Die Wetterauer Heimatschau
Die Erhaltung kostbaren AationalvermögenS
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Die Wetterauer Heimatschau bringt außer diesen
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"durch derart einfache, übersichtliche und'mit dem Grundsatz. „Kampf dem Derderb!
dar, wie
Oberheffen
Vetriebssport-die Freude des Alltags
mit ihm noch nicht angefangen hat, ist selbst daran
Fachliche Arbeit der Turner im Winter 1936/37
Lehrgänge werden stark gefördert.-Wettkampfwesen wird vereinheitlicht.
kreis Alsfeld.
neten Lichtbildern bewies die Rednerin den neuen Stil der Wohnungseinrichtungen, wie er vom Amt für Schönheit für die Wohnung empfohlen wird und ein gesundes, hygienisch einwandfreies Wohnen gewährleistet, in dessen Vordergrund die Forderungen nach Licht, viel Luft, zeitgemäßer Beleuchtung und größter Rücksichtnahme auf die Kinder Berücksichtigung finden. An den Einzelheiten der Wohnungseinrichtungen, bis zu den kleinsten Gebrauchsgegenständen, legte die Vortragende auch
genügt auch.
Also da hat man sich vom „Kraft-durch- Freude"- Sportamt einen Sportlehrer kommen lassen, der nun regelmäßig nach Schluß der Arbeit alle Werksleute mit munteren Befehlen bewegt, sie gerade reckt, ihnen Blut und Herz und Lungen in Wallung bringt und Rumpf und Glieder beweglich macht. Das alles mit viel Lachen und lautem Hallo. .
Wehe, wenn einer diesen Werksport etwa wieder einstellen wollte. Die Menschen würden sich das nicht gefallen lassen; sie haben plötzlich gemerkt, daß die Leibesübungen nicht nur gut bekommen, sondern genau so nötig sind wie Essen, Trinken und Schlafen. Vor allem ist es doch so bequem, gleich nach dem Tagewerk vom Waschen aus in die Sporthose zum fröhlichen Sporttreiben zu schlüpfen.
Der Betriebssport marschiert, er breitet sich mehr und mehr aus, er ist nicht auszuhalten, weil er
sich in unserer Gegend der Winter mit kurzem Schneefall an. Am späten Nachmittag überflog eine Kette S ch n e e g ä n s e , von nordöstlicher in südwestlicher Richtung fliegend, unseren Ort.
für das Winterhilfs werk gekocht. Auch m Ruttershausen bereitete die NS.-Frauen- schäft Honig für das WHW. — Zwei Gefolgschaftsglieder der Buderusschen Eisenwerke Lollar können dieser Tage auf eine 25jährige Tätigkeit beim Werk zurückblicken, und zwar der Radiatorendrücker Heinrich Roll aus Lollar (am 4. Oktober) und der Kernmacher Johann Schumacher aus Mellnau (am 9. Oktober). Den Jubilaren wurden die üblichen Ehren zuteil.
* Ettingshausen, 8. Okt. Einen schweren Unfall erlitt eine hiesige Frau beim Honigkochen. Der Kessel stand unter einem alten noch offenen Schornstein. Die Frau merkte, daß der Schornstein zu brennen anfing. Sie wollte das Feuer löschen, deckte den Kessel zu und stieg auf ihn. Der Deckel gab aber nach, und die Frau brach mit den Füßen durch und stand in dem kochenden Honig. Obwohl sie rasch aus ihrer Lage befreit wurde, hatte sie sich doch chwere Brandwunden zugezogen. Da nach einigen Tagen Fieber eintrat, mußte die Bedauernswerte in das Krankenhaus zu Llch überführt werden. Ihr Befinden hat sich nun doch so gebessert, daß Lebensgefahr nicht mehr vorhanden ist.
<£ Flensungen, 7. Okt. Gestern kündigte unserer Gegend der Winter mit kurzem
sorgung zu überbrücken.
Der in diesen Tagen erneut ergangene Mahnru „Kampf dem Derderb" gilt demnach für jeden deutschen Volksgenossen unterschiedslos. Wie jeder deutsche Volksgenosse erwartet, daß für seine Ernährung gesorgt sei, so erwartet anderseits die Volksgemeinschaft von ihm, daß er auf die Vo ks- ernährung insgesamt Rücksicht nehme durch restlose Verwertung seiner Lebensmittel. Wie einerseits der deutsche Bauer in der Erzeugungsschlacht sein Aeußerstes tut für die Ernährung der Volksgemeinschaft, so wollen wir als Verbraucher ihm helfend zur Seite treten, indem wir Ernst machen
16 Gaue immer in Gruppen von 60 Mann zu besonderen Lehrgängen zusammengefaßt, um die einheitliche Linie festzulegen für die spätere Gau- und Kreislehrarbeit. Das Reichsfachamt stellt die Mittel für diese Lehrarbeit zur Verfügung. Reichslehr- gänge für Spiele und für Kinderturnen wurden schon durchgeführt. Mit dem Männer- und Frauenturnen wird die Arbeit demnächst ausgenommen. Die Lehrgänge im Kinderturnen sollen die notwendigen Lehrkräfte schaffen, um der durch den Vertrag zwischen Reichssportführung und Reichsiilgend- führunq geschaffenen Lage der körperlichen Grund- schulunq des Jungvolkes gerecht zu werden. Auf dem Gebiete des Volkstanzes werden neben der NS-Kulturgemeinde auch Lehrgänge vom Fachamr Turnen durchgeführt. Neben der allgemeinen Lehrarbeit soll auch die Förderung der besten Turner und Turnerinnen weiter durchgefuhrt wer- den. So werden in allen Gauen Kameradschaften der besten Turner gebildet, die sich später in Ge»
Der Hausbesitzeroerem Gießen hielt am gestrigen Donnerstagabend sur den Bezirk Siid-Ost eine Versammlung in der „Stadt Wetzlar" ab in deren Mittelpunkt ein interessanter Vortrag von Frau 1) a e n d e I - Dresden über „Die Erhalt', na ko st baren Nationalvermögens" itand 3 .An Hand von Lichtbildern zeigte die Redner,n em großes Kapitel aus dem Kamps gegen den Verderb das eigentlich für einen bedeutend größten Zuhorerkreis bestimmt war. Sie svracb von dem Eigentum, das eine starke Stütze des na- tionalen Vermögens ist und das zu erhalten na- tionale Pflicht sein muß, dem Hausbesiü In interessanter Weise schilderte sie die Aufgabe der Bewahrung dieses Volksvermögens, das au erhalten nicht nur Pflicht Les Hausbesitzers, sondern auch des Mieters sein muß, der zu pfleglicher Behandlungen angehalten ist. In kameradschaftlicher Weise soll eine Zusammenarbeit zwischen Mieter und Hausbesitzer erstrebt werden, damit kostbarer Sachwert erhalten und dadurch dem Dolksvermögen gedient wird, anderseits durch ein vernünftiges Wohnen der Wunsch der Reichsführung erfüllt wird, durch ein gesundes Heim der nationalen Pflicht zur Schaffung gesunder Woh- nungsoerhältnisse Genüge zu leisten.
schöne Einrichtungen der Forderung des Kampfes gegen den Derderb und damit der Erhaltung des nationalen Volksoermögens vorgearbeitet und am besten gedient wird.
An dem Beispiel einer Hausgemeinschaftsordnung ließ Frau H a e n d e l klar werden, wie dieses kameradschaftliche Zusammengehen von Mieter und Vermieter, von Untermieter und Hauseigentümer in erster Linie im Hinblick auf den zivilen Luftschutz und im Sinne der Reichsregierung auch im Wohnwesen eine neue Zeit der Volksgemeinschaft anzubahnen bestimmt ist.
Die Vortragende fand für ihre lehrreichen Darlegungen reichen Beifall.
Auf jedes Ei — auf jedes Pfund Fett kommt es an!
Kurze Sportnottzen.
Ungarns Fußballmannschaft spielte aus der Rückreise vom Länderspiel gegen Rumänien in Klausenburg gegen eine dortige Stadtmannschaft und siegte überlegen mit 8:2 (3:1).
Dom Gauliga-Fußballprogrammdes kommenden Sonntags wurden in Süüdeutschland jetzt auch die Spiele DfB. Koburg — 1. FC. Nürnberg (Bayern) und Spogg. Niederzwehren — Bo- russia Fulda (Hessen) abgesetzt.
Beim Großen Auto-Preis von USA., der am 12. Oktober auf der neuen Rennbahn im Roosevelt-Field bei Neuyork ausgefahren wird, soll die Distanz von 400 auf 300 Meilen gekürzt werden. Im Training zu diesem Rennen war bisher der Italiener Brivio mit seinem Alfa Romeo am schnellsten. Er legte eine Runde mit einem Stun- denmittel von 108,816 Kilometer zurück.
Auf dem Reichssportfeld in Berlin begann am Donnerstag, ein großes Reitturnier. Am ersten Tage stand ein Jagdspringen um den Ritt- meister-Brandt-Preis im Mittelpunkt des Pro- gramms. Sieger wurde der SS.-Obersturmführer lemme auf „Nora" in der ersten Abteilung und auf „Amneris" in der dritten Abteilung, während die zweite Abteilung an Wachtmeister Pörschke auf „Irrwisch" fiel.
Die Spiele um den Hockey-Eichen- schild für Frauen-Gauvertretungen beginnen am 25. Oktober mit zwei Spielen der Dorrunde. Die Zwischenrunde wird am 15. November entschieden, die Dorschlußrunde findet am 29. November statt und das Endspiel steigt dann am 11. April 1937.
dak — Wer nicht Sport treibt, ist selbst schuld' Kameradschaft, Kraft und Gesundheit an die Ar-
daran, wenn Gebrechlichkeit und Krankheit kommen ' beitsplätze zaubert. Er ist wirklich em Segen für
und die Lebensfreude ausbleibt. Menschen und Werk. Und der Betriebsfuhrer der
Wenn aber ein Betriebsführer feinen Werksleuten —1 ---A hnrnn
nicht die bequeme Möglichkeit zur Leibesübung verschafft, wenn er ihnen den Sport nicht so verlockend wie möglich macht, ist er selbst schuld, daß fein Betrieb nicht hundertprozentig ist; denn das Werk hat den Vorteil, wenn die Arbeit von kräftigen, fröhlichen Menschen verrichtet wird. Dann „fleckt" das Tagewerk besser, dann wird bessere Qualität geschafft, dann herrscht Kameradschaft.
Und das beste Mittel, die Betriebsangehörigen kräftig und fröhlich zu machen, ist der Betriebssport.
In vielen Werken ist er schon eine selbstverständliche, schöne Gewohnheit. Hier und da hat man ein Stück Rasen, das sonst verkümmert wäre, zu einem regelrechten Sportplatz ausgebaut. An zahlreichen Stellen ist sogar ein Schwimmbad errichtet worden. Und ein ausgeräumter, hergerichteter Schuppen
Kreis Friedberg.
# Aus der mittleren We11erau, 7. Okt. Die beiden letzten Nächte haben Frosttempera- turen von zwei Grad Celsius gebracht, so daß die Wasserpfützen mit einer dünnen Eisschicht betret waren. In den ungünstig gelegenen Garten sind infolgedessen Dahlien, Begonien und Tomaten erfroren. Auch die spätgelegten Bohnen und Gurken haben gelitten. Dem Bauersmann wird es nun eilig mit der Herbsternte. Während noch die letzten Kartoffeln ausgemacht werden, ist man auch schon habet, Dickwurz einzufahren. Die feuchte Sommerwitterung hat die Runkeln recht dick wachsen lassen, Dickwurzeln von 8—12 Kilogramm Gewicht sind keine Seltenheit. Die Erstsaaten von R o gg e n beginnen bereits aufzulaufen. Raps- und Rübsen ä ck e r stehen schon grün. Einen guten Stand weist auch der Stoppelklee auf. Vereinzelt wird über stärkeres Auftreten von Feldmäusen geklagt. Massenerträge liefern in diesem Jahre die Zuckerrüben. Bereits hat die Aktien-Zuckerfabrik Wetterau in Friedberg die Rübenbauern zur Ernte aufgerufen. Die Anlieferung erfolgt schon in der nächsten Woche.
kreis Schotten.
# Ulrich stein, 7. Okt. Bei sehr niedriger Tagestemperatur und scharfem Nordostwind trat gestern hier starkes Graupelwetter ein, das sich schließlich in Schneefall verwandelte. — Seit einigen Tagen wird aus der Umgegend das Auftreten von Wildschweinen gemeldet, die man bisher in unserer Gegend noch nicht bemerken konnte.
Die Heimatausstellung, die zur Zeit in der Fried- berger Burgkirche aufgebaut wird, und aus Anlaß des Bauerntages der Kreisbauernschaft Oberhessen. West am kommenden Samstag, 10. Oktober, eröffnet werden soll, unterscheidet sich, obwohl viele ihrer Stücke dem Museum entstammen, grundsätzlich von einer Ausstellung, die lediglich nach Ge- sichtspunkten der Altertumsforschung für Leute vom Fach veranstaltet wird. Vielmehr wendet sich diese Heimatschau in erster Linie an den Bauer. Was der Bauer dort sieht, ist Kulturgut, das seine und einer Ahnen Hände geschaffen haben und was ihn deshalb etwas angeht. Es steht da eine vollständige Bauernstube mit einem schönen massiven Schrank aus Ober-Rosbach, einem gemalten Bett und verschiedenen anderen kleineren Möbelstücken. Diese Möbel atmen in jeder Linie den Geist derer, die sie geschaffen haben. Kein fremder Zierat, sondern ruhige, einfache, feste Formen. Das gleiche gilt von der Küche, die gleich neben der Stube aufgebaut ist. Von dem ausgestellten Hausrat verdient besonders hervorgehoben zu werden eine vollständige Zinnausstattung, die aus Münzenberg stammt und von ihrem Besitzer zum ersten Mal für Aus- tellungszwecke hergegeben wurde. Von der früheren Bedeutung des Flachsbaues, der heute wieder im Vordergrund der Bestrebungen in der Erzeugungsschlacht steht, zeugt eine Sammlung aller Geräte, die einst in Bauernhand der Flachsbereitung dienten. l
Eine solche Ausstellung kann nicht den Zweck haben, alle möglichen Sachen als Raritäten zusammenzutragen, sondern sie soll Anregung geben, wie der Bauer heute in organischer Anknüpfung bodenständige Formen sein Haus einrichten kann und soll, denn die meisten Möbelstücke, die hier gezeigt werden, sind durchaus modern insofern, als sie ihren Zweck voll und ganz erfüllen und im Gegensatz zu mancherlei Fabrikware in die Umgebung des Dorfes paffen.
In der gemeinsamen Tagung der Reichsfachwarte und Gaufachamtspressewarte in Berlin gab Reichsfachamtsleiter Steding zusammenfassend eine Uebersicht über die fachliche Arbeit der Turner in der nächsten Zukunft. Ausgehend von der Grundhaltung, daß neben der Olympischen Schulung der besten Turner und Turnerinnen die allgemeine Erziehungsarbeit nicht vernachlässigt worden ist, sie aber in der nächsten Zukunft stärker auf allen Gebieten betont werden soll, wird vom Fachamt besonderer Wert auf die Lehrarbeit gelegt. Die Spitze aller Lehrarbeit liegt auch beim Fachamt Turnen in den Lehrgängen der Führer an der Reichsakademie. Daneben will auch das Fachamt von sich aus die Lehrgangsarbeit stärker ausneh- men. So sind in allen Gauen Reichslehrgänge für die Gebiete des Kinder-, des Frauen-, des Man- nerturnens und der Spiele geplant. Zur klaren Ausrichtung auf die einheitlich gesteckten Ziele werden vorher alle Kreis- und Gaufachwarte der
Sportamt »Kraft durch Freude".
Heute folgende Kurse:
Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Schwimmen, Anfänger und Fortge- s ch r i 11 e n e : Von 20.30 bis 21.30 Uhr und von 21.30 bis 22.30 Uhr, Frauen und Männer, Volks- bad.
Ueber die Neuen K. d. F. - S p o r t k u r s e unterrichtet das neue Vierteljahres-Sportprogramm, welches kostenlos in allen Ortsgruppen und Betrieben erhältlich ist. Anmeldung und Auskunft erteilt die Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18.
Kommt USA. zur Einsicht?
Braddock soll nur gegen Schmeling boxen.
Die Box-Kornrnission des Staates Neuyork hat dem Schwergewichts-Weltmeister James Braddock soeben eine Absage erteilt, die er nicht erwartet hatte. Braddock, der seine 5000 Dollar Garantie für den Weltmeisterschaftskampf gegen Schmeling noch nicht hinterlegt hat, kam dieser Tage bei der Box-Kommission um die Erlaubnis ein, einige „kleinere Kämpfe" veranstalten zu dürfen, um in Form zu kommen. Die Box-Kommission hat ihre Erlaubnis verweigert: „Nur Max Schmeling kommt für Braddock als Gegnerin Frage." Es bleibt abzuwarten, ob die Neuyorker diese ablehnende Antwort nur wegen der fehlenden 5000 Dollar von Braddock gegeben haben, oder ob die Box-Kommission wirklich auf dem Wege zur Einsicht ist.
Dieser Mahnruf ist ebenso wie an die Bäuerin im besonderen an die Hausfrauen in den Städten gerichtet. Unsere Ernährung ist zwar durch die heurige Ernte wieder durchaus gesichert, aber es ist unser Bestreben, von Jahr zu Jahr mit weniger Einfuhr von Lebensrnitteln auszukommen. Dazu verhelfen uns nicht nur die Leistungen unserer Bauern in der Erzeugungsschlacht, sondern wir alle, ob in Stadt ober Land, können und müssen unseren Teil dazu beitragen durch sparsame Bewirtschaftung des Ernteertrages.
Wie das gemeint ist? Sehr einfach so, daß niemand, sei es im Bauernhof oder im städtischen Haushalt, Lebensmittel verkommen oder verderben läßt. Und sage niemand, daß das bei ihm bisher noch nie vorgekommen sei! Wir alle nahmen es jahrelang nicht so genau. Als uns das Ausland zum Schaden unserer eigenen Landwirtschaft mit Lebensrnitteln überschwemmte, kam es im städtischen Haushalt auf diese oder jene „Kleinigkeit" nicht an. Und im Bauernhof: „No ja, d' Sach is ja da!"
Erst jetzt, nachdem wir uns auch mit unserer Ernährung auf uns selbst verlassen, beginnen wir einzusehen, was mit der Großzügigkeit in dieser Beziehung auf dem Spiele steht. Wir wissen heute, daß der Verderb von Nahrungsmitteln jährlich eine Summe von 1,5 Milliarden Reichsmark erreicht. Jeder kann sich also vorstellen, was für unsere Volksernährung allein damit erreicht wäre, wenn jeder so haushälterisch wie nur immer möglich mit seinen Lebensmittelvorräten umgeht. Wenn irgendwo der Satz gilt: „Viele Wenig gibt ein Viel", so gewiß im Umgang mit Lebensmitteln. Es ist tatsächlich so: Jedes Pfund Fleisch, jedes Pfund Fett, jedes Ei, das vor dem Verderb geschützt wird, hilft im kleinen mit, etwaige Spannungen in der Ver-
Derbesserung
auf der Butzbach-Licher Eisenbahn.
* Münster (Kreis Gießen), 8. Okt. Endlich ist die Verwaltung der B u tz b a ch - L i ch e r - E i s e n- b a t) n einem VerkehrsbedÜrfnis der Gern e i n d e n an der Bahnstrecke Lich—Grunberg ent- qegengekommen. Sie hat den N a ch m i 11 a g szug von Grünberg nach Lich so voroerlegt, daß er den Anschluß an den Zug der Reichsbahn^ der 14.26 Uhr von Lich nach Gießen fuhrt, erreicht So kann man doch auch am Nachmittag noch Gießen er- reichen, wo man 14.45 Uhr eintrifft, wahrend man früher erst in Lich eintraf, als der Zug Lich—Gießen chon abgefahren war. Der Zug geht fetzt pünktlich um 13 Uhr in Grünberg ab, so daß er von den Schülern benutzt werden kann. Reisende aus Giesen die den Zug erreichen wollen, müssen aller- dinas schon 1L23 Uhr in Gießen nach Grunberg abfahr m während man früher bis 12.44 Uhr dort verweilen konnte. Das scheint uns aber das genn- aere Uebel zu sein, da man ja schon 7.46 Uhr von h er aus in Gießen fein kann, al ° 3'/- Stunden d für feine Geschäfte hat. Auch kann die Stunde Aufenthalt, die man in Grunberg hat nach bequem in diesem Sinne verwandt werden, da die Aemter auch bis 13 Uhr geöffnet sind.
Landkreis Gießen
In einer großen Zahl von Lichtbildern zeigte die Rednerin die Enttvickluna des Wohnungswesens von der Vorzeit her, da sie Menschen noch in Steinhöhlen und Zelten wohnten, über die Pfahlbauten hinweg, wie man sie am besten am Boden- see oorgefunöen hat, zur Bauweise der mittelalterlichen Städte bis in die Jetztzeit. Sehr interessant waren die Aufnahmen aus der Reichsparteitagsstadt Nürnberg mit den reichlichen Licht-, Luft- und Wasserverhältnissen, im Gegensatz zu den eng aneinander gebauten Häusexn der Hamburger Fleete, die heute nicht mehr zu Wohnzwecken de- nutzt werden können. Wie stark die Reichsregierung an der Beseitigung der Elendsquarttere interessiert ist, bewiesen die Bilder von der Beseitigung der engen Straßenviertel und der Neubauten in Berlin. An zahlreichen Bildern aus der schönen Stadt Dresden ließ die Rednerin die Vorzüge des richtigen Städtebaues erkennen, und ging dann über zu der Bauweise und Einrichtung des Hauses selbst, wie es wert erscheint, einbegriffen zu werden in den großen Kampf gegen den Verderb durch eine wahre Hausgemeinschaft.
In anschaulicher Art schilderte die Vortragende die Schäden am Volksvermögen, an den Nahrüngs- bebinaunqen, die Förderung des Ungeziefers, z. B. der Flöhe, Motten und Fliegen durch unsachgemäßes Wohnen, wie es z. B. noch bei den älteren Generationen durch die übertrieben beladenen Wohnungseinrichtungen mit den vielen Schnörkeln, Bildern und Behängen geschieht. An ausgezeich-
Zeugen einer verhältnismäßig jungen Vergangenheit auch zahlreiche Funde, die mehrere tausend Jahre alt sind. Alle stammen aus der Wetterau. Man sand die Dinge in Kiesgruben und Lehmgruben oder der Bauer stieß auf sie beim Pflügen des Ackers. Sie geben Kunde davon, daß diese fruchtbare Landschaft seit jeher besiedelt war und im besonderen von jeher der Ackerbau hier heimisch gewesen ist. Das beweisen die verschiedenen Gefäße und Geräte, die eine ununterbrochene Kette über mehr als 5000 Jahren menschlicher Arbeit bezeugen. Von der Wehrhaftigkeit der vergangenen Geschlechter künden Waffen der Steinzeit und der Bronzezeit, Streitäxte und Pfeilspitzen, von ihrer Pracht- liebe und künstlerischen Gestaltungskraft berichten zahlreiche Schmuckstücke, auf denen wir bereits das Heilszeichen des Sonnenrades wahrnehmen.
Klein-Linden, 9. Okt. Am Donnerstag, CO Stic in überflog eine große Schar ; turfl nach 15 Uh , . qrofjer Höhe laut
7
Gemeinschaft „Kras , * gut besucht
Filmd arbt e t ung Mß ^1°Y^8 UJ. war. Zunächst am^n 3 au5 Thüringen
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und Bilder einer Re e von „Kir-
OO Eber st a d t 8. Ott. Muckste Bauern- Saale der alten Schule welcher Bürgermeister Versammlung statt, $ Winterhilfswerks Görlach als Beauftragter ° e - und Kar. die Richttimen für die Ger § DZ. be-
toffelablleferung ! u & landwirtschaft- tanntgab. Es werden hl p Kartoffeln und 8 lich genutzter Flache 60 Ps Anschließend verteilte Pfund Roggen,.^1'^ chberater die zweite der landwirtschaftliche Or scy ^nb Roggen- Hälfte der W e i z unb gab ferner den Kontingents mark n bekannt. Der
diesjährigen Kartofs A^jahr, auf 3,20 RM. Preis beläuft ftd),■ »te bcr Stadt. Weiter wur- pro Zentner frei Keller m o mitgeteilt, daß der be den zahlreichen S*gebaute und noch auf in der hiesigen Gemarkung .9 hen nächsten Tagen dem Felde stehende Fiary rben muß.
Bellersheim abgelieft^^
Y Lollar, 8. Okt. I e r a u e n f d) a f t aus den von der hiesigen J« • • 5 Töpfe Honig den gesammelten Zwetschen
schuld.
Zwanzigtausend...!
NSG. Führwahr eine stattliche Zahl, die die Summe der Bilanz des Monats Oktober ergibt. Es ist Wirklichkeit geworden. Nicht mehr 20 000 sehen zu — wie man es so oft bei großen Sportveranstaltungen beobachten konnte — sondern sie machen mit, tr eiben selber Sport. Sie haben die Notwendigkeit der Leibesübungen erkannt und deren wohltuende Wirkung am eigenen Körper verspürt. Es ist ihnen Bedürfnis geworden, den durch die harte, einseitige, tägliche Arbeit träge gewordenen Körper in frischer Luft und leichter' Sportkleidung zu tummeln und geschmeidig zu machen, neu zu spannen für die zu leistende Arbeit der kommenden Tage. Das ist das Werk des Sportamtes der N S.-G e m e i n f d) a f t „Kraft durch Freud e".
UeberaU finden wir abends nach Schluß der Geschäfte, der Betriebe und Werkstätten auf den Sportplätzen, in den Hallen und Bädern eine frohe Gemeinschaft um den Sportlehrer oder die Sport- fohrerin. Wer kann da noch abseits stehen? Ein Mensch, der etwas auf sich hält, gewiß nicht! Wer fid) an seinem höchsten Gut, der Gesundheit und Frische seines Körpers, nicht versündigen will, der pflege seinen Körper und erhalte ihn gesund und leistungsfähig. Nicht nur sich selbst ist das jeder Volksgenosse schuldig, sondern seiner Familie, seinem Werk, seinem Betrieb. Es ist ein Unterschied, ob ein Mensch sein Dasein im Dahinvegetieren verbringt, oder in Kraft, Gesundheit und ftohem Lebensmut seine Lebensaufgabe erfüllt.


