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Oberheffen

Üikolaus-Postamt bgt hatte. Tanz Nachstehend dns

am Eingang des Saales hinter­beschloß den anregenden Abend.

Karl Heinz Möller, Paula Hellmuth, Hedwig Schneider.

Der Abend brachte in seinem weiteren Verlauf eine Reihe humoristischer Darbietungen, für die zwei Herren vom Rundfunk verpflichtet worden waren, de mit ihren Vorträgen herzliches Lachen auslösten. Gine reich ausgestattete Tombola fand allen Zu­spruch, bis schließlich der Nikolaus erschien und mit listigen Versen auf die Pakete hinwies, die er beim

Kameradschastsabend der Gießener Gtenographenschast

Die Ortsgruppe Gießen der Deut­schen Stenographenschaft vereinigte am lergangenen Samstagabend zahlreiche ihrer Mit­lieder zu einem kameradschaftlichen Abend im EafL eib, der zugleich die Ehrung all derjenigen brachte, ie beim jüngsten Ortsgruppen-Leistungsschreiben ^dacht werden konnten. Nach einleitenden musi-

Tragisches Unglück in Echzell.

Drei Menschen durch Kohlenoxydgase vergiftet.

Am Freitag spät abends entdeckte man in dem Dorfe Echzell (Kreis Büdingen) einen Unglücks­fall, den man als solchen von vornherein jedoch nicht feststellen konnte, da nähere Anhaltspunkte zunächst nicht vorlagen. In dem Hause der Försterwitwe B i n d i n g , die in den letzten Tagen zur Klinik­behandlung in Gießen weilte, fand man die 20 Jahre alte Tochter Hedwig Binding, deren Onkel, den 45 Jahre alten unverheirateten Karl Ruppenthal und die Freundin der Hedwig B., die 34 Jahre alte Marie Eimer aus dem Nach­barorte Bisses tot vor. Die beiden Mädchen lagen in ihrem gemeinsamen Schlafzimmer entseelt in den Betten, den Onkel fand man in seiner Schlafstube ebenfalls tot im Bette auf.

Eine Nachbarsfrau, die in dem Haufe der Frau Binding Wurstwaren zur Aufbewahrung hängen hatte, wollte am Freitag einiges von diesem Vorrat holen. Sie begab sich mehrmals zu dem Hausgrund­stück, fand aber stets das Hoftor verschlossen. Als auch am späten Freitagabend das Tor immer noch geschlossen war und keinerlei Merkmale von den Hausbevohnern zutage traten, kam der Frau die Sache verdächtig vor. Sie benachrichtigte einen Gen­darmeriebeamten, der das Haustor öffnen ließ. Beim Durchsuchen der Räume fand man die Toten.

Am Samstagfrüh weilten die Staatsanwaltschaft Gießen, die Beamten der Kriminalabteilung Gießen und Vertreter des Amtsgerichts Nidda in dem Haufe, um nähere Feststellungen vorzunehmen. Da­bei ergab sich, daß es sich nicht um ein Verbrechen handelt, sondern ein tragischer Unglücks­fall in Betracht kam. Die amtsärztliche Unter-

,urück. Er hat den Wunsch, noch viele Jahre in den Turnstunden mihmrten zu können.

" Straßensperrung. Die Umleitung der Straßensperre der Reichsstraße Romrod Als- ^eld wird mit sofortiger Wirkung wie folgt ge- indert: für den Omnibus- und Lastkraftwaaenverkebr iber ZellAngenrodLeusel, für den übrigen Der- lehr wie seither über Liederbach. Die Straßen- derre auf der Landstraße Rodheim v d H t o p P e r n ist wieder aufgehoben.

7 Stverbefälle in Gießen. Das Standes- cmt verzeichnete in der Zeit vom 21. November tl9ASe^rrber^n-Her Stadt Gießen folgende To- iesfalle: Elise Moller, geb. Fuchs, 78 I., Neu- labt 21; Fnedr. Nachtigall, Schlossermeister, 57 3., ßnauthstraße 4: Louis Schußler, Kaufmann, 66 I., Mrwall 16; Morre Reusch, geb. Steinbach, 60 I. Seltersweg 65; Manschen Wahl, Büroangestellte

roig, Margrit Fahrenbach, Ria Schneider, Karl Heinz Möller, Ilse Biedenkopf, Irmgard Schalch, Karl Ludwig Zimmer, Hilde König, Liesel Bingel, Marie Schmelz, Else Bechtold, Paula Hellmuth,

suchung der Leichen ergab nämlich eindwandfrei Vergiftung durch Kohlenoxydgase. Nach den behördlichen Feststellungen ist der Vorgang der, daß die Hausbewohner am Donnerstagabend den im Parterregeschoß des Hauses stehenden Ofen geheizt hatten, dessen Kaminabzug mit einer Räu­cherkammer in Verbindung steht. Die beiden Mäd­chen und der Onkel haben sich anscheinend schlafen gelegt, ohne sich noch einmal um den Ofen zu küm­mern. Im Laufe der Nacht sind dann offenbar die Kohlenoxydgase durch Rückschlag in den Kamin in die im Obergeschoß des Hauses befindlichen Schlaf­räume eingedrungen, so daß die drei Perso­nen im Bette erstickt sind. Sie haben dann, da erst am Freitag spät abends Verdacht aufkam, bis dahin unbemerkt tot in den Betten gelegen.

Nach dem Abschluß der behördlichen Feststellungen wurden die Leichen zur Bestattung freigegeben.

Gängerkreis Gießen: Werbeabend in Lollar.

+ Lollar, 7. Dez. Am Samstagabend fand hier im SaaleZur Linde" der erste große Werbe­abend im Sängerkreis Gießen für das bevor­stehende Deutsche Sängerbunfoesfeft in Breslau statt. Der Abend wurde mit zwei Lieddarbietungen der Sängervereinigung Lollar eingeleitet. Kreisführer Müller begrüßte die zahlreichen Teilnehmer des Abends. Sodann hielt Sangesbruder R i e m e y e r (Breslau) einen eingehenden Vortrag über das bevorstehende Sängerbundesfest, das er als Ver­treter des Verkehrsamtes der Stadt Breslau und Mitarbeiter im Festausschuß vorbereiten hilft. Er wies auf die besondere Bedeutung des Festes und dessen Eigenschaft alsreichswichtig" hin; Durch dieses Bundesfest solle die enge Verbundenheit mit der Ostmark zum Ausdruck kommen. Für Schlesien sei das Fest von hoher kultureller, nationalpolittscher und wirtschaftlicher Bedeutung. Schlesien werde zu diesem Fest beweisen, wie stark der deutsche Osten mit dem gesamtdeutschen Schicksal verbunden sei.

Wilhelm Werner, Rudolf Paul, Erna Habermehl, Liesel Bingel. Sehr gut: Herta Bre6, Minna Sommerlad, Margot Müller. Gut: Ludw. Petri.

Schön- und Richtigschreiben: Hervor­ragend: Erika Textor, Walter Geßner, Georg Schaaf, Friedrich Hahn, Karl Ludwig Zulauf, Her­bert Lepper, Wilhelm Haas, Erni Karpf, Margarete Göbel, Gretel Roßkath, Gertrud Herrmann, Rudolf Metzger, Mariechen Winther, Robert Hofmann, Erika Wichoff, Ortrun Mickel, Maroot Drescher, Hans Medebach, Lore Bücking. Sehr gut: Wil­helm Dapper, Emma Reiß, Ilse Lettow, Willi Größer, Irmgard Zöller, Konrad Georg Emmerich, Werner Barnick, Marie Bierau, Elly Erbe, Otti Muhl, Karl Will). Damm, Maria Schäfer, Heinrich Schneider, Rudolf Möller, Ernst Römer, Ilse Wurm, Lotte Hillenbrand, Annemarie Raab, Marie Lumme, Irmgard Ulbrich, Anton Leukel, Karl Fornoff, Erika Wigandt, Karl Bender, Helmut Müller, Maria Bick, Ernst Schmittdiel, Otto Schneider, Anneliese 5)11= bing, Elfriede Werner, Heinrich Berg, Else Michel, Gertrud Müller, Wilhelm Schuster, Dora Kern, Walter Müller, Walter Zulauf, Marie Schneider, Erika Koch, Paul Jöst, Alfred Stein, Karl Meister, Anni Schmittdiel, Hilgegard Siebert, Gertrud Han- stein, Herta BreL, Ria Dörmer, Liesel Melcher, Kurt Mebus, Elli Philipp, Walter Hällmayer, Lise­lotte Sttoh, Minna Sommerlad, Wilhelm Werner, Liesel Läufer, Anneliese Dahmer, Willi Heidlinde- mann, Mathilde Ludwig, Esther Freitag, Paul Weber, Gut. Ewald Reusch, Walter Ley, Ernst Mohr, Gertrud Möller, Gudrun Mickel, Margot Müller, Rudolf Paul, Marie Fink, Karl Schaum, Heinrich Wenzel, Wilhelm Pfeiffer, Anna Magold, Elly Politz, Friedel Glänzer, Ortrud Wolf, Gretel Dahmer, Erna Habermehl, Gerda Hofmann, Herta Docter, Hilde Kayser, Fritz Reh, Elfriede Tenniger, Hans Becker, Hansi Kröll, Dietrich Zaiß, Else Lud-

18 I, Großer Steinweg 13; Fviedr. Mlh. Weimar, Kaufmann, 36 I., Hitlerwall 51; Johs. Mtz, Schrei- nergefeHe, 67 I., Licher Straße 74; Günther Hch. Philipp Eckel, 5 Mon., Maigasse 15; Wilh. Stein- Müller, Invalide, 76 I., Brandgasse 7; Ga. Kraus, Drechslermeister, 65 I., Sonnenstraße 3; Hermann Schmidt, Frifeurgehilfe, 31 I., Kaiserallee 6; Marie Luise Pichlmeier, 11 I., Gleiberger Weg 81.

** Unfall Der hiesige 41jährige Händler Aug. Rausch erlitt durch einen Sturz vom Motorrad einen Kieferbruch und Gesichtsverletzungen, so daß er in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte.

* Die Bezahlung der rückständigen Strom- und Gasgelder vom Oktober be­trifft eine Bekanntmachung der Direktton der städ- tischen Betriebe in unserem heuttgen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei.

silifchen Darbietungen der Kapelle Nickel hielt her Leiter der Ortsgruppe der Stenographenschaft, Graf, eine kurze Begrüßungsansprache, in der tr besonders auf die erfreulich starke Beteiligung heim Ortsgruppen-Leistungsschreiben zu sprechen tarn und die hervorragenden Leistungen hervorhob, hie dabei erzielt wurden. Er wies besonders dar­auf hin, daß die aus den Anfängerkursen hervor- gegangenen Jugendlichen von 12 bis 14 Jahren in her Abteilung für 60 Silben bereits sehr gute und peiswürdige Leistungen zeigten und damit den Dert der Kursusarbeit bestätigten. Den Ehrenpreis- trägem aus diesem Wettbewerb wurden schöne Er- imerungsgaben überreicht. Die Preisträger erhiel­ten entsprechende Urkunden.

Ergebnis

tes Ortsgruppen - Leistungsschreibens.

Schnellschreiben.

Abteilung 2 40 Silben: Sehr gut: Dora lern, EP., Fritz Reh EP.

Abteilung 200 Silben: Hervorragend: Gretel Roßkath EP., Emma Reitz EP., Karl Mei­ster EP., Esther Freitag, Elfriede Tenniger, Anna Magold, Irmgard Schalch. Sehr gut: Gertrud Herrmann, Anni Schmittdiel, Marie Schneider, hms Becker, Ilse Biedenkopf, Agnes Frank.

Abteilung 160 Silben. Hervorragend: Qtorg Schaaf EP., Helmut Müller EP., Erika Wi- acndt, Karl Fornoff, Ria Dörmer, Elli Philipp, E'rtrud Möller. Sehr gut: Marie Bierau, Elly Mtz.

Abteilung 140 Silben.. Hervorragend: Wilhelm Haas EP., Wilhelm Dapper EP., Maria Schäfer EP., Anneliese Dahmer, Otto Schneider, Walter Müller, Walter Zulauf, Willi Heidlinde- MNN, Dietrich Zaiß, Ria Schneider, Marie Schmelz, Helmut Seibert, Albert Hinkel, Erika Textor, Karl Wilhelm Damm, Ernst Schmittdiel, Anneliese Hu- bing, Elfriede Werner, Liselotte Sttoh. Gut: Walter Hällmayer.

Abteilung 120 Silben: Hervorragend: Diedrich Hahn EP., Robert Hofmann EP., Ortrun Nickel EP., Ilse Lettow, Gertrud Müller, Wilhelm Zchuster, Liesel Läufer. Sehr gut: Margarete Göbel, Mariechen Winther, Hans Medebach, Elly (Erbe, Paul Jöst, Hildegard Siebert, Maria Fink, Ortrub Wolf, Gretel Dahmer, Gerda Hofmann, Hilde König, Else Bechtold, Rosemarie Simon, Paul heidlindemann, Helmut Brück Gut: Herbert Äpper, Erni Karpf, Lotte Hillenbrand, Erika Koch,

Abteilung 10 0 Silben: Hervorragend: Margot Drescher EP., Kurt Mebus EP. Sehr gut: Rudolf Metzger, Heinrich Schneider, Ilse Wurm, Karl Bender, Mathilde Ludwig, Herta Docter. Gut: Walter Geßner, Karl Ludwig Zu­lauf, Lore Bücking, Rudolf Möller, Ernst Römer, Annemarie Raab, Maria Bick, Alfred Stein, Liesel Melcher, Paul Weber, Walter Ley, Wilhelm Pfeif­fer, Margrit Fahrenbach, Paul Domay, Lieselotte Rühl, Heinrich Wenzel.

Abteilung 80 Silben: Hervorragend: Irmgard Zöller EP., Konrad Georg Emmerich, Anton Leukel, Else Ludwig. Sehr gut: Erika Withoff, Irmgard Ulbrich, Karl Ludwig Zimmer, .viunc

Abteilung 60 Silben: Hervorragend: Erika Kröll. Gertrud Haustein EP., Heinrich Berg, Else Michel.

Wege im Rebel.

Roman von Käthe Mehner.

(Copyright by Aufwärts-Derlag, Berlin SW 68.)

26 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Als Pauline eine knappe Dreiviertelstunde später ocr dem Polizeipräsidium stand, wagte sie die Stu- ien zu dem großen Gebäude fast nicht heraufzu- zrhen. Noch niemals hatte sie auf der Polizei etwas zu tun gehabt. Was sollte sie nur sagen, wie das Ihreckliche Ereignis vom Verschwinden ihres Herrn armeiben? ,, .. ,,

Herzklopfend war sie endlich bis vor die schwere Nngangstür gekommen, die sie nun langsam und

wollen? Sie denn hin, Fräulein?" hielt ein

Beamter sie an. ,

Erschreckt zuckte das Mädchen zusammen. 3(b will--ich will--einen Mord an-

tnelben!" erwiderte sie stammelnd, von Entsetzen bei dem Gedanken geschüttelt, es könnte etn wirk­licher Mord geschehen sein.

Zimmer zweiundsechzig!" antwortete der Be- inte ruhig, ohne auf ihre Bemerkung weiter ein- zugehen. Eilig stieg Pauline die breite Treppe nach töen, suchte Dann in der langen Flucht des ersten i Äockwerkes nach der angegebenen Nummer.

Endlich zeigt- ein Schild ihr. daß sie das gesucht- limmer vor sich hatte. Wieder zögerte sie. W-- Mte sie nur sagen? Dr. Rammelt war seit gestern W nach Hause gekommen, niemand wußte, wo 'Id) aufhielt. Aber hatte man ihn nun gerade er- anrbet? Genau wußten das noch weder sie noch dvmtz. Warum hatte Dönitz sie auch frMen mui leit, anstatt selber zu gehen? Nun wußte sie kein üit! . ,

Am liebsten wäre sie wieder fortgelaufen doch 'n diesem Augenblick öffnete sich bie Zur von innen, kr blieb ihr nichts anderes mehr übrig, als hme n Mehen. . ..

Der Beamte, der gerade die Tur geöffnet hatte. ®ir ein älterer Herr, der sie mit seinen scharf n ^Kgen prüfend ansah.

Sie wünschen?"

,Zch wollte nur was anmekden, was an- melden..."

Was wollen Sie anmelden? Nur mal raus mit der Sprache! Worum handelt es sich denn?"

Angsttoll starrte Pauline den Beamten an. Jetzt, da sie sprechen sollte, schien es ihr immer mehr unmöglich, den schrecklichen Verdacht auszusprechen.

3a, nämlich--", stammelte sie schließlich,

unser Herr, Doktor Rammelt, der vom Geologischen Institut, ist seit gestern verschwunden!"

Pauline atmete auf. Nun war es endlich heraus! Das weitere konnte die Polizei in die Hand neh­men, ob es nun ein Mord war oder nicht,--

sie jedenfalls wollte nichts gesagt haben!

Aber der Kommissar, der Rammelt als den be­kannten Geologen dem Namen nach kannte, war nun interessiert.

Nein, bleiben Sie bitte noch!" sagte er freund­lich, aber mit einem Ausdruck, der keinen Wider­spruch duldete.Was Sie da sagen, kann sehr wich- ttg sein! Also geben Sie erst einmal 3hren Namen zu Protokoll, und dann erzählen Sie mir genau, was geschehen ist und was Sie beobachtet haben!'

Pauline gehorchte.

Aber erst langsam wurde ihr Bericht ruhiger und sicherer. Aufmerksam hörte der Kommissar zu.

Könnte es denn nicht auch sein, daß Herr Dr. Rammelt ganz plötzlich verreist wäre, und Sie so schnell nicht benachrichttgen konnte? fragte er letzt.

Doch Pauline schüttelte eifrig den Kopf: ..Ausgeschlossen, Herr Kommissar! Ausgeschlossen! Dann hätte Herr Doktor bestimmt sofort Bescheid gegeben! Und dann reift er ja auch gar nicht mit dem Zug, weil er doch seinen Wagen hat, und da hätte es der Chauffeur doch wissen müssen. Nein, nein, Herr Kommissar! Und wo doch nächste Woche auch die große Verhandlung ist!"

Und was ist das für eine Verhandlung?" fragte der Kommisiar. ,

, Ein Prozeß oder !o was. Aber das weiß ich fa auch nicht genau!" mußte Pauline gestehen.

Doch der Beamte ichien auch so zusneden zu sein und sah das Mädchen ermunternd an.

Jetzt brauchen wir nur noch die beiden Adresien und die Telephonanschlüsie vori fjerrn Dr. Ranz, mett. Wollen Sie mir die mal bitte angeben?

.Ach, Herr Kommissar, entschuldigen Sie nur!" rief Pauline plötzlick aus.Beinahe hätte ich ja das Wichtigste vergessen! Das Telephon bei uns ist nämlich kaputt, die Schnur ist durchgeschnitten, ganz durchgeschnitten, darum dachten wir ja auch, daß es doch bestimmt Verbrecher wären, die ..."

Die Telephonleitung durchgeschnitten?" wieder­holte der Kommissar gedehnt.Das scheint aller­dings noch ernster zu sein als ich dachte! 3ch glaube, es ist jetzt doch am besten, wenn ich Ihnen ein paar Beamte mitgebe, die die Sache gleich einmal unter« suchen können."

Allein hätte ich mich auch nicht wieder zurück­getraut!" versicherte Pauline.

Dann gab sie dem Kommissar mit erleichterter Stimme die gewünschten Adressen an.

XV.

3n der Empfangshalle des Kronhotels, das sie als Treffpunkt vereinbart hatten, wartete Janna Heller in qualvoller Ungeduld auf Gerhard Brand.

Seit der vergeblichen Zusammenkunft mit Ralf hatte sie es nirgends mehr ausgehalten. Sein Ver­halten hatte sie völlig ratlos gemacht. Wieder und wieder versuchte sie, sich seine Worte ins Gedacht- nis zurückzurufen, sich sein eigenartiges Wesen, seine Gehetztheit, feine unhöflichen, fast ironischen Fragen zu erklären. Und immer von neuem mußte sich ihr der Gedanke aufdrängen, daß er etwas ge­wußt habe, daß er durch einen schrecklichen Zufall etwas von ihrem Zusammentreffen mit Gerhard Brand erfahren mußte!

Nervös preßte sie die Hände zusammen, erhob sich dann von ihrem Sitz, wanderte rastlos auf und ab.

Das seltsame, beinahe fratzenhafte Lächeln Ralfs stand wieder vor ihren Augen. Nein, nein, niemals würde sie den Mut finden, wieder mit ihm zu spre­chen! Gerhard mußte helfen, einen Ausweg suchen! Sie konnte nicht mehr, konnte nicht mehr ... Wenn er nur bald tarne, dachte sie. Endlich ein Mensch, mit dem sie sich aussprechen, mit dem sie beraten konnte!

Aber sooft auch Gäste durch die große Drehtür ms 3nnere des Hotels kamen der, den sie suchte, war nicht darunter.

Da entschloß sie sich, mietete kurzerhand ein Zim-

Die Vorbereitungen seien im vollen Gange, ganz Schlesien helfe mit. Nach den bisher schon vor­liegenden zahlreichen Anmeldungen sei mit einem Besuch von Million Sänaern 3U rechnen. Es sei gelungen, die Unterkunft für alle Gäste sicher­zustellen. Zweihunderttausend Haushaltungen hätten sich schon zur Aufnahme von Gästen bereiterklärt. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner noch mit verschiedenen Einzelheiten der Organisation des Festes und gab damit einen Ueberblid über das Ausmaß der großen Veran­staltung. 3m Anschluß an den Vortrag wurde noch ein Film vorgeführt, der alle Schönheiten der Stadt Breslau und, darüber hinaus, die herrliche Land­schaft Schlesiens zeigte. 3m Verlauf des Abends wartete der Tum- und Gesangverein Lollar noch mit zwei Chören auf, die starken Beifall fanden. Mit einem kameradscbaftlichen Beisammensein fand der Abend seinen Abschluß.

Eine Gauschule in Büdingen.

LPD. Büdingen, 6. Dez. Am 13. Dezember wird die G a u s ch u l e Büdingen, die der Schulung der Politischen Leiter der Kreise Büdin­gen, Lauterbach, Alsfeld, Schotten und Gelnhausen dient, offiziell eröffnet werden. Bei dieser Ge­legenheit wird das Kreishaus, das nun alle Dienst­stellen der Partei enthält, durch den Gauleiter be­sichtigt.

Zwischen den Gleisen tot aufgefunden.

LPD. Butzbach, 6. Dez. Auf dem hiesiaen Güterbahnhof wurde am Samstag früh der Ladeschaffner Heinrich Hahn zwischen den Gleisen tot aufgefunden. Der Mann hatte das Ge­nick gebrochen. Allem Anschein nach handelt es sich um Die Folge eines unglücklichen Sturzes.

Gefängnis

für einen rabiaten Ausbrecher.

LPD. Friedberg, 6. Dez. Dor einigen Wochen brachen aus dem hiesigen Gerichtsgefängnis zwei jugendliche Häftlinge aus, nachdem sie die durch Klingelzeichen yerbeigerufene Frau Des abwesen­den Gefängnisaufsehers überfallen und ihr die Schlüssel zu den Türen abgenommen hatten. Die Burschen konnten jedoch bald darauf wieder gefaßt werden. Nunmehr wurde als Haupttäter der 17 Fahre alte Heinrich M o x t e r vom Jugend­gericht unter Einbeziehung einer früheren Strafe zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Landkreis Gietzen

* Klein-Linden, 7. Dezember. Der hiesige 68 Jahre alte Maurermeister Philipp Bonhardt erlitt dieser Tage einen Unglücksfall. Mit Rippen­brüchen und Verletzungen im Gesicht mußte er in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

§ A l t e n - B u s e ck, 7. Dez. Am Samstag wur­den bei einer Treibjagd, die sich über die Ge­markung Alten-Buseck und über Teile der Gemar­kung Großen-Buseck und Trohe erstreckte, ein gutes Ergebnis erzielt. Es wurden insgesamt 119 H a - s e n zur Strecke gebracht.

* Staufenberg, 7. Dez. Im geschmückten Saale der Burg fand eine Adventsfeier der hiesigen Evangelischen Frauenhilfe statt. Pfarrer Metzler (Kirchberg) hielt die Begrüßungsansprache und wies auf den tieferen Sinn des Abends hin. Zur Feier waren sämtliche älteren Einwohner ein­geladen und mit Tee und Gebäck bewirtet worden. Ein Adventsspiel, Gedichte und Liedoorttäge der Gesangsabteilung der Frauenhilfe verschönten die vorweihnachtlichen Sttnden. Die Feier stand im Zeichen der Volksgemeinschaft und hinterließ bei allen Teilnehmern einen tiefen Eindruck.

co Eberstadt, 7. Dez. Die in der vergange­nen Woche in unserem Orte durchgeführte Vieh­zählung zeitigte folgendes Ergebnis: 94 Pferde und Fohlen, 578 Stück Rindvieh (darunter 220 Jungtiere), 685 Schweine, 77 Ziegen, 173 Kaninchen, 2048 Hühner, 245 Gänse, 40 Enten und 17 Bienen­völker._______________________________________________

Wer kann mir raten?

durch vieles Rauchen ganz gelbe Zähne bekommen. Meine Frau be­hauptet, ich könnte das natürliche Aussehen meiner Zähne nur wieder erlangen, wenn ich das Rauchen ganz aufgebe. Da ich das nicht möchte, bitte ich um einen Rat." Antwort:Vielleicht versuchen Sie einmal Chlorodont, um den gelben Raucherbelag zu entfernen. Jeden Abend regelmäßige Zahnpflege mit Chlorodont verhütet gleich-' zeitig dieReubildung des Belages und macht den Atem rein."

mer. Nur nicht nach Hause zurück, nur nicht Ralf noch einmal begegnen, dachte sie.

Nach kurzem Zögern gab sie noch dem Portier über den zu erwartenden Besuch Bescheid, folgte dem Pagen dann mit langsamem, müdem Schritt ins erste Stockwerk, wo ein kleines, freundlich möbliertes Zimmer sie aufnahm.

Wie lange sie auf der Chaiselongue gelegen hatte, wußte sie nicht. Ein unruhiger Schlaf hatte sich über ihre erregten Nerven erbarmt. Doch war sie sofort wach, als ein leises Klopfen an iyrer Zimmertür erscholl.

Und da noch ehe sieHerein" geantwortet hatte, öffnete sich die Tür und Gerhard trat ein.

Laut weinend warf sich Janna an feine Brust:

Gerhard, endlich! Ich habe ja so sehr auf dich gewartet!"

Aber Liebling, so beruhige dich doch! Was ist denn geschehen?^

Mit fliegenden Worten erzählte Janna, schilderte Ralfs seltsames Benehmen, feine Ironie, fein häß­liches Lachen, feine versteckten Andeutungen.

Gerhard! Sein Lachen! Seine Blicke! Wenn er nun alles weiß! Wenn er etwas erfahren hat! Wenn er mich nicht freigibt!"

Aber Kind! Er kann dich doch nicht festhalten! Er hat ja gar kein Recht dazu! Ihr seid doch nicht verheiratet"

Aber das Versprechen---das Versprechen,

das ich Vater gegeben habe! Ich kann doch nicht Frau von Bergmann dem Elend überlassen! Wir schulden ihm doch alles, was wir haben! Wenn er nicht freiwillig von feinen Forderungen zurücktritt --Und nun, wenn er schon alles weiß, wenn er von unserem Zusammentreffen in Oberhof weiß nie wird er das verzeihen! Und nie nie wird er mich dann freigeben!"

Beruhigend strich Gerhard über Jannas Haar.

Ich weiß, daß es nicht einfach sein wird, Janna! Aber wir dürfen ttotzdem den Mut nicht verlieren, hörst du, Janna? Ralf hat kein Recht, einen Men­schen festzuhalten, der nicht bei ihm bleiben will. Und was die Schulden betrifft, so mach dir nur keine Sorgen darum! Da wollen wir schon einen Rat finden!"

(Fortsetzung folgt!)