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kes das Bild der einzelnen Toten des großen Krieges bei den Nachkommen zu verblassen beginnt: er ging den Ursachen dieser Erscheinung nach und richtete die ernste Mahnung an die Versammelten, besonders an die Hinterbliebenen, jede sich bietende Gelgenheit zu benutzen, um das Bild der Toten den Kindern und Enkeln lebenswahr und lebenswarm vor die Seele zu stellen. Sprechchöre und ein Lied der Schulklasse, in den Vortrag sinnvoll eingestreut, vertieften die Wirkung der aufrüttelnden Gedankengänge der Gedenkrede.
In einem zweiten Teil machte der Redner Mit-
teilung, wie die Anlage des Gedenkbuches gedacht ist, um dann in einyn dritten Teil unter starker innerer Beweaung aller Zuhörer zwei der verfaßten Lebensbilder zur Verlesung zu bringen. Der Gesangverein „Liederkranz" umrahmte die Feierstunde mit zwei stimmungsvollen Chören, worauf der Zellenleiter, Herr R i n k e r , die Veranstaltung mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler schloß, 'der der Nation Ehre und Freiheit zurückgab und durch die Erziehung des Volkes zu heldischem Denken erst wieder die Voraussetzung für solche würdige Ehrung unserer Gefallenen schuf.
Eröffnung der Bauabteilung Alsfeld der Reichsautobahnen
Oberhessen.
98 Zahre alt.
A Lauterbach, 2. Mai. Der älteste Einwohner Lauterbachs, vielleicht auch von ganz Oberhessen, Karl Heinrich Vollmöller, kann am morgiaen Sonntag 3. Mai in körperlicher und geistiger Frische seinen 9 8. Geburtstag begehen. Der alte Schlagmüller, unter diesem Namen ist er weit über die Grenzen Lauterbachs hinaus bekannt, ist vom alten Schrot und Korn. Er raucht noch gerne sein Pfeifchen und ist selbst noch zu allerlei Späßen aufgelegt. Wer den alten Herrn daheim in der Hof- reite herumgehen sieht, merkt ihm sein hohes Alter nicht an. An den Geschehnissen der heutigen Zeit nimmt er noch regen Anteil. Er hat es sich auch bei der letzten Wahl nicht nehmen lassen, an die Wahlurne zu gehen, um dem Führer seine Stimme zu geben.
Gefallenen-Gedenkbücher in Aonnenrotb.
§ Nonnenrot h, 30. April. Der Ortsring Nonnenroth des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat trat in Stracks Saal mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit, die dem Gedenken der Gefallenen der Gemeinde Nonnenroth gewidmet war. Der würdig hergerichtete Saal war von den Angehörigen der Gefallenen, der Nonnenröther Jugend und von fast allen Familien bis auf den letzten Platz besetzt. Von der Stirnwand des Saales grüßten die Bilder des Führers und des verewigten Generalfeldmarschalls von Hindenburg, umgeben von den Bildern unserer 16 Gefallenen.
Die seit längerer Zeit geplante Gedenkstunde für die Nonnenröther Toten des Weltkrieges gab der Gemeinde Gelegenheit, Stellung zu nehmen zu einem Werk, das wohl eine Gefallenen-Ehrung besonderer Art genannt werden darf. Der Ortsringführer, Lehrer P l o ch, Nonnenroth, hat in mühevoller Sammelarbeit und auf Grund eingehenden Quellenstudiums ein ausführliches Lebensbild von je dem der gefallenen Söhne unseres Dorfes entworfen. Bereichert durch die Soldatenbilder der Toten, sollen diese kleinen Biographien gesammelt in würdiger äußerer Form demnächst als Gedenkbuch erscheinen.
Anknüpfend an eine Verfügung des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung stellte der Ortsringführer seine Gedenkrede in ihrem grundsätzlichen Teil unter die Frage: „Wie steht's um unsere Gefallenen?" Er kam zu der Feststellung, daß trotz der heldischen Haltung des Vol-
H Alsfeld, 1. Mai. Am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes fand in Form einer besonderen Kundgebung die feierliche Eröffnung der Bauabteilung Alsfeld der Reichs- autobahnen statt. Zu diesem Zwecke hatten sich die Gliederungen der Partei, der Arbeitsdienst, Abordnungen der Deutschen Arbeitsfront sowie die Beamten und Angestellten der Reichsbahn oor dem Empfangsgebäude des Bahnhofs versammelt, woselbst Bahnhofsvorsteher L u h (Alsfeld) die Bauleitung der neuen Bauabteilung mit ihrer Gesolg- schaft in herzlichen Worten begrüßte und auf die enge Zusammenarbeit zwischen Reichsbahn und Reichsautobahn hinwies.
Sodann setzte sich der Zug unter Dorantritt der Gruppenkapelle des Arbeitsdienstes Alsfeld m Marsch nach dem neuen Heim der Bauabteilung in der Schellengasse. Dort begrüßte Kreisleiter Kirchner namens der Partei die neue Behörde, wobei er besonders darauf hinwies, daß Deutschland immer dann Großes geleistet habe, wenn es einig und stark gewesen sei. Diese Einigkeit habe der Führer jetzt hergestellt durch die Gründung der Volksgemeinschaft. Daß der Führer gewillt sei, ganze Arbeit zu machen, beweise sein gewaltiges Werk der Reichsautobahnen, die nicht nur vom technischen Gesichtspunkt aus ihre große Bedeutung hätten, sondern die auch als Bindeglied der Volksgemeinschaft sehr wichtig seien.
Bürgermeister Dr. Völsing bezeichnete es m seiner Ansprache als ein schönes und sinnvolles Zusammentreffen, daß die Eröffnung der Bauabteilung am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes erfolge. Die Stadt Alsfeld erfülle es mit freudigem Stolz, daß sie eine Behörde in ihren Mauern aufnehmen dürfe, der von dem Führer eine gewaltige
Landkreis Wehen.
♦ Grünberg, 1. Mai. Die von hier stammende Krankenschwester Emma Kropp, die erst seit kur. zer Zeit in der Gegend von Hanau tätig war, stürzte dort mit ihrem Fahrrad auf dem Wege zu einem von ihr betreuten Dorfe so Unglück» lich, daß sie mit s ch w e r e n V e r l e tz u n g e n dem Krankenhaus zu Hanau zugeführt werden mußte und dort verstarb. ,
•ar Hungen, 1. Mai. Am 1. Mar 1836 als gemischtes Warengeschäft gegründet, kann das älteste Geschäft am hiesigen Platze, die bekannte Firma Ph. F e n d t N a ch f., heute auf em 100jähriges Bestehen zurückblicken. Durch die Umsicht seiner verschiedenen Besitzer konnte sich das Geschäft beständig aufwärts entwickeln und es so zu seinem heutigen Ansehen bringen. Von Philipp Fendt, der neben seinem umfangreichen Land- Wirtschaftsbetriebe von 150 Morgen auch noch die Postexpedition und eine große Posthalterei hatte die Post verkehrte damals nach den verschiedensten Richtungen von hier aus, und das Haus, in dem sich das Geschäft noch heute befindet, ist auch jetzt noch unter dem Namen „die Post" bekannt ging Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts das Geschäft auf den zweiten Sohn des Inhabers, Georg Fendt, über, nach dessen Tod und nach kurzer Weiterführung durch seine Witwe es durch Kauf an den Kaufmann Hch. Adam Köhler im Jahre 1894 überging, dessen Witwe es längere Zeit weiterführte, bis es im Jahre 1928 von ihrem Sohne, dem Dipl.-Kaufmann Karl Wilhelm Köhler übernommen wurde, der heute alleiniger Firmeninhaber ist. Geleitet allezeit von streng re» ellen Grundsätzen, hat sich das Geschäft als echtes deutsches Unternehmen seinen guten Ruf nun wah- rend eines vollen Jahrhunderts erhalten.
CSD Eberstadt, 1. Mai. Dieser Tage stürzte ein hiesiger Schüler unglücklich vom Fahrrad und erlitt einen doppelten Unterarmbruch. Der bedauernswerte Junge mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.
Kreis Alsfeld.
-^Nieder-Ohmen, 30. April. Der Bergmann i. R. Heinrich Wagner feierte in körperlicher und geistiger Rüstigkeit im Kreise seiner Kinder und Enkel seinen 8 0. Geburtstag. Er aehort seit langen Jahren zum hiesigen Kirchenoorstand. Die Kriegerkameradschaft, deren Ehrenmitglied der alte Herr ist, ließ ihn durch einige Vorstandsmitglieder ihre Glückwünsche aussprechen und ein Geschepk überreichen. Für seine Rüstigkeit spricht die Tatsache, daß Wagner den vorjährigen Reichskriegertag in Kassel mit besuchte. Auch für dieses Jahr liegt seine Meldung bereits vor.
Aufgabe zugewiesen sei mit dem Ziele, unser deutsches Vaterland mit dem modernsten und großzügigsten Verkehrsstraßennetz zu überziehen, wie es noch kein Staat der Welt aufzuweisen habe. Er bewillkommnete in herzlichen Worten die Bauleitung der Reichsautobahnen in Alsfeld und gab der Hoffnung Ausdruck, daß bald ein recht gedeihliches Verhältnis zwischen der Reichsautobahn und der Stadt Alsfeld sich entwickeln möge. Er hoffe, daß der heutige Tag der Beginn einer neuen Periode des wirtschaftlichen Aufschwunges für die Stadt Alsfeld bedeute, und er schloß mit dem Gelöbnis zur Mitarbeit am Bau der Straßen Adolf Hitlers für ein freies, starkes, ewiges Deutschland.
Anschließend dankte der Vorstand der Bauabtet- lung Dipl.-Ina. Erban in längeren Ausführungen für den herzlichen Empfang in Alsfeld. Der Reichsautobahn fei bis jetzt noch nirgends ein so herzlicher Empfang bereitet worden wie in Alsfeld. Er werde bestrebt sein, stets in engstem Zusammenhang mit der Partei zu arbeiten und in ein autes und gedeihliches Verhältnis zur Stadt Alsfeld zu treten. Er wies auf die gewaltige Bedeutung der Reichsautobahnen hin, für die er mit feinen Beamten feine ganze Kraft einfetzen werde. Seme Ansprache schloß mit einem Treuegelöbnis zu dem Führer und mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschland-Liedes und des Liedes des unvergeßlichen Sturmführers Horst Wessel.
Auf Befehl ging dann unter den Klangen des Präsentiermarsches die Reichsdienstflagge an dem Heim der Bauabteilung hoch. Die sehr stimmungsvolle Feier wurde von Musikstücken der Gruppenkapelle des Arbeitsdienstes und von aesanglichen und deklamatorischen Darbietungen der Hitler- Jugend würdig umrahmt.
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