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Gautag Hessen-Mau 8.-12.M in der Gauhauptstadt Frankfurt

jetrussischc Militärbündnis ist ein Beispiel dafür, wienahe" sich geographisch weit voneinander ge­trennte Staaten stehen können, wenn irgendwelche in diesem Falle gewiß nicht gute Absichten sie zusammenführen. Ist es deshalb auch ein Regio- nalpakt? Es war nicht ermutigend, zu sehen, wie hier die alte französische Gewaltpolitik verschämt verhüllt von neuem ausgedrängt werden soll. In dieser Welt ist die Locarno-Konstruktion ein Fremd­ling. Entweder Locarno-Politik, oder Bundnispolitik!

Welche Absichten verfolgt Paris? Reform des Genfer Bundes, Verstärkung seiner Machtmittel, Sicherung des Friedens, alles schöne Worte. Aber was bedeuten sie? Nichts anderes als eine neue Methoden zur Verewigung der heutigen unerträglichen Spannun­gen. Die Unzufriedenheit in der Welt soll nicht mit ihren Wurzeln ausgeräumt, sondern mit bru­taler Gewalt sofortige militärische Sanktionen! niedergeschlagen werden. Das wäre der völlige Bankerott einerHerrschaft des Rechtes", die sich nichts anders zu helfen weiß, als daß sie den Kampf gegen dieGefahren und Bedrohungen des Frie­dens" zu einer wahrlich virtuosen Spezialisierung steigern muß.

Der Fall Danzig ist ein warnendes Beispiel, wohin solche Gewaltmethoden, die unter der Flagge eines verlogenen und verdorbenen Rechte s" segeln, führen müssen. Die Stunde einer wahren Friedensordnung und echten Völker­gemeinschaft schlägt erst dann, wenn der Einsicht Raum gegeben wird, daß die Revision u n a n - wendbar gewordenerVerträge" ein Mittel zur Verhinderung von Konflikten ist, das niemand auf die Dauer ungestraft aus dem Völkerleben verbannen kann.

Erholungsurlaub Edens.

London, 7. Juli. (DNB). Gutem Vernehmen nach hat sich Außenminister Eden am Dienstag auf ärztlichen Rat entschlossen, einen achttä g i - gen Urlaub auf dem Lande zu verbringen. Wäh­rend seiner Abwesenheit wird ihn Lordsiegelbewah­rer Lord Halifax vertreten. Im Zusammenhang damit wird darauf hingewiesen, daß die außenpoli­tischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem abessinischen Konflikt und der Entwicklung der europäischen Lage ergeben haben, zu einer starken Arbeitsüberlastung des Außenministers geführt haben.

Oer österreichische Vizekanzler in Budapest.

B u d a p e st, 8. Juli. (DNB.) Der österreichische Vizekanzler Baar-Barenfels trifft am heuti­gen Mittwoch zu einem mehrtägigen Besuch in Budapest ein. Ueber den Zweck des Besuches wer­den keinerlei Auskünfte erteilt. Der Vizekanzler wird sofort nach feiner Ankunft dem Ministerpräsidenten G ö m b ö s , der sich zur Genesung auf feinem Land' gut in der Nähe von Budapest aufhält, einen Besuch abstatten und nach seiner Rückkehr den stellvertreten­den Ministerpräsidenten D a r a n y a, den Außen­minister vonKanya und den Innenminister von Kozma aufsuchen.

Tschitscherin t-

Moskau, 8. Juli. (DNB.) Der ehemalige Volkskommissar des Auswärtigen Georgij Wassilje­witsch Tschitscherin ist nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren am Dienstag in Moskau gestorben.

Reform der Organisation der gewerblichen Wirtschaft.

Berlin, 8. Juli. (DNB.) Der Reichswirtschafts­minister hat durch einen Erlaß an die Reichswirt­schaftskammer eine Reform der Organisa­tion der gewerblichen Wirtschaft in Kraft gesetzt. Nachdem durch die bisherigen gesetz­lichen Bestimmungen das frühere freie Verbands­wesen der Wirtschaft in die Neuorganisation über­geführt worden war, soll nunmehr diese Verbin­dung bei den Wirtschaftskammern durchgeführt werden. In dem Erlaß wird zunächst die Not­wendigkeit einer selbständigen Organisation der gewerblichen Wirtschaft hervorgehoben, die das Werkzeug der Reichsregierung für die Durchführung ihrer Wirtschaftspolitik und das Bindeglied zwischen Regierung und Wirtschaft sein soll. Die Verbindung von Gruppen und Kammern wird zunächst bei den Wirtschaftskammern erfolgen, wobei die bisherigen Bezirksgruppen der Reichsgruppe Industrie in Jn- buftrieabteihingen der Wirtschaftskammern über­geführt werden. Die Industrie- und Handelskam­mern des Bezirks werden in einer Kammerabtei­lung der Wirtschaftskammer zusammengefaßt, die an die Stelle der aufzulösenden landschaftlichen Zweckvereinigungen tritt. Der Erlaß enthält ferner Bestimmungen über die Regelung der Beiträge und des Haushalts, wobei zwischen Hauptmitgliedern, Fach- und Listenmitgliedern unterschieden wird. Die Beiträge sollen innerhalb jeder Wirtschaftsgruppe nach einheitlichen Maßstäben und in einem Betrage eingezogen werden. Der Erlaß sieht weiter Einzel- beftimmungen zur Vereinfachung der Organisation und zur Erhöhung ihrer Wirksamkeit vor. Die Schaffung eines Ehrengerichtshofes der deutschen Wirtschaft wird in Aussicht gestellt. Der Reichswirt- sckastsminister bringt in Dem Erlaß schließlich zum Ausdruck, daß er nach Durchführung dieser Reform die Organisation der gewerblichen Wirtschaft stärker als bisher in die Tagesarbeit der Wirtschaftspolitik einschalten werde.

Maßnahmen gegen die Hetzpreffe in Danzig.

Danzig, 7. Juli. (DNB.) Auf Anordnung des Danziger Polizeipräsidenten find die Dienstag- Ausgaben der sozialdemokratischenDan­ziger Volksstimme^ und des Zentrumsorgans Danziger Volkszeitung" beschlagnahmt wor­den. Die Hetze dieser beiden Blätter war in zuneh­mendem Maße dazu angetan, fortgesetzte Unruhen zu erzeugen und die Danziger Regierung auch außenpolitisch in peinliche Lagen zu versetzen. Dor allem muß einmal mit aller Deutlichkeit festgestellt werden, daß die Beziehungen Danzigs zum Reich auf die Dauer nicht durch die unausgesetzte Hetze dieser Organe gegen das Dritte Reick und seinen Führer belastet werden können. In der Danziger Bevölkerung besteht der dringende Wunsch, daß den beiden Hetzlbätten das Handwerk end­gültig gelegt wird.

Das Volksfest am Gautag.

Die Amtsleiter der Bewegung, die am 11. Juli in 21 Arbeitstagungen ihre ganze Aufmerksamkeit auf die großen Ausgaben, die ihnen der Führer ge­stellt hat, richten müssen, sollen am Samstag- und Sonntagabend Gelegenheit haben, zusammen mit der Beöölkeruna von Groß-Frankfurt einige Stun­den heiterer Lebensfreude zu genießen.

Hier auf Dem Platze des Volksfestes werden sich alte Kampfgenossen treffen, viele, Die sich seit Jahren nicht gesehen unD gehört haben, werben sich Die HänDe Drücken unD in Der Erinnerung gemeinsamer Erlebnisse Den Tag beschließen.

Auf Dem Platz an der Bismarck-Allee, der seit der Reichsnährstands-Ausstellung seine Eignung für Derartige Veranstaltungen bewiesen hat, wird Die NS.-GemeinschaftKraft Durch FreuDe" im Auf­trage Der ©oulcitung Diesen heiteren Teil Des Gau­tages Durchführen. Im Mitelpunkt Des Platzes roirD ein großartiger Musikpavillon errichtet; zwei Tanz­böden werden allen Tanzlustigen selbst bei drückend­er Hitze genügend Platz bieten. Aber nicht nur Nusik und Tanz, auch Varietsvorführungen wer­den durchgeführt. Zwischen den einzelnen Darbie­tungen finden Sportvorführungen des Sportamtes der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" und des Reichsbundes für Leibesübungen statt. Ferner werden die Werkskapellen und Werkchöre, die be­kanntlich bei Der DolksfenDeraktion besonDers her- Dorgetreten sinD, mitwirken. Der ArbeitsDienst zeigt einen großen Volkstanz; ein MunDharmonika- orchester roirD mit seinen Vorführungen beweisen, Daß auch Dieses Instrument zur Pflege guter Volks­musik geeignet ist; eine hessische Spielschar wirb mit heiteren Spielen Die Zuschauer erfreuen.

Die Zusammengehörigkeit all Dieser Veranstal­tungen ist Durch einen Ansager gewährleistet, Der mit humorvollen Worten Das Fest unD Die Stim­mung Der Teilnehmer lebenDig halten roirD.

Neben Diesen Darbietungen roirD ein umfang­reicher Vergnügungspark für Die Unterhaltung aller Anwesenden sorgen. Nostbratereien, ein Ochs am Spieß, Zuckerwaren- und EisstänDe, Schiehhallen, Schiffschaukeln, Karussells unD viele anDere heitere

Paris, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der so­zialistischeP o p u I a i r e" macht Die Feststellung, Daß Italien sich an Der Besprechung Der Mittel- meerfrage nicht beteiligt. Es sinD Wünsche unD zugleich auch Forderungen, Die Das Blatt in sei­nem Leitartikel an Die Adresse Englands richtet. Frankreich habe Den lebhaften Wunsch, Daß Ita­lien mit gleichen Rechten an Der Mittel­meerpolitik teilnehme. Die einzige Möglichkeit Dazu sei aber Der feste Wille, in Montreux zu schnellen und befrieDigenDen Ergebnissen zu kommen. Es han- Dele sich nicht Darum, Italien nach faschistischer Art vor vollendete Tatsachen zu stellen.

Immerhin müsse man Mussolini zu verstehen geben, daß Der Abschluß eines 2U i 11 e t meer- pattes durch keineErpressung" verhindert oder auch nur verzögert werden könne. Denn Der Mittelmeerpakt sei einer der wichtigsten Trümpfe der kollektiven Sicherheit.

Die Locarno-Besprechungen in Brüs- s e l werden, wie der Pariser Berichterstatter des Jour" zu wissen glaubt, erst am 22. Juli be­ginnen, und er glaubt auch, daß Italien sich beteiligen werde, wenn Deutschland nicht ver­treten sei. In diesem Falle könnten Die Besprechun­gen um acht Tage ooroerlegt roerDen. Der Außen­politiker desEcho de Pari s" glaubt nicht, daß Die Vertreter EnglanDs, Frankreichs unD Belgiens sich bereits über ein Programm für Diese Bespre­chungen geeinigt hätten. Die Genfer Unterhaltun­gen seien außerordentlich ungünstig gewesen. Schon jetzt kündigten sich große Schwierigkeiten an.

Rom wende sich Dagegen, Daß Die oorüber- gehenDen militärischen Abkommen EnglanDs mit Der Türkei unD GriechentanD zu Dauer­abkommen würben. Außerdem wolle Rom ab- warten, bis die englische Admiralität die Stärke ihrer Mittelmeerstreitkräfte auf den Stand herabseht, wie er vor Der abessinischen Krise war. Schließlich ergebe sich auch wahrscheinlich, Daß Italien nur mit DeutschlanD zusammen in Den Locarnokreis zurückkehren wolle.

Dies behagt dem Verfasser des Artikels nicht. Er tritt dafür ein, daß England, Frankreich und Belgien sich über ein gemeinsames Auftreten einigen auf Grund folgender Punkte: Verteidigung der französischen und bel­gischen Grenzen, Uebereinstimmung der militärischen Vorbereitungen der drei Länder, Feststellung der Haltung betreffs Mittel- und Osteuropas. Dürfe man Osteuropa sich selbst überlassen, oder bis zu welchem Grade müsse man Da Helsen? Die Absichten Der französischen Diplomatie Darüber seien seit langem festgelegt, aber LonDon habe sich niemals klar aus­gelassen.

Hemmungen in Montreux.

Montreux, 7. Juli. (DNB.) Die Meer­engenkonferenz unterzog am Dienstag Die Bestimmungen des englischen Entwurfs über Die Durchfahrt von Kriegsschif- fen und Deren Aufenthalt im Schwarzen Meer in Friedenszeiten einer vorläufigen Durch­beratung, bei Der eine Reihe wichtiger Punkte in Der Schwebe blieb. Zu Artikel 11 des englischen Entwurfes, Der ganz allgemein eine Tonnagebe­grenzung für Die Durchfahrt Vorsicht, stellte Die türkische Abordnung einen AbänDerungsantrag, wo­nach Die Kriegsschiffe von Uferstaaten des Schwarzen Meeres nicht an Diese Grenzen gebunDen sein sollen. Dieser AbänDerungsantrag soll Den russischen 28 000-Tonnen-Schisfen jeder- zeitige Ausfahrt nach Der O st s e e unD nach Ostasien ermöglichen. Ein Beschluß rourDe nicht gefaßt, nach- Dem sich der englische Vertreter Die Stellungnahme feiner Regierung vorbehalten hatte. Auch über Artikel 14 Des englischen Entwurfes, der Kriegs­schiffbesuche auf Einladung der türkischen Regierung von der allgemeinen Tonnagebegrenzung ausschlie- ßen will, wurde noch keine Einigung erzielt.

Die Aussprache über die Höchsttonnage Der zum vorübergehenDen Aufenthalt im Schwarzen Meer zugelassenen Streitkräfte von Nichtuferstaaten

Dinge werben Dem Geschmack eines Jeden Rech­nung tragen.

Von ganz besonDerem Interesse wird die Verlo­sung von KDF.-Fahrten sein: Für 20 Pf. kann jeder eine Seereise gewinnen. Die Auslosung Der Gewinne erfolgt am Sonntagabend 20 Uhr.

Arn Montaanachrnittag beim Kehraus wird an einem Kinderfest sich besonders die Sportjugend beteiligen, der Dort eine ganze Reihe freuDiger Ueberraschungen bevorsteht.

Das Riefenfeuenvert.

Der Gautag wird am Sonntag um 23 Uhr mit einem Riesen-Feuerwerk auf Der alten Mainbrücke beenDct. Leider ist es nicht möglich, daß alle Gau- tag-Teilnehmer dieses grandiose Schauspiel ge­nießen, Da Die Sonderzuge bereits abgerollt sind. Aber Die gesamte Frankfurter Bevölkerung unD Die Der umliegenden Bezirke werden Gelegenheit haben, Zeugen dieses herrlichen Schauspiels zu fein. Für Die in Frankfurt liegenDen Truppen roirD Der Zapfenstreich eigens roährenD Des Feuerwerks ver­längert roerDen. Das Feuerwerk gliedert sich in 7 Teile und zwar:

Beginn: Eine Signalbombe fchwersten Kali­bers zeigt Den Beginn des Grohfeuerwerkes an.

Teil 1. Einleitung: Rollsalve aus 10 Blitz­bomben mit schwerem Schlag sowie 10 Blitzdonner- granaten schweren Kalibers; 200 Blitzknallraketen steigen unter Sirenengeheul fast gleichzeitig hoch; 50 Pots ä feu entwickeln schlagartig riesige Feuer­garben von bunten Sternen, elektrischen Kreiseln mit Blitzknall; 10 Prachtbomben mit herrlichen Leuchtbuketts steigen auf; 10 Derwandlungsbornben in je Dreimaliger Verwandlung bilDen immer neue Farbenbilder und enden mit 60 Bombenschlägen; 5 Fallschirmbomben zeigen neuartige Verwand- lungsbilder.

Teil 2. Luftfeuerkampf: 10 Blitzgranaten steigen in rascher Folge hoch; 100 Feuerröhren er­zeugen eine Schlacht aus 2000 bunten Strahlen- fternen; 50 Spezialbombenröhren schießen glitzernde Leuchtbälle hoch; 8 drehende Feuerräder in Gold steigen frei auf; 50 Feuerminen mit Massenaufstieg

von Leuchtbuketts; 4 Feuerkronen in zweimaliaer Verwandlung steigend, fallend und erneut in Silber steigend; 3 Blumenkörbe mit je viermaliger Dom- bettenverwandlung; 20 große Kegelbomben fliegen hoch, mit elektrischen Edelroeihsternen, Flimmer und Chrysanthemen. Bomben-Parade: 20 Riesengrana­ten in Kaliber von 13, 15, 17, 18, 20 und 24 Zenti­meter bis 3U einem Einzelgewicht von 12 Kilo­gramm werden in die Luft geschleudert und zeigen kunstvolle Effekte und herrliche Verwandlungen, bis zu 16 Bilder aus einer Granate.

Teil 3. Goldregen über Frankfurt. Zehn Süßbonnergranaten großen Kalibers; 100 Raketen mit Serpentosen, Chrysanthemen, bunten Schweifsternen; 100 Raketen mit roten Leuchtket- ten, langsam übergehend in Goldperlschnüren; 300 Bombettenbomben mit leuchtendem Goldregenfall bis fast zur Erde; zehn riesige Goldspinnbomben mit mächtigen Polypenarmen, die sich am Ende wieder teilen.

Teil 4. Die Riesen-Feuer-Welle. Un­ter mächtigem Getöse, daryestellt durch 100 heu­lende Sirenen, wälzt sich eine feurige Riesenwelle in helleuchtendem elektrischem Silberfeuer in 100 Meter Breite nieder; 400 smaragdgrüne Sterne mischen sich wie aufspritzende Wasserperlen dazwi­schen, zehn Bomben mit Silbertropfregen und Ru­binsternen erheben sich Darüber.

Teil 5. Fronterleben. 500 Feuerschrapp- nells, Blitze und Schläge leuchten auf; Maschinen­gewehrfeuer knattert dazwischen, Signalleuchtsterne gehen hoch; 1000 schwere Blitzschläge, Bomben, Luftgranaten eröffnen Das Trommelfeuer; 20 auf- füegenDe Feuerminen; 30 Flammenwerfer schleu- Dern ihre Geschosse; 50 Bomben und Granaten fliegen hoch.

Teil 6. In roter Feuerglut leuchtet das Gelände, Dargefteüt durch eine intensive Bengal­beleuchtung Der Mainbrücke und Insel.

Teil 7. Siegesfinale. 100 einzelne Bom­beneffekte entwickeln in ununterbrochener Folge riesige, prächtige Feuerbilder am Himmel; 300 Bombenschläge mischen sich mit Getöse dazwischen; vier Riesengranaten mit je zwölfmaliger Verwand­lung bilden den Abschluß.

Von Montreux bis Brüssel.

Allerlei Hemmungen in der Dardanellen -Frage. pariser Hoffnungen und Forderungen.

konnte am Dienstag noch nicht abgeschlossen wer­den. Der zulässige Höchstanteil einer einzelnen Macht an dieser Gesamttonnage wurde von Drei Vierteln auf zwei Dritteln herabgesetzt, ebenso die normale Aufenthaltsdauer von vier Wochen auf Drei Wochen. Die vom englischen Entwurf vorge­sehene Ausnahme von der Tonnagebegrenzung zu­gunsten humanitärer Zwecke ein Begriff, der noch nicht näher erläutert worden ist veranlaßte

Die Türkei besteht aus ihrem Recht.

Istanbul, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die türkische Presse beschäftigt sich eingehend mit Der jüngsten Entwicklung, Die Die Verhandlungen in Montreux genommen haben. Nach türkischer Auffassung ist es von entscheidender Bedeutung, daß alle Verhandlungspartner in Montreux Das Recht Der Türkei auf Befestigung Der Meerengen a n - erkannt haben.

Die Gegensätze, Die sich bezüglich des D u r ck f a h r t s r e ch t s fremder Kriegs- schiffe gezeigt haben, müssen nach Ansicht der Blätter von Den Daran beteiligten Mächten Eng- lanb, Sowjetunion unD Frankreich unter sich aus­getragen roerDen. Hieran fei Die Türkei weniger interessiert. Ihre grunDsätzliche Bereitwilligkeit, fremDe Kriegsschiffe Die Meerengen in beiDen Rich­tungen passieren zu lassen, sei im türkischen Ent­wurf zum AusDruck gekommen. Einzige Bedingung Der Türkei sei, daß die Durchfahrtszeit Der fremDen Flotte innerhalb Der Meerengen so ge­halten roerDe, Daß keine unmittelbare B e« Drohung Der türkischen Sicherheit zur See unD zu LanDe Daraus entstehe.

Wenn über die Einzelheiten des Durchfahrts­rechtes vorläufig keine Einigung unter Den Großmächten zu verspüren sei, so wünsche Die Türkei, Daß Diese Frage zu einem späteren

Pessimismus in London.

London, 8. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die führenden Morgenblätter beurteilen Die Aus­sichten Der Meerengenkonferenz in Montreux mit auffallendem Pessimismus.

D a ily Telegraph" stellt fest, daß bisher keine Mitteilung von Italien einge­gangen fei und daß mit einer Zustimmung Italiens zu Den geplanten Abkommen wahrscheinlich nicht gerechnet werden kann.

Italien bleibe Der europäischen Politik weiter­hin fern. Es wolle Die Aufhebung Der Sanktio­nen nicht als Beweis Dafür gelten lassen. Daß Die Bölkerbundsstaaten bereit seien. Die Ver­gangenheit zu vergessen. Diese Auffassung Italiens sei übrigens zutreffenD.

Die Lage in Montreux werde dadurch erschwert, daß ohne Die Zustimmung Italiens Die Meerengen- konvention nicht rechtsgültig abgeänDert roerDen könne. Das äußerste, was Daher voraussichtlich in Montreux erzielt roerDen könne, sei eine Verein­barung zwischen Den anderen Mächten über Die Grundsätze und Die Bedingungen und Die Ausarbeitung eines Abkommens, dem Italien zu­stimmen konnte. Durch Die Dardanellen- frage seien beinahe sämtliche Stosse Der inter­nationalen Politik aufgerührt worben.

So wolle die französische Abordnung im Hin­blick auf Den französisch-sowjetrussischen Pakt Durch Die neue Konvention nicht nur Die Durch­fahrt für Schiffe, fonDern auch Die Aeberftie- gung Der Meerengen sichern. AnschelnenD schwebe Den Franzosen vor. Daß eine zur Un­terstützung Frankreichs bestimmte sowjetrus­sische Luftflotte in Der Lage fein müsse. Die Meerenge zu passieren. Rur auf Dem Weg über Die Dardanellen könne eine Luststreil-

eine längere Aussprache. Im übrigen bemühe sich der Präsident um eine Vergleichslösung, deren Einzelheiten das technische Komitee ausar­beiten soll.

Die französische Abordnung äußerte erneut Vorbehalte hinsichtlich der Unterscheidung der einzelnen Kriegsschifftypen und beantragte eine Sonderregelung für Die Stationsschiffe der in der europäischen Donaukommission vertretenen Mächte.

Zeitpunkt entschieden werde, sie lehne es aber ab, Die Befestigungsarbeiten in Zusammenhang hiermit auch auf unbe­stimmte Zelt hinausschieben zu müssen. 3n Den maßgebenDen Zeitungen finben sich Deutliche Warnungen an Die ADresse Der in Montreux Versammelten, Die Festlegung Des türkischen Anspruches auf Sicherheit nicht länger hinauszuschleben, well sich sonst Die Türkei genötigt sehen würDe, Diesem Anspruch nach eigenem Ermessen Geltung zu verschaffen.

Der englische Gegenvorschlag hat, wie eine Mit­teilung der Anatolischen Agentur besagt, in Re­gierungskreisen Ankaras keinen gu­ten Eindruck hinterlassen. Man hegt in An­kara Befürchtungen über das Schicksal Der Konferenz und bereitet durch die Presse die Oeffentlichkeit auf ein mögliches Scheitern der Verhand­lungen wegen Der Ein- unD Ausfahrt in und aus Dem Schwarzen Meer vor.

Die Weigerung Italiens, an der Kon­ferenz von Montreux teilzunehmen unD Deren Be­schlüsse anzuerkennen, roirD in Der Türkei als U n - freundlichkeit aufgefaßt. Jedoch mißt man Dieser Haltung keinen praktischen Einfluß auf Die künftige Gestaltung Des Meerengenregimes bei.

macht schnell nach Frankreich kommen, ohne Das Gebiet eines anderen Staates passieren zu müssen.

Der Meinungsaustausch über diese Frage sei bis­her vorläufiger Natur gewesen. Schon dabei aber habe sich gezeigt, daß Moskau Dem Plan nicht sehr gewogen sei. SowjetrußlanD be­fürchte anscheinend, daß dann auch fremde Luft- streitkräfte die Meerenge passieren und das Schwarze Meer für eine Opera- ti o n 5 b a f i 5 benutzen konnten. Frankreich fei ferner bemüht, für russische, nach dem fran­zösischen Mittelmeerhafen bestimmte Truppentransporte Durchfahrt zu erhalten. England ergreife zu dieser Frage keine Partei.

In sowjetrussischen Kreisen der Konferenz hat man anscheinend jetzt den Eindruck, daß Die West­mächte und besonders England von Der Vit­ro i n o w s ch e n Theorie des unteilbaren Friedens abrückten und daß die Westmächte mehr und mehr davon Abjtand nehmen, Verpflich­tungen zur Unterstützung Sorojetrußlands zu über­nehmen.

DerTime s" - Korrespondent in Montreux schreibt, daß Der c n a l i s ch - r u s s i s ch e Mei- nungskonflikt auf der Meerengenkonferenz hartnäckiger Natur sei. Im besten Falle werde die Konferenz längere Zeit dauern als vorgesehen,

Die Unruhen in Palästina.

Eine neue Warnung des ÖberkomrnissarS.

Jerusalem, 8.Juli. (DNB.) Oberkommissar W a u ch o p e richtete am Dienstagabend erneut eine Rundfunkansprache an die Bevölkerung Palästinas. Er kündigte die baldige Beendi­gung der Terrorakte durch Militär an und teilte