Kr.32 Zweites Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Zreitag, I.ZebruarMb
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Schwierigste Streckenführung für den Abfahrtslauf.
Die für den olympischen Abfahrtslauf am Freitag ausgewählte Strecke auf dem Kreuzeck darf als eine der schwierigsten alpinen Abfahrten bezeichnet werden, auf der je ein Rennen stattfand. Sie wurde eigens für die Olympischen Spiele neu ausgeholt und diente bisher noch nie zur Austragung eines Wettbewerbs. Der Start liegt ganz in der Nähe des Kreuzecks auf dem Gipfel des 1719 Meter hohen Kreuzjochs und muß von der Bergstation aus in fast halbstündigem Aufstieg erreicht werden. Ein Steilhang führt durch schütteren Wald bis zum Punkt „Seele", wo sich in 1580 Meter Höhe der Start der Frauen befindet.
Die neue Olympia-Abfahrt folgt von hier aus nicht mehr dem Lauf der Standardstrecke, die im letzten Winter bei den Deutschen Skimeisterschaften gefahren wurde, sondern kürzt den Weg zum Ziel an der Talstation der Kreuzeckbahn ab, indem sie ungefähr parallel zur Drahtseilbahn verläuft. An das Standvermögen und die Skibeherrschung werden außerordentliche Anforderungen gestellt. Nicht
ein Teilstück befindet sich dazwischen, das im Schuß gefahren werden könnte. Mit Spitzkuroen und Bogen schlängelt sie sich zwischen Bäumen und Felsen hindurch. Wer nur für einen Bruchteil einer Sekunde das Schwingen vergißt oder die Beherrschung über die Skier verliert, kommt unfehlbar zum Sturz und verliert nicht wiedereinzubringende Zeit.
Das schwerste Stück ist das „Labyrinth", das aus einer Unzahl kleiner Kurven im dichten Wald besteht. Es schließt sich ein meist vereister Steilhang an, zu dessen Befahren nicht nur Standfestigkeit, sondern auch viel Mut aehört. Ueber Wiesen und freies Feld geht es auf den Schlußabschnitt zur Talstation in 760 Meter Höhe. Der Höhenunterschied von 959 Meter wird auf einer Gesamtstreckenlänge von rund 4 Kilometer bewältigt.
Die Abfahrt der Frauen ist etwa 400 Meter kürzer und überwindet 820 Meter Höhenunterschied. Leitungen für Telephon und die elektrischen Stoppuhren, die die Zeit auf eine hundertstel Sekunde genau messen, führen vom Start zum Ziel. An drei Punkten der Strecke befinden sich Telephonanschlüsse, außerdem sind acht Sanitätsposten aufgestellt.
Eishockey: ÜSA-Deuischlanh 1:0.
Erster olympischer Kampf. — lleberraschend gutes Spiel der Deutschen.
Der feierlichen Eröffnung der IV. Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen folgte nach kurzer Mittagspause im Eisstadion der e r st e Wettkampf der Spiele 1936, das Eishockey- Vorrundenspiel USA. — Deutschland! Nach einem schweren und zeitweise auch recht harten Kampf blieben die Amerikaner sehr knapp mit 1:0 (1:0, 0:0, 0 0:) Sieger. Leider störte das starke Schneetreiben das Spiel empfindlich; mehrfach mußte der Kampf unterbrochen werden, um die Eisfläche von dem reichlichen Schneesegen zu säubern. Unter den 10 000 Zuschauern, die unsere Mannschaft immer wieder mit den Kampfrufen „Hinein!" und „Deutschland Tempo!" stürmisch anfeuerten, waren auch die Neichsminister Rudolf Heß und Dr. Goebbels sowie Reichsleiter Rosenberg. — Den einzigen Treffer des Spieles erzielte gegen Ende des ersten Spieldrittels der beste amerikanische Stürmer, der lange Smith, als unserem Tormann Egginger für einen Augenblick die Sicht versperrt war. Starker Beifall empfing die beiden Mannschaften, die sich in stärkster Besetzung zum Spiel stellten. Es spielten also für:
USA: Moone; Stubbs, Shaughnessy; Smith, Rowe, Garrison; Spam, Lax, Roß.
Deutschland: Egginger; von Bethmann- Hollweg, Iaenecke; Schenk, Ball, Kögel; Wiedemann, Schibukat, Kuhn.
Schiedsrichter waren L o i c q - Belgien und E h r h art - England.
Oer Kampfverlauf.
Das erste Drittel
Ungeheuer schnell begonnen beide Mannschaften den Kamps. Die Spieler rasten nur so über die Eisfläche. Aber bald schon schwächte das Tempo ab; die Schneemassen, die von einer Tribüne zur anderen nur in Umrissen die Gestalten erkennen ließen, hemmten den schnellen Lauf. Egginger verursachte wegen zu langen Haltens der Scheibe ein Strafbully, das aber ohne Schaden für die Unseren blieb. Aber wenige Minuten vor Schluß des ersten Drittels fiel doch ein Tor für USA., das schon die Entscheidung des Kampfes bringen sollte. Smith, der beste amerikanische Stürmer, hatte sich fein durchgespielt. Hoch und hart kam sein Schuß aufs deutsche Tor, in dem Egginger die Sicht versperrt war. Die Scheibe ging in den Kasten, USA. führte mit 1:0!
kehrpaufe: Zweites Drittel!
In der Pause traten die gutgeschulten Schneeräumer in Tätigkeit. In wesentlich langsamerem Tempo begann das zweite Drittel, dafür wurde jetzt aber härter gespielt. Shaughnessy brachte Iaenecke zu Fall, ohne daß der Schiedsrichter eingegriffen hätte. Ein Durchbruch von Stubbs wurde sehr gefährlich, da Egginger fein Tor verlassen hatte. Aber im letzten Augenblick sauste Iaenecke dazwischen. Spieler beider Parteien stürzten durcheinander, auch das Tor kippte um. Immer wieder beunruhigten Garrison und Smith, die besten Stürmer auf dem Eise, unsere Hintermannschaft. Bei den durchbruchs- ortigen und recht gefährlichen Gegenangriffen der Deutschen zeichnete sich der Ostpreuße S ch i b u - k a t von unserem zweiten Sturm aus. Iaenecke „nahm" den schnellen Garrison, so daß beide gegen die Umzäunung rutschten. „Gustav" mußte für eine Minute vom Eis, für ihn verteidigte solange Schenk. Das Drittel endete torlos, immer noch führten die Amerika- knapp mit 1:0.
Torlos auch der dritte Abschnitt.
Zweimal mußte dann die Bahn gekehrt werden, da der Schneesegen einfach nicht aufhören wollte. Nach drei Minuten Spielzeit gab es dann wieder eine „Kehrpause" von insgesamt zehn Minuten. Der Kampf entbrannte jetzt mit voller Heftigkeit; Deutschlands Mannschaft spielte ganz ausgezeichnet. Immer und immer wieder brausten die Anfeuerungsrufe der Zuschauermassen durch das Schneetreiben. Amerika mußte schwer verteidigen. Da flog der „Puck" in scharfem Schwung auf die Pressetribüne und „verkrümelte" sich im tiefen Schnee. Endlich wurde das Kampfobjekt gefunden, das Spiel ging weiter. Beim Seitenwechsel, lxk Minuten vor Spielschluß, führte USA. immer noch 1:0. Schuß um Schuß wurde auf das Tor der Amerikaner abgefeuert, aber die Schneedecke erstickte den Flug der Scheibe meist kurz vor der Torlinie, so daß Moone wenig Mühe hatte, sich seiner zu bemächtigen. Zahlreich und hart, zuweilen auch re»
aelwidrig, verteidigten die Pankees, so daß sich Loicq gezwungen sah, Spain vom Felde zu schicken. Das Häuflein der „spielfreien" amerikanischen Spieler, das unter der Ehrentribüne dem Geschehen auf dem Eise folgte, feuerte die Kameraden auf dem Feld ununterbrochen an. Drei Minuten vor Spielschluß gab es wieder einmal eine „Kehrpause". Unsere Spieler stürmten immer und immer wieder. Moone im Amerika-Tor hatte schwere Arbeit zu tun. Aber er ließ sich nicht überwinden. Mit restlosem Einsatz ihrer Körperkraft verteidigten die Amerikaner, immer wieder sah man deutsche Spieler oder gar ganze Spielergruppen am Boden. Ein Durchbruch des wieder eingetretenen Spain wurde gefährlich. Egginger stürzte ihm entgegen und bannte die Gefahr. Spain stürzte zu Boden und wurde vom Felde getragen. Noch eine Minute Spielzeit. Stürmische Anfeuerungsrufe trieben die deutschen Spieler vorwärts. Iaenecke unternahm einen Durchbruch, den harten Schuß hielt Moone. Einen Augenblick später stoppte Egginger einen gefährlichen amerikanischen Durchbruch. Wieder waren die Deutschen im Angriff, als der Schlußpfiff die Kampfhandlungen jäh unterbrach.
Amerika hatte das erste Eishockey-Spiel der Olympischen Winterspiele 1936 mit dem knappsten aller Ergebnisse 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) über Deutschland gewonnen.
Ein überlegener Sieg der Kanadier.
Kanada—Polen 8:1 (5:0, 2:1,1:0).
Das Eröffnungsspiel der Gruppe A sah erwartungsgemäß die favorisierten Kanadier in Front, die einen ganz überlegenen Sieg erzielten. Man war auf den Kampf gegen Polen besonders gespannt, weil pch die Kanadier in ihren bisherigen Kontinentspielen ganz hervorragend geschlagen hatten. Auch während dieses Spieles herrschte starker Schneefall, der keine geregelte Scheibenführung zuließ. Das Spiel begann mit einer Verspätung, da der Autobus der Polen auf dem Wege nach Rießer See eine Panne hatte.
Das Spiel bestritten folgende Mannschaften:
Kanada: Tor: Moore; Verteidiger: Murray, Kitchen; 1. Angriffsreihe: Thomson, Sinclair, Deacon; 2. Angriffsreihe: Neville, Horn, Farguharson.
Polen: Tor: Stogowski; Verteidiger: Lud- wiczak, Sokolowski; 1. Angriffsreihe: Wolkowski, Kowalski, Marchewczyk; 2. Angriffsreihe: Zielinski, Krol und Kasprzyk.
Sofort nach dem Anpfiff stürmten die Kanadier vor. Aus einem dichten Gedränge erzielte Farguharson den ersten Treffer. Wenig später beendete Thomson eine seine Kombination mit dem 2. Tor. Das 3. Tor der Kanadier wurde vom gesamten Sturm eingeleitet. Stogowski, der polnische Torwart, wehrte die Scheibe, er kam auf die Scheibe zu liegen und wurde zusammen mit ihr von den nachdrängenden Kanadiern ins Tor geschoben. Ein Weitschuß von Kitchen führte zu 4:0 und Farguharson stellte das 5:0 her.
Im zweiten Spielabschnitt verlegten sich die Polen zum weitaus größten Teil auf die Verteidigung, und es gelang ihnen, ständige gegnerische Angriffe zunichte zu machen. Unerwartet kamen dann die Polen zum ersten Gegentreffer. Beim Stande von 5:1 erzielte Neville den 6. Treffer, dann nach einem nicht anerkannten Abseitstor den 7. Erfolg.
Das letzte Drittel brachte heftige Angriffe von beiden Seiten, so daß auch der kanadische Torhüter wiederholt eingreifen mußte. In der 8. Minute führte ein feines Zusammenspiel durch Thomson zum 8:1.
Belgien von Ungarn hoch geschlagen.
Ungarn—Belgien 11:2 (1:1, 2:0, 8:1).
Ein weiteres Spiel im Olympia - Eisstadion führte die Mannschaften von Belgien und Ungarn zusammen. Die Ungarn überraschten durch ausgezeichnetes Können und hatten in den ersten 7*/2 Minuten mehr vom Spiel. In der 8. Minute gingen die Ungarn in Führung. Miklos schoß, Buerau, der belgische Torhüter, lenkte die Scheibe ins eigene Tor. Eine Minute später fiel der Ausgleich nach einer schönen Kombination durch van Reyschoot. *
Als das zweite Drittel in Angriff genommen wurde, hörte der Schneefall auf. Das Spiel wurde schneller. Vor beiden Toren, die verschiedentlich m Gefahr kamen, entwickelten sich schöne Szenen. In der 12. Minute gingen die Ungarn aus einem Gedränge mit 2:1 in Führung. Kurz vor Beendigung des zweiten Drittels erhöhte Miklos nach einer schönen Kombination auf 3:1.
Der letzte Spielabschnitt wurde wieder von Miklos mit einem schönen Drehschuß eröffnet, der zum 4:1 führte. Gleich darauf war es Harray, der auf 5:1 verbessern konnte. Das sechste Tor der Ungarn erzielte Gergely. Die Ungarn waren gerade im letzten Drittel in einer prächtigen Spiellaune. Die Torerfolge wollten schier nicht abbrechen. Miklos, Harray und Gergely erhöhten in kurzer Zeit auf 9:1. Dann gelang den Belgiern durch Pootsmans ein zweites Tor. Sofort erhöhte Magyar auf 10:2, und kurz vor Beendigung des Drittels reihte der erfolgreichste Torschütze der Ungarn, Miklos, das 11. Tor an.
Die Ungarn stellten eine ganz ausgezeichnete Mannschaft ins Feld.
Schweden schlägt Japan.
Schweden - Japan 2t 0 (1:0, 0:0, 1:0).
Als einzige Abend-Veranstaltung des ersten Olympia-Tages gab es im Kunsteisstadion zu Garmisch-Partenkirchen den Eishockeykampf Schweden— Japan. Auch in den Abendstunden hatte das Schneegestöber nicht nachgelassen und hatte auf den Spielverlauf nachteiligen Einfluß.
Schon nach zwei Spielminuten kam Schweden durch Engberg zum Führungstreffer. Die Japaner unternahmen einige wuchtige Vorstöße, waren aber körperlich zu schwach, um geaen die robuste schwedische Abwehr etwas ausrichten zu können. Es wurde fast durchweg in Japans Hälfte gespielt, doch die Schweden scheiterten an der hervorragenden Abwehrarbeit des kleinen japanischen Torwarts.
Die 3000 Zuschauer erlebten im zweiten Drittel
dann einen temporeicheren Kampf. Schweden stellte zwei ausgeglichene Stürmerreihen, die aber in der japanischen Verteidigung ihren Meister fanden. Kurz vor Schluß des zweiten Drittels hatten die Söhne Nippons eine gute Ausgleichschance. Kamai war geschickt durchgebrannt, schoß aber vorbei.
Im Schlußdrittel überraschten die Schweden bereits in der 4. Minute mit einem zweiten den Sieg herstellenden Tore, das Liljeberg mit wuchtigem Schuß erzielte. Ueberaus hart und mit allen Mitteln verteidigten die Schweden nun ihren Vorsprung. Von den Zuschauern heftig angefeuert, zeigten die Japaner, von denen einer nach dem anderen durch das Spielfeld purzelte, einen ungeheuren Eifer, ohne allerdings an dem 2:0-Siege der Schweden noch etwas ändern zu können.
Olympia-Programm des heutigen Freitags.
Eishockey: 9 Uhr: Kanada — Lettland; USA gegen Schweiz; 14.30 Uhr: Oesterreich — Polen; Schweden — England; 21 Uhr: Deutschland gegen Italien; 10 Uhr (Rießer See): Tschechoslowakei gegen Belgien, 14.30 Uhr: Ungarn — Frankreich.
Ski: Ab 11 Uhr: Abfahrtslauf für Männer und Frauen.
Bobtraining wieder abgebrochen.
Arn Donnerstag war die Bobbahn in Garmisch- Partenkirchen für das Training freigegeben, doch mußte man von vornherein Bedenken haben. Die Uebergänge von den ftahl.hart vereisten Kurven zu den schneebedeckten Geraden mit ihrer starken Tempo-Hemmung waren nicht „geheuer". Der Verlauf der Trainingsfahrten bestätigte diese Befurch- tungen, denn gerade an diesen Uebergängen ereigneten sich einige Stürze. Schnellster Schlitten war der amerikanische Bob mit Fox am Steuer, der 1:43,03 Min. für die 1600 Meter lange Bahn benötigte.
Oie Tschechen starten mit neuer Bobkonstruktion.
Die tschechische Bobmann- schast beim Ueberprüfen ihres Fahrzeugs, das eine besonders interessante Neukonstruktion darstellt. Der Bob wird hier nach völlig anderen Gesichtspunkten als bisher gesteuert.
(Scherl-Bilderdienst-M)
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Seihemann Sieger im OIympia-Siernflng.
61 Flugzeuge in München.
Die Teilnehmer am Olympia-Sternflug des Aeroclubs von Deutschland mit dem Ziel München- Oberwiesenfeld hat sich noch erhöht. Innerhalb des Wettbewerbs trafen 38 deutfchech und 12 ausländische Maschinen ein, dazu kamen noch sieben deutsche und vier ausländische Maschinen, die außer Konkurrenz auf dem Münchener Flughafen landeten. Insgesamt betrug die Beteiligung also 61 Maschinen. Der für Donnerstag vorgesehen gewesene Geschwaderflug nach Garmisch konnte leider wegen des allzu heftigen Schneetteibens nicht durchgeführt werden und wurde abgesagt.
Sieger des Wettbewerbs ist Hauptmann Seidemann - Berlin mit 3761 Flugkilometern und 869,6 Wertungspunkten (BFW. mit vier Mann Besatzung) vor dem Warschauer W o d a r k i e - w i c z (3619 Kilometer und 778,9 Punkte, RWD. 13 mit drei Mann Besatzung). Den dritten Platz belegten gemeinsam drei Maschinen der Luftsport- Landesgruppe I-Königsberg mit Major Klein, Kinderoater und Sulz, die alle 3391 Kilo
meter zurücklegten und je 770,93 Punkte erhielten. Sie benutzten Klemm L 25-Maschinen und flogen unter Führung von Major Klein zusammen. Die weitere Plazierung: 4. P e t e r e k - Warschau, 3550 Kilometer, 762,5 Punkte, RWD. 13; 5. Mohn- Berlin, 2032 Kilometer, 680,6 Punkte, Klemm L 25; 6. Bahnidi - Budapest, 2690 Kilometer, 584 Punkte, Klemm L 25; 7. Fürst Kinsky- Wien, 2658 Kilometer, 539,5 Punkte, Leopard-Moth; 8. Fuksa- Prag, 1440 Kilometer, 522 Punkte, Praga-Baby.
Reichslustsportführer Oberst M a h n ck e sprach den Sportfliegern Dank und Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen aus. Die Teilnehmer der Konkurrenz nehmen als Gäste des Aeroclubs von Deutschland am Samstagabend in Garmisch- Partenkirchen an einer Feier teil, bei der den Siegern die Ehrenpreise überreicht werden. Führer und Mannschaften der drei Erstplazierten sind während der Dauer der Wintespiele in Garmisch-Partenkirchen Gäste des Reichssportführers von Tscharn- mer und Osten.
Das Gesamtergebnis her Winlersahrt.
Das Schlußergebnis der Kraftfahrzeug-Winterfahrt liegt jetzt vor, da von einer Durchführung der Hochleistungsprüfung und des Eisrennens wegen der ungünstigen Witterung Abstand genommen werden mußte. Don den 340 in Bad Harzburg gestarteten Fahrzeugen erreichten nicht weniger als 264 das Ziel. 49 Einzelfahrer (33 von ihnen als Mitglieder ungefprengter Mannschaften) erhielten die Goldmedaille, 120 die silberne und 95 die eiserne Medaille. Ausgefallen sind 76 Fahrzeuge. Von den 64 gestarteten Mannschaften kamen 41 ans Ziel. Elf Mannschaften erhielten die Goldmedaille, 18 die silberne und 12 die eiserne. Völlig ausgefallen find acht Mannschaften, gesprengt wurden 15.
11 Mannschaften und 16 Einzelfahrer wurden Sieger.
Bei der Ausrechnung der Ergebnisse der Kraftfahrzeug-Winterprüfung wurden insgesamt 11 Mannschaften und 16 Einzelfahrer als Sieger ermittelt. Diese Mannschaften und Fahrer erhalten den Preis des Führers des deutschen Kraftfahrsports mit dem Goldenen Ehrenschild. Die
Krafträder bis 12 5 ccm: Knieß-Schwein- furt (Expreß-Sachs), Pfister- Schweinfurt (Wanderer-Sachs), Kaiser-Schweinfurt (Wanderer-Sachs)
und Kratzer-Schweinfurt (Schwerer-Sachs) je 249 Punkte;
Krafträder bis 250 ccm: Günther-Berlin (Puch) 506 Punkte, Mannschaften: Vgt. Fahrzeugwerke NSU Neckarsulm 509 Punkte;
Krafträder über 250 ccm: Heide-Nürnberg (Triumph) 673 Punkte, Mannschaften: General- Kommando 7 München (BMW) und Kommando der Marine-Station der Nordsee-Wilhelmshaven (BMW) je 580 Punkte.
Krafträder mit Seitenwagen: Hecker- Karlsruhe (Zündapp), Mannschaften: Vgt. Fahrzeugwerke NSU.-Neckarsulm 627 Punkte.
Kübelsitz-Wagen: Wolf - Sondershausen (BMW) 1015 Punkte, Mannschaften: Reichsführung SS.-Berlin (Mercedes-Benz) 774 Punkte.
Zweisitzige Personenwagen: bis 1,8 Liter: Riemer, Frankfurt a. M. (Adler), 897 Punkte; Mannschaften: Motorsportschule Nordsee des NSKK. (Hanomag), 660 Punkte.
Zweisitzige Personenwagen über 1,8 Liter: Wencher, München (BMW.), 1046 Punkte; Mannschaften: Ford Motor Co., Köln (Ford), 871 Punkte.
Serienmäßige Personenwagen bis 1,8 filtert Klein, Frankfurt a. M. (NSU. - Fiat),


