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Deutsche Glaubensbewegung.

_Die Ortsgemeinde Gießen der Deutschen Glaubensbewegung bittet uns um den Ab­druck der nachstehenden Zeilen. D. Schriftl. Glaubensbewegung gibt folgende

Entschlletzung bekannt, um über die letzten Vor­gänge in dieser Bewegung Klarheit zu schaffen und damit den etwa entstandenen irrigen Ansichten ent­gegenzutreten.

Die am 5. April 1936 in Berlin vollzählig ver­sammelten oder rechtswirksam vertretenen Lands- gemeindeleiter der Deutschen Glaubensbewegung geben nach dem Rücktritt ihres bisherigen Leiters Professor Dr. Wilhelm Hauer, Tübingen, sowie dem Austritt seines Stellvertreters, des Grafen Ernst zu Reventlow-Potsdam, im Bewußtsein ihrer schweren Verantwortung vor Führer, Volk und Staat folgendes bekannt:

1. Das Ziel der Deutschen Glaubensbewegung ist die Ueberwindung der konfessionellen Zwietracht im deutschen Volksraum aus der Tiefe des mit jedem deutschen Menschen geborenen Gottglaubens. Die Quellen deutschen Glaubens sind die natür­lichen Ordnungen, wie sie uns in Volk, Rasse, Hei­mat und in den großen Gestaltern deutschen Schick­sals verpflichtend begegnen. Daraus ergibt sich die selbstverständliche Ablehnung aller Versuche, die Deutsche Glaubensbewegung in ihrer Zielsetzung zu einem konfessionellen Zusammenschluß, zu einer Sekte erstarren zu lassen und damit die konfessio­nellen Spannungen innerhalb des deutschen Volkes auf die Dauer zu erhöhen.

2. Dieses Ziel, das der V o l k w e r d u n g aller Deutschen bis in die Tiefe des Glaubens zu dienen bestimmt ist, kann aber nur erreicht werden, wenn sich die Arbeit der Deutschen Glaubensbewe­gung an demjenigen Grundwert ausrichtet, der zum erstenmal in der deutschen Geschichte für den vom Nationalsozialismus heraufgeführten Umbruch maß­gebend war und bleiben wird. Dieser Grundwert ist aber nicht mehr, wie in einer vergangenen Epoche, der Einzelmensch, sondern dieser Grund­wert ist das deutsche Volk, ist die lebendige, gott= gewollte und gottgefügte Gemeinschaft der Träger gleichen und artverwandten Blutes. Um die Erhal­tung dieses Grundwertes, um seine Befreiung von jahrhundertealten geistigen und seelischen Fesseln geht heute der Kampf. Der Begriff des Glaubens­schicksals darf daher unter keinen Umständen von dem des Dolksschicksals getrennt werden, wenn er nicht einen Rückfall in den Liberalismus und Indi­vidualismus einer vergangenen Epoche bedeuten soll. Unser Volksschicksal ist es, Deutsche zu sein, darum ist es unser aller Glaubensschicksal unseren Glauben, unsere Welt- und Gottschau aus der Tiefe deutscher Art zu schöpfen, wo sie ein göttlicher Wille angelegt hat.

3. Diese Zielsetzung und innere Ausrichtung der Arbeit schließt die bewußte und absichtliche Krän­kung religiöser Gefühle christlicher Deutscher ebenso aus, wie sie den entschlossenen Kampf um die deut­sche Seele, ihre Freiheit und Gottunmittelbarkeit gebietet. So richtet sich unser Streben niemals gegen den deutschen Volksgenossen christlicher Konfession, sondern gegen einen Konfes­sion a l i s m u s , der deutsche Volksgenossen mit ihren tiefsten Kräften einer artfremden Wertung unterstellen will.

4. Aus dieser Zielsetzung ergibt sich unsere selbstverständliche und vorbehaltlose Treue zum Führer und zum Staat, die wir uns von nie­mand in Zweifel ziehen lassen. Wer versucht, unser Ringen u m die deutsche Volksgemeinschaft als einen Kampf gegen die Volksgemeinschaft zu deuten, der weiß nicht um jenes Lebensgesetz, wonach neues Leben immer mit Härten und Schmerzen verbunden ist. Wer gar in derreligiösen Ebene" einGebiet für sich" sieht, das besonderen, außer­halb der Volksganzheit liegenden Gesetzen unter­stehe, der spricht nicht die Sprache der Gegenwart und Zukunft, wohl aber die der Vergangenheit.

5. Aus dieser grundsätzlichen Auffassung über Ziel und innere Ausrichtung der Deutschen Glau­bensbewegung ergibt fick für die künftige Gestal- tur>" der Leitung folgendes:

Mit der Einordnung der von der Deutschen Glau­bensbewegung zu leistenden Arbeit in das ge­samte Geschehen ist die Bestellung eines einzelnen Leiters überflüssig geworden. Sie könnte vielmehr zu der Unterstellung führen, als wollte ich irgend jemand alsreligiöser Führer", dem Führer und Kanzler zur Seite stellen. Wir kennen, wie das ganze Volk, nur einen Führer: den Führer und Kanzler des Dritten Reiches

Adolf Hitler!

Ihm und seinem Werk fühlen wir uns und un­sere Arbeit allein verpflichtet.

Die Leitung oer Deutschen Glaubensbewe^ mg wird daher gemäß dieser Grundhaltung in bie Hände von drei Kameraden gelegt. Diese sind: Wa>- ter von Lingelheim, Wilhelm H e ß .> e r g . Paul Orlow sky.

Wirtschaft

erma!

Kirchliche Nachrichten

jia erhöhen, nur Muag 91,50 (91,75). Leicht ermäßigt waren ferner Deutsche Linoleum, West­deutsche Kaufhof, Nordd. Lloyd, dagegen notierten Aschaffenburger Zellstoff, Feldmühle Papier und Zement Heidelberg etwas höher. Schwächer lagen Reichsbank mit 182,40 (184).

Briefkasten der Redaktion.

W. R. Auskünfte im Briefkasten können nur dann erteilt werden, wenn die Anfrage nicht anonym eingeschickt wird und dem Frageschreiben die lau­fende Bezugsquittung für den Gießener Anzeiger beiliegt.

etwas fester. Mafchinenaktien konnten sich meist mäßi, '~

6. Mai. 20.30: Bibelstunde. Donnerstag, 7. Mai. 20.30: Jugendbundftunde.

Vaptistengemeinde. Gartenstraße 13. Sonntag, den 3. Mai. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30: Predigt. Donnerstag, 7. Mai. 20.30 Uhr: Bibelstunde.

Tleuaposivlische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Samstag, 2. Mai. 20 Uhr: Gottesdienst. Sonntag, den 3. Mai. 9.30: Gottesdienst. Mitt­woch, den 6. Mai. 20.30: Gottesdienst.

Mittwoch, den 6. Mai.

Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht.

Donnerstag, den 7. Mai.

Gießen. Johanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde, katholische Gemeinden.

Samstag, den 2. Mai.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 3. Mai. 3. Sonntag nach Ostern.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre­digt; 11: Messe mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. Laubach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht. Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt.

Dienstag, den 5. Mai.

Gießen. 20 Uhr: Maiandacht.

Mittwoch, den 6. Mai.

Hungen. 6.30 Uhr: Messe.

Freitag, den 8. Mai.

Gießen. 20 Uhr: Maiandacht.

Oefsenttlcher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerzte : Frl. Dr. Gürtler, Dr. Schäffer.

Zahnarzt: Dr. Adam.

Apotheke: Pelikan-Apotheke.

bis 63 (59 bis 66), d) 42 bis 53 (50 bis 58). Hüm­mel b2) 47 bis 48 (47 bis 48), c) 42 bis 45 (42 bis 45). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51); Sauen gl) 53 bis 56 (). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe langsam, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Ueberftand 132 Schweine.

Großmarkt für Fleisch undfürFett- waren. Beschickung: 1496 Viertel Rindfleisch, 166 ganze Kälber, 3 ganze Hämmel, 589 halbe Schweine, 7 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Kuhfleisch a) 75, b) 65, c) 54; Färsenfleisch a) 80; Kalbfleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 74. Fettwaren: roher Speck unter 7 cm 65 bis 70, Flomen 80. Marktverlauf: Schweinefleisch ruhig; Rind- und Kalbfleisch lebhaft.

Frankfurter Vuttermarkt.

Frankfurt a. M., 30. April. Am Buttermarkt hat sich gegen die Vorwoche keine nennenswerte Ver­änderung ergeben. Die Anlieferungen der Molke­reien blieben reichlich, auch stand etwas mehr als bisher holländische Butter zur Verfügung. Das Ge­schäft nahm einen flotten, aber durchaus normalen Verlauf, und jeglicher Bedarf konnte mühelos be­friedigt werden. Die Qualität der Butter wird allgemein als zufriedenstellend bezeichnet. Es notier­ten in Reichsmark per 50 kg frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutter 125, holländische Butter 145 bis 148.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 30. April. Eine nennens­werte Steigerung der Zufuhr von deutschen Eiern war auch in dieser Woche nicht zu verzeichnen, die Anlieferungen zum Verteilerhandel blieben verhält­nismäßig knapp. Diese Stellen führen weiterhin leb­hafte Klage gegen den Schwarzhandel, da durch diesen dem Großhandel seine eigentliche Tätigkeit, nämlich die Verteilung an den Kleinhandel, nahezu genommen wird. Die Erzeugung hat sich weiter ge­hoben, die letzten Kaltwettereinbrüche haben augen­scheinlich keinen nachteiligen Einfluß auf die Erzeu­gung genommen. Die Vorratsbildung für die Win­

termonate geht in den Kühlhäusern weiter tatkräftig vor sich. Diese Maßnahme wirkt sich auf die der­zeitigen Zufuhren naturgemäß etwas aus, ist aber für die künftige Marktversorgung unerläßlich. Aus­ländische Eier liegen zur Zeit nicht vor, nur ganz geringe Mengen Holländer, die aber schnell vergriffen waren. Die Preise blieben unverändert. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M. (Groß- handelsverkaufspreife an den Kleinhandel): deutsche Markeneier S 9% bis 10, A 83A bis 954, B 8n bis 9, C 7% bis 8%, D 1% bis 8.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 30. April. Gemüse: Gutes Angebot von Kopfsalat, Radies, Rettich und Spinat. Spargelangebot langsam zunehmend. Ge- schäft zufriedenstellend, Preise für Zwiebeln und Spinat höher. Ausländisches Salatangebot knap­per, Preise gestiegen, Verkauf flott. Ital. Früh­kartoffeln und Erbsen genügend am Markt, Nach­frage gut. U. a. notierten: Erbsen, Körbchen ca 9 Kilogramm brutto 3,75 bis 4,30 ital., Gelberüben 5 bis 6, Gewürze! gr. Bdl. 30 bis 40, Salat-Gur­ken (Treibhaus) Stück je nach Größe 25 bis 50, Karotten 10 bis 12, gelbe Kartoffeln, 50 Kilogramm 3,90 bis 4,05, 14,00 bis 16,00 ital., Kohlrabi (Treib­haus) St. 18 bis 25, Kopfsalat (Treibhaus) St. 15 bis 20, Schlüpfer 25 bis 35, Lattich 25 bis 30, Holl Kopfsalat, Steige 30 St. 4,25 bis 5,00, Ra­dies 4 bis 7, Rettich Bdl. 18 bis 60, Eiszapfen Bdl. 12 bis 15, Römifchkohl 8 bis 12, Rotkraut 16 bis 19, Sellerie je nach Größe 5 bis 25, Spargel I 0,80 bis 0,85, II 0,70 bis 0,75, III 0,50 bis 0,60, IV 0,30 bis 0,40, Spinat 5 bis 10, Weißkraut 14 bis 16, Zwiebeln 12 bis 13.

Obst und Südfrüchte: Deutsches Aepfel- angebot noch ausreichend; bessere Sorten sind jedoch nur schwach vertreten. Nachfrage gut, Preise un­verändert. Apfelsinenangebot gut, Geschäft lebhaft. U. a. notierten: Aepfel I 28 bis 38, II 20 bis 26, III 15 bis 20, Roter Eifer 24 bis 30, Apfelsinen blond 15 bis 20 span., Blut 15 bis 20 span.

Rhein-Mainische Börse.

Fest.

Frankfurt a. M., 30. April. Die Börse war am A k ti e n m a r k t in der Grundhaltung weiter fest, doch unterlagen die Kurse starken Schwankun­gen. Die vorbörslichen Kurst wurden nicht immer wieder erreicht, da die Kulisse, insbesondere zu den ersten Notierungen, einige Glattstellungen vornahm. Die Publikumskäufe hielten dagegen an, bevor­zugt wurden Montanwerte und IG.-Farben. JG.- Farben fetzten zunächst mit unv. 169,25 ein, zogen dann bei sehr lebhaftem Geschäft auf 169,75 an und schwankten später zwischen 169,50 bis 170. Von Montanwerten Verein. Stahlwerke lebhaft mit 90,13, bis 90,75 (90,50), auch Mannesmann belebter mit 92,50 bis 93 (92,50), die übrigen Werte lagen recht still und nur wenig verändert. Elektroaktien notier­ten etwas uneinheitlich, schwächer waren Gessürel mit 138 bis 137,90 bis 138 (139), auch Siemens, RWE. und AEG. blieben nur knapp gehalten, da­gegen lagen Licht und Kraft und Elektr. Lieferungen

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 3. Mai. Jubilate.

Gießen. Stadtkirche. 8 Uhr: Propst Knodt; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäus- gemeinde; 9.30: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker. Fohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukasgemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbefprechuna im Johannes- faal; Pfr. Anthes. Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarraffiftent Weckerling; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfarraffiftent Weckerling. Pelruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. Wiefeck. 13: Gottesdienst (Kreisverbands­tagung der Evangelischen Frauenyilfe); Kollekte. Atten-Bufeck. 9.30: Beichte; Gottesdienst; Feier des hl. Abendmahls für die männliche Jugend. Stein- 6ad). 10: Gottesdienst. Albach. 8.30: Gottesdienst. Annerod. 9: Gottesdienst; 12 (mit fahrplanmäßi­gem Auto): Fahrt der Frauenhilfe zum Kreistreffen in Wiefeck. Rödgen. 10.15: Gottesdienst; 12 (mit Eisenbahn): Fahrt der Frauenhilfe zum Kreistreffen in Wiefeck. Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Beichte und Abendmahl für die Burschen; 13: Christenlehre. Treis a. d. Lda. 10: Hauptgottes­dienst. Klein-Linden. 9.30: Gottesdienst, anschl. Kindergottesdienst. Garbenteich. 10: Gottesdienst. Hausen. 13: Gottesdienst; anschließend hl. Abend­mahl. Lich. 9.15: Beichte; 9.30: Stiftspfarrer Naumann; hl. Abendmahl; 13: Kindergottesdienft; 14: Stiftsdechant Kahn. Wirberg. 10: Gottes­dienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Verheirateten; Kollekte. Veilsberg. 13: Got­tesdienst. Kirchberg. 10: Gottesdienst; Pfarrassi­stent Metzler; anschließend hl. Abendmahl für die Jugend von Lollar. Daubringen. 13.30: Gottes­dienst; Pfarrassistent Metzler; anschließend hl. Abend­mahl für die Alten der Gemeinde. Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. Vellenhaufen. 8.45: Jugendgottesdienst; 9.30: Haupt- gottesdienst. Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Chri­stenlehre; 20.30: Gottesdienst zum Nationalfeiertag der Arbeit.

Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 3. Mai. 20.30 Uhr: Evangelisation. Mittwoch, den

Der Rentenmarkt hatte kein besonderes Geschäft, die Haltung war jedoch freundlich. Alt­besitz noch etwas höher mit 133,40 (113,30), ferner Zinsoergütungsscheine 92,30 (92,25), dagegen gingen Reichsbahn-DA. auf 126,65 (126,90) zurück. Zertif. Dollar-Bonds, Schuldbuchforderungen und Kom- munal-Umschuldung lagen behauptet. Von fremden Werten 4 v. H. Ungarn Gold 8,85 (8,70).

Im Verlaufe hatte das Geschäft am Aktien­markt nur kleinen Umfang, da keine neuen Auf­träge vorlagen und die Kulisse etwas Zurückhaltung zeigte. Die Grundstimmung blieb aber fest, und auch die Kurse wiesen eher noch nach oben. Von Elektro­aktien RWE. lebhafter mit 131,25 nach 130,50, Reichsbank auf 183,50 nach 182,40 erholt. Die spä­ter notierten Werte lagen meist 0,50 bis 1 v. H. höher. Sehr fest Südd. Zucker mit 204 (199).

Am variablen Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen zum Anfang. Auch der Kassa­rentenmarkt wies nur geringe Abweichungen zu gestern auf, Liquidationspfandbriefe schwankten um 0,13 v. H. nach beiden Seiten. Stadtanleihen zu­meist unverändert. Von Auslandswerten Schweiz. Bundesbahnen höher gesucht, 4prozentige zirka 216 bis 218 (214), 3Vrpro§entige zirka 200 bis 201 (199).

Im Freiverkehr stiegen Wayß & Freytag auf 106,75 (105,25), Kali Wintershall auf 114 (113,25), während Pokorny auf 109 (110) zurück- gingen. Tagesgeld unv. 3 v. H.

Abendbörfe gut behauptet.

Die Abendbörfe bewahrte die feste Tendenz des Mittagsverkehrs, das Geschäft war aber wesentlich ruhiger. Im allgemeinen erfuhren die Kurse nur ge­ringe Abweichungen, es überwogen aber noch mäßige Erhöhungen. Sehr lebhaftes Geschäft erhielt sich in der Farben-Aktie, die auf 170,50 bis 170,75 bis 170.65 bis 171 anzog. Verein. Stahlwerke blie­ben mit 91,25 (91,50) nur knapp gehalten. Am Kasiamarkt kamen Brown Boveri mit 89 (84,25 am 25. 4.) wieder zur Notiz. Der Rentenmarkt lag still, zeigte aber gleichfalls voll behauptete Kurse. Von Auslandwerten wurden Schweiz. Bundes­bahnen erneut höher geschätzt, eine Notiz kam aber nicht zustande.

U. a. notierten: Altbesitz 113,40, 6proz. Vereinigte Stahlwerke 104,13, 6proz. Krupp 104,75, 4^-proz. Wiesbaden 91,65, 4proz. Rumänen 5,50, 4^proz. Bosnier v. 98 3,95, Adca 77,75, Commerzbank 88, DD-Bank 88,50, Dresdner Bank 88,75, Buderus 106, Harpener 127, Mannesmann 93,50, Hoesch 102,50, Rheinstahl 125,25, Laurahütte 23,50. Verein. Stahlwerke 91,25, AKU. 51,40, Bekula 147, MAN. E 111, JG.-Chemie volle 215,50, leere 164, Deutsche Erdöl 120,25, Scheideanstalt 232, Deutsche Linoleum 174, Brown Boveri 89, Eichbaum-Werger 94, Licht und Kraft 146,50, Eßlinger Maschinen 89,50, JG.- Farben 170,50 bis 170,75 bis 170,65 bis 171, Fein­mechanik Jetter 80,50, Felten 124,75 Gesfürel E 137,75, Hanfwerke Füssen 87,40, Holzmann 117,75, Muag 92,75, Moenus 92, Rheag 131,75, RWE. 131,75, Schriftgießerei Stempel 59,50, Schuckert 141,25, Reichsbahn-VA. 126,65, AG. für Verkehrs­wesen 116,50.

Frankfurter Schlachtviebmarkt

Frankfurt a. M., 30. April. Auftrieb: Rinder 46 (gegen 42 am letzten Donnerstagmarkt), darunter 1 (2) Ochse, 4 (3) Bullen, 37 (33) Kühe, 4 (4) Färsen. Kälber 749 (569), Schafe 78 (109), Schweine 783 (657). Notiert wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in Reichsmark: Kälber andere a) 71 bis 77 (am 23. April 75 bis 77), b) 64 bis 70 (67 bis 74), c) 54

Datum

168,5

170,25

I. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........

4| 124,75 ! 125,25

117,9

Vanknoten.

29

I 30 I 29,65 I 29,65 I 96,75 97,5

I 199 I 204,5 1 199,5 I

29,65

0

S 131,25

203,5

101

0

9,25

9,13

9

106,9

172,5

132,5

96,75

92,25

7

ß|

117,5 I 117,75

135,5 i 135,75

51,4

88,65

128,75

93,75

39,5

366,5

188

182,5

171

232

114

129

113,25

128,5

124

105,75

119,75

127,5

102

97

92,5

132

97,25

93,5

36

147

51,25

87,5

129

93,4

4

0

8

6

. 8 . 0 . 0 7*/.

12 . 8

4 0

6

5 0

7 0

Goldschmidt ...

Rütgerswerke ...

Metallaeiellichaft

105,5

120 126,75 101,4

39,5

363 188,75 181,75

107,25

174

114,25

129,13

125

106

120,25

127

102,5

36,25

147

126

146

124

138,25 131,75

130,25

141

186,75

134

36

147,4

126,5

146,5

124,13

138

132,25

132

141,25

186

134,5

105,75

120,75

127,25

102,25

167

132

97,25

93,25

106,75

51,75

87,5

128,4

93.9

135

107

172,25

84,4

39,13

362,5

189

107

51,75

89

129,5

94

135

106,5

174

85

39,75

368 187,75 182,25

Grttzner

Mainkraftwerke Höchst a.M..

Süddeutscher Zucker ------

28,5

1,75

8,7

28,5

1,6

8,75

8,5

8,55

13,9

8,5

13,9

4% deSgl. Gerte II 5% Rumän. vereinh. Mente v. 1902 S14%Rumän.vereinh.Rcntev.i913 4% Rumänische vereinh. Rente .- 2*4% Anatolier...........

Schultheis Payenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg...................

1,75

8,85

8,6

8,65

14

8,9

8,7

8,75

14,1

36,13 147

125,75 ' 126,75

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt..

Zellstoff Waldhof ....

Zellstoff Aschaffenburg

Dessauer Gas .......

Daimler Biotoren ....

Deutsche Linoleum ...

Lrenstein S Koppel ..

Westdeutsche Kaufhof.

Chade..............

Accumulatoren-Fabrü

Conti-Gummi.......

146 146,5

123,5 i 124,75

139 137,75

- i 131,75

130,75 i 131,75

141 141,25

186,5 186,4

134 I

4% Orsterreichtslpe Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarin Staatörente v. 1910 4/2% bcöfll. von 1013 6% abgest. Goldme^kaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

7|169,25

9 231,5

5* 113,5

6

...........................®

Bekula 40

Elektr. Lieferungsgesellschast... v

Licht und Kraft ........... 67i

Felten & Guilleaume *

Gesellsch.s.Elektr.Unlernehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Rhein. Wests. Elektr 6

Schuckert L Co...............*

Siemens L Halske ......7

Lahmeyer L Co 7

Hamburg-Amertka-Pakei .... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Norddeutscher Lloyd .........0

A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 6

Commerz- und Privat-Bank ... 0

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................<J

Dresdner Bank 0

Reichsbank ................ 15i

Datum

Man-selder Bergbau

Kokswerke ..................

Rheinische Braunkohlen :

Rbeinstabl ..................

Vereinigte Stahlwerke Ltavi Mnen ...............

Kaliwerke Aschersleben .

Kaliwerke Westeregeln

Kaliwerke Salzdetfurth 7

Buderus

Deutsche Erdül Harpener..............,.....

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. Ilse Bergbau ...............

Ilse Bergbau Genüsse

Klöcknerwerke ........

Mannesmann-R Dren

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

n angeführten Ziffern geben die Höhe der zuiegl beichlohenen Dividende an. - Reichsbankdiskoni 4 o. S) Lombardzinsfuß 5 u. S).

Die hinter Öen Papiere

Frannuri a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß- turs

Schlußk. Miiiag- börse

Datum

29-4-

30-4-

29-4-

30-4.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927

100,9

101

100,9

100,9

4% Deutsche Reichsanl. von 1934

97,65

97,65

97,4

103

6*4% Young-Anleihe von 1930 ..

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

113,4

113,1

113,4

113,3

4x/,% Deutsche Neichspostschatzan

100,1

100,2

100,3

100,2

6%e'hem'.8% Hess. Volksstaat 1929

98,25

98,25

98,25

98,25

4y,% ehem.8% Hessische Landes-

96,5

bank Darmstadt Gold 91.12...

96,5

96,5

5*4% ehem. 4*4% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLmui

101,2

101,2

414% ehem. 8% Darmst. Komm.

92,25

Landcsb.Goldschuldverschr.R.6

92,25

Oberhessen Provinz-Anleihe nut

120

120

AUSloi.-.nt.ll)l»:u .....

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mitAuslos.-Rechten

116

116

116,25

116,5

*y2% ehem.8% Franks. Hyp'Bank

96,5

96,5

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 5y2% ehem. 4*/2% Franks. HyP.-

101,25

101,4

&y2% ehem. 4*4% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....

101,65

101,4

101,5

101,5

<y2% ehem. 8% Pr. Landespfand-

97

97

97

97

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

*y,% ehem. 7% Pr. Landespsand-

97

97

97

97

briesanst., Gold filomm..4-bl.Vi

108,9

Steuergutsch.Berrechnungsk. 84-38

108,9

108,9

108,9

Frankfu

Schluß­kurs

1 a.M.

Schlußk.

Abend­börse

Bei

Schluß­kurs

hn

Schlußk. Miiiag- börse

29-4.

30-4-

29 4-

30 4.

6

138,5

138,5

138,75

6

130

131,5

12

229,5

230,5

228,75

230,5

4

125,25

125,25

125

125,25

0

90,5

91,25

89,65

91,5

0

22,25

22,75

22,75

23

5

128

129,5

128

130

5

126

128,75

126,75

129,25

?y.

184

185

183,75

185

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

29-April

30 April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Äries

Geld

Sries

Buenos Atre.

0,682

0,686

0,682

0,686

Brüssel ....

42,07

42,15

42,06

42,14

Rio de Jan.

0,136

0,138

0,136

0,138

Sosta ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,86

54,96

54,86

54,96

Danzig.....

46,80

46,90

46,80

46,90

London .....

12,29

12,32

12,29

12,32

HelsingforS..

5,415

5,425

5,415

5,425

Paris ......

16,38

16,42

16,38

16,42

Holland ....

168,83

169,17

168,83

169,17

Italien.....

19,60

19,64

19,60

19,64

Japan ......

0,717

0,719

0,718

0,720

Jugoslawien

5,654

5,666

5,654

5,666

Oslo..... :

61,74

61,86

61,74

61,86

Wien......

48,95

49,05

48,95

49,05

rlisjabon ...

11,16

11,18

11,16

11,18

Stockholm...

63,35

63,47

63,35

63,47

Schwei.; ...

81,03

81,19

80,58

80,74

Spanien...

33,95

34,01

33,95

34,01

Prag.......

10.29

10,27

10,29

Budapest ..

_

ftpuijod ...

2,489

2,493

2,488

2,492

Frankfurt a.M.

Berlin

Gchluß- kurs

Schlußk. Abend­börse

Gchluß- kurs

Schlußk. Mitiag- börse.

29-4

30-4

29-4-

30-4.

9

9,13

6,9

6,65

6,95

6,7

9,45

9,7

9,7

9,6

5,5

5,5

5,6

5,6

41,5

42,25

41,5

42,65

15,13

15,25

15,25

15,13

27,9

16,75

16,65

16,65

16,25

114,75

116,5

115,4

116,75

114,5

114,5

114,5

115

88

88

88

88

88,5

88,5

88,5

88,5

88,75

88,75

88,75

88,75

184

183,5

183,75

183,75

Her»,n,30.April

Geld

25riei

Amerikanische Noten..............

2,44

2,46

41,92

42,08

54,60

54,82

12,255

12,295

16,33

16,39

holländische Noten ...............

168,41

169,09

Norwegische Noten ..............

61,53

61,77

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

63,13

63,39

Schweizer Noten.................

80,40

80,72

Spanische Noten.................

33,61

33,75

Ungarische Noten................