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Donnerstag, 5.NovemberM6

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Ur. 260 Drittes Blatt

E. B.

Jahre im

pera.

Vom Konzertverein

gegen spröde Haut

sang- mittags, verschoben worden. Der Herr Reicys- freund-1 Minister wird in einer Ansprache an sämtliche Do-

7^5-

lext folge an» h Seidel. 16: ne am Hirn-

Frankfurter )em längsten igge Md fei­lt aus Dres- Musik. 19.40: el. 20: Nach»

Konstanz, Ringsendung uch aus dem zert.

Aula. Gießener Eisverein: 20.15 Uhr General­versammlung im Eissporthaus. Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Oelgemälden, Aquarellen und Tern-

Der S e m e st e r b e g i n n - A p p e l l der Uni­versität findet nicht am Freitag statt, sondern ist auf Befehl des Herrn Reichswissenschaftsministers auf Samstag, 7. November, 1 0.4 0 Uhr vor- verfchoben worden. Der Herr Reichs-

oerfteht.

So find wir überzeugt, auch mit dem heute ein= setzenden, neuen Roman allen unseren Oeserinnen und Lesern eine von Tag zu Tag mit Freude und Spannung erwartete Lektüre zu bieten.

Besuch im Biohumwerk.

Es verdient alle Anerkennung, daß die Führung der Kreishandwerkerschaft Gießen ihre Aufgabe nicht nur in der Vertretung der wirtschaftlichen Interessen des Handwerks erblickt, sondern darüber hinaus auch bemüht ist, den Gesichtskreis der Handwerksmeister durch Besuche in anderen Betrieben zu erweitern und ihnen auf diese Weise die Bekanntschaft mit anderen Produkten für deutsche Wirtschaftszwecke zu ermög­lichen. Einen solchen Aufklärungsbesuch machten zahlreiche Mitglieder der Kreishandwerkerschaft Gie­ßen unter Führung von Kreishandwerksmeister S t ü h l e r am gestrigen Mittwochnachmittag in den Betriebsanlagen der Gießener Kläranlage und des damit verbundenen Biohumwerkes. Von dem städti­schen Betrieb hatten sich der Leiter der Städtischen Betriebe, Direktor Lotz, und Chemiker Dr. Gor- res für die Führung der Besucher zur Verfügung gestellt.

Zunächst machten die beiden führenden Herren ihre Gäste auf einem Rundgang mit den Anlagen und dem Funktionieren der Einrichtungen der Klär­anlage bekannt. Sodann lenkten sie die Aufmerk­samkeit der Besucher auf die Besonderheit dieses städtischen Betriebes, auf die seit März 1934 in Verbindung mit der Kläranlage stehende Fabrika­tion von Biohum, der einen Natur-Humusdünger darstellt und als Ersatz für alten, verrotteten krü­meligen Stalldünger gelten kann. Die Anlagen zur Biohumgewinnung wurden im März 1934 als Zweig des Betriebs der Gießener Kläranlage in Betrieb genommen, nachdem sie etwa 7 Jahre vor­her erstmalig in Stuttgart eingerichtet worden waren und sodann in einer Reihe von weiteren Städten Verwendung gefunden hatten. Das Biohum wird in einem patentierten Verfahren unter Ver- wendung des Klärschlammes gewonnen, der einer

Kaum eine Gesellschaft, nie eine Reise, nicht einmal ein Ausflug, ein gemeinsamer Besuch d'es Theaters! Wenn sie Ralf bat, kam immer nur das gleiche, ungeduldigeIch habe keine Zeit!" zur Antwort. Sie verstanden einander eben nicht, und mit der Zeit war die Kluft zwischen ihnen nur größer statt kleiner geworden. Ein Ichmensch war er, nur sein Recht, sein Wille, seine Wünsche galten. Sie selber bedeutete ihm nicht mehr als ein Besitztum, ein Gegenstand, den man erwirbt, um damit schalten und walten zu können wie man will...

Wirklich nicht mehr? Janna fühlte plötzlich Scham in sich aufsteigen ob ihrer Bitterkeit. Hatte n:cht gerade Ralf auch wieder alles für sie und ihre Fa­milie getan, was nur ein Freund tun konnte? Hatte er nicht den dahingegangenen Vater vor bem dro­henden Ruin gerettet, sie selbst und die Schwester des Vaters vor drängender Not bewahrt? Hatte er dem Vater nicht noch die Sterbestunde leicht gemacht mit seiner Hilfe? Schuldete sie :hm nicht alles, was ihr und der Tante noch geblieben war, das Haus, den Garten, die kostbare Limousine? Und doch, und doch erschien er ihr oft so unbere­chenbar, roh in den Ausbrüchen seiner Leidenschaft, selbstsüchtig und tyrannisch! Ach, immer wieder der alte Konflikt! Wenn sie nur einen Ausweg fände, einmal einen Ausweg!

Ich glaube, du hörst schon lange gar nicht mehr . zu, Janna!" störte Olga die Freundin aus ihrem Sinnen auf.Nun kommst du aber an die Reihe mit Erzählen! Also, wie geht es dir und deinem Verlobten Ralf? Versteht ihr euch denn wirklich nicht mehr?"

Unwillkürlich seufzte Janna bei der Frage Ol­gas auf:

Wie ich dir schon sagte, Olga, zu erzählen gibt es bei mir nicht viel. Man lebt eben zu Hause. Manchmal, nur sehr selten, gehe ich mal allem aus. Gern tu ich es nicht. Man trifft so leicht Bekannte, wird gefragt, und weiß dann nicht, was man ant­worten soll. Ach, Olga, mein Leben ist ja so em- s"^Aber fahrt ihr denn nicht zusammen aus? Ralf hat doch den schönen Wagen, und die Umgebung bietet überall so vieles!"

Janna schüttelte den Kopf.

(Fortsetzung folgt.)

iraftit. 6.30: Nachrichten.

nbtag.Wir rau, hör zuk

11.45: So- Nachrichten

Buntes W tbeieitl Nene b Wirtschaft, int Musizm- >r Tänze von

Funk für alt e nach Opern» icke zu seinem n von I. Bruno |t die Wochen- 0: Nachrichten. >een und Elche.

schwer mir die Einsamkeit oft da draußen in den Siedlungen fällt, wie sehr ich mich nach einem Menschen sehne, mit dem ich mich einmal ausspre­chen kann!"

Lebst du denn nicht mehr* mit deiner Tante, Frau von Bergmann, zusammen?"

Gewiß, Tante Amalie! Aber eben mit ihr kann ist über die Dinge, die mir das Herz schwer machen, nicht reden! Seit Vaters Tode ist sie ganz schweig­sam, beinahe schwermütig geworden. Dazu kränkelt sie auch, oft sehe ich sie ganze Tage nicht!"

Aber ich verstehe dich nicht, Janna! Du hast doch Ralf Rammelt, deinen Verlobten, hast alles, was dein Herz begehrt! Wirklich, ich verstehe offen gestanden nicht, wie ..."

Kannst du ja auch gar nicht verstehen, Olga! Du kennst Ralf ja schließlich nur als Außenstehende, kennst nicht seine wahre Natur! In anderthalb Jahren kann sich viel ändern, glaub mir, Olga!"

Sie schwieg. Gab dann dem Gespräch eine be­langlosere Wendung.

Der Wagen durchquerte jetzt breite Straßen. Buntes Licht von Reklametransparenten huschte durchs Fenster. Der in den Nachmittagsstunden er­höhte Verkehr zwang den Chauffeur zu langsamem Fahren. Erst nach und nach wurden die Straßen stiller und dunkler.

Ohne weitere Hindernisse näherte sich der Wagen in schneller Fahrt der Vorstadt.

Eine halbe Stunde später saßen die beiden Freun­dinnen in Jannas gemütlich eingerichtetem Zim­mer beisammen.

Olga erzählte. Sprach von dem bunten, abwechs­lungsreichen Leben, das sie in Hamburg geführt, von den Festen, Bällen, Vergnügungen, an denen sie teilgenommen hatte.

Sehnsüchtig hörte Janna zu. Ein Verlangen nach der Ferne überkam sie. Wenn sie sich auch nicht nach Ball und Tanzvergnügungen sehnte, was hätte sie nicht darum gegeben, einmal wieder unter fröhlichen, heiteren Menschen zu sein, einmal alle trüben Gedanken vergessen zu können!

Unwillkürlich glitten ihre Gedanken die Monate der letzten Zeit zurück. Was gab es für sie zu er­zählen? Was hätte sie aus den anderthalb Jahren ihrer Verlobungszeit zu berichten? Gar nichts!

Dornoiizen.

Tageskalender für Donnerstag.

zu 15 und 20 Pf. werden nur von den Rauchern verlangt, die auf beffere Qualität Wert legen und die einen höheren Preis anlegen können. Aller­dings gibt es auch Raucher, die lieber weniger, aber eine bessere Zigarre rauchen und sich deshalb den Genuß an manchen Tagen versagen, um dann eine teuere Zigarre rauchen zu können. Im Reichs- durchschnitt entfallen 25,5 v. H. des gesamten Zi- ^arrenverbrauchs auf Zigarillos zu 5 Pf., 33,2 v. H. kommen im Durchschnitt auf die Zehner-Zigarren, 11,5 v. H. auf Zigarren zu 15 Pf., 3,3 v. H. auf Zigarren zu 16 bis 22 Pf. und nur 1 v. H. der deutschen Zigarrenraucher leisten sich Glimmstengel in der Preislage von 25 Pf. und höher.

Einbruchsdiebstahl.

Die Kriminalpolizeistelle Gießen teilt mit: In der Nacht zum 2. November wurde in einen Lager­raum im Neuenweg eingebrochen und nachstehende Gegenstände gestohlen: i Radio-Dreiröhrenapparat ohne Lautsprecher, Fabrikat Telesunken, 1 Tisch­grammophon (schwarz gebeizter Holzkasten), 1 Cuta­way ohne Weste mit gestreifter Hose, 1 Hofe und Weste, graugrünlich mit feinen großen Karos zwei helle Anzüge, Pfeffer- und salzfarbig, 1 Herren­ulster, marengofarbig, 2 Herrenarbeitshofen, 1 bläu­licher Herrengummimantel und 1 Sommerhose, beigefarbig mit bräunlichen Streifen. Weiter wurde aus einem optischen Geschäft 1 Photoapparat, MarkeLeica", Modell III, Nr. 123535 mit Objek­tivElmar" 1:3,5 Nr. 183320 gestohlen. Personen, die sachdienliche Angaben zur Täterermittelung

Harmonika-Spielabend.

Wenn irgend etwas, so ist eigenes Musizieren geeignet, musikalische Erlebnisse zu vermitteln. Dazu dient vor allem die Hausmusik, insbesondere die Volksmusik. Um auf ihren Wert hinzuweifen, haben sich die Harmonika-Spielgruppen Gießen und Mar­burg unter Leitung des Musiklehrers Nurtsch zu­sammengetan. um für die Volksmusik mit ihrem Harmonikaspiel durch einen Volksmusikabend zu werben. Alle Volksmusikfreunde werden zu dem am Sonntag, 8. November, um 20.30 Uhr, im Cafä Leib stattfindenden Harmonika-Spielabend einge­laden. (Siehe heutige Anzeige.)

Ortsgruppe Geßen-Mitte.

Bett, kohlen - Abrechnung am 5. November.

Die Kohlenhändler werden ersucht, die Kohlen­scheine Serie A am Donnerstag, 5. N o v.,

Spruch. schaltpause. ebsgemein. WO: Musik richten und usftau, hör 12: Frohe utschen Eck! tyrt. 13.15: m Deutschen Dpemfreunb

Aus Oer Provinzialhauptstadl.

Vom Abend zum Morgen ...

Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Mann", heißt es in dem SingspielDas neue Sonntagskind" von Wenzel Müller. Das Sing­spiel selbst ist heute vergessen, aber das Sprüchlein hat sich gehalten, und wird von seinen Verfechtern allen Anhängern der Trockenlegung nicht allzu selten vor Augen geführt. Nicht immer glücklicher bringt es der Freund eines guten Tropfens freilich bis zum Rausch, häufig begnügt er sich damit, etwaszu tief in's Gläslein zu schauen",eins über den Durst zu trinken",einen zu viel hinter die Binde zu gießen", sich ein wenig zubeduseln" oder zubenebeln", sich einen niedlichenSchwips" oder einen kleinen Spitz" anzutrinken, der Weinsteigt ihm in den Kopf" und er verläßt fein Stammlokal ein bißchen angesäuselt",angeheitert",angeseidelt",be- timpelt",betubelt",illuminiert",bekneipt" oder bezecht", er hateinen sitzen", er hatsich die Nase begossen", er hateinen Hieb",einen Strich" oder, wenn er ein Schwabe ist,einen Fahnen" oder einen Glanz", der Steiermärker hat einWixerl" (Räuschchen), (im 18. Jahrhundert hatte man einen Jesuiter"); erhat hoch", wenn er ein Bayer oder ein Schwabe ist, der Siebenbürger Sachse aber ist betakelt",bekneifelt",bezwilcht" (mit Zwilch be­

kleidet), er istäm Frack",es hat ihn", wohin­gegen der Hesseoogeraacht" (angeraucht),be- schassert",beschnirwelt",belzig" oberbeschekert" ist, auch kann eren Schieber",en Stambes",en Käwwer" (Käfer) oderSchlag" haben; der platt­deutsch redende hat sichbegigelt" odertodecket", er istbemüseglt" oder garduhn"; man merkt es seinen schwankenden Schritten an, daß erschief" oderschwer geloben", unb seinen Reden, daß er etwas im Dach" hat oberim Timpen".

Hat dieser nur ein wenigdes Guten zu viel getan", so hat sein Freund offenbar beträchtlich mehr Alkohol zu sich genommen, denn er hat einen or­dentlichenHaarbeutel", ist sozusagenblau", in Hessen wohl auchschwarz", richtigbetrunken" oder voll",sternhagel-" odersterngranatenvoll", voll wiee Strandkanon",himmelhageldick", um nicht in roher Weise zu sagenstockbesoffen". DerAffe", den er sichgekauft hat", wird sich bis zum nächsten Morgen in einen kräftigenKater" verwandelt haben, der auch durch einensauren Hering" nicht zu versöhnen sein wird. Geschieht ihm schon recht, warum trinkt er sich solchenMordsrausch" an, war­um hat er einenSuff" odereinen Walgier", wie der Bayer sagt. Da ist's kein Wunder, wenn er Das heulende' Elend" kriegt und sich erft allmählich beruhigt, so daß sich nunmehr der Zustand der Bierleiche" entwickelt, den so wirkungsvoll die schö-

Janna mußte daran denken, wie lange es her war, daß sie selbst eine solche Reise gemacht hatte. Damals als sie noch zusammen fuhren, sie und Gerhard Brand... Mehr als drei Jahre war das her...

Aber warum jetzt die trüben Gedanken? Jetzt er­wartete sie Olga Willnoffs Besuch, das war ein­mal eine Abwechslung und würde gewiß em paar schöne Tage bedeuten. Olga war so ganz anders als sie, sie verstand das Leben zu genießen und interessant davon zu plaudern!

Da--war sie das nicht schon?

Janna hob sich auf die Zehenspitzen, um besser sehen zu können. Richtig, das war Olga! Em we­nig verändert freilich, noch eleganter als früher, noch mondäner mit dem auffällig tarierten Cape und dem kokett aufgeschlagenen Hütchen, unter dem das kupferrote Haar leuchtete und gleißte!

Nun kamen sie schon durch die Sperre.

Freudig reichte ihr Olga die Hand.

Olga! Das ist aber wirklich nett, daß du noch meiner Einladung gefolgt bist! Ich fürchtete schon, du wärest schließlich doch nicht gekommen! Herz­lich willkommen!"

Danke, danke, Janna! Wirklich, beinahe wäre aus meinem Besuch auch nichts geworden. Nur weil ich hier in der Stadt noch etwas Dringendes zu erledigen habe..."

Nur deshalb, Olga? Und um meinetwillen hat­test du gar keine Lust, zu bleiben?"

Vorwurfsvoll sah Janna die Freundin an.

Doch, doch, natürlich, Janna! Ich bleibe ja auch bis morgen. Es ist nur meine Eltern er­warten mich dringend zu Hause!"

Eifrig sprechend begaben sich die beiden Damen in den Jnnenraum der Halle.

Olga war größer als Janna, aber beide wett­eiferten an Schlankheit und Biegsamkeit der Fi­gur. Mancher Blick streifte sie wohlgefällig. Vor ihnen trug der Chauffeur Olgas Handkoffer ins Innere des Wagens, hielt dann den Schlag, um die Damen einsteigen zu lassen.

Wirklich zu schade, daß du nicht länger blei­ben kannst", nahm Janna das Gespräch wieder auf,ich hatte mich so sehr auf einen längeren Be­such von dir gefreut! Du weiht ja gar nicht, wie

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nen Verse schildern:

Jrn Zimmer aber roarbs stiller und still, Des Vaters einziger Sohn war knill/

Gedenkfeier der ASM), am S.Aovember

Die Gedenkfeier findet um 20.30 Uhr in der Volkshalle stakt. Alle Volksgenossen der Stadt Gießen werden hiermit zu dieser Feierstunde eingeladen.

Alle Gliederungen und angeschlossenen Verbände der NSDAP, nehmen geschlossen teil. Die Führer der Gliederungen und angeschlossenen Verbände wollen jetzt schon alles Erforderliche veranlassen, damit ihre Formationen geschlossen zur Volkshalle marschieren. Ankunft spätestens 20.20 Uhr. Um 20.30 Uhr wird die Volkshalle während der Feier geschlossen.

Die Fahnen der Gießener Ortsgruppen, der SA., des NSKK., der DAF.» des StB. und der H). sind um 20.20 Uhr vor der Volkshalle angetreten.

Alle anderen Veranstaltungen fallen an diesem Abend aus.

Kreisleitung Wetterau der NSDAP.

wird uns geschrieben: Das am Mittwoch, 11. Nov., 20 Uhr, im Stadttheater stattfindende e r ft e Orchesterkonzert mit dem Städtischen Orchester bringt von den Symphonien Beet­hovens die besonders volkstümliche Pastoral- Symphonie. Den heiteren Beginn des Abends macht Regers Lustspiel-Ouvertüre Fräu­lein Karin Schenck (Berlin), der em bedeuten­der Ruf als Konzertsängerin vorausgeht, wird zwischen den beiden Werken die große Solvgesangs- szene Ariadne auf Naxos von Haydn vortragen und sodann in der Rhapsodie für Altsolo, Manner­chor und Orchester von Brahms die Altparue ausführen, während der Bauersche Gesang­verein den Part des Männerchors in f»*

2 0.30 Uhr, auf unserer NSV.-Geschäftsstelle, Kaplansgasse 18, einzureichen. Es wird hier­mit nochmals darauf hingewiefen, daß die Rück- eite der Kohlenscheine außer der Unterschrift des Händlers auch die Unterschrift des Empfängers und die Kohlensorte tragen muß. Nach dem 5. Nov. eingereichte Scheine haben keine Gültigkeit mehr.

Hitter-Zugend Dann 116 Gießen.

Vekr.: Unsere Heime.

Für die AktionSchönheit des Heimes" brauchen wir eine Anzahl von Bildern. Die Gefolgschaften senden deshalb uns umgehend Bilder von Heimen in altem und in neuem Zustand ein. Ebenso erbitten wir Ausnahmen von wirklich schönen Heimmöbeln.

rZon Der Universitär.

Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt:

Der Dozent in der Medizinischen Fakultät der Ludwigs-Universität Gießen Dr. med. habil. Heinrich Rossenbeck ist durch Entschließung des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Kultus und Volksbildung, Berlin, zum nichtbeamteten außer­ordentlichen Professor ernannt worden.

Wege im Rebel.

Roman von Käthe Meßner.

(Copyright by Auswärts-Verlag, Berlin SW 68.)

Echtes Hevbstwetter.

Es goß in Strömen. . n. ,.

Silbernen Strähnen glich der Regen im Licht- kegel der zahllosen Bogenlampen auf dem Bahn- OJonna^eller zog es vor, lieber im Wagen zu warten. Es waren noch immer zehn Minuten Zelt, und die vergehen langsam, wenn man beobachten kann, wie sie verstreichen. Durch die Fenster der Limousine schien fahles Licht und zeichnete dunkle Schatten auf die Innenseite des Wagens.

Janna wurde unruhig, ein wenig ungeduldig.

Dönitz! Gehen Sie doch bitte mal an die Sperre und erkundigen Sie sich, ob der Zug aus Ham­burg auch fahrplanmäßig einlauft.

Der^auffeur fch-ug?en M°ntelkrag°n hoch Der Wind trieb ihm die Nasse ms Gesicht. Mit schnellen Schritten ging er der Halle zu.

Schon nach wenigen Minuten kam er zurück.

Der Zug muß gleich einlaufen.

Danke, Dönitz! Dann will ich lieber gleich hm- Ub3annanjöcUer erhob sich. Der Chauffeur öffnete den Schlag und half ihr hinaus.

Gegen den Wind ankämpfend suchte sie eilig m die Halle zu kommen. , .. .

Im Licht der hohen Lampen warf sie noch em- mal einen Blick in den kleinen Handspiegel ihrer Handtasche, zog den Mantel zurecht und stellte sich dann dicht neben der Sperre auf. Ihre dunklen Augen, eigenartig von langen, gebogenen -Wimpern umsäumt, spähten den Tunnel entlang. 23on hort muhte Olga Willnoff kommen, deren Besuch sie heute so sehnlichst erwartete.

Eine Menge Menfchen drängten sich durch den langen Gang, viele waren schwer bepackt mit Kof­fern. Sie mochten von weiten Reisen zuruckgekehrt sein.

zenten, Assistenten und Studenten der deutschen Hoch­schulen das Wintersemester persönlich eröffnen.

Das Gießener Stadttheater im Rundfunk.

Am Freitag, 6. November, wird von der Erstauf­führung der OperetteDer Zarewitsch" von Franz Lehar der zweite Akt, in der Zeit von 21.06 bis 21.35 Uhr, vom Reichssender Frankfurt übertragen. NerZigarrenverbrauchhalsich gesteigert

LPD. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit und die Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse ma­chen sich auch im Tabakverbrauch bemerkbar, denn nicht nur der Konsum der Zigaretten, sondern auch der Verkauf der Zigarren hat sich im vergangenen Jahr in Deutschland erheblich gesteigert. So wurden vom 1. April 1935 bis zum 31. März 1936 7848 Millionen Zigarren verkauft, und im ersten Halb­jahr 1936/37 waren es schon 4098 Millionen. Aller­dings ist die mengenmäßige Verbrauchssteigerung größer als die wertmäßige, denn der durchschnitt­liche Zigarrenkleinverkaufspreis ist von 9,6 Pf. auf 9,3 Pf. zurückgegangen. Das hängt damit zusam­men, daß die Raucher augenblicklich sehr stark die kleinen Zigarren und Zigarillos bevorzugen. Am meisten wird die Zigarre zu 10 Pf. verlangt. Auch der Stumpen zu 10 Pf. spielt bei den Rauchern eine große Rolle, jedoch werden auch Stumpen in billigeren Preislagen sehr viel geraucht. Zigarren

Gloria-Palast, Seltersweg:Stärker als Para­graphen". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Mäd­chen in Weiß". Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein: 20 Uhr Lichtbildervortrag von Kapitänleut­nant a. D. Freiherr von Buttlar-Brandenfels:Vier im Zeppelin gegen den Feind" in der Neuen Gießener Eisverein: 20.15 Uhr General­

machen können, werden ersucht, bei der Kriminal« polizei vorzusprechen.

Unser neuer Roman.

Nachdem wir die Veröffentlichung des Romans Wir wollen es versuchen" von Ilse Schuster in der gestrigen Ausgabe des Gießener Anzeigers beendet haben, beginnen wir in der heutigen Nummer unseres Blattes mit dem Abdruck eines neuen, großen Romanwerkes, mit dessen Erwer­bung wir den Wünschen unserer gesamten Leser­schaft in Stadt und Land in ganz besonderem Matze zu entsprechen glauben, handelt es sich doch hier um die neueste Schöpfung einer unserer be­liebtesten Autorinnen, deren früher bei uns er­schienene Romane sich samt und sonders als aus­gesprochene Publikumserfolge von ungewöhnlicher Anziehungskraft erwiesen haben. Unser neuer Roman heißt:

Wege im Nebel" von Käthe Metzner

und ist ein Gegenwarts- und Liebesroman von höchstem Spannungsreiz, mit einer dramatisch zu­gespitzten, an Überraschungen reichen, packenden Handlung, die den Leser bis zur letzten Zeile in Atem hält. Die Lebens- und Liebesschicksale der mit fesselnder Eindringlichkeit gezeichneten Haupt- aestalten, die nach mancherlei inneren und äußeren Kämpfen, nach vielen Wirrnissen und Mißverständ­nissen den Weg zu einem reinen und ungetrübten Glück finden, werden von jedermann mit herzlicher Anteilnahme verfolgt werden. Käthe Metzner hat ja mit ihren früheren RomanenRosemarie, Rosemarie" undWas soll ich denn mit einem Auto?" überzeugend bewiesen, wie spannend, phan- tasieooll und doch lebenswahr sie zu schildern

licher Weise übernommen hat. Die Leitung des Abends hat Prof. Temesvary. Näheres ist aus den Anzeigen ersichtlich.

Die Heimalvereinigung Schiffenberg veranstaltet am Svnntagnachmittaa auf dem Schiffen­berg eine Familienzusammenkunft. Außer musika­lischen Darbietungen wird ein Quartett des Gesang­vereinsEintracht" Watzenborn-Steinberg mit Ge­sangsvorträgen aufwarten. Weiter wird Rektor i. R. D Müller, jetzt in Hausen wohnhaft, die Reihe seiner geschichtlichen Dorträge fortsetzen. (Siehe heu­tige Anzeige.)

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