Einzelbild herunterladen

Tabu*. Kurze Zelt danach kam er bei einem Auto­unfall in Kalifornien ums Leben. Weil er jenes Tabu verletzt habe, sagten die Eingeborenen. Und so munkelt Hollywood, daß Greta Garbo sich bald ganz auf eine der letzten paradiesischen In­seln zurückziehen wird, vielleicht, um hin und wie­der nach Hollywood zurückzukehren oder ihre schwedische Heimat zu besuchen.

Schöffen gesucht.

(e. a. h.) Neuyork.

Recht ungewöhnlich für unsere Begriffe ist ein Vorfall, der sich dieser Tage im Neuyorker Bundes- aericht abspielte. Dort sollte ein Prozeß des U. S. Government gegen die Buchmacher Oscar und Lin­coln Stevenson wegen verbotenen Glückspiels be­ginnen. Schöffe um Schöffe wurde aufgerufen, aber nach drei Stunden war erst die halbe Bank voll. Geschworener konnte nämlich nur sein, wer noch nie in seinem Leben ein Los gekauft hatte. Der Vorrat an Geschworenen war erschöpft, guter Rat war teuer. Da entsann sich der Richter eines alten, seit vielen Jahrzehnten nicht mehr ange­wandten amerikanischen Gesetzes. Er schickte seine Saaldiener auf die Straße und ließ sie kurzer­hand dreißig Fußgänger zusammentreiben. Im Nu war der Saal von Arbeitern und Büroanae- stellten gefüllt, die, weil die Mittagszeit gerade be­gonnen hatte, beinahe alle auf dem Wege von ihrer Arbeitsstätte zum Restaurant gewesen waren. Ihre Proteste halfen nichts. Wer nie ein Los gekauft hatte, wurde zur Schöffenbank geführt, die bald gefüllt war. Dort faßen sie, hungrig und zähne­knirschend, bis in die Nacht hinein; denn dem Schöf- senamt darf sich niemand entziehen.

Alte Liebe.

G. Montreal.

In Rothwell bei Kettering in England haben zwei Leute geheiratet, die beide das stattliche Alter von 75 Jahren erreicht haben. Damit erhält ein Liebesroman endlich seinen Abschluß. Das Braut­

paar ging zusammen auf die Dorfschule von Roth­well, und es entwickelte sich eine richtige Kinder­liebe. Aber der junge Tebbutt wanderte aus, nach Kanada, um dort sein Glück zu machen und er hatte es auch, denn er wurde ein wohlhabender Goldminenbesitzer. Erst jetzt kehrte er besuchsweise in die alte Heimat zurück, und dort sah er seine Jugendfreundin Kitty wieder. Sie war seit acht Jahren Witwe, und Tebbutt fand sie wieder so anziehend wie als junges Mädchen. Er machte ihr kurz entschlossen einen Antrag, und so verheirateten sich die alten Liebesleute in Leicester und sind nun schon auf dem Wege nach Kanada, um ihr Heim in der Nähe von Quebec zu beziehen. Auch der Ehemann ist Witwer und bringt fünf Kinder in die Ehe mit.

Die verrückte Wette.

(s) Marseille.

Zwei Tage, ehe Robert Blair seinen Heimatort Freemantle in Australien verließ, schloß er mit sei­nen Freunden eine interessante Wette ab. Robert Blair hatte beschlossen, sich eine Gattin aus Europa mitzubringen. Er wettete nun mit seinen Freunden, daß er die erste Frau heiraten werde, mit der er in Marseille zusammentreffe. Von beiden Seiten wurde eine Summe von 1000 Pfund Sterling auf diese Wette eickgezahlt. Blair kam nach Frankreich. In Marseille richtete der Zöllner die üblichen Fra­gen an ihn. Der Australier zuckte mit den Schul­ter und verstand nichts. Aber er schaute hilfesuchend umher. Seine Augen blieben an einem jungen Mädchen haften, das sich freundlich erbot, für ihn Dolmetscher zu spielen. Man kam ins Gespräch. Kaum lag das Zollgebäude hinter Blair, als er die junge Dame auch schon mit einem Heiratsantrag überraschte. Die junge Dame, die Tochter eines reichen Kaufmanns in Marseille, zauderte zunächst begreiflicherweise. Drei Tage später, nachdem Kabel- Informationen über Blair eingezogen worden waren, stimmte sie zu. So kam Robert Blair wirk­lich zu der Hand jener ersten Frau, die mit ihm auf europäischem Boden sprach.

ZuchtviehauSstellung und -Versteigerung in Wetzlar.

* Wetzlar, 4. Sept. Heute fand hier wieder eine Ausstellung und Zuchtviehver- steigerung der Abt. 5 Mitteldeutsches Rot­vieh des Reichsverbandes der Rinderzüchter Deutschlands statt. Diesmal waren überwiegend Zuchtbullen des Kurhessischen und des Lahn-Dill- Verbandes, aber auch solche aus Oberhessen und Westfalen, auch aus dem Odenwald aufgetrieben. Mit 41 zur Auktion gestellten hochwertigen Jung­bullen bot auch diese Herbstveranstaltung ein Bild von Ausgeglichenheit der Formen, der Entwicklung und der Typcntreue.

Bei den Wettbewerben wurden die gleichmäßigen Formen und die mütterliche Milchfettleistung zu­sammengefaßt. Das Ergebnis der Bewertung zeigte wiederum bei einer großen Anzahl von Jung­bullen eine gesteigerte Milchfettleistung der Mutter­tiere, aber ließ hinsichtlich der Formen und der Entwicklung zu wünschen übrig. Infolge der durch­schnittlichen Hochwertung des aufgetriebenen Mate­rials konnten wiederum 3 erste, 7 zweite und 13 dritte Preise ausgegeben werden.

Der Verlauf der angeschlossenen Versteigerung war bei dem geringeren Angebot und den zahl­reich vertretenen Käufern flott und zufriedenstellend. Die 14 prämiierten Vatertiere erreichten einen gu­ten Durchschnittspreis von 735 RM. Insgesamt wurden für rund 27 000 RM. Umsätze erzielt, die einen befriedigenden Durchschnittspreis von 685, gegenüber 645 RM. bei der Juliauktion brachten. Die Hauptmasse der Jungbullen ging wieder in die oberhessischen, rheinischen und Lahn-Dill-Zucht- gebiete. Den Spitzenpreis von 1000 RM. erzielte der Züchter Gg. Kaiser II., Airlenbach i. O. für ein mit dem 1. Preis ausgezeichnetes Tier, das die Gemeinde Dutenhofen bei Wetzlar erstand.

Die angegliederte 8. Zuchtschweinever­steigerung des Landesverbandes der Schweine­

züchter Hessen-Nassau verlief glänzend. Die aufge­triebenen 13 Eber, die vorwiegend aus den Zucht­gebieten Hörnsheim, Dornholzhausen, Altenberg und Niederkleen stammten, zeigten die bekannte hohe Zuchtqualität. 6 Tiere wurden mit Preisen ausgezeichnet. Bei guten, wenn auch nicht so wie bei der Juli-Auktion hohen Preisen wurden alle Eber abgesetzt. Der Mittelpreis betrug gegenüber 178 RM. im Juli nur 169 RM., die Preise zwischen 160 und 180 RM. waren aber für die Pflege einer guten Zucht angemessen. Der Spitzenpreis, erreichte nur die Höhe von 190 RM.

Die Prämiierung.

Dullen.

la-Preis Balth. Weber, Niederwald (Kurhess.);

1. Preise: Heinrich Garthe II., Rodenbach (Kurhess.); Gg. Kaiser II., Airlenbach (Odenwald).

2. Preise: Konrad Schweinsberger, Niederwald (Kurh.); Will). Alt, Eschenrod (Oberh.); Konrad Steinhaus, Heskem (Kurh.); Hch. Pfeiffer III., Wie­senbach (Lahn-Dill); Joh. Bornscheuer, Röddenau- (Kurh.); Christ. Meißner, Niederhörlen (Lahn-Dill); Karl Ferdinand Guntrum, Reiskirchen (Oberhessen).

3. Preise: Ludwig Rausch, Romrod (Oberhessen); Wilh. Bepler I., Hörnsheim (Lahn-Dill); Ludw. Pladt, Kombach (Lahn-Dill); Hch. Kaletsch, Nieder­wald (Kurh.); Wilh. Hermann, Oberweidbach (Lahn- Dill); Friedr. Bender I., Neukirchen (Lahn-Dill); And. Briel, Wollmar (Kurh.); Johs. Gerte II., Ro­denbach (Kurh.); Karl Franz, Hochelheim (Lahn- Dill); Wilh. Lehnhardt, Reiskirchen (Lahn-Dill); Wilh. Gerber, Großseelheim (Kurh.); Wwe. Jak. Bastian, Oberweidbach (Lahn-Dill); Georg Reitz III., Klein-Gladenbach (Lahn-Dill).

Eber.

1. Preis: Anton Engel V., Hörnsheim; 2. Preis Wilh. Köster III., Oberwetz; 3a-Preis Heinrich Jung, Hörnsheim; 3b-Preis Karl Schneider, Altenberg; Anerkennungen: Wilhelm Süß, Niederbiel; Heinrich Mack IV., Niederkleen.

Illllllllllllllllllllllllllll

INTENDANT: H. S CH U LTZE - 6 RI ES H EI M

PLATZ-MIETE

PLATZ-MIETE

PLATZ-MIETE

PLATZ-MIETE

PLATZ-MIETE

SPIELZEIT-ERÖFFNUNG

Dienstag, Mittwoch und Freitag 32 Opern, Operetten, Schauspiele

bietet stärkste Anregung durch regelmäßigen Theaterbesuch

gibt Freude am Leben, gibt Freude an der Kunst

Bestellen Sie umgehend Ihren Platz bei der Theaterkasse

Bis 50 Prozent Preisermäßigung ermöglicht nur die

STADTTHEATER GIESSEN

Freitag, den 18. September, mitDonna Diana, Lustspiel von Moreto

5481D

Gloria-Palast - Lichtspielhaus

2 herrliche Filme!

Einstimmiges Lob in der ganzen Stadt!

Eskapade der Versuchung

Gustav Fröhlich Lida Baarova in

Renate Müller Georg Alexander in

5482 A

Bis Sonntag, den 6. September einschließlich!

Täglich: 4, 6, 8.30 Uhr Sonntags: 3, 5.30, 8.30 Uhr

Statt Karten!

Ihre Vermählung geben bekannt

Bernhard Eroon und Frau Gertrud, geb. Appell

Gießen Greifswald

29. August 1936

04021

Tanzschule Mers-Meusel

Sonnenstr. 19 / GIESSEN / Fernruf 3393 Sprechstunden täglich 1112.30; 2.303.30

Beginn der Kurse Ende September

Bitte Prospekt anfordern!

5435V

DRL Fachamt Schwimmen Gau XII

Sonntag, den 6. September 9.30 und 15.00 Uhr

in der Müllerschen Badeanstalt

Gau-Jugendmeisterschaften

im Schwimmen verbunden mit einem

Gau-Wasserballturnier

durch geführt vom

Gießener Schwimm verein

Eintritt 25 Pfennig. * 5519D

Morgen Sonntag, 6. Sept., und Montag, 7. Sept.:

Kimes 1. Sleinbach

Es laden ein: 04084

Die Burschen. Der Wirt Lndw. Hahn, Zum Einhorn Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus­führungsarten schnell und zu mäßigen Preisen

BrQhl'sche Druckerei. Schulstralle 7. Anruf 2251

Geschmackvoll

Vornehm Persönlich

HANDELSMARKE

Unsere große Sonder - Abteilung für

Deutsche WK-Möbel

ist eine Sehenswürdigkeit für alle Freunde zeitge­mäßer Wohngestaltung, WK*Möbel sind muster­gültig in Form und Arbeit, seit über 20 Jahren bewährt.

FRANKFURT AM MAIN Pas Einrichtungshaus für alle und jeden!

Jetzt naturrein Pilanzenlleisch u. pflanzliche Wurst Dose ab 30 Pf. [54350

Bekömmlich und v. hob. Nährwert Kräuterhaus JUNG Naturkost, Gießen in der Mäusburg

MlllMch abzugeb. Bestell, erb. wir v Postk. öampisägewerk Lollar B. Nuhn A. 6., Lollar

Auto-Ruf 4210

Tag und Nacht.

Schneiderin

Wwe.,perfekt im Anfertigen von Kleidern u. Kin­derkleidung

sucht Kunden im Hause. Sehr.

Ang. unt. 04018 a. d. Gieß. Anz.

Wir warnen I

jeden, der nicht 2 STUNDEN LACHEN vertragen kann, den 55070

ü HEITEREN ABEND von W Willy Reichert

Als Vermählte grüßen

Rudolf Brüning und Frau Margot, geb.Haack

Gießen Möntgenstraße 6), den 5. September 1936

.................... -............. 5514D

Statt Kartenl

Otto Schardt

Marie Schardt, geb. Freitag

geben ihre Vermählung bekannt

Hausen, den 5. September 1936

'04026

Sonntag, den 6. September

Nachkirmes

BCleiHi-IiirasHeEE

Gasthaus zur deutschen Eiche ______Anfang 4 Ohr 04007 WBESIECIK

Sonntag, den 6. September 1936

TANZ t bei Gastwirt Wilh. Dorfeld Gustas tat Berlin Heute Samstag, den 5.September Groller rheinischer Abend Stimmungs -Kapelle [5523D

Anstatt Karten!

Otto Walter

Else Walter

geb. Kornmann

Vermählte

Großen-Äuseck Gießen

Bahnhofstraße 60 I. 03999

Sonntag, den 6., n. Montag, den 7. 9.

Kirmes

in

Ottenhofen

Es ladet ein: 55250

Gasthaus ziim Gambrinus

£eib

Dienstag, den 8. September 1936, 20.15 Uhr:

Großer Gastspiel-Abend

des meistberühmten deutschen Experimentalkünstlers

tßcllafftini

Sensationelle Vorführungen Neues Programm Magische Künste Phänomene Das neue Personen verseh winden Geheimnisvolle Luftfahrt« Gold u.Silberin derLuft-lndische Fakirspiele Das urkomische Orchester usw. Außerdem:

M036 Magisches Hellsehen

^anUa?=Bf:^Gtatis-Horoskop 1936/37

Karten: Nurn. Sperrsitz 1.- Mk., 1. Platz 75 Pf., 2. Platz 50 Pf. Vorverkauf: Musikh. Challier. Abendkasse 20 Pf. Aufschlag

so iil es doch mit dem Zuviel an Gewicht, das alle Korpulenten aul Schritt und Tritt milschleppen müssen. Abwaden kann man diesen unnötigen Ballast leider nicht, aber sich allmählich davon befreien, das geht, Gott sei Dank, durch den altbekannten Dr. Richters Früh- slückskräuferlee: er bekämpf! das überflüssige Feit, sorgt für einen gesunden Körper, steten Stoffwechsel, frische Blulzirkulation. Packung RM 1.80 und 2.25. Auch als Drix-Tabletten erhältlich.

DreErml Richters Frühstückskräutertee

XHD

2 <