Verdunkelung am 5 November
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Blumenschmuck-Wettbewerb 1936 in Gießen
fruttocRat fiüi’s Backen
Gustav Hen-
Kreiling, Gie> Kriek, Leih-
Sieben Sie stets das Lack» pulver mit -em Mebl (vüer Mehl un- „Gustin") -urch.
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Der süd- und südwestliche Stadtteil wird im Osten und Nordosten wie folgt begrenzt:
Mühlstraße, Löwengasse, Goethestraße bis zur Wieseck, Bleichstraße, von Wieseck bis Gnauth- straße und Gnauthstraße bis Bahnübergang.
Don den genannten Straßen fallen folgende Teile in das Verdunkelungsgebiet: L. _
Löwengasse von Teufelslustgartchen bis Selters- weq, Goethestraße von Seltersweg bis zur Wieseck und Bleichstraße von Hindenburgwall
einem an der Hinterfront des Hauses gelegenen Zimmer zusammendrängen, und wenn in den vorderen Zimmern keine Abblendung der Fenster durchgeführt ist. Lin Beweis aber für mangelndes Gemeinschaftsgefühl ist es, wenn man „rechtzeitig" aus dem Haus verschwindet und spazieren geht. 3n allen diesen und ähnlichen Fällen ist der Sinn und Zweck der
Hebungen noch nicht verstanden worden.
Wie ist denn im Ernstfall die Lage? Mit Fliegerangriffen muß doch ständig gerechnet werden! Stundenweises, d. h. vorübergehendes Abblenden — wie es in den Friedenszeiten durchgeführt wird — kann also gar nicht in Betracht kommen! Es muß vielmehr erkannt werden, daß die Abblendung der Fenster, Glasdächer, Oberlichter usw. ein Dauerzustand sein wird. Da aber natürlich das normale Leben weitergehen muß, kann sich niemand mit dem einfachen Ausschalten des Lichtes in der Wohnung begnügen und sich ins Bett legen, sondern muß Vorsorge treffen, daß kein Lichtstrahl nach außen fällt.
Alle diese Abblendungsmaßnahmen sind in den meisten Fällen ohne besondere Schwierigkeiten durchzuführen. Bei einigem Nachdenken braucht auch kein Geld ausgegeben zu werden.
Jeder Luftschutzhauswart und jeder Blockwart kann raten. Keiner versäume seine Pflicht! Jeder sei sich bewußt, daß er mit allen seinen Vorbereitungen der Landesverteidigung dient.
Widdersheim, einen 3. Preis.
Deutsche Riesen-Schecke: ninger, Nidda, einen 3. Preis.
Englische Schecken: Ludwig
NSG. Alle Volksgenossen müssen heute mithelfen, damit im Ernstfall angreifenden Flugzeugen das Auffinden einer Stadt und gezielte Bombenabwürfe erschwert, oder ganz unmöglich gemacht werden.
Jeder kann an diesem Selbstschutz leilnehmen; an niemanden werden unbillige Forderungen gestellt.
In ganz Deutschland finden heute Verdunkelungs- Übungen statt. Bald werden zahlreiche Städte und Dörfer verdunkelt — wie es gelegentlich der letzten großen Manöver in Kurhessen und Oberhessen der Fall war —, bald werden nur einzelne Orte und Stadtteile aufgerufen, zu üben. Allen diesen Veranstaltungen liegt der Gedanke zugrunde, daß die gesamte Bevölkerung schon im Frieden wissen muß, was sie im Kriege zum Schutze von Haus und Familie tun kann und muß. Erfreulich ist das Ver- tändnis und die Bereitwilligkeit, denen man bei den Volksgenossen begegnet. Männer, Frauen und Jugendliche bemühen sich eifrig und der Verantwortung bewußt um alle erforderlichen Vorbereitungen.
Aber leider gibt es auch Volksgenossen, die aus Unkenntnis oder Gleichgültigkeit schwere Fehler machen, die ihnen selbst und anderen in der Stunde der Gefahr veHängnisvoll werden können. Ulan genügt seinen Pflichten als Staatsbürger nicht, wenn man in allen Räumen gewissenhaft bas Licht ausschaltet und sich vor Beginn der Hebung ins Bett legt. 2Han macht es falsch, wenn sich alle Familienmitglieder in
feier singt der Kirchenchor der Gesamtgemeinde -V-capella-Chöre von Hch. Schütz und B. Ducis. Otto Baumann spielt Diolinsonaten von Ko- relli und Tartini. Weiterhin sieht die Vortragsfolge die Solokantate „Singet dem Herrn" ein neues Lied von D. Buxtehude, Orgelwerke von I. S. Bach und G. Muffat vor.
EPNH. In diefemJahr fällt der kupferne Sonntag aus. Die Zahl der verkaufsfreien Sonntage ist in diesem Jahr auf zwei beschränkt worden. Die Läden dürfen also nur am Silbernen und Goldenen Sonntag, d. h. am 13. und am 20. Dezember, offengehalten werden. Der kupferne Sonntag kommt diesmal in Wegfall.
Schöffengericht Gießen.
Der 24 Jahre alte h. M. aus Gießen wurde wegen fahrlässiger Eisenbahn- und Transportgefährdung anstatt zu einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von sechs Wochen zu einer Geldstrafe von 210 Mark und zu den Kosten des Verfahrens verurteilt.
Der 53 Jahre alte h. K. aus Gießen hatte in einem Lehrvertrag, der von sämtlichen Vertragsschließenden unterzeichnet war und der Handelskammer zur Genehmigung Vorgelegen hatte, nach Wiedererlangung der Lehrverträge diese insofern eigenmächtig abgeändert, daß er den Passus über die vereinbarte Probezeit strich. Er war somit wegen Verbrechens der schweren Urkundenfälschung zu bestrafen. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu einer Gefängnis st rase von einem Monat und belegte ihn mit den Kosten des Verfahrens. Da der Angeklagte zwar, aber nicht einschlägig, vorbestraft ist, wurden ihm nochmals mildernde Umstände zugebilligt.
Das Gießener Etadttheater wieder in Alsfeld?
GießenerJungvolk vor neuen Aufgaben
Kundgebung zur Siegerehrung für Zähnlein 21.
Verdunkelungsiibungen - eine Notwendigkeit
Fehler, die immer noch gemacht werden.
I Alsfeld, 4. Nov Gestern weilten Bürgermeister Professor Dr. Hamm und Intendant Schultze-Griesheim in Alsfeld, um durch Verhandlungen mit der Alsfelder Stadtverwaltung die Wiederaufnahme der Gastspiele des Stadttheaters Gießen in Alsfeld zu ermöglichen. Es besteht Aussicht, daß unter Mitwirkung verschiedener Organisationen die Gastspiele noch im kommenden Winter wieder ausgenommen werden. Sowohl von der hiesigen Stadtverwaltung, als auch von der politischen Leitung wurde tatkräftige Unterstützung zugesichert
wirken, so sei hier der Wunsch ausgesprochen, daß nicht allein die mit Preisen bedachten, sondern auch alle anderen Volksgenossen in ihren Kreisen dahin wirken möchten, daß in Zukunft kein Haus nach der Straßenseite zu ohne Blumenschmuck bleibt. Bereits jetzt haben viele Einwohner, die sich zur Preisbewerbung nicht meldeten, ihre Wohnungen in vor- bildlicher Weise geschmückt und es auch an der Pflege der Vorgärten nicht fehlen lassen. Sehr schön war wiederum die Kaserne der Maschinengewehr-Abteilung mit Blumen geschmückt.
Ganz besondere Anerkennung verdient die Stadtverwaltung für die Bereitstellung der erforderlichen Mittel zur Pflege und weiteren Ausgestaltung der Anlagen. Ein farbenprächtiges Bild gewährte vom Frühjahr bis zum Herbst der horst - Wessel - Wall längs der Bahn, hervorragend ist jetzt der neu hergerichtete Ludwigsplatz, entzückend der kleine Platz vor dem Stadttheater, wie auch der Fensterschmuck städtischer Gebäude, und wenn auch nicht vergessen werden darf, daß dies alles durch gemeinsames Zusammenwirken aller Beteiligten erst möglich wurde, so verdient doch Stadtgärtner L a n g v als ausführendes Organ lobende Erwähnung unö uen Dank der Bürgerschaft.
bis zur Wieseck. Der Hindenburgwall von Goethestraße bis zum hettlereck fällt ebenfalls in die Verdunkelung. .
Alle restlichen Teile der genannten Straßen, sowie die Alicenstraße von der Frankfurter Straße bis zur Ludwigstraße können aus technischen (yrunoen nicht in die Verdunkelung miteinbegriffen meröen.
Ls besteht somit gar kein Zweifel, daß alle in dem süd- und südwestlichen Stadtteil bis zur Stadtgrenze, sowie jenseits der Lahn gelegenen Gebäude der Verdunkelungspflicht unterliegen.
Es wird erwartet, daß die gesamte Bevölkerung ihre Luftschutzpflichten restlos erfüllt. Die Anordnungen sind wiederholt in der Presse veröffentlicht worden, und es ist anzunehmen, daß nunmehr jedermann die Möglichkeit hatte, sich davon in Kenntnis zu setzen, sofern er nicht mit Absicht dem Lustschutzgedanken fernsteht
Gegen alle Personen, die den Anordnungen feine Folge leisten, wird mit den strengsten Mitteln vor- I gegangen.
Oberhessen.
Schenkung für das Friedberger Heimatmuseum.
LPD. Friedberg, 4. Nov. Die städtischen Sammlungen, die bereits einen derartigen Umfang angenommen haben, daß in dem bisherigen Unterkunftsgebäude große Raumnot herrscht, haben eine weitere bedeutsame Schenkung erhalten. Der Sohn des in Bad-Nauheim verstorbenen Oberstabsarztes der ehemaligen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika, Dr. G r o t h u s e n, hat die wertvolle Kolonialsammlung seines Vaters dem Friedberger Heimatmuseum überwiesen. Die Sammlung, deren Gegenstände meistens aus dem Kitt» mandjaro-Gebiet stammen, wird den Namen „Dr. Grothusen-Sammlung" führen.
Kaninchenschau in Hungen.
# Hungen, 3. Nov. Anläßlich des „Allerheiligen-Marktes" führte der hiesige Kaninchen» zuchtoerein in der Turnhalle eine Kaninchenschau mit Prämiierung durch. Die Schau war mit insgesamt 140 Tieren beschickt. Die durch den Preisrichter Gg. Rohrmann (Bad Homburg) durchgeführte Auszeichnung der besten Exemplare brachte nachstehende Bewertung:
Angora-Kaninchen: Willi Falk, Hungen, je einen 1., 2. und 3. Preis (eigener Zuchtstamm des RDK.).
Deutsche Riesen: Wilhelm Bender, Gießen, einen 2. und zwei 3. Preise; Richard Eifer, Ober- Widdersheim, einen 3. Preis; Fritz Grün, Ober-
Klein-Silber-Kaninchen: Karl Schneider IV., Steinbach, einen Ehrenpreis und einen 3. Preis; Fritz Groz II., Nidda, einen 1 und einen 3. Preis; Wilhelm Hofmann, Saubringen, einen 2. Preis; Rich. Rösch, Ober-Mockstadt, einen 3. Pr.
Marburg er Feh-Kaninchen: Wilhelm Opper, Daubringen, einen 2. Preis.
Klein-Chinchilla: Fritz Haas, Hungen, einen 1. Preis, Otto Koch, Södel, einen 2. Preis.
Groß-Chinchilla: Karl Pfaff, Nidda, einen 2. und einen 3. Preis; Ludwig Kreiling, Gießen, einen 2. Preis.
Hafen-Kaninchen: Fritz Groz II., Nidda, einen 1. und einen 2. und drei 3. Preise; Willi Opper, Daubringen, einen 2. Preis; Otto Bonder» heit, Büdingen, einen 3. Preis.
Hermelin-Kaninchen: Heinrich Someier, Hungen, einen Ehrenpreis und einen 3. Preis; Hugo Weber, Inheiden, einen 1. Preis; Karl Renkel, Nidda, einen 1. und zwei 3. Preise; Wilh. Schäfer, Steinbach, einen 2. Preis; Georg Buxbaum, Altenstadt, einen 3. Preis; Fritz Grün, Ober-Widdersheim, einen 3. Preis.
Franz. Silberkaninchen: Otto Koch, Södel, einen 2. Preis; Willi Wefche, Wölfersheim, zwei 3. Preise; Gustav Wagner, Dauernheim, einen 3. Preis; h. Reifschneider, Altenstadt, einen 3. Preis.
Russen-Kaninchen: Fritz Günther, Büdingen, einen 3. Preis.
Holländer-Kaninchen: heinr. Bomeier, Hungen, einen 2. Preis.
L o hkaninchen: Heinrich Keßler, Steinbach, zwei 3. Preise; hch. Hermann, Steinbach, einen 3. Preis; Heinrich Sommer, Steinbach, einen 3. Pr.
Landkreis Gießen.
8 Annerod, 4. Nov. Vom 1. November ab hat Walter Hotz (Annerod) die Führung des Fähnleins 25/116 „Lützow" übernommen. Arn letzten Mittwoch, am Führerarbeitsabend, wies der seitherige Führer Erich B r ü ck auf die Leistungen und Erfolge des Fähnleins hin und übergab es bann Walter Hotz.
8 Alten-Buseck, 4. Nov. Mit Wirkung vom 1. November wurde dem Forstgehilfen Kröll die Försterei Alten-Buseck als Prüfungsrevier übertragen. — Dem Junglehrer Alfred Müller, der seither an der hiesigen Volksschule tätig war, wurde mit Wirkung vorn 1. November die Schulstelle zu L i ß b e r g (Kreis Büdingen) übertragen.
wg. Großen-Buseck, 4. Nov. Der Reichs- bahnassistent Heinrich Pfeiffer, Adolf-Hitler» Straße, konnte in diesen Tagen auf seine 2 5 j 8 h »
Wiederum stand am gestrigen Mittwochabend das Jungvolk unserer Stadt zu einer Kundgebung auf dem 'Brandplatz. Diesmal galt es der Siegerehrung für das Fähnlein 21 aus dem Gebiets-Jungvolk-Wettbewerb. Die Jungen waren im geschlossenen Viereck angetreten, die Fahnengruppen standen dekorativ inmitten des Platzes, die Spielmannszüge hatten Aufstellung genommen, und Fackeln erleuchteten den Platz, warfen warmes Licht über die erwartungsvollen Gesichter der Jungen.
Pünktlich zur vorgesehenen Zeit begann die Kundgebung mit Rufen der Fanfaren und Trommlermärschen. Alle Augen waren auf den Gebiets- jungvolkführer gerichtet, der die Fronten abschritt. Zahlreiche Einwohner hatten sich eingefunden. Die Partei, Behörden und der Arbeitsdienst hatten Vertreter entsandt und damit ihrer Verbundenheit mit der Jugend Ausdruck gegeben.
In raschem Wechsel brachten der Sprechchor, der Singchor und Einzelsprecher ernste Worte, Gedichte und Sinnsprüche zum Vortrag, aus denen klar und einfach das Wollen der deutschen Jugend sprach. Dann sprach der
Gebietsjungvolkführer Paul Wagner.
Wir sind, so sagte er u. a., eine Jugend der Tat, wir wollen schaffen und arbeiten, mehr als reden. Wir sagen nicht, daß am Anfang das Wort war, vielmehr: am Anfang war die Tat! In uns allen ist der Wille, etwas zu leisten. Die Jugend des Führers fordert nicht Rechte. Sie sagt auch nicht: Baut uns Heime! Schenkt uns Fuß- bälle! Wir wollen vielmehr Kämpfer sein, Soldaten des Führer, wir wollen Pflichten übernehmen und nichts geschenkt haben. Das Jungvolk bekennt sich zur Leistung. Auch der heutige Tag führt uns zusammen in einem Bekenntnis zu Leistung, und die Kundgebung hier ist der Beweis, daß etwas geleistet worden ist.
Alles, was getan wird, geschieht nicht für den einzelnen, sondern um der Gemeinschaft und um Deutschlands willen. Wir führten im Gebiet eine
Von der Polizeibirettion Gießen wird uns mitgeteilt: . . m rr.
Trotz wiederholter Veröffentlichung in der Prep über das Verdunkelungsgebiet bestehen bei der Bevölkerung immer noch Zweifel über die zu verdunkelnden Straßen. Wir geben hier nochmals Die Grenzen bekannt.
Zur Verdunkelung gelangt das sämtliche Staöt- gebiet, das am 9. 9. und 16. 10. nicht verdunkelt war. Ls handelt sich hier um den süd- und sud- westtichen Stadtteil, sowie das Stadtgebiet ,en- seits der Lahn.
Bewertung durch, um das beste Fähnlein zu ermitteln. Die Sieger sollten einen Preis bekommen. Alle haben ihr Aeußerstes getan. Aber es kann nicht jedem Fähnlein vergönnt sein, Sieger zu werden. 9 0 0 0 0 Pimpfe in 57 7 Fähnlein standen im Wettbewerb. Es war ein schwerer Wettkampf um diesen Sieg! Alle haben ihr möglichstes getan; alle wollten zu den Besten gehören. In Stadt und Land strengten sie sich gleichermaßen an, um eine solche Stunde der Sieaerverkündung zu erleben, wie sie heute das Gießener Jungvolk erleben kann. Wir alle dürfen stolz sein auf die gezeigten Leistungen.
3 6 Siegerfähnlein aus 18 Jung- bannen im Gebiet standen im engsten Wettbewerb. Hnd in diesem Wettbewerb konnte der Standort Gießen durch fein Fähnlein 21 „Gorch Fock" den 3. Platz erringen, während das F ä h n - leinl den 9. Platz gewann. Das darf alle Gießener Pimpfe mit Stolz erfüllen. Aber keiner soll glauben, daß es nun gut und alles geschafft sei. Jetzt erst sollt ihr zeigen, daß es keine besseren und treueren Soldaten des Führers gibt, als feine Jüngsten.
Mit dieser Stunde wollen wir gleichzeitig einen neuen Abschnitt unserer Arbeit proklamieren. Die Winterarbeit 1936/37 beginnt! Für uns soll sie viel Neues bringen. Die Heimabende sollen eine weitere Ausgestaltung erfahren. Ein neuer Dienstzweig soll erstmalig eingeführt werden: die W e r f a r b e i t! Der Dienst am Staatsjugend- tag soll anders und intensiver gestaltet werden. Auf sportlichem Gebiet werden planmäßige Handballrunden eingeführt. Die Sportarbeit soll weiter vor- märtsgetrieben und mustergültig im ganzen Reich ausgebaut werden. Die Führerschaft soll eine weitere planmäßige Schulung erfahren. Ein Führerkorps soll herangebildet werden, das nicht nur jedem Jungen, sondern auch jedem Volksgenossen vorbildlich sein kann. Auch soll es für die kommende
Arbeit wieder einen Leistungswettbewerb geben. Wir wollen, so schloß der Gebietsiungvolkfuhrer, keine Rechte fordern, sondern Pflichten auf uns nehmen und mithelfen am Aufbau unseres Vaterlandes in der Gemeinsamkeit mit allen, die mitzu- helfen bereit sind.
Im Anschluß an seine Ansprache wandte sich der Gebiets-Jungvolk-Führer Paul Wagner an den Führer des Fähnleins 21 und erklärte
das Fähnlein „Gorch Fock" zum 3. Fähnlein des Gebiets
und übermittelte dem Führer der ausgezeichneten Mannschaft den Ehrenpreis für die ®emet^d>a't.5s leiftung: eine Heimatbücherei im Werte von 100 Mark!
Zähnleinführer Moos
dankte und erklärte, daß sich das Fähnlein der Auszeichnung würdig erweisen und die Ehrung als Ansporn für weitere Arbeit betrachten werde. Nachdem das Lied „Vorwärts, vorwärts" die Kundgebung beendet hatte, unternahm das Gießener Jungvolk einen Marsch durch die Stadt.
besonderen Behandlung unterzogen wird, in deren Mittelpunkt eine etwa 4- bis 6wöchige Aufbewahrung in dem sog. Faulturm steht, wo der Schlamm verrottet, die wachstumsfördernden Bodenbakterien aber erhalten bleiben und für Düngungszwecke nutzbar gemacht werden können. Durch Beheizung wird 1 der in dem Faulturm liegende Schlamm der ersten Behandlung unterzogen, gleichzeitig wird die 1 Schlammaffe entgast unö dabei das sog. Methan- ! gas mit einem Heizwert von 7000 Wärmeeinheiten ‘ gewonnen, das gegenwärtig noch für die Beheizung des Faulturms und für den Motorenantrieb zur Herstellung des Biohums, wie auch für die Kraftanlagen der Klärbetriebe Verwendung findet, für später aber die Möglichkeit bestehen läßt, durch Einführung in die Üeuchtgasleitung eine Verstärkung unserer Leuchtgasversorgung zu bringen. Nach dem Abschluß der Schlammbehandlung in dem Faulturm (der 1600 cbm Schlamm faßt) wird das Produkt bis zur absoluten Trockenheit auf Trockenfeldern weiterbehandelt, alsdann in einem Mischwerk mit Torf, Kalk und Knochenmehl gut vermischt, womit dann der Biohum-Dünger fertig- gestellt ist. ..
Die Einrichtung in der Gießener Klaranlage ermöglicht die Herstellung von 250 bis 300 Zentner Biohum pro Tag, rund gerechnet 100 000 Zentner im Jahr, also eine ganz ansehnliche Leistung, die für den Feldbau und die Gartenwirtschaft in unserer engeren Heimat schon allerlei Bedeutung besitzt. Ein weiterer, vom Standpunkt der Allgemeinheit aus sehr beachtenswerter Vorteil ist aber der, daß seit der Verwendung der Klärschlammassen für diesen neuen Zweck die früheren, veralteten Trockenfelder in Wegfall gekommen sind, von denen an manchen Tagen ein übler, ja bei ungünstigem Wind unerträglicher Geruch auf die unmittelbare Nachbarschaft und auf die weiter angrenzenden Stadtteile hinzog, bekanntlich eine Erscheinung, die in früheren Jahren wiederholt zu Klagen Anlaß gegeben hat.
Bei der gestrigen Führung wurde den Besuchern u. a. auch mitgeteilt, daß der Biohum- dünger sich bisher in der Praxis bewährt habe und fachmännische Gutachten sich lobend über ihn aussprächen, unsere Stadt damit also der Kläranlage einen Betriebszweig angegliedert fyabe, der für die Feld- und Gartenwirtschaft und zur guten Mithilfe bei der Erzeugungsschlacht von Bedeutung sei.
Nach etwa einstündigem Rundgang, bei dem die Besucher alle Einrichtungen des Gesamtbetriebes mit lebhaftem Interesse in Augenschein nahmen, dankte Kreishandwerksmeister S t ü h l e r im Namen der Besucher den beiden Führenden für ihre lehrreichen Aufklärungen.
Gießener Docheninarktpreise
♦ Gießen, 5. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, kg 1,57 Mk., s Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, % kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 4,50 bis 5 Mk., Weißkraut, kg 4 bis 5 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut, % kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 5,50 bis 6 Mk., gelbe Rüben, % kg 8 bis 10 Pf., rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 6 bis 8, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 25 bis 45, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Kürbis 5 bis 6, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, kg 15 bis 25 Pf., 50 kg 15 bis 25 Mk., Tafeläpfel, kg 25 bis 30 Pf., 50 kg 25 bis 30 Mk.,
Birnen, kg 10 bis 20 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 35 bis 55, Salat 8 bis 10, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, basJBunb 10 Pf.
** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage kann Herr Carl Büscher, Lohnbuchhalter, Gießen, Aulweg 32, bei der Firma Gießener Gummiwarenfabrik Poppe & Co., Gießen, auf eine 25- jährige Tätigkeit zurückblicken. Der Jubilar hat sich bei seinen Vorgesetzten, wie bei allen Arbeitskameraden volles Vertrauen und Wertschätzung erworben. Seitens der Arbeitskameraden wird er anläßlich eines Betriebsappells durch eine Ehrengabe geehrt. Von der Firma wurde dem Jubilar schon bei der kürzlichen Jubiläumsfeier des 25jäh- rigen Bestehens der Firma Poppe & Co. eine Ehrengabe überreicht.
** 15. Musikalische Abendfeier inder I o h a n n e s k i r ch e. Bei der am Sonntag, 8. Nov., 17 Uhr stattfindenden musikalischen Abend-
ßen, einen 3. Preis.
Wiener Kaninchen: Otto gestern, einen Ehrenpreis, einen 2. und vier 3. Pr.; Walter Schmidt, Gießen, 1 Ehrenpreis; Hch. Junker, Nidda, einen Ehren- und einen 2. Preis; Herrn. Roos, Ober-Mockstadt, einen Ehrenpreis und zwei 2. Preise; Fritz Lebermann, Hungen, einen 1. und brei 3. Preise; Heinr. Böhr, Stockheim, einen 2. Pr.
Am gestrigen Nachmittag fand in ber Alten Bürgermeisterei bie Verteilung ber Preise statt, bie der Verkehrs- und Verschönerungsverein in bem von ihm auch in biefem Jahre veranstalteten Blumen- chmuck-Wettbewerb vergeben konnte. Ihre Zahl betrug 26 erste, 33 zweite unb 8 britte, zusammen 6 7 Preise. Diese bestauben in ber Hauptsache aus blühenden Pflanzen und Blattpflanzen. Durch pas- enbe Auswahl unb Lieferung burchweg hervorragend schöner Exemplare hat auch die hiesige Gärtnerschaft zum guten Gelingen des gemeinnützigen Werkes das Ihre beigetragen. So sahen wir stattliche Gummibäume, herrlich blühende Alpenveilchen unb Primel, Blattbegonien, Dracaenen, Wachsblumen, frischgrüne Zierspargel und Zimmertannen, alles Sachen, die ein kleines Stückchen Sommerzeit unb Freude an ber Natur währenb ber sonnenarmen Jahreszeit in bie Wohnräume bringen. Auch wertvolle Kristall- und Keramik-Gegenstände, bie leicht in Zusammenhang mit Blumen gebracht werben können, winkten den mit Preisen bedachten glücklichen Empfängern.
Wenn also ber Verein keinerlei Opfer scheute, um auf bem Gebiete bes öffentlichen Blumenschmuckes zur Verschönerung bes Straßenbilbes anregend zu


