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zialstraßen kann man solche kahl gefressenen Apfel­bäume (zum Teil auch Birnbäume) bemerken. Das Nichtanbrinqen der Klebegürtel hat sich bitter ge­rächt und muß allen Baumbesitzern eine Lehre für die Zukunft sein. Es ist damit zu rechnen, daß ein großer Teil der Bäume, die ihr Laub durch die Raupen des Frostspanners verloren haben, nun eingehen.

Kreis Alsfeld.

Alsfeld, 2. Juni. Nachdem bereits im vor­jährigen Sommer zwecks Erweiterung der ftädtifchen Anlagen anläßlich der Er­bauung der Reichsautobahn eine Be­sprechung ;wischen der Stadtverwaltung und der Obersten Bauleitung Frankfurt der Reichsautobah- rren unter Zuziehung des Landschaftsarchitekten Hirsch (Wiesbaden) stattgefunden hatte, hat nunmehr der hiesige Verkehrs- und Verschönerungsverein den be­teiligten Stellen eine Denkschrift über die Erweiterung der städtischen Anlagen onderSchwalm zugehen lassen. In der Denk­schrift wird darauf hingewiesen, daß diese Erweite­rung ein dringendes Bedürfnis ist, nicht nur im In­teresse der Förderung des hiesigen Fremdenver­kehrs, sondern im öffentlichen Interesse überhaupt. Durch die Einleitung des Feldbereinigungsver- fährens, in welches auch ein großer Teil des für die Erweiterung der Anlagen in Aussicht genom­menen Geländes fällt, ist eine auf Generationen hin­aus nicht wiederkehrende Gelegenheit geboten, jetzt einen bedeutsamen Schritt im Interesse der künf­tigen Entwicklung der Stadt zu unternehmen. Auf Grund einer der Denkschrift beigelegten Lageplan­skizze werden im einzelnen die Pläne und Wünsche dargelegt, deren Einfüllung eine immer noch m bescheidenem Rahmen gehaltene Parkanlage möglich macht. Von der Stadtverwaltung ist eine gemeinsame Besprechung in der Angelegenheit mit der Obersten Bauleitung der Reichsautobahnen in Frankfurt und der Feldbereinigungsdienststelle der Reichsautobahn in Lich angeregt worden. Wenn der beabsichtigte Plan Wirklichkeit werden würde, jo würde die Stadt Alsfeld einen in nächster Nähe Der Stadt gelegenen Volkspark erhalten, dessen Schaffung auch im Interesse der Volksgesundheit bei der rasch zunehmenden Entwicklung der Stadt außer­ordentlich zu oegrüßen wäre.

<£ Deckenbach, 3. Juni. Am gestrigen Abend ist es dem hiesigen Jagdpächter Schmitz aus So­lingen gelungen, nach seinem ersten Jagderfolg auf Keiler vor einigen Tagen nun auch einen zweiten Keiler zu erlegen.

Preußen.

Kreis Wetzlar

00 Hochelheim, 3. Juni. Das im Jahre 1929 für die Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim er­richtete Gruppenwasserwerk wurde bisher ausschließlich durch überschüssiges Wasser aus der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Niederkleen gespeist. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, daß die Wasserzufuhr von Niederkleen be­sonders in den Sommermonaten unzureichend war. Nicht selten trat der Zustand ein, daß im Sommer an besonders heißen Tagen das Wasser in Hochel­heim und Hörnsheim tagsüber abgestellt werden mußte, um die für den Fall eines Brandes un­bedingt notwendige Reserve nicht anzugreifen. Hier­aus ergaben sich unerträgliche Zustände für die Einwohner der Gemeinden Hochelheim und Hörns­heim. Die Gemeinden haben sich daher entschlossen, ihr Gruppenwasserwerk dadurch zu erweitern, daß in der Gemarkung Hörnsheim im DistriktGäns- weide" eine neue Quelle gebohrt und gefaßt wird. Die Arbeiten sind zur Zeit im Gange, sie werden durch die Firma Stefan Kuhn in Inhei­den bei Hungen ausgeführt. Die Quelle liefert nach dem stattgehabten Probepumpen täglich 250 Kubik­meter Wasser, wodurch der Wasserbedarf für die Gemeinden Hochelheim und Hörnsheim vollkommen gedeckt ist (ohne das überschüssige Wasser der Ge­meinde Niederkleen). Da die neue Quelle tiefer liegt, als der Hochbehälter des Gruppenwasserwerkes, muß das Wasser diesem durch eine Pumpstation zugeführt werden. Die Arbeiten, die von beiden Gemeinden ohne Inanspruchnahme von Darlehen

Oer Abbruch -es Hauses Kircheuplah'IS

Wiederum muß eines unserer alten Häuser hinter dem Turm der Stadtkirche, diesmal ein Burgman­nenhaus, wegen Baufälligkeit abgetragen werden. Die Abbruchsarbeiten haben bereits begonnen; roer daher das Bedürfnis hat, von einem Zeugen längst vergangener Tage Abschied zu nehmen, zögere nicht damit, denn in kurzem wird von diesem nichts mehr zu sehen sein.

Das alte, aus zwei Häusern zusammengesetzte Gebäude, von welchem das nach Westen gerichtete der Rest eines ehemaligen Burgmannensitzes (von Buseck) ist, wurde von der Familie von Dernbach erworben, die ein zweites Haus anbaute. Von dieser ging das Anwesen in den Besitz des Superinten­denten Misler über, der aus den stark verfallenen Gebäuden ein Wohnhaus herrichtete, welches, als Mitgift feiner Tochter, Eigentum des Professors Clodius wurde. Durch Erbschaft fiel es 1773 an einen Herrn von Rottenhoff, der es versteigerte. Nachdem es wiederum mehrmals den Besitzer ge­wechselt hatte, wurde es 1887 Eigentum der Kirchen­diener Wilhelm Knoll Eheleute. Von diesen erwarb es der Buchbindermeister Heinrich Bourgeois, nach dessen Tode es sein Sohn Adolf im Jahre 1893 für 23 000 Mark an die Stadt verkaufte. Bei der Verbreiterung der Kirchstraße fiel ein Teil des Hau­ses dieser zum Opfer.

Das Alter des ursprünglichen Gebäudes, welches ehedem innerhalb der nicht mehr vorhandenen Burgmauer lag, läßt sich mangels Urkunden nicht mit Sicherheit feftfteUen; wahrscheinlich fällt die Er­bauung in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die Jahreszahl 1777, welche ein im Museum be­findliches, altes, aus dem Hause stammendes Tür­schloß trägt, bietet demnach keinen Anhalt.

Dic Bauart war die damals allgemein übliche: Holzfachwerk mit Lehmfüllung, die durch einge­klemmte Holzprügel zusammengehalten wurde. Die ganze Anlage des im Laufe der Zeit durch An- und Umbauten wiederholt veränderten alten Burg­mannensitzes zeigte die durch die beschränkten Platz­

verhältnisse bedingte Ausnützung des vorhandenen Raums. Die sämtlichen Häuser der alten Burg zeichnen sich durch massive gewölbte Keller und durch einen Dachziegelbelag aus, der Jahrhunderte getrotzt hat. Louis Frech.

Der Abbruch tm Gange. (Ausnahme: Photo-Pfaff.)

aus lausenden Mitteln finanziert werden, werden voraussichtlich bis zum Eintritt der heißen Jah­reszeit beendet sein, so daß die Gemeinden in die­sem Jahre nicht mehr unter Wassermangel zu lei­ben haben werden. Die Gemeinde hat amgra­sigen Weg", an dem in den letzten Jahren mehrere neue Wohnhäuser errichtet worden sind, eine Ka­nalanlage Herrichten lassen, um den Anwohnern den Anschluß ihrer Gehöfte an die allgemeine Kanali- fierungsanlage des Ortes zu ermöglichen. Die Ar­beiten wurden von dem Unternehmer Ludwig Schuster zu Hochelheim ausgeführt. Ferner ist die Friedhofstraße ausgebaut und mit Kleinpflaster versehen worden. Die Arbeiten sind durch die Firma Faber, Schnepp und Weimer in Gießen ausgeführt worden. Durch die Pflasterung der Straße ist einem lange gehegten Wunsche der Ein­wohnerschaft Rechnung getragen worden, da die Straße bei schlechtem Wetter sehr schwierig zu passieren war

Bücheriisch.

Die Mutter", Ihr Bild in unserer Dich­tung. Eine Auswahl von Gertrud Grote.Die Junge Reihe" (Verlag Georg Müller-Albert Lan- gen-München) (173) Dem Lob und der Ehre der Mütter, deren unermüdliche, fürsorgende Liebe vor allem die Jugend zu tiefster Dankbarkeit mahnt und verpflichtet, gelten die in diesem Bändchen ver­einigten Gedichte und Erzählungen aus alten und neuen Werken der deutschen Dichtung. Diese un­vergänglichen Zeugnisse echter Mütterlichkeit ver­dienen in stillen Feierstunden von der jungen Generation gehört zu werden, weil aus ihnen der Glaube spricht, der den Tod durch das ewig wie­derkehrende Leben überwindet. (Preis 0,50 Mk.)

Gunnar ©unnarffon: Nordischer Schlcksalsgedanke. Eine Rede. Kart. 80 Pf.

Albert Langen/Georg Müller Verlag, München 1936. (34) In feiner tiefgreifenden Deutung zeigt ©unnarffon, gestützt auf den sehr klar und anschaulich durchgefuhrten Vergleich mit dem Fa­tum der Römer und der Moira der Griechen, wie das germanische Denken die Auffassung vom Schick­sal verinnerlicht und das Schicksal zum fruchtbaren und schöpferischen Gesetz erhebt, in dem Leben und Unendlichkeit von Grund aus beschlossen sind. Seine eingehende sprachliche und ideenmäßige Unter­suchung führt zu der klaren Erkenntnis, daß das Schicksal als das höchste gestaltende Gesetz den Menschen unausweichlich zur Erfüllung feiner Pflicht und zur Verantwortung vor dem Leben zwingt. Zusammenfassend kommt Gunnarsson zu dem Schluß, daß sich im Schicksal eine wirkende Kraft offenbart, die über Leben und Tod der Men­schen entscheidet.Jeder Mensch, jedes Volk" lehrt die nordische Schicksalsauffassungträgt zu jeder Zeit sein Schicksal lebendig und schöpfungs­trächtig oder untergangsreif in sich"

Ein lebendiges Stück deutscher Geistesgeschichte entrollt der Berliner Musikkritiker Dr. Fritz Stege in seinen in der ReiheVon deutscher Musik" des Verlages Gustav Bosse in Regensburg erscheinenden Bildern aus der deutschen Musik­kritik" (40) vor unseren Augen. Kritische Kämpfe aus zwei Jahrhunderten, von aufrechten Deutschen durchgefochten welche Zeit wäre aufge­schlossener für eine solche Schau als gerade die un­sere. Stege zeigt, wie die deutsche Musikkritik ent­stand, wodurch sie notwendig wurde und wie sie sich zu einem unentbehrlichen Förderer des deutschen Musiklebens entwickelte. Hier wird die Notwendig­keit einer aus deutschem Geiste bewußt aufbauenden Kritik erhärtet. Preis geh. 0,90, Ballonleinen 1,80 Reichsmark.

Hans Grimm: Amerikanische Rede. Gehalten am 6. Oktober 1935 in Neuyork. Kart.

80 Pfennig. Albert Langen / Georg Müller Verlag» München 1936. (35.) Die anläßlich des 250. Jahrestages der ersten Deutschen-Einwande- rung in Neuyork gehaltene Rede gibt nicht nur ein klares Bild des auslanddeutschen Schicksals, das im Laufe der Jahrhunderte unzähligen deutschen Menschen der räumlichen Enge ihres Vaterlandes wegen widerfahren ist. Sie ist zugleich und vor allem auch eine eindringliche Mahnung, daß dis drei großen nordischen Nationen, England, Ame­rika und Deutschland den Auftrag haben, das schöp­ferische Führer- und Herrentum der LeistungsrassS geaen den hemmungslosen Haß der entfesselten, alle Ordnung und Sicherheit der gesitteten Welt be­drohenden bolschewistischen Masse zu verteidigen und zum Siege zu führen.

Heinrich Ringleb: Antje. (Die kleine Bücherei Nr. 60.) Albert Langen-Georg Müller, München 1936. (113.) Mensch und Landschaft der norddeutschen Ebene haben nicht oft fo klar und überzeugend in ihrer Art und Zusammenge­hörigkeit dichterisch geformte Gestalt gesunden wie in dieser verheißungsvollen Verrichtung des noch jungen Lyrikers Heinrich Ringleb. Mit dem edlen Wohllaut und Gleichmaß seiner an klassischen Vor­bildern geschulten Sprache erzählt er die Geschichte einer jungen Liebe, deren still entzündetes Glück aus Furcht vor der Uebermacht berückender Leiden­schaft in reifer Entsagung endet.

Gerhard Schumann: Feier b e r 21 r < beit. Eine chorische Dichtung. Brosch. 50 Pfennig. Verlag Albert Langen / Georg Müller in München, 1936. (124.) Gerhard Schumanns kämpfe­rischen GesängenFahne und Stern" und den be- rühmt gewordenenLiedern vom Reich", die wie die kürzlich erschieneneHeldische Feier" ganz und gar von einem neuen politischen Ethos durchglüht sind, folgt als jüngste Dichtung jetzt dieFeier der Arbeit", ein lyrisches Chorwerk, das im Erlebnis der revolutionären Wandlung unseres Volkes feinen Ursprung hat. Aus dem Glauben an die schicksal­hafte Mission des Führers und das verpflichtende Gesetz der Fahne, der die neue Jugend in Dienst und Opfer Gefolgschaft leistet, erwächst der Hymnus auf die kameradschaftliche Werkgemeinschaft der Bauern, Arbeiter und Soldaten, die brüderlich mit­einander verbunden dem führenden Befehl gehor­chen als die Hüter der einigen und ewigen Natiom Das Werk ist zur Aufführung im Rahmen dev Feiern am Tag der nationalen Arbeit bestimmt.

Hunöfunfprogromm.

Freitag, 5. Juni.

6.30 Uhr von Königsberg: Frühkonzert. 8.10 Dort Stuttgart: Gymnastik. 10.00 von Köln: Schulfunk.- 11.00: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12.00: Mittagsmusik. 13.15: Mittags­musik (Fortsetzung). 14.10: Bei Frau Musica zu Gast! 15.00: Volk und Wirtschaft. 15.15 von Frei­burg: Brücken am Hochrhein. 16.00 von Kassel: Kammermusik. 16.45 von Kassel: Klänge aus den Bergen. 17.30: 1. Bauerntum und Handwerk. 2. Deutschland ist schöner geworden! 18.00 von Leipzig: Musik zum Feierabend. 19.00: Alte Musik. 20.10 von Hamburg: Konzert zum Gedächtnis von Carl Maria von Weber. 22.20 von Breslau: 3 Tage Mittelgebirgsfahrt 1936". 23.00 von Stutt­gart: Abendkonzert des Landesorchesters Gau Würt- temberg-Hohenzollern. 24.00 bis 2.00: Nachtmusik.

Samstag, 6. Juni.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30 von Breslau: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. 8.10 von Stuttgart: Gym­nastik. 8.30: Zum Staatsjugendtag:Pimpf, hör zu!" 10 von Köln: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30 nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.45: Sozial- dienst. 12 von Stuttgart: Buntes Wochenende. 14.10: Alles inSp-Dur"! 15: Empfang der Hand­werksgesellen durch Dr. Ley auf dem Römerberg. 15.30: HJ.-Funk. Wir waren beim Führer! Reichs­sieger des 3. RBWK. erzählen vom Empfang beim Führer in der Reichskanzlei. 16 von Breslau. Die gute Einkehr. 18 von Trier: Militärkonzert. 19.30: Zeitfunk. 19.55: Ruf der Jugend. 20.10: Rund um unsere Sendetürme. 22.30 von Leipzig: ... und mor- gen ist Sonntag! 24 bis 2 von Stuttgart: Nachtmusik.

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