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Mittwoch. 8.)uli 1936

Ur. 137 Erstes Blatt

186. Jahrgang

Eichener Anzeiger

des

nehmen.

Der große Irrtum

Don Dr. Sans von Malottki.

Der erste Nugzeugstart vom neuen Flughafen AhrM'Rain: nach Südamerika!

Die erste Verkehrshandlung im neuen Flughafen Rhein-Main steht im Zeichen des deutschen Flug­dienstes nach Uebersee. Ein Zufall will es daß das erste Flugzeug, das im neueröffneten Flughafen ab- aefertiat wird, das planmäßige S) e i n k e l- Schnellflugzeug der deutschen transatlanti­schen Flugzeugstrecke nach Südamerika ist. Wie allwöchentlich, erfolgt in den frühen Morgen­stunden des Donnerstags der Start zur ersten Streckenetappe der großen deutschen Flugstrecke, die von Frankfurt a. M. über SevillaLas Palmas BathurstPernambuco nach Rio de JaneiroBue­nos AiresSantiago (Chile) führt. Die Schnellflug­zeuge durchmessen diese Entfernung (etwa 15 000 Kilometer) in einer Flugzeit von nur 3 bis 4 Tagen. Die Anschlußpost aus allen Reichstellen trifft mit den Nachtflugzeugen gegen Mitternacht im alten Flughafen Rebstock ein, gelangt hierauf zum Bahn­postamt zur Umbehandlung und tritt um 5 Uhr die Reise über den Südatlantik an. Es ist ein ver­heißungsvoller Auftakt für die Zukunftsentwrcklung des neuen Flughafens, daß auch er, ebenso wie das Gelände des Luftschiffhafens, seine Verkehrsarbeit im Dienste der deutschen Weltflugstrecken beginnt. So öffnet Frankfurt auch im neuen Flughafen das Tor in die Welt!

Zubringerdienst für Lustreisende zum Flughafen Hhein-Main.

Am kommenden Donnerstag, 9, Juli wird der gesamte Flugdienst der Deutschen Lufthansa nach dem Flug- und Lusischisfhasen Rhein-Main nertegt. Mit Betriebsbeginn dieses Tages starten und lan­den sämtliche Verkehrsflugzeuge im neuen Hasen.

Zur schnellen und bequemen Beförderung der aus Frankfurt abreisenden und ankommenden Flug­gäste zwischen Stadtzentrum und Flughafen wird vom 9. Juli ab wieder ein besonderer Zubrmger- dienst für Luftreisende eingerichtet. Auf Grund einer .zwischen der Deutschen Lufthansa und der Straßen­bahnverwaltung getroffenen Vereinbarung wird die­ser Dienst von den auf der Lmie L (Oberforst- haus-Flughafen) verkehrenden Grotzkraftwagen mit durchgeführt. Die Wagen verkehren ab Hlndenburg- platz 10 (Verkehrsoerein und Luftreiseburo der Luft­hansa) in unmittelbarem Anschluß an jedes ab­fliegende und ankommende Flugzeug. Die Abfahrt

Es ist ein herrliches Werk, das in Frankfurt ent­standen ist, ein Denkmal deutscher Tüchtigkeit und ein neuer sichtbarer Beweis der friedlichen Aus- bauarbeit des nationalsozialistischen Deutschland. Wir alle wissen, wie sehr der Führer von den Ideen beherrscht ist, deren Verwirklichung dem deut­schen Volke, wie der Menschheit überhaupt von Nutzen ist. Hat er nicht durch sein mutiges Zu­packen, durch die Aufrüttelung des wie hypnotisiert auf die Arbeitslosigkeit starrenden deutschen Volkes gezeigt daß es möglich ist, dem eigenen Volksge­nosten'und damit auch anderen Volkern Gutesi ju erweisen? Denn darüber gibt es doch keinen Streck, daß mit der schrittweisen Ueberwlndung der Wirt­schaftskrise in Deutschland dem Ausland gezeigt roortjen ist, welcher Weg zur^Bekämpfung der«Not eingeschlagen werden muh. Deeses Ausland konnte aber auch noch an dem deutschen Ausschwung t-ll-

gungen und Berechnungen: es zielt auf das ab, was durch Locarno, als echten Regionalpakt. gerade oer- hindert werden soll: die Eingriffsmo glich- feit von Möchten in Räume, zu denen f j e nicht gehören und in denen ste deshalb auch nie natürliche Interessen, sondern nur willkürliche machtpolitische Bestrebungen verfolgen können. Auf der Sicherung solcher Einflußnahmen und Elngriffs- möqlichkeiten über die eigene Region, hen Westen Europas, hinaus beruht die ganze französische Nach­kriegspolitik, freilich auch die schwere Erschütterung und^Verzerrung des natürlichen europäischen Lebens

Frankreichs Außenminister hat m Genf das Un­mögliche möglich machen wollen: diese überregio­nale keine Begrenzung der Interessen kennende Vormachtspolitik regional zu frisieren und ihr so eme vom Völkerbund auszustellende Harmlosigkecks^ beicheiniqunq zu verschaffen. Der logische und tat­sächliche Widerspruch dieses allzu kühnen Beginnens verbarg sich hinter dem Doppelspiel mit dem Be arM Interessen". Frankreich mochte einerseits m den Regionalpakten Staaten zusammenfassen, die

durch die geographische Lage, also durch ihre natür­lichen Interessen verbunden sind. Das ist em Ge­danke, über den man reden könnte. Das Locarno- Motiv zum Beispiel stammt hieraus, und eine regionale Organisierung Europas könnte vielleicht durchaus saubere und übersichtliche Verhältnisse be­wirken. Das wäre aber auch das Ende der franzö­sischen Vorherrschaftspolitik. Will Frankreich sich zu vernünftiger Selbstbescheidung ver­stehen, will es endlich davon ablassen, willkürlich Machtgewichte zusammenzuschalten, die die natür­liche Struktur Europas entstellen? Durchaus nicht! Denn es sollen auch jene Staaten Neglonalpake bilden dürfen, diegemeinsame Interessen Haven und dadurch verbunden sind. Dies ist die Tur, durch die die französischen Bündnisse von den anderen Mächten hereingelassen werden sollen. Mi t re gionaler Organisation h«t dieser Vorschlag nichts mehr zu t u n Er fW in schärfstem Widerspruch dazu Gemeinsame In er essen können Staaten verbinden die räumlich durch ganze Erdteile getrennt sind. Das franzosisch-sow

am Hindenburgplatz erfolgt jeweils 3540 Minuten vor dem Abflug. Soweit die Wagen nicht voll mit Fluaaästen besetzt sind, können sie auch von Be­suchen des neuen Flug- und Lustschiffhafens be­nutzt werden.

Graf Zeppelin" kommt nicht zur Flughafenweihe.

LVD Frankfurt a. M., 7. Juli. Das Luft­schiffGraf Zeppelin" wird nach einer Meldung der Deutschen Zeppelin-Rederei ferne an­läßlich der Einweihung des Flug- und Luftschiff- Hafens Rhein-Main geplante Landung m Frank­furt a. M. leider nicht ausführen können. Das Luftschiff, das erst am Montag spät abends von seiner letzten Südamerikafahrt zuruckgekehrt ist, tritt bereits Mittwoch abend seine nächste Ausreise nach Südamerika von Friedrichshafen aus an, wo in der Werst eine genaue Kontrolle des Luft- chiffes erfolgte. Aus technischen Gründen und im Interesse der pünktlichen Durchführung des Sud­amerika-Dienstes muß voraussichtlich auch der Plan, den Graf Zeppelin" bei seiner morgigen Ausreise nach'Südamerika den neuen Lusthafen Rhein-Main überfliegen zu lassen, aufgegeben werden Da der Graf Zeppelin" nämlich auf seiner Reise außer mit 20 Fahrgästen und der üblichen Post und Fracht auch durch eine größere Ladung von Maschinener­satzteilen. die zur Förderung der deutschen Ausfuhr äußerst wertvoll sind, schwer belastet ist, kann der Start in Friedrichshafen mit Rücksicht auf die warme Witterung erst in den spaten Abendstunden erfolgen, so daß das Luftschiff erst nachts über Frankfurt eintreffen würde. Abgesehen davon wurde sich aus Zeitmangel ein Umweg über Frankfurt kaum ermöglichen lassen, da derGraf Zeppelin rechtzeitig in Sevilla eintreffen muß, um dort die von der Deutschen Lufthansa nachgebrachte deutsche Transozeanpost zu Übernehmen und ste dann pünkt­lich in Südamerika abzuliefern. Das Lufts chiN

Hindenburg" wird daher am Mittwoch als einziges Luftschiff in Frankfurt anwesend sem kön­nen Bei geeigneter Wetterlage wird m den Abend­stunden eine kurze Charter-Rundfahrt mit gelade- ; nen Gästen für die Südwestdeutsche Flugbetnebs- ; AG. stattfinden.

Europas Weltflughafen bei Frankfurt a. M.

Heute nachmittag als Auftakt zum Gautag Hessen-Nassau der NGOAp. feierliche Einweihung des Flug- und LustschiffhafensMein-Main".

Werk durchgeführt. 50 000 Festmeter Holz wurden geschlagen, der Boden wurde eingeebnet, und schon bald folgten die Bauhandwerker, um für die Deutsche Lufthansa Flugzeughallen zu bauen für die Deutsche Zeppelinreederei aber die Riesenhalle zu errichten, die dasHotel der deutschen Zeppelin- lustschisfe" sein soll, wenn sie zu kurzer Rast von ihren Atlantikfahrten zurückgekehrt sind. Nicht weniger als 2500 Tonnen Stahl wurden in die Halle hineingebaut, 750 000 Nieten wurden in das Eisengerippe geschmiedet, bis der 51 Meter hohe und 275 Meter lange, mit einem fahrbaren Anker­mast ausgerüstete Bau stand, der schon vor der offiziellen Eröffnung dieses neuen Flughafens fei­ner Bestimmung zugestihrt werden konnte. Blickt man hinüber zu den Verwaltungsgebäuden, der Postanstalt, der Zollabfertigung und allen sonstigen Einrichtungen einer modernen Flugverkehrsanstalt, dann gewinnt man einen ungefähren Eindruck von der Bedeutung dieses Flughafens.

land allein war es, das mutig und unverzagt an feinen Zeppelin glaubte und auch daran ging, ihn in den Dienst des alle Völker verbindenden Ver­kehrs zu stellen. Wir wissen, daß mit dem deutschen Glauben auch der Glaube der anderen wieder ge­wachsen ist, und wir sehen bereits vor unserem aeiftigen Auge einen Weltluftverkehr sich abwickeln, der ähnlich dicht sein wird roi? der internationale Flugzeugverkehr. Nur ist eben das Flugzeug sur die Kurzstrecken vorteilhafter, wahrend die Starke Zeppelins darin besteht, daß er Langstrecken mit Leichtigkeit meistert und auf diesen langen, mehrtägigen Fahrten seinen Gasten alle Bequem­lichkeiten zu erweisen vermag.

Noch sind allerdings die politischen Voraussetzun­gen für die Ankurbelung eines Weltverkehrs, wie er doch kommen wird, nicht geschaffen. Wir brauchen nur den Blick nach dem Osten und nach dem Sud- osten zu wenden, um das für den Luftschlffverkehr unerschlossene weite Gebiet vor uns ausgebrecket zu sehen ' das nach diesem Verkehrsmittel förmlich chreit. Es gibt aber Gründe, die es eben den m diesen Räumen herrschenden politischen Kräften nicht angebracht erscheinen lassen, einem Luftschiff de? nationalsozialistischen Deutschland den Weg[frei- zugeben. Aber deswegen wird der Weltflughafen Rhein-Main" bei Frankfurt a. M. in seiner Be­deutung für Deutschland, für Europa und darüber hinaus für die ganze Welt nichts eickbußen.

Das deutsche Völk darf stolz auf dieses Werk fern, dieses Stück der friedlichen Arbeit des Deutschlands lAdolf Hitlers.

möchte man die Meldungen der englischen Presse über de? konstruktiven" Charakter der geplanten Locarno-Konferenz deuten können. Denn nichts stand der neuen Vereinbarung Deutschland, such^D?utschland^ech°/'Schüld unä' dementsprechend L SAumuten. bis non uns u. keiner W- e

mtschlieken könnte. Bemühungen m diesem Stnnc roaaertrng5Iin^inV$unVtafinb neue Sdjmierig- kellen uorLszusehen. Dann nämlich.

Zum Handel und Wandel einer fortschreitenden 1 Welt gehört auch der Flugverkehr. Deutschland, von jeher vorbildlich, hat auf diesem Gebiete Unendliches geleistet, es hat Leistungen vollbracht, obwohl es von außen her mit aller Macht daran zu hindern gesucht wurde. Deutsche Verkehrsflugzeuge genießen Weltruhm, sie sind in allen Winkeln und Falten unseres Erdballes zu finden. Und der deutsche Luft­verkehr kann für sich in Anspruch nehmen, der beste und umfassendste zu sein. Zu dem Flugzeug kam das Zeppelinluftschiff, das Werk eines schöpferischen und nicht niederzubrechenden Geistes. Als Graf Zeppelins Luftschiff in den letzten Vorkriegsfahren die Gegend überflog, die heute den Flughafen Rhein-Main beherbergt, da träumten nur die kühn­sten Träumer von einem Vorstoß mit dem Luftschiff über die Grenzen des Reiches hinaus, zum Nord­pol oder zum Südpol, zum Aequator oder nach dem weck entfernten Osten. Zwischen diesen Traumen und der heutigen Wirklichkeit liegt em langer Weg, ein Weg, den noch einmal zu beschreiten der Führer durch seine unbeirrbare Friedenspolitik unserem Volke und auch der Menschheit ersparen will Das deutsche Luftschiff hat sich der Ungunst der Zecken zum Trotz behaupten können, es ist heute aus dem Weltflugverkehr nicht mehr wegzudenken, und es wird in diesem Verkehr immer bleiben.

Biele hundert Ausländer haben in den Fahren des Luftschiff-Südatlantik-Dienstes ihre Reisen zwi­schen beiden Erdteilen unternommen, und mit jeder Fahrt über den Nordatlantik wächst die Zahl der ,

begeisterten Anhänger des Luftschiffverkehrs. Deutsch- Adolf Hitlers.

Wenn Frankfurt ausersehen wurde, von nun ab der Ausgangspunkt des regelmäßigen Luftschiffver­kehrs nach dem amerikanischen Festland zu werden, so hat das seine guten Gründe. Friedrichshafen eignete sich wegen der meteorologischen Bedingungen nicht Schon seit langem hielt man die rheinische Tiefebene für die gegebene Ausgangsstelle des Zep­pelinverkehrs. Frankfurt, das Herz des wichtigen Rhein-mainischen Wirtschaftsgebietes, war für die Aufnahme des Weltflughafens wie geschaffen. Hier kreuzen sich zahlreiche internationale Eisenbahn­strecken, hier läuft der Schiffsverkehr des Rheins und des Mains zusammen. Hier treffen sich Stra­ßen die aus allen Richtungen aufeinander zustre­ben, hier befindet sich der Schnittpunkt zweier wichtiger Reichsautobahnen, und hier knoten sich auch die Luftverkehrslinien der Deutschen Lufthansa, ebenso wie die Strecken, die nach dem Ausland fuh­ren. Nicht weniger als 19 Linien des Personenluft­verkehrs und acht Linien für Post- und Luftexpreß­gut vereinigen sich in Frankfurt am Main. Es lag also auf der Hand, daß nur Frankfurt Ausgangs­punkt des Luftschiffverkehrs werden konnte, der zu­nächst seinen Blick nach dem Westen gerichtet hat und auch richten mußte, weil das Flugzeug noch nicht so weit ist, die Personenbeförderung über den Ozean zu übernehmen. Aber wie die Deutsche Luft­hansa nun schon seit Jahren den Post- und Eck- güterverkehr über den Südqtlantik in planmäßigen I Flügen bewältigt, so wird sie demnächst auch unter Benutzung eines schwimmenden Stützpunktes über ' die Bermudas hinweg ihre Flugzeuge von Deutsch- i land aus nach Nordamerika starten lassen.

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General-Anzeiger für Oberhessen ZWZ

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StanWaSin 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitSlr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 M-Ngenabschlüss-Staffel ö

Das große, vor zweieinhalb Jahren begonnene Werk ist vollendet. Europas Weltflug­hafenRhein-Main" ist bereit, feine bedeut­samen Aufgaben im Rahmen des internationalen Luftverkehrs zu erfüllen. In unmittelbarer Nähe von Frankfurt a. M. liegt der eine Pfeiler der großen Doppelbrücke, die über den Atlantik hinüber­schwingt, um in Lakehurst auf der nördlichen und in 9t i o auf der südlichen Hälfte des amerika­nischen Kontinents zu enden.

Am 2. Januar 1934 schlug Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger zur feierlichen Eröffnung der Arbeit den ersten Baum im Frankfurter Wald an. Dann wurde mit frohem Eifer das

Mit tiefer Anteilnahme und innerer Bewegung verfolgt das deutsche Volk den Kampf, den Danzig ' um seine natürlichsten Rechte führt. Er ist durch den mannhaften Vorstoß des Danziger Senatspräsiden­ten in einen neuen, entscheidenden Abschnitt getre­ten und greift tief in das Gefühlsleben der Danziger Bevölkerung, wie in die gesamte europäische Lage. Die Forderung nach Neuregelung der Dan­ziger Beziehungen zum Völkerbund ist eine wahre Friedensaktion. Sie wahrt die Rechte und Interessen Polens und soll im Innern jene erträglichen Verhältnisse schaffen, die dieFreie Stadt" in Fesseln schon lange hat entbehren müssen. Sie fügt sich damit in einen größeren Vorgang, der der heutigen Zeit und der gesamten internatio­nalen Politik seinen Stempel aufdrückt: in das große Ringen um bie Ausräumung je­ner unerträglichen Spannungen und unnatürlichen Verhältnisse, die seit 1919 das europäische Leben bedrücken. Hier liegt die große Aufgabe des Völker­bundes und der gesamten europäischen Politik, und auch der Fall Danzigs wikd eine Bewährungs­probe fein, der sich Genf nicht entziehen kann.

Deutschland, durch die Schule bitterer Er­fahrungen und Erkenntnisse gegangen, hat mit Wort und Beispiel befreiende Wege gewiesen. Aber diese Bereitschaft zum Mitwirken am wahren Frie­den ist bisher ins Leere gestoßen, weck die Gegen­seite absichtlich ihre Augen vor den Ungerechtig­keiten und Mißständen in der Welt verschließt. Ihr Kampf für dasRecht" wurde in tragischer Verket­tung von Irrtum und bösem Willen zu einem Kampf für die Ungerechtigkeit. Besteht Aus­sicht, daß sich dies zu ändern beginnt?

In der allgemeinen Unklarheck und Unübersicht­lichkeit ist das Zusammenrücken Englands und Frankreichs ein Vorgang von erheblicher Bedeu­tung. Er wird wie schon so oft in ähnlichen Lagen seinen Einfluß auf die künftige Entwick­lung in jedem Falle ausüben. Zum Bosen, wenn er sich in jener engen Abgrenzung halten wurde, die der englische Kriegsminister und einflußreiche Kreise unter den Konservativen ihm geben mochten. Zum Guten, wenn er zur Keimzelle einer Neu­ordnung und Zusammenarbeit wird, hie zunächst Deutschland und Italien einbeziehen muß Bald­win hat sein Wort verpfändet, daß sich keine Ver­schwörung gegen Dritte bilden, sondern der Weg zu einer europäischen G e s a m t b e r e i n i- aung geöffnet werden soll. An seinem Anfang muß, das weih England in diesen Tagen des Genfer Niederbruchs ganz genau, ein neues L o c a r n o stehen. Der Völkerbund, den England zur Achse der europäischen Politik machen will, fallt für die Neu­ordnung der zwischenstaatlichen Verhältnisse, vor­läufig aus Nur außerhalb dieses kranken Gebildes, .Än l«. Hmw »< mh»*.«

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-L tJrihon im Mittelmeer erklärt, hat der B°.st°nds°bred°n im M te Uebergang5= ausgesprochene Aehnüchkett m Locarno-Stre.t zeit", die man Deuftchla d n Beschleunigung, zumuten wollte. Und die a II bncllenfragc ange- utc -b-nsalls England der D°rd°n°ll°M Leihen laßt, erinnert an dl s Tatsachen vor Beginn °>nes Ges^rachs^ @e|präd)

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kommen mtU. üßeber ö« " b Mittelmeer- Montreux, noch die Beseitigung mer nur

Rannungen wird b m^?ä[tnme in seinem eigent- über die Klärung der Dechaltmsie ln 1 Locarno lichen Lebensraum wird Italien nu - kommen wollen. . stärkstes Interesse.

5)161^ jeigt pr an tre j Erwägungen

Man mochte hoffen, Blätter in den

eine Rolle spielen, denen f 3 Glissen glaubten, letzten Tagen ^ÄVeiU neuen Niemand hat mehr Inte . ^n, auf der

Locarno, d.h. an einer i verlaufenden

Gr u nd l a g e gte id) c>r cn besten, als

Regelung der Slcherheitsverhaltmsie im i Deutschland. Weder

lands, noch Frontenbildunge ^viischen hat in