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renten in

in der er etwa ausführte:

aktus". Leider be-

Olympia-Randnotizen.

Ausländer zu Besuch in der Reichshauptstadt.

im üblichen Sinne. Dazu umfahl die Arbeitslosen- zahl u. a. auch Personen, die aus irgendwelche« Gründen nicht voll verwendungsfähig find und auch bei der jetzigen günstigen Befchäfli- gungslage nur schwer vermittelt werden können, obgleich die Betriebssichrer ihre Anforderungen im allgemeinen stark eingeschränkt haben und auch Kräfte einstellen, auf die sie in früheren Jahren nicht zurückgegriffen hätten.

Zu dem günstigen Bild des Arbeitseinsatzes im Juli hat neben dem starken Kräftebedarf der Landwirtschaft für die Einbringung der Ernte besonders die st a r k e Aufnahmefähig­keit des Baugewerbes und der lNetall- induftrie beigetragen. Es war in vielen Be­zirken nicht möglich, den gestiegenen Anforderungen dieser Gruppen in jeder Hinsicht gerecht zu werden. Deshalb muhte zur Behebung des Facharbeiter­mangels derAusgleichsverkehr weitgehend in Anspruch genommen werden, der unter diesen Verhältnissen von Monat zu Monat an Bedeutung zunimmt.

Ehrung Mackensens.

Der Generalfeldmarschall zum Chef des Reiterregiments Nr. 5 ernannt.

Berlin, 9. Aug. (DNB.) Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers erfolgte am Samstag durch den Reichskriegsminister und Oberbefehls­haber der Wehrmacht, Generalfeldmarfchall von Blomberg, die Ernennung des Generalfeldmar- fchalls von Mackensen zum Chef des Reiterregi­ments 5. Bei der Ehrung, die in der Woh­nung des Oberbefehlshabers des Hee­res stattfand, waren zugegen: der Reichskriegs. Minister, der Oberbefehlshaber des Heeres, der Chef des Generalstabes des Heeres, der Inspekteur der Kavallerie, der Chef des Heeres-Perfonalamtes und der Kommandeur des Reiterregiments 5. Der Füh­rer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat in einem Handschreiben dem Generalfeldmarfchall von Mackensen die Ernennung zum Chef des Rei- terregiments 5 bekanntgegeben und dabei der gro­ßen Verdienste des Feldmarschalls um das alte Heer und feines Einsatzes für den Wiederaufbau der neuen deutschen Wehrmacht ehrend gedacht.

Aus aller Welt.

Berlin, 8. Aug. (DNB.) 3m Juli Hal sich, wie die Reichsanstall berichtet, der Arbeitseinsatz weiterhin sehr günstig entwickelt. Die Zahl der Arbeitslosen fiel im Berichtsmonat noch­mals erheblich, und zwar um 1 4 40 0 0 auf 1 1 7 0 0 0 0. Damit ist sogar der Stand der Ar­beitslosigkeit des wirtschaftlich günstigen Jahres 1929 (1 251 000) unterschritten, viele ländliche Bezirke und auch ein Teil der industriellen Bezirke sind arbeitslosenfrei.

Die an sich schon niedrige Zahl von 1 170 000 Ar­beitslosen umschließt nämlich auch diejenigen Ar- beitslosen, welche durch die starke Bewegung im Arbeitseinsatz, die mit der günstigen Beschästi- gungslage zwangsläufig verbunden ist, gerade a m Stichtag arbeitslos waren und deshalb bei der Zählung nicht erfaßt wurden. Eine gewisse Anzahl solchervorübergehend" Arbeitsloser wird in einer dynamischen wirtschaft stets vorhanden sein, um den notwendigen krästeausgleich innerhalb der Wirtschaft durchführen zu können. Es handelt sich hierbei aber nicht um sozialbedürftige Arbeitslose

Berlin, 8. Aug. (DNB.) Die Bedeutung, die die Olympischen Spiele auch für die Vertiefung des kulturellen Verständnisses der Völker untereinander haben, trat deutlich bei zwei Empfang en a u s- länd ischer Abordnungen im N e ich s er­zieh u n g s m i n i st e r i u m hervor Zunächst empfing Reichserziehungsminlster Rust eine Ab­ordnung ägyptischer Professoren und Studen­ten. Die Studenten bereisen auf Einladung der Deutschen Studentenschaft etwa 14 Tage Deutsch­land. Reichserziehungsminister R u st hielt an die ägyptischen Gäste eine Ansprache, in der er aus­führte: Wenn fchon die Jugend im allgemeinen die Hoffnung der Völker ist, so richtet sich in der heu­tigen Zeit unser Blick mit ganz besonderer Erwar­tung auf die gesamte Jugend der Welt, weil sie mit weniger Vorurteilen dem Leben gegenüber steht, weil sie den Mut hat, eigene Wege zur wahrhaften Verständigung der Völker zu gehen, hier bahnbrechend mitzuarbeiten, ist der Akademi­ker besonders berufen. Wenn unser Volk so wäre, wie das Ausland sagt, dann könnten wir es nicht verhindern, daß man es auch hier so vorfande. Man kann zehn Millionen Menschen, die sich hier auf engem Raum begegnen, keine Maske aufsetzen, sondern unser Volk zeigt sich so aufgeschlossen, wie es in Wirklichkeit ist. Sie können sehen, wie sehn­süchtig unser Volk auf einen Augenblick wartet, wo die gefühlsmäßigen Schranken der Fremdheit nie­derfallen und der Weg der Verständigung frei wird.

Anschließend empfing Reichserziehungsminlster Rust eine Abordnung griechischer Professoren an der Reichsakademie für Leibesubungen m Athen. Professor Kataipis überreichte dem Minister drei in prachtvollem Goldschnitt aus- oeltattete Bücher mit Abbildungen über den Sport

GünstigeEniwicklung des Arbeitseinsatzes

3m Juli wieder 144000 Arbeitslose weniger.

Tßir haben diese Bücher als Ausdruck des Dan­kes für alles das überreicht was Deutschland für die griechische Mannschaft und Griechenland getan hat Wir Griechen lieben das deutsche Volk wie einen Bruder. Wir haben so viel gesehen, und das deutsche Volk hat uns einen so herzlichen Empfang bereitet, daß wir das alles erzählen m u s l e n, wenn w i r in unser Vaterland zuruck- kehren. Wir müssen anerkennen, daß das deut­sche Volk unter diesem Führer, mit diesem energischen Willen und dieser innigen Verbundenheit des -uolres mit seinem Führer eine herrliche Zukunft vor sich hat." Reichserziehungsminister Rust bedankte sich mit herzlichen Worten für das prachtvolle Geschenk, pflege der deutschen Sprache.

Die Ausdrucksweise der Behörden mutz vorbildlich sein.

Be-rlin, 8. Aug. (DRB.) Der Reichs- Minister des Innern veröffentlicht folgenden Runderlaß: .

Die Pflege der deutschen Sprache amt­lichen Verkehr ist den Behörden wiederholt zur Pflicht gemacht worden. Ich habe insbesondere darauf hingewiesen, wie notwendig es 'st.'» amt­lichen Kundgebungen oller Art aus quten und leicht verständlichen Ausdruck und Satz­bau zu achten. Leider haben diese Hinweise noch n i ch t v o l l e n E r f o l g gehabt. Sprachliche Nach­lässigkeit führt immer wieder zu Wort- und eap- bildunqen, die gegen die einfachsten Sprachregeln verstoßen. Vor allem sind Sch a chte l un gen ständig zu beobachten. Ich ersuche deshalb erneut und mit allem Nachdruck, der Pflege der deutschen Sprache gesteigerte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die gerügten Mißbildungen müssen unter allen Umständen aus dem Sprachgebrauch verschwinden. Die Ausdrucksweise der deutsche n B e - Hörden muß vorbildlich sein: die Sorg­falt, die der sachlichen Durcharbeitung gewidmet wirb, muß auch der Sprachgestaltung zuteil wer- ; den. Der Beamte soll seine Gedanken m die kürze st e und sprachlich beste Fo r m Hei- den. Er wird damit dazu beitragen, das Ansehen i der ganzen Beamtenschaft zu heben.

Ich stehe vordemEingang Z u r D e u t s ch- l a n d - A u s st e l l u n g und warte auf einen ge­tonnten, mit dem ich gemeinsam diese einzigartige Schau besichtigen will. Plötzlich tritt ein ^rr auf mich zu, redet mich auf englisch am Meine Schul- kcnntnisse zusammenraffend, stehe ich> ihm.Rede u Antwort, und im Nu entwickelt sich eme lustige Unterhaltung, bei der Mich der Engländer n^ch allen möglichen und unmöglichen Dingen ragt W»e lange man wohl brauche, um sich diese Au s 9

anzusehen, was wohl besonders mtercfian ,

wo man besonders gut Mittag essen konnte we ches Theater heute abend ein lustiges Stuck fpiek usw. usw. Gott fei Dank kann ich, wenn auch etwas langsam und holprig, so ^mlich f Fragen meines freundlichen Gegenübers R Antwort ft-hen. Und als sichmein Engländer hoch befriedigt und mit herzlich-" ®or^nleS k-s von mir verabschieden will, da kann ch nun doch nicht verkneifen >hn Z" tt-g-". gewußt hatte, daß ich die englrfd?«i ®ptW be herrsche. Etwas erstaunt bin ich nun aber doch über die AntworteAlle Berliner sprechen englisch, Jcb muhte henlidi machen über diese wirklich nun Ur hohe Lung die dieser Engländer über uns hat. *

Cs ist manchmal wirklich lustigI welchen Vorstellungen unsere ?"^nWen »c|u, -her nach Berlin kommen. In ,edem La^- -pl"-

allem in der Reichshauptstadt aufgefallen ^sei Alle erzählten übereinstimmend, daß s I ) . . .

mgen Tagen einen lebendigen E ndruck von dem Geist des neuen Deutschland

Die folgende Geschichte habe ich nicht selbst er­lebt, aber sie ist mir von einem guten Freund er­zählt worden. Er fuhr mit dem V-Zug von Köln nach Berlin. Der Zug fuhr vormittags ab, mein Freund ging in den Speisewagen und kam zufällig an einen Tisch zu sitzen, an dem zwei Griechen aßen. Als diese von dem Ober nach ihren Mün­chen gefragt wurden, sagten sie nur ein Mort: Milch!" Drei Stunden später kam ich, so er­zählte mir mein Bekannter weiter, wieder in den Speisewagen, kurz darauf erscheinen ebenfalls die beiden Griechen und verlangten wieder Milch. Uno kurz bevor der Zug in Berlin einlief, tauchten sie nochmals auf und verlangten zum drittenmal Milch. Ein Herr fprach die beiden höflich auf französisch an, daß diese wohl etwas beherrschten, und sie er­klärten, daß sie nur ein einziges deutsches Wort wissen:Milch!" Inzwischen lief der Zug m Berlin ein. Es war zu spät, um etwas Richtiges zum Essen zu bestellen. *

Wissen Sie, was eine Olympia-Sonder­fahrt ist? Vermutlich nicht. Ich hatte bis gestern auch keine Ahnung davon. In Berlin, DoraUemin der Innenstadt, sind alle paar hundert Meter und zum Teil in noch kürzeren Abstanden, Laut- sprech er ausgestellt, die stets °°n Neugierigen umlagert sind, welche voller Spannung dem Fort- aana der Kämpfe lauschen. Fahre ich da dreier £'r ""

ÄÄÄSÄSfcJ etwas verdutztes Gesicht macht, wird ihm fügender Bescheid zuteil: ,Zch will mir de» 10000 -Me­ter-Lauf anhören, was sich ,ia vom sichren den Autobus aus prächsigor?n.l6L^nf"J roir wir an einem Lautsprecher vorüber ftnb, fMmr schon beim nächstens- Fürwahr, em praktisches

Es gibt Dinge, bie für uns eine Selbstverständ­lichkeit darstellen, die aber den Ausländern ein Buch mit sieben Siegeln sind und dementsprechend auffallen. In einer belebten Straße der Innenstadt spielte sich in diesen Tagen ein köstliches Erlebnis ab, an dem die Vorübergehenden ihre Helle Freude hatten. Zwei Engländer diese Natton geht offen­bar mii ganz besonders aufmerksamen Augen durch Berlin stehen vor einem großen Fleischerladen. Eine Wurstsorte scheint ihr besonderes Interesse zu finden. Kurz entschlossen betreten sie den Laden und kommen nach ein paar Minuten mit einer wohl zw e i Meter langen Kette Wiener Würstchen heraus, die jenseits des Kanals gänz­lich unbekannt sind. Der eine zieht einen Photo­apparat heraus, der andere legt sich diese Wurst­kette um die Schultern und läßt sich von seinem Landsmann photographieren. Daß dieses gewiß nicht alltägliche Geschehen sofort einen großen Auflauf zur Folge hatte, bei dem der typische Berliner Mutterwitz Triumphe feierte, wird jeder begreifen. Wir zweifeln nicht daran, daß dieses Bild überall sehr bestaunt werden wird.

konnte aber bann das Tempo nicht mehr mithalten. Er wurde aber immerhin noch guter Fünfter vor den beiden Amerikanern Peter Fick und Lmdgreen. Aus den Zwischenläufen zum 10 0- Meter- Kraul der Frauen qualifizierte sich G i s e l a Arendt hinter der Holländerin Mastenbroek im ersten Lauf für die Entscheidung. Mastenbroek schwamm Äe 100 Meter in 1:06,4 Min.,Gisela" war mit 1:07,2 Min. um nicht ganz eine Sekunde langsamer. Neben Mastenbroek und Arendt stehen nach Katherine Rawls-U5A., T.ni-Wagner-Holland, Jeanette Campbell-Argentinien, Willie den Ouden- Holland und McKean in der Entscheidung. Der zweite Zwischenlauf wurde von Jeanette Campbell in 1-06 6 Min. gewonnen. Die Entscheidung im 200-Meter-Brustschwimmen der Frauen dürfte sich zum Duell zwischen der Japanerin Mae- bata die ihren Zwischenlauf in 3:02,1 Mm. gewann, und der Deutschen Martha Genenger, die im zweiten Lauf 3 02,8 Min. siegreich geblieben war, gestalten. Jnae Sörensen-Dänemark, Hanni Hölzner-Deutsch- land Jenny Kastein-Holland, I. Waalberg-Holland und'Doris StoresEngland find die weiteren Teil- nehmerinnLN am Enolauf.

Im Wasserball-Turnier feierte Deutsch­land einen sicheren 6:1 - (4:0-) Sieg u b e r d i e Tschechoslowakei. Die übrigen sieben Wett­spiele des Sonntags brachten folgende Ergebnisse: Ungarn - Malta 12:0, USA. Uruguay 2:1,

Die Deutschen auf dem Zahnärztekongreh in Wien.

Zum Internationalen Zahnärzte-Kongreß in Wien sind unter Führung des Reichszahnärztesuh- rers Dr. Stuck zahlreiche deutsche Wissenschaftler in Wien eingetroffen. Die Eröffnungssitzung des Kongresses nahm in Anwesenheit von etwa 1200 Delegierten aller Nationen einen glänzenden Ver­lauf. In den Sitzungen der einzelnen Sektionen wurden auf allen Gebieten der modernen Zahnheil­kunde Vorträge und Demonstrationen gehalten, an denen sich auf deutscher Seite Professor Axhausen- Berlin, Professor Elbrecht-Marburg, Professor Euler- Breslau, Professor Falk-München, Dr. Fehr-Berlm, Dr. Gerlach-Leipzig, Dr. Hauptmeyer-Essen, Pro- sessor Korkhaus-Bonn, Professor Rebel-Gottmgen, Dr. Reichenbach-Leipzig, Dr. Schrickel-Berlm, Pro­fessor Wannenmacher-Berlin, Dr. Weski-Berlm be­teiligten. Der Reichszahnärzteführer, Dr. Stuck, schlug in der Sitzung der Sektion für Studien­reform vor, die beiden großen internationalen Vereinigungen der Zahn-, Mund- und Kieferheil­kunde zu einer einzigen weltumspannenden Organi­sation zu verschmelzen. Die Anregung wurde mit großem Beifall ausgenommen und beschlossen, die Vorarbeiten in Angriff zu nehmen.

Die Rose der Rose" läuten ge Schriftzügen:Der Kaktus dem K. merkte der Verkäufer diese sonderbare Widmung erst dann, als der Besucher den Laden verlassen hatte. Hoffen wir, daß der Empfängerin dieses eigenartige Zeichen der Verehrung nicht in die be­rühmte falsche Kehle gekommen ist!

und zugleich billiges Verfahren, um beim olym­pischen Wettstreit stets auf dem Laufenden zu bleiben.

Sicherlich hat mancher Ausländer nicht im ersten Augenblick gewußt, was er mit dem frischen Jun­gen oder Mädel anfangen soll, die da plötzlich an ihn herantraten und ihn in der ihm fremden deutschen Sprache um etwas baten. Jetzt jedoch wird es wohl nur noch wenige Ausländer geben, die nicht wissen, was es mit dieser Bitte auf sich hat: ein Autogramm. Es ist ein fröhlicher und luftiger Wettstreit, der unter der Berliner Jugend ausgetragen wird, und auch unsere ausländischen Gäste nehmen diese kleine Belästigung durchaus von der heiteren Seite. Und besonders groß ist die Freude dann, wenn unsere Jugend einen Auslän­dererwischt", der einer Olympia-Mannschaft am gehört und dessen Name vielleicht schon als Sieger in der Zeitung gestanden hat oder stehen wird. Daß solche Autogramme sich besonderer Beliebtheit erfreuen und ganz hoch im Kurs stehen, ist selbst­verständlich. Berolmus.

Ausländische Gäste imNeichs- erziehungsministerium.

Italienischer kreuzerbefuch in kiel.

Der italienische KreuzerGorizia" traf im Kieler Hafen ein und machte an einer Tonne in Hohe des Olympiaheimes fest. Um ihn herum liegen das LinienschiffSchleswig-Holstein", das Flotten- laggschiffGraf Spee", der AvisoGrille", das polnische SegelschulschiffDar Pomorza" und der britische KreuzerNeptune". In den nächsten Tagen werden noch zwei Segelschulschiffe erwartet. Bei Einlaufen feuerte der italienische Kreuzer 21 Schuh Landesgruß, die von der Salutbatterie Friedrichs- ort erwidert wurde. Der Salut für den Komman­dierenden Admiral der Ostsee wurde vom Panzer- schiffGraf Spee", dem deutschen Flottenflaggschiff, erwidert. Ein dritter Salut galt dem deutschen Flottenchef.

Die erste Olympia-Brieflaube in Italien eingetroffen.

Die erste der Brieftauben, die am Eröffnungstage der Olympischen Spiele von Berlin aus ihren Weg nach Italien genommen hatten, ist am Samstag, 8. August, abends in Parma bei ihrem Besitzer eingetroffen. Die Taube hatte außer den gewöhn- liehen Gummiringen an ihren Füßen einen Metall- ftrei en mit den Worten:Olympia Tauber Hager, Spandau, Rochstraße" befestigt. Die Entfernung, die die Taube zurückgelegt hat, beträgt in der Luft- linie 1200 Kilometer.

Rekordbesuch auf der Deutschlandausstellung.

Der zu den olympischen Veranstaltungen zum Wo­chenende nach Berlin kommende Fremden st rom brachte auch der großen Deutschlandausstellung am Kaiserdamm einen Rekordbesuch. Am Samstag pas­sierten fast 6 0 000 die Tore, und am Sonntag wurde erstmals die Zahl von 100 000 B e su ch er n an einemlage überschritten. Damit hat die Aus- stellung fast eine dreiviertel Million Besucher.

Frontkämpferkreuze für Frauen.

Frau Voß, die Gatttn eines Arztes in Berlin- Steglitz erhielt vom Führer und Reichskanzler d a s Ehrenkreuz fürFrontkämpfer verliehen. Damit wurde ihre Tättgkeil als Operationsschwe- ster im Ersatzlazarett der 4. Armee in Hand- zaeme bei Ypern gewürdigt. Der Oberin der westfälischen Landesfrauenklinik in Bochum, Rudloff, die als Rote-Kreuz-Schwester wah- renb des Krieges im Feldlazarett 213 in Naza­reth als Operationsschwester tätig war, wurde dasEhrenkreuz für Frontkämpfer" verliehen. Oberin Rudloff ist bereits Inhaberin des Eisernen Halbmondes, der türkischen Jftthar-Medaille und der Rote-Kreuz-Medaillen.

Sechs Personen bei einem Autounglück in Frankreich verbrannt.

Ein schweres Autobusunglück, bei dem 15 Per- i fönen schwer verletzt wurden und, wie man he- sürchtet, sechs Fahrgäste verbrannt sind, ereignete sich

Im Basketball-Turnier traf Deutsch­land am Sonntag auf Italien und verlor mit 16:58 (11:38).

In der Deutschlandhalle fielen am Sonntag auch sämtliche Entscheidungen im griechisch-römi­schen Ringen. (Ausführlicher Bericht siehe im Sportteil.)

Was ist denn hier los? Neugierig treten einige Vorübergehende näher, um den Grund des Auf­laufs festzustellen. Derkehrsunfall? Nein! Da steht ein Herr, dem man auf tausend Schritt den Aus­länder ansieht, hat einen S t a b t p la n ent­faltet und bemüht sich, den Umstehenden klar zu machen, wohin er sich begeben will. Ein Kauder­welsch von Sprachfetzen, em Gemisch von Englisch. Frnnzosifch und Berliner Dialekt, eme wahrhoste Fundgrube für den Sprachwissenschaftler, bringt an das Ohr des Zuhörers. ..Wat denn wat denn, der cherr kommt doch viel besser mit dem Zweier- Autobus zum Wittenbergplatz, als, n>enn er mit der Ubahn sahren sollte!" Zerkmrscht gibOer an. bere zu, datz er an diese IN der Tat bessere Ver­bindung nicht gedacht habe. Aber damit noch nicht genug! Einer der hilfsbereiten nimmt den Aus­länder am Arm, beide lächeln sich freundlich un und begeben sich zur nächsten Autobus-Halte! eUe. Und als der Zweier kommt, da rüst der Berliner dem Schassner zu:Der Herr ist Ausländer und mochte zum Wittenbergplatz. bitte sagen Sie ihm doch genau Bescheid!"Wird gemocht! "widert der Schassner. und wieder einmal hat em Auslan- ber Gelegenheit gehabt, die Zuvorkommenheit des Berliners persönlich kennenzulernen.

erhalten hätten, dessen Bevölkerung in den letzten Jahren einen unverkennbaren Wandel durch­gemacht habe. Aber zum Schluß wurden immer zwei Dinge vorgebracht, die mir ein ungläubiges Lächeln entlockten und die ich nicht für bare Münze genommen hätte, wenn sie nicht von Eng­ländern ausgesprochen worden wären, die bestimmt einander nicht kannten.Zwei Dinae sind es, die uns so wurde mir gesagt auffallen: Daß die Deutschen in den Lokalen sowenig Sauer­kraut essen und daß nicht jeder Deutsche einen Dackel hat!" Sie lachen gewiß ebertfo wie ich, aber ich bin dieser merkwürdigen und gewiß nicht uninteressanten Ansicht nachgegangen und habe da­bei in der Tat festgestellt, daß in dem Durchschmtts- engländer die Meinung verbreitet ist, daß die Deut­schen ungeheure Porttonen Sauerkraut essen und daß jeder einen Dackel, diesen typisch deutschen Hund, besitzt. Vielleicht wird angesichts der Tat­sache, daß Tausende von Engländern bei der Olym­piade weilen, diese etwas merkwürdige Ansicht über uns einer Aenderung unterzogen.

Tausende von Berliner Familien haben in diesen Tagen Gelegenheit gehabt, festzustellen, datz ihre Gäste und vor allem auch die Ausländer, liebens­würdige Leute sind, die sich bemühen, ihren Gast­gebern durch kleine Aufmerksamkeiten den Dank für die gastfreundliche Aufnahme abzustatten. Kam da ein Ausländer in einen Blumenladen und ent­schloß sich nach langem Suchen, für feine Gastgebe­rin, eine würdige ältere Dame, einen prächtigen großen Kaktus zu kaufen, ein wahres Musterexem­plar seiner Gattung. Er bat den Verkäufer, diesen Kaktus sofort zuzustellen, nahm eine Visitenkarte und schrieb er hatte wohl einmal etwas von ,Die Rose der Rose" läuten gehört, mit steilen

Berliner Brief.

Vierzehn Tage und zum Teil schon länger weilen Hunderttausende von Fremden in der Reichshaupt­stadt, um an dem friedlichen Wettkampf der 50 Nationen auf dem weiten Gelände des Reichssport­felder teilzunehmen. Schon längst sind die Auslän­der eine vertraute Erscheinung im Straßenbild ge­worden; man merkt ihnen an, wie wohl sie sich in dieser Viermillionenstadt fühlen, über die sie vorher oft nicht gerade das Beste gehört hatten. Heitere und lustige Geschehnisse wickeln sich am Rande der großen Ereignisse auf dem Reichssportfeld ab, Ge­schehnisse, die deshalb so herzliche Ausnahme fin­den, weil ihnen nichts Gekünsteltes zugrunde liegt, weil sie eben aus der Situation heraus verstanden fein wollen.

Steht da vor einer Fernsprechzelle in der Innenstadt, gerade zur Hauptverkehrszeit, eine Kette von fünf, sechs Menschen, die alle darauf warten, daß eine Dame, die ein Gespräch nach dem andern für endlich den Apparat frei gibt. Sprach­fetzen bringen aus der Zelle, die Drauhenstehen- den merken, daß es eine Ausländerin ist, und fassen sich in Geduld. Endlich geht die Ture auf, und die Dame, eine Engländerin nebenbei gesagt: sie war wirklich hübsch entschuldigt sich mit einem liebenswürdigen Lächeln vor den War­tenden:Ich wußte nur, daß ich bei einem Herrn Bruno Schmidt wohne, meinen Quartierjettel habe ich verlegt, und nun ersah ich aus dem Telephon­buch zu meinem Schrecken, daß es 2 6 Bruno Schmidt gibt. Und es waren Pech muß man haben über 15 Gespräche notwendig, bis ich den richtigen fand!" Da kann man doch wirklich nicht böse sein, und ein verzeihendes und freundliches Lächeln malte sich auf den Gesichtern der Warten­den. Einer, von Neugierde getrieben, prüfte die An­gaben ob dieser 26 Bruno Schmidt nach, und stehe da: es war keiner mehr und keiner weniger.

Frankreich Japan 8:0, Oesterreich- Schweiz 9:0, Belgien Holland 1:1, England Jugo­slawien 4:3, Schweden Island 11:0.

Im Hockey-Turnier wurden im Hockey- Stadion auf dem Reichssportfeld von 20 000 Zu­schauern zwei Spiele der Gruppe C ausgetragen. Holland schlug dabei Frankreich sicher mit 3:1 und wurde damit Sieger seiner Gruppe. Die Schweiz errang einen etwas überraschenden 2:1- Sieg über Belgien, dem man nach dem guten Abschneiden gegen Holland und Frankreich ent­schieden mehr zugetraut hätte. Holland trifft nun am Mittwoch in der Zwischenrunde auf Deutsch­land. Deutschlands 13. Goldmedaille gab es im Segeln, wo Bischoff in der Startboot-Klasse mit seinerWannsee^ am Sonntag einen neuen Sieg errang und dadurch für die übrigen Konkur- '.. der Punktwertung uneinholbar wurde. Auch in'den übrigen Segel-Klassen liegt Deutsch­land recht gut, so daß man ruhig noch mit der einen oder anderen Medaille rechnen kann.

Iuem v----/---------

gestattete Bücher mit Abbildungen der alten Hellenen. Er hielt dabei eine Ansprache,