verleg! —- Ostersonntag. 12. April, von 19 bis 22 Uhr, zum erstenmal „Tiefland", Oper von Eugen d'Albert. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul W r e d e. Die Vorstellung ist süßer Abonnement. — Ostermontag, 13. April, von 15 bis 17 Uhr als Vorstellung der NS.-Gemein- Schaft „Kraft durch Freude": „Krach im Hinter- >arrs" von M. Böttcher. Freier Kartenverkauf. Von 9 bis 22 Uhr die Schlageroperette „Die blaue Ma- Zur" von Fr. Lehär. Musikalische Leitung: Ernst Brauer. Spielleitung: Paul Wrede. Tänze: Thery Schultheis. Die Vorstellung ist außer Abonnement. — Dienstag, 14. April, von 20 bis 23 Uhr. „Tiefland", Oper von Eugen d'Albert. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. 26. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. — Mittwoch, 15. April, von 19.30 bis 22.15 Uhr, „Der tolle Christian", Drama von Th. Haer- ten. Spielleitung: Der Intendant. 26. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement.
Der Klavierabend des Frankfurter Pianisten Georg Kuhlmann
findet nunmehr am Mittwoch, 8. April, 20 Uhr, im Studentenhaus statt; das Konzert wurde im Hinblick auf die Führerrede vom 16. März aufgeschoben. Der Künstler beginnt seinen Abend mit Werken von Schumann (Toccata, Novelette fis-moll), bringt anschließend reizvolle Stücke von Debussy, Ravel und Prokofieff, sowie die bedeutende neue Klaviersonate des Pfitznerschülers Gerhard Fromme!, deren Uraufführung er kürzlich in Frankfurt gegeben hat. Der Abend wird beschlossen von zwei gewichtigen Werken Chopins (Ballade As-dur, Scherzo cis-moll). — Karten bei Challier, Neuenweg und an der Abendkasse. (Siehe heutige Anzeige).
Platzkonzert des SA.-Musikzuges.
Der Musikzug der Standarte 116 veranstaltet am morgigen Sonntag, 5. April, zwischen 11 und 12 Uhr Ecke Plockstraße und Johannesstraße ein Platzkonzert.
Die deutsche Arbeitsfront
■? N.S.-0emeinschakt „Kraft durch freute"
Experlmenlal-Abend Rudolf Polster.
Ein interessanter Vortrag mit praktischen Experimenten findet am Samstag, 4. April, 20.30 Uhr, in Gießen im Cafe Leib statt. Der Vortrag „Im Kampf mit dem Unmöglichen — Aberglaube und Übersinnliches" hat nichts zu tun mit dem sonst bei ähnlichen Fällen nur zur Reklame großaufgemachten Hokuspokus, er beruht auf streng wissenschaftlicher Grundlage. Es wird kein sogenannter Heiltee verkauft, es werden keine Apparate vorgeführt und verkauft, der Besucher braucht nur einzig und allein mit offenen Augen und Ohren zu sehen und zu hören. Der Vortrag wird dazu beitragen, Gespenster und dem Aberglauben den Garaus zu machen. Daß es sich bei dem Vortrag um eine gediegene volkserzieherische Sache auf wissenschaftlicher Grundlage und nicht um einen billigen Iahrmarktsschwin- del handelt, beweisen die zahlreichen Referenzen, die der Vortragende von staatlichen Behörden, Polizeidirektionen, von Aerzten und Wissenschaftlern, von den höchsten Parteidienststellen, wie dem Stellvertreter des Führers, der Reichsführung der SS., aufzuweisen hat. Der Eintritt beträgt nur 50 Pf., gar kein Vergleich zu dem, was an diesem Abend geboten wird.
Befr. Wandern.
Am Sonntag, 5. April, findet eine Radwanderung von Gießen aus statt. Sie führt nach Hohensolms — Königsberg — durch das Blasbachtal nach Wetzlar. Die Abfahrt erfolgt um 8.30 Uhr. Die Teilnehmer treffen sich an der Lahnbrücke.
Amt für Aolkswohlfahrt.
Ortsgruppe Gießen-Rord.
Betr. Pfundsammlung.
Am Montag, 6. April, und Dienstag, 7. April, findet die Pfundsammlung für den Monat April statt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Lebensmittel zur Abholung bereitzuhalten.
Deutsche Slaubensbewegung.
Die Landesregierung — Abteilung II — hat die Direktionen der höheren Schulen und die Kreis- und Stadtschulämter von der nachstehenden Verfügung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — an das Stadtschulamt Mainz auf eine Vorlage vom 5. Februar 1936 hin in Kenntnis gesetzt und diese Verfügung zur Beachtung empfohlen:
„Eine ordnungsmäßige Abmeldung vom Religionsunterricht hat in der in Art 4 Abs. 5 des Volksschulgesetzes oorgeschriebenen Form zu erfolgen. Bei Schülern über 14 Jahren ist eine Bescheinigung des zuständigen Gerichts über den erfolgten Austritt aus einer christlichen Kirche vorzulegen.
Eine Einwirkung darauf, daß die vom christlichen Religionsunterricht abgemeldeten Schüler an einem entsprechenden Unterricht der deutschen Glaubensbewegung teilnehmen, steht mir nicht zu. Für die an einem Religionsunterricht außerhalb der Schule nicht teilnehmenden Schüler hat der Schulleiter anzuordnen, an welchem sonstigen Fachunterricht sie während der Religionsstunden ihrer Klasse teilzunehmen haben."
Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen im Jahre 1935.
Wie das Kreisamt Gießen bekanntgibt, fanden im Jahre 1935 in 47 Gemeinden des Kreises Gießen Besichtigungen der Feuerlöscheinrichtungen durch den Kreisfeuerwehrinspektor, verbunden mit je einer Hebung, statt. Die Feuerlöscheinrichtungen
a) der Gemeinden Mendorf a. d. Lda., Eberstadt, Ettingshausen, Grünberg, GroßernBuseck, Hungen, Lang-Göns, Langsdorf, Lieh, Lollar mit Buderus, Londorf, Nonnenroth, Reiskirchen und Röthges waren mit sehr gut;
b) die der Gemeinden Annerod, Beltershain, Bettenhausen, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Göbelnrod, Hattenrod, Holzheim, Lauter, Lindenstruth, < Mainzlar, Mufchenheim, Münster, Ober-Bes- ' fingen, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Oppenrod, , Queckborn, Rodheim, Rödgen, Steinbach, Steinheim, Trais-Horloff, Trohe, Treis a. d. Lda., Villingen und Weitershain mit gut;
c) die der Gemeinden Alten-Bufeck, Garbenteich, Geilshausen, Grüningen,Odenhausen und Saasen mit im ganzen gut zu bezeichnen.
Im allgemeinen ist nach diesem Ergebnis das Feuerlöschwesen mit gut bis sehr gut zu bezeichnen.
Die Gemeinden Ettingshausen und Nonnenroth hatten das Gerätehaus neu hergerichtet und erstere es außerdem mit elektrischer Beleuchtung versehen.
Heute und morgen sammelt die NSV.
Das WHW. des Deutschen Volkes liegt hinter uns. Unter Anspannung aller Kräfte ist auf dieser Front Großes getan worden.
Jetzt wird die Front gewechselt. Die Sommeraufgaben der JISB.: Kinderlandverschickung, Wütlerverschickung, Aufrechterhaltung der Heime, Kindergärten usw. rücken wiederum In den Vordergrund. Die hierfür benötigten Wittel können durch den Witgliederkreis der RSV. allein nicht aufgebracht werden.
So appelliert die Reichsamtsleitung der RSV. noch einmal an die Bevölkerung, um Geldmittel für die RS V. und ihre Sommeraufgaben zu schaffen. Und zwar werden die Helfer und Amtswalter der RSV. am heutigen Samstag in allen Haushaltungen mit einer Geld- f a m m e l l i st e vorfprechen mit der Bitte um Unterstützung im Rahmen des Wöglichen. Am Sonntag wird dann ein Abzeichen für die
RSV. verkauft, genau wie die WHW.-Abzeichen, zum Preise von 20 Pf. je Stück, das wiederum einem notleidenden deutschen Industriezweig auf Wochen hinaus Arbeit gab, das weiterhin mit dem erzielten Mehrgewinn den Aufgaben der RSV. zur Verfügung gestellt wird. Dieses Abzeichen, ein bunter Schmetterling aus Porzellan mit Anstecknadel, ist an sich schon so schön, daß es niemand geben darf, der sich mit diesem Abzeichen am Sonntag nicht schmückt.
Wir sind gewiß, daß die bewährte Opferfreudig, keit der Bevölkerung auch bei dieser Sammelaktion der RSV. wiederum die Wittel zur Verfügung stellen wird, die sie zur Durchführung ihrer volkserhaltenden und volksfördernden Arbeiten benötigt. Die Parole für heule und morgen heißt also: helft uns helfen t
Kreisamtsleitung der RSV. Wetterau.
Das Recht der Jugend auf Urlaub.
NSG. Die Leistungs- und Umsatzsteigerung aller Betriebe, der Arbeitseifer und die Einsatzfreude gerade der jungen Gefolgschaftsmitglieder sind mit zurückzuführen auf die günstigen Auswirkungen des Urlaubs, den die mehr als 17 000 Jungarbeiter und Lehrlinge in den Sommerzeltlagern 1935 der HI. des Gebietes Hessen-Nassau verbrachten. Eine große Anzahl aufrichtiger Dankschreiben von den Betriebsführern und Lehrmeistern an die Gebietsführung der HI. nach der Zeltlageraktion des vergangenen Jahres haben die außerordentliche Bedeutung des Zeltlagerbesuches in seiner Wirkung auf Gesundheit, Haltung und Arbeitswillen unumwunden bestätigt.
Auch in diesem Jahre werden wieder auf den Höhen und in den Tälern, am Rande der großen Wiesen und Wälder die weißen Zelte der HI. aufgeschlagen. Erlebten 1935 insgesamt 50 000 Jungen aller Berufe die stärkende Kameradschaft in den Lagern, so sollen 1936 noch viel mehr ihre Freizeit draußen unter ihren Kameraden in freiwilliger Zucht verbringen.
Die Urlaubsrichtlinien des Treuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen ermöglichen jedem Jungarbeiter den erfolgreichen Besuch der Zeltlager. Sie legen grundsätzlich im
14. und 15. Lebensjahr 12 Tage,
16. „ 17. „ 10 „
18. „ 8 „
Urlaub fest, für alle an den Lagern teilnehmenden Jungen und Mädel jedoch 12 Tage ohne Einschränkung.
Es versteht sich von selbst, daß kein Lohnausfall eintritt, wie anderseits Voraussetzung die Heber» einstimmung zwischen den Erfordernissen des Betriebes und den berechtigten Wünschen der Gefolgschaft ist.
Rechtzeitiges Auflegen von Listen zur Einzeichnung des Urlaubsantritts wird reibungslose Urlaubsregelung herbeiführen und jede Betriebsstörung von vornherein vermeidbar machen.
Einen Schlauchtrockenturm hat die Gemeinde Weitershain errichtet, während die Gemeinde Birklar ihrem bereits früher erbauten Gerätehaus einen Schlauchtrockenturm hinzugefügt hat.
Die Gemeinden Geilshausen und Lauter haben neue tragbare Schiebeleitern angeschafft.
Abkommen über die Erfassung von Groß- und Einzelhandelsfirmen.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen, sowie die Kreisgruppe Gießen der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel geben davon Kenntnis, daß zwischen den Wirtschaftsgruppen Groh-, Ein- und Ausfuhrhandel und Einzelhandel unter Mithilfe der Reichs- gruppe Handel ein Abkommen zur Regelung von organisatorischen und beitragsmäßigen Ueberschnei- öungen getroffen wurde. Gemischt-Betriebe, d. h. solche, die sowohl Einzelhandel, als auch Großhandel betreiben, werden von beiden Wirtschaftsgruppen nur dann erfaßt, wenn sie sowohl Großhandel, als auch Einzelhandel in nicht unerheblichem Umfange betreiben. Dies wird durch die Einführung von Unerheblichkeitsgrenzen für gemischte Betriebe erreicht. Mitglieder der Wirtschaftsgruppe Groß-, Ein- und Ausfuhrhandel erfaßt danach die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel grundsätzlich nur dann, wenn der Einzelhandelsumsatz jährlich 3000 RM. übersteigt. Mitglieder der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel ersaßt umgekehrt die Wirtschaftsgruppe Groß-, Ein- und Ausfuhrhandel grundsätzlich nur dann, wenn der Großhandelsumsatz jährlich 40 000 RM. übersteigt. Die Unerheblichkeitsgrenzen können durch branchenmäßige Vereinbarungen erhöht werden.
Gehört ein Unternehmer oder eine Unternehmung nach diesem Abkommen, oder nach einem besonderen Branchenabkommen nur zu einer Wirtschaftsgruppe, so besteht Beitragspflicht für den gesamten Umsatz dieser Wirtschaftsgruppe gegenüber, unbeschadet der Möglichkeit, im Billigkeitswege eine andere Regelung 3u treffen.
Unternehmer und Unternehmungen, die beiden Wirtfchaftsgruppen angehören, zahlen die nach dem Umsatz berechneten Beiträge nur anteilmäßig.
Nähere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle der Kammer und der Kreisgruppe.
75 Jahre Pflegestätte für Kurzschrist und Maschinenschreiben.
Von der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft wird uns geschrieben:
Die Deutsche Stenographenschaft ist die vom Reichsminister des Innern beauftragte Pflegestätte für Kurzschrift und Maschinenschreiben. Die Deutsche Stenogravhenschatt faßt seit 90 Jahren Freunde der Kurzschrift zusammen und hat das Verdienst, der Kurzschrift endgültig Bahn gebrochen zu haben. Sie fördert gleichberechtigte Menschen aller Berufe, Lebensalter und Stände, stellt also seit Jahrzehnten verwirklichte Volksgemeinschaft dar. Gemeinsames Streben, gemeinsames Erlebnis ketten die Mitglieder zu dauernder Freundschaft zusammen.
Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft kann in diesem Jahre auf ein 75sähri- ges Bestehen zurückblicken. Die Ortsgruppe arbeitet auf Grund der Verpflichtung einer erfolgreichen Geschichte. Sie will gerade in ihrem Jubiläumsjahr anläßlich des Gautages am 4. und 5. Juli, an dem ca. 1200 Wettschreiber nach Gießen kommen, mit ganz besonderen Leistungen aufwarten. Tausende und Abertausende haben die Kurzschrift und das Maschinenschreiben in den Lehrgängen der Ortsgruppe erlernt, und durch ständiges lieben sind sie hervorragende Stenographen geworden. Den meisten war die Kurzschrift Voraussetzung für ihr Vor- wärtskommen. Im späteren Leben sind ihnen die Kurzschrift und das Maschinenschreiben treue Helferinnen geblieben.
Heute sind Kurzschrift und Maschinenschreiben unentbehrliche Hilfsmittel für den schreibenden Menschen. Sowohl bei Behörden, wie in der Wirtschaft werden sie tagtäglich mit größtem Nutzen angewendet. Ein neuzeitliches Büro ist ohne Kurzschrift und Schreibmaschine kaum denkbar. Die Kurzschrift ist ein Kulturgut ersten Ranges. Deshalb hat der neue Staat sich ihrer angenommen und fördert sie in jeder nur denkbaren Weife. Jeder, der vorwärts kommen will, lernt die Kurzschrift und das Maschinenschreiben, vervollkommnet seine Fertigkeiten.
Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Stenographenschaft bietet mustergültigen Kurzschriftunterricht für Anfänger, Fortgeschrittene und Praktiker zweckmäßigen Unterricht im Maschinenschreiben (10 Finger-Blindschreiben) für Anfänger, Fortgeschrittene und Praktiker. Staatlich geprüfte Kurzschriftlehrer, erfahrene Praktiker auf dem Gebiete der Kurzschrift und des Maschinenscheibenss leiten den Unterricht, so daß die Teilnehmer die Gewähr dafür haben, richtige Stenographen und Maschinenschreiber zu werden.
Im Kurzschrift-Anfänger-Unterricht wird nur nach der neuen Schriftform gelehrt, die Teilnehmer der übrigen Kurse werden ebenfalls in wenigen Stunden mit der neuen Schriftform vertraut gemacht, so daß ohne Stöung nach der altbekannten Weise weiter geübt werden kann.
Die Ortsgruppe will keine Gewinne erzielen. Sie hat deshalb die Preise für den Unterricht so niedrig gehalten, daß jeder Volksgenosse in der Lage ist, daran teilzunehmen. Die Kurse: Redeschrift für Anfänger, Redeschrift für Fortgeschrittene und Redeschrift für Praktiker sind für die Teilnehmer eines Diktatkurses sogar kostenlos. Neun neue Kurse für Kurzschrift beginnen am Mittwoch, 15. April, 19.15 Uhr, in der Alten Pestalozzi-Schule, Wernerwall 18; neue Kurse für Maschinenschreiben am Freitag, 17. April, 19.15 Uhr, in der Öffentlichen Handelslehranstalt, Liebigstraße 16. Mit Rücksicht auf den Geschäftsschluß haben wir Beginn und Ende der Kurse % Stunde später gelegt, damit allen Lehrlingen und Gehilfen ebenfalls Gelegenheit gegeben ist, unsere Kurse zu besuchen. Man beachte die heutige Anzeige.
(Sportamt »Kraft durch Freude".
Reue Jahressporlkarke für 1936/37.
Alle Teilnehmer an KdF.-Sportkursen müssen ab 1. April im Besitz der neuen Jahressportkarte für das Jahr 1936'37 fein. Diese Karte kostet einmal im Jahre 30 Pf. (mit Unfallversicherung) und ist in sämtlichen Sportkursen, sowie in der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, erhältlich.
Reue kdF. Sporkkurfe.
Reiten. In der kommenden Woche beginnen neue Reitkurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Die Kosten für den sechsstündigen Kursus betragen für Mitglieder der DAF. 6 Mark, für Nichtmitglieder 9 Mark. Da zu diesen Kursen nur eine beschränkte Anzahl von Teilnehmern zugelassen werden kann, ist umgehende Anmeldung auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, erforderlich.
Fechten. Um viele Volksgenossen dieser schönen Sportart zuzuführen, werden von der NSG. „Kraft durch Freude" Fechtkurse für Florett und Säbel eingerichtet. Die Kosten find so niedrig gehalten, daß allen Volksgenossen die Teilnahme an ihnen möglich sein wird. Die Kurse beginnen in der Woche nach Ostern. Anmeldungen können auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, abgegeben werden. Waffen werden gestellt.
Schachkurfe Für diese Kurse liegen schon einige Anmeldungen vor, so daß der erste Uebungs- nbenb in der Woche nach Ostern stattfinden wird. Wer Lust und Liebe hat mitzumachen, kann sich noch auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, melden. (Anfänger und Fortgeschrittene.) Die Gebühr für den Abend beträgt 20 Pf.
Rollfchuhlaufen. Diese Uebungsfahrt wird sicher in kurzer Zeit viele Freunde gewinnen. Niemand ist zu alt zu diesen Kursen, die unter An- leituna von bewährten Lehrkräften eingerichtet werden. Gibt es etwas Schöneres, als nach den Klän- aen der Musik Figuren und Bogen zu laufen? Wer macht mit? Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle. Schanzenstraße 18, entgegen. Rollschuhe werden gestellt.
Kindergymnastik. Diese Kurse sind für die Kleinen und Kleinsten gedacht. Alle Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren können daran teilnehmen und sich fröhlich im gleichaltrigen Kreise tummeln. Eine geprüfte Lehrerin leitet diese Kurse und gibt den Kindern Anleitung zu luftigem Spiel. Zeitlich werden die Kurse so gelegt, daß dem Familienleben in keiner Weise Abbruch getan wird. Auch die Kosten sind mit 20 Pf. für die Stunde so niedrig gehalten, daß es allen Eltern möglich ist, ihre Kinder an den Kursen teilnehmen zu lassen.
Jeder Deutsche
kann an KdF.-Sportkursen teilnehmea.
Nachsendung von Postsendungen.
Das Postamt Gießen teilt mit: Zu Anträgen auf Nachsendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen Formblätter zu benutzen, die an den Postsckaltern und von den Postzustellern zur Abgabe bereitgehalten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Formblätter gewährtes tet die pünktliche Nachsendung der Post und ist daher zum Vorteil der Empfänger.
(Siebener Wochen Marktpreise.
* Gießen, 4. April. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Handelsklassen-Eier Kl. S 11, Kl. A 10'/-, Kl. B 10, Kl. C 9'/-, Kl. D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 18 bis 22, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 40 bis 45 Pf., Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 5, 10 Pfund 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 50 Pf., Nüffe 45 bis 50, Zwetfchenhonig 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 50, Salat 20 bis 35, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, Bund 15 Pf.
** Die Dien st stunden der Polizei« direktion Gießen für den Publikumsverkehr ab 1. April sind von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 17.30 Uhr; Samstags von 8 bis 12 Uhr.
** Mieterjubiläen. Am 1. April wohnten die Familien I. Günther, Obertelegraphen- fefretär i. R., und K. Sommerkorn, Polizei- oerwaltungsoderafsistent i. R., feit 25 Jahren ununterbrochen im Hause Ederstraße 21. Der Hausbesitzer erfreute die beiden Mieterjubilare durch die Ueberreichung eines Blumengebindes. Die beiden Mieterjubiläen find ein schöner Beweis für die Harmonie zwischen Hausbesitzer und Mietern in diesem Hause.
** Straßensperrung. Die Straße „Am Nahrungsberg" wird zur Vornahme von Kanalbauarbeiten für die Zeit vom 6. bis 11. April einschließlich zwischen dem Altenfeldweg und Bismarck» straße für jeglichen Fährverkehr polizeilich gesperrt.
** D i e Bezahlung der Strom- und Gasgelder im Stadt - und Ueberlanb» gebiet betrifft eine Bekanntmachung der Direktion der städtischen Betriebe in unserem heutigen Anzeigenteil. Rückständige Zahlungen vom Monat Februar müssen bis zum 15. April geleistet werden, andernfalls wird die Strom- und Gaslieferung gesperrt.
** Das Fundsachen-Verzeichnis. Das Verzeichnis über die im Monat März gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingefehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb von zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen.
** Kleine Unfälle. Der elfjährige Sohn des Gastwirts G r e i 1 i ch von hier zog sich beim Sport einen schweren Unterschenkelbruch zu. Der etwa 15jährige Sohn des Steinmetzen Rühl vckn Großen-Linden erlitt durch einen unglücklichen Fall ebenfalls einen Unterschenkelbruch. Einen Unterschenkelbruch des linken Beines erlitt ferner während feiner Arbeit der Arbeiter Otto Herzinger von Borsdorf. Eine erhebliche Fußguetfchung zog sich der 28 Jahre alte Maurer Karl Hahn von Steinbach zu. Durch einen unglücklichen Sturz erlitt das dreijährige Söhnchen des Landwirts Schmidt von Großen-Buseck starke Kopfwunden. Das 8jährige Söhnchen des Notars Wachtel aus Alsfeld hatte eine schwere Hüftprellung erlitten. Sämtliche Verunglückte mußten zur Behandlung in die Chirurgische Klinik eingeliefert werben.
** Viehmärkte in Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet hier Rindviehmarkt statt, am Mittwoch, 22. April, wird Schweinemarkt abgehalten.
Amtsgericht Gießen.
Wegen Diebstahls wurde der E. B. aus Gießen durch Strafbefehl zu drei Wochen Gefäng- n i s verurteilt. Der Angeklagte entwendete im Juli 1935 aus einer hiesigen Wirtschaft einige Flaschen Wein. Den Einspruch gegen diesen Strafbefehl nahm der Angeklagte, nachdem er vom Gericht auf die Aussichtslosigkeit hingewiesen worden war, zurück, so daß es bei der im Strafbefehl erkannten Strafe verbleibt.
Schöffengericht Gießen.
Wegen Vergehens gegen das Gesetz gegen heimtückische Angriffe auf Partei und Staat wurde der Ludwig Schneider aus Ober-Mockstadt zu z w e i Wochen Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte am 10. Januar auf dem Arbeitsamt den nationalsozialistischen Staat beleidigt. Bei der Strafausmessung kam in Betracht, daß der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist und in einer gewissen Erregung gehandelt hatte.
Der Jude Jakob Heilbronner aus Gießen hielt ohne Genehmigung der Reichszeugmeisterei braune und schwarze Tiroler Hosen feil. In der gestrigen Hauptoerhandlung konnte dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden, daß er die Uniformstücke verkauft hatte. Das Gericht erkannte deshalb auf 50 Mark Geldstrafe, eventuell 10 Tage Gefängnis. Außerdem wurde die Einziehung der Kleidungsstücke angeordnet.
Der Max Neef aus Bürbach, der sich zur Zeit in Untersuchungshaft in Wiesbaden befindet, beleidigte im Juni vorigen Jahres in einer Wirtschaft in Butzbach die NS.-Hago. Das Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten.
Eine weitere Sache wurde zwecks Anstellung von Ermittlungen abgesetzt.
Scharfschießen bei Ebersgöns.
Am 15., 16. und 17. April von 7.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr finden in der Nähe von Ebersgöns Schießübungen mit scharfer Munition statt. Gefährdet ist das Gelände südlich Ebersgöns— südlich Oberkleen — ostwärts von Kleeberg. Die Straßen Ebersgöns—Kleeberg und Ebersgöns —Hausen, letztere soweit der Kreis Wetzlar in Frage kommt, werden für die vorgenannte Zeit für jeglichem Verkehr polizeilich gesperrt. Das gefähroets Gelände wird durch Posten abgesperrt und muß eine Stunde vor Beginn bis eine Stunde nach Beendigung des Schießens von jedem Verkehr freibleiben. Die Bevölkerung wird darauf hingewiefen, daß sie den Weisungen der Absperrposten, die die Rechte und Pflichten eines Wachtpostens haben, unbedingt Folge zu leisten hat.
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Für oerhe Minderer beim Thema, Lohnsteuer a töie ein kind girö die vte> »trag von ei sich um 12 3) Die hinzurech nachweist, daß ausübt, z. D nicht mehr al qungen eine Eteuerfarte Mud) Kinder diesem Falle kann auch d langen, daß für die Fal iz. B. Versici sie nicht schor llbzug auf i merkt wird.
Steht eine hältnis, di Vehaltsempfä gongen nach Themann bei daß die Ehe Steuer zu er Frage gekom eitslohn zuz ' hätte.
Beispiel Gehalt von : find Vorhände W. zu zahl, 14,82 M. 2 100 M. bez frag von 11,. fn denen bei er Eheleute °mmt als b, ann die Eh dem Monn niedrigere ( lhre Steuert deun Finanz JN eir PWoet «dem zwe N"-t, al. oder w
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