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Stark verbilligte Sonderzüge zur .»Veutschland'-Ausstellung.

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Lin neuer Höhenwettrekord?

Die bekannte französische Fliegerin Maryse Hilsz hat auf dem Flugplatz von Dillacoublay einen Angriff auf den Höhenweltrekord un­ternommen, der von der Italienerin Carina N e -

Ein Vorstoß der Reristen im belgischen Senat.

In Mannheim stürzte ein 31 Jahre alter verhex rateter Arbeiter beim Reinigen eines Silos aus noch nicht geklärter Ursache in diesen hinein und er- ft i cf t e.

Fischertragödie an der spanischen Nordküsle.

An der kantabrischen Küste ist eine aus elf Damp­fern bestehende Fischerflotte von einem schweren Nordoststurm überrascht worden. Die Fischdampfer Joven Republica",Santa Teresa" undSanta Marta" gingen auf der höhe von Santander m i t ihren Besatzungen unter. Der erstgenannte Dampfer hatte eine elfköpfige Besatzung an Bord. Lediglich der Kapitän des Schiffes konnte gerettet werden. Man befürchtet, daß auch von den Matrosen der beiden anderen Dampfer niemand geret- t e t worden ist. In den von der Katastrophe betrof­fenen Fischerdörfern herrscht große Unruhe, da über das Schicksal der übrigen Schiffe noch keine Nachrichten vorliegen. Ein nicht zu dieser Fischer- flotte gehöriger Dampfer geriet gleichfalls in diesen Sturm. Bier Leute der Besatzung wurden über Bord gespült und ertranken.

Furchtbare Bluttat eines Wahnsinnigen.

Im Stahlwerk von Indiana harbor (USA.) e r » schoß der 36jährige Arbeiter Gonzalez einen bei ihm wohnenden Kameraden und verübte dann Selbstmord. Als die Polizei in der Wohnung des Mörders eine Haussuchung vornahm, fand sie die verstümmelten Leichen der Ehefrau und der 6 Kinder des Täters. Gonzalez hat seine Angehö­rigen allem Anschein nach in einem Wahnsinns­anfall mit der Axt erschlagen.

Präsident Roosevelt besuchte die Volksschule in Vad'Rauheim.

Augenblicklich vollzieht sich der Umzug der Bad- Nauheimer Stadtverwaltung aus dem alten Stadt­haus in das neue an der Terrassenstraße gelegene Ratbaus. In dem ehemaligen Stadthaus befand sich bis zum Jahre 1904 die Volksschule, die Präsident Roosevelt, als er im Sommer 1891 mit seinen Eltern in der hessischen Badestadt weilte, besuchte. Der damalige, heute verstorbene Klassenlehrer Bommersheim schilderte seinen Schüler Roosevelt als einen lebhaften und aufgeweckten Jungen mit vornehmen Manieren.

vorübergehend betäubte.

113 Schafe lot aufgefunden.

Auf dem Gute eines Dorfes bei Witzenhausen wurden von einer im Stalle befindlichen Schaf­herde 113 Tiere t o t aufgefunden. Da zwei Tiere zerrissen waren, vermutet man, daß wildernde Hunde in die Herde eingedrungen sind. Die üb­rigen Tiere sind vermutlich durch das verängstigte Zusammendrängen zu Tode gekommen.

Mädchenmörder Brand legt Revision ein.

Der vom Schwurgericht Coburg zum zweiten Male zum Tode verurteilte Mädchenmörder Ru- dolf Brand hat. auch gegen das zweitinstanzliche Urteil Revision eingelegt.

Arbeiter im Silo erstickt.

stellen lassen.

Das Unwetter über dem Rheingebiet.

Das am Dienstag über den Mittelrhein nieder­gegangene Unwetter hat zum Teil erheblichen Schaden angerichtet. Von den ersten Morgenstun­den an bis gegen 3 Uhr nachmittags jagte ein Gewitter das andere. Berge und hänge verschwan­den in einem dichten Hagelsturm. Zahlreiche Bäume in den Obstgärten wurden entwurzelt oder über der Erde glatt abgedreht. Wolkenbruchartiger Re­gen setzte ein. Die Rheinuferstraße war mit Schlamm und Geröll bedeckt. Auch das Talgleis der Reichsbahn war vollkommen zugeschwemmt.

Die Angehörigen des Lehrers Wilhelm P eiter in Bad Kreuznach, der während des Weltkrieges im Jahre 1917 in Frankreich fiel, erhielten jetzt das Tagebuch des Toten, ein Bild seines Bruders, das er bei sich getragen hatte und seine Erken­nungsmarke von Berlin aus zugeschickt. Ein eng­lischer Soldat hatte damals dem Gefallenen Erinnerungsstücke abgenommen und sie jetzt Angehörigen durch Vermittlung über Berlin

Besichttgung des Reichssportfeldes einschließlich Fuh- rungen und Zubringerdienste von den Bahnhöfen zum Reichssportfeld und zur AusstellungDeutsch­land" ist ebenfalls besonders verbilligt und beträgt insgesamt 2,10 Mark. Die Anzahl dieser stark ver- billigten Sonderzüge ist beschränkt, Bestellung ist deshalb im eigensten Interesse bei den Ortsgruppen der NSDAP, sofort notwendig.

Nach 25tägiger Reise traf die Olympia- Mannschaft von Peru in Berlin em. Die verhältnismäßig sehr starke Gruppe zählt 70 Kopfe und ist damit die zweitstärkste der bisher elngetroffe- nen sieben Olympia-Mannschaften. Zu ihrem emp­fang waren u. a. von der peruanischen Gesandtschaft Legationssekretär M. Cerro Zebrian und von deutscher Seite u. a. der Leiter der Sportabteilung des Organisationskomitees Klingenberg sowie der Kommandant und der Platzmajor des Olym­pischen Dorfes erschienen.

Der Leiter der Sportabteilung des Organisations- komitees hieß die Mannschaft herzlich willkommen und hob hervor, daß Peru zum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Spiele eine Mannschaft

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Dom 18. Juli bis 16. August dieses Jahres, also dis zum Schlußtag der Olympischen Spiele, findet auf dem gesamten Ausstellungsgelände der Reichshauptstadt die große A u s st e l l u n g Deutschland" statt, deren Schirmherrschaft der Reichsminister für Volksaufklärung und Propa­ganda übernommen hat. Da Hunderttausende deut­scher Volksgenossen während der Olympiade, also vom 1. bis 16. August, nicht nach Berlin kommen können, werden aus allen Gauen stark verbilligte Sonderzüge am 18., 19., 25. und 26. Juli nach Berlin fahren! Der Fahrpreis beträgt für den Kilo­meter 1 Pfennig. Anmeldungen nehmen überall die Gau-, Kreis- und Ortsgruppen-Propagandaleitun- gen entgegen. Durch ihre außergewöhnliche Verbil­ligung wird es jedem ermöglicht, die Ausstellung Deutschland" und darüber hinaus noch das Reichs­sportfeld mit seinen gewaltigen Kampfstätten und besichtigen. Wer das Reichssportfeld der Olympiade gesehen hat, wird am die Wettkämpfe viel intensiver erleben Preis für den Besuch der Ausstellung, des Reichssportfeldes einschließlich Füh-

Kunst und Wissenschaft.

Uraufführung preisgekrönter Geigenkompositionen in Mittenwald.

So wie die nationalsozialistische Bewegung den Vorbereitungen für das 250jährige Jubiläum des Mittenwalder Geigenbaues vor einem Jahr jede Förderung hatte zuteil werden lassen, so krönte sie dieses Fest durch die Unterstützung eines Preis­ausschreibens für die beste deutsche Diolin-Kompo- sition, das von der Gemeinde Mittenwald und der Reichsmusikkammer erlassen wurde. Von den in erfreulich großer Zahl einaereichten Arbeiten konn­ten vier mit einem Preis bedacht werden. Eine So­nate für Violine und Klavier in D-dur von Ro­bert Pomf reth, Hamburg; Bach-Variationen und Fuge über ein eigenes Thema von Hermann H i l g e, Warnemünde, eine Sonate in c-moll für Violine und Klavier von Dr. Hermann M y l i u s , Koblenz; und Variationen über ein fränkisch-alt- deutsches Marienlied von Richard K ü r s ch , Königs­berg. Die Uraufführung dieser Werke fand in der Festhalle zu Mittenwald statt. Sie wurde mit großem Beifall aufgenommen.

Ehrung verdienstvoller Wissenschaftler auf der Münchener Chemiker-Tagung.

Aus Anlaß seiner 49. Hauptversammlung in München verlieh der Verein Deutscher Che­miker dem Professor Dr.-Jng. G. Hüttig in Prag für seine Verdienste um die Entwicklung der Kenntnisse von der Wandlung der Formen fester Stoffe im Verlauf chemischer Reaktionen die Ju- stus-Liebig-Denkmünze. Professor Hans von Euler-Chelpin, der bereits 1929 mit dem Nobel-Preis ausgezeichnet wurde, wurde we­gen seiner bahnbrechenden Forschungen über den Ausbau und die Wirgkungsweise der Fermente zum Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Chemiker er­nannt. Dr. habil. Rudolf Tschesche in Göttingen erhielt für seine Untersuchungen über Digitalisglyco-

des Reichrwekkerdienftes. Ausgabeort Frankfurt.

Die große Wetterlage ist unverändert. Noch im­mer setzt sich die Zufuhr feuchter Luftmassen aus den verschiedensten Gebieten des Atlantik fort. Da­bei kam es durch die Zufuhr feuchtwarmer Luft- massen am Donnerstagvormittag zu ausgedehnten landregenartigen Niederschlägen. Eine fortschreitende Aenderung der Westwindwetterlage mit ihrem un­zuverlässigen Wetter ist vorerst nicht abzusehen.

Aussichten für Samstag: Nach Derbrei­teten Regenfällen wieder mehr abwechselnd bewölkt mit einzelnen Schauern, bei lebhafteren Westwinden Temperaturen wenig geändert.

Aussichten für Sonntag: Fortdauer des wechselhaften zu Niederschlägen geneigten Wetters.

Lufttemperaturen am 9. Juli: mittags 21,1 Grad Celsius, abends 16,9 Grad; am 10. Juli: morgens 19,3 Grad. Maximum 22,4 Grad, Minimum heute nacht 10,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Juli: abends 20,9 Grad; am 10. Juli: mor­gens 16,8 Grad. Niederschläge 5,7 mm. Son- nenscheindauer 4 Stunden.______________________

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertr. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Ver­antwortlich für Politik und für die Bilder i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- [eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 36: 9100. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gieren. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Staatsbegräbnis

für einen pflichttreuen Polizeibeamten.

Der in Ausübung feines Dienstes im Kampf mit den Eisenbahnrändern Gebrüder Schüller gefal­lene Gendarmeriemeister B u ch m a n n ist feierlich auf Staatskost en beigesetzt worden. Im Auftrag des Chefs der Ordnungspolizei, General D a l u e g e legte Generalmajor der Gendarmerie von K a m p tz am Grabe des auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Beamten einen Kranz nieder. Eine Gendarmerieformation erwies dem auf dem Felde der Pflicht gefallenen Kameraden die letzte Ehre. General Daluege hatte in einem Schreiben der Witwe und den Kindern des Ver­storbenen feine herzliche Anteilnahme ausgesprochen. Gendarmeriemeister Buchmann war, wie erinnerlich, am 1. Juli zusammen mit zwei Forstbeamten in ein Feuergefecht mit den berüchtigten Brüdern S ch ü l - l e r verwickelt worden und hatte dabei schwere Ver­letzungen erlitten, denen er in der Nacht zum 6. Juli erlag.

Letzter Gruß aus dem Weltkrieg.

Brüssel, 10. Juli (DNB. Funkspruch) belgischen Senat wurde Donnerstagabend die Regierung von den R e x i st e n über die ver- schiedenen Finanzskandale befragt. Hauptred­ner war der rexistische Senator de Grüne. Er be­tonte, daß die rexistischen Bewegung mit der Auf- deckung der Finanzskandale dem politischen Sy­stem den Prozeß machen wolle. Gestützt auf ein um­fangreiches Material suchte der Senator den Nach- weis zu liefern, daß P o l i t i k e r der verschiedenen Parteien sich Finanzmanövern zum Scha- den des Staates und der Sparer hin- qegeben haben. Die Regierungen hätten feit 1932 diese Dinge geduldet. Die Justizminister seien von einer himmelschreienden Nachsicht ge­wesen. Das politische Regime habe alles vertuscht und sich damit zum Helfershelfer der polittschen Dolksplünderer gemacht. Auch die gegenwärtige Re- qierung sei nicht besser als ihre Vorgänger. Die Verlesung der Interpellation dauerte zwei Stunden. Ministerpräsident van Zeel and und Justizmi- nifter Bovesse wohnten der Sitzung bei.

Feldern sind die Verwüstungen groß. Zu schweren Verkehrsstörungen kam cs in Bop­pard und Bad Salzig. In der Ortsschaft Prath in )er Nähe von St. Goarshausen forderte das Un- wetter ein Todesopfer. Ein Landwirt aus Prath war mit feinem Sohn auf dem Felde beschäftigt gewesen, als das Gewitter losbrach. Auf dem Heimweg wurden beide vom Blitz getroffen, der den 26 Jahre alten Sohn tötete und den Vater

sids und Digitalisfaponine den in diesem Jahre xum ersten Mal verliehenen C.-Dulsberg-Ge- dachtnispreis.

Mexikanische und peruanische Olympia­mannschaften in Berlin eingetroffen.

In Berlin trafen acht Mitglieder der rnexika- Nischen Olympia-Reitermannschaft unter Führung von Oberst Alfinio Flores C r u j ein, nachdem oereits vor einigen Tagen die ersten Mexikaner im Olympischen Dorf ihren Einzug ge- halten hatten. Zur Begrüßung hatten sich der Kom­mandant des Olympischen Dorfes, Oberstleutnant vonundzu Gilsa, Platzmajor des Olympischen Dorfes, Hauptmann F ü r ft n e r, und der Ehren- dienstoffizier der mexikanischen Mannschaft, Haupt­mann Jßmer, sowie der olympische Ehrendienst eingefunden. Don mexikanischer Seite waren der Berliner Geschäftsträger Dr. Jcaza, ßegations- fefretär Rennow, die bereits in Berlin weilen­den mexikanischen Kämpfer sowie in Berlin lebende Mexikaner erschienen. Nach kurzer Begrüßung fuhr die Mannschaft zum Olympischen Dorf.

In viele Häuser war Wasser eingedrungen. Beson- grone mit 12043 Meter gehalten wird. Nach ders auf den Feldern sind die Verwüstungen groß, knapp elnstundigem Flug lanbete sie wieder glatt 1 - - --- auf dem Flugplatz. Der Höhenmesser zeigte über

14 000 Meter an. Erst nach genauer Prüfung der Meßinstrumente wird sich Herausstellen, ob es Der Fliegerin gelungen ist, die Welthöchstleistung für Frauen uni) gleichzeitig die Höchstleistung für Frank­reich zu verbessern, die bisher von dem inzwischen tödlich verunglückten Flieger Lemoine mit 13 661 Meter gehalten wurde.

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