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fünf Millionen neuer gesunder Woh nun gen vorsehe.

Kleine politische Nachrichten.

Reichstagung Schönheit der Arbeit".

Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Im Rahmen der Reichstagung des AmtesSchönheit der Arbeit" fand im Ufa-Palast eine Festveranstal­tung statt, zu der sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter Julius Streicher, die Ver­treter von Partei, Wehrmacht und Behörden mit einer großen Zahl Nürnberger Betriebsführer und schaffender Volksgenossen aus allen Ständen ein­gefunden hatten Gauleiter Julius Streicher er­klärte, die Zeit sei endgültig vorbei, in der man glaubte, den Arbeiter als ein Stück Vieh betrach­ten zu können. Er richtete mahnende und eindring­liche Worte besonders an die Betriebsführer und forderte sie auf, offen und ohne Hintergedanken mitzuarbeiten und mitzuhelfen, daß die Arbeits­stätten schön würden und jeder Schaffende wieder geachtet werde. Dann könnten wir als Gemeinschaft die großen Aufgaben erfüllen, vor die wir in der Welt gestellt seien Als Uraufführung folgte dann der Vortrag desMarsch der Arbeit" von Rudolf Perak. Anschließend lief der erste von der Abteilung Film des Reichspropagandaamtes der DAF. für das AmtSchönheit der Arbeit" herge- stellten Filme,W ir und das Wer k". Der zweite Film war ein FarbentrickfilmM e i st er­be t r i e b A G.", der in lustiger Folge die Um­wandlung einer sogenanntenBruchbude" in eine großartige Fabrikanlage zeigt. Beide Filme fanden lebhaften Beifall. Sie sind hervorragend geeignet, das Wollen des AmtesSchönheit der Arbeit" den Volksgenossen nahezubringen.

Die Versorgung des Llnieroifizierskorps.

Der F ü h rer und Reichskanzler hat Sr. sigl. Hoheit dem Prinzregenten von Ju­goslawien zum jugoslawischen Nationalfeiertag, dem Geburtstag des Königs, herzliche Sluckwünsche telegraphisch übermittelt und zugleich besten Wünsche für das Wohlergehen S. M. des Königs zum Ausdruck gebracht. Der Geburtstag wurde in ganz Jugoslawien feierlich begangen. Den Mittelpunkt der in Belgrad stattfindenden Feierlichkeiten bildete eine große M i l i t ä r p a - rade. König Peter beging seinen Geburtstag im Kreise seiner Mutter und seiner jüngeren Brüder am Sommersitz der königlichen Familie in Veldes.

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Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blom­berg, hat zu seinem Geburtstage so zahl­reiche Glückwünsche erhalten, daß es ihm leider nicht möglich ist, alle Schreiben persönlich zu beant­worten. Er bittet, seinen Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen.

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König Eduard VIII. von England hat am Sonntag gegen Mitternacht im Sonderzug des türkischen Staatspräsidenten Istanbul ver­lassen, um sich über Sofia nach Wien zu begeben. Auf dem Bahnhof hatte sich der Staats­präsident Atatürk vom König verabschiedet. In Sofia wird der König mit dem König von Bul­garien zusammen sein.

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Nach einem kurzen Aufenthalt in Hamburg trafen die auf Einladung des NS.-Rechtswahrerbundes Deutschland besuchenden englischen Juristen in der Reichshauptstadt ein. Nach einer Kranz­niederlegung am Ehrenmal werden sie am Mon­tagnachmittag vom Reichsrechtsführer Reichsminister Dr. Frank im Haus der Deutschen Presse emp­fangen werden.

Das Schicksal des Suez-Kanals.

Berlin, 5. Sept. (DNB.) Der Reichskriegs- Minister hat der Truppe mitgeteilt, wie die Ver­sorgung der ausscheidenden Unteroffi­ziere geregelt werden soll. Nach der Neuordnung werden die Unteroffiziere nach Ablauf ihrer zwölf­jährigen Dienstverpflichtung nicht mehr wie bis­her aus dem Treueverhältnis zum Staat aus­scheiden, sondern in einem gesetzlich gere­geltem T r e u e v e r h ä l t n i s auch nach der E n t l ^s s u n g aus dem aktiven Dienst verbleiben. Sie erhalten bis zur planmäßigen Anstellung als Beamte gleichbleibende also nicht wie bisher jährlich abklingende Uebergangs- b e z ü g e, beiden Höhe sich nach der auf den Wehr­machtsfachschulen erreichten Vorbildung richtet. Werden ehemalige Berufssoldaten vor der Anstel­lung d i e n st u n f ä h i g, dann erhalten sie ein aus den Uebergangsbezügen errechnetes Ruhegeld. In entsprechender Weise ist auch die Hinterbliebenen­versorgung geregelt.

Voraussetzung für die Gewährung der Bezüge ist, daß die Versorgungsanwärter bei m i n d e - stens fünf Verwaltungen des öffentlichen Dienstes (darunter großen) für Beamtenstellen und außerdem für Angestelltenstellen vorgemerkt sind. Bei Versorgungsanwärtern, die eine Ein­berufung in Beamten- und Angestelltenstellen, für die sie vorgemerkt sind, ohne zwingenden Grund a b l e h n e n, 'erlöschen die Uebergangsbezüge. Sie erlöschen auch bann, wenn die Versorgungsan­wärter eine ihnen von den Versorgungsdienststellen der Wehrmacht nachgewiesene Beschäftigung i m öffentlichen D i e n st, die ihnen unter Be­rücksichtigung ihrer Vorbildung billigerweise zuge­mutet werden kann, ohne zwingenden Grund ab­lehnen. Wie bisher soll aber auch in Zukunft nach freier Wahl mit einer festen Abfindungs­summe der Uebergang in einen bürger­lichen Beruf oder die Ansiedlung als Bauer möglich bleiben.

Diejenigen jungen Männer, die Lust und Liebe zum Berufssoldaten in sich tragen, werden sich die­sem Berufe ohne Sorge um ihre wirtschaftliche und berufliche Existenz für die Zeit nach dem Ausschei­den aus dem aktiven Militärdienst hingeben kön­nen Durch die Bindung der Uebergangsbezüge an die auf den Wehrmachtsfachschulen erlangte Vorbil­dung, kann das geistige, kulturelle und soziale Niveau des Unteroffizierskorps auf denkbar bester Höhe gehalten werden.

Einstellung von Freiwilligen in die Lustwaffe.

Berlin, 5. Sept. (DNB.» Das R-)chslust,°hrt. Ministerium gibt bekannt: Im Fruhl°hr 19 37 weiden bei der Fliegertruppe und Lustnachrichten trunne Freiwillige eingestellt. Bewerber ron- n7n sich schon jetzt melden bei jedem Truppen, teil d» Fliegertruppe und der Nachrichtentruppe. Auskunft über die Bedingungen und Uber den vor­her abzuleistenden Arbeitsdienst erteilen d e Trup- »enteile die Wehrbezirkskommandos und die Wehr Meldeämter. Beide/ F - ° k a r. i l l ° r i e und be,m Regiment General Goringl werden m SVrühmhr 1Q37 feine Freiwilligen em geftellt.^Der Zeitpunkt für die Meldungen von Frei­willigen für die Herbsteinstellungen bei der Fliege

zwecklos.

Korpsführer Hühnlein kündigt einen NSKK. - Verkehrserz>ehungsd,enfl an.

hatte die wahrend der Olympija) ^KK. 3U eingesetzten Führer und Man- , bei dem der

einem Schlußappell zu,amm b ^ Hühnlein, Führer des NSKK., «orv i/ g^mpstchen darauf hinwies, baß way der Motor-

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zwischen Volk und Staat.

London, 6. Sept. (DNB.)Sunday Dispatch" berichtet, daß im Zusammenhang mit dem neu ab­geschlossenen englisch-ägyptischen Ver­trag gegenwärtig Verhandlungen über die künf­tige Verpachtung des Suez-Kanals tattfinben. Im Jahre 1968 würde vertragsgemäß der Kanal an Aegypten fallen. Dann könne Aegypten alle Angelegenheiten des Kanals beauf- ichtigen oder den Kanal verpachten. Aegypten be­mühe sich jetzt in London um eine Anleihe von 15 Millionen Pfund Sterling. Diese Anleihe würde von Frankreich und Großbritannien bei der Zu- icherung der ägyptischen Regierung, den Kanal ü r weitere 100 Jahre an die jetzt in Pacht tehende Gesellschaft zu verpachten, gewährt werden.

Kunst und Mistenfchast.

Abschluß des Wiesbadener Lichtforschungskongresses.

Am letzten Sitzungstage hörte der 3. Interna­tionale Kongreß für Lichtforfckung in Wiesbaden Vorträge über die Themen Licht und Kinderheilkunde, Licht und Volksgesundheit, sowie über Bioklimatologie und über das Licht in den übrigen medizinischen Disziplinen. U. a. betonte Prof. Dr. Kollath (Rostock), daß der Lichteinfluß auf den gesunden Menschen neben der Wirkung der gesunden Ernährung als eine doppelte Sicherung zur Erhaltung der Gesundheit anzusehen sei. Mit der Frage des Lichtes im Dienste der Erholung setzte sich Prof. Dr. H o s k e (Berlin) auseinander. Für bie Erholung sei das Licht ein unersetzliches Mittel. Für die seelische Wirkung sei der Gegensatz zwischen den Arbeitsräumen der Stadt und den wechselnden Lichteinbrücken in ber Natur eine Auf­lockerung ber nervösen Ueberfpannung wichtig. Prof. Dr. Knoll (Hamburg) bezeichnete den neu­zeitlichen Sport als einen ber Pioniere der Licht- und Luftausnutzung im Interesse ber Gesundheit, lieber seine Forschungen zum ProblemSonnen­strahlen und Wohnung" berichtete Prof. Dr. R. S ch ul z e (Berlin). Am Sonntag begaben sich bie Kongreßteilnehmer nach Gießen, besichtigten bort bie Lupusheilstätte und hörten einen Vortrag von Prof. Dr. W. S ch u l tz e über kombinierte Lupusbehandlung mit Diät, Allgemeinbestrahlungen und Grenzstrahlen mit Krankendemonstrationen.

Dichtertagung in Eutin.

Zur Tagung des Eutiner Dichterkreises trafen sich in der alten oldenburgischen Stabt Eutin Helene Voigt-Dieberichs, Gustav F r e n s - s e n , August Hinrichs, Hermann C l a u b i u s, Dttomar Enking, Hans Friebrich B l u n ck und ber Ring der jüngeren Mitglieder. Der große Saal des Doßhauses vermochte kaum die Gäste zu fas­sen, die dem Begrüßungsabend beiwohnten. Als Vertreter des Rektors ber Universität Kiel sah man den Vorgeschichtler Professor Scheel. Die Frau Erbgroßherzogin von Oldenburg war ebenfalls er­schienen. Nach einer Begrüßungsansprache des Bür­germeisters Dr. R i ck l e s s sprach im Auftrage des Reichsleiters Alfred Rosenberg der frühere Ge­sandte D a i tz über die Kulturpolitik des Ostsee­raumes.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgobeort Frankfurt

Ein besonders kräftig entwickelter Wirbel ist bis an das Nordseegebiet vorgestoßen und wird noch am Montag unter heftigen Böen den Höhepunkt des schlechten Wetters herbeiführen. Anschließend wird die Niederschlagsneigung wieder abnehmen, doch ist das Aufkommen beständigen Wetters noch nicht zu erwarten. , £

Aussichten für Dienstag: Nach heftigen Böen und verstärkter Niederschlagstätigkeit ist noch am Dienstagnachmiltag wieder mehr wechselnd be­wölktes Wetter mit einzelnen Schauern zu er-

Cufttemperaturen am 6. September: mittags 16,9 Grad Celsius, abends 12,5 Grad; am 7. September: morgens 12,8 Grad. Maximum 17,8 Grad, Mini­mum heute nacht 11,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. September: abends 16 Grad; am 7. September: morgens 14,8 Grad. Niederschläge in 4,3 mm. Sonnenscheinbauer 0,9 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lanae. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats-Buch. und Steinbruderei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschllehllch 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags

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