Nr. '85 Erstes Blatt
186. Jahrgang
Zreitag,?. August 1956
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Vier Deutsche durch rotes Revolutionstribunal in Spanien ermordet.
Zn einer Vorstadt Barcelonas dem kommunistischen Terror zum Opfer gefallen.
B e r U n, 6. Aug. (DNV.) Wie der Ausland- Organisation ber 71 S D 21 p. jetzt endgültig bestätigt wird, wurden am 24. Juli in Spanien vier deutsche Volksgenossen Opfer des roten Terrors. Bei dem Versuch, mit einem Kraftwagen von Barcelona aus die französische Grenze zu erreichen, wurden die drei Parteigenossen und Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront Wilhelm G a e t j e. Helmut h o f m e i st e r , Günter Swajmius-Dato, sowie der Volksgenosse T r e i h erschossen. Wenige Kilometer von Barcelona entfernt in dem Vorort San Martin wurde die ruchlose Tat verübt. Die vier Deutschen wurden von den Kommunisten angehalten und nach einem kurzen Verhör vor einem sogenannten marxistischen Revolutionstribunat ermordet, obwohl sie sich im Besitze von gültigen Passierscheinen befanden. Zwei von den jungen Deutschen, die ihr blühendes Menschenleben opfern muhten, befanden sich gerade im Begriff, nach Hamburg zum Weltkongreh für Freizeit und Erholung zu fahren. Erschüttert steht die Auslandorganifation der 71SDAP. und das ganze deutsche Volk an der Bahre dieser jungen Deutschen, die ihr Leben gegeben haben. Auch sie gehören zu den Toten, die als Opfer des Kommunismus für
Deutschland st erben muhten. Vach einem Telegramm des deutschen Generalkonsulats in Barcelona hat Generalkonsul Köcher am Mittwoch wegen der jetzt bekanntgewordenen Ermordung von vier Deutschen in Barcelona b ei der Regierung in Barcelona schärfsten Protest erhoben und sofortige Untersuchung gefordert.
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Vier deutsche Volksgenossen sind ein Opfer der im Blut watenden spanischen Bolschewisten geworden. Sie sind, obwohl sie im Besitze gültiger Passagierscheine waren, von einem rasch zusammengetrommelten Reoolutionstribunal zum Tode verurteilt und sofort an die Wand gestellt worden. Die Komödie mit dem Reoolutionsgericht hätten sich die Mörder ruhig sparen können, stand doch bei ihnen von vornherein fest, die Deutschen hinzumorden. Was gestern anderen Ausländern auf spanischem Boden geschah, was sich mit diesen vier Reichsdeutschen ereignete, was sich morgen abspielen wird — das alles kann beim besten Willen auch von den Kreisen, die mit ihren Sympathien auf Seiten der spanischen Bolschewisten stehen, weder bemäntelt noch entschuldigt werden. Mag man auch noch so sehr von „Nichteinmischung" sprechen und im gleichen Augenblick den Mördern die Gewehrkugeln für ihre Mordtaten über die Grenze zuschieben, mag man Neutralitätsnoten Herumreichen und zur glei
chen Zeit zwölf Millionen Sowjetrubel in Franknoten umwechseln und an die spanischen Marxisten weiterleiten, das alles ist nur geeignet, die Empörung über die Zustände in Spanien und über das Verhalten gewisser auf die Volksfront-Internationale feftgelegter Regierungen auf den Siedepunkt zu treiben. Europa kann auf die Dauer doch nicht achtlos an dem Blutterror vorübergehen, der die Schrecken der russischen Bolschewistenherrschaft nun auch in Westeuropa aufleben läßt. Wo sind die Hüter der europäischen Zivilisation, wo sind die Verteidiger der Menschenrechte, wo sind alle diejenigen, die täglich mehrmals in Wort und Schrift das Blutvergießen ablehnen, nun aber keine Silbe über ihre Lippen bringen? Es ist genug gemordet, geplündert, gebrandschatzt, geschändet und geraubt! Wer sich bisher über die geordneten Zustände im nationalsozialistischen Deutschland aufregte, eben weil in diesem Deutschland für Rotmord kein Platz mehr ist, jetzt aber das Wüten der bolschewistischen Mordbestie in Spanien mit Stillschweigen betrachtet, der macht sich mitschuldig an diesen feigen und niederträchtigen Mordtaten, der kann sich weder vor seinem Gewissen entschuldigen noch von seinem Gott von dieser Mitschuld freigesprochen werden. Das deutsche Volk ist mit den Angehörigen der vier ermordeten Volksgenossen durch das Gefühl tiefer Trauer und flammender Empörung verbunden.
Gefährliches Doppelspiel in Paris und Moskau.
Sowjeiruffifche Freiwilligenkorps für Spanien bereits auf dem Wege nach Frankreich?
Paris, 7. Aug. (DNB. Funkspruch.) Während die französische Regierung über die Abgabe einer Neutralitätserklärung aller mehr oder weniger an den spanischen Ereignissen interessierten Mächte verhandelt, und die Linkspresse in besonders deutlicher Aufmachung die angeblich zufriedenstellende Antwort der Sowjetregierung roiebergibt, setzen die marxistisch-kommunistischen Kreise in Frankreich und in Sowjetrußland in großer Eile die Unterstützungen aller Art für Spanien fort. Der in Frankreich gebildete sog. „S o l i d a r i t ä t s a u s * schuß" der Volksfront teilt mit, daß er in Zusammenarbeit mit der marxistischen Arbeitergewerkschaft und der Roten Hilfe bereits eine halbe Million Franken gesammelt habe. Ohne Unterbrechung sollen Lebensrnittel und Sanitätsmaterial nach Spanien abgehen.
Der „Blalin“ halle schon am 26. Juli b i e Bildung eines kommunistischen Freikorps in Somjelrußland angekündigl, und der „Jour" will heule wissen, daß d i e erste Gruppe dieser Freiwilligen sich bereits auf dem Wege nach Frankreich befinde. Die französische kommunistische Partei habe in dem roten Gürtel um Paris Unter- kunftsmöglichkeiten bereitgestellt und einen dreiköpfigen Ausschuß gebildet, der für die Verpflegung zu sorgen hat. Frankreich, so schreibt das Blatt, hat den traurigen Vorzug, sowohl vom finanziellen als auch vom mililari- fchen Standpunkt aus eine Filiale Moskaus zu werden. Denn anders könne man die Rekrutierung von Freiwilligen, die Sowjetruß- land nach Spanien entsende, nicht nennen. 3n wenigen Tagen werde Frankreich die Soldaten der roten Armee beherbergen, die zur Verstärkung des internationalen revolutionären Heeres bestimmt seien, das ganz Europa botschewifieren solle.
Auch der Außenpolittker des „Journal" wirft die Frage auf, welche Neutralität man überhaupt von der Komintern erwarten könne, die bereits eine „L o h n ft e u e r" für die Schaffung eines Kriegsfonds zu Gunsten der spanischen Dolks- ftont eingeführt und die Bildung von Frei- willigen-Korps beschlossen habe. Man müsse sich fragen, ob eine derartige Einmischung mit der Neutralität vereinbar sei. Im gleichen Sinne schreibt der „Matin", der der Moskauer Regierung ein Doppelspiel vorwirft. Während sie einerseits dem französischen Vorschlag zustimme, torpediere sie gleichzeitig diese Bemühungen auf der anderen Seite durch die Einführung einer Lohnsteuer zugunsten der Madrider Regierung. Dieses Verhalten muffe als eine wahre Herausforderung bezeichnet werden.
Die französischen Kommunisten fordern militärische Hilfe für Madrid.
Paris, 7. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die französische Kommunistische Partei hielt unter dem Vorsitz des Generalsekretärs und Abg. T h o r e z eine Mitgliederversammlung ab. Thorez verlangte, man dürfe sich in Frankreich nicht auf bloße Ver
sicherungen der Solidarität beschränken, sondern man müsse unverzüglich Flugzeuge, Kanonen und Maschinengewehre für die spanische Regierung zur Verfügung stellen. Da die Kommunistische Partei in der französischen Volksfront-Regierung einen starken Einfluß ausübt, so muß man sich fragen, wie diese Einstellung mit dem Vorschlag des Kabinetts Blum hinsichtlich einer Neutralitätserklärung in Einklang gebracht werden kann.
Italien und die Aeutralität.
Rom, 6. Aug. (DNB.) Die italienische Antwort auf den Vorschlag Frankreichs, gegenseitig die Neutralität im spanischen Bürgerkrieg zu garantieren, ist vom italienischen Außenminister dem französischen Botschafter mündlich mitgeteilt worden. Die Antwort enthält folgende vier Punkte: 1. Italien
stimmt im Grundsatz dem Gedanken der Nichteinmischung in den spanischen Bürgerkrieg zu. 2. Italien erhebt die Frage, ob die moralische S o - lidarität mit einer der in Konflikt stehenden Parteien, eine Solidarität wie sie durch öffentliche Kundgebungen, Presseäußerun- gen, Zeichnung von Geldspenden, Anwerbung von Freiwilligen usw. zum Ausdruck kommt, nicht bereits eine bedenkliche Form der Einmischung darstellt. 3. Italien wünscht zu erfahren, ob die Verpflichtung zur Nichteinmischung umfassenden Charakter haben soll oder nicht, ob sie nur d i e Regierungen oder auch private Kreise binden soll. 4. Italien wünscht darüber Kenntnis zu erhalten, ob die französische Regierung auch Modalitäten für die Kontrolle über die Einhaltung der Verpflichtung zur Nichteinmischung im Auge habe ober nicht.
Wofür kämpft der nationale Aocl?
Erneuerung Spaniens auf religiöser Grundlage.
■Burgos, 6. Aug. (DNB.) Der Sonderberichterstatter des DNB. hatte im Hauptquartier des Generals Mola Gelegenheit, sich mit den führenden Männern des nationalen Blocks über die Ziele ihres Kampfes gegen die marxistische Madrider Regierung zu unterhalten. Nicht das Militär allein, sondern das Volk in Waffen ist gegen Kommunismus und Freimaurerei aufgestanden. Alle parteipolitischen Sonderwünsche wurden zurückgestellt. Es gibt nur ein Ziel, den Kampf gegen den gemeinsamen Feind bis zum endgültigen Sieg.
Auf die Frage, ob sich die Parteipolitik noch der glücklichen Beendigung des Kampfes nicht etwa doch wieder in den Vordergrund stellen würde, antworteten die Führer aller Richtungen, man sei sich völlig klar darüber, daß die Politik auf Jahre hinaus zurückstehen müsse, daß der Parlamentarismus endgültig aus Spanien verbannt werde und daß der Neuaufbau des Staates erst beginnen könne, wenn eine längere Militärdiktatur die Zeit und die Möglichkeit gegeben haben werde, den Staat gründlich zu säubern und die Modernisierung der bewaffneten Macht durchzuführen. Die kommende Militärdiktatur werde im übrigen einen völlig anderen Charakter haben als die vergangene Primo de Riveras. Sie werde volksverbunden und lebendiger fein. Die Erneuerung Spaniens solle auch nicht durch eine simple Nachahmung fremder Bewegungen erreicht werden. Man will alle diejenigen Gedankengüter und Errungenschaften der ausländischen Bewegungen, die sich mit der Eigenart des spanischen Menschen vereinen lassen, übernehmen und so die Schaffung eines traditionsgebundenen aber auch völlig neuen spanischen Geistes herbeiführen.
Selbstverständlich müsse diese Erneuerung a u f religiöser Grundlage durchgeführt werden. Dies bedinge schon die geschichtliche Entwicklung Spaniens, die sich von Anfang an bis auf den heutigen Tag in inniger Verbundenheit mit der Kirche geformt habe. Diese betont katholische Grundeinstellung habe nicht das geringste mit dem politischen Katholizismus zu tun, den die katholische Volksaktion unter der unglücklichen Führung von Gil Nobles nach dem Vorbild des ver
flossenen deutschen Zentrums während der letzten Jahre einführen wollte und der jetzt durch die nationale Bewegung endgültig an die Wand gedrückt worden sei. Man sei nicht gewillt, diesen politischen Katholizismus je wieder aufleben zu lassen. Nur aus dem ehrlichen inneren Glauben und der aus ihm bedingten tiefen Vaterlandsliebe des spanischen Volkes könne die Kraft zur Durchführung der großen Aufgabe gewonnen werden.
Die tote Terrorherrschast in Malaaa.
Amsterdam, 6. Aug. (DNB.) Ein holländischer Großkaufmann aus Malaga, der mit dem holländischen Flüchtlingsschiff „Tiberius" in Amsterdam eintraf, schilderte einem Vertreter des „Telegraaf" die grauenhaften Vorhänge in Malaga. Schon lange vor Ausbrechen des Bürgerkrieges sei die Hefe der Bevölkerung mit Waffen versehen worden. Als der Bürgerkrieg dann begann, sei die Macht bald in die Hände dieses Gesindels übergegangen. Ein entsetzlicher Terror habe eingesetzt. Zuerst seien die Häuser der nationaldenkenden Spanier in Brand g e ft e cf t worden. Der Gouverneur von Malaga habe hierzu persönlich den Befehl gegeben An einem Sonntagmorgen sei auf den Straßen verkündet worden, von 7 bis 1 Uhr könnten Brände gelegt werden. Dann sei der Gouverneur durch die brennenden Sttaßenzüge gefahren und habe lächelnd gefaat: „Ich bin sehr zufrieden?" Gleichzeitig mit den Brandstiftungen habe eine furchtbare Menschenjagd begonnen. Wer den Kommunistengruß nicht habe bieten wollen, sei einfach niedergeknallt worden. Ein spanischer Freund dieses holländischen Großkaufmannes sei von den marxistischen Horden aus seinem Hause geholt worden. Das zehnjährige Kind des Spaniers habe sich weinend an den Hals des Vaters geklammert, sei aber zurückgestoßen worden und hätte mitansehen müssen, wie sein Vater durch die rote Miliz erschossen worden sei. Aehnliche Beispiele ließen sich in großer Zahl anführen. Wer auf der Schwarzen Liste stand, sei verhaftet
und niedergeschossen worden. Die verzweifelte Bevölkerung sei in die Berge geflüchtet. Die Erschießungen und Brandstiftungen dauerten in Malaga noch an. Die Stadt befindet sich völlig in der Hand des rötesten Terrors. Die Leute, die man in ausländischen Zeitungen als Rebellen zu bezeichnen pflege, feien Männer, die verzweifelt und tapfer ihr Land und ihre Heimat verteidigten.
Die Hilfsaktion der deutschen SeeAeitkräfte.
Berlin, 6. Aug. (DNB.) In den in den Händen der spanischen Regierung befindlichen Häsen, besonders in den am Mittelmeer gelegenen, droht die Macht immer mehr an kommunistisch-anarchistische Elemente überzugleiten. Die deutschen Seestreitkräfte sind daher weiterhin in zwei Gruppen zur Unterstützung deutscher Flüchtlinge und zur Wahrnehmung deutscher Interessen in Spanien tätig.
Bei der N o r d g r u p p e hat Kreuzer „Köln" das Anlaufen von La Coruna (in Händen der nationalen Regierung) zunächst zurückgestellt, da sich die Lage in Bilbao verschärft hat. „Köln" ist daher am 6. August früh in die Hafenstadt Bilbaos Portugalete zurückgekehrt, von wo am 5. August der Dampfer „Bessel" mit 180 Flüchtlingen, darunter 15 Deutschen, nach Bayonne in See gegangen ist. In Zarauz sind 15 Deutsche freiwillig zurückgeblieben. Mit diesen wird durch das Torpedoboot „Albatros" am 6. August erneut Fühlung ausgenommen. Vor Gijon liegt das Torpedoboot „Seeadle r", das am 5. August 15 Flüchtlinge, unter ihnen fünf Deutsche, an Bord genommen hat. In dieser Stadt beginnt sich bereits Lebensmittelmangel bemerkbar zu machen. Das Torpedoboot hat daher den noch in ihren Wohnungen verbliebenen 25 Deutschen und Oesterreichern Proviant abgegeben.
Bei der Südgruppe wurden 30 Deutsche und acht Ausländer nach dreitägiger Einschiffung auf dem Panzerschiff „Admiral Scheer" einem aus Barcelona nach Genua auslaufenden italienischen Dampfer übergeben. Zur Aufnahme des weiteren FlüchtlingsstOomes aus den Mittelmeerhäfen und ihrem Hinterlande stehen augenblicklich sechs deutsche Dampfer zur Verfügung. Zur Unterstützung der deutschen Flüchtlinge und zur reibungslosen Durchführung der Einschiffung werden die Schiffe der Südgruppe, die Panzerschiffe „Deutschland" und „Admiral Scheer sowie die Torpedoboote „Leopard" und „Lux" die spanischen Mittelmeerhäfen Cartagena, Alicante, Valencia, Tarragona und Barcelona erneut anlaufen.
Am 4. August wurde vor Larache (Spanisch-Marokko) der vor Anker liegende deutsche Dampfer „S e v i l l a" ohne jeden Grund und ohne jegliche vorhergehende Warnung von dem spanischen Regierungszerstörer „Almirante Valdss" 45 Minuten lang beschossen, ohne jedoch getroffen zu werden. Den darauf sofort ausgelaufenen Dampfer hat der gleiche Zerstörer angehalten und ihm das Anlaufen von Larache untersagt. Gegen diesen krassen Rechtsbruch und gegen die Anwendung willkürlicher Gewalt hat die oeutsche Reichsregierung schärfsten Protest eingelegt. Außerdem wird der Befehlshaber der Linienschiffe Konteradmiral Carls bei dem Chef der spanischen Regierungsflotte nachdrücklich Verwahrung einlegen und verlangen, daß sofortige Maßnahmen gegen die Wiederholung derartiger Ausschreitungen getroffen werden.
Wieder planmäßiger Lnsthansaverkehr mit Madrid.
Berlin, 6. Aug. (DNB.) Während mit Rücksicht auf den Bürgerkrieg in Spanien der planmäßige Luftverkehr nach Madrid zeitweilig eine Unter* brechung erfahren mußte, gelang es der Deutschen Lufthansa, die Verbindung nach Barcelona die ganze ^eit hindurch aufrechtzuerhalten. Seit vorgestern wird nun auch Madrid wieder planmäßigangeflogen. Um den in Spanien lebenden Deutschen und Angehörigen anderer Nattonen die Möglichkeit zu geben, Spanien zu verlassen, hat sich die Deutsche Lufthansa dazu entschlossen, ihren Dienst zwischen Madrid und Marseille erheblich zu verstärken. So verkehrten gestern auf dieser Strecke zwei Junkers-/u-52-Flugzeuge, die bis auf den letzten Platz besetzt waren. Heute'starten in Madrid sogar drei Lufthansa-Flugzeuge, die ebenfalls ausverkauft sind.
Flüchtlingsspende des AG-Lehrerbundes.
Bayreuth, 6. Aug. (DNB.) Der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Hauptamtsleiter Gauleiter W a e ch t l e r hat dem Leiter des Hilfsausschusses für Spanien-Deutsche, Gauleiter Bohle (Berlin), 20 000 Mark zur Linderung der Not der hart betroffenen Volksgenossen überwiesen.
Der Erzbischof von Westminster warnt vor der kommunistischen Gefahr.
London, 7. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Erzbischofvon SB e ft m i n ft e r bringt in einer Erklärung Spanien seinen Abscheu über die von den Kommunisten an der Geistlichkeit in Spanien begangenen ©reueltaten zum Ausdruck. Man müsse daran denken, daß auch Englands Haus in Gefahr fei, wenn das feines Nachbarn in Flammen stehe. Der Erzbischof hat von dem Rektor des englischen Colleges in Valladolid eine Mitteilung erhalten, in der dieser sich beklagt über die irreführenden Nachrichten, die der englische Rundfunk über Spanien verbreite. Stets werde von „Re-


