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einen Sieg erfochten, der Wahlkampagne!

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delphla, stimmte zum erstenmal seit dem Bür­gerkrieg demokratisch.

Landon beglückwünscht den Sieger.

N e u y o r k, 4. Noo. (DNB.) Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Landon hat aus Topeka (Kansas) an Roosevelt folgendes Telegramm ge­sandt:Die Nation hat gesprochen. Jeder Ameri­kaner wird den Urteilsspruch annehmen und zum Wohl unseres Landes mitarbeiten. Das ist der Geist der Demokratie. Nehmen Sie meine aufrich­tigen Glückwünsche entgegen." Aeußerst nie­dergeschlagen über den Wahlausgang zeigte sich der republikanische Wahlleiter Hamilton, der bis zum letzten Augenblick die schwere Niederlage seiner Partei nicht zugeben wollte. Als einige Pressever­treter ihn baten, über den Rundfunk ein paar Glück­wunschworte an die Gegenseite zu richten, rief er lediglich die Worte aus:Im Sterben grüßen wir Euch!" Präsident Roosevelt hat auf das Glückwunschtelegramm Landons ein Antworttele­gramm gesandt, in dem er mit den besten Wünschen seinen Dank für den hochherzigen Glückwunsch ausspricht und seiner Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß alle Amerikaner jetzt für das Allgemeinwohl Zusammenarbeiten werden.

Das außenpolitische Programm.

Handelsverträge auf Gegenseitigkeit.

Washington, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Staatssekretär Hüll erklärte, daß der Wahlaus­gang eine Gutheißung der amerikani­schen Außenpolitik seit dem Jahre 19 3 3 darstelle. Der Kernpunkt dieser Politik sei die Politlk des guten Nachbarn, deren hervorstechendstes Ziel die Förderung eines dauernden Friedens sei. Dieses hohe Ziel in Friedenszeiten und strenge Neutralität in Kriegszeiten seien die Grundpfeiler der amerikanischen Außenpolitik. Das Regierungspro­gramm, das den Abschluß von Handelsver­trägen auf der Grundlage der Gegenseitig­keit vorsehe, habe sich infolge der Belebung des Welthandels in zunehmendem Maße als eine sichere Grundlage des Weltfriedens erwiesen.Wir werden mit diesem Handelspro­gramm in der gleich ernsten, beharrlichen, sorgfäl­tigen und vorsichtigen Weise vorwärts gehen, in der wir bisher dieses große Unternehmen zu för­dern strebten."

Genugtuung in Paris.

Aber keine Hoffnung auf Aenderung der amerikanischen Neutralitätspolitik.

Paris, 5. Noo. (DNB. Funkspruch.) Die Neu­wahl des Präsidenten Roosevelt, wird von der Pariser Presse mit besonderer Genugtuung ausge­nommen, da man in ihm mehr als in allen ande­ren amerikanischen Staatsmännern einen aufrich­tigen Freund Frankreichs erblickt. Die Zeitungen sparen daher auch nicht mit lobenden Anerkennun­gen über das bisherige Wirken Roosevelts und geben der Hoffnung Ausdruck, daß er sich in Zu­kunft mehr Europa nähern möge. Aller­dings scheim man gerade nach dieser Richtung hin keine allzu großen Illusionen zu haben, denn, ab­gesehen vomEcho de Paris", das zwischen den Zeilen sogar die Möglichkeit andeutet, daß die Neu­tralität Amerikas im Falle eines europäischen Kon­fliktes kein Evangelium zu sein brauche, warnen die anderen Blätter vor übertriebenen Hoffnungen. Es wäre ein großer Irrtum, so schreibt z. B. der Jour" zu glauben, daß Roosevelt jemals in euro­päische Angelegenheiten eingreifen werde. Die a m e- ri konische Neutralität sei sowohl für ihn als auch für seinen Gegner Landon eine Art Glaubensbekenntnis gewesen. Auf wirt­schaftlichem Gebiet dürfe man dagegen mit einem Entgegenkommen rechnen. Aber auch hier wäre es falsch, sich zu großen Hoffnungen hinzugeben.

Roosevelt bemüht sich um Beilegung des Hafenarbeiterstreiks.

Neuyork, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Streik der amerikanischen Hafenarbeiter hat bereits zu schweren Schädigungen der Wirt­schaft geführt. Durch den Streik wurden bisher insgesamt 3 2 5 Schiffe, davon allein 49 in Neuyork, st i l l g e l e g t. In Schiffahrtskreisen wird der Verlust auf eine halbe Million Dollar täglich geschätzt. In Philadelphia ist es gelungen, durch Vermittlung des Bürgermeisters, den Streik beizulegen. Aus den Häfen der Pazifikküste werden verschiedentlich Ausschreitungen gemeldet. Roosevelt will versuchen, den Streik beizulegen, bevor er eine zweiwöchige Erholungs­fahrt in die Südgewässer antritt.

Verbot politischer Uniformen in England

London, 5. Noo. (DNB. Funkspruch.) Das englische Kabinett stimmte dem Gesetzentwurf über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu. Der Entwurf sieht ein allge­meines Verbot des Tragens politi­scher Uniformen vor. Ferner enthält er Maßnahmen zur Stärkuntz der Polizei­vollmachten im Falle politischer Kundgebungen, die zu Unruhen führen können. Die Gesetzesvorlage wird nach der Dankadresse an den König als erster Punkt vom Unterhaus behandelt werden. In Be­sprechungen zwischen dem Innenminister Sir John Simon und den Führern der Oppositionsparteien ist die Annahme bereits gesichert wor­den. Die Opposition hat sich bereit erklärt, die Ge­setzesvorlage grundsätzlich zu unterstützen.

polnisch-tschechische Reibungen.

Kattowitz, 4. Nov. (DNB.) Im polnischen Teil der Stadt Te scheu in Mähren fand eine Gedenkfeier für die Flieger Zwirko und Wi- aura statt, die sich im Zeichen der noch immer an­haltenden polnisch-tschechischen Spannung zu einer aroßen nationalen Kundgebung gestaltete. Die beiden polnischen Flieger, die Sieger des Euro­parundfluges 1934 waren, .stürzten kurze Zeit spä­ter auf tschechoslowakischem Gebiet ab und sanden dabei den Tod. Die im Vorjahre von den Polen geplante Gedenkfeier wurde von den tschechoslowa­kischen Behörden verboten, was damals stark zur Verschärfung der Beziehungen zwischen Polen Und der Tschechoslowakei beitrug. Der Krakauer Illustrierte Kurier" schrieb nun eine öffent­liche Sammlung aus, aus deren Ertrag eine Glocke, die die Namen der beiden Flieger trägt, angefertigt worden ist. Nun wurde in Polnisch- Teschen im Beisein der Behörden die feierliche Weihe der Glocke vorgenommen. Die Glocke wurde der Stadtverwaltung mit der Weisung über­geben,sie solange zu bewahren, bis sie über der U n g l ü ck s st e l l e der beiden polnischen Flie­ger angebracht werde".

fiönifl Eduard eröffnet das Parlament

nicht gehalten worden seien. Wenn Dawson sich nicht nur für eine historisch richtige und gerechte Beurteilung des deutschen Anspruches einsetzt, son­dern auch eine Rückgabe von Kolonien an Deutschland befürwortet, so wiegt das um so schwe­rer, als er selbst früher Mitarbeiter des F o -

Mandat verzichten könnten, so sei darauf zu ver­weisen, daß Großbritannien das Mandat über den Irak aufgegeben habe, und Frankreich im Begriff

stehe, in Syrien ähnliches zu tun.

Es fei auch fürundenkbar" erklärt worden, daß Großbritannien irgendwelche seiner Unter­tanen einer anderen Regierung überlasse.3 m Jahre 1919, fährt Dawson wörtlich fort, haben Großbritannien und seine Verbündeten es aber nicht für unvorstellbar gehal­ten, willkürlich Millionen Deutscher fremden Regierungen zu überant­worten. Ist die Ehre eines Landes mehr wert als die eines anderen?"

Zum Schluß verweist Dawson schließlich darauf, daß Deutschland gegenüber die Zusicherungen auf kolonialem Gebiet' in den 14 Wilsonschen Punkten

Rechte anderer Mächte seien durch koloniale Er­werbungen Deutschlands in keiner Weise verletzt worden; ein Teil seines früheren Kolo­nialbesitzes sei sogar durch Verträge zustande gekommen, an denen Großbritannien teil­genommen habe.

Vor dem Kriege habe das deutsche Kolonial­werk von vielen Seiten Anerkennung gefunden. Richt nur Männer wie Cecil Rhodes, Theodore Roosevelt und andere, sondern auch das Foreign Office gehöre in feinen Berichten zu denjenigen, die diese Leistungen gewür­digt hätten. Verwaltung und Behandlung der Eingeborenen hätten nichts zu wünschen übrig gelassen. Deutschland habe auch niemals im Gegensatz zu Frankreich diese Eingeborenen militarisiert.

In seinem Kamps gegen den Republikaner Landon hat Präsident Roosevelt wie er bisher noch kaum verzeichnet wurde. Hier sieht man Roosevelt .^9hrend der rechts von ihm der Vizepräsident John N. Garner. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Was die Frage der Bedeutung der Kolonien als rer, als er selbst früher Mitarbeiter des Fo- Aufnahmegebiet für Menschenüber-Ireign Office gerade auf dem Gebiet kolonialer ch u h und als Rohstoffquellle anlange, so Fragen war.

Deutschlands Kolomalanspruch gerechtfertigt

Eine bemerkenswerte Zuschrift an dieTimes".

London, c _____ v___ ,

hat sich in einer Zuschrift an dieTime s"

für eine historisch richtige Wertung des deut- ------------------ ", ' . &

schen Kolonialanspruchs eingesetzt. Daw- behauptet werde, daß nach Uebernahme eines Ko­on weist nach, daß die deutsche Kolonialbewegung lonialmandats die Machte heute nicht auf diese» aus der Zeit des Großen Kurfürsten ftamme, als' fnnnton fn for daraus au ver-

Brandenburg Kolonien in Westafrika erhielt. Preu­ßische Könige und deutsche Forscher hätten diese Be­wegung am Leben erhalten. Deutschland habe n i e - mols Kolonien durch Kriege erobert.

4 Nov (DNB.) W. H. Dawson könne die Ableugnung dieser Bedeutung von einem " - r « ~ Lande, das ein Viertel der Erde beherrsche, auf tue

landarmen Nationen wenig Eindruck machen. Wenn

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Oie Trauerfeier für Sanitäts­brigadeführer Or. Or. Streck.

Nürnberg, 4. Nov. (DNB.) Eine nach vielen Tausenden zählende Menge hatte sich auf dein Nürnberger Westfriedhof zur Trauerfeier für Sa« nitätsbrigadeführer Dr. Dr. Streck eingefunden. Die Standarten der fränkischen SA. und Fahnen dec Gliederungen der Bewegung umsäumten den Plag vor dem Krematorium. Neben den Angehörigen des Verstorbenen sah man zahlreiche führende Per« sönlichkeiten von Partei und Staat, unter ihnen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reich särztefükl' rer Dr. Wagner, Gauleiter Staatsministee Wagner, das gesamte Führerkorps der Bewc« gung in Franken und Vertreter der Wehrmacht. Gauleiter Julius Streicher legte als Gruß des Führers einen Lorbeerkranz nieder. Nach dein Trauermarsch aus der Eroica legte Reichsärztefiih'

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DerDorfkrach in Schöneberg".

Keine Uebergriffe gegen die Rechte der polnischen Minderheit in Danzig.

Danzig, 4. Nov. (DNB.) Die P resse stell t des Senats teilt mit:Die von den lokalen Vorgängen im Dorfe Schöneberg an der Weichsel betroffenen Personen, der Zimmermann Ernst Orlowski, dessen Ehefrau Leokadia Orlowski, dec Maurer Franz Olschewski, dessen Ehefrau Johanna Olschewski und der Bäckermeister Aloys Czapiewsti haben bei ihrer polizeilichen Vernehmung über­einstimmend erklärt, daß sie sich nicht zur pol­nischen Minderheit bekennen und gegen- teiliae Behauptungen entschieden zurückweisen, da sie sich vollkommen als Deutsche füh­len. Keine der genannten Personen gehört einer volnischen Organisation an. Czapiewsti ist Mitglied Der NS.-Hago bzw. der Danziger Arbeitsfront fett 1932, Olschewski ist Mitglied Der NS.-Hago und der NS.-Kriegsopferversorgung feit 1934. Auf Grund dieser protokollarisch festgelegten und von den genannten Personen unterschriftlich bestätigten Aeußerungen muß festgestellt werden, daß keiner­lei Veranlassung besteht, hier von plan­mäßigen Angriffen auf Danziger Staatsangehörige polnischer Natio­nalität und von Uebergriffen gegen die Rechte der polnischen Minderheit in Danzig zu sprechen, wie das seitens der polnischen Presse geschehen ist. Bei den Vorgängen handelt es sich, wie nunmehr eindeutig seststeht, um Vorgänge völlig lokalen Charakters."

auch von geringstem Sachwert, sowie alle Lebens­rnittel nach Madrid geschleppt worden. Auf den Straßen sah man allenthalben Spuren des Artilleriefeuers. Verlassene Schützengräben, Sand­sackbarrikaden und Unterstände enthüllten ein be- achtliches Derteidigunassystem, das aber von dem entmutigten roten Gesindel kampflos im Stich gelassen worden ist.

Madrid im Zeichen der Kommune

Caballero beteiligt die Anarchisten an derRegierung".

Salamanca, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) In der spanischen Hauptstadt haben die An­archisten nunmehr auch offiziell die Macht in die Hand genommen. Largo Caballero hat den Ausschuß der roten Machthaber, der sich immer nochspanische Regierung" nennt, einer neuerlichen Umbildung unterzogen. Ca­ballero, so meldet der Sender Valencia, sei der Auffassung, daß unter den augenblicklich herrschen­den Umständen auch die Anarcho-Syndi- k a l i st e n in der Verantwortung offiziell be­teiligt werden mühten. Dieser Vorschlag sei von Präsident Azana angenommen worden. Unter den neuernanntenMinistern" befinden sich drei Anarchisten, denen das Wirtschaftsministerium, das Jndustrieministerium und das Gesundheits­ministerium anoertraut wurde. Del Vayo und Prieto gehören auch dem neuenKabinett" Largo Caballeros am Weiter wurde ein sog. Presse- und Propagandaministerium und ein Mobilisierungs- Ministerium gebildet.

Moskau überführt.

Bolschewistische Flugzeuglieferungen nachgewiesen.

London, 4. Nov. (DNB.) Im Foreign Officr fand eine Sitzung des Internationalen Nichtein­mischungsausschusses statt. Von englischer Seite wird mitgeteilt, daß sich der Ausschuß fünf Stun­den lang ausschließlich mit der Moskauer A n t« wort auf die deutschen Beschuldigungen über sowjetrussische Waffenlieferungen an die spanischen Marxisten beschäftigt habe. Bot­schaftsrat Fürst Bismarck fei denErklärun­gen" des sowjetTufsifchen Vertreters und einzelnen Anklagepunkten mit großer Zähigkeit entgegenge­treten und der italienische Botschafter Gr an di habe ihn dabei nachdrücklich unterstützt. Zu einer besonders lebhaften Auseinandersetzung sei es ge­kommen, als der sowjetrussische Vertreter bestritten habe, daß am 18. September vier sowjetrus­sische Gorki-Bomber auf dem Getafe- Flugplatz bei Madrid stationiert gewesen seien. Die Sowjetregierung habe dazu erklärt, daß es Gorki- Bomber in Sowjetrußland nicht gebe. Fürst Bis­marck habe auf diese Bemerkung erwidert, daß die Bomber wahrsechinlich aus der Flugzeugfa- b r i k in Gorki stammten. Als der sowjetrussischs Botschafter Maiski behauptet habe, es gebe keine Flugzeugfabrik in Gorki, habe der italienische Bot­schafter Grandi mit den Worten eingegriffen, daß Maiski anscheinend die industrielle Geographie Sowjetrußlands nicht kenne. Anhand eines eng­lischen statistischen Werkes fei es Grandi gelungen, das tatsächliche Vorhandensein die­ser Fabrik zu beweisen. Der Ausschuß beschloß, die Sowjetregierung um weitere Erklarun - gen ju ersuchen. Hinsichtlich einiger Punkte sei der Ausschuß zu der Entscheidung gelangt, daßnicht genügend Beweise gegen Sowjetrußland" (?!) vor- lägen.

Der Ausschuß befaßte sich auch mit dem Vor­schlag Lord Plymouths, Beobachtungsaus­chüsse nach den spanischen Einfuhrstellen zu ent- enden. Sämtliche Mitglieder des Hauptausschusses wurden aufgefordert, die Ansichten ihrer Regierun­gen zu diesem Plan einzuholen. Eine der strittigen Fragen dreht sich darum, ob die nach Spanien zu entsendenden Beobachter nur gewisse Fälle von Waffenlieferungen auf besondere An­weisungen des Londoner Ausschusses unter­suchen sollten, oder ob sie bevollmächtigt werden sollten, auf eigene Initiative über alle verdächtigen Fälle zu berichten.

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Mit großer Feierlichkeit eröffnete König Eduard VIII. am Dienstag die erste Parlamentstagung unter seiner Regierung. Wegen des regnerischen Wetters fiel der großartig geplante Staatsaufzug aus. Dennoch war die Feierlichkeit mit ihrem überlieferten Zeremoniell außerordentlich eindrucksvoll. Unser Bild zeigt den König vor dem Parlamentsgebäude. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Vor den Toren Madrids.

Der Flugplatz der Hauptstadt bereits in den Händen der nationalen Truppen.

Mdstoles vor Madrid, 4.Nov. (DNB. Von unserem Sonderberichterstatter.) Die von Oberst­leutnant Asensio und Oberstleutnant Castejon be­fehligten nationalen Truppen sind in dem strate­gisch außerordentlich wichtigen Ort A l c o r c o n südwestlich von Madrid einmarschiert. Alcorcon liegt nur 5 Kilometer von den Militär­kasernen des Madrider Vorortes C a r a b a n - ch e l entfernt. Wie General Queipo del Llano mit­teilte, haben die nationalen Truppen am Mittwoch­abend auch Caradanchel besetzt.

Ferner wird die Einnahme von Getafe und die Besetzung des dortigen Flughafens durch die Nationalisten bestätigt. Wie weiter bekannt wird, wurde zwischen Getafe und Alcorcon das

Dorf Leganes, in dem sich die bekannte Ma­drider Irrenanstalt befindet, besetzt. In Mostoles hatten die Roten die gesamte Bevölkerung g e - zw ungen, nach Madrid zu fliehen. Sie hatten das Gerücht verbreitet, daß diefaschistischen" Soldaten die Frauen und Kinder ausnahmslos er­morden würden. In einer Kneipe lagen noch mehrere tausend Exemplare der kommunistischen Madrider ZeitungenMundo Dbrero" undJu- ventud" vom 3. November. Gefüllte Suppenteller in der Gaststube veranschaulichten die über» stürzte Flucht b e r roten Banditen. In Mdstoles gibt es kein Haus, das nicht von den roten Horden geplündert worden ist. Aus dem ganzen Dorf waren sämtliche Gegenstände,

Roosevelts Wahlsieg.