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Die Bekleidungsindustrie sorgt für den Winter.

In Deutschland werden zur Wärmeversor­gung des Haushaltes und zur Beheizung von Gebäuden aller Art über 25 v. Sy des gesamten Brennstoffverbrauches be­nötig, und die Aufwendungen hierfür betragen jährlich mehr als 1,5 Milliarden Mark. Es hat daher ein besonderes Interesse, wenn Dr.-Jng. Wil­helm R a i ß in denForschungen und Fortschrit­ten" den Stand der Wärmeversorgung des Hauses auf Grund der neuesten Prüfungen und Erfahrun­gen darstellt. Durch die Brennstoffknappheit der Kriegs- und Nachkriegsjahre wurde die Aufmerk­samkeit des Ingenieurs stärker auf die Millionen häuslicher Feuerstellen gelenkt, und es zeigte sich, wie gering die Brennstoffausnutzung hier zum Teil noch war. Die neueren Erkenntnisse über die Vorgänge bei der Verbrennung und bei der Wärmeübertragung wurden daher auch auf die Verhältnisse in den kleinen Feuerungen planmäßig übernommen, und so wurden in den letzten fünf­zehn Jahren unsere häuslichen Feuerungen viel­fach grundlegend geändert.

Bei der Heizung steht immer noch die Feue­rung für feste Brennstoffe weitaus an erster Stelle, und dem Einzelofen kommt eine besondere Bedeu­tung zu. Man hat Prüfungen von Kachelöfen in der Versuchsanstalt für Heiz- und Lüftungswesen der Technischen Hochschule Berlin vorgenommen, wäh­rend eiserne Oefen in den wärmetechnischen Insti­tuten in Aachen und Darmstadt geprüft wurden. Das Ergebnis solcher Untersuchungen ist, daß es heute für alle Brennstoffe Ofenbauarten gibt, die bei richtiger Bedienung und Instandhaltung 7085 v. H. der eingebrachten Brennstoffwärme freimachen. Ein richtig bemessener Rost, ein dichtes Feuer- oeschränk, ein hoher Feuerraum und genügend lange Heizgaswege sind die Voraussetzungen einer guten Ausnutzung. Eine glatte, niedrige Form des Ofens gewährleistet ferner eine bessere Erwär­mung der untere Raumzone und damit eine gleich­mäßigere Temperaturverteilung im geheizten Raum.

Bei der Zentralheizung hat sich die Feue­

rung mit unterem Abbrand stärker durchgesetzt. Bei geeigneter Stückgröße des Kokses und einwandfreier Feuerführung können Verluste durch Abzie­hen der unverbrannlen Gase weitgehend vermieden werden, und es sind bei den reich­lichen Heizflächen solcher Kessel Wirkungsgrade von 70 bis 80 v. H. zu erzielen. Den zentralen Heiz­anlagen schenkt man erst in den letzten Jahren erhöhte Beachtung, und es wurden auch die für den Heizbetrieb maßgebenden meteorologischen Ein­flüsse genauer untersucht. In den letzten Jahren wurden für feinkörnige Magerkohle Gliederkessel entwickelt, die es ermöglichen, diese im Preis gün­stigen Kohlensorten ähnlich wie Koks im Dauer brand zu verfeuern. Für die Oelfeuerung, die sich im Ausland großer Beliebtheit erfreut, fehlt bei

uns zur Zeit die Voraussetzung, billiges heimisches Heizöl, und auch die Gasheizung hat sich wegen der vielfach hohen Gaspreise für die Zentralhei­zung nur vereinzelt eingeführt, während sie als Ofenheizung stärker verwendet wird.

Bei der Warmwasserbereitung werden in Anbetracht der Vorteile Sauberkeit, stete Betriebsbereitschaft, Wegfall der Bedienung et­waige Energiemehrkosten in Kauf genommen. Die Wärmeausnutzung ist im praktischen Betrieb, wie Untersuchungen im wärmetechnischen Institut m Darmstadt gezeigt haben, für gas- und strom­beheizte Geräte ungefähr gleich; sie schwankt zwi­schen 60 und 80 v. H.

Beim Kochen zeigt der übliche Kohlenherd die ungünstigste Wärmeausnutzung, besonders, wenn er lediglich zum Kochen benutzt wird. Nur 7 bis 10 v. H. der Brennstoffwärme werden dabei ausge­nutzt, berücksichtigt man Warmwassererzeugung und Raumerwärmung dabei, 30 bis 40 v. H. In neuester Zeit wurden jedoch Herde entwickelt, die durch bessere Ausgestaltung der Feuerung, Dichtheit des Herdes, gute Wärmeabdämmung und leichte Regel­fähigkeit Wirkungsgrade ergeben, wie wir sie von gas- und strombeheizten Herden kennen. Dem Stadtgas, das lange Jahre dem Haushalt als einziger hochwertiger Energieträger für Wärme­zwecke zur Verfügung stand, ist ein ernsthafter Wettbewerber in der Elektrowärme entstan­den, zumal die Elektrizitätswerke für das elektrische Kochen günstige Sondertarife gewähren. Um fest­zustellen, wieviel Kilowattstunden im praktischen Haushaltbetrieb einem Kubikmeter Stadtgas gleich­wertig sind, hat dieHauptstelle für Wärmewirt­schaft beim Verein Deutscher Ingenieure" Beob­achtungen an über 3000 Neubauwohnungen durch­geführt, die teils mit Gas-, teils mit Elektroherden versehen waren. Es zeigte sich, daß beim Kochen 2,3 bis 2,7 Kilowattstunden 1 Kubikmeter Stadt­gas ersetzen. Der Wärmeaufwand ist also beim elektrischen Kochen wesentlich geringer als beim Kochen mit Gas; denn der Heizwert von 1 Kubik­meter Stadtgas ist über viermal größer als der einer Kilowattstunde.

Die Gesamtentwicklung der häuslichen Wärme­versorgung zeigt sehr deutlich den immer stärkeren Uebergang von natürlichen zu hochwertigen und veredelten Energieträgern, die sich vor allem durch­setzen, wenn der Wärmebedarf verhältnismäßig niedrig ist und der Betrieb schnell bereit, leicht zu regeln und zu bedienen sein soll. Die Deckung des deutschen Treibstoffbedarfs aus heimischen Energiequellen kann zu einschneidenden Aenderungen in der häuslichen Wärmeversorgung führen, da die Nebenerzeugnisse der Treibstoffge­winnung, zum Beispiel der Schwelkoks, gegebenen­falls im Hausbrand untergebracht werden müssen.

C. K.

Wirtschaft.

Nhein-mainischer Getreidemarkt.

Da die Landwirtschaft vielfach noch mit Be­stellungsarbeiten und der Zuckerrübenernte beschäf­tigt ist, andererseits aber den kommenden Monats- auffchlag von zwei Mark per Tonne ausnützen will, ist zur Zeit die Verladung von Brotgetreide un­bedeutend. Auch in Kurhessen und den Nachbar­bezirken liegt wenig Angebot an Weizen vor, wie auch die nord- und mitteldeutschen Offerten ausgeblieben sind. Die Mühlen haben sich zwar in den letzten Wochen für den laufenden Bedarf ein­decken können, bleiben aber gerne aufnahmebereit, um so mehr als sie ihre Mehlverkäufe bereits bis zum Ende des Jahres erstreckt haben.

In Roggen sind die großen Mühlen am Rhein gut versorgt, da ihnen für das kleine Kontingent genügend norddeutsche Ware zur Verfügung steht, während auf dem Lande die Verhältnisse für die mittleren und kleinen Mühlen uneinheitlich sind. Im allgemeinen sind trotz der kleinen Anlieferungen die Mittelmühlen ziemlich gedeckt, während die Be­triebe in den toten Winkeln dringendere Nachfrage zeigen. Die erhöhte Handelsspanne wird bei Roggen nur noch selten angelegt.

In Braugerste waren während der letzten Wochen der Weinlese die Umsätze noch sehr klein, da die Erzeuger den Drusch und die Herrichtung der Braugerste, nicht vornehmen können. Die Ver­arbeiter kaufen laufend ein und zeigen sich auch vielfach hinsichtlich der Qualität entgegenkommend. Jndustriegerste ist sehr wenig angeboten, so daß der Bedarf hier nicht genügend gedeckt werden kann. Norddeutsche Jndustriegerste stellt sich auf etwa 21 RM. je 100 kg frei oberrheinischen Stationen. In Futtergerste stehen die aus der Pflichtanliefe­rung einkommenden Mengen zur Verfügung, die aber die Nachfrage bei weitem nicht befriedigen.

Futterweizen und Futterroggen ist nur aus den kleinen Freigaben unbrauchbarer Partien erhältlich.

Das Haferangebot ist noch nicht besser ge­worden, weder quantitativ noch qualitativ. Der Be­zug von bayerischem Hafer gestaltet sich nach wie vor schwierig. Man sorgt jetzt bereits für die Be­schaffung des nötigen Frühjahrssaatgutes.

In Weizenmehl war das Geschäft lebhaft, besonders der Handel suchte weitere Abschlüsse für die kommenden Monate zu tätigen. Der Bezug durch den Bäcker wickelt sich ohne Stockung ab, wie auch Roggenmehl durchaus genügend aus den Lagerbeständen und laufenden Eingängen der hiesi­gen wie der norddeutschen Mühlen angeboten wurde. Die Belieferung der süddeutschen Derbraucherbezirke gestaltet sich stetig.

Futtermittel waren für den Herbst- und Winterbedarf allgemein begeyrt. Weizenkleie wird im kommenden Monat wieder zugeteilt, während über die Lieferung von Roggenkleie die Entscheidung noch aussteht. Weizenfuttermehl war für die Schweinemast lebhaft gefragt. Schnitzel stehen in den beiden Sorten genügend zur Verfügung. In Oelkuchen kamen die zweiten Zuteilungen heraus. Biertreber handelt man zum Höchstpreis.

In Rauh futter hat sich das Geschäft etwas gebessert.

Nhein-mainische Schlachtviehmärkte.

Die Belieferung mit Schlachtvieh war auch in der letzten Oktoberwoche zufriedenstellend, nicht nur zahlenmäßig, sondern auch die Qualitäten standen auf hoher Stufe. Die Nachfrage der Verbraucher konnte befriedigt werden.

Am Großoiehmarkt wurden insgesamt 1572 (1563) Tiere aufgetrieben, davon entfielen auf Frankfurt 1221 (1194), auf Mainz 285 (265),

Vorsicht bei der Anwendung von Giftgetreide.

Von Ernst Holzel, Siabsjcigermeister und Kreiöbeaufiragier für Naturschutz.

Das starke Auftreten von Mäusen macht einen verstärkten Kamps gegen diese schädlichen Nager im Interesse der Volksernährung notwendig. Zu den gebräuchlichsten Kampfmitteln gehört das Giftge­treide in Form von Strychninhafer oder Phosphor- weizen. Bei ihrer Anwendung wird leider vielfach mit einer Sorglosigkeit verfahren, die davon Zeug­nis ablegt, daß sich der Täter offenbar seiner Ver­antwortung in keiner Weise bewußt ist. Das Reichs­jagdgesetz schreibt in §35 Auss. Best. Abs. 4d wört­lich vor:

Zum Vergiften von Mäusen und Ratten dürfen Giftgetreide, Phosphorlatwerge und damit behan­delte Köder ausgelegt werden. Das Giftgetreide muß durch auffällige rote und dauerhafte Färbung kenntlich gemacht werden. Es ist entweder in die Baue (Erdlöcher) der Tiere selbst einzubringen (z. B. mittels Legeflinte) oder so verdeckt (z. B. in Röhren) auszulegen, daß andere Tiere nicht daran gelangen können. Phosphorlatwerge und damit be­handelte Köder dürfen nur in die Erdlöcher selbst eingebracht werden. Die Stellen, an denen Gift ausgelegt ist, sind mindestens jeden zweiten Tag nachzusehen. Außerhalb der Baue (Erdlöcher) herumliegendes Gift ist sofort zu beseitigen.

Leider gehört es zu den gewöhnlichen Erscheinun­gen, daß man Giftgetreide frei vor ober in den Eingängen zu den Gängen der Mäuse liegen sieht, also so, daß es jedem Körnerfresser zugänglich ist. Die Folge davon ist die Aufnahme durch Fasa­nen, Rebhühner und Wildtauben sowie Körnerfresser aus der Singvogelwelt, die dann dem Gift zum Opfer fallen. Die Verluste an solchen Tieren sind dann außerordentlich hoch und nicht zu verant­worten. Soweit sie jagdbar sind, haben sie genau so einen Platz im Rahmen der Volksernährung wie irgendein Ackererzeugnis. Die Singvögel kommen aber ebenso als Fresser von Unkrautsamen und anderen Schädlingen in Frage wie sie hier das Getreide aufnehmen. Hinzu kommt ferner, daß bei

oberflächlicher Anwendung auch die vergifteten Mäuse viel a u f dem Erdboden gefunden werden und hier von Mäusefressern wie Fuchs, Bussard, Turmfalke usw. ausgenommen werden und dann oft zu Vergiftung dieser Tiere führen, die doch eigentlich den Bauer in feinem Kampfe gegen die Mäuse unterstützen sollen. In diese Falle verliert also der Kampf gegen die Mäuse feinen Sinn, wenn ihm die Bundesgenossen des Menschen in diesem Kampfe selbst zum Opfer fallen.

Es erscheint daher dringend notwendig, daß über­all, wo durch die Gemeinden oder Einzelpersonen Mäuse vergiftet werden sollen, den Vorschriften des Gesetzes genau Rechnung getragen wird. Jedes an­dere Handeln stellt einen Verstoß gegen das Reichs­jagdgesetz dar, der strafbar ist. Hinzu kommt, daß unter Umständen der Jagdpächter Schadensersatz­ansprüche gegenüber dem Grundbesitzer geltend machen kann. Alle diese Dinge sind vermeidbar, wenn die nötige Einsicht vorliegt und entsprechend verfahren wird.

Zur praktischen Durchführung empfiehlt ein Bauer und Jäger mit reicher Erfahrung folgenden Weg: Man lege auf Aeckern, die von Mäusen stark befallen sind, vor allem auf junger Saat und Klee, Drainage­röhren aus, in die das Giftgetreide gelegt wird und die dann mit kleinen Strohbündeln oder Kartoffel­kraut zugedeckt werden. In diesen Hausen suchen die Mäuse vor allem bei schlechtem Wetter Zuflucht, das Gift, das nicht mit dem nassen Boden in Berührung kommt, bleibt länger wirksam, und Wild kann nicht an Giftkörner, die die Mäuse aus der Röhre her­auswirtschaften. Es wäre erwünscht, wenn diese auch im Walde angewendete Methode möglichste Verbrei­tung fände, da sie neben gutem Dergiftungserfolg Schäden verhindert, die vermeidbar sind. Der Kampf dem Verderb"-darf in diesem Falle nicht dazu führen, daß Lebewesenverderben", die in der Natur oder in unserer Ernährung eine Rolle zu fpielen berufen sind.

auf Wiesbaden 66 (104) Stück. Außerdem wurden dem Markt in Mainz noch 100 Husumer Weide­rinder zugeführt, desgleichen dem Markt in Wies­baden 100 Rinder, weiterhin erhielt der Wiesba­dener Markt an Umleitungstieren von anderen Märkten 50 Rinder. Während an den Märkten Frankfurt und Mainz die Anlieferungen weiter zugenommen haben, verzeichnete Wiesbaden einen leichten Rückgang, der aber durch die Husumer Tiere und das Umleitungsvieh ausgeglichen wurde. Die Qualitäten waren mittel bis gut. Das Groß­vieh wurde den Metzgern zugeteilt, am Frankfurter Markt verblieb am Donnerstag in Kühen etwas Ueberftanb.

Am Schweinemarkt hat sich die Beschickung weiter gehoben auf 4871 (4378) Stück. Für den Frankfurter Markt standen 2592 (2316) lebende und als Ergänzung von der Reichsstelle noch 500 (200) geschlachtete Schweine zur Verfügung. Aus Mainz entfielen 944 (865), auf Wiesbaden 886 (741) und auf Darmstadt 449 (456) Stück. Die Qualitäten waren zumeist mittel, in Wiesbaden gut. Es er­folgte weiterhin Zuteilung.

Die Kälberauftriebe sind leicht angestie­gen, die Zufuhren lagen in dieser Woche bei ins­gesamt 1328 (1281) Stück. Die Erhöhung fiel auf Frankfurt mit 814 (779) und auf Mainz mit 191 (155) Stück, dagegen ging der Auftrieb in Wies­baden auf 225 (243)) und in Darmstadt auf 98 (104) Stück zurück. Die Qualitäten war mittel bis gut. In Frankfurt erfolgte an die Metzger feit die­ser Woche Zuteilung. Die Preise bewegen sich ge­mäß der Anordnung zwischen 40 bis 65 Mark pro 50 Kilogramm Lebendgewicht.

Auf den Schafmärkten konnte sich noch keine stärkere Belebung durchsetzen, so daß die ins­gesamt zugeführten 431 (376) Tiere trotz leicht nach­gebender Preise nicht immer glatt untergebracht werden konnten. Auf Frankfurt kamen 368 (293), auf Wiesbaden 42 () und auf Darmstadt 21 (22) Stück. In Frankfurt verblieb angesichts der ver­hältnismäßig starken Beschickung etwas Ueberftanb.

Rhein-Mainische Börse.

Jeff, später nachgebend.

Frankfurt a. M., 31. Okt. Die Samitagbörfe eröffnete am Aktienmarkt bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen in fester Haltung. Später würbe bas Geschäft ruhiger, unb bie höchsten Kurse konnten sich nicht immer voll behaupten. Anfangs in kleinem Umfange vorliegenbes Angebot mürbe ausgenom­men. Beachtung fanben die erhöhten Steuerein­nahmen bes Reiches, auch bie feste Haltung ber Auslanbbörsen wirkte rein stimmungsmäßig an­regend. Im Durchschnitt lagen die Kurse 1 bis 1,50 v. Sy über denen von gestern abend. Von Montan- werten wurden besonders Klöckner gefragt mit 130

bis 131 (128,50), die übrigen Werte tagen 0,50 bis 1,50 v. H. höher. Metallwerte fetzten ihre Befesti­gungen fort, Mansfelder Kupfer 163,65 (161), Me­tallgesellschaft 162,50 (160,50), Deutscher Eisenhan- del 146,50 )145), Rheinmetall 145,75 (145), Otavi blieben zu 45,90 unverändert. Von chemischen Wer­ten gewannen JG.-Farben 0,65, Scheibeanstalt und Deutsche Erböl je 1,50 v. H. Von Maschinenaktien Muag plus 2, Daimler plus 1 v. H. Junghans auf Divibenbenerwartungen auf 111 (108,75) gesteigert. Don Bauwerten Berger 147 (145), Holzmann 140,75 (139,75), Cement Heibelberg 163,50 (163). Kunst­seibeaktien blieben voll behauptet. Am Elektromarkt holten Siemens ihren gestrigen Verlust mieber auf (plus 3,25), Schuckert 1 v. H. hoher, bagegen Lah- meyer etwas angeboten unb 1,75 v. Sy schwächer. Don Einzelwerten stiegen Aschaffenburger Zellstoff auf 148,25 (146,50), Deutsche Linoleum um 2,13 v. H. auf 172, auch AEG. für Verkehr weiter er­höht mit 126,75 (126,25). Reichsbank lagen mit 192,50 (193) nur knapp behauptet.

Da keine weiteren Aufträge mehr vorlagen, würbe bas Geschäft am Aktienmarkt im Ver­laufe sehr ruhig, unb auf kleine Entlastungsver­käufe der Kulisse bröckelten die Kurse überwiegend um etwa 0,50 bis 1 v. H. ab. Metallgesellschaft 161 bis 161,75 bis 161 nach 162,50, Hoesch 121,50 bis 122,50 nach 120,75, JG.-Farben 179 bis 178 nach 179,50, Verein. Stahl 127,50 nach 127,40. Gold- schmidt kamen nach Strichnotiz mit 133,50 (137,25) zum Kurs. Die erst später angeschriebenen Kurse lagen überwiegend fester, Ilse Genuß 155 (153), Südd. Zucker 208,25 (207), Eßlinger Maschinen 105 (104,75).

Am Rentenmarkt traten keine größeren Ver­änderungen ein.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M. 2. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1316 Rinder (313 Ochsen, 126 Bullen, 555 Kühe, 322 Färsen), 405 Kälber, 237 Schafe, 2806 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 35 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 50 bis 65, Hümmel 45 bis 50, Schafe 30 bis 40, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber unb Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe langsam.

Schweinemarkt in Alsfeld.

* A l s f e l d , 2. Nov. Auf dem heutigen Ferkel- markt waren 303 Schweine aufgetrieben, darunter 111 Händlerfchweine. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Tiere 12 bis 16 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere 16 bis 22 Mark. Der Handel war schleppend, es verblieb ein Ueberftanb von etwa 100 Stück.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H.,

Datum

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927 4% Deutsche Neichsanl. von 1934 bZ4% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............

4Vi% Deutsche Reichspostschatzan weisurfgen von 1934, I.......

4V>% ehern. 8% Hessischer Volks, ftaat 1929 (rückzahlb. 102%) ...

*ya% ehern. 8% Hessische Lande» bank Darmstadt Gold R. 12.... by2% ehern. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.

d%% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

*y2% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4y2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese.......

5 y2% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse 4*/i% ehem. 8% Pr. Landespfand­briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4y2% ehem. 7% Pr. Landespfand-

brlefanst., Gold Komm. Obl. 20 Steuergutsch.Verrechnungsk. 84-38

4% Oesterreichische Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrenle 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdavbahn-Anleihe Serie 1.....................

Frankfurt a. M.

Derlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

30.10.

31 10.

30-10

31-10.

101,5

101,5

101,5

101,5

97,9

98

98

98,25

103,65

103,5

103,25

102,65

119,4

119,5

119,4

119,6

99,9

99,9

100,25

100,25

98,75

98,75

98,75

97

97

97

100,5

100,5

93

93,13

130,5

122,75

122,5

122,75

122,5

97

97

100,4

100,5

100,75

100,9

101

101

97,5

97,5

97,5

97,5

95

95

95

95

109,8

109,8

109,9

109,9

_

_

32,75

_

3,1

3,1

3,25

3,15

13

13

13,1

12,7

10,13

10,5

10,65

10,7

10,65

10,5

10,65

10,5

15,13

15,5

15,65

Datum

4% oesgl. Serie il ............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%RumSn.vereinh.Rentev.l913

4% Rumänische vercinh. Rente . 2^% Anatolier ..............

Hamburg-Amerika-Paket 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 4

Deutsche Bank unb Dis conto-

Gesellschaft................ 4

Dresdner Bank 4

Reichsbank ................ iz

A.E.G 0

Bekula g

Elektr. Lieferungsgesellschast ... 6

Licht und Kraft .............7

Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr. 6

Schuckert L Co............... 6

Siemens L Halske 8

Lahmeyer L Co ........ 7

BuderuS .............. <

Deutsche Erdöl 4

Harpener................. 2y2

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 8

Ilse Bergbau ...............6

Ilse Bergbau Genüsse 6

Klücknerwrrke ............... 3

Mannesmann-Rohren 8

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

30.10.

31.10

30.10

31.10-

7,9

8

7,95

7,65

11,75

12,25

11,75

12,13

7,2

7,2

7,15

7

40

39,7

39,75

39,5

16

15,65

16

15,75

38,13

39

16,25

16

16,13

16

126,25

126,75

126,5

126

126,25

126,75

127

108,5

108,75

108,25

108,75

110,5

111

111

111

108,75

108,75

108,75

108,75

193

192,5

191,75

191,5

40,5

40,5

40,5

40,4

166,25

166,25

167

166,9

135,5

136

135,25

135,75

161,5

161,75

160,9

143,25

143

142,5

143

144,5

144,5

144,5

143'25

136

135,5

140,5

141

140,65

141,13

164

165

164,5

165

203,75

207

207

208,5

155

153,25

154

153,25

127,5

128,25

128,25

128,5

149

150,25

149,25'

148,75

158,5

159,5

158

158

119,5

120,5

120,65

121,25

205,75

205,5

153

155

155

154

128,5

130,25

129,25

130,75

120,75

121

121

120,65

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend« börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag- börse

Datum

30.10.

31 10-

30.10-

31.10.

ManSselder Bergbau ..

.....ey,

161

163,65

162

163

Kokswerke...........

.......6

142,75

142,65

Rheinische Braunkohlen

.....12

237

237

238,5

236,25

Rheinstahl ...........

....... 4

156,65

157,5

156,5

156,5

Bereinigte Stahlwerke.

.....sy,

126,9

126,4

127,25

126,25

Otavi Minen ........

.......0

45,9

45,9

45,9

45,4

Kaliwerke Aschersleben.

.......6

146

147

145,75

147

Kaliwerke Westeregeln.

.......5

141,5

141

140,75

Kaliwerke Salzdetfurth

.....7K

198

197

197

196

I. G. Farben-Jndustrie 7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt 5

Rütgerswerke ........ 6

Metallgesellschast 5

178,9

280

178

281,5

179,5

178,13

137,25

133,5

133

133,5

141,5

141,5

141,4

140,5

160,5

161

159,75

161

Philipp Hol,mann 41 139,75 I 140,75 I 140,25 I 139,5

Zementwerk Heidelberg 71 163 163,5 1-

Eementwerk Karlstadt.........6||||

Schultheis Patzenhofer 4

Atu (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................5

Zellstoff Waldhof 6

Zellstoff Aschaffenburg 0

Dessauer Gas ...............7

Daimler Motoren 0

Deutsche Linoleum 8

Orenstein & koppel 0

Westdeutsche Kaufhof 0

Cbade...................... 9

Accumulatoren-FabrÜ 12

Eonti-Gummi.............. 11

102,9

102,25

93,75

92,5

93,75

92,13

121

120

120,5

117

171,5

172

171,75

171,13

146,5

148,25

147

147,75

111,25

111,5

127,25

127,75

127,65

126,25

169,9

171

169,5

170,75

95,25

96,25

63,65

63,5

63,4

63

426

430

428

428

210

212

174,75

174

174,5

174,5

Gritzner O| 30,75 I

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 100

Süddeutscher Zucker ........ 1O| 207 I

30

100

208

I

I 209

30

208,5

Lombarbzinsfuß 5 v. H.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a.BL

30.Oktober

31 .Oktober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

| Sritf

Geld

Brief

Buenos flirt

0,692

0,696

0,691

0,695

Brüssel ....

42,10

42,18

42,04

42,12

Rio de Ian.

0,144

0,146

0,144

0,146

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Kovenhagen.

54,32

54,42

54,30

54,40

Danzig ....

47,04

47,14

47,04

47,14

London....

12,165

12,195

12,16

12,19

HelsingforS..

5,37

5,38

5,37

5,38

Paris ......

11,57

11,59

11,565

11,585

Holland ....

134,72

134,98

134,70

134,96

Italien.....

13,09

13,11

13,09

13,11

Iavan ......

0,709

0,711

0,709

0,711

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,13

61,25

61,11

61,23

Wien.......

48,95

49,05

48,95

49,05

Lissabon...

11,05

11,07

11,045

11,065

Stockholm...

62,72

62,84

62,70

62,82

Schweiz ....

57,16

57,28

57,15

57,27

Spanien....

22,73

22,77

22,73

22,77

Prag.......

8,771

8,789

8,771

Budapest ...

Renyork...

2,489

2,493

2,488

2,492

Banknoten.

Äerlin,31.Oktober

Geld

Brief

Amerikanische Noren..............

2,45

2,47

Belgische Noten..................

41,92

42,08

Dänische Noten .................

54,14

54,36

Englische Noten .................

12,135

12,175

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

11,515

11,555

134,36

134,90

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, h 1OO Schilling

60,95

61,19

Rumänische Noten...............

«

Schwedische Noten...............

62,53

62,79

Schweizer Noten.................

57,00

57,22

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................