er-
Das irische Problem wieder akut
UNS
er-
Ms (ii*
Brandenburg, 6. Jan. Die Adam Opel AG. eröffnete dieser Tage ihr neues Lastkraft- wagenwerk in Brandenburg a. d. Havel. Zu diesem Ereignis machte der Betriebsführer der Opelwerke Dr. R. A. Fleischer einige Aus- ührungen über die Gründe und Absichten dieses Neubaues. Dank der fortschreitenden Motorisierung ind viele Betriebe der Automobilindustrie heute
Opel eröffnet neues Lastkrastwagenwerk in Brandenburg.
Ministerpräsident Hermann Göring richtete, wie der Reichs - Jugend - Pressedienst mitteilt, zum Jahreswechsel Worte der Anerkennung und des Dankes an die Hitler-Jugend: Auf meinen
Aegyptiens Kampf um feine Unabhängigkeit
Das Jubiläum der Lufthansa.
Berlin, 7. Jan. (DNB.) Am Montagabend, am Tage des zehnjährigen Jubiläums der Deutschen Lufthansa, versammelten sich sämtliche Arbeitskameraden der Lufthansa zu einer würdigen Feier. Ueberall, nicht nur in Berlin und bei den Bezirksund Flugleitungen im Reich, sondern auch draußen, jenseits der Grenzen an den Küsten des Ozeans, auf den schwimmenden Flugstützpunkten, vereinigten ich zur gleichen Stunde die Gefolgschaftsmüglieder zu einer solchen Feierstunde. Ausgenommen allein diejenigen, die auch in dieser Nacht auf der Maschine ihren Dienst versehen mußten, sei es auf den europäischen Nachtpoststrecken, sei es im Ueber-
Panzerschiff „Admiral Graf Spee" in Dienst gestellt.
z. B. die heiligen Stätten in Jerusalem zu besuchen und instand zu halten. Die wichtigsten Bestimmungen der Kapitulationen, die auch Preußen bzw. das Deutsche Reich mit der Türkei abschloß, betrafen die freie Religionsübung, die Exterritorialität in bezug auf Ausübung der Zivil- und Strafjustiz, also die Konsulargerichtsbarkeit, das Prinzip, daß keine Haftung für fremde Schulden oder Delikte ausgesprochen werden konnte, die Beseitigung des „Blutgelds", den Schutz gegen Verbringung in Sklaverei, die Sicherung des Nachlasses, des Verkehrs, des Handels und der Schiffahrt, den Schutz gegen See- und Strandraub und gegen jegliche Gewalt. Aehnliche Verträge wurden auch mit China, Persien und mit Japan abgeschlossen. In Japan fielen die Kapitulationen zuerst 1894, dann mit Persien und nach dem Weltkriege mit China mit Ausnahme der exterritorialen Niederlassungen in Schanghai und Hongkong. Die Kapitulationen in der Türkei wurden 1914 aufgehoben; im Frieden von Lausanne 1923 erklärten sich die europäischen Mächte mit dieser Aufhebung einverstanden. Aegypten, das seit rund einem Jahrhundert der Türkei nur mittelbar angehörte, hatte zwar den europäischen Mächten die Kapitulationen zugestanden, sie sind aber, wie gesagt, bereits 1876 durch die gemischten Gerichtshöfe ersetzt worden.
*
In London wird erklärt, daß im Gegensatz zu anderslautenden Berichten keine neuen A n - Weisungen dem britischen Oberkommissar in Kairo, Sir Loeker Lampson, gegeben worden seien, obwohl die Regierung selbstverständlich in ständiger Verbindung mit ihm stehe. Die Meldung, wonach in London die Frage der Abschaffung der gemischten Gerichtshöfe in Aegypten ernsthaft erwogen werden, sei unbegründet.
Die Wafdpartei organisiert die ägyptische Jugend.
London, 7. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie die Morningpost aus Kairo meldet, haben die wafdi- stischen Studenten beschlossen, die wafdistische Jugend nach dem Vorbild der faschistischen Verbände zu organisieren. Jedes Mitglied der neugeschaffenen Jugendgruppe wird einen Eid als „Soldat im Dien st e des Vaterlan- d e s" ablegen und sich verpflichten müssen, alles zu vermeiden, was gegen die Grundsätze der Vereinigung verstößt. Die Mitglieder der wafdistischen Jugendvereinigung werden eine eigene Uniform, bestehend aus einem Blauhemd und grauen Hosen, erhalten. Das Abzeichen stellt eine Hand dar, die den Schlüssel des Lebens — ein altägyptisches Sinnbild — faßt, und zeigt das Leitwort „Gehorsam und Kampf".
gebracht hat, mit diesen Plänen zur Wideraufnahme der irisch-englischen Ausgleichsoerhandlungen zusammenhängt, ist vorerst stoch nicht zu kennen.
Kunst und WMenschasi.
Nächste Thealerfeskwoche in der Hauptstadt der Bewegung.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hat entschieden, daß die nächste Reichstheaterfe st mache in München, der Hauptstadt der Bewegung, in der Zeit vom 10. bis 17. Mai 1936 stattfindet.
Dr. Franz Ulbrich 25 Jahre am Theater.
Der Intendant des Preußischen Staatstheaters in Kassel, Dr. Franz U l b r i ch , begeht am 10. Januar sein 25jähriges Bühnenjubiläum. Dr. Ulbrich wurde 1885 in Bärenstein im Erzgebirge geboren. Seine Theaterlaufbahn begann Ulbrich 1911 am Großherzoglichen Landestheater in Oldenburg als Dramaturg. 1915 verpflichtete ihn das Meininger Hoftheater als Spielleiter und Dramaturgen.1924 wurde Intendant Ulbrich zum Generalintendanten des Deutschen Nationaltheaters in Weimar und der gesamten Thüringer Landestheater (Altenburg, Gotha) berufen. Nach der Machtergreifung durch die nationalsozialistische Regierung wurde Ulbrich 1933 durch den Preußischen Ministerpräsidenten Hermann Göring als Intendant an das Staatliche Schauspielhaus Berlin berufen. 1934 erhielt Dr. Ulbrich einen Sonderauftrag des Preußischen Ministerpräsidenten; auf Auslandsreisen orientierte er sich über das Kulturleben der benachbarten Staaten. Am 1. Oktover 1934 berief ihn Hermann Göring in feinen Stab, bei Beginn der Spielzeit 1935/36 ernannte er ihn zum Intendanten der Preußischen Staatstheater in Kassel.
am Dienstag von Brest auslaufen werde, werde niemals weit von Gibraltar entfernt sein und könne im Ernstfälle das östliche Mittel- nieer in drei bis vier Tagen erreichen.
Eine andere bedeutsame Maßnahme Frankreichs sei der mit großer Eile in Angriff genommene Bau eines neuen Flotten st ützpunktes in Mers-el-Kebir bei Oran in Algerien. Dieser Flottenstützpunkt habe den Zweck, den Kriegsschiffen größeren Schutz gegen Luftangriffe zu gewahren, als es bei dem großen Flottenstützpunkt B i s e r t a in Tunis möglich fei, der von Südeuropa mit Flugzeugen leicht zu er-
kam, besonders freudig begrüßt. Heute an der Jahreswende ist es mir ein Bedürfnis, allen diesen meinen jüngsten Kameraden und ihrem Führer für die mir bewiesene Zuneigung und Treue herzlichen Dank zu sagen. Ich weiß, daß die Hitler-Jugend sich auch im kommenden Jahre stets bewußt sein wird, daß sie als Träger und Hüter des heiligen Feuers unserer Idee die Zukunft Deutschlands ist. In diesem Sinne wünsche ich allen Mädels und Jungens ein glückhaftes neues Jahr und eine erfolgreiche Arbeit für unseren geliebten Führer.
Der Führer besichtigt die ReichSauio- bahn Rosenheim - München
München, 6. Jan. (DNB.) Der Führer machte am Samstag in Begleitung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen die erste Fahrt über den nunmehr fertiggestellten Abschnitt Rosenheim— München im Zuge der Reichsautobahn München— Landesgrenze. Dieser Abschnitt der Reichsautobahn ist mit dem Uebergang über den Irschenberg und seinem einzigartigen Gebirgsblock, sowie der in diesen Tagen fertiggewordenen gewaltigen Mangfallbrücke, ein Meisterwerk deutscher Brückenkunst, wohl der landschaftlich schönste und sehenswerteste Teil unserer Reichsautobahnen. Der Abschnitt von Holzkirchen bis zur Abzweigung nach Schliersee wird in den nächsten Tagen für den allgemeinen Verkehr freigegeben.
wahrhaft zu erschließen.
Der Reichslustfahrtminister beglückwünscht die Lufthansa.
B e r I i n , 6. Jan. (DNB.) Der Reichsminister der Luftfahrt, General der Flieger Göring, hat der Deutschen Lufthansa zu ihrem zehnjährigen Jubiläum folgendes Glückwunschtelegramm gesandt:
„Am Tage ihres zehnjährigen Bestehens gedenke ich der Deutschen Lufthansa mit besonderer Herzlichkeit. Sie war in den Jahren des Niederganges Trägerechten Fliegergei st esundwah- rer Kameradschaft. Durch zielbewußte Arbeit wurde die Lufthansa zum Kernstück unserer neuzuschaffendendeutschenLuftfahrt. Für die großen Aufgaben, die die Handelsluftfahrt auch weiterhin im Dienste von Volk und Staat zu erfüllen hat, wünsche ich der Deutschen Lufthansa vollen Erfolg."
Göring an die HI.
$tr51
Ä
es ®«6 erober«'
r
M » @‘(l »ie ft i« einer ®r Bertret" fdjaft ä'1
Haltung,. wanbes.
ner«H1
Die less kB?" fti bleibe bleiben. J tigenbe « als melffl menschlich, schasst eri bilbun Wert du Bolkswir! ner male zuorbneu, orbnen Gelb bien liehen Ar!
Die üb। würbe ger runq seit Maßnahm Wirtschaft; (bamals 6 nen). Nick bern bie 2 initiative verfahren, neugcbilbi sunysnD Kreislauf geschaffen ausgeepu das Lebl fortsehen.
Daß bc Wicklung kann kein Arbeitslos! freie Win jeher beutf pitalanhäu wenigen 5 gestalten u des Arbei überlassen, Vertrauen wörtlichen Staat, ber nicht nur auch mit । Unenblid jung, llnzc nalsozialisti bemiffe ül nicht bie „! »höchste allen Gebie Volksgenoss Tätigkeit a stehen: de Lohn, ni
den des europäischen Gleichgewichtes verhindern, daß die italienische VNlilärkraft in Europa allzu sehr geschwächt werde. Da es schließlich England sein werde, das zugunsten der italienischen Wirtschaft eine Anleihe werde gewähren müssen, wünsche man nicht, daß diese Anleihe zu groß wird. Aus diesen Gründen sei der englische Generalstab entschlossen, die Sühnemahnahmen auf das Oel auszudehnen, da dies allein wirksam sein werde. In London, Paris und Genf sei man der Ansicht, daß der Völkerbundsrat, der am 20. Januar Zusammentritt, die Oelsperre für den 1. Februar anordnen werde.
FranzösischeFlollenmaßnahmen im Mtelmeer
London, 7. Jan. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet, daß die sechswöchige Uebungsfahrt eines mächtigen französischen Geschwaders an der Küste von Marokko der Beitrag Frankreichs zu den Vorsichtsmaßnahmen sei, die im Zusammenhang mit der politischen Lage im Mittelmeer ergriffen würden. Das zweite französische Geschwader, das
reichen sei.
Britische Verteidigungsanlagen in Ostafrika.
London, 7. Jan. (DNB.-Funkspr.) Die englische Regierung hat beschlossen, in Mombasa (Kenya), dem britischen Hauptstützpunkt in Ostafrika, demnächst wichtige Verteidigungswerke zu errichten. Bereits in den nächsten vier Wochen werden schwere Geschütze und Scheinwerfer in Mombasa eintreffen. Gleichzeitig wird aus den in Mombasa ansässigen britischen Ingenieuren und früheren Artilleristen ein Fr e i w i ll i g en k o r p s gebildet. Für die Anlage der Verteidigungswerke ist der Hafen K i l i n d i n i gewählt worden.
Was bedeuten dieKapilulationen.
Die im Verlause des italienisch-abessinischen Krieges verstärkte Unabhängigkeitsbewegung der Aegypter soll nach englischen Blättermeldungen zu Verhandlungen über die U e b e r t r a = gung ber Rechtsprechung auf die g e - mischten Gerichte und, wenn das nicht gelingt, zur Abschaffung dieser gemischten Gerichte führen, so daß die Ausländer also in Aegypten nach Landesrecht beurteielt würden. Wenn in diesem Zusammenhang davon gesprochen wird, es handele sich um die Abschaffung der Kapitular - rechte, so ist das ein Irrtum, denn die reinen Kapitulationen, also eine gewisse Privilegierung der Ausländer, wurden in Aegypten bereits 1876 durch das System der gemischten Gerichtsbarkeit ersetzt. Es handelt sich also nicht um die Abschaffung der Kapitulationen schlechthin, sondern nur um etwas, das als Ersatz oder Abmilderung dieser Kapitulationen betrachtet wurde.
Um das Wesen dieser Kapitulationen zu verstehen, muß man berücksichtigen, daß sie aus der ganz anders gearteten Rechtsprechung notwendig geworden waren, der im Verkehr mit dem Orient sich die Europäer nicht fügen konnten. Das Gläubigerrecht z. B., das bis zum Verkauf des Schuldners in die Sklaverei ging, die Mischung von religiösen und staatsrechtlichen Zwecken, die Eigentumsverhältnisse usw. widersprachen dem abendländischen Geist. So wurde um die Kapitulationen jahrhundertlang ein erbitterter Kampf geführt, vor allem mit der Türkei, zumal der Sultan in Konstantinopel jeden Friedensvertrug mit abendländischen Nationen staatsrechtlich nur als Waffenstillstand aufgefaßt wissen wollte. Bei den Kapitulationen handelte es sieh also um die Durchbrechung der Gebietshoheit des Aufenthaltsstaates zugunsten der Personalhoheit des fremden Staates in 'bezug auf seine Vertreter und Angehörigen. Sie waren daher mit der Souveränität des Aufenthalts- Staates nicht zu vereinigen. Daher sind die meisten Kapitulationen auch in den letzten Jahrzehnten abgeschafft worden. Je mehr sich die orientalischen Nationen entwickelten und moderne Ideen in ihrer Rechtsprechung walten ließen, um so unerträglicher wurde das Sonderrecht der Fremden.
Die Wurzeln der Kapitulationen sind alt. Als die Venezianer und Genuesen sich im alten oströmischen Reich zu Handelszwecken niederließen, schlossen sie die ersten Kapitulationen. Als die osmanischen Türken Byzanz eroberten, gewährte der Sultan den fremden Kaufleuten die Anerkennung ihrer bisherigen Rechte. Nach diesem Vorbild wurden die Kapitulationen auch mit den anderen europäischen Mächten abgeschlossen. Seit 1740 wurde zudem ihr Geltungsbereich ausgedehnt, die Europäer genossen insgesamt den Vorzug, den bisher nur die Franzosen hatten, nämlich ungehindert
30 250 (1935). Das entspricht einer Zunahme von rund 50 v. H.
Diese Entwicklung forderte die Schaffung neuer Produktionsmöglichkeiten modernster Art. Opel will der Eigenentwicklung des Lastwagenbaues freie Bahn geben. Unter Verwertung jahrzehntelanger Erfahrungen und unter Berücksichtigung besonders im Export liegender Aufgaben wurde das neue Werk in Brandenburg errichtet. Das Werk wurde in 190 Tagen erbaut. Es kann bei drei Arbeitsschichten 150 Lastwagen (Typ Opel- Blitz) produzieren und beschäftigt im Augenblick 800 Arbeiter. Bei einem Arbeiten in drei Schichten wird sich diese Zahl auf etwa 2500 erhöhen. 15 d. H. der Arbeiter wurden aus Rüsselsheim herübergeholt, vor allem Facharbeiter, sie sollen aber, wenn eine Schulung der brandenburgischen Belegschaft durchgeführt ist, Zug um Zug wieder in ihre Heimat entlassen werden. Weitere 15 v. H. stammen aus Notstandsgebieten, z. B. aus Schlesien und Danzig. Der Produktionsbetrieb des Werkes ist in einer Halle mit 1200 Werkzeugmaschinen zusammengelaßt, die Maschinen stellen einen Anlagewert von 7 Millionen Mark dar. Die gesamten Baukosten des Werkes betrugen 14 Millionen Mark und wurden aus eigenen Mitteln der Firma aufgebracht. Das- Werk zeichnet sich durch einen außerordentlich günstigen Standort aus, das ailt sowohl tr?nsport= als auch rohstoffmäßig. Außerdem ist die Lage des Werkes besonders gün-
Darauf stieg langsam und feierlich die Reichs- kriegsflage empor. Nachdem das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied verklungen waren, gedachte der Kommandant des Führers, dessen Wille und Glaube das deutsche Volk aufgerüttelt und wieder emporgeführt habe, und rief feiner Besatzung zu: „Wir wollen unsere Pflicht tun wie jene, die für uns starben. Dieses Gelöbnis laßt uns vor der zum ersten Male über unserem Schiff wehenden Flagge durch den Ruf bekräftigen: Unser Führer Adolf Hitler, unser Deutschland — Sieg- Heil!" , c
Zur Indienststellung richtete der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Rae- ber, folgendes Telegramm an den Kommandanten des Panzerschiffes „Admiral Graf Spee": „Mit dem Namen ,Admiral Graf Spee' ist in der Geschichte des Großen Krieges der Glanz des Tages von Coronel und der Ruhm vom Heldenkampf von Falkland unlösbar verbunden. Ein hervorragender Führer, der mit allen seinen Untergebenen durch treue Sorge eng verbunden war, ein wahrhaft ritterlicher Offizier wird Graf Spee ewig als leuchtendes Vorbild vor uns stehen, dem nachzueifern unser höchstes Streben sei. Der Besatzung des Schiffes sende ich zur Indienststellung meine kameradschaftlichsten Gruße und besten Wunsche für den Erfolg ihrer Arbeit/
Verstärkte Sowjetpropaganda in Ostasien.
Tokio, 6. Jan. (DNB.) Die Sowjetunion hat an der nördlichen und östlichen Grenze Mandschu- kuos 12 Rundfunksender eingerichtet, die planmäßig bolschewistische Propaganda in chinesischer, japanischer und'mandschurischer Sprache betreiben. Auch in Nordchina ist eine verstärkte Propaganda der Sowjets festzustellen, die gefördert wird aus den Mitteln einer neugebildeten Sowjetfinanzgesellschaft in Tientsin. Durch diese Propaganda wird die Sicherheit schwer gefährdet. Das Militär in Kwan-
seedienst.
Im Marmorsaal des Zoo schilderte der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Lufthansa, Staatsrat Dr. von Stauß, das Werden des Luftverkehrs. Er gedachte besonders derjenigen Männer, die als Wegbereiter des Luftverkehrs ihr Leben Hingaben und sich im Glauben an ihre Sendung, Förderer eines großen Kulturfortschrittes zu sein, bis zuletzt in den Dienst für ihr Volk stellten. Während das Lied vom guten Kameraden erklang, wurden ihre Namen verlesen. Pflichterfüllung und Treue zur Sache, zu Volk und Führung, wurden dadurch gewürdigt, daß denjenigen Spenden übergeben wurden, die wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Betrieb ausschieden und jahrelang ihre ganze Arbeitskraft der Handelsluftfahrt gewidmet hatten. Dr. von Stauß gedachte der Taten unseres Führers, der auch dem Luftverkehr den Weg geebnet hat, auf dem sich der Aufbau und Ausbau entfalten konnte, sowie des Reichsluftfahrtministers Göring und des anwesenden Staatssekretärs Milch, unter deren Führung der deutsche Luftverkehr in den letzten Jahren die großen Fortschritte erreichen konnte. Doch erst am Anfang stehe die Entwicklung des Weltluftverkehrs, der berufen fei, die Begriffe von Zeit und Entfernung zu wandeln und damit die Welt
nis" und eine enge militärische Verbindung seiner Flotte mit der englischen eine solche Lösung ermöglicht.
Es bleibt dann immer noch die ebenso schwierige Frage Nordirlands, wo die sogenannten „U l st e r l e u t e", aus dem gegenüberliegenden Schottland eingewanderte oder zwangsweise verpflanzte Protestanten und also Verteidiger der Zugehörigkeit zu England, einer Vereinigung mit dem katholischen Freistaat bisher immer noch weit schärferen Widerstand entgegengesetzt haben, als die englischen Regierungen selbst. Der endgültigen Bereinigung der irischen Frage stehen also noch große Hindernisse im Wege, auch wenn auf beiden Seiten der Wille zum Frieden vorhanden ist. Ob die Meldung aus Dublin, nach der der irische Ministerpräsident De Valera soeben einen Antrag au Abschaffung des irischen Senats ein-
Eine der ersten Folgen der englischen Wahlen und der Neubildung des Kabinetts auf dem engeren Gebiet der britischen Hauspolitik scheint die Inangriffnahme des schweren irischen Problems zu werden. Unter den wenigen Veränderungen, die Baldwin in seinem Mitarbeiterstab vorgenommen hat, ist die „Versetzung" des bisherigen Dominion- Ministers Thomas viel bemerkt worden, dem auch die Beziehungen zwischen England und dem irischen Freistaat unterstanden. Solange die alte Regierung bestand, ebenso lange dauerte auch ungefähr der Wirtschaftskrieg zwischen Irland und England, und im Sommer dieses Jahres wurde das Verhältnis, wie man sich erinnert, durch die religiösen und nationalen Unruhen in Belfast hart an den Rand des offenen Bürgerkrieges getrieben. Es wäre danach verständlich, daß man sowohl in London als in Dublin das Bedürfnis zu einer klaren Entscheidung hat, die allerdings nur mit schweren Opfern Englands zu erreichen fein wird. Das Verlangen Irlands geht nach völliger Unabhängigkeit und Loslösung aus dem großbritannischen Staatsverband, Forderungen, die zum Teil ja schon verwirklicht sind.
Irland hat sein eigenes Parlament, seine eigene Regierung und unterhält selbständige diplomatische Vertretungen im Ausland und beim Völkerbund. Es hat den Treueid auf den König abgeschafft, und die Stellung des vom König ernannten Generalgouverneurs ist ohne jeden politischen Einfluß. Was Irland noch zu fordern und zu erreichen hat, ist die militärifche Souveränität und die Vereinigung des zum größten Teil protestantischen Nordens der Insel mit dem Freistaat. Hier liegen aber fast unüberwindliche Schwierigkeiten, an denen bisher der Frieden immer gescheitert ist. Für das englische Empire ist es geradezu eine Lebensfrage, daß Irland und die irische See im Falle eines Krieges in die militärischen Pläne einbezogen werden können und keinem Gegner zur Verfügung stehen. Wenn jetzt, wie Londoner Meldungen wissen wollen, England bereit wäre, Irland eine eigene Flotte zuzugestehen, so könnte dies wohl nur dahin verstanden werden, daß Irland etwa durch ein „ewiges Bünd-
tung und Nordchina hat bereits die ersten Abwehr- maßnahmen durch die Einsetzung von besonderen Grenzkontrollen eingeleitet, durch die man die sich häufenden Grenzverletzungen von der Sowjetunion aus verhindern und die sowjetrussische Propaganda überwachen will. In der Presse wird ues Nantes an oie jjuier5x)ugenu. tiu, meinen unterstrichen, daß die Armee der erneuten Pro- Fahrten und Flügen durch das Reich wurde ich paganda der Sowjetunion große Beachtung schenkt.1 von Mädels und Jungens aller Orten, wohin ich
Wilhelmshaven, 6.Jan. (DNB.) Auf der Marinewerft in Wilhelmshaven wurde am Montag- vormittag das Panzerschiff „Ad m i r a l Gr a s Spee" in Dienst gestellt. Bei der feierlichen Flaggenparade wandte sich der Kommandant des Schiffes, Kapitän z. S. Patzig, zunächst an die Arbeitskameraden der Stirn und der Faust,, deren Arbeit dieses Wunderwerk deutscher Schiffsbau- kunst geschaffen hat. Dann begrüßte er die zu die- er Feierstunde erschienenen überlebenden Zeugen des Heldenkampfes bei Coronel und Falkland und widmete den 2310 Gefallenen des Kreuzergeschwaders und ihrem ritterlichen Führer, dem Admiral Graf Spee, Worte ehrenden Gedenkens. Der Kommandant wies auf dieses hohe Vorbild hin mit den Worten: „So steht dieser deutsche Seeheld vor unserem geistigen Auge als ideale Führerpersönlichkeit, ritterlich, tapfer und treu, und in der bitteren Stunde des -Lobes zu einer Größe emporwachsend, die ihn und seine Besatzungen mit dem Ruhm der Unsterblichkeit verklärt hat. Dieses hohe Vorbild soll uns fortan den Weg weisen und Richtschnur sein bei unserem Tun und Handeln für Deutschlands Große und Ehre. Und über diesem Schiff soll wehen des Deutschen Reiches Freiheitsflagge als Symbol deut- cher Kraft, deutscher Einheit und deutscher Wehr- )aftigke'it."
an der Grenze ihrer Kapazität und Leistungsfähigkeit. Neue Produktionsstätten oder Erweiterungen bestehender Anlagen sind omit zwangsläufig notwendig geworden. Die Adam Opel AG. wird die gesamte Lastwagenproduktion von Rüsselsheim nach Brandenburg verlegen. Hierfür sprachen besonders die günstigen Transportmöglichkeiten zu Wasser und zu Lande und die günstige Lage zu großen Lieferwerken.
Sprunghaft sind die Ziffern des Kraftwagenbe- tandes in den letzten vier Jahren gestiegen. Mitte 1932 kommt ein Kraftwagen auf 88 Einwohner, Anfang Januar 1936 bereits auf 59 Einwohner. Deutschland hat damit zum ersten Male den Welt durchschnitt von 58 praktisch erreicht. In der Reihe der hochmotorisierten Länder ist Deutschland an die vierte Stelle vor Kanada aufgerückt. Von 1932 auf 1935 ist der Lastwag.enadsatz st ä r f e r gestiegen als der Personenwagenabsatz, obwohl die Steuervergünstigungen nur den Erwerb von Personenwagen betrafen. Besonders das Jahr 1935 zeigte eine außerordentliche Erhöhung der Zulassungsziffcrn । ftig für den Uedersee-Export. der Liefer- und Lastwagen von 19 904 (1934) auf r -------


