Donnerstag, 5. November Mb
18b. Jahrgang
Ur. 260 Erstes Blatt
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Es ist in der Geschichte der Vereinigten Staaten das erste Mal, daß ein Präsident mit derartiger Mehrheit gewählt wurde. Selbst Hoover konnte 1932 59 Wahlmännerstimmen für sich buchen, gegenüber 472 für Roosevelt. Sogar der Neu-Ens« land-Staat New Hampshire mit seinen wer Wahtstimmen stimmte für Roosevelt. Auch die
Erscheint lügNch. nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Viehener Familienblatter
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /,Uhr des Dormittags
Grundpreise für 1 mm höhe
strie arbeitet, sind am Mittwoch 3000 2irb eifer in b e n Streik getreten und haben bieBe - t r i e b e b e s e tz t. Die Ursache des Streiks ist barm zu suchen, baß bie Fabrikleitung wegen Mangels an Aufträgen etwa 700 Arbeiter tünbigen mußte.
seht sich nach den letzten Ergebnissen aus 71 Demokraten, davon 24 neugewählte, 17 Republikanern, davon 6 neugewählte, sowie aus 2 Landarbeiter- Vertretern, davon 1 neugewählt, zusammen. Die übrigen sechs Senatssihe sind noch unentschieden. Bei den Gouverneurwahlen in 33 Bundesstaaten wurden bisher 24 Demokraten gewählt. Die Demokraten führen in zwei weiteren Bundesstaaten. Bisher sind nur jroei Republikaner zu Gouverneuren gewählt worden. Der jüdische Gouverneur Lehmann im Staate New Park wurde wiedergewählt.
pariser Automobilfabrik von der Belegschaft beseht.
P a r i s , 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) In der Pariser Automobil- und Motorenfabrik Panharb Le-
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Erneuerung des Wehrgedankens inZapan
Eine Denkschrift fordert mit Rücksicht auf die revolutionären Rüstungen der Sowjetunion Verstärkung der japanischen Rüstung.
düng die Staatsreform durchführen. Die Armee verurteile alle Gewalthandlungen. Die Erneuerung des Volkes müsse geistig vorbereitet werden.
Oroher Bestechungsskandal jM japanischen Eisenbahnministerium.
T o k i o , 4. Nov. (DNB.) Ein Bestechungsskandal großen Ausmaßes, in den der frühere Eisenbahnminister U ch i b a verwickelt ist, erregt bas Interesse ber Öffentlichkeit. Der Kaiser hat bie Genehmigung zur Verhaftung erteilt. Uchiba führte im früheren Okaba-Kabinett eine grünbliche Säude- rungsaktion gegen Korruptionen im Eisenbahn- ministerium burch. Viel beachtet würbe bamals ein Ausspruch von ihm,, baß er lieber sterben wolle, als Korruption zu bulben! Die Anklage wirft ihm nun vor, mehr als 300 000 Pen von einigen Baufirmen für bie Vermittlung vonAuf - trägen erhalt en zu haben. Als Mittelsmann soll ein früheres Mitglieb bes Oberhauses gewirkt haben, bas bie „Spenben" von ben Baufirmen f ü r bie neugegrünbete Showa-Partei verlangte, bie als Regierungspartei zur Stützung bes Kabinetts, bie bamals führende Seiyukai-Partei sprengen sollte. Bis jetzt sinb etwa 80 Verhaftungen aus ben Kreisen bes Eisenbahnministe- riums unb einiger Baufirmen erfolgt. Die Presse sagt, baß mit bem Fall Uchiba wohl bas letzte Glieb in einer Kette zahlreicher Korruptionsskandale im Eisenbahnministerium geschlossen sei.
Der Zwischenfall auf Formosa.
T o k i o , 5. Nov. (Ostasienbienst bes DNB.) Ueber ben Zwischenfall in Kilung nahm bie japanische Regierung ber Insel Formosa Stellung. In ber Erklärung heißt es, b r e i britische Seeleute einer U-Bootsflottille hätten bie Bezahlung einer Autofahrt von Taihoku nach Kilung oe r ro e i g e r t. Darauf habe ber Taxichauffeur p o - lizeiliche Hilfe geholt. Die betrunkeyen Seeleute seien auf einer Polizeistation verhört worben. In bas Verhör habe sich später ein betrunkener Obermaat unb ein Offizier eingemischt. NachZah - tung b e 5 Fahrpreises seien bie Matrosen entlassen worben. Sie hätten am nächsten Tage wegen ihres schlechten Betragens eine schriftliche Entschulbiqnnq an bie Polizeistation gesandt. Die Polizei habe sich trotz der schwierigen Lage a u s - gezeichnetbenommen. Es sei bedauerlich, daß bie auslänbische Presse biefen unwichtigen Vorfall so beteibigenb aufgebauscht habe.
Anhaltende Preissteigerung in Frankreich.
Paris, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) Wie bie „Tournee Industrielle" mitteilt, hat bie Preissteigerung, bie in ganz Frankreich bereits vor ber Ab- wertung eingesetzt hatte, seither aber verstärkt anbauert, auch in ber letzten Oktoberwoche angehalten. Die Jnlandserzeugnisse sinb um weitere 7,76 d. $)., bie eingeführten Auslanbser- zeugnisse sogar um 22,5 v.H. gestiegen. Die Durchschnittserhöhung beläuft sich auf 11,88 v. H.
Tokio, 4. Nov. (DNB.) Gewaltiges Aufsehen erregte am Mittwoch die Bekanntgabe einer neuen Denkschrift der Armee über die Vervollkommnung der Rüstungen und Erneuerung des Wehrgedankens in Japan. Die Denkschrift, mit der die Armee nach der Februarerhebung aus ihrer bisherigen Zurückhaltung heraustritt, enthält zunächst eine Begründung des heereshaushaltes, der für die kommenden sechs Jahre 3,3 Milliarden Pen vorsieht. Als Leitgedanke liegt der Denkschrift die Ueber- rüstung der Sowjetunion zugrunde, die, gestützt auf die Verbindung mit Frankreich und der Tschechoslowakei und die Annäherung an England, die Weltrevolution als Endziel weiterverfolge, wenn Moskau auch gegenwärtig durch innere Schwierigkeiten und die in Europa erlittenen Rückschläge eine Friedensbereitschaft vortäufche. Die wahren Ziele der Sowjetpolitik seien auf dem Nürnberger Parteitag durch Reichsminister Goebbels und Reichsleiter Rosenberg unwiderlegbar aufgedeckt worden, ohne daß Moskau hierauf etwas habe erwidern können. Die ganze Sowjetpolitik fei durch die militärischen Rüstungen Sowjetrußlands gegen Japan und Deutschland gekennzeichnet. Demgegenüber sei Japan völlig ungerüstet. Nunmehr müsse das japanische Volk die bisherigen Versäumnisse opferbereit nachholen und in zehn Jahren die erste Hälfte seiner Aufrüstung durchführen. Abschließend fordert die Armee die geistige Erneuerung des gesamten Volkes, ohne die eine materielle Rüstung undenkbar sei. Nur durch planmäßige Verfolgung des Totalitätsgedankens unter tatkräftiger Entwicklung einer durchgreifenden Staats- r e f o r m fei eine Rüstungseinheit von Staat, Volk und Wirtschaft in allen Teilen zu erreichen.
Trotzdem bisher nur Auszüge aus der Denkschrift vorliegen, haben bereits heftige Angriffe der Parteien auf die Heeresleitung eingesetzt, der Diktaturpläne vorgeworfen werden. Nach der offiziösen Nachrichtenagentur Domei vertritt die Armee gegenüber diesen Angriffen den Standpunkt, daß die Erweckung des Volksgeistes keine Diktatur bedeute. Die Armee wolle schrittweise ohne Gewallanwen-
zeigt, daß ber amerikanische Wähler nicht rechnerisch, sondern sachlich entschieb. Freilich barf man an bie Einzelheiten bes zahlenmäßigen Ergebnisses keinerlei europäische Maßstäbe anlegen. Denn sonderbarerweise existiert in bem nüchternsten Staatswesen ber Welt, in bem auf allen Gebieten nur bie praktischsten unb einfachsten Grundsätze ben Ausschlag gebfcn, noch immer bas komplizierte st e Wahlsystem, bas noch aus ber Zeit ber ersten, immer noch geltenben Verfassung ber Vereinigten Staaten ftanb. Es erfolgt staatenweise Abstimmung. Die Mehrheit in einem Staat führt bie Gesamt stimmenzahl bie- fes Staates ihrem Kanbibaten zu. Das rein zahlenmäßige Abstimmungsergebnis beckt sich also keineswegs mit ber tatsächlichen Haltung ber einzelnen Wähler. Gleichviel, bie Entscheidung ist gefallen, Roosevelt wirb sie zu nutzen wissen, nicht zuletzt im Sinne bes von bem .Gehirntrust" für bie verfassungsänbernbe Politik Roosevelts geprägten Schlagwortes ber „Forward with the Constitution“, b. h. Weiterentwicklung ber Verfassung. D.
Hur zwei Dundessiaaten für Landon.
Auch im Kongreß starke demokratische Mehrheit.
Neuyork, 5. Nov. (DNB.) Bis Mittwoch, 20.40 Ahr MEZ. hat Roosevelt die Wahlmän- nerslimmen von 46 Bundes st aaten erhalten,
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Kriegsminister Daladier gegen kommunistische Zellenbildung im französischen Heer.
Schwere Streikverluste der französischen Kriegsindustrie.—Milliardenprosekt zur Befestigung der französisch-belgischen und französisch-schweizerischen Grenze.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
Anschließend habe sich ber Kriegsminister mit ber französischen Kriegsindustrie beschäftigt, bie burch bie letzten Streiks stark gelitten habe. Die Lieferungen für» die nationale Verteidigung seien im allgemeinen um zwei Monate zurückgeblieben. Die Regierung werbe baher in Zukunft keinerlei Streiks mehr b u I b e n unb habe bereits olle Maßnahmen getroffen.
Daladier wandle sich dann in sehr scharfer Form gegen die kommunistische Propaganda in den französischen Kasernen. Er habe bereits zwei sog. „republikanische Verteidigungsausschüsse" aufgelöst, die in den Kasernen gebildet worden feien, und die in Wirklichkeit nichts anderes darstellten, als kommuni st ische Zellen. Auf die Frage eines sozialistischen Ausschußmitgliedes, warum er die Lektüre der kommunistischen Zeitung „h u m a n i t e“ in den Kasernen untersagt, und warum er nicht die rechtsstehende Zeitung „Gringoire" verboten habe, erwiderte Daladier, daß „Gringoire" ihn zwar als einen Scharfrichter beschimpfe, er müsse aber objektiv zugeben, daß dieses Blatt noch niemals das Heer angegriffen habe. Von der „humanite" könne er nicht das gleiche sagen. Vor allem habe sich die sog. Militär- Rubrik dieses Blattes als außerordentlich gefährlich für die Moral der französischen
Truppen erwiesen.
Wie bas „Journal" zu ben Ausführungen bes
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Daladier auch mit ber Frage ber französischen Waffenlieferungen an Spanien beschäftigt. Auf eine Fraae eines rechtsgerichteten Abge- orbneten habe ber Kriegsminister geantwortet: „Ich kann Ihnen bie Versicherung abgeben, baß keine Fabrik, bie von einem Ministerium abhängt, Waffen ober anberes Kriegsmaterial an Spanien geliefert hat." Da bie Belieferung ber roten Truppen in Spanien mit Flugzeugen bekanntlich vom Luftfahrtminister abhängt, habe ber Abgeordnete erklärt, er werben an die - f e n bie gleiche Frage richten.
Paris, 4. Nov. (DNB.) Im heeresausschuß ber Kammer hat Kriegsminister Dalabier sich über bie Einführung ber zweijährigen Dienstzeit in Deutschland) verbreitet. Des weiteren machte Dalabier Angaben über bie M i l i- tärtrebite, bie sowohl im Staatshaushalt wie in ben Sonderhaushaltsplänen (Nachtragskrebite) erscheinen. Der Kriegsminister künbigte neue Ge- etzesvorlagen an, barunter solche über bie o b - ligatorische vormilitärische Ausbil- b u n g , Aufstellung eines Spezialkorps (corps de maitrise) unb Schaffung eines Instituts f ü r wissenschaftliche Forschung auf bem Gebiet ber nationalen Berteibigung. Die Zahl ber Offiziere unb Unteroffiziere in ber Armee solle erhöht werben. Verzögerungen in ber Durchführung biefes neuen Programms könnten nicht gebulbet werben. Der Kriegsminister kam banach auf bie Grenzbefestigungen zu sprechen unb erklärte, baß diese — entsprechen!) ber Haltung ber Nachbarvölker — ergänzt werben würben. Die Regierung werbe allein für bie Befestigungswerke an ber belgischen Grenze 500 Millionen Franken zur Verfügung stellen. Auch entlang ber Schweizer Grenze sinb Befestigungsanlagen vorgesehen.
Das „Echo de Paris" schreibt, daß sich die ganze Aufmerksamkeit Daladiers nach der belgischen Neutralitätserklärung auf den Ausbau der französischen Nordgrenze richte. Die Flüsse und Kanäle dieses Gebietes mühten zu „W a f f e r f a l l e n" ausgebaut werden. Außerdem werde man betonierte Unterstände errichten. Die dafür notwendigen Kredite habe er auf 19,5 Milliarden Francs beziffert, wovon acht Milliarden auf das außerordentliche Rüstungskonto für 1937 geschrieben werden sollen. Im großen und ganzen verteile sich die Summe folgendermaßen: 14 Milliarden für das Landheer, 5 Milliarden für die Kriegsmarine und 500 Millionen für den Ausbau der nordfranzösischen Grenze. Die Ausgaben mühten durch Anleihen gedeckt werden.
Roosevelts zweiter „Erdrutsch".
Wie beim ersten, so ist Roosevelt auch beim zweiten Mal unter ben äußeren Erscheinungsformen eines ausgesprochenen „Erbrutsches" zum ■ßräfibenten ber Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worben, wie man brüben eine zahlen- mäfeig überraschenbe Wahl nennt. Wir wollen .gleich hinzufügen, baß eine dritte Wahl Roosevelts •im Jahre 1940 nach amerikanischer Trabition aus= geflossen ist, seitbem ber große Washington eine »ritte Uebernahme bes Amtes seinerzeit verweigert jat, Gesetzmäßig ist freilich eine breimalige Ueber» mhme bes höchsten Amtes nicht behinbert, so baß immer noch bie Möglichkeit einer Aenderung Der Trabition in ber Zukunft bestehen würbe.
Die Stimmungsbarometer in USA. zeigten schon in den letzten Wochen, baß an einer Wieberwahl Roosevelts nicht mehr zu zweifeln war. Die große Äleberraschung biefer Wahlen liegt vielmehr in ber wrbrüdenoen Mehrheit für Roosevelt, bie liefen Wahlvorgang, ganz abgesehen von ber ungewöhnlich hohen Beteiligung, zu einem Rekorb sternhelle, unb zweitens in ben selbst für eingeweihte politische Kreise Amerikas völlig überraschenben Einbrüchen ber Demokraten in bie Hochburgen ber Republikaner wie etwa itt ben Neu-Englanb - Staaten Massachusetts, Neu- :hampshire unb Pennsylvanien sowie Philadelphia. ’3or insgesamt 48 Staaten haben sich nach bem ’ioiläufigen Ergebnis 46 für Roosevelt unb seine Boktif bes New Deal entschieden. Ein in ber amerb loschen Geschichte einzig bastehenber Vorgang, llurch ben roieber einmal sämtliche Voraussagen über ilen Haufen geworfen worben sind.
Als vor einigen Monaten ber Wahlorganisator ’ier Republikaner, ber Partei ßanbons, einem Srtffemann gegenüber bemerkte: „Wenn Roosevelt bie Reben unseres Kanbibaten vortragen würbe, Daten wir Sieger, womit er auf die wirkungsvolle jortnre Stimme Roosevelts anspielte, hatte der Pro- noiore ßanbons eigentlich schon eine Parole ber Resignation ausgegeben. Es hat sich herausgestellt, daß Roosevelt trotz allem, was seine politischen -Gegner ihm vorwerfen, ein zu ftarfer „Votecatcher", «Btimmenfänger ist. Es hat auch bem Gouverneur :oon Kansas, ßanbon, nicht bas geringste genützt, "laß man in seiner Partei als Schlagwort für bie Lohlagitation bas hübsche Wortspiel Dom „Lander sli de" nach bem englischen Wort landslide — kckrutsch ober Riesenersolg geprägt hatte. Roosevelt wirb nach einem beispiellosen Wahlerfolg, ber |eiii Ansehen unb seine Popularität nur noch steigern konnte, ber 31. Präsibent ber USA. sein, unb er wirb auch in seiner zweiten Amtsperiobe jenes Wirt Woobrow Wilsons wahrmachen: „Der Präsiden hat nach Recht und Gewissen die Freiheit, e i n o ft a r f e r Mann zu sein, wie er will."
ßas wirkte, in groben Zügen gesehen, für und na, gegen Roosevelt? Gegen ihn wirkten vor Mm bie brei großen Rückschläge in seiner Politik: die Beseitigung ber inbuftrieüen Neuorbnung MA.) unb bie Beseitigung ber lanbwirtschaftlichen Reformgesetzgebung (ÄAA.), beibe herbeigeführt durch bie Entscheibungen bes Obersten Bunbes- zerichtes mit einem Stimmenverhältnis von 6:3, drittens bie vom Kongreß erzwungene Auszahlung Der Entschäbigungen an die „Veteranen . Dazu tarnen die Bezahlung der lanbwirtschaftlichen Nicht- probuttion, also eine Politik bes bezahlten Still- 1 taubes; bas Anwachsen ber Staatsschulb auf 3d Mlliarben Dollar; bie ungünstigen Vorwahlen TQbrenb biefes Jahres in ben Staaten Maine, Neuyork (Heimatstaat Roosevelts), Massachusetts, Phlabelphia (bie gerabe jetzt ein starkes Anwachsen ber Rooseveltstimmen zeigen); ber gefährliche Feldzug bes riesigen Hearst-Presse-Konzerns, ber schon »or Monaten mit einem großem Inserat in ben Heorst-Blättern begann: „Woobrow Wilson unb Flonklin D. Roosevelt, so ausgezeichnet sie auch smst sein mögen, teilen sich in bie Ehre, bie größten Verschwender in der Politik Amerikas zu sein ; die Ände Flüsterpropaganba gegen Rooesevelt
auf dieses Sommers unb herbstes; bie IlleLerschreitung seiner verfassungsmäßigen Befugnisse schon mit seiner ersten Maßnahme, ber Lankenschließung vom März 1933.
Für Roosevelt wirkten u. a folgenbe Mo- mente: bie ungewöhnlich frühe unb ebenso ener- Aislhe Aufnahme bes Wahlkampfes burch Roosevelts hn fast stürmische Eröffnungsrebe mr Kongreß Dom 3. Januar unb seine verlesene Bubget-Rebe Dom 5. Januar, bie ben Präsibenten als einen uitl ebingt entschlossenen Kämpfer zeigte, einen fight er im rein amerikanischen Sinn; die Beherrschung bes Staatsapparates unb bamit uber= witgenb auch bes Wahlmechanismus burch bie re= flieienben Demokraten; ber Ausfall feines aus- lichisreichsten unb gefährlichsten Gegners, des Se- ihrs unb Gouverneurs huey Long burch helfen unorbung im vergangenen Jahr; .
führenden Köpfen unb zugkräftigen politischen Le: t- j le<n bei ben Republikanern, ber schon auf ihrem mttelamerikanischen Kongreß vom 3um bir würbe; bie tatsächlich belebenben Auswirkun- p seiner wichtigsten Gesetze, ber schon genannten MA. unb ber 212121., bereits vor ihrer Aufhebung dnch das Bundesgericht; die strenge Hesaushaltung d-r Vereinigten Staaten aus allen ernsten Konstlk- ba der Welt; schließlich die Erinnerung« breiter Döhlermassen daran, daß Roosevelt 1932 bie ©er- Iforg für seine erste Kanbibatur unter bem ©dflag» Port für ben „vergessenen Mann" nickstuhrte. Lfkein rechnerisch überwogen bei dieser Gegenuber- '{itung bie Argumente gegen Roosevelt. Der sen- IttiDneüe „Erbrutsch" bei biefen Wahlen hat ge
während sich für Landon nur zwei Staaten, nämlich Main und Vermont, ausgesprochen haben. Dieses wahltechnische Verhältnis gibt jedoch nicht das wahre Stimmenverhältnis wieder, da nach den hier heute um 4.30 Uhr MEZ. vorliegenden Wahlergebnissen Roosevelt 23 822 422 Stimmen und Landon 14 835 381 Stimmen erhielt. In das Repräsentantenhaus wurden bisher gewählt 316 Demokraten, 87 Republikaner, 6 Vroareiiive und 3 Landarbeiter-Vertreter. 23 Un-, ....... ■ n z, < _
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