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aus gesehen ein nationales Opfer ist. Die Em­pörung über die Engländer, über ihre Haltung in den Fragen der Sanktionen, die sich ja seinerzeit in manchen sinnlosen Demonstrationen Luft machte, scheint tief zu wurzeln. Aber in einigen Monaten kann es schon wieder anders aussehen.Wenn wir in Abessinien gesiegt haben", erklärte der Kellner mit abschätziger Handbewegung,werden sich auch die Engländer wieder einfinden."

So ist es denn auch verständlich, daß die Korpo­ration des Fremdenverkehrs und des Hotelwesens unlängst beschloß, auch die zur Zeit unbenutzten Anlagen m Stand zu halten und die Werbung fort­zusetzen. Wochen, vielleicht auch Monate werden vergehen, und dann wird vorausgesetzt, daß sich die politische Lage derweilen nicht verschärft die Sonne Italiens, werden die einzigartigen und imposanten Zeugen des Bestandes der Ewigen Stadt auch über noch zerrissenere Zeitläufte wohl auch die Engländer mit den gefüllten Geldtaschen wieder ins Land ziehen und in ihren unwider­stehlichen Bann zwingen. Bis dahin aber muß es noch heißen:Italien unter den Sanktionen". Und wenn man den flüchtigen oder länger verweilenden Besucher Roms fragt, wie sich ihm dieses Italien darstellt, dann kann er eigentlich nur diese Ant­wort erteilen: man spürt hier nicht viel davon, daß das Volk ganz tief im Innern etwas bedrückt ist, weil es sich vor allem auch ungerecht behandelt fühlt. Auf der Straße aber merkt man nichts da­von, auch dann nicht, wenn heute einige hundert Pferdedroschken mehr als früher durch den durch­aus noch vom Kraftwagen beherrschten Verkehr zuckeln. Wären da nicht die vielen Zeitungsverkäu- fer, die mit temperamentvollen Handbewegungen ihre Blätter mit den letzten Siegesmeldungen laut kreischend umherschwenken, und wäre da nicht in der verkehrsreichen Via di Tritone jener Laden, dessen eine ganze Wand von einer riesigen Land­karte bedeckt ist, auf der mit Fähnchen das Vor­dringen der italienischen Truppen auf dem abessini­schen Kriegsschauplatz fortlaufend neu markiert wird, dann würde man auch hier inmitten der Stadt ebensowenig vom Krieg etwas merken, wie beim Herunterschauen von der Peterskirche. Was will es dann schon besagen, wenn man den Platz in der Bar spätestens eine Viertelstunde nach Mitternacht räumen muß, weilwegen der Sanktionen, Si­gnore", der Lichtersparnis halber geschlossen werden

muß? Eine kleine Unbequemlichkeit, die einzige iber, möchte man behaupten, die der Reisende heute 'n Rom in Kauf nehmen muß.

Auf dem holländischen Flugplatz S ch i p h o l wurde dieser eigenartige Luftwegweiser errichtet, der die Richtungen anzeigt, in denen die verschiedenen Flugzeuge den Flugplatz verlassen. Gab es schon jemals in der Welt einen Wegweiser mit der Auf­schrift:Batavia via Leipzig 14243 km"? Solche und ähnliche gigantische Entfernungen lassen sich an diesem Wegweiser ablesen.

(Presse-Bild-Zentrale-M.)

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Oie Schule der Nation.

1,2 Millionen Männer gingen durch den Arbeitsdienst.

Arbeitsdienstpflicht! In diesen Tagen, gegen Ende des Monats, schlug für die Arbeitsmänner, die jetzt ihre halbjährige Arbeitsdienstzeit hinter sich haben, die Abschiedsstunde. Es ist dies, wie wir aus der früheren Zeit des Freiwilligen Arbeitsdienstes wissen, kein leichter Abschied, denn zu sehr sind diese jungen Menschen mit dem, was sie in den sechs Monaten erlebt und in sich ausgenommen haben, verwurzelt, als daß sie leichten Herzens aus den Lagern scheiden können, die ihnen Heimat geworden sind, Heimat im schönsten und edelsten Sinne des Wortes.

Aber nur kurze Zeit werden die Lager in allen Gauen unseres Vaterlandes leerstehen, nur wenige Tage werden die Führer und länger dienenden Frei­willigen in ihren Lagern allein sein, denn schon sind die Einberufungen des zweiten Jahrganges erfolgt, und in den nächsten Tagen werden wieder junge deutsche Männer hier ihren Einzug halten, werden sie durch diese Schule gehen, durch die heute und für alle Zeiten die ganze deutsche Na­tion geht, diese Schule, die jedem Einzelnen von ihnen so unendlich viele Werte gibt.

In drei Jahren sind 1,2 Millionen Arbeitsmän­ner durch den Arbeitsdienst gegangen? Wer denkt hierbei, wenn er diese Zahl hört, nicht an das Wort des Führers vom 1. Mai 1933, das nunmehr Wirklichkeit geworden ist:Wir wollen, daß das deutsche Volk durch die Arbeitsdienstpflicht erzogen wird zur Erkenntnis, daß Handarbeit nicht schändet, daß Handarbeit nicht entehrt, sondern daß Handarbeit genau wie jede andere Tätigkeit dem zur Ehre gereicht, der sie treu, froh und redlichen Sinnes erfüllt. Und deshalb ist es unser unver­rückbarer Entschluß, jeden einzelnen Deutschen, ob hoch geboren und reich oder arm, ob Sohn von Gelehrten oder Sohn von Fabrikarbeitern, einmal in seinem Leben zur Handarbeit zu führen, damit er sie kennen lernt, damit er auch leichter befehlen kann, weil er selbst schon gehorchen gelernt hat."

Zwei Aufgabengebiete sind es, die der Arbeits­dienst zu erfüllen hat: Arbeit am Boden und Arbeit am Menschen! Dem deutschen Volk Brot aus eigener Scholle zu geben, ist eine der Hauptaufgaben, die sich unsere Staats­führung gestellt hat Diese Sicherung der Ernäh­rungsfreiheit, an die frühere Regierungen niemals herangegangen sind, erfordert restlosen und ge­schlossenen Einsatz der ganzen Nation, verlangt Auswertung und Nutzbarmachung aller Möglich­keiten, die den Weg zu diesem Ziel weisen. Und das, was auf diesem Gebiet schon in diesen weni­gen Jahren durch den Arbeitsdienst geleistet worden ist, steht als Großtat des nationalsozialistischen Auf­bauwerkes da, spricht durch die Wucht der Tat­sachen eine eindringliche und unmißverständliche Sprache. Wo früher braches Land war, wo über unendliche Weiten hin keines Menschen Hand den Boden bearbeitete, wo wertvoller Boden, bestes Volksgut, ungenutzt blieb, da schaffen und arbeiten jetzt deutsche Menschen für unser Volk, für unserer Kinder Zukunft. In den Mooren des Emslandes, in den großen Oedgebieten Hannovers, Pommerns, Brandenburgs oder Schlesiens, in der Eifel, im Hunsrück, im Westerwald oder in der Rhön, im bayerischen Wald oder in den weiten Gefilden des ostpreußischen Landes, überall ist der Arbeitsdienst nach einem sinnreich aufgestellten Man, der alle Aus-^rtungsrnöglichkeiten berücksichtigt und erfaßt, eingesetzt worden und hat der Nation brachliegende Werte 'erschlossen. Dieses Werk des Friedens, dem auch selbst die Kreise des Auslandes, die zunächst dem Arbeitsdienst ablehnend gegenüberstanden, ihre Achtung und Anerkennung nicht versagen können, ist einer der Marksteine auf dem Wege unseres Aufbaues, die jetzt nicht mehr fortzudenken sind.

Aber nicht minder wichtig ist die A r b e i tarn Menschen, welche der Arbeitsdienst zu erfüllen hat. Hier müssen wir unseren Blick einmal tner, fünf Jahre zurückschweifen lassen, um gerade dieser Arbeit die richtige Würdigung angedeihen lassen zu können. Wie sah es doch damals in den Straßen der deutschen Städte aus? Ueberall erblickten wir junge herumlungernde Männer, die nicht nur ar­beitslos waren, sondern auch, was noch viel schwerer

wiegt, den Glauben an den Sinn ihres Daseins völlig verloren hatten:Wozu sind wir noch da, was hat unser Leben eigentlich überhaupt noch für einen Zweck?"

Hier hat nun der Arbeitsdienst mit seiner Arbeit am Menschen eingesetzt, indem er diese deutsche Ju­gend herausriß aus dem Nichtstun und sie hineinstellte in das Lager, das diesen jungen Menschen das Gemeinschaftserlebnis erschloß und ihnen wieder den Sinn und die Aufgaben und Ziele ihres Lebens klar vor Augen führte. Wieviele dieser jungen Menschen waren ja überhaupt noch nicht aus der Stadt herausgekommen, hatten noch nicht die Schönheiten deutschen Landes geschaut! Hier, in der Gemeinschaft des Lagers, in jener Gemeinschaft, die ihnen von ihren Führern vorgelebt wurde, wurde in ihnen, nicht durch Reden, sondern durch das Werk eines jeden Tages, mehr und mehr e i n neuer Glaube lebendig, ein Glaube, der sie wie­der mit Hoffnung erfüllte und der ihnen das Be­wußtsein gab, daß sie doch nicht umsonst auf dieser Welt sind. Wir sind ehrlich genug zu erklären, daß auf diesem Wege des Hineinwacbsens in die Ge­meinschaft an jeden Führer im Arbeitsdienst die höchsten Anforderungen gestellt wurden und na­türlich auch weiterhin noch gestellt werden müssen, denn es liegt auf der Hand, daß vor allem in den ersten Jahren des Arbeitsdienstes auch diese jungen Männer zunächst mit einem Gefühl innerer Ab­lehnung in das Lager kamen, in dem sie, dank einer gewissenlosen Hetze, zunächst nur einen Zwang er­blickten

Wie in ihnen die große Umwandlung zustande kam? Sie erlebten den Nationalsozialismus, sie erlebten ihn täglich und stündlich im Dienst, in der Arbeit, beim Feierabend. Wenn ihnen staatspoli­tischer Unterricht erteilt wurde, so war das kein nüchternes Kolleg, sondern lebendige Wirk­lichkeit Monat für Monat mehr wurde ihnen klar, was die Einordnung in die Gemeinschaft be­deutet, begriffen sie den Sinn des Fübrerworti's Du bist nichts, dein Volk ist alles!", verstanden sie, warum das eigene Ich zurückzustehen hat hinter dem Wohl der Gesamtheit.

Irene, Gehorsam, Kameradschaft! Auf diesen drei Grundvfeilern nationalsozialistischer Erziehungsarbeit baut sich die Arbeit am Menschen auf, die jetzt schon so reiche Früchte getragen hat. Hunderttausende werden Jahr um Jahr durch diese Schule der Nation aehen, sie werden wahr machen das Wort, das der Führer auf dem Reichsparteitag in Nürnberg 1935 vor den 50 000 Arbeitsmännern sprach:Auf euch ruht das Auge der Nation, ihre Hoffnung. Sie sieht in euch etwas Besseres, als sie selbst in der Vergangenheit war Würde heute das ganze deutsche Volk euch hier gesehen haben, ich glaube, auch die letzten Zweifler, sie würden bekehrt werden, daß die Ausrichtung einer neuen Nation, einer neuen Gemeinschaft unseres Volkes kein Gerede, sondern eine Wirklichkeit ist!"

Das ioblichere

Lpd. Frankfurt a. M., 3. April. Wegen B e- trüge wurde ein Mann namens Hans Schäfer fest genommen Er hatte durch Anzeigen Geld­aeber mit einem Mindestkapital von 1000 bis 1500 Mark gesucht und ein gewinnbringendes Geschäft in Aussicht ciestellt. Fanden sich Interessenten, so er­schien Schäfer bei ihnen und erzählte, daß er ein Roulette-Spielsystem erfunden habe, durch das man an der Spielbank in Baden-Baden mit absoluter Sicherheit Gewinne erzielen müsse. Ledig­lich das erforderlich Spielkapital fehle ihm. wes­halb er Teilhaber suche, denen großzügig die Hälfte des Gewinnes zugesichert wurde. Bis jetzt ist ein Fall bekannt geworden, wo Schäfer für ein Ehe­paar in Baden-Baden spielte und in wenigen Tagen 500 Mark verlor. Natürlich hatte er es verstanden, sich sogenannte Spesengelder zu verschaffen. Vermut­lich ist Schäfer auch noch an andere Personen hercm- getreten. Im Interesse einer wirksamen Bekämpfung solcher Betrügereien werden alle Personen, die An­gaben machen können, um Mitteilung an die Po­lizei ersucht.

Lahr des deutschen Jungvolks."

Oer große Werbefeldzug bis zum Geburtstag des Führers.

Ein reger Werbefeldzug für das Jung­volk ist in ganz Deutschland im Ganae. Er wird von der politischen Verfammlungspaufe, die nach den Wahlen eingelegt ist, nicht berührt. Es handelt sich um eine große nationalsozialistische Aufgabe: die Eingliederung aller Zehn- bis Vier­zehnjährigen in die große Organisation der deutschen Reichsjugend. Das Jungvolk ist dazu die Vorstufe; was es leisten will, wird ein Stück der großen Erziehungsarbeit fein, die ein neues Ge­schlecht heranbildet, das schon mit früher Jugend an die Aufgaben de s Staates und Volkes hineingeführt wird.

Grundsatz dieser Erziehung wird fein, das Drän­gen und das Stürmen der Jungen in richtige Bah­nen zu leiten und einem großen Ziel dienstbar zu machen. Lebensfreude und Lebenskraft sollen mit körperlicher Ausbildung und kameradschaftlicher Gesinnung in eine Form gebracht werden. Der Jahrgang 1936 soll im Jungvolk erstmals geschlossen zusammenaefaßt wer­den. Nach einigen Jahren wird dieser Aufbau so­wohl im Jungvolk wie in der Hitler-Jugend ab­geschlossen fein. Bei der Schulung der Mitglieder kann auf diese Weise auf die verschiedenen Alters­stufen Rücksicht genommen werden. Daß dabei die Leibesübungen, der Sport und das Ge­ländespiel einen besonderen Platz einnehmen, ver­steht sich von selbst. Später erfolgt der Uebergang vom Jungvolk zur HI., wobei eine Aus­lese getroffen werden soll. Arbeitsdienst und Wehrdienst sind die weiteren großen Stufen, die den jungen Deutschen in der Volksgemeinschaft schulen, erproben und festhalten werden. So bildet sich ein ganz klarer Aufbau, verschiedenartig in den Formen, einheitlich in dem Ziel, ein gesundes Ge­schlecht von staatsbürgerlicher und nationalsoziali­stischer Grundhaltung heranzubilden.

Der Eintritt in das Jungvolk ist freiwillig. Die Kinder sollen sich selbst melden, die Eltern sol­len ihre Einwilligung freiwillig dazu erteilen. Es ist für den jungen Nachwuchs gut, wenn er sich frühzeitig in die Reihe feiner Altersgenossen stellt, das Nachholen ist oftmals schwerer. Für ge­sundheitliche Rücksichten ist überall ausreichend Vor- jorge getroffen. Dafür, daß die Schulpflichten nicht zu kurz kommen, sorgt die Zusammen­arbeit des Jungvolks mit den Schulleitungen. In allen diesen Dingen sind im Laufe der Jahre reiche Erfahrungen gesammelt, die voll berücksichtigt wer­

den. Wer von den Eltern noch Zweifel hat, der be­suche die Elternabende, die in nächster Zeit anläßlich der Werbeaktion des Jungvolkes fast über­all ftattfinben und verschaffe sich dort die Gewißheit, daß er seine Kinder frühzeitig in diese Bewegung hineinstellen kann. Auch auf die Tatsache, daß

manche Familien nicht in der Lage sein werden, Beiträge zu zahlen oder Uniformen zu beschaffen, ist Bedacht genommen. Hier werden Beihilfen und Erleichterungen geschaffen, die aus­reichend sind. Keinesfalls soll aus finanziellen Grün­den ein Teil unserer Jugend aus dem Jungvolk fernbleiben.

Aus allen diesen Gründen verdient der Werbe­feldzug des Jungvolkes, der bis zum 20. April, dem Geburtstag unseres Führers, dauern soll, jede Förderung und Unterstützung.

Geschichten ans aller Welt.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Der diebische Affe.

(ur) Bombay.

Eines Morgens wurde die Polizei von Cawnpore von einem indischen Kaufmann alarmiert. Er be­hauptete jammernd, daß er in der letzten Nacht bestohlen worden sei und seine letzten 800 Rupees die Beute des Diebes wurden.

Die Polizei stellte sofort eine umfassende Unter­suchung an. Das Ergebnis war, daß im Laufe der nächsten Tage mehrfach ein großer Affe beobachtet wurde, der um das Haus herumturnte Man folgte diesem Affen bis in fein Versteck in einem nahen Wald. Als man in dem Baum hinaufkletterte, in dem er zu wohnen pflegte, fand man dort ein wenig zerfetzt, aber sonst vollzählig die 800 Rupees, die der Affe offenbar auf fein eigenes Sparkonto gelegt hatte.

Die Leopardenmenschen von Liberia.

(E. Z.) Kapstadt.

Trotz aller Bemühungen der Missionen und Ko­lonialoerwaltungen ist es bisher nicht gelungen, in Afrika die alten barbarischen Riten gänzlich aus­zurotten. In den Kolonien sind rituelle Grausam­keiten zwar seltener geworden, hin und wieder wird aber, namentlich aus dem Kongo und aus Teilen Rhodesiens von sektiererischen Gewalttaten berich­tet Am stärksten wird neuerdings der Negerfrei­staat Liberia heimgesucht, in welche die heidnische Sekte der Leopardenmenschen die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. In den entlegeneren Teilen des Landes üben die Leopardenmenschen einen wahren Terror aus. Der Bezirk Grand Cape ist neuerdings von seinen Bewohnern fast völlig verlassen worden

Der Kult der Leopardenmenschen wurde bisher als ausgeftorben betrachtet. Nur Reisende mit gro­ßer Phantasie und Verfasser von schlechten Aben­teuerromanen wollten von ihnen noch gehört haben Doch scheint es außer Zweifel, daß der barbarische Kult noch immer besteht. Die Leopar­denmenschen halten sich selbst für in Leoparden ver­wandelte Menschen. Sie tragen Leopardenfelle und greifen ihre ahnungslosen Opfer mit einem stäh­lernen Gerät an das her Leopardenklaue nachge­bildet ist Allein im letzten Monat sind in einem einzigen Bezirk von Liberia nicht weniger als imrmiia M-wichen ermordet worden. Merkwürdiger­weise sind Weiße vor den Leopardenmenschen sicher. Sie werden nicht als ein den heidnischen Göttern genehmes Opfer betrachtet Zur Zeit versucht die Regierung von Liberia, den furchtbaren Kult mit Waffengewalt zu unterdrücken

Der Mann, der mit den Sioux kämpfte.

A. Z. Neuyork.

Es dürfte wenig bekannt sein, daß es vor wenigen Tagen noch einen Amerikaner gab, der den roman­tischen Teil der amerikanischen Geschichte, die Kämpfe mit den Indianern und die Eroberung des Westens selbst erlebt und an den schweren Kämpfen des vorigen Jahrhunderts teilgenommen hat. Dieser Mann war Oberst Charles Varnum, der vor eini­gen Tagen im Alter von 87 Jahren gestorben ist.

Charles Varnum war vor einem Menschenalter Kavallerieoffizier unter dem General Custer, dem Bekämpfer der westlichen Indianer. Custer sowie seine gesamte Truppe fiel am 25. Juni 1876 in der denkwürdigen Schlacht von Little Big Horn. Seine Gegner waren damals die Sioux-Indianer unter dem aus manchen Abenteuerbüchern bekannten Häuptling Sitting Bull. Nur ein einziger Ameri­kaner war aus dem blutigen Treffen lebendig da­vongekommen Oberst Charles Varnum, der an allen Jndianerkriegen teilgenommen hatte.

In der Schlucht von Little Big Horn waren die Amerikaner von den 4000 Mann zählenden India­nern überrascht worden. Im Nu waren sie um­

zingelt und von den mit Feuerwaffen ausgerüsteten Indianern trotz tapferster Gegenwehr schwer ge­schlagen. Nur wenige entkamen, darunter Varnum als einziger Offizier. Varnum beteiligte sich dann an den Strafexpeditionen gegen die Indianer, die schließlich mit der Niederwerfung der amerikani­schen Ureinwohner endeten. Einige Jahre vor dem Krieg nahm Barnum feinen Abschied.

Nach Varnums Tod gibt es keinen Amerikaner mehr, der Zeuge der Jndianerkämpfe gewesen ist. Aber natürlich leben noch genug, die sich an die Jndianeraufstände vor 60 Jahren erinnern können, und auch unter den Indianern gibt es einige, die damals die Waffen gegen die Weißen erhoben hatten.

Erfolgreicher Kampf gegen die Nnterwett

B/Li. Washington.

Es scheint, daß die vor einiger Zeit vorgenom­mene Schaffung einer Bundespolizei in den USA., die lediglich der Washingtoner Regierung unter­steht, des Governmental Criminal Department, de­ren Mitglieder kurz G-men genannt werden, sich sehr segensreich ausgewirkt hat. Die Zahl der Ver­brechen hat jedenfalls im Lauf des vorigen Jahres sehr erheblich abgenommen. So ist die Zahl der Morde um 323 auf 455 gefallen, die der Raub­fälle um 5777 auf 14 248 und der Diebstähle von 87 846 auf 76 001.

Viel hat hierzu naturgemäß die Abschaffung der Prohibition beigetragen. In den ersten Jahren nach der Abschaffung der Prohibition versuchte das orga­nisierte Verbrechertum sich noch in anderer Weise zu betätigen, aber allmählich zerfielen die großen Ban­den, und nach der Reorganisation der amerikanischen Polizei wurde man auch mit den Einzelverbrechen leichter fertig.

Romantische Heirat.

() London.

Das Tagesgespräch in London ist die Heirat des 63jährigen Earl Russell, der einen der glanzvollsten Namen des britischen Adels trägt und als sozial­kritischer Schriftsteller, Naturphilösoph und Mathe­matiker in der ganzen Welt Ansehen genießt, mit der 25jährigen Stenotypistin Patricia Helen Spence. Earl Russell, der unter dem Namen Bertrand Rüssel schreibt und unter diesem auch durch seine wissenschaftlichen Bücher in Deutschland bekannt geworden ist, hatte Ort und Zeit der Trauung bis zum letzten Augenblick geheimgehalten. Die Zere­monie fand in einer kleinen Kirche in Sussex statt und dauerte kaum zehn Minuten. Seine Braut hat ihren Vornamen Majorie auf feinen Wunsch in Patricia Helen umändern müssen.

Die Schatzgräber von Monsanto.

(zi) Lissabon.

Mit einem wahren Triumphgeheul stürzte kürz­lich ein zehnjähriger Bengel.von draußen in die Dorfgasse von Monsanto in Zrcr Nähe der berühm­ten gleichnamigen Schloßruine, die noch aus den maurischen Zeiten Portugals stammt und viel be­sichtigt wird. Der Junge schwenkte in hocherhobener Hand eine beschmutzte Goldmünze. Die Dorfbewoh­ner eilten neugierig hinzu und erfuhren auf ihr Befragen von dem Jungen, daß er diese Gold­münze oben zwischen den Ruinen im Grase ge­funden fjabe.

Sofort wurde in der Dorfbevölkerung die Er­innerung an eine uralte Legende wach, nach der im Schlosse Monsanto der riesige und wertvolle Schatz eines Maurenkönigs seit Jahrhunderten vergraben liege und eines Tages durch die Hand eines un­schuldigen Kindes gehoben werde. Eine Viertel­stunde darauf schon stürmte die gesamte Dorfbe­völkerung, Männer, Frauen, Greise und Kinder, mit Spaten, Schaufeln, Hacken usw. zur Ruine hin, um sich an dem jetzt sicherlich zutagetretenden Schatz des sagenhafen Mohren zu bereichern. Nur die

OasGeheimnis gutenVerdauung RuHrich-Solz DOS