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Oie britische Rüstungsindustrie.

Die gewaltige englische Ausrüstung ist ziffern­mäßig noch nicht zu erfassen, jedenfalls versucht England mit einem Schlage alles das nachzuholen, was es jetzt in der Aufrüstung seiner Meinung nach verabsäumte. Vor allem wird zur Luft ge­rüstet, die Angabe englischer Blätter, daß allein für die Verteidigung Londons gegen Luftangriffe die Summe von rund 50 Millionen Mark bereit­gestellt wurde, läßt auf das gewaltige Ausmaß der englischen Aufrüstung schließen. Die Aufrüstung in der Luft ist Gegenstand einer ausgiebigen Er­örterung, bei der jedoch keine Angaben über die einzelnen Firmen gemacht werden, die von der Aufrüstung Nutzen ziehen. Man weiß nur, daß a ch t neue Rüstungfabriken in England für den Bau von Flugzeugen und Flugzeug­motoren errichtet werden, daß diese Fabriken auf Kosten der Regierung gebaut werden sollen und daß es hierbei zu einem Krach kam. Lord N u f - field, der Hauptaktionär der Automobilfabrik Morris Motors, einer Firma, die für Eng­land etwa die gleiche Bedeutung besitzt, wie Opel für Deutschland, hatte sich erboten, die Aufrüstung zu fördern und zu diesem Zweck die Wollseley-Flug- zeugmotorenfabrik in Birmingham auszubauen, ohne daß das englische Kriegsministerium dabei ein Risiko eingegangen wäre. Das englische Kriegs­ministerium habe, so wird berichtet, sich aber einem Ring von sieben anderen Firmen ver­schrieben. Daraufhin sei es zu einem harten Zu­sammenstoß mit Lord Nuffield im Kriegsministe- rium gekommen, und Lord Nuffield habe im Ver­laufe dieses Konfliktes jede Tätigkeit für die Auf­rüstung abgelehnt.

Aber wer sind die übrigen Firmen, die von der Aufrüstung profitieren, denen das englische Kriegs­ministerium sogar auf seine Kosten Fabriken baut? Man weiß nur, daß die B r i st o l - Flugzeug­werke zu ihnen gehören, aber diese Firma hängt eng zusammen mit der bekannten und zu auslän­dischen Rüstungsfirmen finanzielle Beziehungen unterhaltenden Hauptfirma der englischen Rü­stungsindustrie, mit dem Vickers-Konzern. Man weiß, daß Vickers in der Vorkriegszeit durch den levantinischen Juden Basil Z a h a r o f f ge­waltige Rüstungsaufträge anderer Nationen erhielt, daß sich der Konzern infolgedessen gewaltig ent­wickelte, wobei Zaharoff vom König von England den Ritterschlag erhielt, und daß vornehmlich der

Konzern mit Schneider-Creuzot in Frank­reich schon in der Vorkriegszeit in engster Verbin- duna stand. Dieser Vickers-Konzern baut Kriegs­schiffe, Unterseeboote, Kanonen, Gewehre. Der Kon­zern fusionierte sich im Jahre 1927 mit der gewal­tigen Rüstungsfirma A r m st r o n g , die bis dahin Vickers Konkurrenz machte. Diese Firmen beherr­schen die englische Rüstungsindustrie, denn frühere englische Konkurrenzfirmen wie William B e a r d - m o r e sind in dem Konzern aufgegangen, mit der Firma Cammell Laird wurde eine Finanzver­flechtung vorgenommen und auch der Imperial Chemical Jndustry-Trust hängt mit dem Vickers-Armstrong-Trust eng zusammen und verfügt über ausgezeichnete Verbindungen zur britischen Regierung.

Die englischen Flugzeugwerke sind mehr oder weniger mit Vickers-Armstrong verbunden, wie Armstrong-Siddley, De Haoilland, Bristol, Napier, Handley Page, und es wird sogar behauptet, daß sie sich fast vollständig unter der Kontrolle von Vickers-Armstrong befinden. Jedenfalls zeigt der Konflikt mit Lord Nuffield, daß diese Firmen eine Front gebildet haben und daß sich das englische Kriegsminist^rium dieser Front verschrieb, die alles für die Aufrüstung liefert, vom Gamaschenknopf über Gewehre und Kanonen und Kriegsschiffe bis zum Flugzeug und den Flugabwehrkanonen. Da­bei ist es interessant, daß, sicherlich nicht ohne Ver­anlassung dieser Geschäftsleute, die englische Regie­rung sich an die amerikanische wandte, um Flugzeuge in Amerika bestellen zu können. Die Beziehungen des Vicker-Armstrong-Konzerns zur amerikanischen Rüstungsindustrie sind bekannt. In den Vereinigten Staaten behauptet man allerdings, daß die dortigen Flugzeugwerke voll beschäftigt wären, aber was im Weltkriege furchtbare Wirk­lichkeit wurde, daß gerade durch die Lieferungen amerikanischer Waffenfabriken die USA. aus ihrer Neutralität heraustraten, scheint sich wiederholen zu wollen. Auf jeden Fall sollte das europäische Festland auf die Vertrustung des internationalen Waffengeschäftes ein aufmerksames Auge haben. Schon im Vorjahre lieferte England den Hauptteil der Waffen für auswärtige Mächte, zusammen mit den dort einheimischen, aber von Vickers usw, kon­trollierten Firmen. Die Kaufleute des Todes, die sich gegen jede Nationalisierung ihrer Rüstungs­industrien sträuben, wissen weshalb.

Neues für den Büchertisch.

Der jetzt abgeschlossene Band des bei der Aka­demischen Verlagsgesellschaft Athenaion mbH., Pots­dam, erscheinendenHandbuches der Kultur­geschichte" weckt besondere Erwartungen, denn die Epoche von etwa 1770 bis 1830, die der Wiener Kulturhistoriker Prof. Dr. Franz Koch in seiner Deutschen Kultur des Idealismus" zusammenfassend behandelt, ist wie wenige andere eine Zeit der Hoch­blüte des deutschen Geistes. Einleitend legt er die ideellen Grundlagen dar, schildert, wie die Gene­ration, die den Menschen der Aufklärung ablöst, den uralten Wettkampf zwischen Subjekt und Objekt in allen Aeußerungen und Lebensformen austrägt und endlich zu einer wirklichen Synthese der leuchtend­sten Tat des deutschen Geisteslebens führt. Die Totalität des Lebens war Wunschziel der jungen Ge­neration des Sturmes und Dranges, die erkennt, daß die Kraft unseres Menschentums weiter reicht als der bloße Verstand und das sittliche Leben das Vorrecht vor dem intellektuellen hat. Diese Grundsätze zeigt Koch auf in den Kapiteln über Gesellschaft, Recht, Volk und Staat, Mensch und Natur, Mann und Frau, Wirtschaft, Technik und Kunst. Der Durchbruch eines neuen Naturgefühls vollzieht sich mit fast ele­mentarer Gewalt und äußert sich überall in den man­cherlei Lebensformen, die Koch eingehend schildert. Höchst planmäßig ist die Vielfalt der Erscheinungen zu einer prachtvoll eindringlichen Darstellung zusam­mengefügt. Auch die Schattenseiten des Lebens sind nicht vergessen; alles rundet sich zu einem umfassen­den Lebens- und Entwicklungsbilde ab: sehr schöne Farbtafeln und klare Textbilder erhöhen die An­schaulichkeit.

Dr. Johannes Neumann: Schleier­macher. Existenz, Ganzheit, Gefühl als Grund­lagen seiner Anthropologie. Neue Deutsche Forschun­gen, Abteilung Charakterologie, Psychologische und Philosophische Antropologie, Band 2. In Verbin­dung mit Philipp L e r s ch, Gerhard Pfähler, Friedrich Seifert herausgegeben von Hans R. G. Günther. 181 Seiten, Berlin 1936, Junker und Dünnhaupt Verlag. Brosch. 8 RM. (312)

Wir begreifen die Gegenwart nur ganz als Auszeu- gung der Geschichte, wie wir die Geschichte nur ver­stehen, wenn wir den Menschen der Gegenwart ganz erfassen. Der erste Teil untersucht daher den Menschen der ^genwart und die Ganzheitsproble­matik in der I) "tigen Psychologie. Die verschiedenen Schulen der Psychologie werden in ihrer Ganz­heitsproblematik geprüft und neue Forschungen über das Verhältnis Existenz, Ganzheit, Gefühl vorgelegt. Damit ist die Grundlage erarbeitet für ein neues Schleiermacheroerständnis. Quellenuntersuchungen zeigen noch unerforschte Beziehungen der Ganzheits- problematik z. Z. Schleiermachers und erweisen im Gegensatz zu der bisherigen Auffassung, daß Schleiermachers intuitive Ganzheitsauffassung der Religion der heutigen Ganzheitsforschung vorgreift und berufen ist, in einer Schleiermacher-Renaissance die Ganzheitsbetrachtung in der Theologie heimisch zu machen mit neuen Perspektiven für Theologie und Seelsorge. Die Schrift des Gießener Psychothera­peuten wendet sich in gleicher Weise an Aerzte, Theologen, Philosophen und Historiker.

Brot Volksgesundheit Nah­rungsfreiheit! Von Dr. Will Kraft. Kurze Darstellung des heutigen physiologischen Wissens von Korn und Brot, der daraus sich ergebenden prak­tischen Folgerungen und ihrer Auswirkung auf Gesundheit und Wirtschaft des deutschen Volkes. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. mea. Franz G. M. Wirz, Mitglied des Sachoerständigenbeirats für Volksgesundheit bei der Reichsleitung der NSDAP. Preis 0,50 Mark. Müllerfche Verlagshandlung G. m. b. H., Dresden. (282) Die Broschüre will eine Anleitung zum Verständnis der ungeheuren Bedeutung der Brotfrage für Volk und Volksge­sundheit bieten. Sie verbindet instinktives Erfassen der biologischen Grundgegebenheiten mit zwingen­der Beweisführung. Sie bleibt damit keine Antwort schuldig weder auf eine Teilfrage, noch auf die Brotfrage als Ganzes.

D r. Wolf Strache: Das Weserbuch. Mit 147 Leica-Photos. Preis: Kart. 4,50 Mark,

Ganzleinen 5,50 Mart. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W 57. (275.) Von Han- noversch-Münden über Höxter-Corvey, Hameln, Minden und alle kleinen und großen Orte der Ober­weser geht die Bilderreise zur Unterweser nach Nienburg, Verden, Bremen und Bremerhaven bis hinaus auf die offene See. Der Text steht in leben­diger Verbindung zu den Bildern. Das Buch bietet gute Ratschläge für Weserwanderungen zu Fuß, mit dem Auto und dem Boot.

Rolf Lauckner: Das Leben für den Staat. Ein Charakterbild Friedrichs des Großen. 160 Seiten mit 60 Abbildungen. 3.80 RM. Verlag F. Bruckmann AG., München. (254.) Der große Erfolg des FilmsDer alte und der junge König", der wochenlang die deutschen Licht­spieltheater füllte, hat seinen Verfasser, den Dichter Rolf Lauckner, zu einer literarischen Schöpfung ganz eigener Art geführt. In seinem BucheDas Leben für den Staat" zeichnet er in einer Reihe von Szenen nicht nur das Charakterbild Friedrichs des Großen, seiner Helfer und Gegenspieler in spannender Fülle und auf dem geschichtlichen Hin­tergrund ihrer Taten; an Hand von Menzels Darstellungen zu den Werken und dem Leben des großen Königs baut er seine Szenenbilder und Dialoge in dramatischer Entwicklung, so daß sich die Ereignisse tatsächlich mit der praktischen Einpräg­samkeit des Films vor unfern Augen abspielen. Auf diese Weise erfährt der wundervolle Stoff eine Gestaltung durch Szene, Wort und Bild, die in Buchform wegen ihrer außerordentlichen Eindring­lichkeit als eine neue Art geschichtlicher Darstellung von neuer und eigenartiger Wirkung ist.

Jacob Schaffner: Volk zu Schiff. Zwei Seefahrten mit derKdF."-Hochseeflotte. 168 Seiten mit 12 Abbildungen, Seinen 2,85 RM., Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg, 1936. (250) Der bekannte Schweizer Dichter legt hier einen Bericht über zwei Reisen mitKraft durch Freude" vor. Als ein Dichter, der sich dem Gesamtdeutschtum verpflichtet fühlt, drängte es ihn, die neue Volksgemeinschaft da zu suchen, wo sie sich am vollkommensten verwirklicht hat. Mit offe­nen Augen hat er das Leben der Teilnehmer an diesen Fahrten beobachtet, hat er in Gesprächen mit ihnen ihre Sorgen, Nöte und Hoffnungen er­fahren. Er erlebte die Wandlungen, die diese Men­schen auf der Seereise erfahren haben, die sie zu fröhlichen, heiteren Kameraden werden läßt. Er hat die Verwirklichung einer sozialistischen Idee erlebt und wurde zum Bekenner des nationalsozialistischen Gedankens. Sein Tatsachenbericht ist zugleich Dich­tung und Bekenntnis, das freiwillig abgegebene Zeugnis für ein großes Werk. Jeder, der die Rei­sen der NS.-GemeinschastKraft durch Freude" mitgemacht hat, wird in diesem Buch ein Stück seines eigenen Erlebnisses wiederfinden.

Bruno Nelissen Haken: Der freche Dackel Haidjer aus der Stier st raße. Neue Geschichten von Herrn Schmidt und seinem Dackel. Mit 125 Pinselzeichnungen von Hans Spei­del. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O.- Berlin. Halbleinen RM. 3.80 (248.) War Herrn Schmidt sein Dackel Haidjer" ein mehr be­schauliches Buch, das die Lüneburger Heide zum Hintergrund hatte, so geht es in diesem neuen Dackelbuch wahrhaft turbulent, abenteuerlich und für einen Dorf-Dackel höchst gefährlich zu. Denn der Dackel Haidjer ist inzwischen in die Flegel­jahre gekommen und da ist die große Stadt, in die er ja leider mit seinem Herrn Schmidt und seiner Frau Schmidt zusammen versetzt worden ist, das rechte Betätigungsfeld für die mannigfaltigen Unternehmungen eines rauhhaarigen Dackels. Hier ist der unkomplizierte Bericht vom Alltagsleben einer kleinen deutschen Familie und ihrer Freund­schaft zum Tier.

Aus aller Wett.

Zwei Todesopfer beim Absturz eines englischen Sportflugzeugs.

Bei Nizza stürzte ein englisches Sportflug­zeug i n s Meer, wobei die beiden Insassen den Tod fanden. Der Apparat, der einem feit wenigen Wochen in Nizza weilenden englischen Farmer ge­hörte, war mit seinem Besitzer am Steuer und einem seiner Angestellten zu einem Rundflug aufge- ftiegen, als er aus unbekannter Ursache über dem Meer senkrecht abstürzte. Obgleich sofort ein Ret­tungsboot ausgesandt wurde, konnte man nur noch die Leichen der beiden Insassen bergen.

Zwei schwere Verkehrsunfälle bei Bad Dürkheim.

Auf der Staatsstraße zwischen Bad Dürkheim und Wachenheim stießen zwei vollbesetzte Personenkraft­wagen zusammen, die völlig zertrümmert wurden.

Die Eheleute Albert und Auguste Morin aus Ludwigshafen erlagen nach der Einlieferung ins Dürkheimer Krankenhaus ihren Verletzungen. Schwerverletzt wurden der praktische Arzt Dr. Höh und sein Schwager, der Metzgermeister Lud­wig Roß beide aus Pirmasens. Leichter verletzt wurden zwei Frauen und zwei Kinder. Das Un­glück dürfte auf die Glätte der regennassen Straße zurückzuführen sein. Die Schuldfrage wird noch un­tersucht.

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Ein zweites Verkehrsunglück ereignete sich in Bad Dürkheim auf der Mannheimer Straße am Feuerberg. Der 31jährige Rechtsanwalt Hell- mutt) Ullrich aus Mannheim befand sich mit sei­nem Kraftwagen auf der Heimfahrt. Auf der feuch­ten Straße geriet der Wagen, anscheinend infolge hoher Geschwindigkeit, ins Rutschen und geriet auf die linke Fahrbahn, wo er sich beim Abbremsen überschlug. Hierbei wurde der Autolenker mit dem Kopf gegen eine Telephonstange geschleudert und sehr schwer verletzt. Die Sanitätskolonne brachte den Schwerverletzten zum Krankenhaus, das er jedoch nicht mehr lebend erreichte. Die Braut des Getöteten blieb unverletzt.

Anerkennung des Führers

für die Rettungslalen während des letzten Sturmes.

Auf die Meldung des Vorstandes derDeutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" über die Rettung von 17 Menschenleben aus Seenot in den schweren Stürmen des 27. und 28. Oktober ist in Bremen folgendes Telegramm eingetroffen:Ich danke Ihnen für Ihre Meldung und bitte Sie, den Rettungsmannschaften der Sta­tionen Westerland, Friedrichskoog, Norderney und Neuharlingersiel meine Anerkennung zu übermitteln.

(gez.) Adolf Hitler.

Mollison fliegt Rekord über den Rordallantik.

3n der neuen Rekordzeit von 13 Stunden und 16 Minuten ist dem englischen Flieger Jim Molli so n zum dritten Male die lieber- fliegung des Atlantiks geglückt. Mollison war Donnerstag abend von Harbour Grace in Neufundland abgeflogen und traf Freitag vormit­tag wohlbehalten im Londoner Flughafen Croydon ein. Eisbildung auf den Tragflächen erschwerte an­fänglich den Flug, der in einer durchschnittlichen Höhe von 5000 Meter durchgeführt wurde, doch besserte sich später das Wetter beträchtlich. Die zurückgelegte Strecke beträgt etwa 3700 Kilometer. Mollison beabsichtigt, anschließend nach Kapstadt weiterzufliegen.

Tränengasbomben in Reuyorker Kinos.

In acht Lichtspieltheatern Neuyorks, die alle einer Firma gehören und in den verschiedensten Stadt­teilen liegen, erfolgten gleichzeitige Explosionen von Tränengasbomben. Die Kinos waren stark besucht. Durch die Explosion wurden die Fenster­scheiben eingedrückt. Es entstand eine Panik. Ins­gesamt wurden 45 Personen gasvergiftet ober durch Glassplitter verletzt. Es wird behauptet, daß die Explosionen mit Arbeitsstreitigkeiten im Zusam­menhang stehen. Die Besitzer der Kinos bestreiten jedoch die Richtigkeit dieser Angaben.

Wirbelsturm

in Süd-Vorderindien fordert zahlreiche Todesopfer.

Der nördliche Teil von Madras und das Grenz­gebiet von Haidarabad wurden von einem Wir­belsturm heimgesucht. Ein Tabaklager in Guntur stürzte ein. Hierbei wurden über 100 Menschen g e - tötet. In Chirala forderte der Sturm weitere 6 2 Todesopfer.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die Großwetterlage ist wenig geändert. Noch immer wird durch eine Westströmung feuchte Luft aus den verschiedensten Gebieten des Atlantik auf das europäische Festland verfrachtet, wodurch weiter­hin unbeständiges Wetter bedingt ist. Gelegentlich eintretende Aufheiterungen bleiben nur vorüber­gehend.

Aussichten für Mittwoch: Vielfach dun­stiges, sonst überwiegend bewölktes Wetter und zeit­weise auch leichter Niederschlag, Mittagstemperaturen etwa zwischen 5 und 10 Grad, meist südöstliche und westliche Winde.

Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des meist unbeständigen und vielfach dunstigen Wet­ters, Temperaturen wenig geändert.

Lufttemperaturen am 2. November: mittags 8,5 Grad Celsius, abends 0,8 Grad; am 3. November: morgens 3,5 Grad. Maximum 9,5 Grad, Minimum heute nacht 0,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. November: abends 6,3 Grad; am 3. No­vember: morgens 6,2 Grad. Sonnenscheindauer 4,7 Stunden.

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