ist. Landon hatte nichts Mitreißendes an sich. Seine Reden waren vorher schriftlich fixiert, feine Polemik gegen Roosevelt widerspruchsvoll. Im Osten oer« fprad) er den Arbeitern Hilfe, im Westen setzte er fid) mehr für die Belange der Kapitalgewaltigen ein. Industrie und Banken, Männer wie Morgan, Rockefeller, Du Pont, de Nemours, der Automobile und chemische Industrie beherrscht, der frühere Schatzsekretär Mellon, der Herrscher über Banken unö Aluminium, und nicht zuletzt Henry Ford traten für ihn ein. Er hatte fast die gesamte Presse hinter sich und einen Wahlfonds, dessen riesenhafte Höhe noch unbekannt ist. Die Republikaner wollten das alte Wirtschaftssystem, das ihnen die Anhäufung gewaltiger Vermögen ermöglichte. Absolute Freiheit der Börse, Hochschutzzölle, unbedingte Freiheit des Kreditwesens waren ihre Programmpunkte. Aber selbst der Norden Amerikas verließ sie. Selbst die republikanischen Staaten, die den amerikanischen Bürgerkrieg gegen die demokratischen Sklavenhalter des Südens einst ausgefochten, wählten demokratisch. Einen solchen Zusammenbruch hatte die Bart nicht erwartet.
Die Mn Kämpfer im Moerbrän-Mer.
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Denn Roosevelt hatte wahrend der Zeit |einu Präsidentschaft vielerlei Anlaß zur Kritik gegeben. Die Arbeitslosenziffer ist nur unwesentlich gesunken. Die Verwaltung und Justiz war die Beute feiner Partei nach dem Wahlsieg 1932 geworden. Verschwendung und Bürokratisierung waren die unvermeidlichen Begleiterscheinungen. Die wirtschaftliche Entwicklung war nicht in dem von Roosevelt erwarteten Maße gestiegen. Aber Roosevelt hatte d e n O p t i m i s m u s für sich und ein Programm das sich den Bedürfnissen der Massen anpaßte. Zui ersten Male hatte er wirklich etwas für das Vo getan. Er war der Abgott der Kleinen geroorh 9n ihm fanden die amerikanischen Wünsche der Gegenwart ihre Verkörperung. Wenn er proklamierte, die Wirtschaft dürfe nicht zügellos sein, der Staat und die amerikanischen Massen hätten das Recht, zum Gemeinnützen einzugreifen, dann war diese Art eben so populär wie fein Kamps gegen die Börsenjobber
Hinzu kam ein Neues. Die Massen des industriellen Ostens sind nicht mehr so unentwegt Republikaner wie ihre Väter. Sie sind in Großstädten zu- sammengeballt. Sie können keine Wahlfonds sammeln. keine Zeitungen herausgeben, aber sie warteten auf die Führung. Und Roosevelt war dazü angetan. Wie einst Woodrow Wilson appellierte er an den Optimimismus. Er allein hatte ein Reformprogramm und jenen typischen Zug des amerikanischen Idealismus. Darauf warteten die Massen, deshalb wählten sie ihn. Das Geldsackideal der Republikaner wurde ebenso abgelehnt wie die alten Ladenhüter der Verfassung. Amerika will vorwärts, will etwas Neues, will Reformen. Das hatte Roosevelt klar erkannt und deshalb fielen ihm die Massen zu. Der Erdrutsch hat die Re- publikaner begraben.
Alle Spekulationen auf radikalere Sero eg un gen als die Roosevelts versagten. Der Rundfunkpater Coughlin, der feinem Kandidaten Lembke Millionen von Stimmen prophezeite und Roosevelt auf das schärfste angriff, konnte nur etwas über eine halbe Million Stimmen für feinen Strohmann aufbringen. lot i st auch der Mgrxismus. Sein Präsidentschaftskandidat erhielt knapp hunderttausend Stimmen. Der Amerikaner ist nicht marxistisch, trotz der Nöte der Zeit. Und mausetot sind die Kommuni st en. 3m ganzen Lande haben sie rund fünfzigtausend Stimmen erhalten. Als Partei sind sie ausgelösckt, denn nicht einmal in Neuyork erhielten sie die für eine Partei notwendige Stimmenzahl von 30 000.
Die Parlamente erhalten ein anderes Aussehen. Gleichzeitig mit dem Präsidenten wählte das Volk zum Repräsentantenhaus. Es wird eine Mehrheit der Demokraten von rund 4:1 aufweisen. 3m Senat, zu dem Teilwahlen stattfanden, ist die Mehrheit der Demokraten noch gestiegen. Bei den Gouverneurswahlen errangen ebenfalls die demokratischen Kandidaten die absolute Mehrheit. Damit werden für Roosevelts Pläne parlamentarische Reibungen verhindert oder jedenfalls auf ein Mindestmaß zurückgeführt Niemals vorher hatte im modernen Amerika ein einzelner Mann eine derartige Macht.
Wie er sie nützen wird, ist nur in den Grundzügen klar. Er wird weiter versuchen, den Einfluß der Mammonisten zurückzudrängen und das soziale Rettungswerk durchzuführen, um dessentwillen er gewählt wurde. Dabei kommt es weniger auf Programmpunkte als auf die Grundtendenz an Roosevelt hat durch die Republikaner und das Oberste Bundesgericht seinen Blauen Adler, das Sinnbild einer staatlich kontrollierten Wirtschaft, seines Federschmucks beraubt gesehen. Er wird ihn in irgendeiner Form wieder lebendig machen Roosevelt war gegen die Ausschüttung oon Milliarden an die Kriegsveteranen. Seine Wähler haben ihm das nicht krumm genommen. Roosevelt ist kein festes Programm, sondern die Lust zu fortschrittlichen Experimenten. Er ist die Verkörperung aller Kräfte eines neuen Amerika Noch sind sie unausgegoren, aber sie wollen vorwärts und das Alte überwinden. Und zum ersten Male in der Geschichte der Präsi- dentenwahlen hat das Volk gezeigt, daß dieser Willen herrschend ist und die alten Götzen Verfassung und freies Spiel der Dollarmilliardäre gestürzt wurden.
Vorläufig aber geht Roosevelt nach Buenos Aires zur panamerikanischen Konferenz, aus der ein amerikanischer Völker friede entstehen soll. Bis Weihnachten ist er von der Heimat abwesend. Das ganze Volk erwartet, daß er wenigstens für das amerikanische Festland den Frieden sichert, den das alte Europa nicht finden kann
Becks Besuch in London
London, 9. Nov. (DNB.) Der polnische Außenminister Beck hatte im Foreign Office eine Unter- redung mit Außenminister Eden. 3n Begleitung Becks befanden sich Graf Potocki und Graf Lubienski. Anschließend gab Außenminister Eden dem polnischen Gast im Carlton-Hotel ein Frühstück. König Eduard VIII. wird am Dienstag zu Ehren des Ministers im Buckingham-Palast em Essen veranstalten, zu dem auch mehrere brittsche Industrielle eingeladen worden sind. — „Gazeta P o l s f a" meloet man könne schon jetzt feststellen, daß der Meinungsaustausch über die europäische Lage eine
3m Bürgerbräukeller befand sich unter den Männern der Alten Garde als einzige Frau, der der Führer den Blutorden verlieh, Schwester Pia in ihrer Tracht. — (Presse-Bub-Zentrale-M.)
Ser Führer bei der Rekrulenvereidlgung Oer SS.-VersögunMuppe.
Den würdigen Ausklang der Feiern zum 9. November bildete um Mitternacht die Vereidigung der Rekruten der SS. - Derfü- gungstruppe in Anwesenheit des Führers vor der Feldherrnhalle. Der Schein von vielen hundert Fackeln und das lodernde Feuer in den Opfer« scdalen gaben der Weihestunde auf dem Odeonsplatz den stimmungsvollen Rahmen. 3n 50 Mann starken Reihen füllten die Rekruten der Leibstandarte „Adolf Hitler", der SS.,Standarte „Deutschland", der SS..-Standarte „Germania", der Fiiy- rerschulen, der Totenkopfverbände und der übrigen Einheiten der SS.-Verfügungstruppe den weiten Platz. Zu beiden Seiten waren Ehrenstürme der Leibstandarte und der Standarte „Deutschland" angetreten. Vor dem Löwen der Feldherrnhalle hatte unter der Blutfahne und den Feldzeichen „Adolf Hitler", „Deutschland" und „Germania" das gesamte hohe Führerkorps der Schutzstaffeln der NSDAP. Aufstellung genommen
Mit dem Glockenschlag 23.30 Uhr verlöschte die Straßenbeleuchtung, so daß der Platz jetzt nur noch von dem flackernden Schein der Fackeln erhellt wurde Unbeweglich standen die Männer der SS. im Stahlhelm auf dem Platz. 3n der Feldherrnhalle war mit dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß das gesamte Führerkorps der NSDAP, versammelt. Der Kommandeur der Leib- standarte SS.-Obergruppenführer Sepp Dietrich meldete dem Reichsführer SS Himmler die zur Vereidigung angetretenen Führer und Männer oer Schutzstaffeln. Wenige Minuten später präsentierten die SS.-Formationen auf Befehl des Reichsführers und der Präsentiermarsch, gespielt vom Musikzug der Leibstandarte erklang. Vom Residenzhof her betrat der Führer, gefolgt von feiner ständigen Begleitung, den Odeonsplatz und nahm die Meldung des Reichsführers entgegen Mit einem weithin hallenden „Heil SS -Männer!" grüßte der Führer die Formationen der Schutzstaffeln, und wie aus einem Munde erklang die Antwort: „Heil mein Führer!" Der Führer und Reichsführer Himmler schlitten mm hio -^hrfon inr Fest» herrnhalle hinauf
^er Schwur der Xreu*.
Auf Befehl des Reichstührers nahm dann d i e Vereidigung ihren Anfang. Die Rekruten standen entblößten Hauptes auf dem Platz Leise erklang die feierliche Weise des Niederländischen Dankgebetes „Wir treten zum Beten", und ihr mächtig brausender Schlußakkord „Herr mach uns ;rei" fiel zusammen mit dem ehernen Klana der Glocken, die die Stunde der Mitternacht verkündeten. Die Rekruten erhoben die rechte Hand tum Schwur und sprachen dem Reichsführer SS das Treugelöbnis nach- „3ch schwöre dir Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Deutschen Reiches, Treue und Tapferkeit. 3d) gelobe dir und den von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod So wahr mir Gott helfe'"
Der Führer spricht.
Nach der feierlichen Eidesleistung gab der Führer in einer Ansprach der Bedeutung der Stunde und des geleisteten Eides an der heiligen Stätte der Bewegung Ausdruck Als den tiefsten Sinn des Gelöbnisses, gab er den jungen SS -Mgnnern, die soeben in die schwarze Garde der Treue ausgenom
men worden waren, die Worte mit auf den Weg: „Wir allein sind nichts, unser Volk ist alles. Wir sind vergänglich, aber Deutschland muß leben!" Nach dem Heilrus des Führers auf »mb sangen die SS.-Männer Das Staffel« enn alle untreu werden" als Gelöbnis, im Sinne der Worte des Führer ihre Pflicht zu tun. Der Führer schritt nun durch die Reihen der Neu- vereidigten. Er ging von Mann zu Mann und sah jedem einzelnen ins Auge. Unter den Klängen des Präsentiermarsches verließ der Führer dann die Stätte der nächtlichen Feierstunde. Die SS.-Männer formierten sich zum Marsch durch die Hauptstadt der Bewegung, der sie an der Ewigen Wache vorbei zum Königlichen Platz führte.
Der Führer bei Abi Schachleiiner
Rosenheim, 9. Nov. (DNB.) Am Sonntagnachmittag weilte der Führer und Reichskanzler am Krankenbett des fchwererkrankten Abtes Dr. h.c. Albanus Schachleitner Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß hatte den Schwerkranken bereits am vergangenen Donnerstag besucht
um Telegramm des italienischen Botschafters.
München, 10. Nov. (DNB. Funkfpruch.) Aus Anlaß des 8. und 9. November sandte der italienische Botschafter Attolico folgendes Telegramm an den Stellvertreter des Führers der NSDAP., Reichsminister Rudolf Heß: „An dem historischen läge, an welchem die nationalsozialistsche Partei mit ehrfurchtsvoller Treue des Opfers ihrer heldenhaften Bahnbrecher gedenkt, schließe ich mich der Huldigung und dem feierlichen Ritus an." — Der Stellvertreter des Führers dankte im Namen der NSDAP
Der g November in der (Harchaupistadt
NSG. Am 9. November gedachte ganz Deutfch- anb bankbar all ber vielen Helben, bie im heißen Ringen um bas Dritte Reich ihr Leben lassen mußten. So waren auch in ber Gauhauptstabt Frankfurt a. M. schon am frühen Morgen biefes Gebenktages bie Ehrenwachen an den Mord- und Grabstätten bei crmorbetc . Kameraden und am Ehrenmal des Hauptfriedhofes uuigezvgen. Schweigend und voller Andacht standen bie Ehrenwachen SA - tinb SS.-Männer, Politische Leiter unb Hitlerjungen um bie Gräber, als in Vertretung bes Gauleiters Gaupresseamtsleiter G. W. Müller mit Kreisleiter Dr. Krebs erschien, um Kränze an ben Ruhestätten ber Blutzeugen ber Bewegung nieberzulegen. Es war ein Gruß alter Kameraben, em Zeichen treuester Erinnerung unb ein Dank aller Volksgenossen unseres Gaues. SA.-Brigabeführer Dörnemann sprach an ben Gräbern von Hans Handwerk und Katharina Grünewald Worte des Gedenkens für die durch Mörderhanb gefallenen Mitkämpfer unseres Führers. Bei der kurzen Feierstunde waren auch SA.-Standartenführer Römer und Bannführer Dillemuth zugegen. Auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt a. M.-Höchst widmete der Führer der 2. SS.-Standarte, Sturmbannführer M o r e t h dem ermordeten Kameraden 3ofef Bleser Gedenkworte
Uebereinftimmung der Ziele und Methoden zwischen der polnischen und englischen Polittk in einer ganzen Reihe oon Fragen gezeigt habe. Einmüttgkeit bestehe hinsichtlich der Haltung „Block und G e g e n b l o ck" in Europa, hinsichtlich der N e u t r a I i t ä t g e g e n ü b e r b e-n i beo- logischen Gegensätzen, bie Europa zerreißen, unb hinsichtlich ber Nichteinmischung in bie inneren Angelegenheiten anberer Staaten.
Danzia unö Polen
Danzig, 9. Nov. (DNB.) Der biplomatische Vertreter Polens in Danzig, Minister Dr. P a p ö e, hat bem Danziger Senatsoizeprästbenten Huth eine Note Überreicht, in ber geaen bie Danziger Verorbnung über bie Zentralisierung ber Arbeitsvermittlung protestiert wirb. Minister Papse brachte ferner zum Ausbruck, baß man ben Zwischenfall in Schöneberg noch nicht als aufgeklärt ansehe. Der Danziger Stanbpunkt zu beiben Angelebenheiten ist völlig klar: Die Verorbnung über bie Arbeitsvermittlung grünbet sich auf bas unbezweifelbare Recht ber Danziger Regierung, bie Arbeitsvermittlung nach wirtschaftlichen unb sozialpolitischen Grünbenzu regeln, was in biefem Falle burch Zusammenfassung ber gesamten Arbeitsvermittlung bei
Oeutschtumsprozeß in OftoberMesten.
Kattoroitz, 9. Nov. (DNB.) Vor bem Bezirksgericht in Tarnoroitz beginnt am 12. November ein großer Deutschtumsprozeß. Zu oeiantworten haben sich 49 beutsche Fugenbliche. Obwohl sie Mitglieber legal bestehenber beut- scher 3ugenboereine waren, wirft ihnen bie Anklage „© e f) e i m b ü n b e I e i" oor. Sie gehörten bem „Oberschlesischen Wanberbunb", Kattowitz, bem „Tar- nowitzer Wanberbunb" unb ber Jugenbgruppe beS DDK. (Verbanb Deutscher Katholiken) in Rabzion- kau an. Die Staatsanwaltschaft erblickt bas Vergehen ber Geheimbünbelei barin, baß biefe brei 3u« genboereine untereinanber organisatorische Serbin- bungen gehabt hätten, in Gruppen ober Untergruppen aufgeteilt gewesen seien, also ©Heberungen unterhalten hätten, beren Bestehen oor ben Behor- ben geheim gehalten worden sei. Weiter wird m ber Anklage behauptet, baß auch bie Aufgaben unb Ziele ber genannten 3ugenboereine oor ben Be- börben geheim gehalten worben feien. Die „politische" Tätigkeit oer 3ugenboereine gehe u. a. schon barauf heroor, baß oele ihrer Mitglieber bei einem Ausflug an bie Lublinitzer Wälber einen Gebenk ° ft ein z u Ehren ber Gefallenen b es Weltkrieges errichtet unb geweiht hätten. Die Angeklagten erklären, daß ihre Bestrebungen n i e oor ben Behörben geheim gehalten worden feien, zumal darüber in allen öffentlichen Veranstaltungen ber 3ugenboereine, roo stets Be- hörbenvertreter zugegen waren, gesprochen worben sei. Das Deutschtum Ostoberschlesiens steht auf bem Stanbpunkt, baß sich bie angeklagten jungen Deutschen nicht schulbig gemacht haben, ba sie in legal bestehenden Vereinen ihrer beutschen Fugenbarbeit auf einheitlicher ibeeUer Grunblage nachgingen.
©er Katiowitzer Hochverratsprozeß in zweiter Instanz.
Kattowitz, 9. Nov. (DNB.) Nach achttägiger Verhanblung ging bie Berufsverhanblung im Katto« witzer Hochoerratsprozeß mit ber Urteilsverkün- b u n g zu Enbe. Den Angeklagten, fast ausschließlich polnische Staatsangehörige, wurde zur Last gelegt, burch Zugehörigkeit z u einem polnischen Geheimbunb mit bem Ziele, Gebietsteile aus bem polnischen Staatsgefüge loszureißen, sich bes Hochverrats, ber Verbindung mit Personen einer fremden Macht und ber Geheimbünbelei schulbig gemacht zu haben. Obwohl bie 113 Angeklagten bamals für sich geltenb machen konnten, bem sog. Geheimbunb nur beigetreten zu sein, weil besten Grünber M a n i u r a , ber während der Untersuchungshaft Selbstmord verübte, ihnen Arbeit und damit Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage versprochen hatte, und weiterhin die Verhandlung ergab, daß das Belastungsmaterial zu einem wesentlichen Teil auf Spitzelarbeit beruhte, kam das Gericht seinerzeit zur Verurteilung von 99 Angeklagten.
Die Berufüngsverhandlung erbrachte nichts Neues. Die Angeklagten unterstrichen immer wieder, daß sie von den politischen Zielen des Ma- niura keine Ahnung gehabt hätten. Ihnen sei es nur darum gegangen, endlich wieder Arbeit unb Brot zu erhalten. Das Gericht kam zur Verurteilung von 105 Angeklagten. Der Hauptangeklagte Zajonz erhielt 8 Fahre Gefängnis, fünf weitere wurden zu je 7 Fahren Gefängnis verurteilt. Gefängnisstrafen in Höhe von 20 Monaten bis zu 5% Jahren wurden wegen Hochoerrats gegen 94 Angeklagte verhängt. Fünf Angeklagte erhielten wegen Geheimbündelei je ein Fahr Gefängnis. Den meisten Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Fahren abgebrochen.
Gegen die Bolftbewisierung Frankreichs.
Die Soziale Bolkspartei Doriots fordert Verständigung mit Deutschland.
Paris, 9. Nov. (DNB.) Die Soziale Volkspartei, bie von bem ehemaligen Kommunisten Doriot gegrünbet worben ist unb heute die entschlossensten Gegner Moskaus in ihren Reihen hat, ist zu ihrer Parteitagung zusammengetreten. Die Abgeorbneten schlossen jebesmal mit dem Schwur, „biefe ausländische Gefahr aus Frankreich zu verjagen" Doriot kam zu ber Feststellung, baß jebe anbere Regierung als die Volksfrontregierung bereits ein Verfahren gegen die Drahtzieher Moskaus eröffnet haben würde. Die Regierung Blum dagegen schließe beide Augen. Die Vorbereitungen der Kommunisten für ben Bürgerkrieg schienen die Regierung nicht zu beunruhigen. Ihre Unverschämtheit nehme angesichts der Unfähigkeit ber öffentlichen Gewalt immer mehr zu.
Doriot erklärte, baß er bie Front ber Freiheit schaffen wolle. Er reiche allen Franzosen bie Hanb, bie bereit seien, gegen Moskau zu kämpfen. Doriot forberte bie Auflösung ber Kommunistischen Partei unb bie Nichtigkeitserklärung bes französisch-sowjetrussischen Paktes, Anerkennung ber Regierung Franco unb bie Bereinigung ber französisch-italienischen unb ber französisch-beutschen Beziehungen. Zehnmal habe ber beutsche Reichskanzler einen Aufruf an Frankreich gerichtet, aber nicht ein einziges Mal haben bie französischen Staatsmänner barauf geantwortet. Worauf wartet man eigentlich, um unmittelbare Verhanblungen mit Deutfchlanb aufzunehmen?
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Die Kommunisten hatten bereits am Montagnachmittag bas Stabttheater, in bem ber ßanbespertei- tag ftattfanb, förmlich belagert. Um Zusammenstöße zu oermeiben. waren einige taufenb Mann Mobilgarbe eingesetzt worben. Trotzdem kam es zu einer schweren Schlägerei. 14 Polizisten wurden verletzt, davon einer so schwer, daß er ins Krankenhaus geschafft werben mußte.
Um dos Unifnrmöerbof in England.
„Morning Post" fordert Verbot der kommunistischen Partei.
London, 9.Nov. (DNB.) Innenminister Sir Föhn Simon brachte im Unterhaus bie neue Gesetzesvorlage zur Sicherung ber öffentlichen Orb- nung ein, bie in erster Lesung erlebigt würbe. Die Dorlage sieht bas Verbot bes Tragens politischer Uniformen, sowie bas Verbot ber Unterhaltung von Berbänben militärischen ober ähnlichen Charakters burch Privatpersonen vor. Gleichzeitig enthält bie Vorlage neue Bestimmun- gen für bie Wahrung ber öffentlichen Drbnung bet °"£nttifen Umzügen unb Versammlungen.
Der Führer ber englischen Faschisten, Mosley,
Unter fr dem Lande Schleir, des ber 2 [djajt in tinb ob e i Fühlungnah verbänden, des NS.-R schäft „Kras auf gleichem len in Verb Abordnung sallenen. Da- Essen, an der teilnahm. Der Vorsitzender d oai\ DeuWc
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Die W sters Gras deskanzler i waren vor rahmt. Grä Bundespräsi brunn mit thcater des Staatsbesuch
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