der Stadt fn einem für unsere Begriffe beängstigendem Tempo abspielt. Auch die angeborene Eleganz und die Sicherheit des Auftretens dieser liebenswürdigen Söhne des Südens, hat etwas Bestechendes. Nicht weniger bei den jungen Damen, die sich bereits im zartesten Backfischalter mit einer natürlichen Grazie und Selbstverständlichkeit zu bewegen wissen, die verblüfft. Sie sind wie die Blumen und Früchte dieses gesegneten Landes. Rasch erblüht und gereift — rascher noch welkend und verblühend. Man hat seine Freude am Schauen, man ist bezaubert, wie sie den Tango tanzen — und doch können uns tausend Inseln des „ewigen Frühlings" nicht einen deutschen Winter und die wundervolle Wiedergeburt der Natur in unserem deutschen Frühling ersetzen — und ist es anders mit den Frauen?
Der Abschiedstag bricht an. Auch hier werden die Kinder der deutschen Schule an Bord geführt und bewirtet. Auch hier frohes Kinderlachen und kleine dankbare Herzen. Dann geht es fix nochmal an Land, um die letzten Peseten unter der sachgemäßen Führung eines deutschen Bekannten, in Mitbringsel umzusetzen. Um 12 Uhr beginnt der kleine Bordempsang, der alle auf der festlich geschmückten Schande vereinigt, denen unser Dank gebührt. Ich lerne oen Führer der hiesigen Falanga kennen, der mich in seinem wundervollen Wagen zu dem rasch noch verabredeten Fußballspiel mi'tnimmt. Der vorzügliche Eindruck, den die straffe Organisation dieser spanischen SA. schon in Las Palmas auf uns gemacht hatte, wird hier verstärkt. Zwei Abteilungen rücken im strammen schnellen Marschschritt des Südländers ein und werden gemeldet. Die Tribünen des wundervoll über dem Hafenpanorama gelegenen Platzes füllen sich in der glühenden Mittagssonne mit Falangisten und der ungezählten Schuljugend der Stadt, tiubel brandet auf, als die Mannschaften in ihren leuchtenden Farben auf den Platz eilen und kurz vor Beginn des Spiel der Gouverneur, Marinekommandant und der deutsche Konsul mit einigen Herren auf der Tribüne erscheinen. Auch die holde Weiblichkeit ist zahlreich vertreten. Die Hände fliegen hoch und Viva Alemana schallt es über den weiten Platz, als die Hakenkreuzflagge über der rot-gold- roten Flagge Spaniens und dem Pfeilbündel der Falanga am Mast emporsteigt. Das Spiel beginnt, die überlegenen Spanier legen ein Tempo vor, das unsere Soldaten nur mit äußerstem Einsatz in der ungewohnten Wärme durchhalten können. Um so lauter schallt der Beifall, als nach zwei blendend geschossenen Toren der Spanier ein schneidiger Angriff das verdiente Ehrentor für uns brachte.
Inzwischen ist es 15.30 Uhr geworden, um 17 Uhr
ist seeklar. Wieder haben Mädels mit erstaunlicher Schnelligkeit ein köstliches Getränk und kleine Kuchen herbeigebracht. Die Zuschaber tun sich gütlich, und fast hätte die brave schweißgebadete Mannschaft leer ausgehen müssen. Aber noch während auf dem weiten Platz sich alles zum gemeinsamen Abmarsch aufstellt, wird auch ihnen von zarter Hand der Labetrunk gereicht. Und nun geht es, schmetternde Musik voran, in langem Zug durch die Straßen, hinunter auf die Mole. Mädels im Blauhemd tragen die Flaggen des neuen Spaniens, der Falanga und die Hakenkreuzflagge. Händeklatschen, Tucherschwenken, Heilrufe überall, das Herz geht einem auf!
Wir find stolz, unseres Führers Soldaten und Sendboten eines starken Vaterlandes zu fein, das wieder geachtet, bewundert und umworben wird, wo noch vor wenigen Jahren die Faust des bolschewistischen Wahnsinns sich gegen uns ballte. Und ein tief- innerliches Verstehen für den Aufbruch dieses begeisterungsfähigen Volkes ist das bleibende Ergebnis dieser unvergeßlichen Tage.
Schwarz von Menschen ist die breite Mole, brausende Heilrufe, als der Kommandant im Angesicht aller auf der Schanze die als Erinnerungsgabe überreichten Fahnen aus den Händen der Mädeld entgegennimmt und dem Führer der Falanga das Bild des Schiffes als Gegengabe überreicht. Hoch über den Köpfen der begeisterten Menge leuchtet die Hakenkreuzflagge, als das Schiff langsam und majestätisch von der Mole ablegt. Die Hymnen beider Länder klingen von der Mole herüber, unsere Bordkapelle spielt deutsche Märsche — laut internationaler Abmachung werden von den in spanischen Gewässern stehenden Kriegsschiffen der Seemächte weder die Hymnen gespielt, noch der sonst übliche Landessalut geschossen. Schon meldet der Funk den unmittelbar bevorstehenden Fall von Madrid, den man fieberhaft erwartet. Ueberall sieht man die Karte Spaniens, mit kleinen Flaggen die Front abgesteckt — Er wird es schaffen, dieser Franco! Derselbe Funk meldete tags zuvor von Tankangriffen der Roten, mit 40 der schwersten geschützbestückten sowjetrussischen Tanks, die von den nationalen Truppen, nach schweren Verlusten, in die Flucht geschlagen wurden. Die eiserne Klammer um Madrid schließt sich unaufhaltsam, trotz bolschewistischer Waffen und Offiziere. Aus einem Meer von Blut und Grauen — Arriva Espana!
Wir find Soldaten, gewohnt, Befehle auszuführen, aus unseren Herzen aber kann feiner eine Mördergrube machen. Es lebe Spanien!
Nürnberger Spielzeug - ganz zeitgemäß.
„Christkindlesmarkt" im Zeitalter der Reichsautobahnen.
Nürnberg, das seit Jahrhunderten die Stadt des Spielzeuges ist, in dem aus den ersten kleinen Schöpfungen begabter Handwerksmeister sich überhaupt erst der Begriff „Spielzeug" bildete, hat sich nicht nur Ererbtes treu bewahrt, sondern in feinen Spielzeugmeistern und Erfindern heute noch einen Stamm hochbegabter fortschrittlicher Menschen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß in der Stadt, in der ein Peter Henlein die ersten Taschenuhren erfand, die man „Nürnbergs lebendige Eierlein" nannte, in der der Zirkelschmied Hans H a u t s ch (1595 bis 1670) die ersten Feuerspritzen und selbständig fahrenden Wagen konstruierte, gerade das mechanische Spielzeug seine Heimat hat. Der bewegliche Geist der Nürnberger, der sich bei konstruktiven Erfindungen immer bewährt, hat dieses unerschöpfliche Gebiet einer Industrie, die von immer neuen Einfällen und Erfindungen abhängig ist, nie aus den Händen gegeben. Fast möchte man neidisch werden auf die Kinder, wenn man bei einem Rund gang durch die Fabriken die neuesten Spielzeuge für den Weihnachtstisch sieht.
Da liegt ein Modell der Reichsauto- bahnen inmitten einer farbenfrohen Landschaft ausgebreitet zu unseren Füßen. Wie die Schienen der Kindereisenbahn, ist auch die eigentliche Autostraße aus einzelnen Metallteilen zusammengesetzt. Die weichgeschwungenen Straßen führen bergauf und bergab — über Ueberfübrungen und Brücken — sie überqueren Flüsse und Täler genau so wie die Reichsautobahnen der Wirklichkeit. Die Straße der Kinderwelt läuft vorbei an selbstgebauten Städten und Dörfern, sie umfährt einen kunstvoll erbauten Berg und gleitet dann wieder durch eine Helle Waldlichtung. Moderne Autobusse, elegante Limousinen, Motorradler mit Beiwagen und schwere Fernlastwagen, kleine Modelle aller bekannten Automarken sausen in vollem Tempo über die weite Bahn und bewältigen spielend die verschiedenen Geländeunterschiede. Wenn sie in ungebremster Fahrt aneinander vorbeisausen, ohne sich gegenseitig zu gefährden, hat man ein lebendiges Bild der Reichsautobahn in vollem Betrieb.
Täuschend in Hinsicht auf Wirklichkeitsnähe aber ist die Zusammenstellung von Eisenbahnanlage und Reichsautobahn im Kinderzimmer. Die elektrischen Eisenbahnen sind jetzt so vervollkommnet, daß man Ev-Züge mit Stromlinienlokomotiven und große Güterzüge auf dem ausgedehnten Schienennetz verkehren lassen kann; auch die neuesten Schnelltriebwagenmodelle, der „Schienenzep- p e l i n", der „Fliegende Hamburger", fehlen ebensowenig wie kleinere dieselelektrische Triebwagen. Die modernen v-Züge führen außer ihren Personenwagen auch Schlaf- und Speisewagen, und die Güterzüge haben alle Transportwagen der neuen Zeit, Kipp wagen neuester Konstruktion, Kranwagen, Schotterwagen, selbst moderne Kühl-, Bananen- und Kabelwagen.
Die größte Ueberraschung auf dem Gebiete der elektrischen Eisenbahnen, die sich im Sturm die Herzen eroberte, war eine Miniatureisenbahn, bei der trotz ihrer Kleinheit jede Einzelheit ihrem großen Vorbild nachgebildet ist. Die Spurweite dieser „Tischbahn" beträgt 16,5 Millimeter, der kleinste Schienenkreis besteht aus 12 runden Schienen und hat einen Durchmesser von 27 Zentimeter; dadurch ist die Möglichkeit gegeben, diese Eisenbahnanlage auch auf dem Tisch aufzubauen. Lokomotiven und Wagen sind mit einer neuen, halbautomatischen Kuppelung versehen; ein auf den Schienen stehender Wagen wird durch ein kurzes Rangiermanöver mit dem rückwärtsfahrenden Zug ohne jeden Handgriff vom Zug ausgenommen. Bei diesen kleinen Eisenbahnen können die Züge nicht nur unabhängig voneinander fahren; eine neue Erfindung gibt sogar die Möglichkeit, im gleichen Stromkreis auf einem Gleise zwei Züge in verschiedener Geschwindigkeit verkehren zu lassen. Von dem elektrischen Stellwerk aus, das mit jeder neu hinzukommenden elektrischen Weiche automatisch anwächst, ist die Bedienung der Fahrtanlage leicht gemacht. Dadurch erschließt sich der Jugend mehr denn je die wirkliche Welt der Eisenbahn. Man muß schon verstehen, Zeiten einzuhalten und Signale und Weichen richtig zu bedienen, um „Unglücksfälle" zu vermeiden!
Wie weit die Spielzeughersteller unserer Tage versuchen, dem Heranwachsenden Kinde alle Möglichkeiten des Lernens in die Hand zu geben, beweisen die prachtvollen M e t a l l b a u k ä st e n, mit denen man so ganz nebenbei das Konstruieren und Bauen lernt. Ob man nun den Flugzeugbaukasten zur modellgetreuen Nachbildung moderner Ganzmetallflugzeuge betrachtet, oder ob man die Rennwagen-Karosserie- und Chassiskästen sieht, immer ist es möglich, Stück um Stück, wie beim Bau eines richtigen Autos ober Flugzeuges, ein naturgetreues Modell herzustellen und sich so in die Welt der Technik einzufühlen.
Aus ähnlichen Gedanken heraus entstand auch ein neuartiger „Elektro-Diesel-Motor", eine für Kinder gefahrlose K o l b e n k r a f t m a s ch i n e, die mit Strom aus der Lichtleitung gespeist wird und zum Antrieb kleiner Modelle dient. Sie soll den kleinen Elektromotor ersetzen, der sich nicht zur Belehrung eignet. Bei diesem kleinen Elektro-Diesel kann man die Arbeit der Maschine hinter einer durchsichtigen Scheibe beobachten.
Ist das technische Spielzeug in erster Linie für die Knaben gedacht, so kommen doch auch die Mädchen nicht zu kurz. Sie finden z. B. einen neuen elektrischen Kochherd für b i e Puppenküche, bei dem auch die Bratröhre und der Grill nicht fehlen.
Was in den Werkstätten der Nürnberger Spielzeugfabrikanten entstanden ist, das findet man in den Adventswochen wieder in den vielen Buden
des historischen Ehristtlndkesmarktes» der sich seit Jahrhunderten erhalten hat und ein rechtes vorweihnachtliches Fest der Stadt des Spiel« zeugs und der Lebkuchen ist. Der Adolf-Hitler-Platz mit dem schönen Brunnen und dem gotischen Prachtwerk der Frauenkirche, an dessen Giebel all« täglich mit dem Glockenschlage zwölf der Reigen der sieben Kurfürsten um Kaiser Karl IV. zieht, gibt Den Rahmen für den Christkindlesmarkt. Auch die Zugangsstrahen sind künstlerisch geschmückt; von riesigen Girlanden, die die Straßen überspannen, grüßen große Nürnberger Rauschgoldengel, beleuchtete Weihnachtssterne und andere Weihnachtssymbole. Für die ganze Dauer des Marktes wird die elektrische Straßenbeleuchtung ausgeschaltet, nur Kerzen- und Budenbe» l e u ch t u n g hüllen den Platz in stimmungsvolles Halbdunkel.
In langen Reihen sind auf dem Markt Buden und Stänbe verteilt. Jede einzelne der Buben ist mit den schönen alten Nürnberger Weihnachtslampen in den Stern- und Vielecksformen, mit Weihnachtsfahnen und -engeln geschmückt. Alles, was Jung unb Alt auf dem Weihnachtstisch erfreut, wird hier feilgehalten. Das berühmte Nürnberger Spielzeug, Zinnfiguren und Puppen, lauter bunte Sächelchen voll Kunst unb Volksüberlie, ferung, sind hier ausgebreitet. Lebkuchen erfüllen den Platz mit Honigduft — das ganze weihnachtlich tätige Nürnberg gibt sich hier zur Freude aller ein fröhliches Stelldichein.
Wirtschaft.
Voller Erfolg der Reichsanleihe.
Fwd. Aus einer Umfrage des DHD. über die Zeichnungen zur Reichsanleihe, deren Frist am Samstag abläuft, ergibt sich, daß sich besonders in den letzten Tagen die Zeichnungen in recht erfreulichem Maße gesteigert haben. Heber die endgültigen Zahlen läßt sich naturgemäß im Augenblick noch nichts sagen, es kann jedoch auf Grund des günstigen Zeichnungsoerlaufs mit einem sehr guten Ergebnis der Reichsanleihe gerechnet werden.
Kein Branntwein mehr ans Roggen und Weizen.
ZdR. Da im Rahmen des Vierjahresplanes die Sicherung der Broternährung des deutschen Volkes die grundlegende Notwendigkeit aller übrigen Maßnahmen ist, hat der Reichsminister für Ernährung unb Lanbwirtschaft bie Herstellung von Branntwein aus Roggen ober Weizen grundsätzlich verboten. Um biefes Verbot in vollem Umfange wirksam werden zu lassen, würbe gleichzeitig bestimmt, baß Roggen ober Weizen zu Brennzwecken roeber gekauft, erworben, verkauft, veräußert ober sonst in den Verkehr gebracht ober verwenbet werden darf. Der Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft sind alle bis zur Veröffentlichung der Verordnung abgeschlossenen Kaufverträge, soweit sie noch nicht geliefert sind, von den Verkäufern zu melden. Ferner haben die Brennereien ebenfalls die bei ihnen lagernden Bestände an Roggen ober Weizen sofort der Hauptvereinigung aufzugeben. Seitens der Hauptvereinigung ober deren Beauftragten, den Ge- treidewirtschaftsverbänben, wirb über bie Vorhände- nen Bestände sodann verfügt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur bie im abgelaufenen Monopolbetriebsjahr freigegebenen Mengen von Malachitroggen, die im laufenden Betriebsjahr noch zur Herstellung von Branntwein verwendet werden dürfen. Die Durchführung dieser Derord- iiung wird entsprechend der Wichtigkeit mit besonderer Strenge gehandhabt werden. Zuwiderhandlungen werden daher unter erhebliche Strafe gestellt. Der Vierjahresplan verlangt die Zusammenrasfung aller uns zur Verfügung stehenden Mittel, um bie gefährliche Auslandsabhängigkeit unserer Ernährung zu überwinden. In diesem Zusammenhang kann es sich das deutsche Volk nicht leisten, auch nur die geringste Menge Brotgetreide zur Herstellung von Branntwein zu verwenden, der aus anderen vorhandenen Grundstoffen hergestellt werden kann.
Rhein-Mainische Börse.
Fester.
F r a n k f u r t a. M., 5. Dez. Die Börse verstärkte ihre freundliche Tendenz unb brachte an den Aktienmärkten auf kleine Kunbschaftskäufe überwiegend Befestigungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Zu den ersten Notierungen war das Geschäft auf einigen Spezialgebieten etwas lebhafter, später flaute es jedoch allgemein stark ab, so daß wieder nahezu Stagnation herrschte. Montanaktien setzten im Zusammenhang mit den letzten günstigen Wirtschaftsberichten durchweg bis 1 v. H. höher ein, Verein. Stahl gewannen 1,13 v. H., nur Ilse Genuß ließen 1 v. H. unb Mansfelder nach Pause 2,50 v. H. nach. Die Farben-Aktie lag mit 168 (167,75) voll behauptet. Von Elektrowerten
lagen Bekula weiter fest mit 174 (173,25), Licht & Kraft zogen 1,50 v. H., Siemens 0,75 v. H. und Felten 0,65 v. H. an, Schuckert und RWE. blieben gut gehalten. Im einzelnen gewannen Muag 1,75 v. H. auf 132,75, Zellstoff Waldhof 2 v. H. auf 139, Daimler 0,50 v. H. auf 119,50; Reichsbank, Westdeutsche Kaufhof, Deutsche Linoleum, Zement Heidelberg, Scheideanstalt und Rheinmetall-Borsig hatten gut behauptete Kurse.
Am Rentenmarkt waren Kommunal-Um- schuldung mit 89,65 bis 89,70 etwas fester, auch einzelne zertifizierte Dollar-Bonds zogen 0,13 bis 0,25 v. H. an. Zinsvergütungsscheine und späte Schuldbuchforderungen lagen unverändert. Für Altbesitz blieb der Kurs wegen der Ziehung auch heute gestrichen.
Im Verlaufe kamen nur noch wenig Umsätze am Aktienmarkt zustande. Leicht schwankend waren IG. Farben mit 168,50 bis 168,13 nach 168. Montanwerte bröckelten verschiedentlich um 0,25 bis 0,50 o. H. ab. Höher lagen Bemberg mit 107,65 bis 108,50 (107). Im übrigen wiesen die Kurse gegen den Anfang kaum Abweichungen auf. Die später notierten Papiere lagen meist 0,50 bis 1 v. H. über gestern. Am Kassamarkt ermäßigte sich die Taxe für Zellstoff Memel auf 50 Brief nach 55 (l. K. 60).
Frankfurter Schlacbwiehmarkt.
Frankfurt a. M., 7. Dez. (Vorbericht.) Um lu Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 929 Rinder (113 Ochsen, 153 Bullen, 519 Kühe, 144 Färsen), 399 Kälber, 172 Schafe, 4680 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 48, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 25 bis 65, Hümmel 32 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hammel und Schafe mittelmäßig.
Rundfunkprogramm.
Dienstag, 8. Dezember.
6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkkonzert. 9.30: Heitere Musik am Morgen. 10: Schulfunk. „Wir schlagen die Brücke." Volkslieder und Tänze unserer Nachbarstaaten. Zusammengestellt von Ernst Röhlk und R. Stapelberg. 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musica zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. Gespräch mit einem Weinkontrolleur. 15.15: Die deutsche Frau. „Schenke richtig — und du machst doppelte Freude?" Manuskript: Helga Prol- lius. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Das große Winterfest der Germanen. Eine Plauderei von Ewald Schild. 17.45: Die Begegnung. Eine Hörszene 3um WHW. 18: Unterhaltungskonzert. 19: Lob des Winters. Eine Hörfolge um geweihte Winternächte und fröhliche Lichtfeste. 19.30: Kampf dem Verderb! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Der Trompeter von Gückingen", Oper in einem Vorspiel und drei Akten nach Viktor von Scheffels Dichtung von Viktor E. Neßler. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Nachrichten der DAF. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Vanknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt n.M.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlosjenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H.
Franktun a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Hrankfun a. M.
Berlin
Schlußkurs
Sch-ußk. Abendbörse
Schlußkurs
Ecklußk. Mittag« börte
Schluß- fürs
Schluß«. Abenv- börfe
Schluß« kurs
Schlupf Mittag- börie
Schlußkurs
Gchlui:.. Abend- bflrf'
Schluß» lurs
^chlußk. Mlttag- börse
Datum
4.12.
5.12.
4-12-
5-12.
Oaium
4.12.
5.12.
4.12.
5-12.
Datum
412
5.12-
4-12.
5.12.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 614% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Abloj.-Schuld mti
Auslos.-Rechten ............
101,2
98
102,5
99,75
98,75
97
100,95
93
130,5
97,25
100,5
100.65
97,5
95
109,8
7,4
101,2
98
102,5
99,75
98,75
97
100,75
93
130,5
122,75
97,25
100,5
100,75
97,5
95
109,8
5,4
5,9
101,2
98 102,65
99,8
98,5
97
122,9
67,25
100,75
97,5
95 109,9
22
2
7,4 j,05 6,45
9,1
101,2
98
102,13
99,8
98,5
122,65
97,25
100,65
97,5
95 109,9
20,5 1,95
6,7-, 5,35
6,1
8,9
4% vesgl. Sene n ............
5% Rumün. veretnh. Rente v. 1003 4'/2%Rumän.vereinh.Nentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .
2 y4% Anatolier............
Hamburg-Amerika-Paket .....o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Vairk und DiSconto.
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank.............. 4
Reichsbank ................ 12
A.E.G...................... 0
Bekula..................... 8
Elektr. LieserungSgesellsch'aft... 6
Licht und Kraft ............7
Fellen L Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ ß
Rhein. Wests. Elektr.......... %
Schuckert 8 Co............... q
Siemens S Halske............ g
ilahmeyerLCo.............. 7
Buderus ...................
Deutsche Trdöl .............. 4
Harveiwr .............. 2 Yt
Hoeich Ci» n -Köln-Neuesjen .. 3 Ilse Bergbau ............... t-
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwrrke ...............8
Mannes mann-Röhren........ 8
10,1
5,525
29
14,25
14,5
122
108,25
108,5 105,25
190
173,25 132,25
155.25
136.4 143,25
138,5
158,5
196
120,5 141,5 149,5
116
186 146-25 123,25 117,25
10,1
28
14,25
123
123
108,25
109 105,5 189,5
174 133,25 157,75
137 143,5
138,65 158,5
196,75
121
141,5 150,25
117
145,25
123,75
118
7
10,2
5.6
29
14,25
39
14.4
122
123,5 108,25
108,5
105.25
190
173,25
133,5
156
136
142,9
138,9 158,75
197,5
135
120,5
141,5
150
116,5 187,5
144,5
124 117,13
6,65
10
5,5
27,75
14
14,25
123,5
123,5
108,25
109 105,5 188,5
173,25
134
156,5
137
143
139,25 158,75
197 134,25
121,75
141
159
117,25
190
145,25
124
118
ManSselver Bergbau....... 6%
Kokswerke.................. 6
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Nheinstahl ............ 4
Bereinige Stahlwerke......8%
Otavi Minen ...............O
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%
3. G. Farben-Jndustrte.......7
Scheldeanstalt............... 9
Goldschmidt ................ 5
Rütgerswerke....... 6
Metallgeselllchaft............. 5
Philipp Holzmann........... 4
Zementwerk Heidelberg ...... 7
Zementwerk Karlstadt......... e
Schultheis Panenhoser .......4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................ß
Zellstoff Waldhof ............8
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas .......... 7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum........... 8
Lrenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Cbade...................... 9
Accumulatoren-^abrik....... 12
Conti-Gummi ........... 1]
220,5
148,25
120,9
23,75
135
132
167,75
263,5
127
136,4
152
131,5
166
107 159
137
119
161
60
239,5
164
152
220,5
150
121,4
23
135
132,5
187
168,13
263,5
127
137
153
132
165
108.5
160
139,5
119,5
161,5
60,25
238
164
35
95
204
152 136,75
222
148,65
120,9
23,75
135 131,5 187,5
168,13
128 136,4 152,5
n
99,25
57
107
158,75
138
109,25
118,9 161,13
89,25
60
240
162,5
I 34,9
1 204
152
138
220
149,75
121,4
23
135
133 187,9
168,4
127
137.4 152,75
132^5
99,25
108,25 159,75
139,75 109,5 119,5
161,13
89,75
60
238
198 162,5
34,9
2 03
*y*% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, l ......
*Yi% ehem. 8% Hessischer Volks, float 1929 lrückzahlb. 102%) ...
*TA% ehem. 8% Hessische Landes bant Darmstadt Gold R. 12...
6/i% ehem. 4^% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiou.
4'A% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverschr R.k Oberhessen Provinz-Anleihe mi, Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sammelabl. An leibe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4’/2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1933 6'/,% ehem. 4>/r% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Pfandbriefe......
5y2% ehem. 4/i% Rheinische Hyp.-Bank-Liyu.-Goldpse. ...
4%% ehem. 8% Pr. LanveSvsanl» briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
4)4% ebem. 7% Pr. Landespfand
briefanst., Gold Komm. CbL 20 Eteuergutich.Verrechnungsk. 34-38
4% Oesterretchische Goldrente...
4,20% Österreichische Silberrente 4% Ungarische Gmorenie 4% Ungarnche Siaaisrenle v. I91<
6% abgest. Gvlomexikaner von 99 Bagdadbahn-Anlethe
Gritzner....................01 34,5
Mainkraftwerke Höchst a.M..., 41 95
Süddeutscher Zucker ........ to| 204
4.Dezem'.er
5. Dezember
Amttiche Dotierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Gelb
Brief
dueno» Ulm
0,713
0,717
0,714
0,718 J
Brüssel ....
42,10
42,18
42,08
42,16
'Rio de Jan.
0,147
0,149
0,148
0,150
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
54,48
54,58
54,41
54,51
Danzig ....
47,04
47,14
47,04
47,14
London....
12,20
12,23
12,185
12.215
HeliingsorS.
5,39
5,40
5,38
5,39
Paris .....
11,605
11,625
11,59
11,61
Holland ...
135,39
135,67
135,26
135,54
Italien....
13.09
13,11
13,09
13.11
)apan .....
0,709
0,711
0,709
0,711
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
völo.....
61,32
61,44
61,25
61,37
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ...
11,08
11,10
11,065
11,085
Stockholm..
62,90
63,02
62,83
62,95
Schweiz ...
57,18
57,30
57,14
57,26
Spanien...
20,98
21,02
20,98
21,02
Prag......
Budapest ..
8,766
8,784
8,766
8.784
•BeuQod
2,488
2,492
2,488
2,492
Berlm,5.Dezember
Ö
Mf '
Amenlanuche Roten..............
2,45
2,47
Belgische Noten..................
41,96
42,12
Dänische Noten .................
54,25
54,47
Englische Noten .................
12,16
12,20
Französische Noten...............
11,54
js,58
Holländische Noten...............
134,93
135'47
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
61,09
61,33
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
—
Rumänische Noten ...............
—
—
Schwedische Noten...............
62,66
62,92
Schweizer Noten.................
56,99
57,21
Spanische Noten.................
Ungarische Note« ................
—
—


