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Internationaler Hebammen-Kongreß.

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In Berlin sand der internationale Hebarnrnen-Kongreß statt. Reichsrnnenminister Dr. F r l ck mit einer Abordnung schweizerischer Hebammen, die in ihrer Landestracht erschienen waren. Links neben Dr. Frick die deutsche Hebammenführerin Frau Conti. (Presfe-Jllustration-Hoffmann-M.)

Aus aller Welt.

Schreckliche Folgen eines Flugzeugabsturzes in Dubrovnik.

In Dubrovnik (Ragufa) kam es infolge des Ab­sturzes eines Militärflugzeuges zu einem furcht­baren Unglück. Aus noch unaufgeklärten Grün­den stürzte von zwei Militärflugzeugen, die über der Stadt kreisten, eines plötzlich ab und fiel in der Stadtmitte nieder. Beim Aufprall auf ein haus explodierte der Tank des Flugzeuges, und, das brennende Benzin ergötz sich auf die engen Gassen, die infolge des lebhaften Mittagsverkehrs von zahl­reichen Menschen belebt waren. Viele Strahen- passanten wurden von Flammen erfaht und stoben wie lebende Fackeln auseinander. Drei Personen verbrannten auf der Stelle, während 13 mit furchtbaren Brandwunden ins Krankenhaus ge­schafft wurden. Bei vier von ihnen wird am Auf­kommen gezweifelt. Das Haus, auf das das Flug­zeug gefallen war. ist vollkommen verbrannt, wäh­

rend drei andere Häuser durch das Feuer schwer beschädigt wurden. Es scheint nur dem sofortigen Eingreifen der Feuerwehr und der völligen Wind­stille zu verdanken zu sein, daß der Brand nicht einen für die ganze Stadt Dubrovnik katastrophalen Umfang angenommen hat. Die Leichen des Fliegers und des Beobachters des Flugzeuges wur­den völlig verkohlt aus den zu einer formlosen Masse zusammengeschmolzenen Flugzeug heraus- gezogen.

Folgenschwerer Tribüneneinstur; in Bukarest.

Bei der Parade der Jugendverbände, die alljähr­lich am Gedenktag der Wiedereinsetzung Karols II. stattfindet, stürzte in Bukarest eine Tribüne e i n, auf der etwa 3000 Gäste versammelt waren. Bisher konnten drei Tote geborgen werden. Die Zahl der Verletzten beläuft sich auf über 100. Die Parade fand in Anwesenheit der Gäste des Königs, des Präsidenten Bensch und des Prinz­regenten Paul statt Der König, die königliche Fa­milie, die Regierungsmitglieder, staatliche Würden­

träger und das diplomatische Korps waren ver­sammelt. Eine große Menschenmenge war gekom­men, das prächtige Schauspiel zu sehen. Die Tri­bünen, die in den letzten Tagen errichtet worden waren, waren alle ü b e r f ü l l t. Wahrscheinlich infolge Ueberlastung stürzte plötzlich eine Zuschauer­tribüne zusammen. Es entstand eine ungeheure Panik, die jedoch durch die Umsicht der Aufsichts­personen schnell eingedämmt werden konnte. Der König begab sich sofort zur Unglücksstelle und wohnte den Hilfsmaßnahmen bei.

Tausendmarkschein und Diamanten in einem Brötchen über die Grenze geschmuggelt.

Vor einigen Wochen konnte auf luxemburgischen Gebiet ein aus Oberstein-Jdar stammender Mann festgehalten werden, bei dem man zwischen einem Brötchen versteckt einen Tausendmark­schein und Diamanten im Werte von mehreren Tausend Mark fand. Auf der Rückreise wurde der Mann auf dem Zollbahnhof Igel festgenommen. Im Verlauf der Ermittlungen ergab sich, daß in ähnlicher Weise an der Grenze bei Aachen Schie­bungen unternommen wurden. Man konnte schließ­lich den Namen eines weiteren Mannes in Ober» stein-Jdar ausfindig machen, der mit einem jüdi­schen Händler in Verbindung stand. Dieser konnte jetzt an der Grenze bei Wasserbilligerbrück verhaf­tet werden. Man fand zwar bei ihm nichts Be­lastendes, doch der Verdacht, daß er sich an Devi­senschiebungen und an Einführungen von Edelstei­nen aus dem Ausland beteiligt hat, ist so groß, daß ein Haftbefehl erlassen wurde.

Ostpreutzische Flachsfabrik niedergebrannt.

In Gumbinnen in Ostpreußen brach in der Ostpreußischen Flachsverwertungsgenossenschaft ein schweres Schadenfeuer aus, das über die Hälfte des Betriebes in Asche (egte. Der Brand kam unter dem Dachfirst des Gebäudes mit explo- fivartigem Knall zum Durchbruch und verbreitete sich mit solcher Geschwindigkeit, daß in wenigen Minuten das ganze Gebäude in Flammen stand. Das Flachslager war in einer Stunde restlos nie­dergebrannt. Es gelang aber, die Ausdehnung des Feuers auf die eigentlichen Maschinenräume zu un­terbinden.

Schwere Brandstiftungen in Neuyork und San Franzisko.

Nahezu 300 Polizisten und Detektive durchsuchen augenblicklich die nördlichen Stadtteile Neuyorks nach einem Brandstifter, der in den letzten Tagen in acht großen Mietshäusern Feuer ange­legt hatte. Dabei waren eine Person getötet und 13 verletzt worden. Im Stadtteil Bronx haben sich in der letzten Zeit so häufig Brandsttftun- gen ereignet, daß dort besondere Feuerwachen auf­gestellt werden mußten. Im Logierhaus-Viertel von San Franzisko ist ein vierstöckiges Hotel durch Feuer zerstört worden, wobei sieben Personen umtamen und etwa 30 Insassen schwere Ver­letzungen erlitten. Auch in diesem Falle wird Brandstiftung vermutet.

Vrandunglück im Erzgebirge.

Im Schuppen einer Gastwirtschaft in Augustus­burg (Erzgebirge) brach Feuer aus, das sich mit löschender Geschwindigkeit auf das Hauptgebäude und zwei Nachbargrundstücke ausbreitete. Insgesamt sind zwei Hauptgebäude und zwei Nebengebäude bis

auf die Grundmauern niedergebrannt. Acht Familien wurden obdachlos. Der Gastwirt Paul Seidel, in dessen Schuppen der Brand ausge- brachen war, wurde ein Opfer der Flammen«

Familientag Wiltich-Witlig.

Kürzlich fand i n K a s s e l der 8. Familientag des Familienoerbandes des Wittich-Wittig unter Leitung seines Vorsitzenden und Gründers, des Ministerial­direktors i. R. W i l h e l m Wittich (Berlin- Grünewald) statt, lieber 70 Teilnehmer aus 25 Orten der verschiedensten Gegenden Deutschlands hatten sich zusammengefunden. Besonders begrüßt wurde das Erscheinen des Verbandsmitgliedes George Wittich, Oberturnlehrer i. R., aus Milwaukee Wis., der im Jahre 1866 als acht­jähriger Junge mit seinen Eltern nach Amerika aus- gewandert ist. Trotz seiner 79 Jahre hat er die Reise aus Amerika nach Deutschland nicht gescheut, um mit seinen Blutsverwandten in Deutschland den Familientag zu feiern. Geschäftliche Beratungen gal­ten den Angelegenheiten des Familienoerbandes und der Familienforschung. Die Nachmittage führ­ten die Teilnehmer in die schöne Umgebung Kassels und die Abende waren fröhlichem Fest gewidmet. Der nächste Familientag findet Pfingsten 1937 in Weimar statt.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Das kräftige atlantische Hochdruckgebiet hat einen Ausläufer auf den Kontinent entwickelt, unter dessen Einfluß am Montag eine wesentliche Wetterbesse­rung eintrat. Ein neuer zwischen Schottland und Island entstandener Wirbel macht sich aber schon wieder zu uns hin bemerkbar, so daß sich wieder stärkere Bewölkung und auch Niederschläge einge­stellt haben. Schlechtes Wetter wie in den letzten Tagen wird sich jedoch -voraussichtlich nicht wieder einstellen, sondern leichte Niederschläge werden immer wieder von Aufheiterung unterbrochen sein.

Aussichten für Mittwoch: Meist be­wölkt, zeitweise etwas aufheiternd, vereinzelte leichte Niederschläge, Temperatur wenig geändert, nord­westliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Fort­dauer der leicht unbeständigen und nicht ganz nie­derschlagsfreien Witterung, aber nicht durchweg unfreundlich.

Lufttemperaturen am 8. Juni: mittags 15,5 Grad Celsius, abends 11 Grad; am 9. Juni: morgens 10,5 Grad. Maximum 16,6 Grad, Minimum heute nacht 9,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Juni: abends 14,7 Grad; am 9. Juni: morgens 12,3 Grad. Sonnenscheindauer 8 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bildens Dr Friedrich Wilhelm Lqnge; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. V. 36: 9760 Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G^ sämtlich in Gießen

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Zur Zett ift Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 gültig.

Ein sanfter Tod erlöste meine liebe Frau, meine gute Mutter und Groß­mutter

Frau Elise Stumpf, geb. Deines

nach kurzem schweren Leiden im Alter von 83 Jahren.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Wilhelm Stumpf, Rentier

Gießen (Nahrungsberg 37), Wiesbaden, den 7. Juni 1936.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 10. Juni, nachmittags 2 Uhr, auf dem Alten Friedhof statt

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Nachruf.

Am 7. Juni verschied unser Füi al Verwalter

Herr Karl Hofmann

im hoffnungsvollen Alter von 23 Jahren. Wir verlieren in ihm einen bewährten Mitarbeiter, der sich durch treue Pflicht­erfüllung und gute Charaktereigenschaf ten bei der Geschäftsleitung sowie bei seinen Arbeitskameraden hoher Achtung und Beliebtheit erfreute. Wir bedauern sein Hinscheiden aufrichtig und werden seiner stets in Ehren gedenken. ;l683i

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