Einzelbild herunterladen

Wirtschaft

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlußk.

4-L

7| 146,75 I

9 215

107,25

87

A.EG-

u

94 1

93,65

77,75

77,5

4 i o L 6 «

3 0

38,25

135,5

126,75

112,5

125

127,5

119

165

122,5

14,9

16,65

85,25

114,5

83,25

82,5

83,5

177,13

73,13

17,75

120,5

115,5

180

86,5

119,5

128

147,13

106,5

114

109,5

15

26

16,5

85,25

114

83,25

83

83,5

175,25

38,13

135,65

110,9

127

112 9

125

128

128

119,25

165

123,5

4

0

5

119

209,25

103,5

74

17,75

115,5

184

52,75

100

115,5

79

90,25 139,5

23,9

288

158,5

119 115,13 210,5 103,65 73,13 17,65

120,75 117.5 180,5

147,13

106

113,13

111,75

101,75

52,65

100,5

115,4

78,5

119,4

89,75

139,4

73,25

23,75

287,75

159

0

0

6

. 0

. 0

, 0

12

93,75

107,5

108,75

83,5

125,75

80

77,75

36,5 135,75 111,5

127 112,65 125,13

127

128,5 119,13

164,5 124

147,5

206,5

106,25

113

111,5

101,5

52,9

101,4

115,75

79

119,5

89,4

140,5

73,4

23,9

286,5

15

17

85 113,75 83,25

83 83,5

178

53,13

101

115,75

79

90,25

141,5

24,25

286,5

159

119,25

115,5

209,25

103,5

74

17,75

118,5

184

0

.. 0

.. 5

. 5

?y2

Buenos Atr^ Brüssel .... Rio de Jan. Sofia.....

Kopenhagen Danzig ....

London.... Helsingfors.

Paris .....

Holland ... Italien.... Japan .....

Jugoslawien Oslo.....

Wien......

Lissabon... Stockholm..

Schweiz ... Spanien... Prag......

Budapest ..

Neuyork ...

punkte auf dem asiatischen Kontinent. Gleichwohl ist ihm bei dem Gedanken an einen Krieg mit Sowjetrußland selbst, wenn England und Ame­rika neutral bleiben würden, nicht wohl. Denn die Armee Blüchers umfaßt 300 000 Mann Elitetrup­pen, 1500 Flugzeuge, zum Teil mit außerordent­lich weitreichendem Aktionsradius; etwa 800 Tanks, Panzerwagen und schwerste Artillerie sind am Amurbogen und in der Küstenprooinz konzentriert. Weiterhin sollen die Sowjets jetzt auch eine weitere Division nach der Mongolei schicken, dazu Instruk­teure, neue Tanks und Artillerie. Und die Sowjet­flotte im Japanischen Meer? Sie ist zwar eine un­bekannte Größe aber hat sie nicht England für bedeutend genug erkannt, um Sowjetrußland als stillen Teilhaber nach London zur Flottenkonferenz einzuladen? Und besteht nicht für Tokio die Gefahr eines englisch-sowjetrussischen Zusammengehens we­nigstens in diesem Teil der Welt?

Schultheis Patzenhofer .......

Aku «Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................

einmal ein sehr bekannter Journalist Hamburgs, und dann der Inspizient.

Die Proben beginnen. Heute wird nur markiert, aber das genügt, um zu erkennen, wie jede Nummer arbeitet. In einer anderen Loge sitzt der Chesbeleuch- ter. Telephonisch gibt er seine Befehle in die Schein­werferkabinen. Dauernd wechseln die Farben, die Lichteffekte, denn jedes Gesicht, jedes Kleid braucht eine andere Farbnüance.

Im Orchesterraum geht es wie in einem Bienen­haus zu. Der Kapellmeister beginnt die Musik für die einzelnen Nummern zusammenzustellen und gleich zu proben.

Die Ingenieure hängen neue artistische Apparate ein, neue Trapeze und Hochseile.

Nummer nach Nummer tritt auf und wieder ab.

Langsam versinkt die Nacht, der Morgen graut, dann hält der helle Tag seinen Einzug in Berlin.

Mansfelder Bergbau ..

Kokswerke ...........

Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ...........

Vereinigte Stahlwerke. Ltavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth

Gesellschaft.. Dresdner Bank Reichsbank ...

reicht werden. Die Sowjets durchschauten das Ma­növer und lehnten brüsk ab. Darauf drohten die Ja­paner mit militärischen Maßnahmen und die Sowjets beriefen demonstrativ die Minister der Aeu- ßeren Mongolei zu militärischen Verhandlungen nach Moskau...

So stellt sich die Lage im meistgefährdeten Win­des Fernen Ostens zur Zeit dar. Es ist ein ständi- fses Geplänkel, ein gegenseitiges Katz- und Maus- piel aber wohl auch nur ein immer neues Um­gehen der auf weite Sicht unzweifelhaft vor­handenen Kriegsgefahr. Beide Seiten rüsten mit Volldampf auf, beide Seiten sind bestrebt, günstige Ausgangsstellungen zu schaffen; beide Seiten wol­len zwar kaum einen Krieg sind aber überzeugt, daß er sich nicht vermeiden läßt.

Die Aussichten sind trotz der japanischen Erfolge in Mandschukuo, der Inneren Mongolei und Nord­china nicht leicht zu beurteilen. Japan hat ein glän­zendes Heer, eine starke Luftflotte und gute Sttitz-

36,75 I 135,75

111,5

127

112,5

125,25 I

128,4 !

119

164,5

125 i

beginnenden Zeichnung auf die neue Reichsbahn- Anleihe wurde die Unternehmungslust etwas beein­trächtigt, da Aufträge der Kundschaft fehlten. Die Tariferhöhung bei der Deutschen Reichsbahn hat sich am Wochenende leicht ausgewirkt, heute schien die Börse hiervon unbeeinflußt, zumal die Erhöhung entgegen den Erwartungen nur mäßigen Umfang hat. Im übrigen boten die vorliegenden Wirtschafts­meldungen der Tendenz gegenüber der Geschäftsstille eine gute Stütze.

Die Kursgestaltung am Aktienmarkt war un­einheitlich. Reichsbankanteile ermäßigten sich auf den Berliner Stand vom Samstag auf 175,50 (178). später waren sie zu 176 gefragt. Montanwerte notier­ten zumeist schwächer, Hoesch 83 (84,50), Mannes­mann 77,40 (78,65), Stahlverein 72,90 (73,13). JG.- Farben lagen mit 146,90 bis 146,75 (146,75) unver­ändert. Von Elektroaktien eröffneten Bekula unver­ändert, Gesfürel 0,25 v. H., RWE. 0,90 v. H. leich­ter, Siemens 0,50 v. H. freundlicher. Feste Haltung zeigten Metallgesellschaft mit 111,50 (110,13). Sonst setzten Daimler mit 89,50 (90,25), Muag mit un­verändert 70,50, Hapag mit unv. 15 und Rhein­metall mit 133,25 (133) ein. Reichsbahn-DA. bröckel­ten etwas ab auf 120,65 (120,90).

Am Rentenmarkt herrschte Geschäftsstille. Von heimischen Werten Altbesitz unv. 109,90, Zins­vergütungsscheine unv. 92, Kommunal-Umschuldung etwa 87,75 (87,80) und späte Reichsschuldbuchforde­rungen etwp 96,50 (96,65). Von Auslandrenten zogen Anatolier! auf 39,40 (39), Ungarn Gold auf 9,25 (9) an, dagegen bröckelten Mexikaner bis 0,40 v. H. ab.

Im Verlaufe blieb das Geschäft allgemein sehr klein, die Haltung am Aktienmarkt war jedoch etwas freundlicher und größtenteils erfuhren die Kurse leichte Erhöhungen, insbesondere am Mon­tanmarkt. Auch Reichsbank und JG.-Farben sowie AEG. zogen bis 0,40 v. H. an. Schwächer lagen Scheideanstalt excl. Dividende mit 206 bis 206,50 (215), ferner gaben Deutsche Linoleum auf 139,50 (141,50), Feldmühle auf 114 (114,75) und Atu 0,90 v. H. nach.

Am Kassamarkt erhöhte sich die Taxe für Brauerei Henninger auf 120 (117, letzter Kurs am 2. Januar 113). Ferner waren Unterfranken Elktro gesucht zu 121,50 (118,75).

Der Rentenmarkt erfuhr im Verlaufe keine Veränderung. Etwas Umsatz hatten Kommunal-Um­schuldung mit 87,75. Goldpfandbriefe und ^>tadtan- leihen lagen meist unverändert, Liquidations-Pfand­briefe notierten uneinheitlich, aber meist etwas freundlicher. Industrie-Obligationen waren^teilweise

14,75

16,75

85 113,75 83,25

82,5 83,5

177

5,65

8,85

4,9

39

Bekula.................... io

Elekkr. Lieferungsgeselhchaft... 5

Licht und Kraft ........... &yt

Felten & Guilleaume......... 4

Kesellsch.f.Elettr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr..........6

Schuckert 8 Eo............... 4

Siemens 8 Halske............7

Lahmeher L Eo.............. 7

0,672 41,94 0,139

3,053 54,80

46,90 12,28

5,405

16,44

169,03 20,02

0,717 5,666

61,62 49,05

11,135

63.28 80,95

34,03 10,31

2,490

5,7

8,6

4,95

39,5

5 107,25

4| 110,13

Voller Erfolg der Zeichnung auf neue preußische Schahanweisungen.

DNB. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat die am 4. Januar abgeschlossene Zeich­nung aus die neuausgegebenen 4,5prozentigen Preußischen Schatzanweisungen, fällig am 20. Jan. 1941, eine wesentliche Ueberzeichnung des aufge­legten Betrages von 150 Millionen Reichsmark ergeben. Der überwiegende Teil entfällt auf An­meldungen zum Umtausch der am 20. dieses Monats fällig werdenden, bisherigen 6prozentigen Preußi­schen Schatzanweisungen von 1933 bis 1935. Da den Umtauschzeichnern im Falle der Ueberzeichnung eine bevorzugte Berücksichtigung zugesagt worden ist, werden die Umtauschmeldungen voll zugeteilt werden. Dagegen müssen die Barzeichnungen ent­sprechend dem zur Verfügung stehenden Gesamt­beträge eine Repartierung erfahren. Auf die er­folgten Barzeichnungen werden im allgemeinen nur etwa 55 v. H. zugeteilt werden können. Es wird jedoch darauf Bedacht genommen werden, daß auch bei diesen Meldungen die kleineren Zeich­nungen nach Möglichkeit stärkere Berücksichtigung finden.

Oie preise für Pflanzkartoffeln

für Lieferungen nach dem 15. Januar.

Fwd. Auf Grund der Verordnung über Saatgut vom 26. März 1934 wird vom Verwaltungsamt des Reichsnährstandes im Einvernehmen mit der Haupt­oereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft ange­ordnet:

Für Lieferungen von Pflanzkartoffeln in der Zeit nach dem 15. Januar 1936 zum Anbau im Jahre 1936 bleiben die in den Anordnungen des Verwaltungsamts vom 5. September und 27. No­vember 1935 verkündeten Preisfestsetzungen in Kraft mit der Maßgabe, daß die Erzeugermindest­preise füranerkannte Saatware" auf 2,90 Mark je Zentner ab Verladestation heraufgesetzt werden. Verstöße gegen diese Anordnung werden mit Ord­nungsstrafen bis zu 100 Mark für jeden anord­nungswidrig gehandelten Zentner Pflanzkartoffeln, jedoch höchstens mit 10 000 Mark für jeden Fall der Zuwiderhandlung geahndet.

Rhein-Maimsche Börse.

RNtlagsbörse still.

Frankfurt a. M., 6. Jan. Bei nicht unfreund­licher Stimmung eröffnete die Börse zum Wochen- beginn in sehr stiller Haltung. Angesichts der heute

5,5

8,7

4,8

39,2

etwas fester. Von Auslandrenten hatten Gulden» Russen zu 0,72 bis 0,75 etwas Geschäft.

Tagesgeld sehr leicht mit 2,50 (2,75) v. H.

Abendbörse freundlich.

Der Zeichnungserfolg auf die Preußischen Schatz­anweisungen verlieh der Abendbörse etwas Anre­gung. Die Stimmung vermochte sich im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr weiter etwas freund­licher zu gestalten. Die Kulisse zeigte etwas mehr Unternehmungslust, doch war das Geschäft im gan­zen angesichts der weiterhin schwachen Kundschafts­beteiligung klein. Etwas Geschäft verzeichnet IG. Farben mit 147,50 (147,13), außerdem waren AEG. weiter gesucht mit 38,25 bis 38,50 (38,13). Auf den übrigen Marktgebieten kamen die Kurse zumeist auf Basis des Berliner Schlußstandes zur Notiz. Am Kassamarkt wurden Brauerei Henninger zu der heutigen Mittagstaxe von 120 (1. K. 113) notiert. Der Rentenmarkt lag völlig ohne Umsatz. Die Kurse konnten sich gut behaupten. Altbesitz notierten mit 109.80 etwas über Berlin (109,70). Sonst nannte man Kommunal-Umschuldung mit 87,75, Zinsver­gütungsscheine mit 92 und späte Reichsschuldbuch­forderungen mit 96,50. Auslandsrenten lagen still.

U. a. notierten: Altbesitz 109,80, IG. Farben- Bonds 122,75, Schutzgebietsanleihe 10,65, 4 v. H. Rumänen 4,90, Commerzbank 83,25, DD-Bank 82,50, Dresdner Bank 83,50, Mannesmann 77,75, Rheinstahl 103,50, Stahlverein 74, AKU. 52,75, AEG. 38,25 bis 38,50, Bekula 135,50, Bemberg 100, Chade A bis C 288, Conti Gummi 158,50, Daimler 90,25, Scheideanstalt 206,50, Deutsche Lino­leum 139,50. Licht & Kraft 126,75, IG. Farben 147,50, Gesfürel 125, Goldschmidt 106,25, Holzmann 86,50, Junghans 80,75, Muag 71, Moenus 78.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Jan. Austrieb: Rin­der 815 (gegen 457 am letzten Montagsmarkt), darunter 119 Ochsen, 67 Bullen, 457 Kühe, 172 Färsen. Zum Schlachthof direkt: 1 Bulle. Kälber 515 (755), Schafe 169 (98), Schweine 2429 (1628). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 (43), .b) 43 (43), c) 43 (43), d) 41 bis 43 (40 bis 43). Bullen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 42 bis 43 (43). Kühe a) 43 (43), b) 40 bis 43 (37 bis 42), c) 33 bis 39 (30 bis 36),

d) 25 bis 32 (24 bis 29). Färsen a) 43 (43), b) 43

(43), c) 43 (43), d) 42 bis 43 (40 bis 43). Kälber a) 66 bis 70 (71 bis 76), b) 56 bis 65 (65 bis 70),

c) 46 bis 55 (59 bis 64), d) 33 bis 43 (50 bis 58).

Lämmer und Hämmel b2) 48 (48), c) 46 bis 47 (47), d) 43 bis 45 (45 bis 46). Schafe e) 42 bis 43 (), f) 38 bis 41 (). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), b) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (51), Sauen gl) 57 (57), g2) 57 (57). Markt- verlauf: Rinder sehr lebhaft, ausverkauft. Kälber ruhig, geräumt. Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt.

Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 367 Viertel Rind­fleisch, 83 ganze Kälber, 17 ganze Hämmel, 5 halbe Schweine, 1 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Bullenfleisch b) 74 bis 77. Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68. Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 67 bis 75. Kalbfleisch b) 84 bis 94, c) 74 bis 84. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Marktoerlauf: rege.

Sränffurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Jan. Am Getreidegroß­markt war das Brotgetreideangebot ausreichend, die Nachfrage war nicht besonders groß, zumal das Mehlgeschäft wesentlich ruhiger geworden ist. In Futtergetreide lag bei anhaltender Nachfrage kein Angebot vor. Oelhaltige Futtermittel wurden zuqe- teilt, für Kleie werden Zuteilungen erwartet. Ge­fragt waren außerdem Zuckerfuttermittel, das An­gebot war gering. Futter- und Nachmehle waren reichlich angeboten.

Es notierten (Getreide per Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM. Weizen W 13 207, W 16 210, W 19 214, W 20 216, Roggen R 12 170, R 15 173, R 18 177, R 19 179 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerste, Sommergerste für Brauzwecke 225230, Hafer. Weizenmehl W 13 28,15, W 16 28,40, W 19 28,40, W 20 28,75, Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizennachmehl 17,00, Weizenfutter­mehl 13,50. Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfest­preise ab Mhhlenstation. Soyaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30. Treber, Trockenschnitzel 8,92 Großhandels­preise ab Fabrik-Station, Heu 8,709,00, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,804,00, gebündelt 3,503,80. Kartoffeln: Industrie hief. Gegend 3,20 RM., gelbfleischige hies. Gegend 3,00, weiß-, rot- und blauschalige 2,75 RM. per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig.

9,5 5,65 8,85

4,9

39,4

Hamburg-Amerika-Paket .....o

Hamburg-Südam. Dampfschiff . o Norddeutscher Lloyd ......... *

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat°Bank ... Deutsche Bonk und D'sconto-

I. ®. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........

Goldschmidt .........

Rütgerswerke .......'

Metallgefellschaft......

94,25 I

106,75 1

109 ;

84,5 1

153 |

125,75 ;

79,25

78,65 I

Die Nacht ohne pause.

Künstler packen ein und aus. Weltstadt-Variete am llltimo.

Von Werner Joachim Holsten.

Buderus ...................

Deutsche Erdöl ..............

Harpener...................

Hoesch EisenKöln-Neuessen ..

Ilse Bergbau ...............

Ille Bergbau Genüsse........

Klöcknerwerke ...............

Mannesmann-Röhren........

107 107,75

109 - 109

83,4 1 84

154,25

125,25 125,5

79,25 I 79,75

! Gritzner....................o| 26,5 1 26,75 I

| N"^°ltwerke Höchst a.M.... 4 87,75 88,5

Süddeutscher Zucker ........ io| 197 197 |

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.

Aber immer wird noch geprobt, immer noch treffen neue Artisten ein. Langsam wird auch die übrige Scal a" lebendig.

Ein paar Dutzend Reinmachfrauen beginnen den Angriff auf Schmutz und Staub. UeberaU wird ge­schrubbt, gebohnert, Staub gewischt, denn in ein paar Stunden zur Premiere nämlich muß alles blitzen.

Aber auch die Hausfront verändert sich. Aus den Schaukasten werden die alten Photos entfernt und neue befestigt. Elektromonteure stehen auf hohen Feuerwehrleitern und wechseln die Lichtreklamen aus, schalten die Leuchtbuchstaben um. Denn heute nacht wird ein neuer Name übet Berlin erstrahlen, vier Wochen lang leuchten und locken, um am näch­sten Ersten für immer zu verlöschen.

Auf der Bühne wird immer weiter geprobt.

An der Rampe steht ein nackter Gartenstuhl, auf dem erschöpf teine junge Tänzerin sitzt. Immer wieder springt sie auf, um von neuem mit der Musik zu­sammen zu üben. Sie scheint unzufrieden, unauf­hörlich bricht sie den Tanz ab, verlangt andre Tempi, hier ein Kreszendo, dort ein Ritardando, und von neuem wirbelt sie über die Bühne. Ganz im Hinter­gründe üben zwei Parterreakrobaten. Immer wieder dasselbe. Und es sieht doch so einfach aus.

Ein Sichdrehen in den Knien, ein absichtlich- unab- ichtliches Schwanken, ein langsames Zusammen- inken. Wie unendlich schwer muß die Bewegungs- olge sein, wenn die Artisten sie stundenlang üben müssen.

Phantastische Schatten steigen und fallen an der kalkweißen Mauer der Bühnenwand: Der Meister­jongleur übt!

Langsam ist es Nachmittag geworden. Die erste Vorstellung steht vor der Tür, noch dazu vor dem sachverständigsten Publikum Berlins, das den Pro­grammwechsel gar nicht erwarten kann.

Der Gong ertönt. Die Premiere rollt ab, die Vor­stellungsteht", als ob sie tagelang schon gespielt würde.

Zufrieden lächelnd, aber hundemüde verläßt der Direktor Duisberg mit dem Stabseine" Scala. Im Weltstadt-Variete rollt das Programm aus fünf Kontinenten ab.

Dalum

....... 6 11875

....... 6

..... 12 210

....... 4 103,25

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

bör."

6.1.

Die letzte Vorstellung des Monats ist beendet.

In den Garderoben und Kassenräumen, im Foyer und Vorraum flammen die Lichter auf. In der nächt­lichen Straße springen die Autos an. Gewichtig tritt der Portier in seiner goldstrotzenden Uniform vor den Eingang des Varietes, um die turbulente Ab­fahrt der Gäste zu regeln. Verschwommen weht ein Tusch aus dem Zuschauerraum in die Nacht, unter­brochen von prasselndem Beifall. Achtzehn Schein­werfer schließen die Augen, vier Kronleuchter flam­men auf, das Rampenlicht verlischt, während die Ka­pelle einen flotten Marsch spielt. 2000 Zuschauer drängen durch die Türen den Garderoben zu. Auf fast allen Gesichtern glänzt ein leichtes Entrücktsein und der frohe Abglanz verklungenen Staunens und Lachens. Doch dann beginnt die Wirklichkeit ihr Recht zu fordern; der Kampf um die Garderobe be­ginnt. Man freut sich trotz allem Genuß auf sein Zuhause, auf sein Bett. Zweiundeinehalbe Stunde konzentriert und gespannt zuzusehen strengt an. Schon nach einer Viertelstunde verläßt der letzte Zu­schauer das Variete. Das elektrische Licht erlischt, die letzte Vorstellung im Monat ist vorüber.

Da fährt ganz unprogrammäßig der große Wagen des Direktors vor. Jetzt um dreiundzwanzig Uhr fünfundvierzig Minuten?

Er geht aber nicht durch den Haupteingang der Scala", sondern durch die Toreinfahrt zur hinteren Bühnenauffahrt. Während sonst der Hof, hinter dem gespenstig der plumpe, runde Turm der Gasanstalt wie eine wehrhafte Festung herübersieht, um diese Zeit leer und verlassen liegt, drängen sich heute nacht Lastautos, Privatwagen und Taxis in seiner Enge. Verworrene Stimmen suchen ihren Weg ins Freie, fremdländische Namen gellen durch die Nacht. Riesen­kisten und -koffer mit der AufschriftArtistengepäck" rollen über die breite Rampe in die Automobile. In allen Sprachen, aber mit gleich lebhaftem Tempera­ment wird unter Küssen und Händeschütteln Abschied genommen. Direktor Duisberg steht zwischen den Künstlern, schüttelt einem jeden freundlich die Hand; sie alle sind und fühlen sich als große Familie. Auto nach Auto rollt ab und bringt die Artisten zum Flugplatz ober Bahnhof, und morgen nachmittag schon, am ersten des Monats, kämpfen sie in Rom, Paris oder London, in Wien, Kopenhagen oder Dslo in der Premiere von neuem um die Gunst des Publikums.

Mit einem leichten Seufzer steigt der Direktor die Auffahrt empor. Wie gut haben es doch meine Kol­legen vom Theater, denkt er, wochenlang können sie proben und haben zu alledem noch ein festes En­semble. Und ich? Ein paar karge Nachtstunden, ein fröstelnder Vormittag müssen genügen, um eine erstklassige Aufführung herauszubringen.

Er klinkt die schwere, eisenbeschlagene Bühnentür auf, geht durch den Vorraum, in dem Requisiten untergestellt sind. Dröhnen und Rusen, Befehle und Hämmern umfluten ihn. Die Bühnenarbeiter begin­nen schon mit dem Wiederaufbau. Alte Requisiten werden abgenommen, neue eingehängt. Hohe Ku­lissen und Versatzstücke rollen wackelnd über die Bühne. In einer Ecke steht zusammengedrängt eine kleine Anzahl von Artisten, die auf Direktor Duis­berg warten, um mit der ersten Probe zu beginnen. Endlich ist die Bühne wieder benutzbar. Aus dem Orchesterraum klingt das Stimmen der Instrumente herauf. Der Vorhang rauscht auf. Die vier Riesen- kronleuchter sind erloschen, nur eine tausendkerzige Birne dicht unter der Decke wirft ihr kaltes Licht herunter auf die Phalanx der langen, leeren Stuhl­reihen.

Dis tzweite Orchesterloge von links ist derFeld- h en » Hel". Rechts sitzt der Direktor, links feine Sekretärin, die neun Sprachen fließend be­herrscht, in der zweiten Reihe der Regisseur, früher

Schlußk. Mittag- börle

61

Datum

4% oesg!. Serie 11 ............

5% Numan, vereinh. Rente v. 1903 4'/2%Rumän.vereinh.Nentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2/<% Anatolier ..............

Zellstoff Waldhos ........ 5

Zellstoff Aschaffenburg ....... 0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum........... g

Orenstein & Koppel ..........0

Westdeutsche Kaufhof.........0

Chade.................... 71/

Accum ulatoren-Fabrtk12

Conri-Gummi...............§

4 87

7 120

6| 128 I

Lombardzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Schluß- furd

4.1,

27 I 26,75

197,5 197

Lrankfurt a. M.

Berlin

Schluß- furd

Schlußk. Abend- börse

Schluß- lurd

Schlußk. Mittag- börse

41.

6-1.

4.1.

6 1.

Frannuri a. D(.

Ben.n

Schluß» furd

Schlußk. Abend­börse

Schluß- turd

Schlußk. Mittag- börse

Datum

4.1.

6-1.

4.1.

6 1-

6% Deutsche RelchSanlethe v. 1927

100,25

100,4

100,5

100,5

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,25

97,25

97,25

97,25

b'/r% Doung-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

103,5

103,5

103,4

103,4

Ausloj.-Nechten .............

W09,9

109,8

109,8

109,7

4l/,% Deutsche Reichspostschahan Weisungen von 1934, 1.......

99,9

99,75

99,9

99,9

6% etjem.8% Hess. Volksstaat 1929

(rückzahlb. 102%)............

97,75

97,75

97,25

97,25

4/2% ehem.8% Hessische Landes-

bant Darmstadt Gold R. 12.... 5/2% ehern. 4y2% Hess. Landes-

96,4

96,4

Hypothekenbank DarmstadtLiout 41/2% ehem. 8% Darmst. Komm

101

100,75

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mii

931

93

Ausloj.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 414% ehem.8% Franks. Hyp.°BanI

112,9

113,13

113

112,9

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 ßy2% ehem. 4yz% Franks. Hyp.

96,5

96,5

Bank-Liqu.-Pfandbriese.......

101,5

101,5

b'/2% ehem. 4yz% Rheinische

Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ...

4y2% ehem. 8% Pr. Landespfand-

101,25

101,4

101,13

101,4

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4 y2% ehem. 7% Pr. Landespsand-

97

97

97

97

briefanst., Gold Komm. £61.VI

97

108

Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38

108

108

108

4% Oesterretchtsche Goldrente....

_

-

29,75

28,5

4,20% Lesterreichische Silberrente

1,2

1,2

1,3

4% Ungarische Goldrente.......

9

9,13

9

9,05

8,85

9,25 9

4% Ungarische Slaatsrente v. 1910

4«/2% desgl. von 1913..........

8,95

8,9

13

9

1 12,5

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

12,75

12,7

Serie 1....................

' 9,5

_

4.Januar

6-Januar

Amtliche Notierung

Geld | Ärief

Amtliche Notierung

Geld | »rief

0,668

0,672

0,668

41,86

41,94

41,86

0,137

0,139

0,137

3,047

3,053

3,047

54,73

54,83

54,70

46,80

46,90

46,80

12,255

12,285

12,25

5,40

5,41

5,395

16,38

16,42

16,40

168,55

168,89

168,69

19,98

20,02

19,98

0,715

0,717

0,715

5,654

5,666

5,654

61,54

61,66

61,50

48,95

49,05

48,95

11,115

11,135

11,115

63,19

63,31

63,16

80,72

80,88

80.79

33,97

34,03

33,97

10,29

10,31

10,29

2,486

2,490

2,486

Banknoten

Oerlin,6.Januar

Geld

»nci

Amerikanische 'Noten..............

2,438

2,458

Belgische Noten..................

41,72

41,88

Dänische Noten .................

54,49

54,71

Englische Noten .................

12,215

12,255

Französische Noten...............

16,35

16,41

Holländische Noten...............

168,27

168,95

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

61,34

61,58

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

_

Schwedische Noten...............

62,99

63,25

Schweizer Noten.................

80,61

80,93

Spanische Noten.................

33,61

33,75

Ungarische Noten................