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5.
7.
.Ich wollte dich nicht beleidigen. Es
Willst
Ochsen unt)
gegen
dummer Esel,
du
lauten Stimme
sarnrnen, aber dann verzog sich sein Gesicht
Geschichten aus aller Welt
1.
2.
tut mir leid, du nun bei
seit der not
be- des
In stadt Tage alten
dich Hund genannt zu haben, mir bleiben?"
„Ja, Herr."
„Hast du übrigens etwas
Esel?"
„Du verdammter Ochse, du Rindvieh!"
Der Mann schrak wegen der
zu- zu
Volksgemeinschaft. Jeder Deutsche muß lernen, daß er mit dieser Gemeinschaft unlöslich verbunden ist. Die Frage der Zugehörigkeit zu einer
Es ist unangebracht, wenn eine Person versucht, einen Sitz für zwei einzunehmen, besonders dann, wenn der Zug überfüllt ist. Das wird häufig versucht, indem man Gepäck auf den zweiten Platz legt oder so tut, als ob man auf einen Freund warte.
Ganz besonders verwerflich ist es, zu tun, als
Die Michsiagung der Ausländsdeutschen
man einsah, daß sie nur zur Beunruhigung Fahrgäste und zur Beschleunigung der Atem- beitrugen.
Die Garbo in der Südsee?
(eh) Hollywood.
Knecht Ruprecht in Person.
(rm) Sydney.
der Cardigan-Street in Carlton, einer Vor- von Melbourne, mußte die Polizei dieser mit Hilfe eines Schlossers in das Haus eines Mannes eindringen, weil dieser seit Tagen
VI.
Kleine Valak-Geschichten.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
P r a p a t (Sumatra), August 1936.
Teilt man die große Sundainsel Sumatra — die Betonung liegt übrigens auf der zweiten Silbe — in zwei Teile, so liegt genau in der Mitte der nördlichen Hälfte die Bataklande. Die Bewohner sind in ihrer Mehrheit seit längerer Zeit C h r i st e n. Sind sie es?
Für jeden Bataker ist das Prozeß führen und das Schreiben von anonymen Briefen der zweite Beruf. Nicht selten versucht er durch einen unmittelbaren Appell an die holländische Königin zu seinem „Recht" zu kommen. In dem vorliegenden Fall war er bei der dritten Instanz angelangt. Hier sollte er beschwören, eine bestimmte Zahlung geleistet zu haben.
Der Richter übergab ihm eine Handvoll Reis und meinte:
„Während der tote Frosch geholt wird, kannst du dir noch einmal überlegen, ob das alles richtig ist, was du gesagt hast."
Die heidnischen Bataker schwören noch heute mit dem Reis in der einen und dem toten Frosch in der anderen Hand: „Ich will zermahlen werden wie dieser Reis und tot sein wie dieser Frosch, wenn ich nicht die Wahrheit spreche." Die holländische Regierung läßt diesen Eid auch vor den ordentlichen Gerichten zu.
Unser Bataker rief bei jenen Worten aus:
„Herr, ich bin ein Christ!"
„Ach so, dann mußt du natürlich anders schwören."
Und so geschah es. Inzwischen wurde aber der Frosch gebracht. Dem Richter kam eine Idee. Er wandte sich an den Mann und sagte:
„Schade, ich bin noch ganz neu hier in dieser Stadt. Wie gerne hätte ich einmal den anderen Schwur gesehen. Willst du nicht noch einmal schwören? Selbstverständlich hat das nichts zu bedeuten, denn du bist ein Christ und deinen Prozeß hast du ja unter allen Umständen durch deinen christlichen Eid gewonnen!"
Zögernd nahm der Mann Reis und Frosch in die Hand, dann aber stieß er hervor:
„Herr, wenn ich es mir jetzt überlege, werde ich unsicher. Ich will lieber doch noch einmal bezahlen!"
Sprach's und verließ den Gerichtssaal.
Dieser Mann war schon bei der Geburt getauft!
Bei einem bekannten Rechtsanwalt in Medan waren vier eingeborene Schreiber beschäftigt. Zwei
von ihnen gaben das Christentum als Glaubensbekenntnis an. Von den beiden anderen war einer ein Hadji, ein Mekkapilger, die man in der gesamten Inselwelt an ihrer weißen Kopfbedeckung erkennt.
Dem Rechtsanwalt fiel nun eines Tages auf, daß einer der christlichen Schreiber auffallend blaß und elend aussah. Aber der Mann arbeitete weiter und ließ sich auch sonst nichts anmerken.
Gegen den zwanzigsten des Monats trat er plötzlich unangemeldet bei feinem Chef ein und bat chn um Urlaub:
„Herr, ich fühle mich krank. Ich habe bis heute gearbeitet, nun kann ich vor Hunger nicht mehr!"
„Hunger? Du verdienst doch genug."
„Ja, aber wir sind doch jetzt im Monat des Fasten s!"
„Ich denke, du bist Christ?"
„Ja, das bin ich auch; aber der Hadji sagte, daß die Zeit des Fastens gekommen sei, und daß wir alle genau so wie er nicht essen dürften. Dem Gebot sind wir gefolgt."
Dabei war dieser Mann ein kluger und zuverlässiger Angestellter, der seit langem in dem schwierigen Beruf nach Stichworten arbeiten konnte.
Man ist in den Tropen rasch nervös, und als der gleiche Anwalt eines Tages nach fortgesetztem Suchen merkte, daß sein Schreiber einen großen Unsinn angestellt hatte, brüllte er ihn an:
„Dummer Hund!"
Einen Augenblick stutzte der Mann, sah seinen Chef an und richtete sich dann auf:
„Ich möchte auf der Stelle um meine Entlassung bitten, Herr! Du hast mich einen Hund genannt."
Dem Anwalt ging die ganze wohlüberlegte Levitenpredigt verloren. Er kannte seinen Schreiber von der empfindlichen Seite noch gar nicht und überlegte deshalb lange, ehe er die Antwort fand.
ob man schliess, wenn dek Zugschaffner das Abteil betritt und den Reisenden auffordert, für einen anderen Passagier Platz zu machen.
3. Alle Eltern werden dankbar sein, wenn man ihren Kindern, die ja noch wachsen müssen und die Zukunft Japans sind, einen Platz anbietet. Genau so empfehlenswert ist es, älteren Leuten zu helfen.
4. Schmutzige Kleider sind nie eine Empfehlung für die Reise und machen auch anderen den
Besinnliche Weltreise
Von unserem E. M.-Sonderberichierstatier.
einem zufriedenen Grinsen, schließlich verbeugte er sich und sagte:
..Tarima kassi, toewan!" (Danke schön, Herr.)
Der mohammedanische Bataker schüttelt sich angesichts eines Hundes, für den christlichen ist der Vergleich eine Beleidigung, nur der heidnische--
frißt, Verzeihung, ißt ihn.
Erlangen, 4. Sept. (DNB.) Am Freitag gann die Reihe der Vorträge mit dem Bericht Hauptamtsleiters Selzner Über Leistungen der Auslandsorganisation. Der Vorsitzende des Obersten Parteigerichts der NSDAP., Reichsleiter Buch, sprach dann zu den Ausländsdeutschen. Wenn wir die verschiedene Art der einzelnen Völker und ihre Daseinsberechtigung bejahen, werden wir erkennen, daß es auch kein allgemein gültiges Recht für alle Menschen geben kann, sondern daß jedes Volk nach seinen Artgesetzen leben und seine eigenen Rechtsgrundsätze zur Erhaltung feiner Art sich geben muß. Unsere Pflicht ist es, nach unserer Art zu leben, und für uns ist recht, was der Erhaltung der Art des deutschen Volkes dient, und unrecht, was ihr abträglich ist. Wir betrachten den einzelnen nicht als eigenes Ich, sondern nur als Gied der
„Bitte... Sie lieben Nippon?" Anna May Wong erwiderte auf die erste Frage, daß sie nur mit ihrer Kunst verlobt sei, worauf sich die japanischen Reporter gemeinsam verbeugten, zum Abschied ihr Lächeln aufsetzten und daooneilten. Als die Filmschauspielerin am Abend in einer Spätausgabe einer Jokohamer Zeitung blätterte, las sie zu ihrem nicht geringen Erstaunen, daß sie mit einem reichen Kaufmann namens Kunst verlobt fet.
Die sieben Regeln.
(th) Tokio.
Recht amüsant erscheint eine wörtliche Wiedergabe jener sieben Regeln, die die japanische Eisen- bahnverwaltung in diesen Tagen in allen Zügen ihres Gebietes anschlagen ließ:
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Das mißglückte Interview.
(rb) P o k a h a m a.
Eine luftige Geschichte erzählt die bekannte chinesische Filmschauspielerin Anna May Wong. Es handelt sich um ein Erlebnis mit japanischen Reportern, das sie bet ihrer Ankunft in Jokohama hatte. Kaum hatte der Dampfer angelegt, als eine Gruppe junger Japaner eilfertig die Brücke herauf und ihr entgegenstürmte. Es war ein richtiges Mastern interview nach amerikanischem Muster, das sich allerdings durch das echt japanische Zeremoniell von diesem sehr vorteilhaft unterschied. Jeder einzelne japanische Reporter trat nämlich mit einer tiefen Verbeugung an die Filmschauspielerin »heran, überreichte seine Visitenkarte, verbeugte sich nochmals tief und schöpfte zischend Lust, was als Gipfel japanischer Höflichkeit gilt. Dann entspann s^..folgendes Gespräch: „Bitte... Sie haben Brau l° aam?" Wieder tiefe Verbeugung, zischendes Luftholen. „Glauben Sie... Japanerinnen sollen Dauerwellen tragen?" Das gleiche Zeremoniell.
DeMe Ware im Ausland.:
Von Dr. Paul Rohrbach. ;
Man folgt einer Einladung auf die Leipziger ' Herbstmesse, und man sieht in Gedanken über 1 allen ihren eindrucksvollen Veranstaltungen und l Auslagen das Wort von Wilhelm Dibelius aus dem ' Vorwort zu seinem Buch über England stehen: 1 „Deutschland wird auf auswärtigen Märkten nur ( von zwei Dingen leben können, von der überlegenen 1 Qualität seiner Ware und von seiner überlegenen Kenntnis des Auslandes." Die vorläufigen Berichte von der Messe sprechen befriedigt von einem verhältnismäßig guten Besuch ausländischer Käufer. Südost-Europa, Südamerika und England werden besonders genannt. Eine Unterhaltung mit Sachverständigen ! gibt allerlei Aufschlüsse auf dem wichtigen psycho- ; logischen Zwischengebiet zwischen Handel und Po- ' litif. Wer fragt, wofür sich der ausländische Messe- besucher besonders interessiert, bekommt die Ant- i wort: Für Neuheiten und für Qualität!
Man kennt die natürlichen und die gemachten ' Widerstände, mit denen es der deutsche Auslandshandel zu tun hat. Die beiden Worte „Neuheit" und „Qualität" bedeuten zwei Mittel, sie- zu überwinden. Neuheit heißt in der Regel: Ich möchte es haben. Qualität heißt: Ich muß es haben. Der ausländische Einkäufer auf der Messe denkt daran, daß er zu Hause Liebhaber für die aus Deutschland bezogene Ware finden muß. Die sogenannten Neuheiten sollen in der Regel die Laune, das augenblickliche Interesse ober den Geschmack des Käufers ansprechen. Es können Kleinigkeiten, Spielereien, aber auch wertvolle Luxusdinge sein, bei denen sich Qualität und Neuheit vereinen. Dies ist besonders das Gebiet, auf dem die Auslandskunde im kaufmännischen Sinne not tut. Ein erfolgreicher Exporteur muß zugleich ein guter Auslandspsychologe fein, und daran merkt man die Gefahr, die unserem Export davon droht, daß durch die Devisenschwierigkeiten jede Reise ins Ausland so stark erschwert ist. In den Jahren vor dem Kriege gehörte es zu meinen stärksten Eindrücken im Ausland, daß ich schlechthin überall, von den Cordilleren bis in die persische Steppe, den deutschen Geschäftsreisenden traf, der Material über den Geschmack und die Bedürfnisse exotischer Kundschaft sammelte. Wie oft habe ich auf fremden Märkten gehört: Der Amerikaner und Engländer bringt uns seine Muster auf Nehmen oder Nichtnehmen, so wie sie sind; der Deutsche fragt, was man haben möchte und kommt nach einem Jahr wieder mit einer Sache, die gefällt.
Ein Leipziger Gespräch drehte sich um die Pariser Messe vom Mai nächsten Jahres, bei der das Kunstgewerbe im Vordergrund stehen soll. Deutschland ist eingeladen, sie zu beschicken. Die Frage ist nur: Was sollen mir ausstellen? Es gibt ältere gute Sachen, aber damit würden wir in Paris nicht viel Eindruck machen, auch dort wird Neues verlangt. Das gehört zum modernen Emotionismus, aber wir haben hier nicht über die Zeit zu philosophieren, sondern Dinge nach Paris zu schicken, die Eindruck machen und Bestellungen bringen. Reichsminister Goebbels hat eine wichtige und wirksame Maßnahme getroffen, um unsrer Kunst und unserm Kunsthandwerk aufzuhelfen dadurch, daß bei Bauten der öffentlichen Hand ein bestimmter Prozentsatz der Bausumme auf dekorativen und künstlerischen Bauschmuck verwendet wird. Das wird mit der Zeit ein großes Stück vorwärtshelfen. Für Paris haben unsere schaffenden Kräfte aber meist nicht das Geld, um kostspielige und eindrucksvolle Arbeiten in edlem Material auszusühren und auszustellen, ohne Gewähr dafür, daß sie auch gekauft werden. Hier könnte durch schleunige öffentliche Aufträge vielleicht noch soweit geholfen werden, daß wir uns beteiligen und gut abschneiden können.
Es gibt ‘ in Leipzig eine Sonderschau „K unst und Kun st Handwerk am Bau", zusammengestellt im Auftrage der Reichskammer der bildenden Künste vom Deutschen Werkbund. Manches davon ist nur auf deutsche Verhältnisse berechnet, viele Objekte würden aber durch ihre durchdachte Originalität und die Qualität ihrer Ausführung auch das Ausland interessieren. Das gilt z. B. von dem mächtigen Innenausbau der großen Ausstellungshalle, das gilt ganz besonders von der , W o h n h a l l e", in der jedes Stück, vom Fußboden bis zu den Sitzmöbeln und dem wundervollen handgeknüpften deutschen Teppich das Verlangen wachruft: So etwas möchtest du besitzen. Es ist möglich, daß ein romanischer Geschmack durch den ausgesprochen deutschen Charakter mancher Stücke nicht getroffen wird, aber internationale Messen und Ausstellungen werden von Gasten aus vielen Völkern besucht, und auch für eine fremde Geschmacksrichtung bleibt der frappierende Em- druck einer außerordentlichen und geschlossenen gewerblich - künstlerischen Leistung bestehen. Es lohnt, sich nicht nur für die Wirkung nach innen, sondern auch für die nach außen, auf diese Dinge zu konzentrieren. . , , it „
Staatssekretär i. e. R. Dr. £r enb f. J? n? ? * % zur Zeit Leiter der Reichsgruppe Jndustrie, hat auf dem Presseabend der Leipziger Herbstmesse einen in mehrfacher Hinsicht bedeutsamen Vortrag über Zwischenstaatliche Wirtschaftsfragen gehalten Er machte dabei eine wichtige Mitteilung, daß die Internationale Handelskammer und be ^rriegie- Stiftung ein Gutachten wirtschaftswissenschaftlicher Sachverständiger aus verschiedenen Landern darüber veranlaßt haben, was geschehen für einen neuen weltwirts ch a ft l i ch en Anstieg freiere Bahn zu Waffen Es sind auch Won praktische Empfehlungen eines Kre'es Wen der Geschäftsleute ausgearbeitet worden, deren Veröffentlichung bald zu erwarten■ .
annehmen, daß diese „Empfehlungen sich unter anderem auf das Gebiet internationaler B« 6- rungsfragen beziehen werden,
Vermutung liegt nahe daß die Jtei|e o s
Greta Garbo, die Weltberühmte, sehnt sich nach Einsamkeit. Sie, die selten oder nie Besucher empfängt, die Unnahbare mit der dunklen Brille, hat den Wunsch geäußert, noch einsamer zu sein. Und wo könnte sie mehr Ruhe und Frieden finden, als auf einer einsamen Südseeinsel. Greta hat von ihren Freunden alle erreichbaren Auskünfte über die Inseln der Südsee eingezogen. Sie hat sich auch nach dem Preis des Hauses erkundigt, das der deutsche Filmregisseur Frank Murnau vor Jahren auf einem der abgelegensten und unbewohntesten Atolle der Tahiti-Gruppe bauen ließ. Murnau drehte, wie sich manche vielleicht noch erinnern werden, den unvergeßlichen Südsee-Film
Rasse tft nicht eine Frage des Willens, sondern eine Frage des Blutes. Jetzt erst nach Ueberwindung der klassenkämpferischen Gedankengänge, der Eigenbrötelei und des Standesdünkels ist das deutsche Volk auf dem Wege, sich bewußt zu werden, daß es ein Volk ist.
Am Nachmittag sprachen wiederum die A m t s * [eiter d e r AO. über ihre Arbeitsgebiete. Frau Vera Behr sprach über Aufgaben der deutschen Frau im Aus lande. Ihre wichtigste Aufgabe sei es, die Kinder zu deutschen Menschen zu erziehen, ihnen die deutsche Sprache und deutsche Art zu erhalten und die Liebe zur Heimat zu wecken. Der stellvertretende Landesgruppenleiter von Argentinien, Dr. Kraneck, hob hervor, daß dem Verlangen der Reichsdeutschen, die Verbindung mit dem politischen und geistigen Leben in der Heimat aufrechtzuerhalten und sich in nationalsozialistischen Gliederungen zusammenschließen zu können, in der überwiegenden Mehrzahl der fremden Staaten Rechnung getragen worden sei. Haupt- stellenleiter Schwarz forderte, daß der deutsche Außenhandel wieder reinen Händen übergeben werde; nur wenn im In- und Auslande durchaus lautere Charaktere die Führung in den Händen haben, werde es unmöglich werden, daß Organisationen, die zur Förderung des Außenhandels im Auslande bestimmt sind, zu Instrumenten einer Boykottendenz herabsinken, und erst dann werde sich die deutsche -Ware im Auslande wieder einen ihr gebührenden Platz erobern können. Hauptstellenleiter Weidenft raß berichtete über das Ergebnis des Winterhilfswerks im Auslande. Mit dem Referat des Amtsleiters Dr. K l i n g e n f u ß über Fragen deutscher Kulturpolitik fanden die öffentlichen Arbeitstagungen ihren Abschluß.
Reichsbankpräsidenten nach Paris etwas mit diesen Dingen zu tun hat. Das ist ,,große" Wirtschaftspolitik. Man soll aber darum oie Neuheiten, die Qualitätsarbeit und die Bearbeitung des Auslandes auf diesem Wege, wie es die vielseitige Organisation der Herbstmesse in Leipzig zeigt, nicht als bloße Politik der „kleine n" Mittel bewerten. Man muß dem Ausland nicht nur etwas anbieten, man muß es auch an« Ziehen. Dazu muß man es studieren und “ auch vor Studien-Experimenten nicht scheuen.
Wagen unangenehm.
Frauen werden ganz besonders ermähnt, ihre Kleider nicht im Zug und ihre Wäsche zu Hause zu wechseln.
Passagiere, die in ganzen Gruppen erscheinen und des Nachts zu fingen wünschen, sind nicht willkommen.
Reisende im Schlafraum sollten sich immer ruhig benehmen und niemals fingen. Auf keinen Fall sollten sie in ihrer Schlafkleidung in anders Wagen gehen und auch nicht im Speisewagen auftauchen.
von seinen Nachbarn nicht mehr gesehen worden war. Man fand den Greis tot auf seinem primitiven Feldbett auf: er war schon drei Tage vorher aus dem Leben geschieden. Das aber, was die Polizei in dem zweistöckigen Hause außer seinem toten Besitzer vorfand, war recht eigenartig und rechtfertigte den Beinamen, den der stadtbekannte Mann seit über einem Jahrzehnt trug. Die Leute — namentlich die Kinder — nannten den Greis, der sich durch langes Haupthaar und einen mächtig wallenden Bart auszeichnete, nicht anders als „Knecht Ruprecht". Vor vielen Jahren nämlich einmal schwor der Mann, der einmal sehr begütert gewesen ist, zu Weihnachten müsse jedes Kind der Vorstadt Carlton, auch das ärmste, sein Spielzeug haben, und beschenkte tatsächlich im selben Jahre auch jedes Kind. Seit diesem Augenblick wurde der Sonderling zum fanatischen Spielzeugsammler und kaufte Tag für Tag Pupsten, Spieleisenbahnen, Baukästen, Bleisoldaten, Bälle usw. usw. Als die Polizei in sein Haus eindrang, konnte sie sich innerhalb der riesigen Spielzeug-Stapel, dis jeden Raum des Hauses füllten, kaum bewegen. Bis, an die Decke hin war jedes Zimmer mit Spielsachen vollgepfropft, während die allernotwendig- ften Möbel fehlten. Lediglich in einem Raume hatte der Sonderling ein paar Quadratmeter ausgespart, wo er sein Essen kochte und auch schlief. Der Wert seiner Spielzeugsammlung betrug mehrere tausend englischer Pfund. Sie wurde von der Behörde beschlagnahmt, da weder ein Testament noch Verwandte vorhanden sind, und wird dies Jahr zu Weihnachten an arme Kinder Melbournes verteilt werden.
Märchenhaftes Fest.
E. Bl. Bombay.
Der Nizarn von Haiderabad feiert im September sein Regierungsjubiläum, Mehr als hundert indische Fürsten werden daran teilnehmen, gekleidet in die prachtvollsten Gewänder, die es gibt, und auf Elefanten reitend, die über und über mit Edelsteinen geschmückt sind. Das Fest wird das glänzendste sein, das Indien seit 25 Jahren gesehen hat, und wird sich durchaus mit der Prunkfeier messen können, die 1911 zu Ehren des Königs Georg V ftatt» fand. Das Fest soll die Kleinigkeit von rund 30 Millionen Mark kosten. Der Nizarn kann sich das allerdings leisten, ohne ruiniert zu werden, denn er ist bei weitem der reichste Mensch der Welt. Gelegentlich der Jubiläumsfeier wird das Volk den berühmten Pfauenthron zu sehen bekommen, dessen Wert in zahllosen Juwelen besteht und der sicher das kostbarste Möbelstück ist, das die Erde je gekannt hat. Während des Festes wird jede Nacht durch ein gewaltiges Feuerwerk erhellt werden, für das bereits eine Summe von einer Million Mark bereitgefteüt worden ist. Ueberall werden Gold- und Silbermünzen unter das Volk verteilt werden.
Atemnot in der Anden-Bahn.
(n) Valparaiso.
Wenn sich der Zug von Chile aus die steilen Berghänge mühsam emporwindet, beginn mancher Reisende plötzlich erschreckt nach seinem Herz zu tasten. Denn der Sauerstoff wird knapp. Man muß schneller und häufiger atmen. Es ist keine Lust mehr, zu leben. An den Wänden hängen in spanischer und portugiesischer Sprache und meist auch noch in englisch die notwendigen Gebrauchsanweisungen für oie Sauerstoffgeräte, die man vorn beim Zugführer gegen mäßige Gebühr mieten kann, yrürjer gab es Anschläge, die die Mitreisenden ermahnten, achtzugeben, wenn einer der Passagiere Neigung zu Tobsuchtsanfällen habe oder Epileptiker sei. Man verwies auf den Gebrauch der Notbremse. Doch diese Vorschriften sind verschwunden,
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