Ausgabe 
10.3.1936
 
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Dienstag, 10. März 1030

180. Jahrgang

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in Zukunft übernommen werden wird. In diesem Hause oder in diesem Lande kann niemand sein, der einen solchen Schritt verzeihen oder entschul­digen möchte. Er versetzt dem Grundsatz von der Heiligkeit der Verträge, der dem ganzen Gefüge der internationalen Beziehungen zugrundeliegt,

gerüttelt, würde einem solchen Beginnen wohl doch verständnislos gegenüberstehen und sich sein eigenes Urteil über Schuld und Recht zu bilden wissen.

Man sollte sich endlich in Frankreich zu einer fruchtbareren Problem st ellung durch­ringen. Mit Protesten undVerurteilungen ist, das müßte man allmählich begriffen haben, der deutsche Wiederaufstieg nicht aufzuhalten. Es ist

Appell derAeichskulturkammer

Der für Sonntag, den 15. TNärz, im Schumann - Theater in Frankfurt a. 21L angekündigte Appell muß wegen Wahl­vorbereitungen vorerst a u s f a l l e n. Ein neuer Termin wird zur gegebenen Zeit bekanntgegeben werden.

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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8"/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Vereinbg. 25°/n mehr.

Ermahigie Grundpreise:

Das Haus wird die Erklärung des Außenmini­sters Eden mit gemischten Gefühlen gehört haben. Der Friede in Europa kann nicht von Dauer sein, wenn nicht der jahrhundertealte Argwohn zwischen Frankreich und Deutschland weicht. 7Nit diesem Argwohn, dem französischen Wunsch nach Sicherheit und dem deutschen Wunsch nach Gleichberechtigung sind un­sere schönsten Hoffnungen immer wieder zu- nichte gemacht worden, manchmal durch die Franzosen, die unserer Ansicht nach eine Ge­legenheit verpaßt haben, ein An­gebot anzunehmen (Beifall), und ande­rerseits durch Deutschland, das etwas tat, was zum Bruch eines Vertrages geführt hat, und was uns wieder erschüttert hat. Aber ich glaube nicht, daß es seine Absicht war, die Empfindlich­keit der Franzosen zu verletzen. Für uns siehl es in diesem Augenblick nach all diesen Jahren des Krieges so aus, als ob diese allen üblen Einflüsse sich wieder durch­setzten. Es mag heute weniger Hoffnung vorhanden sein als seit langem, daß man diese beiden Länder wieder zusammenbringe. Wir haben keinen heißeren Wunsch, als Frankreich und Deutschland in Freundschaft mit uns zu­sammenzubringen. Es kann keinen dauernden Frieden geben, solange die gegen­wärtigen Verhältnisse fortdauern. Die einzige Hoffnung liegt in der Herstellung jener dreifachen Freundschaft. Bis dieser Tag anbricht, wird es in Europa Schwierig­keiten, Krisen und Panik geben. 3n dieser Zeit,

einen schweren Schlag.

Ich bin dankbar sagen zu können, daß kein Grund für die Annahme besteht, daß die gegenwärtige deutsche Aktion eine Dro­hung mit Feindseligkeiten in sich schließt. Die deutsche Regierung spricht in ihrem Memorandum von ihrem unabänderlichen Ver­langen nach einer Befriedung Europas und drückt ihre Bereitwilligkeit aus, einen Richtangriffspakt mit Frankreich und Belgien abzuschliehen.

Aber es darf über unsere Lage als Unterzeichner des Locarno-Dertrages kein Mißverständnis geben, und daher hält es die britische Regierung für notwendig, | zu erklären, daß während der Zeit, die für die Er­wägung der neuen Lage notwendig sein wird, j e - der tatsächliche Angriff auf Frank­reich oder Belgien eine Verletzung des Ar­tikels 2 von Locarno darftellen würde. Die britische Regierung würde sich ungeachtet der deutschen Auf­kündigung des Vertrages gebunden fühlen, gemäß den Vorkehrungen des Vertrags dem angegrif- fenen Lande zu Hilfe zu eilen.

Eine der hauplgrundlagen des Friedens in Westeuropa ist beseitigt worden, und wenn dort

aber für den Frieden der Welt ein Unterschied, ob die Wiederherstellung der Deutschland zukom- denden Position sich gegen W i d e r st a n d und Unvernunft vollzieht oder von der Welt als europäische Notwendigkeit erkannt und gefördert wird. Eine Nation, die unfried­liche Absichten gegen die Staatengemeinschaft hegt, wird sich nicht zu so großzügigen Friedensangeboten verstehen, wie Deutschland sie jetzt wieder der Welt unterbreitet hat. Die von Frankreich inspirierte Pakt- und Dertragspolitik hat Europa in einen Zustand nervöser Unrast und unheimlicher Span­nung hineingetrieben, weil sie von unehrlichen Vor­aussetzungen ausging und ein Produkt des schlechten Gewissens und egoistischer Machtpolitik war. Deutsch­land dies muß immer wieder festgestellt werden hat darauf nicht mit der gleichen Negativität geantwortet. Es hat vielmehr in ernster Stunde den Staatsmännern in Erinnerung gerufen, daß d i e wahre Sicherheit aller nur dann gewähr­leistet ist, wenn sie auf der Basis gleicher Rechte und gleicher Achtung in einer Atmosphäre d e s Vertrauens angestrebt wird. Die deutschen Vorschläge sind von Bedrohung anderer Staaten weit entfernt. Sie ersticken nicht die natürliche Friedwilligkeit der Völker, sondern geben ihr im Gegenteil den Raum zur befreienden Wirksamkeit. Deutschland präsentiert sich der Welt nicht als Gefahrenherd, sondern als Keimzelle eines wahren Friedens.

Es war die große Lüge dieser Nachkriegszeit, daß sie den Frieden nicht als noch zu lösende Auf­gabe, sondern als schon gegebene Tatsache hinstellen wollte. Den Irrwahn, daß der Frieden

scheidender Bestandteil des Locarno-Vertrages näm­lich die Unparteilichkeit und Unbefangenheit der Garanten, vollends illusorisch, Locarno in die Nie­derungen der gegen Deutschland gerichteten fran­zösischen Bündnispolitik gezogen worden.

Deutschland war damit vor die Notwendigkeit gestellt, dieser Sachlage auch seinerseits Rechnung zu tragen. Wenn die französische Preße setzt daraus einenB r u ch" des Locarno-Vertrages konstru­ieren möchte, so ist das nicht nur eine groteske Ver­kennung *m Ursache und Wirkung, !°noern auch im höchsten Grade bedauerlich. Die Tatsache,daß Deutschland auf eine Politik des schlechten Willens ... ----|on=

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der Frieden gesichert werden soll, ist es eine vielfältige Pflicht, ihn aufzn- b a u e n. In diesem Geiste müssen wir an die Vorschläge des deutschen Kanzlers Herangehen. Die britische Regierung wird sie objektiv prüfen mit dem Ziel, festzustellen, bis zu welchem Grade sie ein Wittel darftellen, mit dessen Hilfe die erschütterte Struktur des Friedens gestärkt werden kann. Bei dem gegen­wärtigen ernsten Zustand der internationalen Angelegenheiten ist die britische Regierung der Ansicht, daß keine Gelegenheit unge­nutzt bleiben darf, die irgendeine Hoffnung bietet. Bei den Besorgnis erregenden Zuständen der gegenwärtigen Zeit fühle ich mich berech­tigt, alle Weinungsschichten des Unterhauses um ihre Unterstützung bei der Durchführung der jetzt vor uns stehenden Aufgabe zu bitten."

Premierminister Valdwin

beantragte sodann, das Unterhaus möge die Vor­schläge der Regierung billigen, die in dem W eiß - buch über d i e Verteidigung enthalten seien. Die enttäuschenden Ergebnisse jedes Ver-

von den Regierungsbänken mit langanhalten­dem Beifall begrüßt wurde, erklärte: Während sei­ner Amtszeit habe er es als feine Hauptpflicht be­trachtet, die Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland, Frankreich und England zu beseitigen. Er habe sein Aeußerstes getan, um einen Luft- pakt zwischen diesen Ländern zustandezudringen und sei hierbei gescheitert. Er wolle die Schuld hier-

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suches, zu einer internationalen Abrüstung zu kom­men, das Anwachsen der Rüstungen in anderen Ländern zusammen mit dem Auftauchen einer Reihe beunruhigender Dinge in der internationalen Lage hätten Großbritannien keine andere Wahl gelassen, als die britischen Verteidigungsmittel zu überprüfen. Wir werden fortfahren, unsere Stel­lung, unser Ansehen und unseren Einfluß dazu zu verwenden, um zu einer Befriedung öer inter­nationalen Unruhe beizutragen und den Grund- sätzen der Dölkerbundssatzung zum Erfolg zu ver­helfen. Aber keine Regierung dieses Landes kann die Gefahren eines Konfliktes irgendwo anders in der Welt übersehen, die trotz der wohlgemeinten Anstrengungen für eine Befriedung vorhanden sind. Ein Krieg sei nur zu verhindern, wenn der Angrei­fer wisse, daß sein Vorgehen sofort auf bewaffnete Gegnerschaft treffen würde. Im System der kol­lektiven Sicherheit entfielen auf England, das die größte Seemacht in Europa sei, auch die größten Lasten. Die britischen Bemühungen zur Forderung des Friedens, erklärte Baldwin, dürfe man nicht als ein Zeichen von Schwäche ansehen.Weder die britische Regierung, noch das britische Volk", so er­klärte er,werden sich durch Drohungen emschuch- tern lassen, aus welcher Ecke sie auch immer kom­men mögen."

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Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

in der unser Einfluß von größter Bedeutung sein könnte, kann sich unser Land am wenig­sten leisten, schwach zu sein.

Die Aussprache.

Major Attlee brachte für die arbeiterparteiliche Opposition einen Abänderungsantrag ein, der die Aufrüstungspolitik der britischen Regierung mit der Begründung verurteilt, daß sie nicht im Einklang zu bringen sei mit dem Grundsatz der kollektiven Sicherheit. Je mehr Rüstungen England anhäufe, um so unruhiger werde die Bevölkerung. Die Re- gerung müsse einen neuen Anfang machen und sich mit den Ursache n des Krieges beschäfti­gen, wenn sie nicht eine Wiederholung der Zeit von 1914 wolle.

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11 c: Locarno nur ein ।la.

in Frankreich auch den Locarno-Vertrag nicht als |ti«e gleichmäßige Sicherheit für Frankreich uno )<utschland gewährleistendes Instrument, sondern :ls<5oni)ergarantie zugunsten Fra n r- ciichs angeseyen hat. Es sei hier nur an Die strsuche der französischen Politik erinnert, die bei- t \ Garanten von Locarno, vor allem Englano, zu vorsorglichen" einseitigen Verabredungen mi- t rischer Art zu veranlassen. Damit wäre em ent'

Europas nicht mit, sondern gegen Deutschland geschaffen werden müsse dielen Wahn derStaatsmänner" haben die Völker mehr als teuer bezahlen müssen. Angesichts der großzü­gigen deutschen Friedensangebote ist die beliebte These, daß Deutschland sich der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit versage, die Legende von der selbstgewollten Isolierung, in sich zusammengebro­chen. Wird sie trotzdem auch in Zukunft vertreten, so konnte daraus nur der Schluß gezogen werden, daß die Versailler Mächte nicht den Mut und die Kraft aufbringen, auch ihrerseits den wahren euro­päischen Notwendigkeiten Rechnung zu tragen. Deutschland hat seine Pflicht getan. Es verfolgt das gegenwärtige Ringen der gesunden und der nega­tiven Tendenzen mit gebührender Aufmerksamkeit in der Hoffnung, daß es schließlich doch noch mög­lich sein werde, das europäische Schicksal zum Guten zu wenden.

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Frankreich und Deutschland mfiflen von uns zusammengebracht werden. Baldwin fordert Beseitigung des Argwohns zwischen beiden Völkern.

bet scheu Verfalls, hat sie die alle Gebiete der na-1 tio alen Lebensäußerung neu erfassenden Ener- »itm als fremdartig und beunruhigend gedeutet, dcweit sie an der Entrechtung und Machtlosigkeit Deutschlands interessiert war, hat sie das Zurückfin- bei zu den verschütteten Quellen der deutschen Lei beiskraft sogar als feindlichen und bedrohlichen ÜBUen deuten wollen. Deutschland konnte und durfte sst dadurch nicht beirren lassen. Die mangelnde Be- r-i chaft der für das Versailler Unheil Derantwort- l'iH n, Europa politisch gesunden und seine natür- lst Struktur wiedergewinnen zu lassen dieser »mgelnde Wille war kein Argument gegen die stciwendigkeit, das Unrecht von Versailles ri: friedlichen Mitteln auszugleichen und u beseitigen. Er war nur ein erschütternder eueis dafür, in welchem Maße der Welt die Ein- ch in die natürlichen Gesetze des Zusammenlebens üi Völker abhanden gekommen war.

dieser Umwertung aller wirklick)en Werte war vy der Begriff der wahren Sicher­est zum Opfer gefallen. Die Nachkriegszeit hallte u:ir wider von ewigen Sicherheitsgesprächen, aber ie Ergebnisse waren erschütternd. Sie waren aller- ings auch folgerichtig und zwangsläufig. Denn iii dem Untergrund des Mißtrauens und schlechten Gewissens kann kein wahres Sicherheitsgefühl er» Baffen. Frankreichs waffenstarrende Ostgrenze, Zettschlands schutzlose Westgrenze dies war Irwdezu das Symbol einer Politik, die nicht ein» rc das primitivste Recht Deutschlands auf Sicher­te anerkennen wollte. Der Rhein-Pakt von itcarno daran muß immer wieder erinnert rc den fiel aus der Reihe aller übrigen, prak-

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Der Führer der Oppositionsliberalen Sinclair gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß die Re­gierung entschlossen sei, Hitlers Vorschlag zu prü­fen. England müsse für die Wiederherstellung des internationalen Handels und zur Abschaffung der Beschwerden anderer mindestens ebenso große Opfer bringen, wie es jetzt für Verteidigungszwecke oer- lange.

Oer frühere Außenminister Sir Samuel Hoare,

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf.

Druck und Verlag: VrShl'fche Universitäts-Such- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Lchulstratze 7 M-ng-nabMusi°St°ff-i8

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Europas Lhance. i Cdens Erklärung zum deutschen Memorandum.

('chicksalstage für Europa! Wird die Welt, »erben jg Vorschläge des Führers müffen geprüft werden. - Keine Gelegenheit darf ungenützt ®tunrd)feü bleiben, die eine Hoffnung bietet, den Frieden zu starken.

i fiel m Augenblick geht es um mehr als um tat» ifd Kniffe und Winkelzüge der Berufsdiplomatte.

I isge^t um die Entscheidung über letzte elementare London, 9. März. (DNB.) Im Unterhaus gab )ai>insfragen des europäischen Kontinents d i e Außenminister Eden eine Darstellung des deut- Zlikunft Europas steht zur Debatte. schen Memorandums vom 7. März und führte dann

I^ die westliche Diplomatie in einer von ihr u Q aus: Beim Empfang dieser Mitteilung sagte üttiLlfbeschworenen kritischen Situation diese Chance ich dem deutschen Botschafter, ich bedauerte aufs > erSelbstbesinnung, die Möglichkeit der Wahl zwi- tiefste die Mitteilung über die Aktion, die die chc, Bewährung und neuem, dann wohl enbgül-1 deutsche Regierung hinsichtlich ber entmilitarisierten igin Absturz überhaupt noch erhalten hat, bas Zone unternommen habe. Er, ber Botschafter, jt >05 Verbienst Aböls Hitlers. Er hat sich bamit werbe es. zu roürbigen wissen, baß bies ber ein- ls ein Staatsmann von wahrhaft europäischem fertigen Aufkünbigung eines frei verhanbelten unb Voniat erwiesen. Die ßegenben, bie Unverstanb, frei unterzeichneten Vertrages gleichkomme. (Bei- Zeitemlichkeit und böser Wille über Geist und fall.) Die Ansicht der deutschen Regierung über die

jießetzung ber beutschen Politik verbreitet haben, Wirkung bes französisch-sowjetrussischen Paktes auf

in! wie ein böser Spuk verflogen, lieber alle den Locarno-Vertrag werbe nicht von ben anberen

08r beutungen und Anzweiflungen erhaben stellt Unterzeichnermächten des Vertrages geteilt, unb

ich die Friedwilligkeit der deutschen wenn die deutsche Regierung trotzdem ihre eigenen Kritik, gerade bei der Verwirklichung der Schlußfolgerungen aufrecht erhalte, dann stehe )Dl«n Souveränität, als eine unantastbare Reali-1 Deutschland als letzter Weg das Schiedsverfahren iit bar, und die Geschichte wird es dereinst zu zur Verfügung. Ich muß befürchten, daß die Wir- ottoigen wissen, daß gerade das in Versailles ent-1 fung der einseitigen Aufkündigung dieses Vertrages !8d:ete, von Unverstand und Böswilligkeit verfolgte auf die Regierung und die britische öffentliche Mei- Dt tschland sich nicht in Haßinstinkte verstrickt, nung unvermeidlich beklagenswert sein müsse, on ern bie moralischen unb geistigen Antriebe zur Eben fuhr fort: Die französische unb bie belgische leterroinbung bes europäischen Nachkriegsschicksals Regierung haben mit vollem Wissen unb mit (rin» rbicfelt hat. verstänbnis ber britischen Regierung gebeten, baß

Mrd man diese Antriebe zum Segen der frieden- der Völkerbundsrat sobald wie möglich zur Wtenben Völker zu nutzen wissen? Die Derant- Beratung der Lage einberufen werden möge. Na- ootiung, die bie Westmächte in diesen Tagen zu türlich wird vor dieser Zusammenkunft keine Ent- Ira: en haben, wiegt schwer. Ihre Staatsmänner scheidung herbeigeführt werden; aber es wird ein taten Entscheidungen zu treffen, deren Größe und Gedankenaustausch zwischen den Vertretern Senichtigkeit in Deutschland gewiß nicht verkannt der vier Locarno-Mächte ohne Deutschland aufge- veDen. Einen Grund zur Klage haben sie des- nommen werden. Die britische Regierung wird durch lüb, nach allen Versäumnissen und Fehlhandlungen den Lordsiegelbewahrer Lord Halifax und mich >er Vergangenheit, freilich nicht. Sie sollten eher! selbst vertreten sein. Wir wollen uns nicht darüber ittr Schicksal danken, das ihnen noch einmal täuschen, daß bie einseitige Aufkünbigung freiwillig iii Möglichkeit einerbefreiend en Tat eingegangener Verpflichtungen und ein gleichzeitiges Hinten hat. Vorgehen Deutschlands, als ob biese Verpflichtungen

ISgre Maßstäbe aus einer Zeit nehmend, in der I nicht vorhanden feien, bie internationale Lage er» irn. re Zerrissenheit und äußere Machtlosigkeit und! schweren. Das Aufgeben des Locarno-Vertrages 8n:red)tung das geistig-politische Profil Deutsch- und die Besetzung der entmilitarisierten Zone haben M s bestimmten, hat man draußen in ber Welt gründlich das Vertrauen in jede Verpflichtung er= )en Zielsetzungen der deutschen Politik vielfach nicht | schlittert, bie von ber beutschen Regierung, vielleicht zei cht werben können. Soweit bie Welt ge- ~ r K " *Ä

bd' nt war an bie Vorstellungen aus ber Zeit bes

t[oi gegen Deutschlanb gerichtetenSicherheitsvor- ihungen" heraus, weil er auch Deutsch- hit) s Recht auf Sicherheit anerkannte!

festlegte. Der vielberufene Geist von Locarno Imnte in nichts anderem bestehen als in bem DTen, diesem feierlich proklamierten deutschen Wsanfprud) loyal Rechnung zu tragen. An bie= 1-r Willen, ber zugleich bas gute Europaertum TonEreichs hätte erweisen können, hat man es ii Maris fehlen lassen. Es ist zeitgeschichtlich inter- <smt, aber auch bezeichnenb für bie Sterilität ber fcnzösischen Politik, baß ausgerechnet sie die eifer» ic.tiae fiüterin derVerträge", chließlich |enen I Deut|0)iano aus eine voiuu -

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