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Nr. 257 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Montag, 2. November 1936

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HJ.-Funk. 19.30: Kampf dem Verderb. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Musik von W. A. Mozart. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. Nachrich­ten der DAF. 22.30: Unterhaltungs- und Volks­musik. 24 bis 2: Nachtmusik.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Unsere Rekruten.

Die Rekruten haben die ersten Wochen ihrer zweijährigen Dienstzeit hinter sich. Noch wird von ihnen die Zahl der Wochen nicht gezählt, noch gilt es, sich in die neuen Verhältnisse hineinzufinden, sich innen wie außen umzukrempeln und zu ver­gessen, daß man bis vor kurzem noch in einem anderen Aufgabenkreis steckte. Aber diese Umstel­lung geht stets schneller vor sich, als man zunächst ahnt. Je rascher die neuen Kameraden zueinander finden, desto schneller lebt sich der einzelne ein. Da heißt es natürlich, das eigene Ich zugunsten der feldgrauen Gemeinschaft zurückzustellen, was um so leichter ist, als in den zwei Jahren des Waffendien­stes materielle Sorgen an den Waffenträger der Nation nicht herantreten. Er braucht sich um nichts anderes als um die Erfüllung seiner militärischen Pflichten zu kümmern, er braucht nicht an das zu denken, was ihm der kommende Tag im zivilen Leben bringen könnte, er ist so restlos aus dem Kampf um das bürgerliche Dasein herausgelöst, daß der Wehrdienst für jeden zu einer weitgehenden Beruhigung seiner sonst so stark gespannten Ner­ven wird.

Wehrhafte Ertüchtigung, körperliche Betätigung in Gottes freier Natur füllen von nun an die näch­sten zwei Jahre seines jungen Lebens aus. Wie einst die Väter, so werden die jetzt dienstpflichtig gewordenen Söhne unseres Volkes zweimal zwölf Monate hindurch nur die eine Sorge haben, gute Soldaten zu sein, die ihre Waffe kennen und mit ihr umzugehen verstehen. Das aber ist eine Sorge, die niemand bedrückt. Denn in den Adern jedes Deut­schen rollt soviel soldatisches Blut, daß er von jeher im Waffendienst eine seiner Lebensaufgaben sah. Und dieser Dienst hat nun für die jungen Männer begonnen, die vor kurzem von ihren Fa­milienangehörigen und ihren Freunden Abschied nahmen, um den zivilen Rock mit dem feldgrauen Kleid zu vertauschen. Ein Ehrenkleid tragen sie von nun ab, und zu ehrenvollem Dienst sind sie be­rufen. Das Vaterland sieht auf sie, denn sie tragen die wieder zum Schutze von Volk und Heimat ge­schmiedeten Waffen.

Wer selbst einmal in Reih und Glied stand, der kennt das erhebende Gefühl, einer Gemeinschaft anzugehören, die durch den rückhaltlosen Einsatz eines jeden unüberwindlich und hart wie Stahl ist. Stets werden die Jahre des Waffendienstes für den, der berufen wurde, ihn auszuüben, unauslösch­lich in der Erinnerung bleiben. Denn erst der Wehrdienst gibt dem Leben des deutschen Mannes die Weihe, deren er bedarf, um zu jeder Stunde für sein Volk eintreten zu können. Zu Kriegern werden die Söhne unserer Nation erzogen, die jetzt in die Anfangsgründe militärischer Weisheit ein­geführt werden, zu Kriegern, die das Reich zu schützen wissen, deren Tapferkeit und Kriegskunst Gewähr für die Erhaltung unseres Friedens sind. Denn nur dort muß eine Nation um ihren Frieden und ihre Sicherheit bangen, wo ihre Söhne nicht, oder nur mangelhaft im Waffengebrauch geübt find.

Dornotizen.

Tageskalender für Montag.

Gloria - Palast, Seltersweg:Schabernack". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Jana".

Goethe-Bund und kaufmännischer Verein teilen uns mit: Arn kommenden Donnerstag wird Kapitänleutnant Freiherr von Buttlar-Bran­de n f e l s einen Lichtbilderoortrag halten.Vier Jahre im Zeppelin gegen den Feind. Meine 26 Angriffsfahrten im Weltkriege". Kapitänleutnant von Buttlar-Brandenfels, ein Wikinger der Lüfte, war Kommandant der Kriegszeppeline L 6, L 11, L 25, L 30, L 54 und L 72 und wurde für feine Tapferkeit mit dem OrdenPour le merite" aus­gezeichnet. Der Vortrag wird durch zahlreiche Ori­ginal-Lichtbilder ergänzt. (Siehe heutige Anzeige.) 7ISDAV. - Amt für BolkSwohlfahrt.

Ortsgruppe Giehen-Ost.

Befr.: Lebensmillel-Opferring.

Die Sammlung wird Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. November, von der NS.-Frauenfchaft durchge­führt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sicht­bar anzugeben.

Da die Sammlung dem Winterhilfswerk zugute kommt, wird gebeten, daß sich außer den Mit­gliedern auch diejenigen Volksgenossen beteiligen, die in der Lage sind, das WHW. zu fördern.

Befr.: Kohlenversorgung.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine der Serie A bis zum 5. November in der Zeit von 15 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen eine Wertguittung umzutauschen. Später einge­reichte Gutscheine können nicht mehr angenommen werden.

Der Kohlenhändler hat die Ausgabe und die Kohlensorte auf der Rückseite des Gutscheines mit eigenhändiger Unterschrift zu bestätigen.

Ortsgruppe Sießen-Aord.

Winferhilfwerk 1936/37.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutschein (Serie A) bis spätestens am Mittwoch. 4. Nov., abends 20 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, einzureichen. Später eingehende Gutscheine können nicht mehr angenommen werden."

Ortsgruppe Giekeu-Mitte.

Befr.: pfunbfammhing.

Am Mittwoch, 4. Nov.., werden die Spenden (Pfundsammlung), durch die NS.-Frauenschaft ein­gesammelt. Die Hausfrauen werden gebete; den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarten zur Einzeichnung bereitzuhalten. Die Pfundsammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. wieder auf alle Volksgenossen.

Blick auf die Bühne während der Ausführung. (Aufnahme: Pfaff, Gießen.)

Die Gefolgschaft des Glaubens marschiert."

bruch immer wirksamer werden, der uns alle bisher schon stark und glücklich gemacht hat.

Nach dieser geistigen Einstimmung auf die Grundlinie der Feierstunde folgte in packender Weise die Aufführung des HörspielsDie Gefolg­schaft des Glaubens marschiert". Das Manuskript stammt von H. A. W e b e r, den musikalischen Teil betreute Bruno Hellberger auf seinem Heller- tion, Mitwirkende waren Politische Leiter, NSBO.- Bereitschast, SA., SS., HI., BDM., Werkscharen, Arbeitsdank, Jungvolk, eine Trachtengruppe unse­res Heimatdichters Georg Heß und eine Gruppe Soldaten der Gießener Garnison. Die künstlerische Leitung der Aufführung lag in Händen von Pg. R ü f f e r.

Der Dichter des Hörspiels lenkt die Gedanken der Besucher zunächst zurück in die für das deutsche Va­terland so dunkle Zeit des überwundenen politi­schen Systems. Dann sieht man im Geiste das Mor­genrot der neuen Zeit heraufsteigen, um schließlich den strahlenden Durchbruch der Sonne und damit unseres neuen Deutschland unter der Führung Adolf Hitlers als beglückenden Besitz unseres Volkes zu .erleben. Diesem Grundgedanken entspre­chend hatte der Leiter der Aufführung feine künst­lerische Hand glücklich walten lassen. In nahezu völligem Dunkel lag die Bühne, auf der ein Teil der Mitwirkenden in schöner Gruppierung aufge­stellt war, während andere mitwirkende Kräfte, ent­sprechend ihren Rollen, auf verschiedene Stellen des Saales verteilt waren. Feierlich klang die Musik des Hellertion durch den Raum, Fanfarentöne folgten, dann tönte kräftig die Stimme eines Spre­chers, und bald fetzte der Dialog ein, gefolgt und unterbrochen von Chorgesängen, von einzelnen Sprechern, von Marschliedern, einer kurzen grund­legenden Rede, um schließlich in dem gemeinsamen Bekenntnis zum blinden Glauben und Vertrauen, in der hingebenden Gemeinschaft aller deutschen Menschen als marschierendeGefolgschaft des Glau­bens" den Höhepunkt und Abschluß zu erreichen.

Neben den mitwirkenden Einzelpersonen von

denen wir Albert B ö tz als Sprecher und Ruser, Heinz Horn als Sprecher und Redner, Georg Heß als Bauer hier erwähnen möchten wirkten in der Gemeinschaftsleistung der Sturm 16/R 116 in einem Massenchor (Fohnenlied der SA.) unter der Leitung seines Sturmführers Kurt Richter, ferner ein großer Massenchor, bestehend aus Män­nern der PL., der NSBO.. HI. und BDM. hervor­ragend mit. Als besonders eindrucksvoll sei auch der feierliche Einmarsch der Fahnengruppen und der ebenso feierliche Ausmarsch der Fahnen, beides un­ter den Klängen des vom Sturm 16 R 116 gesun­genen Fahnenliedes der SA., erwähnt. Das von feinem künstlerischen Empfinden geleitete Spiel des Hellertion durch Bruno Hellberger sei als musi­kalisches Meisterstück ebenfalls mit besonderer An­erkennung verzeichnet. Der künstlerische Leiter Pg. Rüffer sorgte in anerkennenswerter Weise für den exakten und feingestalteten Ablauf der Darstel­lung, wobei er in der verständnisvollen und be­geisterten Hingabe aller Mitwirkenden eine starke Stütze für das Gelingen der ganzen Aufgabe hatte.

Der Erfolg dieser gemeinschaftlichen künstlerischen Leistung war nach jeder Richtung hin ein starker und voller. Die Zuhörer hatten dadurch eine Feierstunde, die als schöne Sonntagsgabe die Her­zen erhob. Die Stunde fand ihren Äusklang in dem Gruß und dem Treugelöbnis an den Führer.

RunOfuntyroaramm.

Dienstag, 3. November.

6 Uhr: Choral Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11: Nachrichten. 11.30: Landfunk. Zwiegespräch über die Milcherzeugungskosten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschlie­ßend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mit­tagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10:Wünsch dir was!" 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: 1, ..Am Tor von Afghanistan ..." Reiseerlebnis der deutschen Hindukusch-Expedition. Von Dr. Albert Herrlich. 2.Sie zogen damals aus der Eifel ..." Skizze von Paul Breuer. 18: Unterhaltungskonzert. 19:

Es war eine erhebende Feierstunde, die von der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" in Ver­bindung mit dem LandschaftsbundVolkstum und Heimat" am gestrigen Sonntagvormittag im Glo­ria-Palast, dem nahezu vollbesetzten Hause und dar­über hinaus da die Aufführung über den Reichs­sender Frankfurt durch den Rundfunk übertragen wurde und in Stadt und Land am Radio zu hören war vielen Tausenden von Volksgenossen in Stadt und Land mit der Aufführung des Werks Die Gefolgschaft des Glaubens marschiert" berei­tete. Man kann sagen, daß diese Darbietung ein würdiges Teilstück des gestrigen Opfertages für das Winterhilfswerk war, denn in beiden Erscheinungen dieses Tages trat eindrucksvoll das zutage, was die Gemeinschaft der deutschen Menschen eint und im­mer wieder zu neuen, freudigen Kraftanstrengun- gen begeistert: der Glaube und der Dank an den Führer Adolf Hitler und fein Werk zum Segen unseres Volkes! Wer diese Feierstunde im Gloria- Palast miterlebt hat und dabei in wunderbarer Weise den starken inneren Schwung der Herzen selbst empfinden konnte, der wird diese Morgen­feier so bald nicht vergessen und jederzeit gerne bestätigen, daß die NS.-G.Kraft durch Freude" in Gemeinschaft mit allen Helfern mit dieser Auf­führung eine besonders verdienstvolle Leistung voll­bracht hat.

Nach einer kurzen instrumentalen Darbietung des Musikzugs der Marine-SA. sprach der Gaurefe­rent für das Deutsche Volksbildungswerk, Fritz Handwerk, in kurzen, grundsätzlichen Darlegun­gen über die Arbeit und die Zielsetzung der NSG Kraft durch Freude". Er verwies dabei einleitend auf die vielfachen Niedergangs- und Verfallserschei­nungen in den Jahren vor der Machtübernahme des Führers er innerte daran, daß damals viele Volksgenossen ihre Erholung und Entspannung von der Arbeit leider nicht in guter geistiger Kost fan­den, sondern auf Rummelbetrieb angewiesen waren, mit dem art- und landfremde Elemente das deutsche Volk abspeisten, um desto besser ihre eigennützigen Zwecke und Ziele verfolgen zu können, bei benen der Vorteil jener Elemente auf Kosten ber gemeinschaft der einzige leitende Gesichtspunkt war. Es ist nicht verwunderlich, baß in jener Zeck ber deutsche Mensch ein wirklich kiefes seelyches Erleben und eine innere Erhebung nicht finden konnte. Demgegenüber legte ber Rebner eindrucksvoll bar, daß der Nationalsozialismus auch in der kulturellen Bedeutung der deutschen Volksgenossen insbeson­dere auch auf dem Gebiete ber gehaltvollen Feier- nbenbgeftaltung, grunbsätzlich neue und bessere Wege eingeschlagen hat, auf benen für unser Volk reicher Segen zutage tritt unb in immer größerem Aus­maß erwartet werben kann. Diese kulturelle Arbeit hat in erfreulicher Weise weitgehenb zur Bilbung unb Vertiefung ber beutschen Volksgemeinschaft bel- getragen, sie hat ben Arbeiter, ben ^Er unb den Soldaten in dem Bewußtsein ^^ber zusammenge- führt, baß sie nun allesamt die beutsche Heimat wie- bergefunben haben und herrlich $as

bei sollen die wertvollen Euter aus der Vergan- aenbeit in keiner Weise vernachlässigt werden sie sollen auch auf der neuen Grundlage der Kultur­arbeit ihre sorgsame Pflege finden und mit dazu beitragen, daß die Volkstumsarbeit in der schonen Feierabendgestaltung als Stärkung des Glaubens und des Bekenntnisses zu der großen politischen Idee des Nationalsozialismus eine weitere feste Stütze ist. Damit wird sich auch das große neue Wunder im seelischen Leben unseres Volkes voll­ziehen und im Nationalsozialismus der große Auf-

Auch die Kleinsten werden von der Oma und vom SA.-Mann für das Winterhilfswerk interessiert.

SA. und Wehrmacht gemeinsam beim Hilfswerk. (Aufnahmen [2]: Pfaff, Gießen.)

nicht dem Gedanken, daß es zweifellos viele andere Volksgenossen gibt, deren Lebensschicksal noch schwe­rer ist als das eigene, und aus dieser Ueberlegung heraus gaben sie gerne ihren Beitrag für das segensreiche Werk des WHW. Mit Befriedigung kann ferner darauf hingewiesen werden, daß es in sehr vielen Fällen nicht beim Kauf eines Abzei­chens blieb, sondern daß diese Volksgenossen zwei und drei, ja noch mehr Abzeichen erwarben, und damit den Umfang ihrer O^fergabe steigerten. An­dere wieder bezahlten ein Abzeichen, zur Freude der Sammler, mit einem Fünfzigpfennigstück, ober auch mit einer Mark, eine Beisteuer, die von den Sammlern mit besonderer Freude entgegengenom­men wurde, weil ja der Ehrgeiz des Sammlers darin besteht, einen möglichst großen Betrag bei der Abrechnungsstelle abliefern zu können, wozu natürlich 50-Pfennig- und Markstücke erheblich beitragen.

Der Verkauf der Abzeichen wickelte sich außer- ordentlich flott ab; die Edelstein-Abzeichen fanden reißenden Absatz, so daß der Vorrat in verhältnis­mäßig kurzer Zeit ausverkauft war. Dann mußten Ersatz-Abzeichen zu Hilfe genommen werden, wobei vor allem auf die früheren Eifenplaketten mit dem Bildnis Friedrichs des Großen zurückgegriffen wurde. Viele Sammler hatten schon nach ein bis zwei Stunden ihren Abzeichenvorrat verkauft und konnten dann zum Standartengebäude der SA. pil­

gern, um dort die plombierte Sammelbüchse mit dem Erlös abzuliefern. Eine große Schar SA.-Kamera­den war als Geldzähler im Saale des Standarten­gebäudes ununterbrochen eifrig an der Arbeit, um die abgelieferten Sammelbüchsen zu leeren und die Beträge zu zählen, die Kontroll-Listen zu führen und auch wieder neue Abzeichen und neue plombierte Sammelbüchsen zum weiteren Verkauf auszugeben. So herrschte also nicht nur auf den Straßen, sondern auch an der Verrechnungsstelle bis spät in den Samstagabend hinein Großbetrieb, und ebenso un­ermüdlich wurde am gestrigen Sonntagvormittag und -nachmittag geschafft, um aus dieser Gemein­schaftsleistung der Spender und der Sammler der SA., SS. und des NSKK. ein Ergebnis für das Winterhilfswerk zu schaffen, mit dem alle Teile zu­frieden sein können.

Der Musikzug der Standarte 116 und der Musik­zug der Marine-SA. trugen am Samstagnachmittag und am gestrigen Sonntag durch Platzkonzerte zum vollen Gelingen der Sammelaktion bei und berei­teten vielen Zuhörern mit ihren guten instrumen­talen Darbietungen eine Freude.

ZRunö 4000 Mark in (Hießen

Wie wir auf Anfrage bei der SA.-Standarte 116 Horen, hat die Sammlung den Betrag von etwas über 4000 Mark ergeben. Mit diesem Ergeb­nis kann unsere Stadt sich sehen lassen.

Die zweite Reichsstraßensammlung für das Win­terhilfswerk zeigte vom Samstagnachmittag bis zum geftriaen Sonntagabend die braunen und schwarzen politischen Soldaten des Führers, die SA., die SS. und die Männer des NSKK. in der Front. Es war erfreulich, zu sehen, mit welcher begeisterten Hingabe die Sammler an die Erfüllung ihrer Aufgabe gin­gen, nicht minder erfreulich war auch die allent­halben zutage tretende Bereitwilligkeit der Spender, mit ihrem Kauf des Sammelabzeichens beizutragen zum erfolgreichen Kampf gegen Hunger und Kälte.

In allen Gegenden der Stadt konnte man die Männer in der braunen ober in der schwarzen Uniform mit den Sammelbüchsen und mit den Ab­zeichen-Kästchen in der Hand bemerken. Die Straßen­passanten wurden in verbindlicher Weise auf die Sammlung aufmerksam gemacht, in zahlreichen Fällen bedurfte es aber dieses Hinweises überhaupt nicht, denn die Männer und Frauen, die Buschen und Mädchen kamen oft von selbst auf die Samm­ler zu, um sich das Abzeichen zu erwerben und da­mit sichtbar zu dokumentieren, daß auch sie zu der großen Kampfgemeinschaft gegen die Not gehören. Mit Genugtuung darf hier auch die Tatsache ver­merkt werden, daß viele Volksgenossen, bei denen offensichtlich zutage lag, daß sie selbst einen harten Daseinskampf führen und jeder Groschen für den eigenen Lebensunterhalt für sie von Bedeutung ist, freudig ihre Spende gaben. Sie verschlossen sich

SA., SG. und NSKK. im Dienste des WHW.

Das Ergebnis in -er Gia-i Gießen rund 4000 Mark.