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stände kommen und mit welcher S-q-ist-rung die Leute sic essen. Was letzt aber aus der Ziaaretten- .chachtel und aus Watte herausgenommen wurde, tonnte lch noch nicht. Es war etwa kirschgroß, grau und gelb meliert,Nun, was ist es?" lautete dl° ^°menfrage ,Keine Ahnung! Ich halte es für einen Stein.Richtig, aber was für einen Stein?" Ich drehte ihn nach rechts und links, ritzte ihn mit dem Fingernagel und merkte, datz der Stein weich war. Das ist ledoch keine Seltenheit aus Java 6=. d°rt gibt es fast ausschlietzlich Weichgestein' Schließlich erfuhr ich, daß es der Maqenstein -'N°sAfsenmar Und so ging es fort: See- hundsts«-, Hirschhörner in jeder Form, Harzarten und was fönst eine v,eltausendjährige und oftmals irrende Kultur erdacht hat.

Zum Schluß stand eine Blechbüchse vor mir Der Inhalt wurde auf den Tisch geschüttet und lag in einem Haufen von Kalkftaub. Mein Begleiter be- gann sofort dann herumzuwühlen. Er schüttelte ^E^<Äd murmelte etwas von Schweinen und Hirschen. Ich sah, daß es Zähne waren: zerfressene und vollständige, in jedem Fall aber war der Schmelz vorhanden.Das sind die berühmten D r a- ? e V o JJe^orte ich.Ja, aber um Gotteswil- len, die habe ich mir immer spitz wie Krokodilzähne vorgestellt , entgegnete ich.Sie sind auch nicht von Drachen, denn so etwas gibt es nicht. Sie stammen alle von Schweinen, Hirschen, auch Menschen und

menschenähnlichen Deren! Sagen Sie das aber nie einem ^pinefen ©te würden chn damit tödlich be- le löt gen. Die Zahne werden zermahlen und gleich­falls als Medizin eingenommen. Sie entstammen durchweg einer fossilen Tierwelt und haben in den legten Jahren zu interessanten Forschungsergebnissen geführt. Jugend ein Zweifel über die Herkunft be= lseht nicht. Sie kommen aus Südchina und sind über ganz Sudostasien verbreitet. Man findet sie m Apotheken Niederländisch-Jndiens, Singapores, Siams, Jndochinas und der Philippinen.

Ich blicke nun auf einmal mit ganz anderen Augen auf die Büchsen und Porzellankrüge, die in hohen Regalen in der Apotheke stehen. Was für Geheimnisse mögen sie noch bergen? Sicherlich nicht nur Dmgo, die mit dem Liebesleben zusammenhängen.

Bon zwei Sachen weiß ich es bestimmt. Da haben die Chinesen z. B. ein Mittel gegen Diphtherie, das auch von europäischen Aerzten verschrieben wurde, ehe das Serum bekannt war, und das sie seit un­denklichen Zeiten herstellen. Sie kennen auch eine erhärtete Mischung aus Krötenhaut und anderem, die eine betäubende Wirkung durch bloßes Aufftrei- chen auf gewisse Körperteile haben, analog unserer Lokalanästhäsie. Aber die Kenntnisse von dem wah­ren Wert der chinesischen Apotheke sind nur recht unvollkommen. Als ich die Roema Obat verlasse, habe ich das Gefühl, etwas außerordentlich Interes­santes gesehen zu haben.

Vom Deutschen Nationaltheater.

uZm hundertjährigen Bestehen des Berliner Gtaatstheaters am 5. Dezember.

Von Or. Hans Wlifert.

daß eine Institution niemals eine Nation schaffen kann, daß aber eine geeinte Nation in einem Nationaltheater den festlichen Ausdruck ihrer s e l b st schassen kann. Heute wird die innere Bereitschaft für ein deutsches Nationaltheater von Tag zu Tag stärker. Kein Mensch kann noch wissen, in welcher Form es Wirklichkeit wird, noch wie die Spiele sein werden, die auf ihm die Gemein­schaft des Volkes ergreifen werden. Hunderttausende von Deutschen, die früher kein Theater besuchen konnten ober wollten, werden heute dem Tyeater nahegebracht. Theaterbesuch ist kein soziales Privileg mehr. Welch ein Ansporn liegt in der neuen Tat­sache, dem Volk, das jetzt erst Volk geworden ist, ein Drama schenken zu können. Ein Drama, in dem es sich selbst, seine Taten, seine Hoffnungen, seine Irrungen, seine Träume gespiegelt, geformt, ausgesprochen erlebt. Welches Mißverständnis wäre es. Darin einen Appell zur Primitivität au sehen, einen Appell zur Aufgabe einer Bildungsböhe, die ein kostbares, unverlierbares Gut des deutschen Volkes ist. Es ist ein Appell, die wesentliche Sprache Deutschlands zu erlauschen, ihren Rhythmus wiederzugeben. Wenn der Dichter kommt, der diese Sprache rein spricht, wird das deutsche Nationaltheater geboren, wird der Traum, der kühn und bescheiden in Hamburg 1767 seine erste Form suchte, Wirklichkeit werden können. Als Fundament haben wir die Theaterkultur, die wir täglich be­wundern, und die Theaterbildung, die seit dem Um­schwung in alle Schichten des Volkes getragen wird.

Eugen Klöpfer

als Faust in GrabbesDon Juan und Fausts ' (Scherl-Bilderdienst-M.)

beginnen wieder.

Oie Arbeit im Gebiet Heffen-Naffau.

Wir haben heute in Deutschland eine Theater- kultur von beispielhaftem Rang. Trotzdem ist es kein Widerspruch, wenn man feststellt, daß das deutsche Nationaltheater noch immer eine Hoffnung und noch immer keine Wirklichkeit ist. Jenes deut­sche Nationaltheater, das nicht das Theater des Alltags ist, sondern jenes Festspiel, und jene Fest- spielstatte, die Richard Wagner in Bayreuth für die ganze Nation verwirklichen wollte. Man kann sagen, dieses deutsche Nationaltheater ist das heim­liche Ziel der deutschen Theaterentwicklung seit ihren Anfängen vor knapp 200 Jahren gewesen. Es ist

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Aus Anlaß seines 150jährigen Bestehens geht im Staatlichen Schauspielhaus in BerlinDon Juan und Faust" von Christian Dietrich Grabbe unter Leitung von Jürgen Fehling in Szene. Unser Bild geiat Gustaf Gründgens als Don Juan. (Scherl-Bilderdienst-M.)

eine Idee von einer Weite und Tiefe, wie es nicht anders die Idee von der einheitlichen Nation, die Idee der Volksgemeinschaft ist.

Man kann sich heute kaum mehr vorstellen, welchen Idealismus es bedeutete, im Jahre 1767 in Hamburg ein deutsches Nationaltheater zu gründen. Es sollte dazu das erste seßhafte deutsche Theater­unternehmen überhaupt sein (abgesehen von den fürstlichen Opern, die eine Sache für sich sind). Und das inmitten einer beispiellosen politischen Zerrissen­heit. Es war ein Bau in einem luftleeren Raum. Er mußte, auch schon an dieser Stelle, scheitern an der völlig mangelnden Bereitschaft derer, die diesem Nationaltheater seinen Sinn hätte geben müssen, am Publikum. Aber die große Idee war geboren und hatte eine erste, wenn auch bald wieder ver­schwindende Form gefunden. Lessing konnte sei­nen Kampf gegen das französische Drama berechtig­ter führen und mit anderem Nachdruck dem deut­schen Drama den Weg bereiten. In Wien wurde der Nationaltheatergedanke zunächst aufgegriffen. 'Waren es in Hamburg Privatmänner, Kaufleute, die ihn mit den Schauspielern zusammen zu ver­wirklichen suchten, so tat es in Wien der Kaiser selbst Der Sinn der Idee wird hier schon deutlicher formuliert. Joseph II. wollte die zahlreichen Vol­ker seines weiten Reiches unter die geistige Füh­rung der Deutschen stellen. Ein Mittel dazu war ihm'die Gründung des B u r g t h e a ter s (1776) als deutsches Nationaltheater. Die politische und kulturelle Sendung, wie sie viel früher [Jon in Frankreich formuliert worden war, ist offensichtlich, wenn auch die Aufklärung dabei Pate gestanden hat Nach Wien kam 1779 die Gründung des Mannheimer N a t i v n a l t h e a t e r s das den Ruhm für sich beanspruchen darf, durch die Verbindung mit S ch i l l e r die erste deutsche Buhne zu fein, auf der es um geistige Entscheidungen ging

und gerade in dem Genius Schillers die erste Ahnung des wahren Nationaltheaters erhoffen zu lassen. In Wien und Mannheim setzte sich zugleich die Bildung des deutschen Schauspie­ler st andes fort, die sich in Hamburg und am Hoftheater in Gotha angebahnt hatte. Sie hatte das Glück, Persönlichkeiten vom Rang eines Et­hos, Schröder, Iss! and an ihren Anfängen vorzufinden. Als 1786 das Berliner Nationalthea­ter, wie Mannheim und Wien auch als eine Ein­richtung des Hofes und als eine der ersten Taten des Nachfolgers Friedrichs des Großen, gegründet wurde, war das deutsche Theater in den zwanzig Jahren seit Hamburg schon beträchtlich fortgeschrit­ten.^ Es konnte in Berlin unter der Leitung von I f f l a n d (17961814) schon eine achtunggebie­tende Höhe erreichen. Als letztes Nationaltheater kam 1791 Weimar hinzu. Seine Leitung durch Goethe, die Mitarbeit Schillers führten es auf eine Höhe, die dem geistigen Rang dieser Stadt entsprechen konnte.

Das Theater ist immer im Kampf mit dem Publikum. Sein Anspruch geht kraft seiner Sendung stets höher, als die Trägheit des Publikums es zu­lassen will. Das Publikum hat das erste Hamburger Nationattheater zu Fall gebracht. Freilich, wir sagten es schon, war der Boden noch nicht genügend vorbereitet gewesen. Dem höfischen Theater konnte das Publikum nicht in gleichem Maße die Gefolg­schaft verweigern man mag in dem gesellschaft­lichen Zwang, der sich hier ausdrückt, einen er­zieherischen Faktor sehen, der seine Verdienste hatte , dafür aber hat es das Niveau gedrückt und damit den AnspruchNationaltheater" hinfällig gemacht. So war es in Wien, in Berlin und nicht anders in Weimar trotz Goethe und Schiller. Aus den Nationaltheatern wurden Schaubühnen gleich den anderen, die immer zahlreicher im Lauf des 19. Jahrhunderts erstanden.

Man muß auf der einen Seite die rasch erreichte Höhe des deutschen Theaters bewundern. Sie zeigte, daß Theaterbegeisterung und Theaterbegabung in reichem Maße vorhanden waren. Auf der anderen Seite sieht man zugleich die Elemente der Hemmung für die große Idee. Die Trägheit des Publikums nannten wir schon, indes ist sie nicht ausschlag­gebend. Sie blieb doch immer eher ein Ansporn. Ein anderes ist die in den historischen Anfängen begründete gesellschaftliche Ausrichtung nach dem Hofe, die ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Theaters war, die es aber zum Theater einer bestimmten, nicht sehr umfassenden sozialen Schicht machte. Diese Schicht wappnete sich im Laufe des fortschreitenden 19. Jahrhunderts weniger mit einem sozialen Vorurteil als mit dem Anspruch der Bil­dung, der mehr als alles andere das Theater zu einer exklusiven Angelegenheit machen sollte und damit hermetisch nach der Seite einer Volksgemein­schaft abschloß. Ein wahres Nationaltheater konnte da nicht gedeihen.

Es kam soweit, daß man das Theater nicht mehr theatralisch, sondern literarisch begriff, mit einem Begriff also, der dem lebendigen, ursprünglichen Geist des Theaters, des Theaterspielens feindlich fein mußte. Denn was kam von der Seite unserer Dichter? Schiller sagte in seinen Anfängen, als echter Sohn der Aufklärung:Wenn wir es er­lebten eine Nationalbühne zu haben, fo würden wir auch eine Nation". In seinen späteren Jahren hat er wohl anders gedacht und hat mit seinem letzten Bühnenwerk, DemTeil", dem deutschen Volk bas Schauspiel geschenkt, das erster und echter Baustein zu einem nationalen Theater war. K l e i st hat ebenfalls begriffen, um was es ging. Die nach ihnen kamen und in ihren Formen schaffen zu müssen glaubten, waren von dem echten Geist des Theaters weit entfernt. Später wurde dann das Drama zwar immer mehr in die Arena des Tages­kampfes herabgezogen, was seiner rein theatralischen Haltung ost zuträglicher war als die kühle Bil­dungshöhe, aber Ausdruck einer gemeinsamen Hal­tung, den die klassische Richtung noch angestrebt hatte, wurde es immer weniger. Wie war es anders möglich in einer Epoche, in der sich die Auflösung jahrhundertealter Begriffe und Schich­

tungen vollzog! v r

Heute wissen wir, was der Schiller der Auf­klärung nicht wissen kannte, was die Romantik ahnte, ohne die Kraft zu haben es durchzusetzen:

NSG. Am 6. Dezember eröffnet die Hitler-Jugend des Gebietes Hessen-Nassau die Jugendfilmstunden des Winters 1936/37 mit mehreren großen Film­morgenfeiern. Damit erschließt sich Der HI. ein neues Arbeitsgebiet, das wie kaum ein zweites geeignet ist, als Schulungs- und E r z i e - 5 u n g s m i 11 e I eingesetzt zu werden. Welch schöne und große Aufgabe ist es doch, der gesamten jungen Generation den wertvollen und guten deut­schen Film nahezubringen und in der Jugend da­mit das Verständnis für das gesamte Filmschaffen zu wecken.

In den Jugendfilmstunden, die durch die Art der der HI. eigenen Umrahmung zu erlebnistiefen Feierstunden werden, kann ein Film naturgemäß eine weit größere und nachhaltigere Wirkung auf die jungen Menschen ausüben, als es andere Film­besucher können, bei denen jeder ohne Bindung zu dem anderen, neben ihm Sitzenden den Film sieht. Die feierliche und schlichte Umrahmung mit den ein­fachen und doch so starken Mitteln der HI. fügt zunächst schon einmal die jugendlichen Besucher zusammen und macht sie bereit zur Aufnahme des Films, der dann vielleicht nach einigen sachlichen oder geschichtlichen Erklärungen zum Eigentum eines jeden einzelnen wird, ohne daß auch nur einer sich aus der Gemeinschaft zu lösen vermöchte. Hierin liegt einmal die große Bedeutung der Filmarbeit der HI.

Aber auf der anderen Seite liegt eine ebenso große Bedeutung in der Tatsache, daß in dem Augenblick, in dem die HI. den Film in ihre Ar­

beit einschaltet, sie auch den größten Einfluß auf die Gestaltung des deutschen Filmes gewinnt. Das geschieht einmal negativ:

Alle Filme, die in den Jugendsilmstunden ge­zeigt werden, sind sorgfältig ausgesucht.

Das Gebiet Hessen-Nassau der HI. be­ginnt in diesem Winter in enger Zusammenarbeit mit der Gaufilmstelle, gemäß dem Abkommen zwi­schen der Reichspropagandaleitung und dem Presse- und Propagandaamt der RIF. großzügig ihre Filmarbeit. Die Gausilmstelle übernimmt dabei mehr die sachliche Beratung und Beschaffung der Filme, während der HI. die Durchführung, Aus­gestaltung und Propagierung übertragen ist. Da­durch wird es möglich, zunächst einmal in allen Orten des Gebietes, in denen ein Filmtheater be» besteht, Jugendfilmstunden durchzuführen. Allen Einheiten kann somit der gleiche, für sie ausgesuchte Film von der Großstadt bis zum Dorf hinunter gezeigt werden. Später werden dann einige Film­geräte auch an den Orten, in denen kein Kino ist, die Filmstunden ermöglichen lassen. Bis zum April ist von der Abteilung Presse und Propaganda ein gewaltiges Programm festgelegt worden.

Die 15 besten Filme der letzten Zeit werden in über 200 Jugendfilmstunden weit über 100 000 Jungen und Mädeln gezeigt werden.

Mehr als 60 Orte erleben die Filmfeiern der HI., die mit dieser Tat zeigt, daß sie nicht nur leere Forderungen aufstellt, sondern mit allem Ernst und mit Energie die neue Aufgabe anpackt.

Oberheffen.

Vierjähriges Kind beim (Spiel am Teich ertrunken.

Alsfeld, 4. Dez. In tiefe Trauer wurde die hiesige Familie des Bauhilfsarbeiters Goß versetzt. Das vierjährige Söhnchen, das einzige Kind seiner Eltern, hatte sich nach dem Erlenteich begeben und sich anscheinend an der Anlegestelle der Ruderboote zu schaffen gemacht. Dabei ist der Junge vermutlich aus­gerutscht und indenTeichgefallen. Ein gleich­altriger Spielgefährte lief sofort zu den Eltern des verunglückten Kindes und meldete den Vorfall. Als die Mutter zur Unfallstelle kam, sand sie ihren Jun­gen tot im Wasser liegend vor. Das Mitgefühl mit der schwergeprüften Familie ist allgemein.

Landkreis Gießen

£ i e f e cf, 4. Dez. Das dem Emil D e i b e l ge­hörige Anwesen Rabenauer Straße 17, in dem sich seit ungefähr 40 Jahren eine Verkaufsstelle des Landwirtschaftlichen Konsumvereins befindet, ging durch Verkauf an den Landwirtschaftlichen Konsum­verein über.

* Lollar, 5. Dez. Am heutigen Samstagabend findet hier, veranstaltet von dem Sängerkreis Gie­ßen, eine Filmvorführung statt, die dem Deutschen Bundessängerfest 1937, den Schönheiten der Fest­stadt Breslau und des Schlesierlandes gewidmet sein wird.

Q] Großen-Linden, 4. Dez. Dieser Tage konnte einer unserer ältesten Einwohner, der frü­here Maurer Konrad Mehl, Bahnhofstraße 41, seinen 8 4. Geburtstag feiern. Er erfreut sich noch körperlicher und geistiger Rüstigkeit. Gestern mußten auch die Klassen der hiesigen Volks­schule den Unterricht schließen, da über die Hälfte der Schüler an Husten und Grippe er­krankt ist.

Steinbach, 4. Dez. Anläßlich des diesjäh­rigen Kreissängertages des Sängerkreises Gießen wurden zwei Mitglieder des hiesigen Gesang­vereinsEintracht" geehrt. Den Sangesbrü­dern Ludwig Walb und Ludwig Gerhard wurde für 40jährige Sangestätigkeit die silberne Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes überreicht. Diese Ehrung sollte besonders für die Jugend ein Ansporn sein, das deutsche Lied als echtes Deutsches Kulturgut pflegen und erhalten zu helfen.

cxd Eberstadt, 4. Dez. Wegen der hier sehr stark auftretenden Grippe mußte die hiesige Volksschule ab heute bis voraussichtlich nächsten Dienstag geschlossen werden. Mehr als die

Hälfte Kinder konnte die Schule nicht besuchen. Auch unter den Erwachsenen tritt die Grippe sehr stark auf. Die von den Schülern durchgeführte Pfund- sammlung hatte einen schönen Erfolg. Hauptsächlich wurden Hülsenfrüchte, Mehl, Reis und Grieß ge­spendet.

T Lang-Göns, 4. Dez. Einigen hiesigen Geflügelzüchtern gelang es, auf der Gau- Geflügelausstellung in Frankfurt a. M. Erfolge zu verbuchen. Es erhielten: Willi Frey auf rebhuhn­farbige Italiener: sehr gut 1 mit Zuschlagspreis, sehr gut 3 und gut; derselbe auf Sebright, gold: zweimal gut; derselbe auf blaugeschuppte Luchs- tauben: gut. Otto May auf Minorka, einfach- fammig, schwarz: sehr gut. Karl Stoll auf Rhode- länder: sehr gut und den LBF.-Ehrenpreis, sehr gut 3 und zweimal sehr gut.

Kreis Wetzlar

+ Wißmar, 4. Dez. Nachdem an der hiesigen Schule als Lehrkräfte vier Lehrer und zwei Lehre­rinnen tätig sind und die Zahl der Schulkinder am 15. November 314 betrug, soll demnächst eine weitere Schulstelle errichtet werden.

Wetterbericht

des Reichswekterdienstes. Ausgabeork Frankfurt.

Die Störungstätigkeit über dem Atlantik setzt sich in lebhafter Weise fort. Dem kräftigen Wirbel, der sich nach Osten verlagert hat, folgt ein neuer nach. Im Zwischengebiet konnte sich im Bereiche etwas kühlerer Meeresluft bei abflauenden Winden vor­übergehend Aufheiterung einstellen, die in der Nacht zum Samstag infolge nächtlicher Ausstrahlung zu leichtem Frost führte. Das unbeständige und ver­änderliche Westwindwetter nimmt seinen Fortgang.

Aussichten für Sonntag: Vorüber­gehend bewölktes Wetter, teilweise mit Nieder­schlägen, bei westlichen Winden vorübergehend etwas milder, dann wieder leichte Abkühlung.

Lufttemperaturen am 4. Dezember: mittags 9,1 Grad Celsius, abends 4,4 Grad; am 5. Dezember: morgens 4,4 Grad. Maximum 9,1 Grad, Minimum, morgenslb3 Grad. Maximum 9,1 Grad, Mini­mum, heute nacht,2,5 Grad. Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 4. Dezember: abends + 3,4 Grad; am 5. Dezember: morgens +1,6 Grad Celsius. Niederschläge 1,4 Millimeter.

Wintersport - Wetterbericht.

Vogelberg, Hoherodskopf: Dunstig, 3 Grad Celsius, Gesamtschneehöhe 25 Zentimeter, verharscht, Sportmöglichkeiten ziemlich gut.

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