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Nr. 28 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Montag, 3. Sebruar (YZ6

Die politischen Soldaten des Führers helfen dem MW.

Ausgezeichneter Verlauf der Spendenfammlung am Samstag und Sonntag in Gießen.

So ging es mit vereinten Kräften bis zum gestri­gen Sonntagabend spät, am Sonntagnachmittag er­freuten auch noch die Konzertstücke des SA.-Musik­zugs zahlreiche Volksgenossen in den Straßen.

Studentenschaft im Dienst des WHW.

Selbst der jüngste Volksgenosse gibt mit großem Vergnügen für das WHW.

Der SA.-Musikzug der Standarte 116 musizierte zugunsten des WHW.

Das waren am Samstagnachmittag und -abend, sowie am gestrigen Sonntagvormittag und -nach­mittag wieder einmal denkwürdige und im Geiste der deutschen Volksgemeinschaft erhebende Stun­den, als die politischen Soldaten des Führers Adolf Hitler, die SA., SS., das NSKK. und des NSDStV. mit den Winterhilfs-Sammelbüchsen durch alle Straßen unserer Stadt und durch die Gaststätten pilgerten, um gegen die Aushändigung von Spende-Abzeichen neue Geld-Munition für die große Arbeit des Winter­hilfswerks zu sammeln.

Im Saale des Standartengebäudes nahmen die Männer die Kästchen mit den Abzeichen und die

fangen hatten, so wurden sie doch auch jetzt wieder bereitwillig angenommen und mit den beiden Zehnern, ja nicht selten sogar noch mit einigen Münzen darüber für die Sammelbüchse abgegolten. Begreiflicherweise war das besondere Interesse der Spender und Spenderinnen auf das neue, schöne WHW.-Abzeichen für Februar gerichtet. Daher war es auch kein Wunder, daß bei manchen Sammlern dieses Abzeichen abgesetzt wurde wie frische Sem­meln. Häufig zögerten dabei, wie mir aus eigener Sammler-Erfahrung berichten können, die Männer und Frauen nicht, so ein schönes Leder-Abzeichen mit 50 Pfennig, ja sogar mit einer Mark und dar­über zu bezahlen, wobei man aber wohl auch be=

ftätten, sowie in den Geschäften die Sammler zahl­reich ein- und ausgingen, dabei aber jedesmal jede Büchse eine Spende oder auch noch mancher­lei mehr mitnehmen konnte, versteht sich nach den früheren guten Erfahrungen in dieser Hinsicht auch für die jetzigeSammlung von selbst. Es muß in die­sem Zusammenhang mit besonderer Anerkennung hervorgehoben werden, daß unsere Geschäftsleute in vielfacher Weise die Sammelbüchsen füllen halfen, ebenso auch die Gäste in den Gaststätten immer wieder bereitwillig in die Taschen griffen, wenn die Sammler erschienen. Das ging so unermüd­lich am Samstag in allen Geschäften bis 3um La­denschluß und in den Gaststätten bis um Die Mit-

Am gestrigen Sonntag von 12 bis 17 Uhr hatte auch die Hochschulgruppe des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, das Kameradschafts- Haus und die Gießener Studentenschaft die Samm­lung für das Winterhilfswerk in den Straßen der Stadt übernommen. Ueber 250 Studenten traten vor dem Kameradschaftshaus an und marschierten mit frohem Marschgesang zur Standarte, wo die Sammelbüchsen ausgeteilt wurden. Mit jugend­lichem Feuer waren die Sammler am Werk, und bald waren die Plaketten verkauft.

Am Abend trafen sich die einzelnen Zellen der Gießener Studentenschaft mit bedürftigen Volks­genossen aus der Stadt zu einem Abendessen mit anschließendem kameradschaftlichem Beisammensein. Ueber 500 Volksgenossen wurden in den letzten Ta­gen von den Studierenden eingeladen. Der größte Teil versammelte sich gestern Abend im Gießener Studentenhaus. Der neue Hvchschulgruppen- und Studentenschaftsleiter Pg. Albert Frank begrüßte die zahlreichen Gäste und gab feiner Freude dar­über Ausdruck, daß sie nicht nur im Studentenhaus, sondern auch in vielen Lokalen der Stadt der herz­lichen Einladung der Studenten gefolgt seien. Die Gießener Studentenschaft habe von jeher mitten unter der Bevölkerung gestanden, das bewiesen die vielen gemeinsamen Veranstaltungen. Schon feit mehreren Wintern sei es eine schöne Gepflogenheit der Studentenschaft, bedürftigen Volksgenossen zu helfen. Der heutige Tag sei deshalb gewählt wor­den, weil die Studenten sich auch bei der Winter­hilfesammlung tatkräftig einsetzten. Bleiben Sie mit uns einige frohe Stunden zusammen und lernen Sie bei dieser Gelegenheit die Studenten von heute kennen, die an der deutschen Hochschule nichts an­deres fein wollten, als Soldaten Adolf Hitlers! Dem Mann, der uns als erster Arbeiter die wahre Volksverbundenheit lehrte, ihm gelte auch heute Abend unser Gruß. In das dreifache Sieg-Heil und den ersten Vers des Hvrst-Wesfel-Liedes stimmten

Kriegs-Pferd sammelt für das WHW." eine originelle Idee der Reiter-SA.

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Die Gäste der Gießener Studentenschaft beim Mahl im Gießener Studentenheim. (Aufnahmen [5]: Photo-Pfaff.)

alle freudig ein.

Im Namen der Gäste dankte ein Dreiundachtzig­jähriger Volksgenosse für die freundliche Einladung und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß man mit der Jugend zusammen sein könne. Die Studen­ten mögen arbeiten und hoffentlich alle gute Exa­men bestehen. Er schloß mit dem lateinischen Sprich­wort:tempora mutantur et nos mutamur in illis (Die Zeiten ändern sich und wir in ihnen). Bei frohem Lied und Wort und mancherlei musikalischen Darbietungen blieb man in kameradschaftlicher Weise bei einem Glase Bier nach geraume Zeit beieinander.

Im Laufe des Abends sprach in Verhinderung des Rektors der Kanzler der Universität, Pros. Hummel, zu den Erschienenen. Er hob hervor, daß die heutige Veranstaltung allein das Verdienst der Studentenschaft sei, die damit nicht nur ihren Volksgenossen ein warmes Essen spenden wollte, sondern auch einen weit wichtigeren Zweck damit verfolge, um zu zeigen, wie der heutige Student lebe. In der Vergangenheit fei wohl manchmal in der Öffentlichkeit ein falsches Bild von den deut­schen Studenten entstanden, das vielleicht nur für einen kleinen Kreis zutreffend gewesen sei. Schon

Sammelbüchsen in Empfang, dann ging es froh­gemut hinaus in die' friedliche Schlacht, die in Gießen, wie in allen Teilen des Reieches, mit freudiger Hingabe in dem Krieg gegen Hunger und Kälte geschlagen wurde. Allenthalben konnte man bemerken, daß die Männer in der braunen und der schwarzen Uniform mit freudigem Eifer ihrer freiwillig übernommenen $flid)t naajgmgen und daß sie dabei in allen Teilen der Bevölkerung nicht nur volles Verständnis fanden, sondern auch eine so große Bereitschaft zum Spenden, daß d l e Sammeltätigkeit v o n Viertel st un de zu Viertelstunde immer mehr tfreuöc bereitete und bei manchen Kameraden der Sammler-Gemeinschaft dahin führte, daß schon nach etwa anderthalb Stunden der Abzeichen-Vorrat ausverkauft war, daneben aber noch mancher Zeh- ner und mancher Fünfer freiwillig UTlb freubig ohne Abzeichenhingabe in die Sammelbüchsen ge­

steckt wurde. , r. s M

Von früheren Sammlungen her stand noch ein gewisser Vorrat von Abzeichen zur Verfügung, der mit dem neuen WHW.-Abzeichen der Wolfsangel, die das Abzeichen des Februar ist, m ben PP- schachteln der Sammler vereinigt war und "n Ver­laufe der Sammlung seinen Weg an die: Mantel oW Rockkragen der Spender und Spenderinnen nahm. Wenn auch die Volksgenossen diese allen Abzeichen bei früheren Sammlungen bereits emp-

Das NSKK. setzte Kraftwagen ein. Trompetensignale riefen zur Spende auf.

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haupten kann, daß in dieser freiwilligen, ansehn­lichen Erhöhung des Spendenopfers der schone und anerkennenswerte Zug zum Ausdruck kam, unter bewußter Willenseinstellzmg auf den Gedanken des Opfers zu helfen, damit das WHW. den be­drängten Volksgenossen weiterhin in guter Weise beistehen kann.

Obwohl die Witterung regnerisch war und in­folgedessen das Auf und Ab in den Straßen nicht gerade zu den Annehmlichkeiten gehörte, wurde doch der ganze Hilfsdienst, angefeuert durch die schöne Gebefreudigkeit der Volksgenossen, mit fro­her Hingabe an das große Werk geleistet. Dabei konnte man, wenn sich die Sammler begegneten, manches frohgestimmte Wort der Arbeitskamerad­schaft hören und auch manchen ideellen Wettbewerb um den Vorrang' der Sammelbüchsen bei dem je­weiligen Spender feststellen. Und daß in den Gast-

ternachtsstunde und länger. Dabei wurde auch schweres Gewicht" erzielt. In flotter Art verlief auch die Sammlung am gestrigen Sonntag, im ganzen blieb sie aber begreiflicherweise hinter dem Tempo vom Samstagabend zurück, da, wie immer, der Hauptabsatz bereits bei dem ersten Vorstoß erzielt worden war.

Der Musikzug der SA.-Standarte 116 bereitete der Bevölkerung am Samstag und am gestrigen Sonntag zur Erhöhung der Spendefreudigkeit schöne Straßenkonzerte, bei denen die SA.-Musiker unter Leitung von Musikzugführer Herrmann wieder­um ihr hervorragendes musikalisches Können unter Beweis stellten. Von der Reiter-SA. sammelten Kameraden zu Pferde, das NSKK. ließ geschmückte Kraftwagen mit Trompetern losfahren, die eben­falls mit allem Eifer bei der Sache waren.

immer feien die Studierenden meistens Söhne von wenig begüterten Eltern gewesen. Wenn auch ein Teil der Gastgeber nicht zu denen gehörte, die mit irdischen Güter reich gesegnet seien, so hätten sie doch gerne etwas geopfert, weil sie damit ihren Dank zum Ausdruck bringen wollten, daß sie es als eine Vergünstigung ansehen, an Deutschlands hohen Schulen studieren zu dürfen. Er hoffe, daß der Zweck dieser Veranstaltung erreicht werde und wünschte noch einige frohe Stunden. Erst kurz vor Mitternacht trennten sich die Teilnehmer.

Das Ergebnis.

Die Sammlung der SA.-Kameraden erbrachte, wie wir von zuständiger Stelle hören, das erfreu­liche Ergebnis von etwa 4100 Mark.

Die Eröffnung des Mchsberufswettkampfes in Gießen.

Feier in der geschmückten Maschinenhalle bei Schaffstaedt.

Der Reichsberufswettkampf in Gießen wurde gestern vormittag »mit einer großen und eindrucks­vollen Feier eröffnet. Die Jugend unserer Stadt, die sich auch in diesem Jahre der Leistungsprüfung unterziehen will, nahm zahlreich teil.

Zunächst traten die Gefolgschaften der Hitler- Jugend, wie auch Gruppen des BDM. und viele Lehrlinge auf dem Brandplatz an, um sich in ge­schlossenem Marsch auf den Weg zur Stätte der Veranstaltung zu machen. Voran marschierte em Spielmannszug des Jungvolks, es folgte die Fah- nengruppe der HI. und dann die große Zahl der Jugendlichen, die sich der Sache des Reichsberufs­wettkampfes verbunden fühlt.

Die Maschinenhalle der Eisengießerei Schaffstaedt war für den Zweck der Eröffnungsfeier prächtig geschmückt. Mit Fahnen der Bewegung und der Hitler-Jugend, mit dem Hoheitszeichen der Partei und dem Symbol der Arbeitsfront waren die Wände verkleidet; überall waren Tannenzweige angeheftet und selbst das Werkmaterial war zum Teil dekorativ ungeordnet. Das äußere Bild, das sich hier bot, verfehlte feinen Eindruck auf die Jugend sicherlich nicht.

Die Veranstaltung gewann an Bedeutung da­durch, daß sich auch Vertreter der Partei und der Wehrmacht, je ein Sturm der SA. und der Marine- SA., eine Abteilung des Arbeitsdienstes mit blan­kem Spaten, zahlreiche Lehrkräfte, Rektoren sowie viele Gruppenwettkampfleiter eingefunden hatten. Unter der Jungarbeiterschaft fielen einige auf, die in der schmucken Tracht des Bergmannes erschienen

waren.

Mit der Einbringung der Fahnen unter Trom­melklängen des Jungvolks wurde die Feier eröffnet. Ein Lied der Hitler-Jugend klang kraftvoll auf. Bannführer Schreiber eröffnete den Reichs­berufswettkampf, begrüßte die Zahlreichen Teilneh­mer der Feier und übergab dann das Wort dem

Kreispropaqandaleiier pg Schmelz

der in feiner längeren Ansprache u. a. folgendes ausführte: Heute marschiert die ganze deutsche Ju­gend auf zu einem Leistungswettbewerb, wie er einzig ist in der Welt. Wir alle müssen uns klar darüber sein, daß dieser Wettbewerb nur ein Teil der Aufgaben ist, die sich der Führer für unser Volk gestellt hat. Diese Aufgabe des Reichsberufs-

weftkampfes wird immer zu lösen fein, wenn unser Volk leben soll. Immer muß auch eine vollkommene Einigkeit in unserem Volke herrschen und zwar in allen Lebensformen. Der politische Soldat hat die Einigkeit zuerst oorgelebt. Die Erfolge der Regie­rung sind nur möglich gewesen durch die Einigkeit des Volkes. Wir müssen auch darüber klar fein, daß diese Einigkeit kein Geschenk des Himmels ist, son­dern das Ergebnis eines schweren Kampfes und

Ein Blick in die große Maschinenhalle der Firma Schaffstaedt während der Eröffnungsfeier für den Reichsberusswettkamps. (Ausnahme: Photo-Psaft^