Ausgabe 
4.3.1936
 
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Nr. 54 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhesien) Mittwoch, 4.lNärz(y36

lichen Vorzügen meiner nicht unwert sei, annehmen

am Die

unterstützt von einem Beamten und einem einem Gesetzgebenden

heißen:

Gau Gau Gau Gau Gau Gau Gau Gau

Meisterschaftsspiele im SauMordhessen.

Die Punktekämpfe am ersten Märzsonntag im Gau Nordhessen waren nur noch für die Abstiegs­frage von Bedeutung, da der Meister nun end­gültig feststeht. In den beiden Spielen schlug der Spielverein Kassel zu Hause den schon abgestiegenen SV. Bad-Nauheim nur knapp mit 2:1 (0:1) und VfB. Friedberg und VfB. Kurhessen Marburg trennten sich unentschieden 1:1 (0:1). Durch das Unentschieden hat sich Friedberg endgültig vor dem Abstieg gerettet, während Spielverein Kassel sich durch den doppelten Punktgewinn wahrscheinlich auch den Verbleib in der Gauliga gesichert hat. Kurhessen Kassel müßte, um noch die Abstiegs­gefahr abzuwenden, beide noch ausstehenden Spiele gewinnen, während der Spieloerein in seinem letz­ten Treffen geschlagen werden müßte.

Sportverein 1928 Garbenteich

Garbenleich I GroßenLinden I 10:1 (1:0).

Wohl die wenigsten der etwa 300 Zuschauer, die am Sonntag auf dem Garbenteicher Sportfeld dem letzten Punktspiel des Sportvereins beiwohnten, hatten einen solchen Sieg der Meisterelf er­wartet. Man hatte nämlich kurz vor dem Spiel noch eine Umstellung vornehmen müssen. Mit un­geheurem Eifer waren die Blau-Weißen von An­fang bis zum Ende des Spieles klar in Front. Durch diesen Sieg hat nun die erste Mannschaft unter Beweis gestellt, daß sie auch würdiger Meister dieser Gruppe ist. Das Torverhältnis lautet 58:19.

Bis zur Halbzeit konnten sich die Gäste einiger­maßen behaupten. Nach dem Seitenwechsel ver­mochten sie dem Tempo der Einheimischen nicht

schiller bekommt einen HeiraiSantrag

Es war zu Beginn des Jahres 1788. Schiller lebte seit dem Juli des vergangenen Jahres in Wei­mar. Nach einem Wiedersehen mit seinerjungen Freundin" Charlotte von Lengefeld faßte er eine tiefe Zuneigung für sie. Jrn Februar 1790 führte er sie dann als seine Frau heim. Wie mag ihn aber gerade in dieser Zeit ein Heiratsantrag angemutet haben, der ihm eines Tages brieflich ge­macht wurde? Herzlich muß er darüber gelacht haben: denn am 25. April 1788 schrieb er an seinen Freund, den Oberkonsistorialrat Körner:

Einen Spaß muß ich Dir noch erzählen, wenn es noch nicht geschehen ist: Vor einigen Wochen ist durch eine vierte Hand aus der fränkischen Reichs­stadt Schweinfurth an mich ergangen, ob ich dort nicht eine Ratsherrnstelle mit leidlichem Gehalte, verbunden mit einer Frau von einigen tausend

wolle."

Nur zwei oder drei Stunden sollte die Stellung wöchentlich in Anspruch nehmen, wie Schiller dem Freunde weiter berichtete. Und da er sich auf keine andere Weise erklären konnte, wie man gerade auf ihn verfallen war, vermutete er die Urheberin dieses eigenartigen Antrages in der ihm zugedachten Frau.

Diese hat vielleicht einige Lektüre", heißt es in dem Brief weiter,die ihr den Menschenzirkel um sie herum verleiden mochte, und da mag sie nun denken, daß sie mit ihrem bißchen Geld und der Lockspeise einer Stelle einen Menschen fischen könnte, der auch andere Forderungen befriedigt. Der Zufall hat ihr von meinen Schriften einige vielleicht in die Hände gespielt, an denen sie Geschmack ge­funden hat, und für einen Juristen hält sie mich ohne Zweifel. So muß ich mir das Rätsel erklären, und der Meinung ist Wieland auch."

Nun, es ist aus diesem verlockenden Heirats­antrag an den damals neunundzwanzigsährigen Dichter nichts geworden. Schiller hielt weiter zu seiner Lotte, und die heiratslustige Schweinfurterin, der er so begehrenswert erschien, hat sich ander­weitig trösten müssen.

Adolf N e s s.

Schlesien: Vorwärts Rasensport Gleiwitz, Sachsen: Polizei-SV. Chemnitz, Mitte: 1. SV. Jena, Nordmark: TSV. Eimsbüttel, Westfalen: FC. Schalke 04, Niederrhein: Fortuna Düsseldorf, Nordhessen: FC. Hanau 93, Württemberg: Stuttgarter Kickers.

1:1 ab.

Zum Spiel der 1. Mannschaft trat Steinbach mit Deuker, Keßler E., Schmidt £)., Keßler I., Lein­weber, Horn H., Heckrodh E., Horn L., Burger E., Becker K. und Größer K. an. Während der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft ein sehr gutes Spiel. Der Sturm arbeitete ausgezeichnet zusam­men. In der 20. Minute fiel durch eine schöne Leistung des gesamten Sturmes, abgeschlossen durch den Rechtsaußen das erste Tor für Steinbach. Die Gäste gingen dann mächtig aus sich heraus, konn­ten aber zunächst Steinbachs Hintermannschaft nicht überwinden. Als jedoch der Rechtsaußen der Gäste einmal plötzlich auf das Tor schoß, und der Tor­mann der Platzbesitzer anscheinend von der Sonne geblendet war, fiel der Ausgleich. Auf beiden Seiten wurde nun erneut energisch um die Führung ge­kämpft. Das Siegestor für Steinbach fiel aus einem Eckball heraus, der vom Halbrechten aus der Luft direkt zum Tor verwandelt wurde. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zum Schluß. Das Spiel wurde sehr fair geführt. Es gab im ganzen nur zwei Strafstöße.

Okympia-Heerschau der Handballer.

Zwei llebungsspiele vor 3000 Zuschauern in Darmstadl.

Im Trainingsheim Ettlingen (Baden) wurde am Samstag ein einwöchiger Olympialehrgang der deut­schen Handballer abgeschlossen, der unter der Leitung des deutschenHandball-Vaters" Karl Schelenz aus Berlin stand. Rund 50 Spieler aus allen Teilen des Reiches waren zu dem Lehraang zusammengezogen, der in erster Linie der taktischen Schulung und der Förderung der Kameradschaft und des Verständnisses zwischen den einzelnen Spielern diente. Der Lehr­gang hat, wie die beiden Uebungsspiele, die am

Zeitschrift*

Mit der Kamera durchs neue Deutschland heißt die Losung eines Preisausschreibens, welches die ZeitschriftA r b e i t und Weh r", Illustrierte für das deutsche Volk, veröffentlicht. Alle Leser werden aufgefordert, Bilder einzusenden, die das deutsche Volk in Arbeit und Wehr zeigen. Inter­essante wirtschaftliche, politische und militärische Gegenüberstellungen mit fremden Staaten zeigen die Notwendigkeit und Bedeutung der deutschen Wehrmacht zum Schutze unserer friedlichen Aufbau­arbeit. So gibt, neben einem interessanten Unter­haltungsteil mit Roman, Kurzgeschichten und Bild­berichten, das vorliegende März-Heft einen Einblick in die technischen und wirtschaftlichen Neuheiten der Automobil-Ausstellung, wie in das Leben des Arbeitsdienstes, die Ski-Ausbildung des heutigen Soldaten, die wirtschaftliche Bedeutung der Schweiz, den gläsernen Zug der deutschen Reichsbahn, den Bau ausländischer Tankschiffe auf deutschen Werf­ten, den Skisport des Jungvolks, die handwerkliche Arbeit in der Backstube u. a. Die schönen Bilder in Kupfertiefdruck machen jedes Heft zu einem wert­vollen Propagandamittel für die gewaltige Aufbau­arbeit des nationalsozialistischen Deutschland. (Ver­lag Arbeit und Wehr, Berlin SW 11.)

Acht Gaumeister stehen fest.

Nachdem am 1. März noch der 1. SV. Jena, Fortuna Düsseldorf und die Stuttgarter Kickers in ihren Gauen als neue Gaumeister ermittelt wurden, haben nunmehr acht von den 16 deutschen Fußball­gauen ihre neuen Titelträger. Die neuen Meister

mehr standzuhalten und mußten die Niederlage von 10:1 hinnehmen.

Die erste Jugendmannschaft mußte unter un­glücklichen Verhältnissen die Reise nach Daubringen antreten. Mit vier Ersatzleuten war dort nicht zu gewinnen. Die Elf hielt sich aber trotzdem mit 3:2 sehr tapfer. w

^.-Sp.-V. 1926 Steinbach.

Steinbach I Leihgestern I 2:1 (2:1).

ernannten Mitglied, sowie Rat von ebenfalls drei Be-

Der Fußballsportverein Steinbach hatte Sonntag zwei schöne Erfolge zu verzeichnen.

1. Mannschaft errang einen 2:1-Sieg, die Jugend trotzte der Leihgesterner Jugend ein Unentschieden

politische Briefmarkensprache.

llm den Besitz der Jalklandsinseln an der Güdspjtze Südamerikas.

So wachsen diese neuen Bauten in der Hauptstadt der Bewegung als eine bauliche Offen­barung eines neuen Geistes empor. Es war der Wille des Führers, Bauwerke ent­stehen zu lassen, die noch nach Generationen einen neuen Bauwillen bezeugen. Wer diese Bauten her­anwachsen sieht, wer die Wucht ihrer Formen, die Schönheit ihrer Baustoffe, die Kraft und Große, die Schlichtheit und Einfachheit ihrer Bausprache auf sich einwirken läßt, wer sie in eine innere Be­ziehung bringt zu den älteren großen Bauschop- fungen Münchens, der weiß, daß hier ein seit Jahr­zehnten nicht mehr erlebter Wille lebendig ist und daß jener Geist, der ein ganzes Volk neu gestaltet hat, seine Verkörperung findet auch in einem Stil des Bauens und in Bauwerken, die noch nach Jahrhunderten zeugen werden von dem Baumeister des Dritten Reiches und von der Größe dieser Zeit. Dr. Karl Koll, München.

als Regierungspräsident die Zügel in der Hand hält, Ausführenden Rat von drei

Symmetrisch zur Achse der Brienner Straße schließen sich an die Ehrentempel die beiden Hauptbauten der Partei an, im Norden der Führerbau, gegen Süden der Verwaltungsbau. In der Reinheit und Harmonie ihrer Formgebung und in der Wahl der Baustoffe sind sie Zeugen edel­ster Baugesinnung. Sie sprechen m ihrer Ausdrucks- fvaft und Größe für die Zeit, die solche monumen­tale Bauausgaben zu stellen und auszuführen ver­mochte, sie sprechen für die, deren Wille, Geist und Hände sie erstehen ließen. .

Führer- und Verwaltungsbau sind in Anpassung nn die übrigen Bauten des Königsplatzes in hellem Donaukalk ttin auf grauem Muscheltalksockel errich­tet Als einzigen plastischen Schmuck tragen sie die von Bildhauer Schmid-Ehmen modellieren, in Bronze gegossenen Hoheitszeichen, mächtige Adl-r mit U Uentreu3 in Öen Sängen, wie sie in ähnlicher Ausführung, aber m Kupfer getrieben, auf der Spitze zweier Flaggenmasten dreiunddreißig Meter hach über dem Platz ihre Schwingen aus- breiten.

Die Domittante des Führerbaues ist der in der Mittelachse des ersten Obergescho.ses liegende Kon - greßsaal. In ihm werden sich die feierlichen Versammlungen der Bewegung vollziehen. Don den vierzig Senatorenfitzen auf der geraden Wand bauen sich in weitem Halbrund ansteigend die ^ihreihen auf Als Schmuck der riesigen Wand- st N werden nach einer Idee des Führers große Gobelins mit Darstellungen aus der Ge­schichte der Bewegung erstehen. Den Zugang zu dem Kongreßsaal vermitteln zwei, großangelegte Treppenhallen, deren Säulen aus je einem einzi­gen Steinblock gehauen sind. Offene breltraumige Wandelhallen verbinden in _ den beiden Haupt- geschossen die Treppenhatten. In den Fronten aller G schosse werden die Arbeitsraume hegen, auch das durch einen offenen Kamm heilig wirkende Arbeitszimmer des Führers, das auf einen Vor­bau hinausgeht.

Wie der Führerbau fo ist >m Aeußeren und m der Maüeinheit'auch der Verwaltungsbau gestattet. Nur sind hier zugunsten der Arbeitsraume die re- prästntvüven(e eingefchränkt. Den Haupt eil die- ses Baues bildet die gewaltige K a r t ot h ek der Partei, für die 250 mächtige Panzerschranke au- acllellt werden Zwischen den beiden Treppenhal- K liegen in zwei ^G-Ich°si°n Schranksaie, Uber "'M°°än°dsi°em Einstigen Brennpunkt der Bewe- auna tausend Hände bei der Vollendung der Bau- ken werk n, so gehl am Eingang zum Englischen Garten eine andere Schöpfung nationalsozialisti­schen Geistes der Fertigstellung entgegen: das

amten und zwei auf fünf Jahre ernannten Mit­gliedern.

Wenn heute das kleine Jnfelreick zwischen dem 57. und dem 61. Grad westlicher Länge und um den 52. Grad südlicher Breite von Argentinien nach wie vor stark begehrt wird, so fußt man zuerst einmal auf den genannten rein völkischen Gründen, zum anderen aber auch auf geographischen, denn die Falklandsinseln liegen durchaus dem argentini­schen Festlande vorgelagert und werden als ein Teil des argentinischen Hoheitsgebietes angesehen. England besitzt jedoch in ihnen einen wichtigen Stützpunkt, der einmal Ausgangspunkt in das 1909 von England zum britischen Territorium er­klärten Gebiet um den Südpol ist (drei Millio- n'en Quadratkilometer mit nur 700 Einwohnern auf Süd-Georgia), von dem aus zum andern aber auch wie im Weltkriege, die Seefahrt um das Kap Horn herum beherrscht werden kann: eine Gelegenheit, die in zukünftigen Auseinandersetzungen zur See einmal sehr aktuell werden könnte, wenn nämlich durch irgendeinen Zwischenfall der Panamakanal entweder gesperrt oder zerstört werden würde. Da­her der energische Widerstand Großbritanniens gegenüber den argentinischen Versuchen, mit Brief­marken ihre Meinung zu sagen.

Als w r noch mit der bunten Gymnasiastenmütze umherhefen und em roenia tollpatschig nach Aus- drucksmoglichkeiten für unsere ersten Zuneigungen suchten, erfanden mir die Briefmarkensprache Mal links mal rechts auf den Umschlag geklebt', mal gerade: 0 sagten wir es auf philate- lsstlsche Weise. - Auch die Politik hat sich schon häufig der deutlichen und eindringlichen Demon­stration im Briefmarkenbild bedient: an Jubiläums­tagen und zu besonderen Anlässen erscheinen Neu- ausgaben man denke an die Olympia-Serien Deutschlands, Amerikas, Hollands! neue Brief­marken kommen als Zeichen der nationalen Trauer oder Freude heraus. Kolonialmächte bedienen sich der Postwertzeichen, um ihren Besitz zu unterstrei­chen. Kurz: es gibt vielfältige Anlässe und Mög­lichkeiten, politische Willenskundgebungen durch das buntbedruckte Stückchen Papier zum Ausdruck zu bringen.

Vor einigen Tagen hatte sich das englische Unterhaus mit einem höchst unangenehmen Zwischenfall zu befassen, der eine interessante Frage im äußersten Süden des Atlantischen Ozeans auf­rollt: Argentinien hat Briefmarken ausge­geben, auf denen die F a l k l a n d s i n f e l n als argentinischer Besitz bezeichnet wer­den, obwohl man sie im britischen Kolonialamt a l s britische Kronkolonie führt. Außenmini­ster Eden teilte auf Anfrage mit, daß bereits ent­sprechende Protestschritte in Buenos Aires unter­nommen worden feien und daß derartige Vorfälle geeignet feien, die Beziehungen zwischen den bei­den Ländern zu stören.

Ein rauhes und unwirtliches Land sind die Malwinen" so nennt man die Falklandsinseln nach französischen Seefahrern aus St. Malo, die sie um die Wende des 18. Jahrhunderts zum zweiten- male entdeckten. 11 960 Quadratkilometer mit nur 2250 Einwohnern umfaßt die Inselgruppe, die dicht an der Südspitze Südamerikas liegt und eine Durchschnittstemperatur von nur 9,6 Grad im wärmsten Monat Januar und von nicht mehr als 2,5 Grad im kalten Juli aufweist. Tief hat sich das Meer von allen Seiten in das Hügelland eingefres- sen, wild zerklüftet ist die Landschaft trotz der nur verhältnismäßig geringen Höhe der Erhebungen, die 700 Meter nicht übersteigt. Aber es gibt dort gute Hafenplätze, wie Port Stanley, das trotz feiner nur 900 Einwohnern eine bedeutende Rolle spielt. Hier werden Häute, Wolle, Talg, Walöl und Fischbein umgeschlagen. Wir erinnern uns, daß die deutsche Kreuzerflotte unter Admiral Graf Spee am 8. Dezember 1914 also mitten im südame- rikanischen Hochsommer bei dem Versuch, Port Stanley zu überrumpeln, von überlegenen britischen Streitkräften angegriffen und nach heldenhaftem Kampf vernichtet wurde.

Es waren Engländer, die die Inseln zum ersten- mal sahen und betraten. Davis kam schon 1592 und zwei Jahre später Hawkins in diese gottver­lassene Gegend, in der nur deshalb ein größerer Verkehr herrscht, weil hier vorbei einst der See­weg in den Pazifistischen Ozean und an die West­küste Amerikas führte und für die Südstaaten auch heute noch führt. Im Jahre 1690 hat der Archipel nach einem Lord Falkland feinen Namen be­kommen, warum, das ist heute nicht mehr bekannt.

Die erste Ansiedlung aber wurde von Franzosen begründet. Es war Port Lollis auf Ostfalkland, das eine Schöpfung Bougainvilles aus dem Jahre 1763 war. Drei Jahre danach legten Engländer auf West-Falkland Port Egmont an. Beide Orte hatten aber keinen langen Bestand. Vor allem scheint es, daß die ärmliche Vegetation die Menschen roie= der vertrieb, obwohl neben Gerste und Hafer auch Kartoffel und verschiedene Gemüse gedeihen und ob­wohl eine üppige Weide alle Vorbedingungen für ausgedehnte Schafzucht bietet. Aber es gibt auf den Inseln weder größeres Getier noch Baume oder

Vom deutschen Stil.

Oer Ausdruck neuer Baugesinnunq.

Die Steine reden!" So werden auch die gewal­tigen Steinmassen reden, die im München des Dritten Reiches von Kranen zu machtvollen Bau­ten aufeinander getürmt werden Sie werden kom­menden Geschlechtern Zeugnis oblegen daß die Zeit Adolf Hitlers auch ihren eigenen Baustil hatte, den deutschen Stil, entsprungen aus dem Geist der nationalsozialistischen Bewegung, ihrem Kunstwillen und ihrer Gestaltungskraft.

Dieser deutsche Stil, geboren aus dem Willen öe; F Ü h r ° rs, ist schlicht und einfach, machtvoll und groß zugleich. Frei vom Schnorkelprunk vergange­ner Zeiten ist er ein Sinnbild nationalsozialistischer Baugesinnung. Mit ihm hat Adolf Hitler die Ar )i- teften und Baumeister, die Steinmetzen und Hand­werker vor neue Ausgaben gestellt. Was Adolf Hit­ler ecjann, dem gab der unvergeßliche Architekt der Partdibauten, Professor Paul Ludwig Tro c | , Gestalt und Form: als ihn aus °°llstem Schassen ein jäher Tod hinwegritz, da waren Plane und Modelle der neuen Bauten fertig und sem lang- jähriger Mitarbeiter Professor Gall konnte a f diesen Grundlagen die Wetterführung und Boll- endung übernehmen.

Es war wohl einer der ersten B°ug°d°nken d^

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der Propyläen und der Staatsgaierle^ i Grundakkord, im Osten aber ja) ..A bauten des

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etwas ganz Neues: Je 3wanz g Pi gestuften Meter Höhe f^ben aus einem

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Sonntag vor 3000 Zuschauern auf dem Darmstädter Polizei-Sportplatze bewiesen, besten Erfolg gehabt.

Die beiden Spiele waren überaus spannend. Zuerst spielten die Mannschaften D und C, wobei die als etwas schwächer eingeschätzte O-Mannschaft 13:9 (7:6) auf Grund ihres größeren Eifers verdient ge­wann. Das anschließende Spiel der Mannschaften A gegen B war das Beste, was man lange Z^it selbst im handballverwöhnten Darmstadt gesehen hat. Hier blieb kein Wunsch offen, hier gab es keine Fehler und keine Versager, sondern einen spannend, tech­nisch hochstehenden Kampf zweier fast wie Vereins­mannschaften wirkenden Einheiten, den schließlich die B-Mannschaft, in der Spengler (Waldhof) den Sturm führte, mit 12:8 (5:6) gewann, wobei es noch drei Minuten vor Schluß 9:8 stand.

Lugend-Mannschastsgeräteweittampf in Kinzenbach.

Turnverein Lannsbach überlegener Sieger!

Im Rahmen der Rundenkämpfe trafen sich in Kinzenbach die Jugendmannschaften der Turnver­eine Launsbach, Krofdorf und Kinzenbach zum ersten Kampf. Unter Leitung des Kinzenbacher Vereinsführers und bei den korrekten Wertungen der Kampfrichter Heyer (Krofdorf), Wagner (Launsbach) und E. Viehmann (Kinzenbach) nahm dieser erste Kampf einen harmonischen Ver­lauf. Man sah ausgezeichnete Leistungen. Beson­ders die Mannschaft des Tv. Launsbach bot eine abgerundete Leistung. Ebenfo befriedigend, wenn auch nicht so geschult wie die Siegermannschaft, er­wiesen sich die Gegner. Bereits mit dem ersten Ge­rät führte die Mannschaft von Launsbach und hatte an jedem Gerät die höchsten Punktzahlen. Ferner stellte sie die zwei besten Einzelturner in der Ge­samtwertung.

Die Mannschaften.

Launsbach: Helm. Pfaff, Hugo Winter, Franz Pfaff, Erich Schmidt.

Krofdorf: H. Will, Th. Steinmüller, Helm. Kirch, Willi Klee.

Kinzenbach: Hch. Pfaff, R. Mandler, W. Schmidt, Heinz Schmidt.

Gesamtergebnis.

Der Kampf bestand aus je einer Pflichtübung am Barren und am Reck sowie zwei Pflichtübun­gen am Pferd und einer Freiübung von je zwei Turnern einer Mannschaft ausgeführt. Ferner kamen noch je eine Kürübung an den Geräten hinzu.

Launsbach erzielte insgesamt 702, Kinzen­bach 636 und Krofdorf 601 Punkte.

Die heften Einzelturner (ohne Frei­übung) waren: 1. Schmidt, Launsbach, 180 Punkte; 2. Fr. Pfaff, Launsbach, 171; 3. H. Schmidt, Kin­zenbach, 165; 4. H. Winter, Launsbach, 156; 5. R. Mandler, Kinzenbach, 152; 6. Kirch, Krofdorf, und H. Pfaff, Launsbach, mit je 147 Punkten. Die Siegerverkündung nahm Vereinsführer L. Bepler, Kinzenbach, vor.

Hannsson gewinnt den Wasa-Lanf

Die historischen Skirennen von Schweden, der Wasa-Lauf und der Bodenlauf wurden am Sonntag durchgeführt. Der Wasa-Lauf führte über 85 Kilometer, war also diesmal fünf Kilometer kürzer als bisher. Die Beteiligung war gut. Mit sicherem Vorsprung hielten Sven Hannsson und Hägglund nach 50 Kilometer die Führung. Im Endspurt siegte Hannsson in 6:31,55 vor Hägglund.

Der Boden 1 auf gewann dadurch an Bedeu­tung, daß die beste finnische Klasse am Start der 42 Kilometer war. Finnland stellte in ßappalainen den Besten der 32 Teilnehmer.

*

Sieger im Holmenkol-Langlauf wurde der Norweger Oddbjörn Hagen in 1:13,12 Std. vor seinem Landsmann Ryen mit 1:13,45. Hoffs- bakken (Norwegen) und Husu (Finnland) belegten in 1:14,00 Std. gemeinsam den dritten Platz.

haus der Deutschen Kunst. Auch hier ent-1 Talern, die, setzt man hinzu, an Geistes- und äußer- steht, geschaffen von einem Baugenius, wie ihn Vx^on Wornmon meiner nicht unwert lei annehmen München seit den Zeiten des Stadterneuerers Lud­wig I. nicht gekannt hat, ein neuer Mittelpunkt: die künftige Ehrenschau deutschen Kunstschaffens, zu- aleich aber ein weiteres Symbol des neuen Baugedankens, des deutschen Stils. In abgeklärter Ruhe, weltenfern von allem Kampf und Streit um Form und Kunst, tritt hier aus dem Baummeer von Münchens größter Gartenanlage der langge­streckte, kubisch einheitlich geformte Baukörper her­vor. Die Schicht auf Schicht gelegten kraftvollen- mafsiven Quadern unterstreichen die machtvolle Ruhe dieses Baues, der durch seine 175 Meter lange Säulenfront seinen Charakter betont und auch äußerlich als Tempel deutscher Kunst erscheint.

Sträucher. Die Stürme, die in dieser Gegend von besonderer Gewalt und Dauer zu sein pflegen, lassen keine vielfältige Flora und Fauna aufkommen.

Nach kurzer Zeit spanischer Oberhoheit begann um das Jahr 1820 Argentinien, die Falklandinseln zu besiedeln; und von dieser Besiedelungs- und Ko­lonisationszeit her datieren die argentinischen An­sprüche auf die Malwinen. Man will es in Buenos Aires nicht anerkennen, daß die Früchte mehr als dreizehnjähriger kolonisatorischer Tätigkeit im Jahre 1833 einfach vernichtet wurden, indem England sich in den Besitz der Inseln setzte und sie seitdem als Kronkolonie verwaltet. Daran ändert nichts, daß den Inseln im Jahre 1843 eine Verfassung gegeben wurde und daß seit dieser Zeit ein englischer Gou­verneur als Oberbefehlshaber und gewissermaßen