Einzelbild herunterladen

dem |t a o 111 d) e n Arbeitsamt erfolgt ist. eine Regelung, die übrigens in einer Reihe anbe« rer Staaten bereits seit länaerer Zeit besteht Auch der Fall Schöneberg ist nach Danziger Auf« fassung 'ne rein Danziger Angelegen- beit, nachdem sich herausgestellt hat. daß es sich aus« schließlich um Danziger Staatsangehö« r > g e deutscher Nationalität handelte.

Die in Warschau erscheinende ZeitungGazeta Hanblowa" benutzt das Ausscheiden eines Direktors der Bank von Danzig dazu, die Forderung aufzustellen, einen polnischen Direktor ein« zusetzen, da Polen an dem Aktienkapital der Bank von Danzig mit einem erheblichen Betrage beteiligt sei und die Einsetzung eines polnischen Direktors auch im Interesse der engen wirtschaftlichen Be­ziehungen zwischen Polen und Danzig und des Vertrauens der polnischen Finanzkreise notwendig sei. hierzu wird von maßgebender Seite erklärt, daß die auf den Namen polnischer Ak­tionäre im Stammbuch der Bank eingetragenen Aktien nur 28 o. H. des g e s a m t e n A k ti e n « kapitals der Bank ausmachen, also nicht die Mehrheit des Aktienkapitals darstellen. Diese Be­teiligung von 28 d. S). ist bei der Gründung der Bank von Danzig in dem Genfer Währungsüber« einkommen von 1923 zwischen Danzig und Polen vereinbart worden.

WawmRoosevelt siegle.

iion unfein. H V.-ÄenchteMattei

Reuyork, November 1936.

Mit rund zehn Millionen Stimmen Mehrheit fiegte Franklin D. Roosevelt am Dienstag über feinen Gegner, den Republikaner Landon.

größte Sieg feit 1820 ist der Persönlichkeit des Präsidenten zuzuschreiben. Er hat seinen Gegner Landon so glatt an die Wand gedrückt, wie es in der modernen Geschichte der USA. beispiellos ist. Landon hatte nichts Mitreißendes an sich. Seine Reden waren vorher schriftlich fixiert, feine Polemik gegen Roosevelt widerspruchsvoll. Im Osten oer« fprad) er den Arbeitern Hilfe, im Westen setzte er fid) mehr für die Belange der Kapitalgewaltigen ein. Industrie und Banken, Männer wie Morgan, Rockefeller, Du Pont, de Nemours, der Automobile und chemische Industrie beherrscht, der frühere Schatzsekretär Mellon, der Herrscher über Banken unö Aluminium, und nicht zuletzt Henry Ford traten für ihn ein. Er hatte fast die gesamte Presse hinter sich und einen Wahlfonds, dessen riesenhafte Höhe noch unbekannt ist. Die Republikaner wollten das alte Wirtschaftssystem, das ihnen die Anhäufung gewaltiger Vermögen ermöglichte. Absolute Freiheit der Börse, Hochschutzzölle, unbedingte Freiheit des Kreditwesens waren ihre Programmpunkte. Aber selbst der Norden Amerikas verließ sie. Selbst die republikanischen Staaten, die den amerikanischen Bürgerkrieg gegen die demokratischen Sklavenhalter des Südens einst ausgefochten, wählten demokra­tisch. Einen solchen Zusammenbruch hatte die Bart nicht erwartet.

Die Mn Kämpfer im Moerbrän-Mer.

MU

M

rv. KM

'M"

-

Denn Roosevelt hatte wahrend der Zeit |einu Präsidentschaft vielerlei Anlaß zur Kritik gegeben. Die Arbeitslosenziffer ist nur unwesentlich gesunken. Die Verwaltung und Justiz war die Beute feiner Partei nach dem Wahlsieg 1932 geworden. Ver­schwendung und Bürokratisierung waren die unver­meidlichen Begleiterscheinungen. Die wirtschaftliche Entwicklung war nicht in dem von Roosevelt er­warteten Maße gestiegen. Aber Roosevelt hatte d e n O p t i m i s m u s für sich und ein Programm das sich den Bedürfnissen der Massen anpaßte. Zui ersten Male hatte er wirklich etwas für das Vo getan. Er war der Abgott der Kleinen geroorh 9n ihm fanden die amerikanischen Wünsche der Gegenwart ihre Verkörperung. Wenn er prokla­mierte, die Wirtschaft dürfe nicht zügellos sein, der Staat und die amerikanischen Massen hätten das Recht, zum Gemeinnützen einzugreifen, dann war diese Art eben so populär wie fein Kamps gegen die Börsenjobber

Hinzu kam ein Neues. Die Massen des industriel­len Ostens sind nicht mehr so unentwegt Republi­kaner wie ihre Väter. Sie sind in Großstädten zu- sammengeballt. Sie können keine Wahlfonds sam­meln. keine Zeitungen herausgeben, aber sie warte­ten auf die Führung. Und Roosevelt war dazü an­getan. Wie einst Woodrow Wilson appellierte er an den Optimimismus. Er allein hatte ein Reform­programm und jenen typischen Zug des amerika­nischen Idealismus. Darauf warteten die Massen, deshalb wählten sie ihn. Das Geldsackideal der Re­publikaner wurde ebenso abgelehnt wie die alten Ladenhüter der Verfassung. Amerika will vorwärts, will etwas Neues, will Reformen. Das hatte Roosevelt klar erkannt und deshalb fie­len ihm die Massen zu. Der Erdrutsch hat die Re- publikaner begraben.

Alle Spekulationen auf radikalere Se­ro eg un gen als die Roosevelts versagten. Der Rundfunkpater Coughlin, der feinem Kandi­daten Lembke Millionen von Stimmen prophe­zeite und Roosevelt auf das schärfste angriff, konnte nur etwas über eine halbe Million Stimmen für feinen Strohmann aufbringen. lot i st auch der Mgrxismus. Sein Präsidentschaftskandidat er­hielt knapp hunderttausend Stimmen. Der Ameri­kaner ist nicht marxistisch, trotz der Nöte der Zeit. Und mausetot sind die Kommuni st en. 3m ganzen Lande haben sie rund fünfzigtausend Stim­men erhalten. Als Partei sind sie ausgelösckt, denn nicht einmal in Neuyork erhielten sie die für eine Partei notwendige Stimmenzahl von 30 000.

Die Parlamente erhalten ein anderes Aussehen. Gleichzeitig mit dem Präsidenten wählte das Volk zum Repräsentantenhaus. Es wird eine Mehrheit der Demokraten von rund 4:1 aufweisen. 3m Senat, zu dem Teilwahlen stattfanden, ist die Mehrheit der Demokraten noch gestiegen. Bei den Gouverneurswahlen errangen eben­falls die demokratischen Kandidaten die absolute Mehrheit. Damit werden für Roosevelts Pläne parlamentarische Reibungen verhindert oder jeden­falls auf ein Mindestmaß zurückgeführt Niemals vorher hatte im modernen Amerika ein einzelner Mann eine derartige Macht.

Wie er sie nützen wird, ist nur in den Grundzügen klar. Er wird weiter versuchen, den Einfluß der Mammonisten zurückzudrängen und das soziale Ret­tungswerk durchzuführen, um dessentwillen er ge­wählt wurde. Dabei kommt es weniger auf Pro­grammpunkte als auf die Grundtendenz an Roose­velt hat durch die Republikaner und das Oberste Bundesgericht seinen Blauen Adler, das Sinnbild einer staatlich kontrollierten Wirtschaft, seines Feder­schmucks beraubt gesehen. Er wird ihn in irgend­einer Form wieder lebendig machen Roosevelt war gegen die Ausschüttung oon Milliarden an die Kriegsveteranen. Seine Wähler haben ihm das nicht krumm genommen. Roosevelt ist kein festes Programm, sondern die Lust zu fortschrittlichen Ex­perimenten. Er ist die Verkörperung aller Kräfte eines neuen Amerika Noch sind sie unausgegoren, aber sie wollen vorwärts und das Alte überwinden. Und zum ersten Male in der Geschichte der Präsi- dentenwahlen hat das Volk gezeigt, daß dieser Willen herrschend ist und die alten Götzen Ver­fassung und freies Spiel der Dollarmilliardäre ge­stürzt wurden.

Vorläufig aber geht Roosevelt nach Buenos Aires zur panamerikanischen Konferenz, aus der ein amerikanischer Völker friede ent­stehen soll. Bis Weihnachten ist er von der Heimat abwesend. Das ganze Volk erwartet, daß er wenig­stens für das amerikanische Festland den Frieden sichert, den das alte Europa nicht finden kann

Becks Besuch in London

London, 9. Nov. (DNB.) Der polnische Außen­minister Beck hatte im Foreign Office eine Unter- redung mit Außenminister Eden. 3n Begleitung Becks befanden sich Graf Potocki und Graf Lubienski. Anschließend gab Außenminister Eden dem polni­schen Gast im Carlton-Hotel ein Frühstück. König Eduard VIII. wird am Dienstag zu Ehren des Ministers im Buckingham-Palast em Essen veran­stalten, zu dem auch mehrere brittsche Industrielle eingeladen worden sind.Gazeta P o l s f a" meloet man könne schon jetzt feststellen, daß der Meinungsaustausch über die europäische Lage eine

3m Bürgerbräukeller befand sich unter den Männern der Alten Garde als einzige Frau, der der Führer den Blutorden verlieh, Schwester Pia in ihrer Tracht. (Presse-Bub-Zentrale-M.)

Ser Führer bei der Rekrulenvereidlgung Oer SS.-VersögunMuppe.

Den würdigen Ausklang der Feiern zum 9. No­vember bildete um Mitternacht die Vereidi­gung der Rekruten der SS. - Derfü- gungstruppe in Anwesenheit des Führers vor der Feldherrnhalle. Der Schein von vielen hundert Fackeln und das lodernde Feuer in den Opfer« scdalen gaben der Weihestunde auf dem Odeons­platz den stimmungsvollen Rahmen. 3n 50 Mann starken Reihen füllten die Rekruten der Leibstan­darteAdolf Hitler", der SS.,StandarteDeutsch­land", der SS..-StandarteGermania", der Fiiy- rerschulen, der Totenkopfverbände und der übrigen Einheiten der SS.-Verfügungstruppe den weiten Platz. Zu beiden Seiten waren Ehrenstürme der Leibstandarte und der StandarteDeutschland" an­getreten. Vor dem Löwen der Feldherrnhalle hatte unter der Blutfahne und den FeldzeichenAdolf Hitler",Deutschland" undGermania" das ge­samte hohe Führerkorps der Schutzstaffeln der NSDAP. Aufstellung genommen

Mit dem Glockenschlag 23.30 Uhr verlöschte die Straßenbeleuchtung, so daß der Platz jetzt nur noch von dem flackernden Schein der Fackeln erhellt wurde Unbeweglich standen die Männer der SS. im Stahlhelm auf dem Platz. 3n der Feldherrn­halle war mit dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß das gesamte Führerkorps der NSDAP, versammelt. Der Kommandeur der Leib- standarte SS.-Obergruppenführer Sepp Dietrich meldete dem Reichsführer SS Himmler die zur Vereidigung angetretenen Führer und Männer oer Schutzstaffeln. Wenige Minuten später präsentier­ten die SS.-Formationen auf Befehl des Reichs­führers und der Präsentiermarsch, gespielt vom Musikzug der Leibstandarte erklang. Vom Residenz­hof her betrat der Führer, gefolgt von feiner ständigen Begleitung, den Odeonsplatz und nahm die Meldung des Reichsführers entgegen Mit einem weithin hallendenHeil SS -Männer!" grüßte der Führer die Formationen der Schutzstaf­feln, und wie aus einem Munde erklang die Ant­wort:Heil mein Führer!" Der Führer und Reichs­führer Himmler schlitten mm hio -^hrfon inr Fest» herrnhalle hinauf

^er Schwur der Xreu*.

Auf Befehl des Reichstührers nahm dann d i e Vereidigung ihren Anfang. Die Rekruten standen entblößten Hauptes auf dem Platz Leise erklang die feierliche Weise des Niederländischen DankgebetesWir treten zum Beten", und ihr mächtig brausender SchlußakkordHerr mach uns ;rei" fiel zusammen mit dem ehernen Klana der Glocken, die die Stunde der Mitternacht verkünde­ten. Die Rekruten erhoben die rechte Hand tum Schwur und sprachen dem Reichsführer SS das Treugelöbnis nach-3ch schwöre dir Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Deutschen Rei­ches, Treue und Tapferkeit. 3d) gelobe dir und den von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod So wahr mir Gott helfe'"

Der Führer spricht.

Nach der feierlichen Eidesleistung gab der Führer in einer Ansprach der Bedeutung der Stunde und des geleisteten Eides an der heiligen Stätte der Bewegung Ausdruck Als den tiefsten Sinn des Gelöbnisses, gab er den jungen SS -Mgnnern, die soeben in die schwarze Garde der Treue ausgenom­

men worden waren, die Worte mit auf den Weg: Wir allein sind nichts, unser Volk ist alles. Wir sind vergänglich, aber Deutschland muß leben!" Nach dem Heilrus des Führers auf »mb sangen die SS.-Männer Das Staffel« enn alle untreu werden" als Gelöbnis, im Sinne der Worte des Führer ihre Pflicht zu tun. Der Führer schritt nun durch die Reihen der Neu- vereidigten. Er ging von Mann zu Mann und sah jedem einzelnen ins Auge. Unter den Klängen des Präsentiermarsches verließ der Führer dann die Stätte der nächtlichen Feierstunde. Die SS.-Män­ner formierten sich zum Marsch durch die Haupt­stadt der Bewegung, der sie an der Ewigen Wache vorbei zum Königlichen Platz führte.

Der Führer bei Abi Schachleiiner

Rosenheim, 9. Nov. (DNB.) Am Sonntag­nachmittag weilte der Führer und Reichs­kanzler am Krankenbett des fchwererkrankten Abtes Dr. h.c. Albanus Schachleitner Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß hatte den Schwerkranken bereits am vergangenen Donnerstag besucht

um Telegramm des italienischen Botschafters.

München, 10. Nov. (DNB. Funkfpruch.) Aus Anlaß des 8. und 9. November sandte der italieni­sche Botschafter Attolico folgendes Telegramm an den Stellvertreter des Führers der NSDAP., Reichsminister Rudolf Heß:An dem historischen läge, an welchem die nationalsozialistsche Partei mit ehrfurchtsvoller Treue des Opfers ihrer helden­haften Bahnbrecher gedenkt, schließe ich mich der Huldigung und dem feierlichen Ritus an." Der Stellvertreter des Führers dankte im Namen der NSDAP

Der g November in der (Harchaupistadt

NSG. Am 9. November gedachte ganz Deutfch- anb bankbar all ber vielen Helben, bie im heißen Ringen um bas Dritte Reich ihr Leben lassen mußten. So waren auch in ber Gauhauptstabt Frankfurt a. M. schon am frühen Morgen biefes Gebenktages bie Ehrenwachen an den Mord- und Grabstätten bei crmorbetc . Kameraden und am Ehrenmal des Hauptfriedhofes uuigezvgen. Schweigend und voller Andacht standen bie Ehrenwachen SA - tinb SS.-Männer, Politische Leiter unb Hitlerjungen um bie Gräber, als in Vertretung bes Gauleiters Gaupresseamtsleiter G. W. Müller mit Kreisleiter Dr. Krebs er­schien, um Kränze an ben Ruhestätten ber Blut­zeugen ber Bewegung nieberzulegen. Es war ein Gruß alter Kameraben, em Zeichen treuester Er­innerung unb ein Dank aller Volksgenossen unse­res Gaues. SA.-Brigabeführer Dörnemann sprach an ben Gräbern von Hans Handwerk und Katharina Grünewald Worte des Geden­kens für die durch Mörderhanb gefallenen Mit­kämpfer unseres Führers. Bei der kurzen Feier­stunde waren auch SA.-Standartenführer Römer und Bannführer Dillemuth zugegen. Auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt a. M.-Höchst widmete der Führer der 2. SS.-Standarte, Sturmbannfüh­rer M o r e t h dem ermordeten Kameraden 3ofef Bleser Gedenkworte

Uebereinftimmung der Ziele und Me­thoden zwischen der polnischen und englischen Polittk in einer ganzen Reihe oon Fragen gezeigt habe. Einmüttgkeit bestehe hinsichtlich der Haltung Block und G e g e n b l o ck" in Europa, hinsicht­lich der N e u t r a I i t ä t g e g e n ü b e r b e-n i beo- logischen Gegensätzen, bie Europa zer­reißen, unb hinsichtlich ber Nichteinmischung in bie inneren Angelegenheiten anberer Staaten.

Danzia unö Polen

Danzig, 9. Nov. (DNB.) Der biplomatische Vertreter Polens in Danzig, Minister Dr. P a p ö e, hat bem Danziger Senatsoizeprästbenten Huth eine Note Überreicht, in ber geaen bie Danziger Verorbnung über bie Zentralisierung ber Arbeitsvermittlung protestiert wirb. Mi­nister Papse brachte ferner zum Ausbruck, baß man ben Zwischenfall in Schöneberg noch nicht als auf­geklärt ansehe. Der Danziger Stanbpunkt zu beiben Angelebenheiten ist völlig klar: Die Verorbnung über bie Arbeitsvermittlung grünbet sich auf bas unbezweifelbare Recht ber Danziger Regierung, bie Arbeitsvermittlung nach wirtschaftlichen unb sozialpolitischen Grünbenzu regeln, was in biefem Falle burch Zusammenfassung ber gesamten Arbeitsvermittlung bei

Oeutschtumsprozeß in OftoberMesten.

Kattoroitz, 9. Nov. (DNB.) Vor bem Be­zirksgericht in Tarnoroitz beginnt am 12. November ein großer Deutschtumsprozeß. Zu oeiantworten haben sich 49 beutsche Fugenb­liche. Obwohl sie Mitglieber legal bestehenber beut- scher 3ugenboereine waren, wirft ihnen bie Anklage © e f) e i m b ü n b e I e i" oor. Sie gehörten bem Oberschlesischen Wanberbunb", Kattowitz, bemTar- nowitzer Wanberbunb" unb ber Jugenbgruppe beS DDK. (Verbanb Deutscher Katholiken) in Rabzion- kau an. Die Staatsanwaltschaft erblickt bas Ver­gehen ber Geheimbünbelei barin, baß biefe brei 3u« genboereine untereinanber organisatorische Serbin- bungen gehabt hätten, in Gruppen ober Unter­gruppen aufgeteilt gewesen seien, also ©Heberungen unterhalten hätten, beren Bestehen oor ben Behor- ben geheim gehalten worden sei. Weiter wird m ber Anklage behauptet, baß auch bie Aufgaben unb Ziele ber genannten 3ugenboereine oor ben Be- börben geheim gehalten worben feien. Diepoli­tische" Tätigkeit oer 3ugenboereine gehe u. a. schon barauf heroor, baß oele ihrer Mitglieber bei einem Ausflug an bie Lublinitzer Wälber einen Gebenk ° ft ein z u Ehren ber Gefallenen b es Weltkrieges errichtet unb geweiht hätten. Die Angeklagten erklären, daß ihre Bestrebungen n i e oor ben Behörben geheim gehalten worden feien, zumal darüber in allen öffentlichen Veranstaltungen ber 3ugenboereine, roo stets Be- hörbenvertreter zugegen waren, gesprochen worben sei. Das Deutschtum Ostoberschlesiens steht auf bem Stanbpunkt, baß sich bie angeklagten jungen Deut­schen nicht schulbig gemacht haben, ba sie in legal bestehenden Vereinen ihrer beutschen Fugenbarbeit auf einheitlicher ibeeUer Grunblage nachgingen.

©er Katiowitzer Hochverratsprozeß in zweiter Instanz.

Kattowitz, 9. Nov. (DNB.) Nach achttägiger Verhanblung ging bie Berufsverhanblung im Katto« witzer Hochoerratsprozeß mit ber Urteilsverkün- b u n g zu Enbe. Den Angeklagten, fast ausschließ­lich polnische Staatsangehörige, wurde zur Last ge­legt, burch Zugehörigkeit z u einem pol­nischen Geheimbunb mit bem Ziele, Ge­bietsteile aus bem polnischen Staatsgefüge loszu­reißen, sich bes Hochverrats, ber Verbindung mit Personen einer fremden Macht und ber Geheim­bünbelei schulbig gemacht zu haben. Obwohl bie 113 Angeklagten bamals für sich geltenb machen konn­ten, bem sog. Geheimbunb nur beigetreten zu sein, weil besten Grünber M a n i u r a , ber während der Untersuchungshaft Selbstmord verübte, ihnen Ar­beit und damit Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage versprochen hatte, und weiterhin die Verhand­lung ergab, daß das Belastungsmaterial zu einem wesentlichen Teil auf Spitzelarbeit beruhte, kam das Gericht seinerzeit zur Verurteilung von 99 Angeklagten.

Die Berufüngsverhandlung erbrachte nichts Neues. Die Angeklagten unterstrichen immer wieder, daß sie von den politischen Zielen des Ma- niura keine Ahnung gehabt hätten. Ihnen sei es nur darum gegangen, endlich wieder Arbeit unb Brot zu erhalten. Das Gericht kam zur Ver­urteilung von 105 Angeklagten. Der Hauptangeklagte Zajonz erhielt 8 Fahre Ge­fängnis, fünf weitere wurden zu je 7 Fahren Gefängnis verurteilt. Gefängnisstrafen in Höhe von 20 Monaten bis zu 5% Jahren wurden wegen Hochoerrats gegen 94 Angeklagte verhängt. Fünf Angeklagte erhielten wegen Geheimbündelei je ein Fahr Gefängnis. Den meisten Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Fahren abgebrochen.

Gegen die Bolftbewisierung Frankreichs.

Die Soziale Bolkspartei Doriots fordert Verständigung mit Deutschland.

Paris, 9. Nov. (DNB.) Die Soziale Volkspartei, bie von bem ehemaligen Kom­munisten Doriot gegrünbet worben ist unb heute die entschlossensten Gegner Moskaus in ihren Reihen hat, ist zu ihrer Parteitagung zusammen­getreten. Die Abgeorbneten schlossen jebesmal mit dem Schwur,biefe ausländische Gefahr aus Frankreich zu verjagen" Doriot kam zu ber Feststellung, baß jebe anbere Regierung als die Volksfrontregierung bereits ein Verfahren gegen die Drahtzieher Moskaus eröffnet haben würde. Die Regierung Blum dagegen schließe beide Augen. Die Vorbereitungen der Kommunisten für ben Bürgerkrieg schienen die Regierung nicht zu beunruhigen. Ihre Unverschämtheit nehme an­gesichts der Unfähigkeit ber öffentlichen Gewalt immer mehr zu.

Doriot erklärte, baß er bie Front ber Frei­heit schaffen wolle. Er reiche allen Franzosen bie Hanb, bie bereit seien, gegen Moskau zu kämpfen. Doriot forberte bie Auflösung ber Kommunistischen Partei unb bie Nichtigkeitserklä­rung bes französisch-sowjetrussischen Paktes, Anerkennung ber Regierung Franco unb bie Bereinigung ber französisch-italienischen unb ber französisch-beutschen Beziehungen. Zehn­mal habe ber beutsche Reichskanzler einen Aufruf an Frankreich gerichtet, aber nicht ein einziges Mal haben bie französischen Staatsmänner barauf ge­antwortet. Worauf wartet man eigentlich, um un­mittelbare Verhanblungen mit Deutfchlanb auf­zunehmen?

«

Die Kommunisten hatten bereits am Montagnach­mittag bas Stabttheater, in bem ber ßanbespertei- tag ftattfanb, förmlich belagert. Um Zusammenstöße zu oermeiben. waren einige taufenb Mann Mobil­garbe eingesetzt worben. Trotzdem kam es zu einer schweren Schlägerei. 14 Polizisten wurden verletzt, davon einer so schwer, daß er ins Krankenhaus geschafft werben mußte.

Um dos Unifnrmöerbof in England.

Morning Post" fordert Verbot der kommunistischen Partei.

London, 9.Nov. (DNB.) Innenminister Sir Föhn Simon brachte im Unterhaus bie neue Gesetzesvorlage zur Sicherung ber öffentlichen Orb- nung ein, bie in erster Lesung erlebigt würbe. Die Dorlage sieht bas Verbot bes Tragens po­litischer Uniformen, sowie bas Verbot ber Unterhaltung von Berbänben militärischen ober ähnlichen Charakters burch Privatpersonen vor. Gleichzeitig enthält bie Vorlage neue Bestimmun- gen für bie Wahrung ber öffentlichen Drbnung bet °"£nttifen Umzügen unb Versammlungen.

Der Führer ber englischen Faschisten, Mosley,

Unter fr dem Lande Schleir, des ber 2 [djajt in tinb ob e i Fühlungnah verbänden, des NS.-R schäftKras auf gleichem len in Verb Abordnung sallenen. Da- Essen, an der teilnahm. Der Vorsitzender d oai\ DeuWc

Meine

Die W sters Gras deskanzler i waren vor rahmt. Grä Bundespräsi brunn mit thcater des Staatsbesuch

Der \t schlag runb 31,: wirkliche s spielsweise besverteidi vorlagc muß zuge unmöglich vorangega gabenpoliti

Ku

Der 3n der 9 farb Goeri verstarb Bieberstein Seeschlacht" Südpolarexj viele deutsä stme Dram Preis erhal unb hat sp Clne Existen. Dr. Doller

ijam & für dm *n Amte "««Den. 2j Alten die te üb-! 5? Augen » e, Ueberga gruQr !Qni*nen UM JLerMlei

Lgerkrieg: «ti m« 'SA li! Srrn d'e

UI1$enn unfj SS* Stobt?.1*

Ä* M-dlich * eine ein einziges aufMmor ist, warum l IW' unserem stützt °»ck

<? >**

" «i-d-r

6e? gtuD«!1 äierun«« muAch

$ie" u n i tiefet