erstreckt sich während der Dauer des WHW. auf alle Volksgenossen.
VOM.-, ZM.-llntergau 116.
Bett.: Spielzeugsammlung.
Die Spielzeugsammlung der Jungmädel ist wegen der Grippe-Epidemie oom 5. Dezember auf den 12. Dezember verlegt worden.
NS.-Lehrefbund, Gießen.
Fachschaft 2.
Montag, 7. Dezember, 18 Uhr, findet im Saal des Zoologischen Instituts, Bahnhof traße 84 (Anatomie), eine Gesamtsitzung der Fach chaft 2 (Höhere Schule) statt.
Dortrag des Herrn Prio.-Doz. Dr. Wulf Anke! über „Dle biologischen Grundlagen der Rassenpflege". Gäste willkommen.
Kaust Arbeitsbeschaffungslose!
Mitzuhelfen, auch den Rest der Arbeitslosen unterzubringen, ist Aufgabe der Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung. Zum achten Male wird gegenwärtig diese Lotterie durchgeführt, um Partei und Staat in einem der wichtigsten Programmpunkte zu unterstützen. Ihr Zweck ist, jedem Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, mitzuhelfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Darum darf auch im Gau Hessen-Nassau keiner zurückstehen, ein Los der 8. Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung zu erwerben, lieber 424 000 Gewinne, 1 600 000 RM. werden am 22. und 23. Dezember 1936 verlost.
Sitzung des Kreisausfchuffes.
Am Donnerstag, 10. Dezember, 9 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes in Gießen, Landgraf-Philipp-Platz, eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen mit nachstehender Tagesordnung statt:
1. Klage des Karl Philipp Schäfer in Wieseck gegen den Beschluß des Kreisamts Gießen vom 12. November 1936 wegen Entziehung des Führerscheines.
2. Klage des Josef M i n n i a in Gießen, Hille- brandstraße 14, gegen den Beschluß des Kreisamts Gießen vom 30. Oktober 1936 wegen Entziehung des Führerscheines.
Einstellung von Freiwilligen in die Lustwaffe im Herbst 1937.
DNB. Das Reichsluftfahrtministerium gibt bekannt:
1. Angenommen werden noch Freiwillige für die Herbsteinstellung 1937. Diese sollen sich sobald als möglich bei den Truppenteilen der Luftwaffe (Fliegertruppe, Flakartillerie, Luftnachrichtenttuvpe, Regiment General Göring) melden. Meldeschluß für Freiwilligenannahme ist der 15. Januar 1937.
2. Bevorzugt eingestellt werden: a) Mitglieder des Deutschen Luftsportverbandes, soweit sie 1. dessen Stürmen einschl. Segelfliegerstürmen angehören, 2. an Lehrgängen bei den Hebungsstellen teilgenommen haben, 3. den. Luftsporteinheiten der HI. angehören; b) Inhaber 'von Flugzeugführerscheinen, c) Jnhc^er von Ausweisen über fliegerische Betätigung, d) Personal der Luftverkehrsgesellschaften, e) Personal der Luftfahrtindustrie, f) Angehörige der HI., SA., SS., des NSKK.
3. Das „Merkblatt für den Eintritt als Freiwilliger in die Luftwaffe" wird an die Bewerber auf Verlangen abgegeben von den Wehrbezirkskommandos, Wehrmeldeämtern und von allen Truppenteilen der Luftwaffe.
Oienstbefreiung für die Unterprimaner.
DNB. Der Jugendführer des Deutschen Reiches hat die nachstehende Verfügung erlassen:
„Der Reichserziehungsminister hat die zwölfjährige Schulzeit für Jungen eingeführt und durch Erlaß vom 30.11.1936 angeordnet, daß die jetzigen Schüler der Unterprima der höheren Schulen bereits am Schluß dieses Schuljahres (Ostern 1937) die Reifeprüfung ablegen.
Um eine Ueberlastung der Unterprimaner durch die verstärkten Anforderungen der Schule und den gleichzeitigen HJ.-Dienst zu verhindern, verfüge ich, daß alle Angehörigen der HI., die durch den Erlaß betroffen werden, auf eigenen Antrag vom HJ.-Dienst befreit werden können.
Baldur von S ch i r a ch."
Interne Durchführungsbestimmungen erläßt der Stabsführer des Jugendführers oes Deutschen Reiches an die HJ.^Einheiten.
Erhöhung des Sammlerlohnes für Bucheckern.
DNB. Ministerpräsident Generaloberst Göring hat als Beauftragter für den Dierjahresplan veranlaßt, daß der Sammlerlohn, den die Oelmühlen den Sammlern von Bucheckern bezahlen, von 18 auf 25 RM. je 100 Kilo Bucheckern erhöht wird. Damit wird für bas Sammeln von Bucheckern ein verstärkter Anreiz gegeben, der dazu führen wird, daß diese in größerem Umfange als bisher der Verarbeitung auf Del zugeführt werden. Die Oelmühlen werden in die Lage versetzt werden, den Sammlern von Bucheckern den erwähnten Betrag zu zahlen. Zur Vermeidung einer Benachteiligung können diejenigen Sammler, die seit dem 7. Juli 1936 bereits Bucheckern geliefert und hierfür einen Sammlerlohn von nur 18 RM. je 100 Kilo Bucheckern erhalten haben, bei den von ihnen belieferten Oelmühlen den Unterschiedsbetrag gegenüber dem neuen Kaufpreis nachfordern.
Eröffnung der Semesterarbeit Oer theologischen Fachschaft.
Am Mittwoch veranstaltete die theologische Fachschaft ihren ersten wissenschaftlichen Abend in die- fern Semester. Fachamtsleiter Buhlmann begrüßte als Gäste die theologische Fakultät, Professor Dr. jur. Hall, Hauptamtsleiter I Kamerad Bitsch und Pfarrer Lic. Teichmann aus Krofdorf. Sem besonderer Gruß galt Pfarrer G o m b e l, dem Vorsitzenden der Akademisch-Theologischen Gesellschaft. Als Referent war Professor Dr. Vogelsang aewonnen worden, der über „Die Bedeutungen der Ordnungen Gottes nach Luther für die christliche Kirche" sprach. In der sich anschließenden Aussprache wurden in gemeinsamer Arbeit viele Fragen geklärt. — Die Gleibergfreizeit am 12. und 13. Dezember führt die Theologische Fachschaft zu einer neuen Arbeitstagung zusammen,
Tagung der Geistlichen der Landeskirche in Gießen.
Heute findet hier eine Zusammenkunft der Geistlichen der Landeskirche Nassau-Hessen statt, in der der Vorsitzende des Landeskirchenausscyusses Ober-
Von der Schule zur Offizierslaufbahn.
Eine wichtige neue Bekanntmachung.
DNB. Im Zusammenhang mit dem die Verkürzung der Schulzeit betreffenden Maßnahmen, werden die derzeitigen Unterprimaner bereits im Jahre 1937, die derzeitigen Obersekundaner bereits im Jahre 1938 von den Schulen entlassen. Nach- tehend werden daher die Fristen bekanntgegeben, in denen die Bewerbungsgesuche um Uebernahrne in die Offizierslaufbahn, einschließlich Sanitäts- und Deterinäroffizierslaufbahn des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe von den Unterprimanern und Obersekundanern, die eine dieser Laufbahnen einschlagen wollen, eingereicht werden müssen.
1. Für derzeitige Unterprimaner erfolgt die Einstellung als Fahnenjunker beim Heere und bei der Luftwaffe, oder als Offizieranwärter bei der Kriegsmarine oder als Fahnenjunker im Sanitätsoder Deterinärkorps am 1. Oktober 1937. Die Vorlage der Bewerbungsgesuche hat baldigst — spätestens jedoch bis 15. Januar 1937 — zu erfolgen.
2. Für derzeitige Obersekundaner erfolgt die Einstellung für eine der unter 1. aufgeführten Laufbahnen am 1. Oktober 1938. Die Bewerbungsgesuche sind einzureichen: Beim Heere in der Zeit vom 15. Januar bis 31. März 1937; bei der Kriegsmarine in der Zeit vom 15. Januar bis 31. Mai 1937; bei der Luftwaffe in der Zeit vom 15. Januar bis 30. April 1937.
Bewerbungsgesuche, die nicht innerhalb der vorgeschriebenen Fristen eingereicht sind, können nicht berücksichtigt werden. Die näheren Bestimmungen, die bei der Bewerbung beachtet werden müssen, sind aus Merkblättern zu ersehen, die
a) für die Offizierslaufbahn im Heere bei den Wehrbezirkskommandos;
b) für die Offizierslaufbahn in der Kriegsmarine bei der Inspektion des Bildungswesens der Kriegsmarine, Kiel;
c) für die Offizierslaufbahn in der Lufttvaffe bei den Wehrbezirkskommandos und auch bei der Annahmestelle für Offiziersanwärter der Fliegertruppe, Berlin NW 40, Kronprinzenufer 12, Erdgeschoß, sowie bei allen Truppenteilen der Luftwaffe;
d) für die Sanitätsoffizierslaufbahn bei den Wehr- bezirkskommandos und bei der Militärärztlichen Akademie, Berlin NW 40, Scharnhorststraße 35;
e) für die Deterinäroffizierslaufbahn bei den Wehrbezirkskommandos und auch bei den Korps- veterinären, zu erhalten sind.
Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, daß für Vorlage der Bewerbungsgesuche nicht die in den Merkblättern angegebenen Fristen, sondern nur die vorstehend aufgeführten Gültigkeit haben.
Falls es einem Bewerber nicht möglich ist, die dem Gesuch beizufügenden Personalpapiere, Urkunden usw. so rechtzeitig zu beschaffen, daß er fein Gesuch innerhalb der vorgeschriebenen Frist einreichen kann, so ist das Gesuch ttotzdem fristgerecht vorzulegen mit dem Bemerken, daß die fehlenden Unterlagen sobald als möglich nachgereicht werden.
Vor der Einstellung hat jeder Bewerber feine Arbeitsdienstpflicht abzuleisten. Eine Meldung hierfür seitens des Bewerbers ist nicht erforderlich. Die Anmeldung zum Arbeitsdienst wird durch die Wehrbezirkskommandos veranlaßt.
Die Lodzer Gedenkfeier
der Freien Vereinigung ehemaliger
Die schon im Jahre 1919 ins Leben gerufene Freie Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Reserve-Jnfanterie-Regiments 222 hielt am vorigen Samstagabend im Restaurant „Zum Andres" in der gewohnten schlichten Weise ihre Gedenkfeier an die Kämpfe um Lodz ab. Dom Verein ehemaliger 116er waren die Kameraden Bill und Kern und von dem R.-J.-R. 224 Kamerad Pfarrer Trapp anwesend, die neben den zahlreich erschienenen 222ern von Kamerad Grießb auer herzlich willkommen geheißen wurden. Dieser ließ in großen Zügen die Taten des Regiments an den Augen der Zuhörer vorüberziehen. Das Regiment war an allen Brennpunkten des Krieges zu finden, in Nordfrankreich, bei Lodz, in den Karpathen, in Galizien, bei Verdun, Arras, St. Quentin ufw. Ungebrochen und stolz, ohne Zersetzungserscheinungen sind die 222er wieder in die Heimat zurückgekehrt und haben den alten, guten Frontgeist, der sie schon im Felde ausgezeichnet hat, auch in der Heimat bis auf den heutigen Tag bewahrt. Die in den Jahren der Nachkriegszeit gehegten Hoffnungen, daß doch wieder einmal die Zeit komme, in der Deutschland wieder eine Wehrmacht nach dem Muster und der Güte unseres alten, ruhmbedeckten Heeres besitzen möge, ist schneller in Erfüllung gegangen, als Die Kühnsten erwarten konnten. Der Dank für die Tat, durch die wir uns wieder im Kreise der anderen Weltvölker einen Platz an der Sonne errungen haben, gebührt dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Dani und Gelöbnis klangen aus in einem begeisterten dreifachen soldatischen „Hurra" unDcin dem Gesang der Nationalhymnen.
Im Anschluß daran hielt Kamerad Pfarrer Kornmann (Darmstadt) der ehemaligen 3/222, unterstützt von einer großen Zahl von Bildern, einen Vortrag über feine Teilnahme an dem Internationalen Fr ontkämpfertref- fen in Verdun vom 11. bis 13. Juli 1936, an dem 15 000 Franzosen, 8000 Ausländer, darunter 500 Deutsche unter Führung des Douaumont-Er- stürmers Hauptmann von Brandis, viele Kriegerwitwen und 20 Hitlerjungen (Kriegerwaisen) teilnahmen. Wenn auch der ununterbrochene Regen und die mangelhafte Organisatton, die sich in Unterbringung, Verpflegung und Transport für die Teilnehmer oft recht unangenehm bemerkbar machte, den Gesamteindruck nicht unwesentlich beeinflußten, so war doch an dem Verhalten der offiziellen französischen Kreise, namentlich der militärischen, unzweifelhaft zu erkennen, daß diese großen Wert auf das Zusammenarbeiten der Frontkämpfer aller Staaten legten. Das konnte man an der herzlichen Begrüßung, an der Art, wie diese Kreise sich bei den feierlichen Gelegenheiten den Deutschen gegenüber benahmen, deutlich erkennen. Tief ergreifend und wohl für alle unvergeßlich war die nächtliche Feier am Gebeinhaus von Äouaumont, wo die Reste von Hunderttausenden von Verdun-Kämpfern ihre letzte Ruhestatt gefunden haben. Die übergroße Zahl von Denkmälern, die, wie das Gebeinhaus mit seinem mächtigen Turm, weit in die Gegend hineinragen und an allen Brennpunkten des ge-
Angehöriger des Ves-Znf-Vegis 222.
wattigen Kampffeldes zu finden sind, widersprechen, wenigstens teilweise, dem deutschen Empfinden und lassen erkennen, daß der Revanche-Gedanke, der vielfach theatralisch in die Erscheinung tritt, noch nicht verschwunden ist. Gerade diese Denkmäler und deren geschäftsmäßige Auswertung lassen darauf schließen, daß dieser Rachegedanke aufrechterhalten und auch in der französischen Jugend verankert werden soll. Mit südländischer Lebhaftigkeit und Begeisterung begrüßten namentlich die italienischen Kriegskameraden die deutschen Frontkämpfer, und man konnte aus den Ausführungen des Redners entnehmen, daß im Anblick der Trümmer der eroberten, als uneinnehmbar bezeichneten Forts, wenigstens im Unterbewußtsein der Teilnehmer, die Deutschen als die Sieger bettachtet wurden. Beim Abschied ereignete sich eine allen Teilnehmern unvergeßliche Episode. Als die deutschen Frontkämpfer in den Eisenbahnzug einsteigen wollten, erschien eine französische Musikkapelle, ein General und eine größere Anzahl Angehöriger des 95. ftanzösischen Infanterie-Regiments, die Verteidiger von Douau- mont bei der Erstürmung durch die Deutschen unter Hauptmann von Brandts waren, um ihren alten Gegner noch einmal durch Umarmen besonders zu ehren. Aus einer Reihe von Gesprächen mit Franzosen und aus dem Benehmen der zu Tausenden herbeigeströmten Bevölkerung konnte man erkennen, wieviel Haß und Ablehnung noch immer dort drüben vorhanden und wie zerrissen die französische Volksseele ist. Es wird noch langer, intensiver Arbeit bedürfen, die aber nur von den alten Frontkämpfern getriftet werden kann, um das Ziel der Aussöhnung zwischen den beiden Völkern, die wohl alle vernünftigen Kreise herbrisehnen, zu erreichen.
Die ergreifenden Schilderungen von den Erlebnissen auf diesem blutgetränkten Boden, wo sich die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte abae- spielt hat, haben bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck hinterlassen, zumal viele von ihnen selbst in dieser „Hölle von Verdun" gekämpft und gelitten haben. Aufrichtiger und herzlicher Dank lohnte den Redner für die Weihestunde, die er allen geboten f)at.
Kamerad Pfarrer Trapp, der sowohl dem Regiment 222 wie später auch dem Regiment 224 angel)ort hatte, gedachte in zu Herzen gehenden Worten der Toten des Weltkrieges.
Den vom R.-J.-M. 224 gestifteten Wanderschießpreis hat Kamerad Schwarz zum zweitenmal errungen.
Kamerad Bill vom Verriii ehemaliger 116er hob in feinen Dankesworten die ausgezeichnete Kameradschaft hervor, die immer zwischen den beiden Regimentern bestanden habe.
Bei dem anschließenden Preisschießen gewann Kamerad Kern vom Verein ehemaliger 116er den ersten, Kamerad Wagner von den 222ern den zweiten Preis.
In herzlicher Kameradschaft und bei Gesang und Austausch alter Erinnerungen blieben die Teilnehmer noch lange gemütlich beisammen.
kirchenrat Zentgraf einen Vortrag halten wird über den „Weg des Landeskirchenausschusses zur Lösung der kirchlichen Fragen der Gegenwart".' Diese Versammlung ist eine m der Reihe der Der- sammlunaen, die der Landeskirchenausschuß in zentralgelegenen Orten der Landeskirche abhält. Der Landeskirchenausschuß wurde bekanntlich vor Jahresfrist vom Reichskirchenminister eingesetzt und heftet)! in der Landeskirche Nassau-Hessen außer dem Vorsitzenden aus dem Oberlandeskirchenrat Fischer.
VereinderFreunvinnenjungerMädchen
Man berichtet uns: Am Mittwoch fand im Saale der Krippe die Jahresversammlung des Vereins der Freundinnen junger Mädchen statt. Mit dem Adventswort „Eure Lindigkeit lasset kund werden allen Menschen" eröffnete die hessische Landesführe- rin Gräfin Elisabeth von Schlitz aenannt von Görtz die Versammlung. Nachdem über die Gießener Arbeit berichtet worden war, gab Gräfin Görtz in kurzen Worten Aufschluß über Wesen und Bedeutung des Verbands, die bestehen in tiefster, innerster Bindung an Gottes Auftrag, der zur persönlichen Verantwortung ruft, und in den einzigartigen internationalen Beziehungen.
Mit dem Thema des Hauptvortrags ging bann Frau Dr. Blanck (Heidelberg), die Geschäftsführerin des deutschen Verbands der Freundinnen junger Mädchen, näher ein auf „Die Gegenwerts- aufgaben der Freundinnen". Zurückblickeno auf ein fast 60jähriges Bestehen hat der Verband beute noch genau feine Bedeutung und Berechtigung wie früher, trotz aller Selbstänoigkeit und Selbstsicher-
beit unserer heutigen Jugend. Die Dienste, die er der weiblichen Jugend tut in Bahnhofsmission, Erkundigung, Auswandererberatung und -fürsorge u. a. werden auch vom Dritten Reich voll anerkannt. Die Vortragende betonte noch die Bedeutung, die in der Zugehörigkeit des Verbandes zum Jnter- nattonalen Bund der Freundinnen junger Mädchen liegt. Als einzige Stelle besitzt er die Möglichkeit der schnellsten und sichersten Erkundigung bis in die fernsten Länder. Gerade diese Auslandserkundigungen haben schon so viele Mädchen und Frauen vor Unheil bewahrt. In manchen Großstädten, die eine Auswandererberatungsstelle des Vereins haben, werden den jungen Mädchen von den Behörden erst dann die Pässe ausgestellt, wenn durch diese Stelle eine günstige Auskunft über den zukünftigen Aufenthalt eingetroffen ist. So dient auch in der Gegenwart der Verein der Jugend unseres Volkes innerhalb und außerhalb der Grenzen unseres Vaterlands.
Nach einem biblischen Schlußwort von Pfarrer Ausfeld und dem gemeinsamen Gesang eines Liederverses ging man auseinander. r. H.
Äortragsveranftaliung
des Obst- und Gartenbauvereins.
Der gestrige Sonntagnachmittag vereinigte die Mitglieder des Obst- und Gartenbauoereins im Saale Faulstich zu einem Vortrage über Humus- fragen. Einleitend teilte der Vorsitzende Dr. Tempel, Leiter der hiesigen Hauptstelle für Pflanzenschutz mit, daß im Januar n. I. an den Wochenend- und Sonntag-Nachmittagen ein Kursus für Obst
baumpflege geplant fei. Hierbei find neben Vorträgen vor allem praktische Hebungen an Obstbäu» men aller Größen vorgesehen, wobei den Teilneh» mern Gelegenheit geboten werden soll, selbsttätig den Baumschnitt auszuführen. Diese Hebungen sollen teilweise im Versuchs-Obstgarten bei Heuchelheim, wie auch in privaten Besitzungen durchgeführt wer- den. Hierauf sprach Diplomlandwirt Fürst (München) über Entstehung, Bedeutung und Anwendung von Humus. Es hat, wie der Redner ausführte, eine Zeit gegeben, in der man glaubte, auch ohne Stallmist, nur mit den Hauptnährstoffen, Stickstoff, Phosphorsäure, Kali und Kalk auskommen zu tonnen. Man hat jedoch nach wenigen Jahrzehnten eingesehen, daß dies ein verhängnisvoller Irrtum war. Wohl gibt es Böden mit unerschöpflichem Reichtum an Humus, die überhaupt nicht gedüngt zu werden brauchen, um Dollernten zu liefern. Doch diese Ge- biete liegen nicht innerhalb der Reichsgrenzen, sondern in Ungarn und vor allem in Rußland. In Deutschland wird der Humusbedarf des Ackerbodens nur zu einem Viertel gedeckt und das ist zu wenig. Wo der Humusgehalt eines Bodens zu den Nährstoffen zählt, die in geringer Menge im Boden vor. Händen find, vermögen alle übrigen Nährstoffe, die man in Form von Düngemitteln verabreicht, sich nicht mehr auswirken. Die Erträge finken. Die Hu- musdünger, die uns zu Gebote stehen, heißen Stall- mist, Kompdst und Torfmull. Letzterer fei nicht fertiger Humus, wie die Pflanze ihn brauche, sondern im Entstehen begriffen. Um ihn aufnahmefähig zu machen, fei der Weg als Einstreu im Stall oder über den Komposthaufen notwendig. Dann erst könne er als Dünger angesprochen werden. Da dies aber Arbeit und Platz voraussetze, habe die Industrie sich der Sache bemächtigt und stelle gebrauchsfertigen Humus unter verschiedenen Handelsbezeichnungen her. Zum Schluß feiner lehrreichen Ausführungen erläuterte der Vortragende die Wirkung solcher industriell verarbeiteter Dünger an zum Teil farbigen Lichtbildern.
Die anschließende Aussprache ergab noch mancherlei Aufschlüsse über die Anwendungsmöglichkeiten und deren gute oder auch nachteilige Folgen. Schließlich beschäftigte man sich auch mit dem in unseren städtischen Betrieben hergestellten Düngemittel, das aus vergorenem Klärbeckenschlamm, Torfmull, Knochenmehl und Kalk besteht.
Zwecksparen zu Weihnachten.
In mannigfacher Form wird überall für bestimmte Ziele gespart. Besonders Weihnachten gibt Veranlassung, schon monatelang vorher Rücklagen anzusammeln, um am Festtag liebevoll ausgewählte Gaben verteilen zu können. Während in einzelnen Ländern oder Landesteilen das Sparen des einzelnen über- wiegt, sind in anderen Gegenden eigene Weihnachtssparvereine aufgezogen worden. Solche Weihnachtssparvereine spielen z. B. in den Vereinigten Staaten von Amerika eine gewaltige Rolle. Weit mehr als eine Million Sparer sind Mitglieder amerikanischer Weihnachtssparklubs. Kurz vor Weihnachten heben die Vereinskassierer das bis dahin von den Spar- kassen verwaltete Geld ab und bringen es an die Vereinsmitglieder zur Auszahlung. Auch in Deutschland, insbesondere im Norden und Nordwesten, gibt es tausende Derartige Sparvereine, die in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Sparkassen tätig sind. Gleichviel, ob der einzelne Volksgenosse solchen Sparvereinen angehört oder ob er selbst für das Weihnachtsfest beharrlich Mark auf Mark legt, Die Hauptsache ist, Daß überhaupt gespart wirb. Ein Sparbuch erweist sich als treuer Helfer auch bei der Ansammlung von Beträgen, Die am Weihnachtsfest dazu Dienen sollen, Durch Geschenke Freude zu bereiten.
Das Reinigen der Straßen von Schnee und Eis.
Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mit« geteilt:
Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß nach § 3 Der Polizeiverordnung bett, die Reinigung der Straße und Das Wegschaffen des Mülls in der Stadt Gießen vom 15. April 1929 den Grundstückseigentümern Die Pflicht zur Reinigung Der Bürgersteige obliegt. Die allgemein verbreitete Ansicht, daß der Grundstückseigentümer, oder der zur Reinigung der Bürgersteige Verpflichtete erst durch einen Polizeibeamten hierzu aufgefordert werden muß, ist nicht richtig. Der über Nacht gefallene Schnee ist spätestens um 9 Hhr wegzuräumen. Ist wegen fortgesetzten starken Schneefalls Die ftänDige Freihältung nicht möglich, so muß die Abräumung in der Zeit von 9 Hhr bis 18 Hhr mindestens alle fünf Stunden einmal erfolgen. Sofern auf den Bürgersteigen Glatteis, eine gefährlich zu begehende Schneedecke, Schnee- oder EisbuFel sich gebildet haben, oder Die Bürgersteige sonstwie schwer zu begehen sind, müssen sie in einer Breite von mindestens einem Meter mit Sand, Kies, Asche oder sonst geeignetem Streu- material ausgiebig bestreut werden. Diele Verpflichtung erftredt sich auf die Zeit von 7 vis 19 Hhr. Wir haben die Polizeibeamten angewiesen, auf Die Einhaltung Dieser Polizeiverordnung strengstens zu achten.
Küchenabfcille zur Schweinemaft.
Der Reichs- und Preußische Minister des Innern, Dr. Frick, hat an die Kommunalaufsichtsbehörden, Gemeinden und Gemeindeverbände einen Erlaß aerichtet, in dem es u. a. heißt: „Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, hat die NS.-Volkswohlfahrt beauftragt, die von ihm angekündigte Verwertung Der Küchenabfälle zur Schweinemast sofort in Angriff zu nehmen und durchzuführen. Die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgabe hat eine tatkräftige, verantwortliche Mitarbeit der Gemeinden zur Voraussetzung. Ich erwarte daher, daß die Bürgermeister sich Der gestellten Aufgabe mit allem Nachdruck annehmen und im Rahmen Der gesetzlichen und finanziellen Möglichkeiten zu ihrem Gelingen beitragen."
*
** Eine Neunundsiebzigjährige. Am morgigen Dienstag, 8. Dezember, kann Frau Margarete K r e h b a st Witwe, geb. Junker, Kirchen- platz 10, in körperlicher und geistiger Frische ihren 79. Geburtstag feiern.
** Ein Turnveteran 7 7 Jahre alt. Der in unserer Stadt und besonders in den Turn- kreisen wohlbekannte Wilhelm 2) ap per begeht am morgigen Dienstag in geistiger und sehr guter körperlicher Frische seinen 77. Geburtstag. Seit feiner frühen Jugend gehört er der Deutschen Turnerschaft an, und heute besucht er noch regelmäßig Die Turnstunden der Altersriege des Turnvereins von 1846. Auch an Den für die Altersturner in Diesem Jahre veranstalteten Wettkämpfen hat er mit Er- folg teilgenommen; er konnte mit Dem schlichten Eichenkranz geschmückt heimkehren. Seine körperliche Frische führt er, wie er oft betont, in erster Linie auf seine regelmäßige körperliche Betätigung
»i eij »-1
1,1
»er
eine ku
Hup«5 ““ L w* g in»!», K
Wrbige ße iUr®* Gigern aus Wt rjnieningsgaben !lk entsprechende
Ser Abend br steche humo ferren oom Ru !x. mit ihren Do Ifne reich ausg M bis Mei Hingen Versen c Mus-Postcm II [f hatte. Tan I' -Gehend das
nie vrtsgr Steno
M Ortsgr
M Äu k »'tu L/Nm h
>er
* blieb i?3en&[ > dichte
i, VLflht
Aom hWt by $ Setzung. J11® Pauline e 5 W dem gro
&«.*
S" r« an n -r will - -
«hs * SÄ -SÄ
I lUb r °°r F1A
Meilun§ lern, EP., Fri
Abteilung Bretel Roßkach ter EP, Esche: □agolb, Irmac fotrrmann, An Sans Becker, 31
Abteilung Storo^ Tchaas E n* W % 0®?rtrub Wi MH.
Abtetlur Wilhelm Haa Schäfer EP, Malter Müll- mann, Dietrich Almut Seide: Mlhelm Dam ’N, Elfriede Mter Hällmc
Abteilun firiedpich Hahn Dickel EP, 3(| ! Auster, Liesel j W, Mariech &f>e, Paul 3ö Mud Wolf, W König, El Wlindemann, «PPer, Erni K


