Ur. 209 Erster Blatt
Montag, 7. September 1936
186. Jahrgang
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brechung erleben,
zwar I Erste war:
der Generalinspekteur der
Warschau, 6. Sept. (DNB.) „Gazeta Polska" bringt einen Artikel ihres Korrespondenten aus Nancy, in dem es heißt, Franzosen und Polen, Militär und Zivil, ständen unter dem Eindruck, daß sich in den Tagen des polnischen Besuches in her Stimmung Frankreichs eine Aende - rung vollzogen habe. Die französische Ar- m e e habe heute mehr als je einen gefunden und starken Einfluß auf die Entwicklung des politischen Denkens in Frankreich. Von dem französischen Generalstab aber werde die militärische Annäherung zwischen Frankreich und Sowjetrußland nicht mehr propagiert. Eine militärische Hilfe Sowjetrußlands zu Verteidigungszwecken werde von dem französischen Militär als I l l us i o n bezeichnet. Andererseits erkenne man, daß eine zu enge Zusammenarbeit mit Moskau in Europa zu gefährlichen Spannungen führen könne. Man spreche nicht mehr von neuen Versuchen, Polen zum Pakt mit Sowjetrußland heranzuziehen, sondern es gebe in Frankreich
wird, scheidet Rydz-Smigly aus der Politik aus und kehrt zur Armee zurü.
Der erst 32jährige ist jetzt General. Im kühnen Vorstoß befreit er im April 1919 Wilna von den Bolschewisten, leitet 1920 die gemeinsamen Operationen der Polen und Lettländer und kehrt im Mai des gleichen Jahres nach Ostpolen zurück, um die Ukraine ebenfalls von den Bolschewisten zu säubern. Als Führer einer Division stößt er weit in die Ukraine bei Kiew vor, muß aber ebenso schnell zurückweichen, da die übrigen polnischen Armeen von den roten Truppen aufgerieben werden. Rydz-Smigly kann indessen seine Division so intakt halten, daß er sie für den großen Gegenangriff P i l s u d s k i s, der am 16. August 1920 von Wieprz aus erfolgte, zur Verfügung stellen kann. Er muß dazu in wenigen Tagen einen Gewaltmarsch von 200 Kilometern zurücklegen, um rechtzeitig die Operationsbasis Pilsudskis zu erreichen. Gestützt auf die Division Rydz-Smiglys gelingt es dann Pilfudfki, die vor Warschau stehenden bolschewistischen Armeen aufzurollen und zurückzuschlagen.
Mit Pilsudski verschwindet auch Rydz-Smigly aus dem politischen Leben. Er geht nach Wilna, und erst im Jahre 1926 mit dem berühmten Staatsstreich vom 31. Mai hat eine neue Stunde des Wirkens für ihn geschlagen. Nachdem der Staatsstreich gelungen und militärisch gesichert ist, schlägt sich Rydz-Smigly wiederum zur „grande muette“ zur Armee. Der Tod des großen Marschalls stellt ihn dann erneut in die vorderste Front.
von 2 0 00 Arbeitern an den Ministerpräsidenten, während überall im Lande Versammlungen durchgeführt worden seien. Der Generalsekretär des Gewerkschaftsverbandes EGT., Jou- haux, war nach Schluß des Kabinettsrates bei Leon Blum. Dieser habe Jouhaux die zwingenden Gründe auseinandergesetzt, die die Aufrechterhaltung der Nichteinmischungspolitik erforderlich machten. Aber es laufe bereits das Gerücht, daß trotz der Anstrengungen der Regierung schon am Montag ein General st reik in der Metallindu - ft r i e ausbrechen könnte.
Keine Erhöhung der Dienstzeit.
Aber technische Nüstungs-Verbesserungen.
Nach feiner Rückkehr in den Kabinettsrat berichtete Blum über feine Verhandlungen mit den Gewerkschaftlern. Seine Antwort wurde gebilligt.
Sodann trat der Kabinettsrat in die Prüfung der durch die zweijährige Dienstzeit in Deutschland geschaffene Lage ein. Das Prinzip einer beträchtlichen Verstärkung d e r französischen Waffenausrüstu-ng wurde von den Ministern gebilligt, die von Frankreich bereits seit über einem Jahr begonnene Verbesserung und Verstärkung des Materials wird weiter verfolgt werden. Diese betrifft sowohl die Munition als auch die Gasmasken, vor allem aber die Luftfahrt. Außerdem soll die Grenzverteidigung noch mit Hilfe von unabhängigen Grenzwerken vervollkommnet und das t e d) n i f d) e Militär erheblich vergrößert werden. Eine Erhöhung der Dienstzeit ist also vom Ministerrat nicht beschlossen worden. Jedoch soll ein neuer Appell an alle Völker gerichtet wer-
einandersitzen. Er gehörte genau so wie der andere große Vertraute des Marschalls Pilsudski, S o sn- ko w s k i, dem polnischen Schützenverband an, der bereits vor dem Kriege von den Oesterreichern unterstützt wurde. Von Haus aus Kunstmaler brachte er es sehr bald zum Leiter eines gesamten Bezirkes. Als dann am 6. August 1914 die polnische Legion an der Seite der österreichisch-ungarischen Truppen die russische Grenze überschreitet, kam - manbiert Rydz ein Bataillon. Bereits im April 1916 wird er zum Oberst ernannt, und zwar als Kommandeur des 1. Infanterie-Regiments der berühmten 1. polnischen Brigade, von der Pilsudski gesagt hat, daß sie Polen nicht nur die bewaffnete Macht geschaffen hat, sondern auch einen neuen Menschentyp.
Ein Jahr nach der Ernennung Rydz-Smiglys zum Kommandeur des 1. Infanterie-Regiments verweigern die polnischen Soldaten den Eid auf die Mittelmächte. Pilsudski und sein Generalstabschef Sosnkowski werden verhaftet und auf die Festung Magdeburg gebracht. Rydz kann der Internierung entgehen und beginnt mit der Organisierung der POW, der geheimen polnischen Militärorgani - fation. Damals nimmt er den Decknamen Smigly an, dem er später seinen Namen Rydz hinzufügte, so wie das viele polnische Offiziere getan haben. Nach dem Zusammenbruch der Mittelmächte im November 1918 übernimmt er das Amt des K r i e g s m i n i ft e r s in der ersten freien Regierung Polens, dem polnischen Volksrat von Lublin. Als dann die Macht der einzelnen polnischen Teilregierungen in Warschau zusammengefaßt
Der Kabinettsrat.
Paris, 5. Sept. (DNB.) lieber den Kabinettsrat, der am Samstag unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Blum getagt hat, wurde folgender Bericht ausgegeben: „Der Ministerpräsident hat, nachdem er dem Innenminister Salengro die Solidarität des Ministerrats angesichts der persönlichen Angriffe zum Ausdruck gebracht hat, die gegen den Innenminister gerichtet worden sind, die Maßnahmen bekanntgegeben, die für die Durchführung d e r 40 - S tundenwo ch e und des Ar b e i tsb e fch a f f u n g s pr o g r a mms ergriffen worden sind. Er hat hierauf im einzelnen die durch die Ereignisse in Spanien und die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Deutschland geschaffene Lage geprüft. Auf Vorschlag des Außenministers, des Kolonialministers und Innenministers soll das Komitee des Mittelmeeres (haut comitd de la Medi- terranee) möglichst bald einberufen werden."
Slum und die Kommunisten.
Frankreich verstärkt seine Rüstung.
Daladier beantragt einen auf vier Jahre verteilten Zehn-Milliarden-Kredit.
Warschau stellt bedeutsamen Stimmungswandel in Frankreich sest.
DasHeerwarntvordenGefahrendesMilitärbündniffeSmitdemBolschewiSmuS.
Polen als autoritärer Staat.
Bon Dr. Franz Lüdtke.
Pilsudski selbst hat wiederholt darauf hingewiesen, wie eigenartig der Weg zum autoritären Staat gerade für Polen sei, in dem einst das Parlament — freilich das der ehedem herrschenden Adelskaste — alles galt, wirklich alles, so daß weder Königtum noch Volk daneben etwas bedeuteten! Jenes Parlament, das die Macht besaß, den gesamten Staat zugrunde zu richten und das polnische Volk in eine lange Periode der Unfreiheit zu stürzen! Pilsudski kannte die Geschichte Polens sehr gut; als politischer Mensch sah er, daß bald nach dem Erstehen des neuen Polen die Gefahr bestand, es könne sich jene tragische Entwicklung wiederholen. Denn ob ein adliges oder ein bürgerliches Parlament der Totengräber des Staates wurde, blieb im Ergebnis gleich, und so ging Pilsudskis Arbeit, sein gewaltiges Ringen und seine in jedem Augenblick bewiesene Opferbereitschaft dahin, zu verhüten, daß, wenn auch in veränderter Form, die Ereignisse des 18. Jahrhunderts sich im 20. wiederholten.
Der junge, aus den Friedensdiktaten nach dem Weltkrieg erwachsene polnische Staat hatte von Anbeginn mit innen- wie außenpolitischen Schwierigkeiten zu kämpfen, die fast unüberwindlich schienen. Noch dürfte es jedem erinnerlich sein, daß 1919/20 der polnisch -bolschewistische Krieg nahe an den Zusammenbruch Polens führte, aus dem es hart am Abgrund, nur durch das „Wunder an der Weichsel" gerettet wurde. Aber dies Wunder fiel nicht vom Himmel, sondern ein Mann war es, der es mit seinem starken Wollen herniederzwang: der Oberftkommandierende Pilsudski, und auch er nicht allein, sondern mit der militärischen Hilfe Frankreichs. Würde heute, so kann man fragen, im Fall eines erneuten bolschewistischen Heben falls Frankreich feinem „Verbündeten" — das ist Polen ja immer noch — die gleiche entscheidende Hilfe gewähren?
Die politischen Verhältnisse haben sich sehr geändert; damals war Polen von Frankreich dazu auserfeben, als fein dauernder Vasall Deutschland im Osten niederzuhalten; ein Zustand, der für Polen selbst schließlich nicht mehr tragbar war und den Pilsudski änderte, indem er seinem Staat die Freiheit außenpolitischer Entschließungen wie- bergab. Um die Wende von 1933 auf 1934 kam jene zehnjährige deutsch-polnische Vereinbarung zustande, die an einer der gefährdetsten europäischen Fronten den Frieden sicherstellte — zum großen Kummer Frankreichs, das sich, in falscher und überalterter Ideologie, in völliger Verkennung der wirklichen Bedürfnisse Europas und in allzu starker Abhänaig- keit von liberalistisch - kriegsindustriellen Interessen nunmehr dem Bolschewismus in die Arme warf.
Gleich der „Start" des jungen polnischen Staates hatte 'eine Tatsache deutlich gemacht: er war politisch entstanden, mußte aber militärisch zusammen- aehalten werden. Dem politischen Werden und Wollen entsvrach noch keine innere Dnnamik, keine unbedingte Gemeinsamkeit der Ziele. Wohl war sie in bezug auf die Grenzen und auf das Verhältnis tu den zahlenmäßig sehr starken Minderheiten vorhanden — Polen trat nicht als National-, sondern als Nationalitäten st aal mit gut einem Drittel nichtvolnischer Minderheiten ins Leben; doch war man den Nachbarn gegenüber roenia einig, mocht-n sie Rußland, Deutschland, Litauen, Tscheche! oder sonstwie heißen, und noch weniger einig war man hinsichtlich der zahllosen unaelosten inneren Probleme, unter denen die Agrarfrage und die der industriellen Arbeiterschaft eine große Rolle spielten. Das parlamentarische Chaos wurde immer schlimmer; wir wollen diese auch für Pilsudski bitteren Zeiten nicht weiter beschreiben — es kam dahin, daß er sich für Jahre ganz nom volitischen Leben zurückzoa. bis es eben nicht mehr weiter ging und er sich, dem Rus seiner Leaionäre und weitblickender Teile der Armee folgend, in (ehter Stunde noch einmal — und nun bis zu l-inem Lebensende — der Nettuna Nol»ns zur Verfüaunq stellte. Das war im Mai 1926. Damals begann ein schwerer, aber erfolggekrönter Weg innerer Erneuerung.
Wir sagten es schon: Die Parteien als solche blieben bestehen, aber niemand wußte besser als der Marschall, daß die notwendige positive Arbeit von ihnen und dem Parlament nicht zu erwarten war. So wurde das Heer der politische Träger des Stggtes. Dgs Heer aber mußte in feiner Führung aus dem Wirrwarr der vielen Wünsche und ungelösten Fragen herausgenommen werden. Bereits in früheren Jahren und namentlich in der Zeit der felbstgewählten politischen „Verbannung" in Sulejowek hatte Pilsudski feinen Forderungen — die er später verwirklichen konnte und die heute noch maßgebend sind — Gestalt gegeben. Aufschlußreich ist da namentlich seine dem Jahre 1924 entstammende Schrift: „Di e obersten Führer". Sie gipfelt in dem Nachweis, daß ein rechtlich verankerter, organisatorischer Rahmen zu schaffen sei, der für den Fall eines Krieges die Einheitlichkeit der obersten Heerführung sicherte; er verlangte, daß neben den Kriegsminister und den Generalstabschef ein Dritter zu treten habe, der in Wahrheit der
Paris, 7. (Sept. (DNB.) General Rydz- Smigly hat Paris Sonntag abend im Sonder- ;ug verlassen, um nach Warschau zurückzulehren. Zum Abschied hatten sich auf dem Bahn- iof neben dem polnischen Botschafter der französische t r i e g s m i n i ft e r , der Pariser Polizeipräsident, ier Militärgouverneur von Paris, der Chef des ßeneralstabes des Luftheeres, sowie zahlreiche an- iere Persönlichkeiten eingefunden. Außenminister Delbos hatte am Samstag zu Ehren des pol- nschen Generalstabschefs ein Esten gegeben, an lern neben dem Ministerpräsidenten, dem Kriegs- marineminifter und den Vorsitzenden der Auswärtigen Ausschüsse von Kammer und Senat, die Ge- reralstabschefs der verschiedenen Waffengattungen kilnahmen. Im Anschluß an das Frühstück fand eine politische Aussprache zwischen Rydz- tzmigly, dem polnischen Botschafter und der französischen Regierung statt. Man nimmt an, daß es Pch um Kreditgewährungen f ü r die Noder n i sierung des polnischen Heere 5 und eine Reihe anderer französisch-polnischer Kreditabkommen gehandelt hat. Der Warschauer „Czas" meldet, die Anleihe werde 5 0 0 Millio - ne n Franken, d. h. rund 180 Millionen Zloty, betragen, bei einem Begebungskurs non 97 bei öprozentiger Verzinsung. Zwei D r i!'e l der Anleihe würden in französischen Lieferungen von Rüstungs-, Flugzeug- und Motorenmaterial bestehen. Die Realisierung der Anleihe soll vor Ende des laufenden Jahres erfolgen.
den, um den Rüstungswettlauf abzuftoppen.
Wie der „Matin" wissen will, soll der Minister für nationale Verteidigung Daladier seine Kollegen mit einem Gesetzentwurf bekanntqemacht haben, der für die Vervollkommnung der Waffen- ausrüftnng neue Kredite fordert. Daladier schlage für die Verstärkung der Landesverteidigung — auf vier Jahre verteilt — und zwar I
nur für den Bereich des Kriegsministeriums eine wesentlich d i e 10-Milliarden-Grenze übersteigende Summe vor. Nach langer Aussprache habe der Kabinettsrat den Vorschlag- Daladiers gebilligt. „Journal" weiß zu melden, daß die Finanzierung des Reoraanisationsprogram- mes der Armee schon für dieses Jahr durch die Eröffnung eines Kredites von rund 3 Milliarden Franken gesichert werde; dieser Kredit könnte jederzeit erneuert werden. '
Französische Rüstungsanleche für Polen.
Aeneralinspekteur Rydz-Gmigly kehrt von feinem Manöverbesuch nach Warschau zurück
Von Joseph Pilsudski stammt der Ausspruch: „Die Pflichten des Soldaten sind schwer. In Frankreich nennt man die Armee ,grande muette‘, d i e große Stumme. Das Heer weiß zu schweigen. Die Soldaten gehören zur Kaste jener Bürger, die jenseits der Gesetze der bürgerlichen Freiheit stehen." Der Mann, dem die französische Regierung außerordentliche Ehrungen und Huldigungen erwiesen hat, General Rydz-Smigly, Nachfolger Pil- udskis im Amt des Generalinspekteurs der polni- (f)cn Armee, nach dem Willen des großen Mar- Kalls der „zweite Mann" in Polen neben dem toaatspräfibenten, gehört sicherlich zu jenen Sol- Men, von deren Pflichten Pilsudski gesprochen hat.
Er selbst hat einmal in einer Rundfunkrede zu schildern versucht, was die Aufgabe und was die Pflichten des Soldaten sind. Er nannte in dieser Rede: Liebe zur Heimat, soldatische Ehre und Pflichtgefühl, Ausdauer in physischen Anstrengungen, Pünktlichkeit, Ordnungsliebe, Kameradschaftlichkeit, praktische Klugheit, guter Humor und nannte als Ziel der aktiven Armee, die Nation ständig daran zu erinnern, was der Krieg bedeutet unb welche Kräfte er fordert. „Möge die Nation eingedenk der Tatsache", so hieß es in dieser Rundfunkrede am Tage der 15jährigen Unabhangig- feitsfeier Polens, „daß der Krieg das große Flußbett ist, in dem sich die Weltgeschichte walzt, nicht nur alljährlich dem aktiven Heer den gehärteten blitzenden Stahl gewährleisten, sondern auch das taugliche Erz, aus dem die Armee ein scharfes Schwert schmieden kann. Noch nie war die aktive Truppe schlechter als ihr Volk. Aber es gab 3eüen, La sie bester war." In dieser Rundfunkrede Rydz- Emiglys liegt viel von dem Charakter des Mannes beschlossen, der heute im Brennpunkt des öffentlichen Interesses steht. Er ist kein Theoretiker sondern ein Mann der nüchternen Wirklichkeit. „Er ist der hervorragende Techniker des Krieges, der kühl rechnende Taktiker, der oft genug eine schwierige Aufgabe so schlicht und ruhig lost, als ob es fia) um ein theoretisches Problem in der Kriegsschule handele."
Welches politische P r o g r a in m sich W> 3 ’ Emigly gesetzt hat ist heute n°chvalllgunge. lviß, genau so ungewiß rote es bei Ptodski war Nur eines hat er klar zu erkennen gegeben daß er sich von niemandem die großen.politischen Entscheidungen aus der Hand nehmen laßt. „Ich will niuti. Laß die Offiziere Politik treiben , erklärte er im Mai dieses Jahres. Wenn Po ltik nottg sein. ] ,
dann treibe i ch sie." In der stleichen Rede \i | c „Schaut auf unsere Grenzen im Osten und Weste , und stellt dann einen kleinen Vergleich an Zw sch dem, roas dort ist, und dem wie es bei uns E- sieht! Es geht nicht um Industrie- un^ Handels flatistik, sondern um em Moment, m dem eren Nachbarn wohl gleichkommen konnten um die organisierte Lenkung des Volks willens. Vergleichen wir, wie es damit tob und bei uns steht, so werden wir Verglich nis nur Kummer empfinden. Hat diese g ) Euch noch niemals den Schlaf von Gewiß
W felbft nad, Hartem Arb t-tW kommt es auch darauf an, oatz l aber es $rot bekommt. Das versteht sich -°n 1°' & , qeben qenüqt nicht. Es muh noch ein Meres # im Gedenken an Volk unä ,6 n Db'=t b i e fing, welche uns ü°r0,u®3nu*e <?n tiefem'Programm L-rteidigungPolens. In oieien
liegt alles." . minen General
Pilsudski selbst hat, wie »*r ro,^aj)foIger be- Edward Rydz-Smigly fiu meröen in Zu-
f-immt Die polnischen marken, «erden funft seinen Kopf ebenso ze g überall
6-n Marschalls Schon h°^verhälln"mahig jun- in Polen das Bild des noch y &en fchma- am, gerade 50iahrrqen ©e^r 19 • halt) ver- kn Kops, glatt rahert mit den «g^ Df(, Meierten Augen. Nyd^Sm'giY / Distrikten, m
Der Kabinettsrat mußte eine unfreiwillige Unterbrechung erleben, da Leon Blum eine Abordnung d e r Metallarbeiter-Gewerkschaften des Departements Seine empfangen mußte, die unter Führung des kommunistischen Abgeordneten C o st e auf der Aufhebung d e s Waffenausfuhrverbots nach Spanien bestand. Blum hat jedoch dieses Gesuch abge- lehnt. „Echo de Paris" hebt hervor, daß die Regierung das kommunistische Ultimatum zurück- gewiesen habe und (offiziell zum mindesten) ihre Haltung der Nichteinmischung in Spanien beibehalte. Das Blatt schreibt dann u. a. weiter, die Kommunisten wollen nichts mehr hören von Neutralität; sie fordern die Aufhebung des Waffenausfuhrverbots, andernfalls sie mit dem Generalstreik in den Kriegsmaterialfabnken drohen. Schon am Freitag hat ein symbolischer Streik von einer halben Stunde in den Hotchklß^Werken stattgesunden. Diesem folgte dann ein D r o h b r i e f
schon Kreise, die darüber nachdenken, wie man aus diesem Vertrag herauskomme, da die Politik der Komintern Europa in kriegerische Abenteuer hineinziehen wolle. Diese Erkenntnis sei durch die Ereignisse in Spanien gewachsen. Auch in der französischen Regierung zeigten sich ähnliche Stimmungen. Schon das Verhalten Blums bei dem Besuche D r. Schachts und der Briefwechsel zwischen dem Kommunistenführer Thorez und Blum habe gezeigt, daß die Regierung ihre diplomatischen Aktionen nicht mehr nach den Einflüsterungen der Komintern richten wolle. In dieser Atmosphäre sei der Gegenbesuch des polnischen Armeeführers in Frankreich erfolgt. Der polnische Besuch habe in einer für die Franzosen selbst unerwarteten Art die Kristallisierung der inneren Wandlung in Frankreich beschleunigt, das von einer internationalen zu einer nationalen französischen Weltanschauung übergehe und fid) von der östlichen Phraseologie befreie.


