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liche Zahl von 175 Mitgliedern. Die Rechnungs­ablage durch Rechner Fischer ergab an Gesamt­einnahmen 1464,41 Mark, an Ausgaben 1370,14 Mark, so daß ein Kassenbestand von 94,27 Mark verbleibt. Weiter gab der Vereinsführer den Be­richt von dem in Lich abgehaltenen Sängertag des Bundes Chattia bekannt, dem sich der Chorleiter Lehrer Dietrich mit näheren Ausführungen über die gesanglichen Darbietungen des in diesem Jahre in unserem Städtchen stattfindenden Sängertages, verbunden mit der 100jährigen Gründungsfeier des Vereins, anschloß. Als Festtag wurde der 5. Juli 1936 bestimmt. Der GesangvereinEin­tracht", der mit zu den ältesten Vereinen im nähe­ren und weiteren Umkreise zählen dürfte, wird sein ganzes Bestreben darin sehen, diesen Festtagen einen würdigen Rahmen zu verleihen. Im Jahre 1935 wurden in Hungen ins Standesamts- register 27 Ehen, 25 Geburten und 18 Sterbe­fälle eingetragen. Die auf weitere neun Jahre verpachteten Gemeindegrund st ücke erreich­ten durchschnittlich wieder die seitherigen Pacht­preise. Für den Hektar sind 60 bis 270 Mark er­zielt worden.

Kirche und Schule.

Landkreis Gießen.

ex) Langsdorf, 6. Jan. Der kirchlichen Jahresgeschichte von 1935 entnehmen wir folgende Angaben, die für die Oeffentlichkeit der oberhessischen Heimat von Belang sind: 13 Kinder empfingen die Heilige Taufe, 12 Knaben und 4 Mädchen wurden konfirmiert, 12 Paare kirchlich ge­traut, 14 Verstorbene kirchlich bestattet. An der in hiesiger Gemeinde zur Sitte gewordenenGoldenen Konfirmation" nahmen 10 Jubilare teil. 3 Paare konnten die goldene Hochzeit begehen. 133 gottes­dienstliche Feiern fanden statt, die im Durchschnitt der 52 Wochen folgenden Besuch aufwiesen: 152 männliche und 169 weibliche = 321 erwachsene Personen und 81 Kinder = 402 Personen, oder 46 Hundertteile der Erwachsenen, 45 v. H. aller Evan­gelischen. Die Gesamtzahl aller Kirchenbesucher be­trug rund 21 000 Personen. Zum Tisch des Herrn traten 1200 Personen oder 171 v. H. der Abend­mahlsberechtigten. Die Gaben evangelisch-christlicher Liebestätigkeit erreichten den Betrag von rund 3400 RM., das bedeutet auf die evangelische Familie rund 15,40 RM. Das bedeutsamste, äußerlich wahr­nehmbare Ereignis des kirchlichen Lebens war die Jnnen-Renovation der Kirche, die in dankenswerter Weise von der bürgerlichen Gemeinde durchgeführt wurde. Dabei wurde eine Esch-Grubenheizung mon­tiert, die sich zur großen Zufriedenheit bewährte. Im Zusammenhang mit der Kirchenerneuerung wurde auch der spätromanische Chorraum im Turme in einen würdigen Zustand gebracht und dabei zu einer Ehrenhalle für die Opfer unseres Dorfes in den Kriegen früherer Jahrhunderte geweiht. Er­wähnen wir dann noch, daß ein etwa 350Jahre umfassendes Geschlechterbuch für alle Sippen unseres Dorfes geschaffen wurde. So wären damit die wichtigsten kirchlichen Ereignisse des Jahres 1935 erschöpft.

Rundfunkprogramm

Mittwoch, 8. Januar.

6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Sendepause. 10.15: Schulfunk:Johann Gottfried Herder und das deutsche Volkslied", Hörfolge von Walter Hil­pert. 10:45: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei zwischen zwei und drei. 15: Wirtschaftsbericht. Gasöl oder Benzin? 15.15: Befehl des Blutes", eine Tiergeschichte von Walter Julius Bloem. 15.25: Bücherfunk. 15.40:923 Meter unter dem Meeresspiegel." Ein Zwiegespräch nach dem gleichnamigen Buch von William Beede. 16: Konzert. 17.30: Geschichte und Landschaft am Wege: Alte Kirche in Kiedrich. 18: Nachmittagskonzert. 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Weg übers Meer Dom Schicksal einer Siedlerfamilie. 20.45: Bunte Stunde. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik.

S.Upori

Reichssportlehrer Wacher in Gießen.

Vom Fachamt für Leichtathletik ist Reichssport­lehrer Waitzer diese Woche in das Gaugebiet XII entsandt worden, um in den einzelnen Leichtathletik­zentren Uebungsabende abzuhalten. Für Gießen findet ein solcher am kommenden Donnerstag (9. Januar 1936) ab 19,45 Uhr in der Reichsbahn- Turnhalle im Aulweg statt. Herr Waitzer ist einer der ältesten Leichtathletikpioniere. Seine gründliche und erfolgreiche Arbeit als Trainer ist unbestritten. Wenige Monate vor dem größten sportlichen Ereig­nis, das Deutschland bis jetzt erlebt hat, den XI. Olympischen Spielen, gewinnt der Besuch Waitzers besondere Bedeutung. Es muß daher erwartet werden, daß sowohl die Mitglieder der Gießener Trainingsgemeinschaft, als auch die Uebungsleiter der Turn- und Sportvereine und der einzelnen Parteigliederungen an dem Abend teilnehmen.

preffetagung des Hochamts I im (Sou XII.

Unter Leitung des Gaupressewarts O ß w a l d (Bad-Nauheim) versammelten sich zum Wochenende die Pressewarte des FachamtesTurnen" zu zwei­tägiger Lehrgangsarbeit in Wetzlnr. Eine Rückschau des Gaupressewarts verweilte insbesondere beim 1. Gaufest des Reichsbundes für Leibesübungen in Gießen und erkannte dankbar die tatkräftige und bereitwillige Mitarbeit der Tagespresse an. Nach einem aufschlußreichen Vortrag von Bezirksspiel- wart Fritz Seibert (Wetzlar) überSpielbewe­gung, Pressewart, Tagespresse" füllte die Bespre­chung von wichtigen Fragen der Pressearbeit im Reichsbund für Leibesübungen und im Fachamt Turnen" die Tagesordnung des ersten Arbeits­tages aus.

Die Tagung des Sonntags, an der auch weitere Turner teilnahmen, fand ihre feierliche Einstim­mung durch Dietwart Artur Seibert vom To. Wetzlar. Turnkreisführer D a u p e r t (Wiefeck) gab ein anschauliches Bild von der denkwürdigen Sitzung der Turnerführer des Gaues am Jahresende 1935 in Idstein.

Dann hielt der Geschäftsführer des Gaupresse­amtes des Gaues Hessen-Nassau der NSDAP. Herbert Leitz (Frankfurt a. M.) einen grund­legenden Vortrag überNationalsozialis­mus und Press e". Bezirksdietwart S ch w i ck e r t (Nieder-Mörlen) behandelte die Zusammenhänge von Diet- und Pressearbeit, und Unter» kreisdietwart Studienrat Dietz (Bad-Nauheim) hielt einen fesselnden Vortrag überMutter­sprache Mutterlau t".

Gauoberturnwart R. Paul (Gießen), der von der Tagung lebhaft begrüßt wurde, sprach kurz zu den neuen Rundenkämpfen im Geräteturnen. Seine kritischen Ausführungen konnten sich nicht befreunden mit der Art, wie diese Rundenkämpfe im Gau Brandenburg zum Austrag kommen. Er ist ein Freund dieser Mannschaftskämpfe, will sie aber auf ein Mindestmaß beschränkt sehen, weil sie, wenn die Austragungsform Brandenburgs von uns übernommen würde, unseren Turnern im weit­verzweigten Gaugebiet keinen freien Sonntag mehr ließen. Nach dem Plane unseres Gauoberturnwarts, wie er für den Gau Hessen vorgesehen ist, sind die Rundenkämpfe im ganzen Gau an sechs Sonn­tagen durchzuführen.

Gaukassenwart Herzog (Kassel) gab wertvolle Aufklärung über verwaltungstechnische und Kassen­fragen für die Uebergangszeit sowohl als auch für die Neuregelung, die mit 1. April dieses Jahres im RfL. in Kraft tritt. Aus diesen Ausführungen ist für die Turnvereine besonders wichtig, daß bis zum 1. April, dem Zeitpunkt des Geschäftsjahres des Reichsbundes, die Verbandssteuern noch in bis­heriger Höhe gezahlt werden, d. h. also im Gesamt­betrag von 0,55 Mark für die DT., Gau und Kreis.

Wertvoll ergänzt wurden die Ausführungen des Gaukassenwarts durch Darlegungen des Gauge- schäftsführers Rüdiger (Kassel), der an Hand einer übersichtlichen Aufzeichnung die Gliederungen des Reichsbundes für Leibesübungen aufzeigte.

Nach nochmaligen Ausführungen des Dietwarts Artur Seibert (Wetzlar) klang der anregend verlaufene Lehrgang aus in einem Bekenntnis zum großen Gedanken des Reichsbundes und in dem

Gelöbnis, wie bisher in der DT. nunmehr im größeren Bunde alle Kräfte für Volk und Vater­land einzusetzen. Das Sieg-Heil des Gaupresse­warts auf Deutschland und seinem Führer wurde begeistert ausgenommen.

HandbaltimKreisLahn-Oill(SauXU)

Daß durch die schon oft erwähnten scharfen Kämpfe um die Führung in Bezirks- und 1. Kreis­klasse nicht alles ohne Zwischenfälle abgehen würde, war von vornherein klar. Daß aber das Ringen um die Spitze Formen annehmen würde, wie es der letzte Sonntag gezeigt hat, damit hatte niemand gerechnet. Denn es ist bestimmt etwas viel, wenn von drei angesetzten Pflichtspielen in der 1. Kreis­klasse zwei vorzeitig abgebrochen werden mußten.

Bezirksklasse.

Tv. Wetzlar Tv. Hochelheim 15:1 (6:0). Hochelheim hat in diesem Spiel sehr wenig gezeigt. Die Gastgeber gewannen wie sie wollten.

Mtv. Gießen Tv. Lützellinden 5:8 (3:5). Das bereits vorausgesagte harte Spiel kam zustande. Beide Mannschaften setzten alles auf eine Karte. Die Gäste haben mit Recht gewonnen und zwar auf Grund ihres größeren Stehvermögens, ihrer größeren Durchschlagskraft und trotzdem sie einen Teil der zweiten Halbzeit nur mit zehn Mann spielten.

1. Kreisklasse.

Tv. Garbenheim Tv. Groß - Rech­te n b a ch 5:8 (1:5). Beide Mannschaften lieferten sich zum Unterschied der übrigen Treffen ein sehr schönes und jederzeit spannendes Spiel, das Rechten­bach allerdings erst nach Kampf gewinnen konnte.

Alle hessischen Schulen, von der kleinsten Land­schule über die vielklassige Volksschule bis zur höheren Schule jeder Art, standen in den Sommer­und Herbstmonaten im Gemeinschaftskampf. Dabei war die Jugend in Altersstufen zusammengefaßt. Für die Jungen und Mädchen im volksschulpflich- tigen Alter waren die Kämpfe der Volks- und höhe­ren Schulen gemeinsam. Außerdem wurden sie nur innerhalb des betreffenden politifchen Kreises durchgeführt.

Die Ergebnisse der für alle hessischen Schulen verbindlichen Sommer-Kampfspiele sind unbe­dingt wertvoll und erfreulich. Wenn man be­denkt, daß dabei nahezu 2000 Kampfgemein­schaften antraten, dann kann man ermessen, wie breit diese Kämpfe die hessische Schuljugend erfaßten und sie in wirklicher Gemeinschafts­tat körperlich und charakterlich schulten.

Nach außen hin ist dieser Großkampf nicht viel in Erscheinung getreten. Das mag von manchen Sei­ten als ein Mangel betrachtet worden sein. Wem es aber mehr auf die Handlung als auf Kulissen ankommt, der ist voll befriedigt gewesen, und es ist angebracht, all den Lehrkräften zu danken, die sich um Organisation, Spielleitung, Betreuung der Kampfgemeinschaften und dergleichen wirklich ver­dient gemacht haben.

Die praktischen Erfahrungen jedweder Art aus diesem ersten Jahr werden einer eingehenden Prü­fung unterzogen und ausgewertet. Das Ziel dabei ist, die Einrichtungen und Mittel für die körper­liche Schulerziehung so zu formen, daß in und mit ihnen auf breitester Basis eine gesunde Jugend heranwächst, die gewillt und befähigt ist, im Dienst für die Gemeinschaft Hochleistungen zu vollbringen. Das hat der Leiter des hessischen Schulwesens, Mi­nisterialrat Ringshausen, klar und überzeugend vor den Hunderten von Jungen und Mädchen aus­gesprochen, die bei den Endspielen und der Sieger­ehrung zugegen waren.

Daß auf dem Wege über solche Pflicht-Spiel- reihen aller Schulen auch die Angriffsfronl ver- slärkl und verbreitert wird, die dem Ziel der Schaffung von Spielflächen für jedes Dorf gilt,

Tv. Holzheim Tv. Hörnsheim 7:2 (4:1). Leider konnte dieses Spiel nicht zu Ende geführt werden. Denn der Schiedsrichter sah sich gezwungen, kurz nach Halbzeit bei dem obiaen Stand das Treffen abzubrechen. Bis zu diesem Zeitpunkt lieferte Holzheim eine sehr schöne Partie.

To. Atzbach Tv. Niedergirmes 7:2 (6:1). Obwohl die Platzmannschaft klar in Führung lag, kam es auf ihre Veranlassung kurz nach Be­ginn der zweiten Halbzeit zu einem Zwischenfall, der für die Beteiligten unliebsame Folgen haben dürfte.

Jugend-Fußball der Spielvgg. 1900,

1900 1. Jugend VfB.-R. 1. Jugend 2:3.

Die zahlreichen Zuschauer sahen hier ein schönes Spiel, das die Grün-Weißen als die Glücklicheren gewinnen konnten. 1900 lag dauernd in Führung und hatte oftmals Gelegenheit, den Vorsprung zu vergrößern, doch wurde keiner dieser Chancen aus­genützt. Der Mannschaft gebührt aber trotz der Niederlage ein Gesamtlob.

*

Londorf Daubringen 2:4.

Die erste Elf von Daubringen weilte am Sonn­tag in Londorf und sicherte sich auch dort mit 2:4 Toren den Sieg. Daubringen steht nunmehr mit einem Torverhältnis von 72:12 an der Spitze seiner Gruppe und hat sich den Meistertitel ge­sichert. Das Spiel selbst begann reichlich nervös, Daubringen konnte aber doch bis Halbzeit bereits drei Tore vorlegen. Nach der Pause holten die Gastgeber zwar zwei Tore auf, die Gäste stellten aber mit einem weiteren Tor den Sieg sicher. In der Mannschaft Daubringens wirkte der verletzte gute Mittelstürmer mit, er konnte aber nur als Statist eingesetzt werden.

hat dieses erste Jahr schon deutlich erkennen lassen.

Mit den bereits ausgeschriebenen Winterkampfspie­len in Hand- und Fußball beschleunigt sich das Tempo des Angriffs auf das gesamte Ziel nicht unerheblich. Sie runden gleichzeitig die Arbeit des Jahres ab, indem sie neben der allgemeinen Som­meraufgabe auch den Wintermonaten die einheit­liche Gemeinschaftsaufgabe zuweifen.

In der nachstehenden Uebersicht sollen die Er­gebnisse in den jeweiligen Endkämpfen innerhalb des Landes der Oeffentlichkeit zur Kenntnis kommen:

Männliche Jugend.

Klaffen Ila bis la: Mannfchafts-Dierkampf um die Plakette der hessischen Landesregierung. Hebungen: 100-Meter-Lauf mit zwei Hindernissen, Weitsprung mit dem Sprungstab, Weitwurf mit der Keule, Schwimmen über 50 Meter. Provinz- beftleiftung in Starkenburg: Oberrealschule am Friedrichsplatz in Offenbach, Rheinhessen: Gymna­sium Worms, Oberhessen: Höhere Pri­vat^ chule Gießen. Landessieger: Oberreal- schuke am Friedrichsplatz in Offenbach.

Klassen Illa b i s Ilb: Fuß-Schlagball um die Plakette der hessischen Landesregierung. Prooinz- bestleistung in Starkenburg: Ludwig-Georgs-Gym­nasium Darmstadt, Rheinhessen: St. Marienschule in Mainz, Oberhessen: Oberrealschule Gießen. Landessieger: Ludwig-Georgs-Gymna­sium Darmstadt.

Weibliche Jugend.

Klassen Illa b i s la: Grenzball um die Pla­kette der hessischen Landesregierung. Provinzbest­leistung in Starkenburg: Studienanstalt in Offen­bach, Rheinhessen: Eleonorenschule Worms, Ober- Hessen: Studienanstalt Gießen. Lan- dessiegerin: Eleonorenschule Worms.

Die Sieger in den Kreisen erhalten, nachdem ge­mäß Reichserlaß die Ausgabe von Wimpeln nicht mehr erfolgen soll, einen Wanderpreis in Form einer Plakette. Außerdem steht für die übrigen Kampfgemeinschaften eine gewisse Anzahl von Ur­kunden zur Verfügung. Diese Auszeichnungen gehen demnächst den Schulen zu.

Ergebnis derSonmerspielederhessischen Schulen

2000 Kampfgemeinschaften im Wettbewerb.

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