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Das Echo im Ausland.

Carl Frölich ist einer der bahnbrechenden Pioniere des deutschen Films. Aus seiner Meisterhand starn- men Leistungen wieMädchen in Uniform",Rei­fende Jugend",Krach um Jolanthe", ,Lch für Dich Du für mich",Wenn der Hahn kräht" und als Krönung der SpitzenfilmTraumulus". Carl Frölich ist einer der wenigen deutschen Regisseure, die sich immer zu gut dazu waren, minderwertige Arbeit, die nur bloßem Amüsement dient, zu leisten. Sein künstlerisches Schaffen vollzog sich immer jen­seits aller Konjunkturhascherei. Wie bei seinen son­stigen Werken so ist vor allem auch in dem preis­gekrönten FilmTraumulus" die Sicherheit der Darstellerauswahl und ihre überlegene souveräne Lenkung und Leitung bewundernswert. Dieser Film ist wie aus einem Guß. Er wandelt in einer atemberaubenden Geschehnisfolge ein falsches Er- ^iehungsideal der Vergangenheit ab und kommt bei seinem Abschluß zu einer "Klärung und Lösung, die im Geiste unserer Zeit gesehen und geformt ist. Der Film stellt eine hinter uns liegende deutsche Epoche dar, so wie wir sie heute sehen. Man hat gegen ihn den Vorwurf erhoben, er karikiere sie in ihren Ver­tretern. Gewiß hat dieser Film eine Tendenz. Aber jede große Kunst ist tendenziös. Sie muß mit schar­fen Gegensätzen arbeiten, um zu erschütternden Effekten zu kommen. Besonders lobende Erwähnung verdient in der Beurteilung dieses Films die dar­stellerische Leistung aller Mitwirkenden, unter denen Emil I a n n i n'g s als ein besonders begnadeter Schauspieler und Menschengestalter hervorragt.

Der nalion al e Vuchpreis 1 935/36 wurde dem Mitglied des Reichskultursenats SA.-Obersturmbannführer Gerhard Schu­mann aus Stuttgart für seinen Gedichtband Wir aber find das Korn" zuerkannl.

Wiederum und zum dritten Male konnten wir da­mit unter Zustimmung aller zur Preisverteilung herangezogenen Gutachter einen Vertreter der kämpfenden nationalsozialistischen Bewegung aus- zeichnen. Gerhard Schumann ist schon viele Jahre vor der Machtübernahme in der SA. mitmarschiert. Sein ganzes dichterisches Schaffen ist aus dem Geiste des Nationalsozialismus geboren. In seinem dichterischen Schaffen verbinden sich heiße Leiden­schaft des nationalsozialistischen Kampfes mit der Zucht der dichterischen Sprache und der Grobheit weltanschaulicher Haltung. Seine GedichtbändeEin Weg führt ins Ganze",Fahne und Sterne".Die Lieder vom Reich",Siegendes Leben" undFeier der Arbeit", zeigen eine stetig aufsteigende Ent­wicklung. Sein preisgekröntes WerkWir aber sind das Korn" ist in allem gekonnt, sowohl was die politische als auch was die persönliche Lyrik anbe­trifft.

Dr. Goebbels schloß mit einer Huldigung an den Führer, der uns das Leben wieder lebenswert ge- rnacht habe:Ein Volk sind wir, einem Führer ge­horchen wir. Ein Volk der Dichter und Denker, der Arbeiter, Bauern und Soldaten! Und über diesem Volk steht der Mann, der als Dichter den Traum des ewigen Deutschlands träumte, der ihm als Denker das geistige Fundament schuf, ber> ihm als Arbeiter den Segen der Arbeit aufs neue vermittelte, der ihm als Bauer fein täg­liches Brot zurückgab und ihm als Soldat die Waffe schmiedete, die Reich, Volk und Nation be­schützt. In diesem Sinne grüßen wir ihn. Er ist unsere Hoffnung und unsere Zuversicht. Vor ihm und uns liegt seine große deutsche Aufgabe, der wir alle hingegeben sind. Wir werden sie meistern, weil er uns mit Kraft und Willen dazu erfüllte. Eine neue Zeit hat angefangen, die Sonne ist wie­der aufgegangen über Deutschland!"

Die Feierstunde klang aus mit Carl Maria von WebersJubelouvertüre", gespielt unter Leitung des Präsidenten der Reichsmusikkammer, General­musikdirektor Professor Dr. Peter Raabe, und dem gemeinsamen Gesang der Nationalhymnen.

Marxistische Maifeiern tm Ausland.

Berlin, 2. Mai. (DNB. Funkspr.) Aus ver­schiedenen Städten des Auslandes sind Meldungen über Veranstaltungen und Kundgebungen am 1. Mai eingelaufen. Aus Warschau wird berichtet, da^ die Umzüge der marxistischen Gewerkschaften in Polen, von kleineren Zwischenfällen abgesehen, ruhig verlaufen sind. Fast durchweg wurde die Streikparole von der Arbeiterschaft befolgt. Einzelne Autodroschken, die sich in Warschau nicht am Streik beteiligt hatten, wurden von Demon­stranten umgestürzt.

In Buenos Aires, wo fast vollständige Ver­kehrsruhe herrschte, veranstalteten die Marxisten einen großen Umzug, in dem Lenin- und Stalin- bilder mitgeführt wurden. In der Provinz Buenos Aires überfielen Banditen einen Personenzug und steckten ihn in Brand. Man nimmt an, daß es sich um ein anarchistisches Attentat handelt. In Montevideo und Asuncion verliefen die Maifeiern in Ruhe Der Staatspräsident von Para­guay, Oberst Franco, erklärte in einer Rede, daß seine Regierung nicht kommunistisch sei. Es handele sich um eine nationale Regierung, dieexo­tische Thesen" ablehne. Befürchtungen bezüglich bolschewistischer Einmischung seien unbegründet. Kapital und Industrie sollen nicht vernichtet, jedoch verstaatlicht werden.

In Lille kam es während der Kundgebungen zu Zwischensällen. Etwa 50 Kommunisten schlugen sämtliche Schaufensterscheiben eines Geschäfts ein. Eine andere Gruppe verhinderte die Abfahrt von Autobussen einer Privatgesellschaft. Versuche, dem Personal eines großen Kaufhauses die Arbeitsauf­nahme unmöglich zu machen, scheiterten. Die Liefe­rung von Gas und Elektrizität wurde nicht gestört. Dagegen konnten in dem ganzen Gebiet von Lille- Roubaix-Tourcoing die öffentlichen Ver­kehrsmittel nicht in Betrieb genom­men werden, da die Angestellten nicht arbeiteten. Marxistische Haufen machten einen Umzug zum Rathaus, wo der Bürgermeister eine Rede hielt.

In Spanien ist es an verschiedenen Orten zu Ausschreitungen gekommen. In Mairena del Al- cor wurde der Ortsgeistliche aus seiner Wohnung herausgeholt und zur Teilnahme an dem roten Um­zug gezwungen. Die Marxisten verlangten ferner von ihm die Herausgabe der Kirchenschlüssel, beleg­ten daraufhin das Gotteshausfeierlich" mit Be­schlag und verwandelten es in eine pro­letarische K a m p f st ä t t e. In der Provinz Sevilla nahmen 16 Familien eigenmächtig eine Reihe von Bauernhöfen in Besitz, um sie auf eigene Rechnung $u bewirtschaften. In Cuenca wurde das Parteibüro der katholischen Volksaktion von einer Horde Marxisten überfallen: diese ver­nichteten sämtliche Unterlagen für die Landtags­wahlen, schleppten die Möbel auf die Straße und zündeten sie an. In Gandia wurde die Kirche g e st ü r m t und auf dem Turm eine rote Fahne gehißt. In Cullera schleppte der Marxistsnmob

Die Pariser Morgenblätter bringen ausführ­liche Berichte, meist auch mit Lichtbildern, über den Verlauf des l.Mai in Berlin und in Deutschland. Die Rede des Führers wird in langen Auszügen wiedergegeben. Eigene Stellungnahmen finden sich jedoch fast nicht. DasQ u o t i d i e n" ist das ein­zige Blatt, das auf die Ausführungen des Führers im Lustgarten eingeht. Das Blatt schreibt, daß eine offene Aussprache zwischen Frank­reich und Deutschland zu gegebener Zeit vielleicht ein Unglück verhüten könnte. Wenn es sich um das Leben von Millionen handle, so fragt das Blatt weiter, bestehe da nicht g e - radezu die Pflicht zu einer solchen Aus­sprache? Habe man nicht die Pflicht, die Gelegen­heit zu einer Aussprache wahrzunehmen, statt sich gegenseitig anzuklagen? Welch schreckliche Verant­wortung laste auf allen denen, die das Mißver­ständnis zu einer unüberbrückbaren Kluft machten.

Die meisten norditalienischen'Blätter geben ausführliche Schilderungen von der Feier des 1. Mai in Deutschland und veröffentlichen die wich­tigsten Stellen aus den Reden des Führers. Der (Sortiere della Sera" hebt hervor, daß Hitler den

sämtliche Heiligenbilder und Statuen auf die Straße und verbrannte sie unter dem Beifall der Menge. In Titulcia gab es bei einem Kampf zwi­schen politischen Gegnern mehrere Verletzte.

Italienischer Durchbruch an der Güdfront.

Graziani meldet schwere Niederlage des Dedschas Nasibu.

Rom, 30. April. (DNB.) Der Heeresbericht Marschall Badoglis besagt u. a.:Die gewaltige Verteidigungslinie von Sassabaneh und B u l l a l e, die, von belgischen und türkischen Ofsizieren entworfen und erbaut, von den abessini­schen Truppen des Dedschas N a s s i b u hartnäckig und tapfer verteidigt wurde, ist von den Truppen des Generals Graziani im Sturm genommen worden. Sassabaneh und Bullale wurden besetzt. Die Armee des Dedschas Nassibu flutet auf dem Karawanenweg nach Dschidschiga zurück. Die Vortrupps unserer drei Abteilungen haben gemeinsam D a g a b u r besetzt. Die Ver­folgung dauert trotz der ständig ungünstigen Wetter- Verhältnisse und des Steigens der Flüsse an. Der Gegner hat mehr als 5000 Mann verloren. Unsere Verluste betragen vom 14. bis zum 30. April: 50 Offiziere sowie 1800 Mannschaften.

Nie Beisetzung König Fuads.

Kairo, 30. April. (DNB.) Am Donnerstagvor­mittag wurden die sterblichen Ueberreste des Königs Fuad unter größter Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. Unmittelbar hinter dem Sarge chritten die Vertreter des Thronfolgers, Prinz Mo­hamed Als und Ministerpräsident Ali Mäher Pascha. Es folgten die Prinzen des königlichen Hauses und die Kabinettsmitglieder, die Sonderbotschafter von Deutschland, Italien, Frankreich, den Ver­einigten Staaten, Belgien und der Türkei sowie der britische Oberkommissar in Aegypten.

Zwei Stunden dauerte es, bis der Sarg die Rifai- Moschee erreichte. Auf dem weiten Wege beglei­tete eine unübersehbare Menschenmenge mit lauten Totenklagen den König, wie es Landessitte ist. Alle Fenster, Dächer und Balkone der Häuser, an denen der Trauerzug vorbeiging, waren dicht besetzt. Die Straßen säumten Militär und Polizei.

König Faruk ist am Donnerstag von London nach Aegypten abgereist. Als Vertreter des Königs von England hatte sich auf dem Bahnhof ein Bruder, der Herzog von Kent, eingefunden. Auch der englische Außenminister war zugegen, um persönlich von dem jungen König Abschied zu neh­men. In Dover bildete eine Ehrenwache des Hoch- länder-Regiments Spalier. Der König begab sich an Bord des französischen DampfersCote d'Azur", der bis Calais von zwei englischen Zerstörern begleitet wird.

Das Staatsvetteidigungsgeseh in praa.

P r a g, 30. April. (DNB.) Das Abgeordnetenhaus hat die Novelle zum Republikschutzgesetz (Spionage­gesetz) und das Gesetz über die Staatsoertei- digung verabschiedet. Für die Gesetze stimmte die ganze Koalition und von den Oppositions­parteien die Slowakische Volkspartei, die Natio­nale Vereinigung, die Faschisten und die deutschen Christlich-Sozialen, für einen Teil des Staatsver­teidigungsgesetzes, soweit es Maßnahmen während eines, Krieges betrifft, auch die Sudetendeutsche Partei. Die Vertreter der ungarischen Christlich-So­zialen, die ungarische Nationalpartei und die Zipser Deutschen waren nicht erschienen.

Leider sind die Bemühigungen der Sudetendeutschen, dem Gesetz die Giftzähne auszubrechen, erfolglos geblieben. Damit hat sich das Parlament einfach über die Stellungnahme seiner stärksten Partei hin­weggesetzt.

Es war bemerkenswert, daß der Verteidigungs­minister Machnik, der das Gesetz sogar als dring­lich (?) bezeichnete, feststellte, daß der Völkerbund zur Verhinderung von Angriffskriegen unfähig ist. So recht der Minister damit hat, so ergibt sich doch die Frage, gegen welchen angeblichen kriege­rischen Gegner die Tschechoslowakei plötzlich ein so dringliches Sondergesetz durchpeitschen muß nach­dem sie sich, getreu dem Vorbild Frankreichs und auf dessen Geheiß, mit dem Bolschewismus verbündet und sogar seine militärischen Ver­treter ins Land geholt hat. Der Minister teilte mit, die ersten Maßnahmen würden in den Grenz­gebieten getroffen werden die Notleidenden werden also wieder einmal in erster Linie die Su­detendeutschen sein. Diese forderten in ihren Anträgen Maßnahmen zur Verhinderung noch grö­ßerer Arbeitslosigkeit im sudetendeutschen Hunger­gebiet, falls etwa sogenannte lebenswichtige Be­triebe aus den Grenzgebieten ins Innere verlegt werden sollten: das Gesetz bietet jede Möglichkeit, weitere deutschsprachige Arbeiter brotlos zu machen. Weiter forderten sie Kerkerstrafen für Mißbrauch des Gesetzes mit dem Ziel der Entnationalisierung der Minderheiten, Schutz der verfassungsmäßigen Rechte aller Staatsbürger bei Durchführung des Gesetzes und einen befonberen Ueberwachungsaus- jchuß.

Friedenswillen des deutschen Volkes erneut bekräftigt habe. Die TurinerStampa" stellt Hit­lers Protest gegen die Verleumdung Deutschlands in den Voroergrund ihrer Betrachtungen. In Schlagzeilen-Ueberschrift stellt dieGazzetta del Popolo" fest, daß der Führer erklärt habe, keine Aktion" gegen Oesterreich zu unternehmen.

Die Londoner Morgenblätter berichten aus­führlich über die Festlichkeiten am Nationalfeiertag des deutschen Volkes. Große Beachtung wird der Rede des Führers im Lustgarten gewidmet. Be­sonders werden die Ausführungen des Führers her­vorgehoben, in denen er die Behauptungen von einem bevorstehenden deutschen Angriff auf Oester­reich oder die Tschechoslowakei Lügen straft.Daily Telegraph schreibt, Hitler bestätigte von neuem den Wunsch Deutschlands nach Frieden und betonte, daß Deutschland keine Einmischung des Auslandes in seine inneren Angelegenheiten dulden werde. Seine Fahrt nach dem Lustgarten habe einem Triumphzuge geglichen.News Chro- nicle" hebt hervor, daß der Führer sein Friedens­angebot verteidigt und die internationale Kriegs- clique angegriffen habe.

Das Miseverkehrsabkommen mit der Schweiz gekündigt.

Berlin, 30. April. (DNB.) In den letzten Wochen sind in Bern zwischen Vertretern der deut­schen Regierung und des Schweizerischen Bundes­rates Verhandlungen geführt worden, die ein dop­peltes Ziel verfolgen. Einmal sollten die Schwierig­keiten beseitigt werden, die in den vergangenen Monaten bei der Durchführung des Reise- verkehrsabkommens entstanden waren. Ferner sollte eine Grundlage für eine umfassende Neuregelung des gesamten Waren- und Zahlungs­verkehrs mit der Schweiz einschließlich des Reise­verkehrs gefunden werden. Diese Bemühungen ha­ben leider bisher zu keinem Erfolg geführt. Infolgedessen hat sich die deutsche Regierung ver­anlaßt gesehen, das Reiseverkehrsabkommen zum 30. Juni 1936 zu kündigen. Sie hat hierbei zum Ausdruck gebracht, daß die Kündigung nur vorsorglich erfolgt, und hat dem Schweizerischen Bundesrat vorgeschlagen, die Zwischenzeit bis zum 30. Juni zu Verhandlungen zu benutzen, um vom 1. Juli 1936 ab den gesamten Zahlungsverkehr zwi­schen Deutschland und der Schweiz, also den Waren­verkehr, den Kapitalverkehr und den Reiseverkehr, neu zu regeln.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Reichskanzler hat an Botschafter von Ribbentrop zur Vollendung seines 4 3. Lebensjahres folgendes Glück­wunschtelegramm gesandt:Lieber Herr von Ribbentrop! Zu Ihrem heutigen Geburtstag neh­men Sie meine aufrichtigsten Glückwünsche entgegen. In herzlicher Freundschaft Ihr Adolf Hitler."

Der Führer und Reichskanzler empfing den Pressechef der chinesischen Nationalregierung, Herrn Gesandten Dr. Tang L e a n g 1 i, der ihm im Auftrag des zur Zeit in Bad-Nauheim weilenden früheren chinesischen Ministerpräsidenten Wang Ching-wei dessen Lichtbild sowie ein kostbares Gemälde eines zeitgenössischen chinesischen Künstlers überreichte.

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Der Führer und Reichskanzler empfing den italienischen Landwirtschaftsminister Rossont in einer halbstündigen Unterredung, nachdem der Minister vorher den Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, den Reichsleiter Rosenberg und den Ministerpräsidenten Generaloberst Göring aufge­sucht hatte. Anschließend legte Minister Rosioni in Anwesenheit einer Abordnung des Berliner Fascio am Reichsehrenmal einen Lorbeerkranz mit den italienischen Farben nieder.

Der Führer und Reichskanzler hat den Generalforstmeister Dr. von Keuüell zum Staatssekretär ernannt. Staatssekretär von Keudell wird in den Dienstgeschäften des Reichs- forftamtes die seither als ständiger Stellvertreter des Reichsforstmeisters geführte amtliche Bezeich­nungG e n e r a l f o r st m e i st e r" weiter führen.

Der Beauftragte des Führers für die Überwa­chung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP, gibt bekannt: Angesichts auftretender Fragen teile ich mit, daß es n u r eine einzige Stelle für deutsche Vorge­schichte gibt und zwar die Abteilung Vorgeschichte in meiner Dienststelle, Leiter: Hauptstellenleiter Professor Dr. Hans R e i n e r t h.

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Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, spricht am Montag, 4. Mai, in der Zeit von 19.40 Uhr bis 20 Uhr über alle deutschen Sender zum Dankopfer der Nation.

Zwei Grazer Mittelschüler wurden, weil sie am Geburtstag des deutschen Reichskanzlers an­geblich nicht in ihrer Allteigskleidung zum Unterricht erschienen waren, von ihrer Anstalt ausgeschlossen.

In Danzig ist die für den Reiseverkehr geltende Freigrenze von 20 auf 50 Gulden erhöht worden. Im Hinblick darauf, daß die Währungs­lage der Freien Stadt Danzig sich im Laufe der letzten Monate günstig entwickelt hat.

Buntes Allerlei.

Was der Taucher erlebt.

Der erste Abstieg eines Tauchers ist ein merk­würdiges Erlebnis, das uns der englische Taucher Jack H e m i n g anschaulich schildert.Mit den schwer belasteten Füßen im Wasser", schreibt er, sinkt man rasch, und im ersten Augenblick hat man das sichere Gefühl, daß dieser Abstieg zu schnell vor sich geht, und zu nichts Gutem fuhren kann. Aber wenn man sich mit der Hand an der letzten Sprosse der Leiter hinabläßt, dann hat man plötzlich die Tragkraft der luftgefüllten Taucher­rüstung und gewinnt wieder Vertrauen. Man ver­gewissert sich, daß alles an dem Luftschlauch und der Signalleine in Ordnung ist. Man tastet in sei­nem Gürtel nach dem Messer und den anderen Werkzeugen, die man bei sich führt, und bann läßt man sich getrost sinken. Zunächst geht alles gut und glatt. Doch je mehr das Licht des Tages verblaßt und die Dämmerung einen umdrängt, je stärker das unheimliche Gefühl vollkommener Einsamkeit

auftritt, desto unsicherer fühlt man sich, ohne noch die körperlichen Veränderungen wahrzunehmen. Wenn man sich zu rasch herabfallen läßt, fühlt man vlötzlich den schweren Druck und muß die Ge­schwindigkeit wieder verringern. Ist man schließlich glücklich auf dem Meeresboden angelangt, dann fühlt man sich eine Minute ober auch länger ganz hilflos, als ob man bas Gewicht bes Universums allein tragen müßte. Aber diese lähmende Schwere weicht, und plötzlich empfindet man, wie sich die Muskeln den außergewöhnlichen Forderungen an­gepaßt haben, wie der Körper seine Bewegungs­freiheit wiedererlangt und nun geht man, wenn auch zunächst langsam, an die Arbeit. Das Licht von oben ist je nach der geographischen Lage sehr verschieden. An manchen Orten des Ostens bringt bas Tageslicht so hell herein, baß ber Taucher auch noch in ber größten Tiefe sehen kann. Aber in ben norbischen Gewässern herrscht eine unsichere und unheimliche Dämmerung. Im allgemeinen fyot der Taucher hier wenig zu fürchten, besonders in den nördlichen Breiten, wenn der Luftschlauch und die Sianalleine in Ordnung sind, aber in den öst­lichen Meeren fehlt es nicht an aufregenden Aben­teuern, von denen uns Taucher unter Wasser be­richtet haben. Einer fühlte sich plötzlich umhüllt von einer dicken gallertartigen Meeralae, die seinen Telephondraht abriß und seinen Luftschlauch zu­sammenpreßte. Er konnte sich erst nach einem furchtbaren, fast halbstündigen Kampf mit feinem Messer befreien, als er schon fast völlig erschöpft war. Als er die schaurige Masse von seinem Kopf weggescbnitten hatte, schloß sich die Alge an der verwundeten Stelle sofort wieder zusammen. Häu­figer werden Taucher von Tintenfischen angegrif­fen. Ein solches Untier preßte einen riesigen Fang­arm um den Taucher, bevor er noch die Gefahr wfannt hatte, so daß er seine Signalleine verlor. Er befreite sich mit dem Messer, wäre aber bei­nahe noch einmal von dem Untier gepackt worden, als er die Leine wiederzuerlangen suchte. Die größte Gefahr für den Taucher bilden wohl die Haifische; sie sind imstande, blitzschnell mit ihren scharfen Zähnen Telephondvaht, Luftschlauch und Signalleine zu zerstören und ben Mann in ben Meerestiefen in eine furchtbare Lage zu bringen.* Da« Schiff der Hochzeitsreisenden.-'

Während ber neue englische Luxusbampfer ber Cunarb-White-Star-Linie, bieQueen March" für seine erste große Reise über ben Atlantik ausgestattet wirb, füllen sich bie Listen, in denen sich die Reisen­den frühzeitig Plätze sichern. Ueberraschenderweise finden sich unter diesen Reiselustigen viele junae Ehe­paare, die auf ben Gebauten verfallen sind, ihre Hochzeitsreise auf berQueen Mary" zu machen; Tag um Tag finben sich neue Eheleute ein, so baß jetzt schon ber neue Dampfer ben NamenDas Schiff ber Hochzeitsreisenben" trägt. Allerbings müssen die jungen Ehepaare recht wohlhabenb sein, wenn sie sich eine solch teuere Reise gestatten können, bafür werben sie sich aber rühmen können, an einem großen Ereignis ber englischen Schiffahrt teilgehabt zu haben, womöglich an einem Kampf um bas Blaue Banb bes Ozeans.

Oie neue Michsautobahn- Sroßtankstelle in Betrieb.

Vettere Tankstellen In Frankfurt, Mannheim und Heidelberg geplant.

Lpd. Frankfurt a. M., 1. Mai. Am Nationa- len Feiertag des deutschen Volkes wurde die e r st e deutsche Reichsautobahn - Großtank­stelle an der Zubringerstraße bei Darmstadt dem Betrieb übergeben. Sie ist insofern von besonderer Bedeutung, als sie aus drei Richtungen kreuzungs­frei erreicht werden kann und somit gleichzeitig Ge­fahren für den Autofahrer ausschließt.

Wie Direktor P ü ck e l von ber Obersten Bau­leitung bei ber Abnahme ber Tankstelle erklärte, ist hier eine große Versuchstankstelle entstauben, bie wertvolle Erfahrungen liefern wirb beim Bau ber in Zukunft entstehenben Stellen in allen Teilen Deutschlcmbs. In ben inneren unb äußeren ringför­migen Tankstraßen können zu gleicher Zeit sechs Kraftfahrzeuge, sogar Lastzüge, aufgestellt unb be- bient werben. Sechs Zapfstellen, bie an brei Groß­tanks angeschlossen stnb, werben elektrisch betrieben unb sichern so gleichzeitig schnellste Abfertigung ber Kunben. Eine leichte Kontrolle burch ben Kunben ist burch ein Ziffernblatt gegeben, an bem zwei Zei­ger bie entnommene Menge anzeigen.

Im Tankhaus selbst ermöglicht eine kleine Werk­statt sofortige Reparaturen, während neben einem Aufenthaltsraum für ben Tankwärter demnächst ein Erfrischungsraum für den Kunden eingerichtet wird. Auck eine öffentliche Fernsprechstelle ist vorhanden. Waschräume und Toiletten für Damen und Herren, sowie ein kleiner Sanitätsraum mit Ruhebett ver­vollständigen bie Anlage.

So ist mit ber Schaffung blefer Tankstelle bem Autofahrer eine weitere Möglichkeit gegeben, ohne unnützen Aufenthalt feinen schnellen und sicheren Weg auf den Straßen des Führers fortzusetzen.

Im übrigen ist geplant, auch an der Ein- bzw. Ausfahrt von Mannheim unb Heibelberg, sowie an der Umgehungsstraße bei Frankfurt je eine Auto­bahntankstelle einzurichten.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

£. Dortelweil. Bezüglich der an Sie auszuzah­lenden 200 Mark können Sie einen Zahlungsbefehl gegen die Kinder Ihres Schwagers, vertreten durch Ihren Vater als gesetzlicher Vertreter, nehmen. Ihr Schwager kann die 6 Morgen Land nicht verkau­fen, da sie im Eigentum einer ungeteilten Erbenge­meinschaft stehen. Sie können daher in Vollmacht Ihrer Frau als Miterbin bei Gericht Antrag auf Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft stellen. Die Bestellung eines Rechtsbeistandes ist angesichts der Einfachheit der vorzunehmenden Rechtshand­lungen nicht notwendig. Sie müssen lediglich bet Stellung des Antrages auf Erbauseinandersetzung durch Vorlage eines Erbscheins die Erbeneigen- schäft Ihrer Frau nachweisen. Den Erbschein er­hält Ihre Frau auf Antrag und nach Vorlegung der notwendigen Unterlagen bei dem für den Wohn­ort Ihres verstorbenen Schwiegervaters zuständi­gen Amtsgerichts.

einfache Rechnu

ein für allemal die Schuhe putzt man mit Erdal