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Aus aller Wett

diesen

Tag fällt.

der

und habe in Paris nicht einmal mit den franzö­sischen Kommunistenführern verhandelt, sondern nur mit zwei Sonderbeauftragten der Komintern. Dann sei er nach Barcelona

Fast völlige Ruhe vor Madrid

Der Bolschewist Dimitroff unterwegs nach Barcelona.

mein als sehenswerter und noch reizvoller gilt, sind wir darüber gar nicht so traurig. Zum Auslaufen um 15 Uhr haben sich zahlreiche Freunde und Schau­lustige auf der Mole eingefunden und bereiten uns mit vielem Tücherschwenken undViva Alemana! einen herzlichen Abschied. Auch Miß Gran Canaria will man unter den Prominenten auf der Mole entdeckt haben wir passieren den einlaufenden neuen englischen DampferAbosso" Durch Wink­spruch teilt er uns mit, daß er Post für uns an Bord hat und schickt uns, nachdem wir gestoppt haben, ein Motorboot seiner Reederei mit der freundlichen Last längsseit. Bald versinken dle bräunlichen Bergkegel mit der weißen Stadt zu ihren Füßen in der schnell hereinbrechenden Däm­merung. Eine sternklare Nacht nimmt uns auf. Was wird Teneriffa bringen?

Javanische Zauberei.

XIII.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Batavia, im November 1936.

Guna-Guna heißt Zauberei und die Geschichten, die darüber im Osten verbreitet sind, gehen in die Hunderte. Der Europäer ist leicht geneigt, sie ent­weder mit Herzklopfen zu glauben oder zu be­spötteln. Gewiß ist eine beträchtliche Portion Skepsis immer am Platze, aber darüber hinaus gibt es Dinge, die man nicht mit einer Handbewegung ab- kun kann.

Am Berge L a w o e bewarb sich ein junger Mann um die Tochter eines Nachbarn. Er beschenkte sie mit Tüchern und Schmuck. Das Mädchen aber er­widerte die Liebe des jungen Mannes nicht. Es verstrichen einige Wochen, während derer der Mann verschwunden war. Jeder glaubte, daß er in seiner Verzweiflung den Ort verlassen habe. Eines Abends machte sich jedoch das Mädchen plötzlich auf den Weg zur. Hütte des Mannes. Kniefällig bat sie den Anwesenden, sie doch einzulassen. Sie wolle zu ihm und bei ihm bleiben. Sie trommelte an der Tür, vor der der junge Mann sie weinend warten ließ. Guna-Guna sangen die Menschen, Zauber, ohne damit die Sache letzten Endes erklären zu können. Vielleicht ist es Hypnose, vielleicht aber auch jener Tee aus der Pflanze Datura, der den Menschen zwingt, gegen seinen Willen zu handeln.

Frei von Deuteleien und gerade deshalb so er­staunlich sind aber 'jene Mittel, deren Wirkungen exakt festzustellen sind. So erzählte mir ein hollän­discher Kollege, daß er immer wieder unter Nieren­steinen litt und daß der Arzt nach langer Be­handlung keinen anderen Rat als den des opera­tiven Eingriffs wußte. Auf Bitten seiner Frau ver­suchte er es aber noch mit einem javanischen Tee und siehe da, Wochen danach zeigt die Röntgen­aufnahme, daß die Steine verschwunden waren. Später, in Buitenzorg, wurde mir die Wirkung des Koemis Koetjing, wie der Tee heißt, bestätigt; ich erfuhr, daß er nun auch in Europa zu haben sei und daß die IG. Farben zum wiederholten Male große Mengen dieser Pflanze, wie auch der Kräuter des Temoe-Lawak-Tee gegen Gallensteine, bestellt hätten.

Zu den schönsten Bäumen des Archipels gehört der Kem bang Sepatoe mit seinen herrlichen roten Blüten, die wir auf den Bildern bekannter Maler immer wieder finden. Und doch denken so manche Europäer mit Schaudern an ihn. Der Staub der pulverisierten Blüten dringt in die Lungen der Menschen und führt fast ausnahmslos den Tod herbei. Da gibt es ferner ein Pflanzen­gift, dessen Wirkung man nach Belieben bestimmen kann. Eine starke Dosis tötet sofort, schwächere verschieben das Ende um Tage und Wochen, ohne daß man später den Augenblick der Vergiftung feststellen könnte, so daß der Mörder sich tadellos ein Alibi verschaffen kann.

Je mehr man in die Geheimnisse dieses Stück­chens Java eindringt, desto unbegreiflicher wird vieles. Die Wirkung des Akabarha, jenes See­tangs, den die Javaner noch im Wasser zu Arm­and Beinringen biegen, weil er in der Luft sofort erhärtet, gegen Rheumatismus, kann man noch auf eine radioaktive Wirkung zurückiühr>m. Ebenl" mag der heilende Einfluß der Rinde des Tandjoeng- baumes gegen die furchtbare Plage des zurück-

Lisfabon, 5. Dez. (DNB. Funkspruch.) In seiner Rundfunkansprache über den Sender Sevilla führte General Queipo de Llano u. a. aus: Seit 48 Stunden herrscht an der Front vor Madrid, wenn man von kleinen Zusammen­stößen absieht, f a st v ö l l i g e R u h e. Seit länge­rer Zeit erschienen wieder einmal bolschewistische Flieger über Sevilla. Sie konnten jedoch nur auf dem Flugplatz einige Bomben abwerfen, die aber keinen Schaden anrichteten lieber der Stadt Se­villa selbst konnten sie keine einzige Bombe ab­werfen, da die Flaks sofort noch dem Auftauchen der Flieger das Feuer eröffneten.

General de Llano bedauerte dann, daß ameri­kanische Blätter anscheinend glauben, durch Sym­pathiekundgebungen die spanischen Bolschewisten in Valencia unterstützen zu sollen. Er habe von einem amerikanischen Journalisten einen Brief er­halten, der ihm mitteilte, daß die größte nordameri- nische Zeitung sich geweigert habe, ein Interview zu veröffentlichen, daß er, de Llano, dem Journa­listen bei seinem Aufenthalt in Spanien gegeben habe.

wenn Nordamerika, so betonte General de Llano, einmal den Kommunismus am eigenen Leibe verspüren sollte, werde es aus reinem Selbsterhaltungstrieb mit feinen Sympathien für die Bolschewisten sparsamer umgehen.

General de Llano beschäftigte sich dann mit dem Besuch englischer Parlamentarier in Madrid, die in einem Teegramm zum Ausdruck gebracht hätten, daß zur Räumung Madrids 2000 Lastwagen nötig wären. Er bemerkte dazu, daß das beste wäre, mit den angeforderten Kraftwagen alle Aus­länder, besonders dieInternatio­nale Brigade" fortzuschaffen, dann wären nämlich die Kämpfe bald beendet und die unschuldige Zivilbevölkerung hätte endlich Ruhe

Ergänzende Nachrichten besagen, daß am Frei­tag 30 nationale Flugzeuge die Haupt­stadt überflogen und die roten Stellungen am Westrand der Stadt, sowie das befestigte Stadt­viertel Arguelles mit Bomben belegt haben.

Dimitroff auf dem Wege nach Varcelona.

Krieqszusiand in Syrien.

Blutige Zusammenstöße.

Ankara, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Mel­dungen türkischer Blätter zufolge ist in dem zu Syrien gehörenden Sandschak Alexandrette, wo bekanntlich eine starke türkische Minderheit lebt, der Kriegszustand erklärt worden. Auf die dortige Bevölkerung wird, wie es in den Blättern weiter heißt, von Seiten der örtlichen Behörden ein starker Druck ausgeübt, unter dem Vorwande, daß sie sich weigere, an den Wahlen teilzunehmen. Un­ter der Einwohnerschaft des Gebietes herrscht wegen der Maßnahmen der Behörden große Erregung. Im Verlaufe einer friedlichen Protestkundgebung hat die Polizei das Feuer eröffnet, wodurch drei Personen getötet und fünfzig verletzt wurden.

Paris, 5. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie Mcttin" berichtet, hat sich der berüchtigte Bolsche­wistenhäuptling Dimitroff 24 Stunden in der Gegend von Paris aufgehalten Er sei unter einem anderen Namen nach Frankreich eingereist

hatte, erhielt wegen Siegelbruchs (Abnahme der Plombe), Betrugs und unberechtigter Stroment» ziehung eine Gefängnisstrafe von acht Monaten.

Arbeitslose Frauen besehen ein amerikanisches Rathaus.

In Pleasantville im Staate New Jersey stürmte eine Gruppe von 77 wütenden Frauen das Rat­haus und richtete sich dort für einen längeren Aufenthalt ein. Der Bürgermeister und die Ge­meinderäte flüchteten vor den kreischenden Frauen, die Stricknadeln als Waffen benutzten. Die Frauen erklärten, nicht eher weichen zu wollen, bis ihnen die Stadt Arbeit verschafft. Sie sind schon seit Jah­ren arbeitslos und blieben mehrere Taae ohne Un­terstützung. Familienangehörige brachten ihnen Matratzen und Lebensmittel ins Rathaus, um ihnen die Durchführung der Drohung zu ermöglichen. Un­terdessen versammelten sich der Bürgermeister und die Gemeinderäte in einem Lokal, um über Mittel und Wege zu beraten, bis Weihnachten wieder m |ben Besitz ihres Rathauses zu kommen.

Mitten im Neutrum der Stadt

Plockffratze Nr. 11, ist eine sehenswerte Teppich-, Gardinen- und Dekorations-Schau eröffnet worden. Prachtvolle Teppiche, Gardinen und Dekorationen ziehen die Aufmerksamkeit der Beschauer auf sich, denn der Veranstalter dieser sehenswerten Schau ist das bekannte Teppich- u. Gardinenhaus Ludwig, Geise und Pfaff, früher Brumlik-Haus, Frank­furt am Main, Liebfrauenstraße 1-3. tomV

Das Gesetz über das WHW.

Oie endgültige Stabilisierung eines natürlich gewachsenen Zustande-

weichenden Zahnfleisches erklärt werden. Hinter die Schönheitsmittel an den Sultanshöfen aber, wo die Frauen gewisse Tees trinken, sich dadurch ihre Jugend bis ins hohe Alter erhalten, oder nach denen ihre Haut auch ohne Parfüms intensiv nach Rosen duftet, ist auch noch kein Amerikaner ge­kommen. Für jenes Haus in Solo, dessen europä­ische Bewohner regelmäßig wegstarben, wenn sie einzogen, oder doch einen Todesfall in der Familie hatten, haben viele nur ein Lächeln. Und doch gibt es eine Kette von sieben Fällen, die selbst die Regierung bewog, das Haus unbewohnt zu lassen. Die Malayen hatten es von Anfang an alsankor", zu meiden" bezeichnet.

Ich bin hier mit einer fast übertriebenen Vor­sicht an diese Dinge herangegangen. Wenn ich aber vor meinem Fenster die Umwelt wachsen sehe, die Ueppigkeit, mit der die Natur der Tropen alles überwuchert, betrachte, dann fange ich immer wieder an, die Wahrheit dieser Dinge zu glauben. Man prüfe unsere Medizinen und man wird er­staunt sein, wieviele ihrer Grundstoffe aus den Tropen stammen, wenn auch nachträglich synthetisch hergestellt. Kannten die Javaner nicht auch schon viele Jahrhunderte vor der Entdeckung des Chinins die heilkräftige Wirkung des D o e a r h gegen die Malaria?!

Hinter dem Pafar Baroe, dem neuen Markt, von Bandoeng, liegen in einer schmalen Straße ausnahmslos chinesische Geschäfte, und un­ter ihnen herrschen bei weitem die Roema Obots, die Apotheken, vor. Die Chinesen sind schon seit zwei Jahrtausenden in Jnsulinde ansässig und haben sich hier vollständig rein erhalten wenn man einmal von den wenigen Mischungen absieht. Es bestehen noch die alten Familien und auch die Jugend fügt sich noch meist der Tradition der Alten. Am reinsten hat sich aber das alte China noch in den Apotheken erhalten. Hier ist Java vollständig ausgeschaltet. Als wir eine dieser Roema Obats, freundlich vom Familienhaupt begrüßt, betreten, befand sich dort gerade ein elegant gekleideter Chinese, der fein säuberlich in Seidenpapier ver­packte Sachen aus dem Koffer holte und lange Er­klärungen dazu gab. Er kam aus Honkong, und in dem ersten Päckchen sah ich feine quergeschnittene Ringe aus jungem, eben verhornten Hirschgeweih. Es beaann ein ausführliches Handeln, von dem wir kein Wort verstanden, und das gegen jede Erwar­tung doch zum Kauf führte Eines der Liebesmit­tel, die im Osten eine große Rolle spielen.

Ich äußerte den Wunsch, mehr von den Dingen zu hören. Gern tat man es nicht und ich habe es nur der Freundschaft eines deutschen Gelehrten zu verdanken, daß man mir alles zeigte. Aus einem Schrank wurde eine Glasflasche geholt, in der sich grauweiße, höchstens zwei Zentimeter breite Strei­fen befanden.Rhinozeros-Haut" geschnit­ten! Das Nashorn spielt im Liebesleben der Chine­sen eine große Rolle. Vor allem das Horn ist sehr gesucht und folglich auch teuer", wurde ich belehrt. ,,Ach. darum vermehren sich die Tiere in Bantam (Westjava) nicht mehr so recht? Darum bestraft dis Regierung den Abschuß tn Java und Sumatra sa sehr?"Natürlich, die Chinesen riskieren aber ge* tröst zwei Jahre Gefängnis, denn so ein Nashorn bringt ihnen tausende von Gulden!"

Augenblicke später stehen vor mir Schalben- n e ft e r, eine auch in Europa bekannte Delikateste. Ich kann mir nicht helfen, immer wieder packt mich das Grausen, wenn ich mir vorstelle, wie sie

Besinnliche Weltreise

23cm unterem E M.-Korrespondenten.

Berlin, 3. Dez. (DNB.) Regierungsrat Dr. Peter Gast vom Reichsministerium für Dolksauf- klärung und Propaganda sprach vor Vertretern der Presse über das neue Gesetz über das Winterhilfswerk des deutschen Volkes:

Unter den 11 Gesetzen, die das Reichskabinett am 1. Dezember beschlossen hat, befindet sich auch das Gesetz über das Winterhilfswerk des deutschen Vol­kes. Während man aber Gesetze, die z. B. der Durchführung des Dierjahresplanes dienen, erwar­ten durfte, wird es manchen überrascht haben, daß ein Gesetz über das Winterhilfswerk zu diesem Zeit­punkt ergeht. Wir haben drei Winter hindurch das größte Hilfswerk bereits durchgeführt, wir stehen mitten in der Durchführung des vierten. Soll nun etwas geändert werden? Kurz und gut: nein!

Das Gesetz schafft nichts grundsätzlich Neues, sondern es bestätigt den jetzigen Zustand. Das Gesetz bedeutet nut den Abschluß einer organi- schen Entwicklung von mehr als drei Jahren Dauer, es bedeutet die endgültige Stabilisierung eines natürlich gewachsenen Zustandes. Das Winterhilfswerk hat sich im Herzen des deut­schen Volkes einen Platz erobert, von dem es nicht wieder zu verdrängen ist. Es steht organi­satorisch fertig da und damit ist dec Augenblick gekommen, um es auch rechtlich in die Form zu bringen, die ihm nach seiner tatsächlichen Stellung zukommt. Das neue Gesetz will dem Winterhilfswerk diese Rechtsstellung geben. Es trägt so dazu bei, das Winterhilfswerk dem deutschen Volke in der jetzigen Form für alle Zeiten zu erhallen.

Das Gesetz ist deshalb kurz und einfach. Wenn es in seinem ersten Paragraphen das Winterhilfs- werk für rechtsfähig erklärt, so erhält es eine An­erkennung der Bedeutung, die sich das Winterhuss- werk im deutschen wirtschaftlichen Leben erworben hat.

Man darf nicht vergessen, daß das WHW. mit seinen vielen hundert Millionen RM. Umsatz em Mrischaftsfaktor von allergrößter Bedeutung ge­worden ist. Diese Tatsache müßte auch rechtlich an­erkannt werden. Das Gesetz begnügt sich mit der Feststellung, daß das Winterhilfswerk rechts­fähig ist, und erklärt lediglich einige Vorschriften über die Stiftung des bürgerlichen Rechtes für sinn­gemäß anwendbar. Im übrigen wird die Rechts- form durch die noch zu erlassende Satzung be­stimmt.

Lawinenunglück in Oberwallis.

Andauernder Regen nach starkem Schneefall löste im Lötschentalgebiet zahlreiche Lawinen aus. Dabei wurden zwei junge Leute, die vom Viehbe- sorgen heimkehrten, verschüttet. Obwohl alle Einwohner der Gemeinde Blatten an der Ber­gungsarbeit teilnahmen, konnten die Verschütteten bisher nicht gefunden werden.

Starke Zunahme des Devisenschmuggels in Oesterreich.

In der letzten Zeit wurden zahlreiche jüdische Devisenschmugglerbanden von den Wie­ner Behörden festgestellt und verhaftet. Diesem Ueberhandnehmen des Devisenschmuggels in Oester­reich, das offenbar auch mit den verschiedenen Währungsabwertungen zusammenhängt, will die Polizei durch eine Verschärfung des Ueberwachungs- bienftes in allen österreichischen Grenzstationen be­gegnen. Ferner soll die Abteilung für Devisen­schmuggel bei der Wiener Polizei verstärkt werden.

Raffinierter Stromdiebstahl.

Einen raffinierten Stromdieb stahl hat sich der 43jährige M. in Köln in den Jahren 1930 bis 1935 zuschulden kommen lassen. Die Verhandlung ergab, daß M. es verstanden hatte, der Haupt­leitung Strom zu entnehmen, ohne daß dies vom Zähler aufgezeigt wurde. Der Angeklagte, der das Elektrizitätswerk um rund 1000 Mark geschädigt

eine große Zahl geladener Gäste, Deutsche und Spa­nier, die auf dem großen Bordfest mit einem Teil der Besatzung und den Offizieren des Schiffes einige Jrobe Stunden des Abschieds als Dank und Erwiderung für die so zahlreich genossene Gast­freundschaft, verleben sollen. Unsere Tanzkapelle, die schon bei einigen Veranstaltungen an Land mit großem Erfolg aufgetreten war, findet allgemein begeisterte Anerkennung. In den wenigen Tagen Haven sich viele freundschaftliche Bande herüber und hinüber geknüpft, und der Abschied naht viel zu schnell!

Auf Befehl des Oberkommandos Haden wir Las Palmas bereits am Montag, dem 2. zu verlas­sen, um der Insel Teneriffa noch einen kurzen Besuch abzustatten. Da die Insel mit dem berühm­ten Pic und durch ihre reichere Vegetation allge-

Die weitere gesetzliche Bestimmung, daß das Win­terhilfswerk durch den Reichsminister für Dolksauf- tlärung und Propaganda geführt und beaufsichtigt wird, sowie daß auf seinen Vorschlag der Führer und Reichskanzler den Reichsbeauftragten für das Winterhilfswerk ernennt, erhält lediglich eine Be­tätigung des jetzt schon bestehenden Zustandes, von )em damit anerkannt wird, daß er sich bewährt hat. Schließlich regelt das Gesetz noch die Durch­führung der Sammlungen des Winterhilfs­werkes.' Dieses erhält eine Sonderstellung, indem es von den Vorschriften des Sammlungsgesetzes freigestellt wird.

Don besonderer Bedeutung ist bei einem Werk, das aus freiwilligen Opfern aufgebaut ist, die Frage des Rechnungsprüfungswesens. Denn der Bolksgenoste, der für das Hilfswerk gibt, muß wissen, daß sein Beitrag auch wirklich an die Stelle kommt, für die er bestimmt ist. Beim Winterhilfs­werk war es nicht erforderlich, eine solche Rech­nungsprüfung durch das Gesetz neu zu schaffen, denn sie bestand bereits. Sie wurde durch die Reoi- sionsorgane des Schatzmeisters der NSDAP, vom ersten Jahre an durchgeführt. Am Abschluß eines jeden Winterhilfswerkes konnte der gesamten Oeffentlichkeit über die Verwendung der eingegan­genen Spenden Rechnung gelegt werden. Der beste Beweis dafür, daß diese Art der Ueberwachung das volle Vertrauen des Volkes genoß, war die immer mehr ansteigende Höhe der Spenden., Deshalb konnte das Gesetz von einer ausdrücklichen Rege­lung hier überhaupt absehen.

Durch das Gesetz wird dem großen hilfswerk, auf das das deutsche Volk stolz ist und um das uns das Ausland beneidet, der platz im Staate zugewiesen, der ihm zukommt. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes wird jetzt in aller Zukunft für den Kampf gegen Hunger und Kälte eingesetzt werden können. Es wird aber über diese unmittelbare Aufgabe hinaus auch weiterhin dem hohen Ziel dienen, das Zusammengehörigkeitsgefühl des deutschen Vol­kes zu stärken und damit den Sinn für den wahren Sozialismus der Tat zu wecken.

Symbolisch für dieses Gefühl der unbedingten Schicksalsverbundenheit aller Deutschen ist der Tag der nationalen Solidarität, den wir am kommen-

20 Jahre später...

Bei dec Erstürmung des sog. Bergwaldes vor Verdun am 1. August 1916 war der Musketier Jo- Hannes Kraushaar aus Oberkalbach (Kreis Schlüchtern) vermißt worden, der damals bei dem Reseroe-Jnfanterie-Regiment Nr. 81 ftano. Man hatte nie wieder etwas von ihm gehört. Nunmehr ist die Nachricht gekommen, daß die Gebeme des Vermißten im Oktober d. I. auf dem ehemaligen Schlachtfeld gefunden und dem Deutschen Kneger- friedhof in Azannes zugeführt worden sind.

Ehepaar veinhorn-Rosemeyer auf dem Fluge nach Kapstadt.

Elly Beinhorn-Rosemeyer startete Frei­tag früh in Berlin gemeinsam mit Bernd R o s e° meyer zu einem Flug nach Südafrika, wo Bernd Roserneyer an mehreren Autorennen für Auto- Union teilnehmen wird. Die beabsichtigte Flugstrecke führt über Kairo und beträgt 14 000 Kilometer Die Strecke BerlinBelgrad wurde ohne Zwischenlan- düng in 4,10 Stunden zurückgelegt. Von Belgrad erfolgt der Weiterflug nach Athen.

Landesverräter zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.

Dom Volksgerichtshof in Berlin wurde der deutsche Reichsangehörige Walter Schultze aus Graudenz wegen Verrates militärischer Geheimnisse zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. Dem Angeklagten konnte nachgewiesen werden, daß er für eine ausländische Macht Ausspähdienste in Ostpreußen geleistet hatte. Da Schultze durch sein überaus schmähliches Ver­halten sich selbst aus der deutschen Volksgemein­schaft ausgeschlossen hat, wurden ihm die bürger­lichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt.

Schwerer Raubüberfall in Duisburg.

In Duisburg-Meiüerich wurde ein schwerer Geldraub verübt. Zwei Männer, die sich mit Gesichtsmasken unkenntlich gemacht hatten, über­fielen zwei Angestellte eines Einheitspreisgeschäftes in Meiderich, die in einem Koffer einen Geldbetrag von 3200 Mark nach der Post bringen wollten. Die Räuber forderten die Boten unter Vorhaltung von Schußwaffen zur Herausgabe des Koffers auf. Während einer der Täter den Boten den Koffer entriß, hielt der andere die Boten mit der Schuß­waffe in Schach, bis fein Komplize mit dem Koffer auf dem Fahrrad die Flucht ergriffen hatte Dann flüchtete auch dieser Räuber auf einem Fahrrad. Trotz sofortiger Verfolgung war es nicht möglich, die Räuber einzuholen.

Bahnstrecke MittenwaldInnsbruck von Lawinen verschüttet.

Auf dem österreichischen Teil der Mittenwald- bahn zwischen Hochzirl und Kranebitten find zwei Schneelawinen niedergegangen, die die Strecke unbefahrbar machten. Deshalb ist der Be­trieb auf der Mittenwaldbahn zwischen Innsbruck und Reith vollständig eingestellt worden. Die La­winen rissen Baumstämme um und zerstörten die Hochspannungsleitung.

weitergereist, angeblich um die Möglichkeit der Ver­legung des politischen Sekretariats der Komintern nach Katalonien zu prüfen.

27000 französische Freiwillige in den Leihen der spanischen Bolschewisten.

Paris, 5. Dez. (DNB. Funkspruch.) In Kreisen der französischen Volkspartei D o r i o t s wird er­klärt, daß zur Zeit 2 7 0 0 0 Franzosen, b. h. der Jstbestand zweier Divisionen, unter dem Befehl sowjetrussischer Offiziere in den Reihen der spanischen Bolschewisten mitkämpfen. Täglich würden neue Freiwillige nach Spanien ab­gesandt. Der Flugverkehr von Toulouse nach Spa­nien, der früher eine Fahrt täglich umfaßte, sei jetzt auf sechs tägliche Abfahrten gesteigert worden.

N«e Freiwilliaenfrage.

London, 4. Dez. (DNB.) Im englischen Außen­amt trat Freitag mittag der Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses zusammen, um die Frage der Freiwilligen in Spanien zu erörtern, lieber die Sitzung wurde folgende amt­liche Mitteilung ausgegeben:

Es fand ein allgemeiner Gedankenaustausch so­wohl über die Frage der zunehmenden Einreise aus­ländischer Staatsangehöriger in Spanien, als auch über die Gesichtspunkte einer indirekten Einmischung statt. Der Unterausschuß war sich über die Bedeu­tung dieser Fragen einig und beschloß, dem Haupt­ausschuß Vorschläge zu unterbreiten, deren allge­meiner Charakter bereits in der heutigen Sitzung festgelegt wurde Diese Vorschläge werden vom Unterausschuß in einer weiteren Sitzung, die am Montag, 7. Dezember, 16 Uhr, stattfindet, aus­gearbeitet werden."

den Samstag begehen. Es mag als lebhaftes Zei­chen gedeutet werden, daß die erste große Straßen­sammlung des Winterhilswerkes, die nach dem Erlaß des Gesetzes stattfindet, gerade auf N'?