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pflicht enthält für Jugendliche zwischen dem 18. und 21. Lebensjahr. Das Programm siebt ferner Gesetze zur Hebung der Landwirtschaft und für die soziale Fürsorge vor.

Meine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat an Generalfeldmarschall von Blomberg folgenden Glückwunsch gerichtet: Mein lieber Generalfeld­marschall! Zu Ihrem heutigen Geburtstage sende ich Ihnen meine herzlichsten Grüße. Ich ver­binde sie mit dem Wunsche, daß Sie auch im kom­menden Jahre Ihre ganze Kraft in voller Ge­sundheit dem Wiederaufbau der deutschen Wehr­macht widmen können. * gez. Aodls Hitler.

Der Führer und Reichskanzler hat dem Generalleutnant a. D. Freiherrn von Wat­te r zu seinem 75. Geburtstage nachstehendes Tele­gramm zugehen lassen: In dankbarer Anerkennung der Verdienste, die Sie im Frieden, im Krieg und in der Nachkriegszeit dem deutschen Volke geleistet haben, übersende ich Ihnen zu Ihrem heutigen 75.

Geburtstag meine herzlichsten Glückwünsche und Grüße. * Adolf Hitler.

Am 1. September wurde in Kiel die 2. Unter- seebootsflottille, die auf Befehl des Füh­rers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht den NamenUnterseebootsflottille Saltzwedel" trägt, in D ie nst ge ste llt. Flottillenchef ist Fre­gattenkapitän Scheer. *

Der Reichsverweser Admiral von Horthy empfing im Schloß Gödöllö den Ministerpräsiden­ten G ö m b ö s zu einer anderthalbstündigen Aus­sprache. Der Reichsoerweser hat dem Ministerprä­sidenten einen sechswöchigen Urlaub be- willigt und den Ackerbauminister D a r a n y i mit der stellvertretenden Leitung des Ministeriums beauftragt.

Eine französische Nachrichtenagentur meldet, daß sich die beiden Sekretäre Trotzkis, Frankel und Wolf, auf der Reise nach Frankreich be- I finden.

Acne Verlängerung der Dienstzeit in Frankreich?

Paris, 2. Sept. (DNB. Funkspruch.) Kriegs- minister D al ad i er empfing am Dienstag die Vorsitzenden der Heeresausschüsse der Kammer und des Senats und unterhielt sich mit ihnen über die Lage der nationalen Verteidigung. Er machte sie mit den Fragen vertraut, die augenblicklich die Regierung hinsichtlich der nationalen Verteidigung prüfe.Figaro" glaubt mitteilen zu können, daß sich die französische Regierung zur Zeit mit dem Plan einer Verlängerung der Militär­dienstzeit trage. Heber diese Notwendigkeit seien sich auch politische Kreise einig. Man wisse

aber nur noch nicht, a u f welche Zeitdauer man d-e Dienstzeit festsetzen solle. Nach Meinung des. Vorsitzenden des Heeresausschusses des Senats, dessen Ansicht auch von einer sehr hohen Persönlich­keit vertreten werde, zu der sogar noch die lieber» zeugung des Kriegsministers käme, sei eine Dienst­zeitverlängerung a u f 2Vs Jahre nötig. Der Vorsitzende des Kammerausschusses, der, wie man sagt, von extremen Linkskreisen gestützt werde, gehe sogar noch weiter. Nach dem Blatt sei schon beschlossen, den nächsten Ministerrat mit der Frage der Dienstzeitverlängerung zu befassen.

Triumphaler Erfolg deutscher Filmkunst.

Auf der Internationalen Filmschau in Venedig erhalten deutsche Filme den Mussolini-Pokal, zwei weitere preise und fünf Medaillen.

Venedig, 2. Sepl. (DJtB.) Die vierte 3n- ternaf ionale Filmkun st schau Venedig endete mit einem triumphalen Erfolg für die deutsche Filmkunst. Der Preisrichter- ausschuß, der am letzten Tage der Filmvorführun­gen zusammentrat, erkannte den höchsten der zu verleihenden Preise, den Mussolini-Pokal, dem deut­schen Luls-Trenker-FilmDer Kaiser von Kalifornien" zu. Darüber hinaus wurde das deutsche Filmschaffen noch durch die Verleihung von zwei weiteren Preisen und von fünf Medaillen ausgezeichnet. Der Film über die Olympischen WinterspieleJugend der Welt" erhielt als bester dokumentarischer Film den Duce- preis und der FilmSchluhakkord" als bester Musikfilm den Preis des Thealerinstituts. Mit Me­daillen wurden ausgezeichnet die SpielfilmeAve Maria" undVerräter" sowie die Kultur- und LehrfilmeMetall des Himmels",Ein Meer versinkt" undDie Kamera fährt mit

Damit hat Deutschland die größte Fahl von Prei­sen auf der Filmkunstschau erhalten und klar unter Beweis gestellt, daß seine Filmkunst ein lebendiger Organismus ist, der sich in Richtung auf die ge­steckten Ziele tatkräftig durchsetzt und mit glänzen- dem Erfolge im internationalen Wettbewerb be- stehen kann. Die Vielzahl der Auszeichnungen für die verschiedensten filmischen Leistungen zeigt, daß sich der deutsche Film nicht nur in einem einzigen Fach bewährt, sondern auf allen Gebieten Höchst­leistungen hervorbringt, die als solche auch an­erkannt werden.

Den Preis für die beste Regisseurleistung erhielt der Regisseur F e y d e r für den französischen Fllm D i e k l u g e n F r a u e n". Als beste Schauspielerin wurde Ann adel la in dem französischen Fllm Von abends bis morgens" (Veille dar- mes) preisgekrönt. Als bester Schauspieler erhielt Muni in dem Film der amerikanischen Warner

Brothers FilmgesellschaftDas Leben von Louis Pasteur" den Preis. Als beste photo- graphi^e Leistung wurde der britische FilmT u - d o r Rose ausgezeichnet. Den Preis für den besten politisch-sozialen Film erhielt der italienische AbessinienfilmMarsch der Heide n". Als wissenschaftliches Filmwerk wurde der Duce-Film Ein Blick auf den Meeresgrund" preis­gekrönt.

Die Preisverteilung auf der Internationalen Filmkunstschau in Venedig bedeutet in der Tat einen neuen und außerordentlichen Erfolg unseres Landes auf kulturellem Gebiet. Daß die deutsche Filmproduktion künstlerisch und technisch Hervor­ragendes leistet, davon waren wir in Deutschland seit langem überzeugt. Aber es ist für uns, unser Ansehen und unsere kulturelle Propaganda im Auslande sehr wesentlich, daß ein solches Wert­urteil vor einem internationalen Forum, gleichsam vor den Augen der gesamten Kulturwelt bestätigt und anerkannt wird. Das ist soeben für uns hocherfreulich und ehrenvoll in Venedig ge­schehen. Und zwar stellt dabei sowohl die Anzahl der Preise an sich als auch die Verschiedenartigkeit der preisgekrönten Werke der deutschen Filmproduk­tion ganz allgemein ein vorzügliches Urteil aus, auf das wir stolz sein dürfen. Keine der beteiligten Nationen hat auch nur annähernd eine gleich hohe Zahl ehrenvoller Auszeichnungen daoongetragen wie Deutschland, und es scheint besonders bemer­kenswert, daß diese Preise sich auf die verschiedenen Kategorien der Produktion erstrecken, auf rein- künstlerische Filme, auf Spielfilme, dokumentarische Filme, Kultur- und Lehrfilme. Den großartigen Bericht über die Olympischen Winterspiele,Jugend der Welt", haben wir in Gießen bereits zu sehen bekommen: der mit dem Mussolini-Pokal ausge­zeichnete Trenker-Film 'Der Kaiser von Kalifor­nien" wird in den nächsten Tagen auch bei uns anlaufen. Ebenso dürften die übrigen preisge­krönten Werke voraussichtlich in der nächsten Zeit bei uns zu sehen sein. e

28 Tote auf Zeche Vereinigte Präsident.

17 VerletzteOr. Ley an der Llnglücksstätte.

Bochum, 1. Sept. (DBB.) Die Schlag­wetterexplosion auf der Zeche Vereinigte Präsident in Bochum hat nach den neuesten Fest­stellungen 2 S T o t e und 17 V e r l e h t e gefordert. Bergassessor Bruch, Vorsitzender der Bergbau- AG. Lothringen, besuchte die Verletzten am Diens­tagvormittag im Krankenhaus. Von der Direktion der Vevgbau-AG. Lothringen wurden den Hinter­bliebenen der tödlich verunglückten Knappen zur Linderung der ersten Bot sofort 150 BW. zur Verfügung gestellt.

Am Dienstag stattete Reichsorganisationsleller Dr. Ley der Zeche einen Besuch ab. Er unterhielt sich mit einigen Bergknappen und entbot dann in der Maschinenhalle den Toten seinen letzten Gruß. Im Anschluß daran begab sich Dr. Ley in das Krankenhaus Vergmannsheil, wo er die 17 Ver­letzten besuchte und ihnen baldige Wiederherstellung wünschte.

pg. Dr. Ley hatte ferner eine eingehende Un­terredung mit der Betriebsführung sowie mit dem Velriebswalter der DAF., vor allen Dingen über die Frage, ob dieses furchtbare Unglück durch irgendein Versehen oder Verschul­den herbeigeführt worden sei. Dr. Ley ließ keinen Zweifel darüber, daß er gewillt sei, jeden Weg zu gehen, um die eigentliche Ursache feslzuftellen und für die Zukunft ähnliche Unglücke zu verhüten. Die trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wie­der einlretenden schweren Bergwerksunglücke, so erklärte Dr. Ley, könnten niemals damit hinge­nommen werden, daß es sich dabei wohl um be­dauerliche aber keinesfalls immer zu vermeldende Unglücke handele. Irgendeine Ursache müsse nach seiner Meinung in jedem Falle vorliegen, und wenn diese Ursache durch das Versehen oder Ver- schulden von Personen entstanden sei, würde er nunmehr mit den schärssten Mitteln durchgreisen.

Das Beileid des Führers.

Der Führer und Reichskanzler hat an den Be­triebsführer der ZecheVereinigte Präsident" Bochum folgendes Beileidstelegramm ge­richtet:

In tiefer Trauer über die Nachricht von dem schweren Grubenunglück bitte ich Sie, den Hinter­bliebenen der Toten meine herzlichste Anteilnahme und den Verletzten meine aufrichtigen Wünsche für ihre baldige Wiederherstellung zu übermitteln. Als erste Hilfe für die Opfer dieser Katastrophe stelle ich den Betrag von 20 000 RM zur Verfügung.

Adolf Hitler.

Für die bedauernswerten Opfer haben die zu­ständigen Träger der Reichsversicherung die 3ur Linderung der er Ren N o t erforderlichen Maßnahmen sofort durchgeführt. Insbesondere sind die Sterbegelder bereits bezahlt. Die be­schleunigte Zahlung der Hinterbliebenenrente ist sichergestellt. DieStiftung für Opfer der Ar­beit", die vom Führer und Reichskanzler ins Leben gerufen wurde, hat sofort einen vorläufigen Unterstützungsbetrag in Höhe von 10 000 RM. für die Hinterbliebenen der tödlich verunglückten Berg­leute und für die Schwerverletzten bereitgefteüt.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter; Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., fämtlid) m Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 P. mehr. Änzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zelt ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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