Einzelbild herunterladen

* Bataillons-Tag des

Land sturm - Inf. Batls.

vom Führer und Reichskanzler ge- Sonntag, 18. Oktober, werden sich die Kameraden ounschschreiben überreicht und ihm des ehem. mob. Landsturm - Inf. -Batts. (Siegen

Amtsleiter ein

daß

die

botenen

Ergänzungs-Vataillon 53 feiert Abschied

der

Dr. Wagner Landesbauernsührer.

KeineZahlungsbefehle als Mahnschreiben.

in der 116 ge-

Der Wehrstand sei wichtiger Bestandteil Grundlage eines gesunden Volkes.

Spendet Kartoffeln und Getreide!

Aufruf des Landesbauernführers und des Saubeauftragten desWHW.

Mutter und Kind" aufgesucht wurden, abfällige Aeußerungen über politische Leiter der NSDAP, gemacht zu haben. Der Angeklagte, der hartnäckig leugnete, wurde durch die Beweisaufnahme ein­wandfrei überführt und mußte deshalb bestraft werden. Gegen den Angeklagten wurde weiterhin in der Sitzung Haftbefehl erlassen, weil er am Verhandlungstage drei von ihm zur Entlastung mitgebrachte Jeugen veranlassen wollte, der Wahr­heit zuwider Zeugnis dahin abzulegen, daß die Zeugen von seinen beleidigenden Aeußerungen nichts gehört hätten. Erst auf eindringliche Ver­warnungen des Vorsitzenden des Schöffengerichts, Amtsgerichtsrat H o f m e y e r, gaben diese Zeu­gen im letzten Augenblick der Wahrheit die Ehre. Der Angeklagte, der noch zur Mitternachtsstunde in das Landgerichtsgefängnis eingeliefert wurde, wird sich demnächst wegen Verleitung zum Mein­eid vor dem Schwurgericht in Gießen zu verant-

warten haben.

Gießen ausgesprochen.

**SilberneHochzeit. Am 4. Oktober feiern die Eheleute August Löbermann, Landmann­straße 41 wohnhaft, das Fest der Silberhochzeit. Gleichzeitig sind es 25 Jahre, daß Herr Löbermann eine Schokoladen, und Zuckerwarengroßhandlung betreibt. Während dieser langen Zeit gelang es Herrn Löbermann, sein Geschäft auf den heutigen Höhepunkt zu bringen.

** Die Hindenburg-Stiftung. Wie er- innerlich, hat der Stadtrat der Stadt Gießen durch Beschluß vom 30. September 1927 aus Anlaß des 80. Geburtstages des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg eine Stiftung von jährlich 500 Mark errichtet. Die Vergebung dieser Stiftung für das Jahr 1936 ist jetzt wieder an die durch den Beirat für Kriegerfürsorge vorgeschlagenen Personen er­folgt. Es wurden zehn Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene mit je einer Gabe von 50 Mark

(XVIII/9) ' zu einer Wiedersehensfeier in Gießen treffen. Sammelpunkt ist bei Kamerad Kobel in der Liebigstraße. Am Vormittag wird auf dem Neuen Friedhof eine Gefallenen- und Toten- Gedächtnisfeier stattfinden, sodann folgt ein käme- radschaftliches Beisammensein in derStadt Mainz . Am Nachmittag werden sich die Kameraden im Caf6 Leib zu einer gemeinsamen Feier mit Musik und Vorträgen vereinigen. Anfragen und Mittei­lungen sind an Dr. Töpelmann, Gießen, Hin- denburgwall 5, zu richten.

bedacht. r

** D i e Arbeitsschule der Deutschen Arbeitsfront hat den Winterarbeitsplan für das Winterhalbjahr 1936/37 in vielen tausend Exemplaren an die schaffenden Menschen des Krei­ses Wetterau zur Kenntnis gegeben. Es ist nun nicht damit getan, daß von dieser Tatsache lediglich Kenntnis genommen wird, sondern wesentlich ist,

durch die Berufserziehungsmaßnahmen ge- Fortbildungsmöglichkeiten wahxgenommen Jeder einzelne ist sich selbst, in erster

Haug Gaubeaustragter des WHW.

General a. ö. Graup t e

Man schreibt uns: Dieser Tage starb Bremen ein Mann, der in den Kreisen

sorgungsamt Gießen. Aus Anlaß dieses Tages wurde dem Jubilar in würdiger Weise von dem

über Mainzlar.

** Auf gehobene Straßensperre. Die Straßensperre auf der Landstraßenstrecke Gießen Dau bringen Allendorf Londorf zwischen Saubringen und Mainzlar wird ab 5. Oktober aufgehoben.

Für viele Kameraden, insbesondere für jene aus d-em Saargebiet und den Städten an Rhein und Ruhr, sei der Wehrdienst etwas Neues. Er freue sich deshalb besonders, mitteilen zu können, daß auch diese Kameraden alle frisch und freudig im Dienst waren und durchweg gute Leistungen erziel­ten. Die Leistungen seien sogar überraschend gut gewesen. Weiterbildung sei notwendig, das Ge­lernte müsse ausgebaut werden. Zu allem soldati­schen Wissen und Können müsse der göttliche Funke der Begeisterung zum Waffenhandwerk hinzukom­men, der aus der Seele heraus Soldat sein lasse.

Der göttliche Funke müsse im Solbafen leben­dig sein, solange unser Lid währe. Der Soldat müsse eine lebendige Umwallung unsres Va­terlandes sein, stets gewärtig des Einsatzes auf den Ruf des Führers und Obersten Befehls­habers hin.

Die Kameraden vom Rhein und vom Saar- gebiet bat der Redner, mit vorwärts und aufwärts gerichteten Gedanken und Blicken von unserem Va­terlande zu sprechen und nicht zu vergessen, was wir alle dem Führer an Dank schuldig seien. Er forderte zum Schluß alle Kameraden auf, ihre Arbeit immer ausgerichtet auf das Dolksganze zu leisten und im Pflichtgefühl Vorbild zu fein.

Dem Führer hinreichend für all das zu danken, was er für uns tat, fei nicht möglich. Wir könnten nur versuchen, den Dank für feine Ar­beit für uns durch die Tat abzutragen.

Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Ober­sten Befehlshaber der Wehrmacht schloß Hauptmann Stein seine Ansprache. Gemeinsam wurden dann die ersten Verse der beiden Nationallieder gesungen.

Kreisleiter Dr. Hildebrandt

hielt im Namen der versammelten Gäste eine kurze Ansprache. Er betonte, daß die Stärke unseres Vol­kes immer in der Geschlossenheit liege.

Unser Volk könne mit aller Ruhe in die Zu­kunft blicken, wenn wir alle dazu beitragen, ' diese Geschlossenheit mehr und mehr zu ver- > tiefen, wenn wir uns stets als deutsche Volks­genossen fühlen, nur eine Weltanschauung ken­nen und unwandelbar seien in Treue und im Glauben an den Führer.

wenn Deutschland sich die Nahrungsfreiheit erkämpfen will, gilt es in Zukunft nicht nur die Erzeugung zu steigern, sondern auch das Erzeugte sparsam zu verwenden. Darum der Appell: Kampf dem Verderb!

Bauern des Gaues Kesten-Nassau!

Zum viertenmal wird das Winterhilfswerk des deutfchen Volkes durch den Führer eröffnet. In jedem Winterhilfswerk hat das Bauerntum unseres Gaues vorbildliche Gebebereitschaft bewiesen.

Auch dieses Fahr benötigt das Winterhilfswerk zur Steuerung der Rot der hilfsbedürftigen die Kartoffel- und Getreidespenden der Bauernschaft.

Deutsche Bauern, helft dem Werk des Führers, spendet nach Eurem Können im Rahmen der aufgestellten Richtlinien.

Der Dank des freien Bauern im nationalsozialistischen Reiche Adolf Hitlers sei sein erneutes Bekenntnis zur Volks- und Schicksalsgemeinschaft der ganzen Ration.

heil Hitler!

em. mob.

III/9. Am

werden. -x,......v.......

Linie jedoch der Gemeinschaft zur Steigerung feiner beruflichen Leistungsfähigkeit verpflichtet. Es be» stehen Fortbildungsmöglichkeiten für alle Berufe. Man zögere deshalb nicht und melde sich sofort für den in Frage kommenden Lehrgang bei der Ar­beitsschule der DAF. in Gießen, Schanzenstraße, an.

** Straßensperrung. Wegen Ausführung von Brückenbauarbeiten wird die Landstraße D a u- bringen Staufenberg zwischen Daubrin- gen und Abzweig nach Lollar vom 5. Oktober ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt

als Ganzes und jeder Angehörige des Bataillons bei feinen Quartiergebern dort gefunden hat.

Die Fürsorge der Quartiergeber für ihre Gäste, die Ausschmückung des Ortes mit den Fahnen des neuen Deutschlands und die überall angebrachten Vegrüßungsworte bewiesen uns, daß wir trotz der von uns verursachten und uns bewußten Lasten, die wir der Bevölkerung bringen mußten, gern gesehene Gaste waren und die Bevölkerung sich mit ihren Soldaten ebenso verbunden fühlt, wie wir uns mit ihr verbunden fühlen.

Die Angehörigen des Bataillons werden stets mit herzlichem Dank an die Stadt Gießen und ihre Quartiergeber zurückdenken.

Heil Hitler!

Rothe,

Oberstleutnant und stellv. Kommandeur.

Anlegung des Hoheitszeichens bei der Justiz.

Der Presiedezernent beim Landgericht Gießen teilt uns mit:

Bekanntlich hat der Führer und Reichskanzler durch Erlasse vom 19. Juni d. I. den Richtern, Staatsanwälten und sonstigen zum Tragen einer Amtstracht verpflichteten Beamten der Reichsjuftiz- verwaltung das Hoheitszeichen, das auf der rech­ten Brustfelle der Robe anzubringen ist, verliehen. Der Reichsjustizminister hatte angeordnet, daß diese Auszeichnung allgemein am 1. Oktober angelegt

Frontkämpfer, die im Landwehr-Inf.-Rgt. am Kriege teilnahmen, überaus beliebt und schätzt war: General a. D. Graup. lieber ein Jahr lang hat er das Landwehr-Jnf.-Regt. 116 in den verlustreichen Kämpfen der Winterschlacht in der Champagne und der Herbstschlacht in den Argonnen geführt. Durch sein gerades, aufrechtes Wesen, durch altpreußische Sttammhell, verbunden mit un­ermüdlicher Fürsorge für die seiner Führung an­vertraute Landwehr, hat er sich in den Herzen seiner Wehrleute ein dauerndes Andenken gesichert. Er starb im Alter von fast 77 Jahren. Seine Hoff­nung war es bis zuletzt, noch einmal bei Gelegen­heit des nächsten 116er-Tages mit seiner Landwehr zusammen sein zu können. H.

Führer schloß die eindrucksvolle Feier.

Oienstjubiläum

in der Neichsjustizverwaltung.

Zu dem gestern schon von uns berichteten Dienst- iubiläum des Gefängnisverwalters Guyotin Gie­ßen teilt uns der Pressedezernent beim Landgericht Gießen noch folgendes mit:

Der Jubilar trat am 1. Oktober 1896 als Kanzlei- aehilfe beim Landeszuchthaus Marienfchloß em. Nach 27jähriger Tätigkeit an dieser Anstalt, seit 1914 als Werkmeister, wurde er am 1. Oktober 1923 zum Verwalter des Gerichtsgefängnisses m Gießen ernannt, welche Dienststellung er noch heute bekleidet.

Aus Anlaß seines Dienstjubiläums versammel­ten sich am Donnerstagnachmittag die Beamten und Angestellten der Staatsanwaltschaft und des Gerichtsgefängnisses zu einer schlichten Ehrung des Jubilars, bei der der Herr Oberstaatsanwalt m einer Ansprache die Persönlichkeit und die Ver­dienste des Jubilars würdigte und ihm das Glück­wunschschreiben des Führers überreichte.

Jubilar eine herzliche Ehrung zuteil. Sein Platz im Kreise der Kameraden war aus diesem Anlaß be- anders geschmückt.

Hauptmann Stein dankte für die Aufmerksam­keit mit einem kurzen Rückblick auf die Wehrmacht und ihre Wandlungen innerhalb der vergangenen 25 Jahre.

Mit einer Fülle weiterer unterhaltender Dar­bietungen der Kameraden des E-Bataillons (teils im Sprechchor, im Lied, in der Rezitation und im gemeinsamen Gesang), sowie mit einigen weiteren launigen Ansprachen fand der Abschiedsabend sei­nen Ausklang. Die Kameraden des E-Bataillon^, die nun ausfcheiden, werden diesen angeregten Abend noch lange in der Erinnerung behalten.

Oberhessen.

rsMriges Oienstjubiläum beimUeber« landwerk Oberheffen in Friedberg.

fertigtes Glückwunschschreiben überreicht und ihm dabei der Dank für seine dem Reiche treu geteilte- ten Dienste und die besten Wünsche des Herrn Reichs- und Preuß. Arbellsministers und der vor­gesetzten Dienststellen, sowie sämtlicher Beamten, Angestellten und Arbeiter des Dersorgungsamts

Schöffengericht Gießen.

Der 32 Jahre alte H. L. aus Frankfurt hat, wie die Anklage ihm zur Last legte, zur Gewinnung von Abonnenten für Zeitschriften zwei Auftrage, ohne daß die Unterschriften der Besteller aus dem Bestellschein vorhanden waren, nach Berlin einge­sandt, auch ohne Einverständnis der Besteller. Der Angeklagte führte in der Hauptverhandlung aus, daß die Einsendung dieser Bestellscheine auf ein Versehen zurückzuführen sei. Da ihm eine Be­trugsabsicht nicht nachgewiesen werden konnte, wurde er von Strafe und Kosten freigesprochen.

Wegen Beleidigung hatte sich der Karl W i ck aus Köppern, mehrfach vorbestraft, auch einschlägig, zu verantworten. Ihm war zur Last gelegt, im April 1936 in Rodheim v. d. H. in der Wohnung von Gesinnungsgenossen, als diese von einem SA- Führer zwecks einer Spende für die Sammlung

Kompaniechef Hauptmann Stein eine Reihe von Auszeichnungen bekannt. Kamera­den, die sich im Dienst, besonders auch im Schie­ßen hervorgetan hatten, wurden mit Ehrenpreisen, Diplomen Ehrenscheiben und mit herzlichen Glück­wünschen bedacht. Ferner gab der Kompaniechef eine Anzahl Beförderungen bekannt und stellte als besonders erfreulich heraus, daß sämtliche Unter­führer-Anwärter des Kurses zu ^Gefreiten beför­dert werden konnten. Für die beförderten Kamera­den sei dies um so ehrenvoller, als sie diese Beför­derung schon nach acht Wochen erreichen konnten, die im aktiven Heer vielleicht erst nach einem Jahre erreicht werden könne.

In seinen weiteren Ausführungen sprach der Kompanieführer in anregender Weise über den «Sinn der Ausbildung und über die besonderen Ausgaben der Soldaten im E-Bataillon. Er wies dabei einleitend darauf hin, daß es vor allem gelte, die Lücken zu schließen, die in unserer Wehrmacht durch den Ausfall verschiedener Generationen und Jahrgänge aus dem Wehrdienst zu verzeichnen sind. Die Aufgabe unserer Wehrmacht sei es im­mer, das Vaterland nach außen hin zu schützen und der arbeitenden Volksgemeinschaft den Schutz zu gewährleisten, dessen sie für ihre friedliche Ent- Wicklung bedürfe. Der Soldat arbeite so für das Gemeinwohl.

Dem Wehrstand anzugehören, müsse sich jeder wehrfähige Deutsche als Ehre anrechnen.

Direktor von Stadler vom Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg beging gestern sein 25jahn- ges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß waren die Betriebsangehörigen vormittags 8 Uhr zu einer Feierstunde zusammengekommen. Im Namen der gesamten Belegschaft des Werkes richtete Buchhalter Eisenhauer als Sprecher des Vertrauensrats herzliche Worte an den Jubilar, wies auf die tie­fere Bedeutung des Ehrentags des Jubilars und einen Zusammenhang mit der Entwicklung des Ueberlandwerks hin, kennzeichnete das gute Ein- vernehmen mit dem Betriebsführer und der Ge- folgschaft und überreichte ein Ehrengeschenk. Ober- Ingenieur K a l l w e i t von der technischen Abteilung beglückwünschte den Jubilar mit ehrenden Worten, kaufmännischer Leiter Bergmann schloß sich namens der kaufmännischen Abteilung an. Direttor Dickler als Ortsgruppenführer der Technischen Nothilfe hatte es sich nicht nehmen lassen, zu der Feierstunde zu erscheinen. Er beglückwünschte den Jubilar aufs herzlichste, würdigte seine Verdienste für die Entwicklung der Technischen Nothilfe und überreichte eine Ehrenurkunde mit Blumen. Der von der sinnvoll ausgestalteten Feierstunde, die auch von Liedvorträgen des Doppelquartetts um­rahmt war, sichtlich beeindruckte Jubilar dankte in bewegter Weise, schloß in diesen Dank auch die Technische Nothilfe ein, gelobte, nach wie vor seine ganze Kraft in den Dienst des Werkes, das er feit 25 Jahren betreue, zu stellen, das gute Emoerneh- men mit allen feinen Mitarbeitern zu pflegen und das Vertrauen zu fördern. Später erschien der ge­samte Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen mit Kreisdirektor Dr. Lotz an der Spitze, und sprach dem Jubilar ebenfalls herzliche Glückwünsche aus.

Der Abend, so schloß er, möge dazu beitragen, die Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Partei er­neut zu stärken.

Nachdem tm weiteren Verlaufe des Abends der Kompaniechef noch besonders auf das ausge­zeichnete Verhältnis zwischen Par­tei und Wehrmacht hingewiesen hatte, einige Lieder gemeinsam gesungen und verschiedene soli- tische Darbietungen der Kameraden aus dem Kreise jer Motorstandarte mit Begeisterung ausgenom­men worden waren, wurde Hauptmann Stein eine besondere Ehrung zuteil. Der Chef der 2. Kom­panie des Ergänzungsbataillons,

Hauptmann Dr. flouilte

erinnerte in einer kurzen kameradschaftlichen An­sprache an das Jubiläum der 25jährigen D i e n st z e i t in der Wehrmacht, das an diesem Tage Hauptmann Stein feiern konnte. Auch aus dem Kreise der Mannschaft wurde dem

Am morgigen Samstag verläßt der jüngste Lehrgang des Ergänzungs-Bataillons Nr. 53 (der 9. Lehrgang feit dem Bestehen des Bataillons in unserer Stadt) nach vollendeter Dienstzeit die Un­terkunft in der Gail'schen Fabrik. Daher sand am gestrigen Donnerstagabend eine Abschiedsfeier statt, zu der die 3. (MG)-Kompanie eingeladen hatte. Mit den Kameraden der Wehrmacht vereinigten sich zahlreiche Gäste und das Offizierskorps zu einigen unterhaltsamen Stunden. Der Kreisleiter Dr. Hildebrandt war mit dem Stabe der Kreis­leitung der NSDAP, erschienen, Kreisdirektor Dr. Lotz'folgte der Einladung, so daß sich gestern schon rein äußerlich durch die Uniformen das Bild der engen Verbundenheit zwischen Partei und Wehrmacht darbot. Standartenführer Nagel (er gehörte ehemals dem E-Battaillon an) war eben» aUs mit Kameraden seines Stabes erschienen.

Nach ausgezeichneten Darbietungen der Kapelle der Motorstandarte 147, die schon öfters für die Kame­raden des Ergänzungsbataillons musizierte, sowie nach einem ernsten Vorspruch gab zunächst der

wird.

Zu diesem Zwecke hatten gestern die Gießener Justizbehörden ihre Berufsarbeit durch eine schlichte Feier unterbrochen, die im großen Sitzungssaale des neuen Gerichtsgebäudes stattfand. Der schöne Raum war mit dem Bild des Führers und mit Hakenkreuzfahnen und Blattgrün ausgefchmuckt, und die zahlreichen schwarzen Roben, braunen und grauen Uniformen boten ein festliches Bild.

Nach einleitenden Worten verkündete Land­gerichtspräsident Thüre die Erlasse des Führers und des Reichsjustizministers, daran erinnernd, daß zur gleichen Stunde Tausende von Derufskamera- den im geeinten Deutschen Reich zur gleichen Feier versammelt seien. Dann legten die Richter, Staats­anwälte und Urkundsbeamten gemeinsam das Hoheitszeichen an. In seiner Ansprache rotes der Landgerichtspräsident auf den Wandel der Zeiten hin: Noch vor wenigen Jahren in den Zeiten der sogenannten Vertrauenskrise tagtäglich Beschimpfun­gen der Rechtspflege in Presse und Parlaments­reden, auch von damals regierenden Stellen heute nichts mehr von alledem, dagegen Dank und Auszeichnung durch den Führer. Die Anerkennung enthalte aber auch eine Verpflichtung, daß nämlich jeder einzelne, an welcher Stelle er in der Rechts­pflege auch mitwirke, fein Btzstes und Letztes eur- zufetzen habe. Das sieg- und glückbringende Sym­bol auf der Robe werde etwas von dem unbändi­gen Glauben des Führers und von feiner gewal­tigen Tatkraft und Zähigkeit auf jeden Trager dieses Zeichens überfließen lassen, damit die Rechts­pflege nach dem Willen des Führers die schwere Aufgabe lösen könne, das deutsche volksnahe Recht zu schaffen und zu verwirklichen.

Mit einem erneuten Gelöbnis der Treue zum

FWD. Um geschäftlichen Mahnungen mehr Nach­druck zu verleihen, pflegen verschiedene Firmen ihren Schuldnern als sogenannteletzte außerge­richtliche Mahnung" das Formular eines Zahlungs­befehles zu übersenden, in dem Text und Kosten bereits ausgefüllt sind. Wenn die Formulare auch den aufgedruckten Vermerk tragen:Acht Tage zurückgestellt" und auch nicht auf Täuschung des Empfängers angelegt fein mögen, so können die Mahnschreiben doch sehr leicht, namentlich bei ge­schäftsungewandten Personen, zu einer irrigen Auffassung über den Charakter und die Tragweite der Zahlungsaufforderung und der mit ihr ver­bundenen Androhungen führen. Das wirkt sich be­sonders nachteilig aus, wenn die Kostenberechnung, wie es vermutlich oft vorkommt, stark übersetzt ist.

Der Reichsjustizminister hält ebenso wie das Reichsrechtsamt der NSDAP, die Ausnutzung des üblichen Vordrucks für den Erlaß eines Zahlungs­befehls im privaten Mahnschreiben und die Form dieser Verwendung für durchaus unerwünscht. Auch die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel gibt der Er­wartung Ausdruck, daß Einzelhandelskaufleute der­artig unerwünschte Formen des geschäftlichen Schriftverkehrs in Mahnangelegenheiten fünf tu; vermeiden, falls sie bisher überhaupt angewendet wurden.

» Dienstjubiläum. Am 1. Oktober 1936 beging der Verwaltungs-Amtmann Albert I b e aus Gießen sein 40jähriges Dienstjubiläum beim Ver-

Canöfreis Gießen

= Staufenberg, 2. Oft. Am morgigen ; Samstag kann der Polizeidiener i. R. Louis Ze- eher mit feiner Ehefrau Rosine, geb. Dittmann, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Das s Jubelpaar erfreut sich der besten Gesundheit. Beide s können noch in der Landwirtschaft mithelfen.

T Tro h e, 1. Okt. Zu der gestrigen Obstver- - st e i g e r u n g auf der Provinzialstraße Trohe Wieseck hatten sich viele Kaufliebhaber aus den umliegenden Ortschaften eingefunden. Tro^dem waren die Preise normal. Es stellte sich der Zent­ner Wirtschaftsbirnen der Sorte Pastorenbirne auf 1 bis 2.50 RM. Gute Luise wurde etwas besser bezahlt. Haltbare Wirtschaftsäpfel, wie ; Rheinischer Bohnapfel, Trierischer Weinapfel unb ähnliche Sorten, kamen im Zentner auf 3 bis 4 RM. Sie wurden hauptsächlich von den Süßmoste­reien erworben, während für edlere Aepfel die Obsthändler Steigerer waren. Harberts Renette, Landsberger und Schöner von Boskop erzielten angemessene Preise. Der Korb stellte sich auf 2 bis 4 RM.

wg. Großen-Buseck, 1. Okt. Di«* Bau­tätigkeit in unserem Orte war in diesem Jahre sehr rege. Außer mehreren Um- und Anbaulen an Wohnhäuser und landwirtschaftlichen Gebäuden wurden noch drei Wohnhäuser in der Wilhelm- ftrafje ein Wohnhaus in der (Brünberger Straße und eins in der Weidengasse errichtet. Ferner wur­den in der Grünberger Straße, sowie in der Adolf Hitler-Straße noch je eine geräumige Scheune ge­baut. Durch Maßnahmen der Feldbereinigung wur­den die beiden Ecken an der Einfriedigungsmauer des Schloßgartens an der Beuerner Straße unb i Hinter dem Burghof zu stumpfen Winkeln ge-; ändert, um fo eine bessere Uebersicht in den Stra­ßen gewinnen zu können. Innerhalb des Drtsbe-; rings konnte noch durch Feldbereinigungsbeschlug die Verlängerung der Weidengasse bis zur Weiß' mühle aus geb aut und chaussiert werden. Im Tief­bau wurden außer dem Bau des Schwimmbades noch Kanalisations- und Wasserleitungsanlagen in der Wilhelmstraße, sowie die Kanalisation in der (Brünberger Straße geschaffen. Beide Straßen werden gegenwärtig neu eingedeckt unb gewalzt sowie zu beiden Seiten mit Bürgersteigen versehen. Die Ablaufrinnen der Dächer und Höfe sind durch Sinkkasten der Entwässerung direkt angeschlossen, wodurch Ueberschwemmungen der Straßen bei schweren Regenfällen vermieden werden. Mit der Fertigstellung dieser beiden Straßen geht ein lang gehegter Wunsch vieler Volksgenossen in Erfüllung Die Arbeiten an dem Bau der Turnhalle schreite« rüstig vorwärts.