Einzelbild herunterladen

W

Ä||

Lr. 283 Erstes Blatt

186. Lahrgang

Donnerstag, 3. Dezember 1636

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

-'n vS K As O

P

VNO

krjchetmi tügltch, autzer W Ä Annadme von Anzerae»

Sonntags und Feierlags jflHMF V für die Miltagsnummer

esjüäss: 1 < * ah a« a a* M aa<aa aw aa*"»r* öetmat im Bild Die Scholl. WBM fl vHä f > M M 1 W V| Grundpreise für??nm höbe

MonatS'vezugspretr: HIVI $1/ SA BLr H SJr II Ä BX 8L< für Anzeigen von 22 mm

sE-7» xJlvIivIlvl vUlWlUvl «=s

X.9nXV®ew« V 'W <Wt« ßrunfcpreife:

§ZZ- Seneral-Anzeiger für «erheben WW

siostschectkonto. behördliche Anzeigen 6Npf.

jrankfurt am Main liess Druck und Verlag: Sriihl'sche UniverfilSts Such- und Zteindruckerei R. Lauge in Gießen. Zchriftlettung und Geschäftsstelle: rchulftratze 7 Mengenabschlüsse Staffel 8

nncn umC

portotrt^

tersweo

i

5. Telefon

m.V^

iterrK

staatl. #

hJnbe und Jugendgruppen unterschiedlicher Richtung turnen oder in der Stadt selbst trafen, eine oftmals ifigc Keilerei die Folge war.

£i? Entartung der deutschen Jugend in der I ist mzeit war so schlimm, war so gefährlich ge- »rden daß es Jugendliche fertigbrachten, nicht m> einander zu überfallen, sondern auch zu er- w den. Welche Verwahrlosung, welche Roheit der IM iinnuna gehörten dazu, daß vom Marxismus IW- Kommunismus verhetzte Jungen es fertig- Hnrhi n. gerade solche Hitlerjungen feige zu über- |mb?n und zu ermorden, die im höchsten Pslicht- IWmun's m für ihre Sache Dienst taten. Die Hitler- Hiq-nb hat gerade nach der Machtergreifung die M'mmd'tgn der Bewegung hochgeehrt, darunter in SVtl.'rimaen Herbert Rorkus, der auf x lehrt) f* Mm Posten gemeuchelt war.

21 n di- ses Ereignis müssen wir uns immer wieder eirnnrrn. um zu verstehen und zu begreifen, was ir her Hitler-Juoend von Beginn an gesteckt hat. j1 is etwas Besonderes war und ist, nämlich Wi-seu des Nationalsozialismus, deshalb hat dH Hiller-Jugend sich früher härter und stärker für bin Kamvf stählen können und müssen, als jede andere Juaendgruppe In diesem Kampfgeist und in dieser Kampskraft steckte aber auch eine unge- deure Werbekraft, die sich nicht erst nach der Macht- .ergrejsuna entfaltete, sondern schon vorher da war. 'Ne deutsche Jugend ging ins Jungvolk, gina zur PMr-Juaend, ging zum Bund Deutscher Mädel, ril sie fühlte und ahnte, daß die kommenden Ge- sljlechter einem Staate angehören, in dem es nur noch " i n Staatsvolk, aber keine Parteien und keine

t«!

I b,e es e

Iln Ml

Uch bie l

I Obers^ MNge i »Nüssen K in

* 3UK iien Qii^

mittags^ sitäts-A- mteö y's eaK

{ale* »E.E*« jone(tf0 ffteWj Wk

ooe<

isCifl Ä-l ttaOe

'den sich s im ißorfo formen k

oanuar

Hiiler-Jugend.

Der nationalsozialistische Staat, der ein Ganzes Isi kann folgerichtig einzelne Teile nicht sich selbst jheclassen. Am wenigsten die Jugend, denn die Ju- gnb ist doch immer berufen, den Staat selbst zu tra- M um von einer neuen Jugend abgelöst zu wer- btn. Dieser Wechsel erschöpft sich nicht, denn wie Ahresrmg sich an Jahresring setzt, so setzt sich Ge- R echterfolge an Geschlechterfolge, um in sich die währ der ewigen Dauer zu tragen. Die I u - I n t> von heute wird immer das :aatsvolk von morgen sein, was aber Seher bedeutet, daß nur das Staatsvolk seiner sgabe gerecht wird, das in dem Geiste erzogen isi in dem sich die Staatsschöpfung entwickelt hat. J e sollte es auch nur denkbar und möglich fein, in einer Nation, die eine geschlossene Einheit sein nrtl und muß, gerade die Jugend sich selbst zu über» lo en, zumal nach den Erfahrungen der Systemzeit, jer auch nach den Erfahrungen der Vorkriegszeit!

Die war es in der Systemzeit? Ein Teil der Ju- giiib wurde von konfessionellen Vereinigungen auf» giiommen, ein anderer Til ging zu parteipolitisch ^gezogenen Jugendbünden hinüber, während ein -liier Teil sich in Gruppenbildungen als Pfadfin- Ws oder Wandervögel zersplitterte. Aber gerade die- st Durcheinander war nicht nur für die Jugend ftost schlimm, es war auch ein Verhängnis für Volk: ir) Staat. Die Jugend wurde schon früh darin er» Men ober förmlich darauf hingestoßen, sich in par- ttvolitischen Lagern gegenüberzustehen, ober sogar bi Schützengräben des Klassenkampfes zu beziehen.

; war nicht nur die Ausnahme, es war leider on zur Regel geworden, daß, wenn sich Jugend-

ihl. Der

r Vollend."

pll'lliche Zerrissenheit, keine sozialen Klassenkämpfe 'br neben wird.

Es gab nach der Machtergreifung eine Ueber= gengszeit, die genutzt worden ist, denn was noch an Jugenbbünden irgendwelcher Art vorhanden ; , war, bekam Zeit und Gelegenheit, sich aufzulösen unb einzugliedern. Unterdessen gingen Junavolk und L tziilerjugend ihren Weg weiter, um von Monat zu i N^nat, von Jahr zu Jahr in wachsendem Maße ' fesistellen zu müssen, daß die deutsche Jugend zu den Fahnen des Nationalsozialis­mus eilte. Die deutsche Jugend denkt und fühlt heute ganz anders, als die der Vorkriegszeit, denn bas muß sich jeder im Staate Adolf Hitlers sagen, baß zwischen 1914 und 1933 Ereignisse vor sich ge­gangen sind, die nicht nur eine politische und so­ziale Umwälzung, sondern auch eine geistige unb ! seelische Erneuerung, vor allem aber eine nationale ' Wiedergeburt hervorgerufen haben Es kann im I nationalsozialistischen Staat auch für die Jugend nur eine Gemeinschaft geben, vor allem auch des­halb, weil es die Jugend selbst ist, die diese unab­dingbare Gemeinschaft will.

Die Jugend von heute, die das Staatsvolk von morgen ist, will und muß für diesen Staat er zogen und geschult werden. Elternhaus unb Schule sind dabei ebenso die Träger der Er­ziehung, wie die Hitler-Jugend selbst, die auf Grund des Gesetzes vom 1. Dezember 1936 zu einer we­sentlichen Einrichtung des nationalsozialistischen Staates geworden ist. Es ist immer die Beziehung zu rn Staate, die herausgestellt wird, also nicht auch die Beziehung, die etwa sonst noch in konfes­sioneller, oder religiöser Beziehung vorhanden sein kann. Das, was die deutsche Jugend in der Hitler­jugend lernt und erfahren soll, ist die E r z i e h u n g zum Volksgenossen, ist die Erziehung zu m Deutschen überhaupt Wenn es die Aufgabe des nationalsozialistischen Staates ist, nach ler Schöpfung der Nation diese Nation stark und liNüberroinblid) zu machen, so setzt diese Aufgabe wraus, ein Staatsoolk heranzuziehen, das in allen Teilen und Gliedern dieser großen Aufgabe gewach­sen ist. Das ist nur möglich, wenn die Jugend sich richt selbst überlassen bleibt, wenn sie vielmehr er­zogen wird im Sinne sittlicher Pflichterfüllung nicht nur her Volksgemeinschaft, sondern auch dem Staat I Gegenüber. Also Leistungssteigerung schlecht­en Leistungssteiaerung des einzelnen, wie der Ge- iamtheit. wobei jeder aus sich herausholen soll und muß, was wirklich in ihm steckt. Auch der Staat, ler mit höchster Macht und Kraft begabt ist, kann

nicht alles von sich aus allein leisten, kann nicht durch Gesetze und Maßnahmen das Volk erziehen und ertüchtigen, sondern hiek muß jeder Volks­genosse mitwirken. Daß das geschieht, dafür bildet die Hitlerjugend die große Schule, wie sie in dieser Form sich in der Geschichte der Menchheit nicht ausführen und nachweisen läßt. Wer das heute noch nicht versteht und begreift, muß sich damit ab­finden, daß eine Nation nicht eine Schöpfung und Angelegenheit ist, die dem Heute dient, sondern f ü r alle Zeiten da sein muß

(Smpkmfl hrm ^öftrer

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing heute den italienischen Stra­ßenbauindustriellen Senator Puricelli in Be­gleitung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen Dr. Tod t. Bei der Besprechung wurde u. a. auch der Plan einer Autobahn zwischen Berlin und Rom erörtert.

Der Führer und Reichskanzler empfing heute ferner den zur Zeit auf einer Studienreise in Ber­lin weilenden früheren bulgarischen Ministerpräsi­denten Professor Z a n k o f f.

Oer Führer ehrt "Keichsteiter Bouhler.

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Gestern abend weilte der Führer im Hause von Reichsleiter B o u h» ler, der vor 15 Jahren seinen Dienst in der nationalsozialistischen Bewegung mit seiner Tätig­keit im Verlag desVölkischen Beobachters" be­gonnen hat.

Wachsende Aufgaben der ASV.

Gauamtsleitertagung in Berlin.

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Der Hauptamtsleiter des Hauptamtes für Volkswohlfahrt, Hilgen- f e l d t, hatte zu einer Tagung feiner Gauamts­leiter eingeladen, auf der die Aufgaben des kom­menden Jahres unter besonderer Berücksichtigung des von Ministerpräsident Göring dem Haupt­amt im Rahmen des Vierjahresplanes übertrage­nen Ernährungshilfswerkes besprochen wurden. Das Reichsministerium für Dolksaufklärung und Pro­paganda, sowie das Reichsernährungsministerium hatten Vertreter entsandt

Hauptamtsleiter H i l g e n f e l d t zeigte in grund­sätzlichen Ausführungen über das laufende Winter­hilfswerk, über das HilfswerkMutter und Kind", über die Aufgabe der Schwesfernwerbung und über das Ernährungshilfswerk die umfassende Pla­nung auf, die der Gesamtarbeit der NSV. hier über die alten Aufgaben hinaus ihr Gepräge gibt. Die Ausrichtung des gesamten Volkes auf das eine große Ziel der Stärkung aller Kraftquellen unserer Nation ist die ständige'Erziehungsaufgabe der NSV., die bis in die letzte Familie oorgetragen und immer mehr vertieft werden muß.

Nach diesem Aufriß des umfassenden Planes sprach Pg. Werdelmann über die Organisation des Ernährungshilfswerkes und die verschiedenen Wege, die eingeschlagen werden sollen, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Pg. Schu­mann machte anschließend als Sachbearbeiter

eines Teilgebietes interessante Ausführungen über die Verwertung der Küchenabfälle und anderer Rückstände verschiedener Industriezweige. Die Fi- nanzierungsfrage erörterte Pg. Meyer.

Eine anschließende Aussprache brachte Gelegen­heit, Anregungen zu geben und entgegenzunehmen, wobei besonders die Darlegungen des Vertreters des Reichsernährungsministers größte Beachtung fanden. Der Reichsschulungsbeauftragte der NS?» Volkswohlfahrt, Schirmer, beleuchtete die Vor» dringlichkeit der Schulung im Hinblick auf die der NSV. neu zufallenden Aufgaben Hauptamtsleiter Hilgen f eld t rundete zum Schluß das Bild der Erziehungsaufgaben der NSV. ab und betonte die einheitliche Steuerung sämtlicher Aufgaben. Mit einem Siegheil auf den Führer fand die Arbeits­tagung ihren Abschluß.

Oie Gchwei, wehrt sich gegen das bolschewistische Giff.

Bern, 2. Dez. <DNB.) Der Beschluß de« Bundesrates vom 3. November zur Unter­drückung derRoten Hilfe" und der kommunistischen Agitation ermächtigt die Post- und Zollbehörden, aus dem Ausland kommende kommunistische Presse­organe und Schriften ohne weiteres zu befrag» nahmen. Auch dieP r a w d a" und dieI s w e ft i j a" dürfen künftig nicht mehrdie Grenze nach der Schweiz passieren,

Oie neuen Ausgaben der Hitler-Lugend.

Eine Erklärung des Iieichsjugendführers Baldur von Gchirach.

Berlin, 2. Dez. (DNB.) Der Reichsjugendfüh- rer Baldur von Sch l ra ch gibt folgende Erklä­rung ab:

Die Reichsregierung hat am 1. Dezember ein Gesetz beschlossen, dessen Bedeutung für die Er­ziehung unserer Jugend erst in Späteren Jahren ganz verstanden werden wird. Obwohl das Gesetz über die Hitler-Jugend etwas Einzigartiges und Einmaliges in der Geschichte der mensch­lichen Erziehung darstellt, ist es praktisch doch nichts anderes als die staatliche Anerkennung einer bereits vollzogenen Entwick­lung. Denn die Jugend, die nunmehr durch Gesetz und Unterschrift des Führers und Reichskanzlers in der Hitler-Jugend Dienst tun soll, ist zum weitaus größten Teil bereits unter unseren Fahnen ange­treten. Nicht dieses, noch irgend ein anderes frühe­res Gesetz hat die Jugend für die nationalsozialisti­sche Staatsidee mobilisiert; sie ist aus freiwil­ligem Entschluß, aus Begeisterung und echtem sozialistischen Gefühl zur HI. gestoßen.

Als ich zu Beginn dieses Jahres die kommenden 12 Monate als dasJahr des deutschen Jungvolks" erklärte, konnte ich trotz größter Zuversicht nicht da­mit rechnen, daß über 90 v. H. der im Jungvolkalter befindlichen Jugendlichen meinem Rufe Folge leisten und auch in den älteren Jahrgängen Hundertau­sende und aber Hunderttausende neuer Kameraden und Kameradinnen sich uns anschließen würden. Heute, am Beginn des letzten Monats des Jahres 1936, haben Führer und Reichsregierung dem frei­willigen Einsatz der Jugend die höchste Anerken­nung zuteil werden lassen, die ein Staat zu ver­geben hat. Aber gerade in diesem Zeitpunkt scheint es mir wichtig lind wesentlich, daß wir uns der Grundsätze erinnern, nach denen diese Jugend einst angetreten ist und gekämpft und gesiegt hat.

Das große und weise Work:Jugend muh von Jugend geführt werden, das der Führer mir einst in der schwersten Zeit des Kampfes auf meinem Weg mitgab, als er mir den Sektor Jugend der Nationalsozialistischen Ar­beiterpartei anvertraute, wird auch in Zukunst Richtlinie unserer Arbeit bleiben. Auch ich selbst gedenke nicht, einst mit langem Bad vor meiner Jugend herzuwanken. Die Führung jeder Ein­heit der Jugend muh dem Geiste der Jugend entsprechen! Richt unreife Richtskönner, son­dern junge Aktivisten, die in unseren Führer­schulen und Akademien hart angesaht worden sind, werden auch in Zukunft der Jugend vorangestellt werden.

Aber auch hier werden wir nicht dogmatisch ver­fahren und werden uns erst recht, nachdem wir nun eine oberste Reichsbehörde geworden sind, uns davor hüten, Paragraphen zu reiten und den ge­sunden Instinkt mit Aktenstaub zu ersticken. Zu allen Zeiten unseres Kampfes habe ich in meiner Umgebung eine Reihe von Mitarbeitern besessen, die an Jahren alt waren, aber in ihrer inneren Jugendlichkeit und Elastizität selbst in grauen Haaren Vorbilder jedes Pimpfen waren.

Ich sehe es ferner als meine Aufgabe an, das Prinzip der Freiwilligkeit auch unter den veränderten Verhältnissen nach Verkündung des Gesetzes in einer mir bereits flar vorschwebenden Form auirechtzuerhalten. Die Jungen und Mädel, die vor dem 1 Dezember 1936 in die eigentliche HI. oder den BDM., d. h. in die Altersstufe der 15= bis 18jährigen (beim BDM. 15- bis 21iährigen) eingetreten sind, werden von den später Hinzukom­menden in einer bestimmten Form unterschieden werden. Trotzdem habe ich nicht die Absicht, in der deutschen Jugend zwei verschiedene Reichsstufen zu schaffen und damit einen Grund zur Eifersucht und Zwietracht. Wohl aber will ich eine Leistungs -

stufe errichten, die jeder auch nach dem 1. De­zember in unsere Gemeinschaft eintretende Jugend­liche durch Treue und Pflichterfüllung und Einsatz­bereitschaft physischer und seelischer Art erklimmen kann.

Der Kampf um bie Einigung der deutschen Jugend ist beendet. Ich habe es für meine Pflicht angesehen, ihn hart und kompromihlos durchzuführen. Diele mögen es nicht verstanden haben, dah hierbei um die Jugend soviel Auf­hebens gemacht wurde. Und doch: Die Ratio­nalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, als deren Treuhänder ich mich stets gefühlt habe und stets fühlen werde, hat im Kampf ihrer Jugend die Entscheidung über die Zukunft des deutschen Volkes gesehen.

Daß der Nationalsozialismus diesen Kampf siegreich bestand, die Herzen der jungen Generation unseres Volkes eroberte und die Jugend froh und glücklich machte, sichert ihm auch in kommenden Jahrzehn­ten und Jahrhunderten seine entschlossene und kom­promißlose Gefolgschaft. Meine Tätigkeit in der Zukunft wird nunmehr ganz der Führung und Ausrichtung meiner Millionengefolgschaft gewidmet

fein. Der Streit um die Einheit der Jugend ist vor­über und so, wie ich die Millionen einst in marxi­stischen Jugendverbänden organisierten Jugend­lichen versöhnt und als treue Kameraden und Mitarbeiter gewonnen habe, hoffe ich, auch alle anderen, die nunmehr durch den Willen des Reiches in unsere Gemeinschaft kommen, zu versöhnen und innerlich zu gewinnen. Ich gedenke weder in den Wäldern Germaniens heidnische Opferstätten zu errichten und die Jugend zu irgend­einem Wotanskult zu bringen, noch das junge Deutschland sonstwie den Zauberkünsten irgendwel­cher bärtiger Krautapostel aufzuliefern. Im Gegen­teil! Möge jeder der religiösen Ueberzeugung die­nen, die er vor seinem Gewissen verantworten kann.

Die Hitlerjugend ist keine Kirche und die Kirche keine Hitlerjugend. Die von mir geführte und verantwortete Gemeinschaft wird im Sinne des Führers für den nationalsozialistischen Staat ausschließlich durch mich und meine Unterführer bestimmt werden. Und ich gebe der deutschen Oefsentlichkeit das Versprechen ab, daß die Jugend des Deutschen Reiches, die Jugend Adolf Hitlers, im Sinne des Mannes, dem

VDM.-Fiihrkrinnen vom Führer empfangen.

Der Führer und Reichskanzler empfing Dienstagmittag in Anwesenheit des Reichs­jugendführers Baldurvon Schirach, der Reichsreferentin des BDM. Trude B ü r f n e r und des Stabsführers Hartmann-Lauterbacher die Obergauführerinnen des BDM. und die Hauptreferentinnen der Reichsjugendführung. In zwangloser Weise unterhielt sich der Führer mit ihnen über verschiedene Fragen der nationalsozialistischen Jugendarbeit. Ausgehend von den vielfältigen und umfassenden Arbeitsgebieten des BDM. stellte der Führer mit besonderem Nachdruck heraus, welche schonen und großen Aufgaben der heutigen deutschen Mädel- und Frauengeneration im Gegensatz zu den Mädeln und Frauen anderer Staaten gestellt sind. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.)