öus diesem Vormachtstreben heraus die Verantwortung für jeden Rüstungswettlauf auf sich lud, der heute die größte Gefahr darstellt.
Immer seit Wiederherstellung der Wehrhoheit versuchte Deutschland in maßvoller, lediglich feiner Sicherheit dienender Weife sich den Rüstungsverhältnissen der Umwelt anzupassen. Immer aber suchte sich die Gegenseite einen Vorsprung zu sichern; er mußte in Deutschland um so mehr als Gefahr empfunden werden, als die Führung bei jenen Mächten lag, die, unter sich durch militärische Bündnisse verbunden, eine Machtzusammenballung darstellen, die die deutsche Wehrkraft bei weitem übersteigt. Die Behauptung, Deutschland Hobe durch die zweijährige Dienstzeit das „Gleichgewicht in Europa" verschoben, es strebe nur über Gleichberechtigung hinaus sogar eine bedrohliche Vorherrschaft an, — diese seltsamen Verdrehungen spiegelten nur die innere Unwahrhastigkeit jener Kreise wider, die Europa nicht zur Ruhe kommen lassen wollen.
Wenn die „Neue Züricher Zeitung" in einem bösen Artikel darüber höhnt, daß Deutschland die Festigung seiner Wehrkraft stets mit Beteuerungen seiner Rüstungsbegrenzungsbereitschaft verbrämt habe, so ist zu fragen, ob es etwa unsere Schuld ist, daß man uns nicht beim Wort genommen hat. Und wenn andere Schweizer Blätter — und nicht nur sie allein — den deutschen Hinweis auf die eine Bedrohung darstellenden Rüstungen Moskaus als neue Ausflucht bezeichnen, da ja die Sowjetunion gar nicht an das Reich angrenze, so zeigt auch das nur, wie sehr gerade Blätter der vielgepriesenen demokratischen Staaten der Unsachlichkeit und Voreingenommenheit verfallen. Denn auch sie sollten ehrlicherweise zugeben, daß die Sowjetunion, militärisch gesehen, durch die Paktpolitik zum direkten Nachbarn Deutschlands geworden ist und dies jederzeit, aus dem Weg über den Pakt mit Prag und Paris, unter Beweis stellen kann; daß sie aber umgekehrt, für den praktisch ausgeschlossenen Fall eines deutschen Vorgehens, sich der sicheren Entfernung und Trennung durch die dazwischenliegenden Staaten erfreuen würde.
Indem die französische Politik bewußt diese gefährliche Entwicklung herbeigeführt hat, indem sie die Verhältnisse nicht nur im europäischen Osten gefährdete, sondern zugleich auch im Westen von Grund auf störte und aus dem Gleichgewicht brachte, hat sie gewiß nicht jene ausgleichende Rolle in Europa gespielt, von der der „Temps" sprechen zu können meint. Die Belastung, die die gesamteuropäische Lage durch diese Bündnis- und Blockpolitik erfahren hat, wird auf der geplanten Ws st Paktkonferenz zu spüren fein. Deutschland hat keinen Zweifel gelassen, daß es zu gesunden Abmachungen im Westen bereit ist; daß es froh wäre, wenn die Konferenz der Fünf zum Ansatz- und Ausgangspunkt für die Herstellung vernünftiger Verhältnisse, sicherheits- und rüstungspolitisch, werden könnte. Aber das wird nur möglich sein, wenn vor allem in Frankreich dem Rüstungswahnsinn Einhalt geboten und auf jene unheilvolle Jnterventionspolitik verzichtet wird, die in dem Paktsystem mit Moskau ihren gefährlichen Ausdruck gefunden hat.
Das Echo, das der Besuch Dr. Schachts in Paris gefunden hat, ist kennzeichnend für den trotz aller Hemmnisse wachen und bereiten Verständigungswillen hüben und drüben. Er sollte der amtlichen französischen Politik ein Fingerzeig sein, in welcher Richtung ihre europäische Aufgabe liegt. Von dem französischen Ministerpräsidenten möchte man bis zum Beweis des Gegenteils annehmen, daß er genügend Verantwortungssinn besitzt, um sich durch die falschen Parolen seiner radikalen Anhängerschaft nicht beirren zu lassen. Und es soll auch festgehalten werden, daß sein Blatt, der „Po- pulaire", die Frage aufwarf, ob jetzt nicht der — vielleicht letzte — Augenblick für eine Bemühung um internationale Rüstungsbeschränkungen gekommen sei.
All diese Ansätze zu wirklich europäischem Denken soll man verzeichnen und pfleglich behandeln, freilich auch nicht überschätzen. Sie liegen vorerst noch im Stimmungsmäßigen, und viel muß noch geschehen, um Deutschland im diplomatischpolitischen Bereich jene Gerechtigkeit und jenes Verständnis in der Beurteilung seiner Ansichten und Auffassungen zu Teil werden zu lassen, das die Voraussetzung einer Verständigung und Annäherung bildet. Schließlich sollte man sich in Frankreich aber doch der Einsicht nicht verschließen, daß eine Verständigung mit dem Nachbarn jenseits des Rheins eine ungleich solidere Sicherheitsgarantie bedeutet als der Pakt mit jener Macht, die eben jetzt wieder durch ihre Vorschläge zur Völkerbunds reform ihren Geist der Zersetzung unter Beweis gestellt hat. Zielen doch diese Vorschläge mit dem Versuch der Aufrichtung des Mehrheitsprinzips und des Einbaus der B ü n ö n i f f e in die Satzung nur auf die weitere Auflösung der Genfer Einrichtung ab, die danach praktisch zum Werkzeug der Weltrevolutionäre gemacht würde.
Im engen politischen und militärischen Bunde mit Moskau wird Frankreich nie zu einer Politik gelangen, die wirklich Europa dienlich sein kann. Wiederum war es das Blatt des Quai d'Orsay, das sich darüber Rechenschaft ablegte, daß Frankreich bei einem sozialen Umsturz in Europa, wie ihn der Kommunismus auf feine Fahnen geschrieben hat, nichts gewinnen könne. Wann wird die amtliche französische Politik aus dieser Erkenntnis die richtigen Folgerungen ziehen und begreifen, daß europäische Verantwortung ihr nicht den Platz „zwischen Bolschewismus und Natio- nalfoüalismus" — den sie mit ihrer Moskau- Politik bisher übrigens in keiner Weife eingenommen hat — zuweist, sondern ihren Einsatz auf der Seite der Ordnungs- und Kulturmächte verlangt? Wir glauben, daß Frankreich, schon aus Gründen der Selbsterhaltunq, auf die Dauer nicht um die bisher aufgeschobene Wahl zwischen Ordnung und Chaos herumkommt. So notwendig diese Wahl ist, so wenig hat sie mit einer Aufspaltung Europas in zwei feindliche Lager zu tun. Denn nicht etwa die Frage der Staatsformen ist das Scheidewasser, sondern oberhalb der Vielfalt der staatlichen Lebensformen müssen sich alle Kräfte, ob autoratio oder parlamentarisch-demokratisch zusammenfinden, um im Zeichen der Ordnung die wahre europäische Gemeinschaft zu bilden und zu verteidigen.
<?in Gowjetgeneral befehligt die rote Miliz.
Lissabon, 2. Sept. (DNB.) Der Sender La Coruna, der sich in den Händen der Nationalisten befindet, berichtet, daß am Montag in Madrid ein fowjetrussischer General eingetroffen ist. Er hatte Besprechungen mit führenden Marxisten. Anschließend übernahm der sowjetrussische General das Oberkommando über die rote Miliz.
Der Gau Hessen-Nassau für Nürnberg gerüstet!
NSG. Bereits seit einem Vierteljahr ist die Arbeit des Gauorganisationsamtes der NSDAP, auf nur einen Nenner abgestimmt: die Vorbereitungen des Gaues Hessen-Nassau für den Reichsparteitag 1936 zu treffen. Der Außenstehende kann sich keinen Begriff davon machen, wie mannigfaltig die Vorkehrungen und Maßnahmen sein müssen, um die Teilnahme des Hessen- nassauischen Aufgebotes zu regeln. Trotzdem ist es Gauorganisationsamtsleiter Bickendorf gelungen, jetzt schon einen Teil der Durchführungsarbeiten abzuschließen. Die Lösung der Aufgaben wird in diesen Fällen lediglich ein mehr mechanisches Ablaufen des bis ins Letzte ausgeklügelten Organisationsapparates sein.
Aus dem Gau Hessen-Nassau werden insgesamt zehn Sonderzüge nach Nürnberg fahren. Die Marschteilnehmer der Kreise Groß-Frankfurt und Offenbach verlassen die Gauhauptstadt bereits am 9. September, während die Kontingente der übrigen Kreise am 10. September jeweils von ihren Heimatstationen abfahren. Der Gau stellt zum diesjährigen Reichsparteitag 8 0 0 0 Teilnehmer, in der Mehrzahl politische Leiter, die sich zusammensetzen aus 5000 Marschteilnehmern, 2000 Zuschauern und 1000 Frauen. SA., SS., HI. usw., die aus dem Gau Hessen-Nassau in Nürnberg aufmarschieren, sind in dieser Gesamtzahl nicht enthalten; sie werden von den zuständigen SA.-Gruppen, SS.-Abschnitten, Gebieten usw. erfaßt. Darüber hinaus fahren noch eine große Anzahl von Parteigenossen und Volksgenossen mit fahrplanmäßigen Zügen und Kraftwagen zum Reichsparteitag. Jedem Transportzug find ein Arzt und zehn Sanitäter beigegeben, die erforderlichenfalls eingesetzt werden können Die Rückfahrt der Achttausend erfolgt wieder mit Sonderzügen, die Nürnberg am 16 September 1936 verlassen.
Die Hauptschwierigkeiten, die es zu meistern gilt, sind naturgemäß Uebernachtung und Verpflegung. Der größte Teil aller Teilnehmer des Gaues ist in Maffenquartieren untergebracht. Allein in der Hans -Schernrn- Schule Nürnbergs liegen 3600 Marschteilnehmer aus allen Kreisen. Die teilnehmenden Frauen, sowie die Zuschauer haben annähernd 2000 Privatquartiere erhalten. Der Rest verteilt sich ebenfalls auf Massenquartiere; in Nürnberg sind für den Gau Hessen-Nassau nicht weniger als sieben Massenquartiere eingerichtet! Es braucht sich niemand darüber Sorge zu machen, daß die Unterbringung nicht allen erfüllbaren Wünschen
genügt. Es ist alles getan, um den Reichsparteitag auch nach dieser Richtung hin für unsere Hessen- Nassauer angenehm zu gestalten.
Im Gegensatz zur Uebernachtung wird d i e Verpflegung der 8000 einheitlich vom Gau d u r ch g e f ü h r t. In den Quartieren fahren insgesamt 36 Feldküchen auf, aus denen täglich die 8000 Portionen verabreicht werden. Ueber 100 Köche und Helfer werden den Teilnehmern aus unserem Gau dreimal täglich ein schmackhaftes Essen bereiten. Zwei Lastwagen versorgen täglich die Quartiere mit den nötigen Lebensmitteln. Bei der Durchsicht des Speisezettels für die Zeit des Reichsparteitages schwindet jeder Zweifel, daß unsere Hessen-Nassauer in Nürnberg vielleicht sogar Hunger leiden können. Reis mit Gulasch, Erbsbrei mit Speck, Linsensuppe mit Würstchen, Reis mit Frischfleisch, Gemüse-Eintopf mit Fleischeinlage, sind gewiß doch begehrenswerte und nahrhafte Gerichte. Daß bei der Menge von einem Liter, die verabfolgt wirb, unsere Leute bestimmt satt werden, bedarf keiner Frage. Dazu kommt noch morgens Kaffee, Brötchen mit Marmelade und abends
Brot, Butter, Tee und abwechselnd Käse, Wurst und Fisch.
Um für alle evtl. Vorkommnisse gewappnet zu sein, stellt das Amt für Volksgesundheit einen umfangreichen Sanitätsdienst. In den Quartieren sind Revierstuben eingerichtet, in denen die notwendige Behandlung des Erkrankten erfolgen tar it. Wie bei allen Reichsparteitagen wird hier wohl, wie mir auch für diesmal erhoffen, die wenigste Arbeit sein.
An dem großen Fackelzug vor dem Führer am 10. September 1936 beteiligen sich die Marsch- teilnehmer der Kreise Groß-Frankfurt, Offenbach am Main. Am 11. September 1936 beim Aufmarsch des politischen Leiter-Korps werden alle Marschteilnehmer aus dem Gau Hessen- Nassau, soweit sie politische Leiter sind, eingesetzt. Am 13. September 1936, dem Ehrentag der SA., stellen die politischen Leiter des Gaues die Absperrung. Für alle Teilnehmer wird dank dieser umfassenden Vorbereitungen der Reichsparteitag 1936 ein unvergeßliches Erlebnis bleiben und sich würdig an die Reihe seiner Vorgänger schließen.
Die Wehrmacht auf dem Parteitag.
Nürnberg, 1. Sept. (DNB.) Mit allen Waffengattungen tritt die deutsche Wehrmacht am Reichsparteitag 1936 wieder in Erscheinung. In Gais- mannshof wurde wieder ihr geräumiges Zeltlager errichtet, in das rund 17 000 Offiziere, Beamte, Unteroffiziere und Mannschaften, 1900 Pferde und 2200 Fahrzeuge untergebracht werden. Das Münchener Pionierbataillon 47 ist zum Bau von drei Fußgängerbrücken und einer Marschbrücke nach Nürnberg beordert worden. Am Dienstag, 8. September, nachmittags, erfolgt die Einholung der alten Fahnen, etwa 130 an der Zahl, von der Wohnung des Kommandeurs der 17. Division zum Wehrmachtslager, wo sie im Fahnenzelt Aufstellung finden. Abends stellt die Wehrmacht die Ehrenkompanie mit Salutbatterie zum Empfang der Spitzen von Partei und Staat. Am Mittwochabend gibt die Wehrmacht ein Standkonzert auf dem Adolf-Hitler-Platz.
Zu Beginn des Tages der Wehrmacht stellt die Wehrmacht am Deutschen Hof die Ehrenwache für den Führer. Bei den Vormittagsvorführungen werden den Truppenteilen durch den Reichskriegsminister neue Fahnen verliehen. Die
Vorführungen zeigen Ausschnitte und Gefechtsbilder der einzelnen Truppen. Die Vorführungen beginnen mit einem Vorbeiflug der Luftwaffe. Rund 400 Flugzeuge werden dabei zur Luftparade aufsteigen. Gleichzeitig finden auf dem Feld Vorführungen der Flakartillerie statt. Nach dem zweiten Vorbeiflug der Luftwaffe erfolgen die Vorführungen des Reiterregiments 10. Anschließend rollt die motorisierte Aufklärungsabteilung IV ins Feld. Dann zeigt das Schützenregiment 1 das Deffnen einer Sperre, schließlich bringt eine Abteilung des Panzerregiments 1 formales Exerzieren. Artillerievorführungen reihen sich an. Darnach rückt Infanterie ins Gelände. Nach Schluß der Vorführungen formieren sich die Truppen zur Paradeaufstellung vor dem Führer. Dann spricht der Führer zur Wehrmacht. Hierauf formieren sich die Truppen zu neuer Aufstellung und marschieren vor dem Führer und obersten Befehlshaber der Wehrmacht, vorbei. Der Tag der Wehrmacht klingt mit dem Großen Zapfen- st r e i ch vor dem Führer am Deutschen Hof aus.
Dr. Goebbels in Venedig
In Venedig bereitete die Bevölkerung dem Reichsprvpagandaminifter begeisterte Ovationen« (Preffe-Photo-M.)
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Arbeit und Friede.
Das gemeinsame Ziel der Politik Deutschlands und Italiens.
Eine Unterredung mit Dr. Goebbels.
Mailand, 1. Sept. (DNB.) In Venedig hat Reichsrninifter Dr. Goebbels dem Berichterstatter des „C o r r i e r e della Sera" eine Unterredung gewährt. Der Gewährsmann des „Corriere della Sera" kennt Dr. Goebbels von seinem Aufenthalt als Korrespondent schon seit der Regierungsübernahme und betont, wie der Reichsminister wie damals auch jetzt voll Begeisterung und Vertrauen ist. Reichsminister Dr. Goebbels habe gesagt: „Wir sehen voll Hoffnung in die Zukunft, weil es uns gelungen ist, aus dem deutschen UJolf einen geschlossenen Block zu bilden, der durch die Partei festgelegt wird, deren Durchdringung auf die Massen als vollendet betrachtet werden kann. Wir fühlen, daß diese geistige Eintracht unter einer einheitlichen und festen Führung auch Italien feine neue Macht verliehen hat. Praktisch strebt sie die höchste Steigerung aller nationalen Kräfte an. Aber diese Kräfte müssen ebenso fest verteidigt und geschützt werden. Daraus entsteht die Notwendigkeit des Militärapparates. Wir verwirklichen die politische Verteidigung im Innern durch Die Nationalsozialistische Partei, die unser Volk vor der zersetzenden Wirkung des Kommunismus bewahrt. Dem Heere ist die Verteidigung nach außen anvertraut. So sind Partei und Heer die beiden Stützen unseres Regimes, und es liegt auf der Hand, daß wir sie kräftig und geschloffen erhalten wollen, damit sie mit Sicherheit den Tempel unserer nationalen Integrität stützen.
Wer uns Angriffsabsichten zuschreibt, lügt wissentlich. Wir haben unseren Friedenswillen durch die Vereinbarungen mit den Nachbarstaaten hinlänglich bewiesen; aber unser Friede ist bewaffnet. Genf ist, was es ist; aber Sie haben gehört, wie ich in den jüngsten Reden betont habe, daß unser Volk sich sicherer fühlt, wenn es unsere Geschwader der Luftflotte vorbeiziehen sieht.
Gewiß erscheint der Horizont im Osten und Westen Europas nicht klar. Vielleicht wird es nicht an Leuten fehlen, die in böswilliger Absicht diesem Austausch von Ministerbesuchen zwischen Deutschland und Italien heimliche politische Zwecke unterschieben. Für uns gibt es nichts Heimliches; wir fühlen uns nicht fremd, wenn wir nach Italien kommen, weil wir jm Gesicht dieses arbeitsamen Volkes und in feinem Herzen den gleichen Geist erkennen, der die deutsche Nation beseelt. Unser Ziel ist das gleiche, nämlich Arbeit und Friede für unsere Völker, Achtung für die anderen und den Anspruch, daß uns die gleiche Achtung erwiesen werde. Wir anerkennen die Lebensrechte der anderen Völker, aber auch die unfrigen müssen anerkannt werden. Es wird der Tag kommen, an dem alle zu- geben müssen, daß Deutschland und Italien Eu- ropa gerettet haben. Der Kommunismus bedeutet Krieg und inneren Aufruhr, der auch die Grenzen überfluten kann. Unsere Regime sind der Friede, die innere Ordnung, die den Frieden auch an den Grenzen wahrt."
JationalsoziaWscher Msterbetrieb'
Eine Verfügung des Führers.
Berlin, 2. Sept. (DNB.) Die „Deutsche Arbeitskorrespondenz" teilt nachstehende, aus München vom 29. August datierte Verfügung des Führers mit:
Betrieben, in denen der Gedanke der na- tionalsozialiftifchenBetriebsgemein- schäft im Sinne des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit und im Geiste der Deutschen Arbeitsfront vom Führer des Betriebes und feiner Gefolgschaft auf das vollkommen sie verwirklicht ist, kann die Auszeichnung , Jl a I i o - natfozialiftischer Musterbetrieb" verliehen werden. Die Auszeichnung erfolgt durch mich oder eine von mir beauftragte Stelle auf Vorschlag der Deutschen Arbeitsfront. Die Verleihung der Auszeichnung erfolgt auf die Dauer eines Jahres; sie kann wiederholt erfolgen. Die Auszeichnung wird zurückgenommen, wenn die Voraussetzungen für diese Verleihung nicht mehr gegeben sind. Die Verleihung der Auszeichnung erfolgt am Nationalfeiertag des deutschen Volkes und geschieht durch Aushändigung einer Urkundean den Führer des Betriebes. Die Verleihungsurkunde hat die Gründe anzugeben, die für die Verleihung maßgebend sind. Lin Betrieb, dem die Auszeichnung „Nationalsozialistischer Musterbetrieb" verliehen ist, ist berechtigt, die Flagge der Deutschen Arbeitsfront mit goldenem Rade und goldenen Fransen zu führen. Die Verfügung tritt sofort in Kraft.
Gez.: Adolf Hiller.
Reichsminister 2Rufl verabschiedet 150 Austauschstudenten.
Neustrelitz (SDletfl.), 2. Sept. (DNB Funk- sprach.) Unmittelbar vor ihrer Ausreise ins Ausland waren noch etwa 150 Austauschstudenten und -Studentinnen in einem fünftägigen Schulungslager des deutschen akademischen Austauschdienstes in der Führerschule des Berliner Hochschulinstituts für Leibesübungen in Neustrelitz (Meckl.) versammelt. Am Schlußtage des Lagers besuchte Reichsminister R u st das Lager. Er erkundigte sich bei den Austauschstudenten nach ihren Plänen und Zielen für ihr Auslandstudium, das sie nun für ein Jahr in fast allen Ländern Europas, den Vereinigten Staaten, Kanada und dem Fernen Osten antreten. Der Reichsminister sprach sich anerkennend über ihren in diesem Lager gezeigten echten Gemeinschaftsgeist aus, der ein Beweis für den Wandel in der inneren Einstellung des deutschen Studenten überhaupt sei. Früher sei der deutsche Student nur um privater Vorteile willen in das Ausland gegangen und habe oft sehr schnell jede Bindung mit der Heimat verloren, während er heute stolz daraus sei, daß er im Auslande das neue Deutschland vertreten dürfe. Der deutsche Student im Auslande solle niemals feine nationalsozialistische Anschauung seinen Gastgebern aufdrängen; denn der Nationalsozialismus fei keine internationale politische Idee. Der Student solle im Gegenteil versuchen, das Volkstum des Auslandes zu begreifen und davon zu lernen.
Oie politischen Bünde in Rumänien aufgelöst.
Bukarest, 1. Sept. (DNB.) Der Minstterrat der Regierung Tatarescu billigte die Maßnahmen über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, insbesondere an den Universitäten. Die politischen Bünde werden ohne Ansehen der Parteizugehörigkeit entwaffnet und aufge- l ö st roeroen. Der Unterrichtsminister hat Richtlinien ausgearbeitet, die eine Verstärkung der Disziplin auf den Universitäten bezwecken. Ferner ist ein Gesetz in Vorbereitung, das eine Arbeitsdienst,
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