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Nr. >59 Zweites Blatt

GiehenerAnzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

ßreitag, lv.Zuli (93b

gestanden!

der Argentinier unter den

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Nack dem Training vergnügen sich die Japaner bei einem heimatlichen Brettspiel. - Dte Philippinen haben Zeugwäsche gemacht und hängen ihre Jtact) oem 4,1 9 90 Trainingsanzüge zum Trocknen in die Sonne. (Scherl-Bilderdrenst-M.)

eine dies

Ab und zu begegnen wir einem oder ein paar Menschen, die meistens eine fremde Sprache sprechen. An den großen Masten vor dem Olym­pischen Dorf wehen die Flaggen der Natio­nen, deren Vertreter hier schon ihren Einzug ge­halten haben. Und beinahe täglich kommen neue Gäste, immer mehr finden sich zusammen, bis alle 53 Nationen versammelt sind mit ihren Kämpfern, die in wenigen Wochen für die Ehre des Sports und den Ruhm ihres Landes kämpfen werden.

Hier, im Mittelpunkt des Dorfes steht auf einer Wiese der große Fahnenmast mit der Olympischen Flagge. Links sieht man einen kleinen Teich am Fuße einer Anhöhe, auf der ein großes stroh­gedecktes Haus steht: dieB a st i o rt", eine Art alkoholfreier Erfrischungsbar, von der aus man einen herrlichen Rundblick genießt. Zur rechten Hand aber breitet sich im Schatten von zartbelaub­ten Birken ein kleiner See, über den eine roman­tische Holzbrücke führt. Hier steht auch das Holz­haus der vielbesprochenenSauna", des finni­schen Dampfbades. Die wenigsten aber wer­den wissen, daß es in dem Olympischen Dors noch eine zweite Sauna gibt. Sie befindet sich im Hause des herrlichen Schwimmbades, das den Kern­punkt der Trainingsstätten im Dorf bildet.

Das Schwimmbad ist in einer Halle, die sich nach Osten weit öffnet. Den Blick, den man von hier aus genießt, wird man so leicht nicht verges­sen können. Man sieht auf die dicht neben der Halle liegende Trainingsbahn der Leichtathleten, die mit ihrer rotbraunen Aschenbahn sich schön in

halten sich mehr zurück. Sie tragen oft auf den kurzgeschorenen Köpfen eine graue Mütze, die an 1 die Kopfbedeckung unserer Jockeys erinnert. Fast jeder hat einen kleinen Photoapparat bei sich, denn Knipsenswertes ist immer zu sehen. Drüben stellt sich gerade die vollständige Mannschaft der Austra­lier einem Photographen. Sie lassen sich gern auf­nehmen, das sieht man; denn einer, der sich ver­spätet hatte tippt dem Photographen auf die Schul­ter, und der macht selbstverständlich gleich noch einmal ein Bild, diesmal mit dem Nachkömmling.

Wir kommen an den zahlreichen Briefkästen vor­bei und machen eine für den Briefmarkensammler beachtliche Feststellung: da steht auf einem Schild geschrieben, daß die in diesen Briefkasten gesteckten Postsachen den S o n d e r p o st st e m p e l des Olympischen Dorfes erhalten, Briefe mit diesem Stempel werden bald sehr begehrt sein. Da schicken wir rasch einmal eine Postkarte ab. Die wird oben im Wirtschaftsgebäude geschrieben, für das wir uns jetzt interessieren. Drei Stock hoch erhebt sich das Gebäude, und es beherbergt nicht weniger als 40 Küchen und ebenso viele Speisesäle. Hier kommt jede Nation auf ihre Kosten, oder besser gesagt, auf ihreKost". Niemand braucht auf feine landesübliche Kost zu verzichten, da be­kanntlich gerade die sportlichen Leistungen bei Um­stellung auf fremde Ernährungsweise stark leiden. 650 Mann Personal, das in allen seinen Ausgaben bestens geschult ist dafür sorgt der für die ganze Sache verantwortliche Norddeutsche Lloyd be­treuen die Olympia-Kämpfer in ihren leiblichen Bedürfnissen. Berge von Lebensmitteln lagern in den Kellern, natürlich in der für die Frischhaltung erforderlichen Temperatur. Um nur ein Beispiel zu nennen: Täglich werden 2000 Liter Milch, 10 000 Eier und 250 Kilogramm Butter ge­braucht.

Bevor wir das Olympische Dorf verlassen, wen­den wir uns noch dem Hindenburg-Haus zu, dessen Bau versteckt auf der Seite liegt. Hier befindet sich der große Festsaal, in dem für die Unterhaltung der Olympiakämpfer während ihres Aufenthaltes gesorgt wird. Mit

erwiderte, daß es ihm augenblicklich unmöglich fei, den Herrn zu empfangen, und schickte den Lakaien auch ein zweites Mal mit dem gleichen Bescheid die Stiegen hinab. Damit wollte sich indessen der Ba­ron nicht zufrieden geben, er keuchte selber bis unter das Dach empor, wo sich die Werkstatt des besseren Lichtes halber befand, und stellte sich Hol­bein, der ihn mit finsterer Miene unter der Türe empfing, als der von Soundso vor. Der Herr Ma­lermeister tue gut daran, sagte er, ihn nun nicht länger draußen stehen zu lassen; er sei ein Detter von des Königs Vettern selbst. Ein andermal, er­widerte Holbein, indem er die Türe langsam zu­drücken wollte, ein andermal werde es ihm eine Ehre sein, den Herrn Vettersvetter zu empfangen, im Augenblick jedoch sei er, wie gesagt, beschäftigt; und als ihn hierauf der Baron, der den Fuß in die Türe geklemmt hatte, mit dem Bemerken, so werde er sich alleine umsehen, beiseite schieben wollte, packte er ihn um die Hüsten und warf ihn die Stiegen hinunter. Der Baron brauchte ziemlich lange, bis er unten ankam, wobei er Gottes Barm­herzigkeit zu wiederholten Malen anrief. Während sich die Lakaien seiner annahmen und ihn in eine Sänfte packten, lief Holbein, der zum Dachfenster hinauskletternd auf Umwegen auf die Straße ge­langt war, zum König und bat ihn um seine Ver­zeihung, wenn er ihn in der Person eines seiner Diener gekränkt haben sollte. Der König, der Hol­bein auf das höchste schätzte, gewährte ihm General­pardon für alle feine Sünden wider die Höflichkeit, wie er sagte, und ließ ihn durch einen Seitenaus­gang hinausführen, denn der beleidigte Baron wurde soeben in einem Tragsessel hereingebracht. Er verlange, sagte dieser, nachdem er den Vorfall so dargestellt hatte, als sei er, im Begriffe, Holbein auf das ehrenvollste aufzuwarten, von diesem grund­los und heimtückisch über die Treppen hinunterge­stürzt worden er verlange, daß der König diesen unerhörten Kerl von Pinselschwinger zu Wasser und Brot in Eisen lege. Als der König wenig Neigung zu solchem Verfahren spüren ließ und auch der Vorhalt, daß mit der Person eines Barons auch die der königlichen Majestät selber aufs höchste be­leidigt fei, nicht verfing, winkte der Wütende seinen Lakaien und wollte sich mit der Drohung, er werde sich nunmehr sein Recht selber verschaffen, zum Saale hinaustragen lassen. Das werde er sich, sagte der König, ihm den Weg verstellend, auf kei­nen Fall unterstehen, wenn er nicht Kopf und Kragen dabei aufs Spiel setzen wolle. Er scheine nicht zu wissen, was ihm, dem König, an einem Menschen wie Holbein gelegen sei. Als ihn hieraus der Baron etwas blöde anstarrte, fuhr er fort:Ich kann, wenn es mir einfällt, aus sieben Bauernlum-

Wenn man die scharfe Torkontrolle, die niemand ohne einen entsprechenden Ausweis und schon gar keine Frau hindurchläßt, passiert hat, dann bleibt man zunächst einmal einen Augen­blick stehen. Man muß sich fragen, ob man in Döberitz bei Berlin oder in der Nähe von London, ob im Olympischen Dorf oder im Park eines eng­lischen Lords ist. Denn was das Auge hier sieht, erinnert an die herrlichen englischen, seit Jahr­hunderten gepflegten Parkanlagen: Weite grüne Wiesen ziehen sich hin, unterbrochen von Baum­gruppen und durchzogen von wundervoll gepfleg­ten Wegen. Dazwischen sieht man, halb versteckt im Buschwerk und in Baumbestände einbezogen, ein­zelne Häuser mit freundlich hellem Wandbewurf und roten Ziegeldächern. Man kann es fast nicht glauben, daß hier 5000 Olympiakämpfer untergebracht werden, man denkt an Orga­nisation und Bürokratie usw.

Man könnte es bedauern, daß hier keine Frauen ihren Fuß hineinsetzen dürfen. Denn eigentlich sind sie ja viel empfänglicher für solche Naturschön­heiten. Aber sie würden vielleicht in lauten Jubel ausbrechen, und dann wäre die idyllische Ruhe hier gestört, die ja gerade einen der wert­vollsten Punkte des Olympischen Dorfes ausmacht. Der Witz bei der Sache ist nur der, daß ausgerech­net die Wehrmacht das Olympische Dorf so pracht­voll errichtet hat, bei der es sonst doch nicht gerade leise herzugehen pflegt. Man braucht ja nur ein­mal die ausländischen Olympiakämpfer zu fragen, was sie über das Olympische Dorf denken. Die Ja­paner sind gewiß keine Menschen, die über jede Sache in helles Entzücken ausbrechen. Aber so etwas haben sie doch noch nicht gesehen, das bringt sogar ihre sonst meist unbeweglichen Gesichter zum Lachen, nicht nur Lächeln.

DerGchlangenmann^.

Es gibt eine Menge Steckenpferde, aber eines der seltsamsten ist sicherlich das eines gewissen George Wateridge, der sein ganzes Leben in seinem Landhäuschen nahe Lyndhurst in Hampshire (Eng­land) verbracht hat. Dort müssen Schlangen eine seltsame Anziehungskraft auf ihn ausgeübt haben, denn er sammelte sie leidenschaftlich seit Jahren zu Tausenden. Eine unfaßliche Liebhaberei aber eine, die sich lohnt! Denn nicht allein dem Lon­doner Zoo, sondern auch ausländischen Instituten und Menagerien verkauft dieser unerschrockene Sammler seine Beute. Die zum Festland hinüber­gehen sollen, werden mit der Luftpost befördert, denn die gewöhnliche Post erlaubt keine Schlangen­pakete. Der Londoner Zoo hat allein im letzten Jahr 150 Ottern, die einzigen englischen Giftschlan­gen übrigens, erhalten.

Obwohl der Fang so vieler Giftschlangen kein Kinderspiel ist, denn gerade im Frühling und Früh­sommer sind sie angriffs- und beißlustig, so emp­findet Herr Wateridge doch vor diesen sonst von allen Landleuten so gefürchteten Tieren keinerlei Scheu. Er wird zuweilen gebissen; doch er scheint irgendwie immun dagegen zu sein. Das Gift, das durch zwei kleine Löcher in die Hand einbringt, saugt er heftig heraus und spuckt es sofort aus. Es gibt so viel neumodische Gegenmittel", meint er,meins aber ist doch das beste, unfehlbarste."

Um seine Lieblingstiere zu fangen, gebraucht er ganz einfache Hilfsmittel, einen Stock, der in eine Gabel ausläuft, und ein paar langgestielte Zangen. Während er diese Instrumente in der einen Hand hält, bewegt er sich leise und behutsam über die Stellen, die die Schlangen bevorzugen, alte Stein­brüche, verrotteten Moosboden, trockenes Heibeland. Wenn er nun eine Natter erspäht, verlangsamt er feine Schritte, hebt die Hand und schon nagelt der Gabelstock die Schlange gleichsam fest an den Boden. Dann befördert die langgestielte Zange die sich wild- bäuntende und wiüdende Schlange in den Sack.

schiedsgruß zu.

Die eisernen Tore des Eingangs zum Olympi­schen Dorf schließen sich hinter uns. Draußen ist andere Welt, wir haben eben in einem Para­

das saftige Grün des kurzgeschorenen Rasens schmiegt. Auf der Bahn und den anderen Anlagen tummeln sich die Olympiakämpfer in leichtem Trai­ning. Man erkennt die südländischen Gesichtszüge Läufern. Die Japaner

KleinerBummel durchs Olympische Dors

Kein Zutritt für Krauen.-Alkoholfreie Bar und finnisches Dampfbad. Nicht weniger als 40 Küchen.

Oie Lehrerausbildung auf dem Gebiet körperlicher Erziehung.

Der Reichsstatthalter in Hessen, Landesregie­rung Abteilung II hat die nachstehende Ver­fügung an die Direktionen der höheren Schulen und die Kreis- und Stadtschulämter gerichtet:

Durch einen Erlaß des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volks­bildung vom 24. April 1935 ist die Ausbildung der Turnlehrkräfte einheitlich für das Reich geregelt worden.

Danach müssen alle Bewerber und Bewerberin­nen an einem Ausbildungsjahr, das in Hessen an der Universität Gießen am 1. Oktober 1936 zur Durchführung kommt, teilnehmen:

Die Ausbildung steht offen:

1. Studierenden, die die wissenschaftliche Prüfung für das höhere Lehramt ablegen wollen;

2. Studienreferendaren (-innen) und Studienafses- foren (-innen), die die Lehrbefähigung in dem FachLeibesübungen und körperliche Erziehung" nachträglich erwerben wollen (Erweiterungs- Prüfung);

3. mit besonderer Genehmigung

a) Studierenden anderer Fakultäten, für die die Teilnahme an der Ausbildung eine wesent­liche Ergänzung für die Berufsausbildung ist:

b) Bewerbern und Bewerberinnen, die bereits andere Lehrbefähigungen (nicht des höheren Lehramts) besitzen;

c) Bewerberinnen, die technische Lehrerinnen werden und die Lehrbefähigung für Turnen erwerben wollen.

Voraussetzung für die Zulassung ist bei allen unter 1. bis 3. genannten Bewerbern und Bewer­berinnen der Nachweis arischer Abstammung, so- wie die körperliche und charakterliche Eignung. Die unter 1. und 3a genannten Studierenden haben die erforderliche Ableistung der Grundausbildung, die unter 2. und 3b und c Genannten eine der Grund­ausbildung der Studierenden entsprechende körper­liche Vorbildung nachzuweisen. Die letzteren haben sich außerdem gegebenenfalls einer Aufnahme­prüfung zu unterziehen.

Die Unterrichtsgebühren betragen für die Stu­dierenden unter 1. und 3a 35 Mark je Semester, für die übrigen Teilnehmer und Teilnehmerinnen 75 Mark je Semester.

Die am Schluß der Ausbildung abzulegende Prüfung gilt für die unter 1. und 2. Genannten als Vorprüfung für die wissenschaftliche Prüfung für das höhere Lehramt an Schulen in dem Fach körperliche Erziehung", für die Bewerber und Be­werberinnen unter 3b und c als Abschlußprüfung. Die durch letztere erworbene Lehrbefähigung hat nur in Verbindung mit anderen Lehrbefähigungen Gültigkeit. Den Bewerberinnen unter 3c wird da-

es gern noch einmal sieht. Außerdem ist es hübsch, wie die Sache weiter geführt, am Ende richtig ernst wird (und doch immer die leise spielerische Ironie behält, welche die gewagte Fabel gewisser­maßen menschlich tragbar macht). Und es war ein liebenswürdiger und feiner Einfall, in dem Augen­blick, als eigentlich alles aus und vorbei ist mit dem Geständnis der Frau, den Mann seinerseits, dem es ganz ernst ist, beichten zu lassen ... auf eine halb lächerliche, halb rührende Weise. Und dies ist nun beinahe noch erfreulicher als das Wiedersehen mit Marlene, die die Alte geblieben ist und doch etwas Neues mitgebracht hat: die Begegnung nämlich mit ihrem Partner Gary Cooper. Der spielt entzückend, mit soviel Natürlichkeit und leisem Humor, mit einer so erfrischenden und herzlichen Männlichkeit, daß man seine Freude daran hat. Vom übrigen Ensemble möchten wir Alan Mow­bray und John Halliday herausheben. Das Manuskript schrieben (für die Paramount) E. I. Mayer, Waldemar Young und S. Hoffen- ftein nach einer Komödie von Hans Szekely und R. A. Stemm! e; Musik von Frederick Hol­la n d e r und Leon Robin; sehr gute, klare Pho­tographie von Charles Lang. Auch die klangliche Uebertragung ist einwandfrei; störend empfindet man nur, daß der Film nicht nachsynchronisiert wurde, sondern englisch gesvrochen wird mit eingeschnittenen deutschen Zwischentiteln. Doch sollte dies niemanden abhalten, die Begegnung mit Marlene Dietrich nach so langer Zeit zu er­neuern. *

Im Beiprogramm sieht man neben der Wochen­schau einen Reisefilm, einen KulturfilmMetster- fpringer in aller Welt" (mit herrlichen Zeitlupen- Aufnahmen) und einen Vorspann zuPeter Ibbetson".r

©er Besuch bei Holbein.

In bemDeutschen Anettwtenbuch" bas Paul Alverbesunb Hermann R i n n be, Georg D. W. Callwey in München erscheinen ließen, unb bas eine Sammlung ->->n Kurzgeschichten aus wer Jahrhun- berten enthält wirb solgenbe lustige Episobe aus bem Leben Holbeins einer alten Geschichtensamnn lung nacherzäkstt:Ein englischer Baron, ber sich aus seine Abkunst nicht wenig zu gute zu tun

pflegte, wünschte einst ben Maler Holb-m, als Mer eben an einem Porträt arbeitete, in (einer Wer -

: statt zu besuchen, um, wie er durch einen voraus- , geschickten Lakaien wissen lieh einmal zu sehen was l ber Meister Schönes mache, Holbein, bem nichts so verhaßt war, als über ber Arbeit gestört zu werben.

rneln sieben Barone machen, aber aus sieben Ba­ronen noch nicht einen einzigen Holbein. Hast du das begriffen?" Das begriff der Baron zwar nicht, aber immerhin begriff er, auf eine weitere War­nung des Königs, er werde jeden Holbein ange­tanen Schimpf als einen Schimpf an feiner eigenen königlichen Person betrachten, genug, um sich mit der Bitte um eine gnädige Verzeihung und dem Gelöbnis, gegen den Maler nichts weiter zu unter­nehmen, sehr kleinlaut aus der Türe hinaustragen zu lassen.

künstlerischen Darbietungen vorwiegend leichteren Charakters werden die Gedanken der Sportler auf wohltätige Weise abgelenkt, da ihre Nerven natur­gemäß vor den Kämpfen stark angespannt sind. In dem großen Saal, der wie ein Theater ein­gerichtet ist, befindet sich eine hübsche Pühne, die mit allen technischen Erfordernissen ausgestattet ist. Davor liegt ein Orchesterraum. Eine Filmleinwand kann herabgelassen werden, so daß man auch auf das Kino nicht zu verzichten braucht.

Schwer nur kann man sich von diesem idyllischen Dorf trennen, die Besuchszeit ist begrenzt. Noch einmal einen kurzen Rundblick über das Gelände, das von den Strahlen der untergehenden Sonne in ein warmes Rot getaucht ist. Wir winken noch den Störchen, die auf besonderen Wunsch der Engländer hier angesiedelt worden sind (ein Eng­länder kann sich ein deutsches Dorf nicht ohne den in England unbekannten Storch denken), einen Ab-

Wiedersehen mit Marlene. ;

Gloria-Palast:Sehnsucht." <

Wie lange haben mir sie nicht SeJei>en ... Mit dem Blauen Engel" wurde sie über Nacht be­rühmt und zugleich als Typus festgelegt: sie war I durch diese Rolle zu dem gestempelt was die Arne . rikaner einen Vamp nennen, eine Frau ohne Herz, ohne Seele, gefährlich, schillernd.immer an öer Oberfläche, sinnlich und verführerisch, aber falt unö innerlich wertlos. Ein Typ, derdrüben im Film eine beträchtliche Rolle spielt, bet uns aber feiten ist- das erklärt die Ausnahmestellung, die sie in Deutschland einnshm, zumal sie wirklich spielen konnte und noch kann. Wir sahen sie auch im

Schanghai-Expreß", in einer ganz andern Um- aebung- aber es war im Grunde die gleiche Frau. Damals sprach sie schon englisch. Jetzt kommt sie wieder, und man ist erstaunt, wie wenig sie sich verändert hat in ihrer äußeren Erscheinung und

Darstellungsstil. Sie ist verblüffend aufgemacht

Engel"' die Worte sind, abgesehen davon, daß sie

Aber nein, mqj 9 ö berechtigten Einwande) MMHW MZWUSs herausstellt, er ist sogar ganze

und ihm allein ist -S zu

Geschichte em gutes unb h bitter

(während damals d'°Schonen^^ag Rj(m

und .^«^Ä^Ba'rzage "geschickt und witzig ge- SS »