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Ein Volk -es Friedens und -er Arbeit.

Oer festliche Staatsakt im Berliner Lustgarten.

Der Lustgarten im Festschmuck.

Die heimlichen Bauten des alten Museums, des Doms und des Schlosses umspannen die Feierstätte auf drei Seiten, während die Spree die vierte ab­grenzt. Das mit dunkelrotem Sammet umkleidete Rednerpodium steht inmitten der großen Freitreppe des Museums. Vor dem Dom und der Spreeseite säumen die Tribünen bis zur Straße vor dem Schloß des Aufmarschfeld. Hohe Fahnenkulissen, deren schlanke Säulen goldene Hoheitszeichen tra­gen und im Hintergrund der mit goldbebänderten Girlanden geschmückte Schlüterbau des Schlosses vermitteln den Eindruck der Geschlossenheit. Stolz reckt sich 40 Meter hoch der herrliche Maibaum aus dem Warndt empor. Lorbeerumrankt trägt er das Hakenkreuz auf der Spitze. In 30 Meter Höhe hängt an mächtigen Goldbändern der 60 Zentner schwere Maikranz.

Um 10 Uhr beginnt der Einmarsch der Ehrenabordnung en in das gewaltige Recht­eck. Kurz nach 11 Uhr marschieren 17 Feldzeichen und 700 Fahnen, die der Deutschen Arbeitsfront mit frischen Maien geschmückt, aus dem Schlüterhof des Schlosses zur Freitreppe. Auf den Tribünen haben die Reichsregierung, das Führerkorps der Bewegung, die Generalität, fast das ganze diplomatische Korps mit dem Doyen, dem päpstlichen Nuntius Mfg. Or- senigo an der Spitze, die Arbeiterdelegierten und die Sieger des Reichsberufswettkampfes ihre Plätze eingenommen. Eine Stunde vor Beginn marschie­ren mit klingendem Spiel die Ehrenkompa­nien ein, an der Spitze die der Wehrmacht, ge­folgt vom Arbeitsdienst, einer Ehrenkompanie der Leibstandarte und dem Ehrensturm der SA., die die Reservebrigade 29 ausschließlich aus Trägern des Eisernen Kreuzes 1. Klasse gestellt hat. Als die vier Musikkorps der Wehrmacht unter der Leitung des Heeresmusikinspizienten Prof. Schmidt den Baden­weiler Marsch intonieren, der ankündigt, daß der Führer die Fahrt zum Lustgarten angetreten hat, zieht der Hirnryel die letzten Schleier fort, über­strahlt schönste Maiensonne ein farbensattes, unver­geßlich schönes Bild. Von der Feststraße her klingt fernes Brausen herüber und schwillt zu mächtigen Akkorden an.

Der Führer kommt.

Kommandos ertönen, die Musikkorps spielen den Präsentiermarsch. Dröhnender Jubel geleitet den Führer in den Lustgarten. Begleitet von Reichs­organisationsleiter Dr. Ley, Reichsminister Dr. Goebbels, dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Göring, Reichsführer SS. H i m m- l e r und seiner ständigen Begleitung, schreitet der der Führer die Front der Ehrenformationen ab. Als er die Freitreppe betritt, wiederholt sich der Jubelsturm, der von den Fanfaren unterbrochen wird, die den Beginn des Staatsaktes ankündigen. Reichsminister Dr. Goebbels nimmt das Wort:

Mein Führer! Ich entbiete Ihnen den Gruß der Reichshauptstadt. Zwei Millionen Berliner, Män­ner und Frauen, haben Ihnen bei der Anfahrt über die Triumphstraße ihre Huldigungen ent­gegengebracht. In diese Huldigung haben im ganzen Lande, in Stadt und Dorf, bis in die letzte kleinste Bauernhütte, die deutschen Menschen mit einge­stimmt. Es ist dieses ganze deutsche Volk, mein Führer, das Ihnen am 29. März seine Dankbarkeit, seine Treue, aber auch sein Vertrauen zum Ausdruck gebracht hat. Es ist das vierte Mal, mein Führer, daß Sie die Nation zum Nationalen Feiertaae am 1. Mai aufgerufen haben. Am 1. Mai 1933 war es ein Tag der Gläubigkeit. Am 1. Mai 1934 war es ein Tag der Willenskraft und Entschlossenheit, am 1. Mai 1935 war es ein Tag der wiedergewonnenen Frei­heit, und in diesem Jahre, mein Führer, ist es wie­der ein Tag der deutschen Ehre geworden. Sie haben der Nation die Grundlage eines neuen Lebens gegeben, eine Grundlage, die Sie mit dem ganzen Volke zusammen durch Arbeit und im Kampf gebaut und befestigt haben. Sie waren in diesen Jahren der Herold des Volkes, der Wegweiser der Nation. Jeder Arbei­ter, jeder Bauer und jeder Soldat hat Ihnen aus innerer Verpflichtung mit heißem Herzen beim Aus­bau des Landes geholfen. In diesem Glücksgefühl begehen wir am 1. Mai 1936 den Feiertag der Nation. Sie haben diesem Volke den inneren Frie­den wiedergegeben. Dieses Volk weiß, daß Sie, so Gott will, auch ein Wegbereiter des äußeren, des Weltfriedens, sein werden. Sie waren uns in diesen Jahren Vorbild im Mut und in der Arbeit. Es ist keine Phrase, wenn die Nation von Ihnen sagt, daß Sie ihr erster Ar­beiter sind, (Bravorufe.) Das danken 3hnen die Millionen in Zechen und Gruben und die Millionen hinter dem Pflug. In Treue und Vertrauen mit

Ihnen verbunden, wollen wir Ihnen am heutigen Festtag des Boltes ein starkes Gefühl mitgeben, das Sie mitnehmen sollen in die Arbeit des kommen­den Jahres deutschen Aufbaues. ~

In diesem Sinne, mein Führer, grüßen wir Sie mit unserem alten Kampfruf: Sieg-Heil, Sieg-Heil! Sieg-Heil!

In das Sieg-Heil auf den Führer fallen die Hunderttausende auf der Stätte der Kundgebung, aber auch die Millionen auf der Feststraße begei­stert ein.

Die große Rede des Führers.

Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen!

Wenn früher über deutsches Land der 1. Mai kam, dann begannen die Regierungen zu zittern: Welchen Aus gang wird wohl dieser Tag bringen?" Das war damals die bange Frage. Auf der einen Seite marschierte das sogenanntefreie revolutionäre Proletariat", und auf der anderen Seite, da behütete der Republik treuester Schirmherr die Oeffentlichkeit vor der Auswirkung dieser Frei­heit. Der Gummiknüppel stand bereit, der Freiheit die gebührende Form beizubringen und sie in Zaum zu halten. In der Novemberrepublik pflegten an die­sem Frühlingstage, am Tage der werdenden grü­nen Natur, die Menschen gegenseitig aufeinander einzuschlagen. Jeder 1. Mai brachte Tote und viele hundert Verletzte, und die Menschen waren froh, wenn er wieder vorbei war. Und wenn wir heute die Blicke außerhalb Deutschlands schweifen las­sen, dann kommt es uns vor, als wäre es dort auch jetzt noch nicht viel anders.

Als wir im Jahre 1933 zur Macht kamen, da be­fand sich in diesen Wochen das deutsche Volk mit­ten in einem gewaltigen Umbruch. Eine

Wenn wir entschlossen waren, diesen 1. TUai nunmehr für alle Zukunft zum nationalen Feiertag zu erheben, der dieser Gemeinschasts- leistung, der Arbeit unseres Volkes, gewidmet fein soll, dann wollten wir damit aber auch einmal für immer die Lüge zerstören, daß die­ser neue Staat etwa ein Staat gegen den Arbeiter sein würde. Wir waren vom ersten Tag an von der heiligen Ueberzeugung durchdrungen, daß das Deutschland der Zu­kunft entweder ein Deutschland wahr­hafter Volksgemeinschaft sein oder daß es vergehen werde. Wir wollten diesen neuen Staat aufbauen auf einer Zusam­menfassung aller der Willionen Wenschen, die durch ihre Arbeit, sei es mit der Stirn oder sei es mit der Faust, dieses Gemeinschaftsleben sicherstellen. Dieser Tag sollte allen zeigen, daß unser Regime nicht auf den Bajonetten, sondern in den herzen ruht, daß es im Volke lebt, aus dem Volke feine Kraft schöpft, daß es mit dem Volke marschiert und für dieses Volk handelt. (Jubelnde Beifalls- kundgebungen der Massen.) And wir wollten damit zugleich einen Appell über den Erfolg der Arbeit des Jahres und einen Aufruf für die Fortsetzung dieser Gemeinschastsleistung in der Zukunft verbinden.

Man mag die Frage vielleicht oft gehört haben: Warum machten sie dann eine Revolution? War das nicht auch auf anderen Wegen zu erreichen? Konnte man nicht auch mit den vorhandenen frü­heren Erscheinungen diese Probleme verwirk­lichen? Nein! Wir Deutsche sind in einer besonders ungünstigen und unglücklichen Lage in der Welt: Ein Volk von außerordentlichen Fähigkeiten, von großem Fleiß erfüllt, mit einer seltenen Tatkraft begabt, auf einem engen Lebensraum, leidend un­ter dem Mangel zahlreicher Rohstoffe und doch im ganzen erfüllt von dem Bedürfnis einer hohen Kultur und eines hohen Lebensstandards. Was heißt es, wenn wir in Deutschland bei unseren beengten Verhältnissen sieben Millionen Erwerbs­lose besitzen und nun daran gehen müssen, diese Zahl zu verringern, um endlich jedem deutschen Volksgenossen wieder Arbeit und Brot zu sichern? Was bedeutet dies gegenüber den Verhältnissen in anderen Ländern, in denen oft auf dem zwanzig­fachen Raum auch nicht mehr Menschen leben und die doch nicht in der Lage sind, diese selben Auf­gaben glücklich zu lösen, die wir nun einmal lösen müssen, weil sie uns gestellt sind?

Revolution ging über Deutschland, aber fie unter­schied sich von ähnlichen Vorgängen früherer Art durch die unerhörte Disziplin ihres Vor­gehens und ihres Ablaufs. Nicht wilde Haufen zo­gen damals durch die deutschen Straßen und ver­nichteten die Werke des Aufbaues unseres Volkes, zerstörten Häuser und Anlagen, plünderten die Ge­schäfte Nein! Aber obwohl Deutschland äußerlich ein Bild des tiefsten Friedens bot, vollzog sich doch im Innern die größte Umwälzung der deutschen Geschicht, eine Revolution, legali­siert durch das Vertrauen des Volkes, eine Revolu­tion, die eigentlich nur aufräumte, was an sich schon zerbrochen war. Sie hat dem deutschen Volk nicht eine neue Auffassung gebracht, sondern einer neuen Auffassung endgültig die allgemeine Anerkennung verschafft. In diesen damaligen Wochen des inneren Umbruches unseres Volkes entschlossen wir uns, als symbolischen Abschluß dieser nationaliozia- listischen Revolution d e n 1. M a i, der früher durch Jahrhunderte ein Feiertag war, Festtag der wer­denden Natur, nun ebenfalls zum Feierta g zu proklamieren. Wenn früher unsere marxistischen Re­gierungen es nicht fertiggebracht hatten, den von ihnen einst okkupierten Tag des 1. Mai zu einem wirklichen Festtag zu erheben, dann waren wir ent­schlossen, diesen Tag für alle Zeiten zum Tag der deutsch en Arbeit und damit zum Tag der deutschen Volksgemeinschaft zu machen. Denn dieser Tag war für uns ein Bekennt­nis zu jener Arbeit, die nicht bestehen kann auf dem Boden der Zerwürfnisse und des gegenseitigen Kampfes: Es gibt keine Gemeinschaftsleistung, Die sich nicht aufbaut auf einer allgemeinen friedlichen Achtung! Es gibt keine Gemeinschaftsleistung, die sich nicht aufbaut auf dem Respekt vor allen denen, die an dieser Gemeinschaftsleistung teilhaben!

Ich kann mich nicht bekennen zu jener These, die sagt: Wenn es eben nicht geht, dann geht es eben nicht. Rein! Es muß gehen! (Die Mas­sen geben ihrer Zustimmung stürmischen Aus­druck.) Aber eine Voraussetzung ist uns dabei vorgeschrieben: Es kann nicht gehen, wenn in Deutschland der Wille und der Lebenskampf unseres Volkes sich nach 40 und 50 Seiten hin zersplittern. Wenn schon die Rot so groß ist, daß der Verstand und die Tatkraft unzähliger Wenschen an ihrer Behebung ver­zweifeln, dann muh eine Rettung völlig aus­sichtslos sein, wenn die Ration nicht befähigt ist, zu einem Entschluß oder auch nur zu einer Auffassung, und damit zu einer Hand­lung und zu einer Tat zu kommen. Wenn man überhaupt die deutschen Aufgaben lösen wollte, dann war es notwendig, zunächst das deutsche Volk in eine Form zu bringen, die es gestattete, die Willionen Einzelwesen zu einer Einheit zu verschmelzen, ihren viel­gestaltigen auseinanderstrebenden Willen i n einen Willen zu verwandeln, die Tat­kraft von fo vielen Hunderttausenden und Wil­lionen in eine einzige geschlossene Handlung zu bringen. Rur so konnte man überhaupt daran denken, diese Aufgaben zu lösen, die uns das Schicksal gestellt hat.

Und es ist weiter notwendig, dem Volke selbst wieder die Ueberzeugung seines Wertes beizubringen. Solange jeder nur sich sieht, solange lebt er nur in der begrenzten Tatkraft seiner eige­nen Persönlichkeit. Es ist notwendig, in jedem Einzelnen die Ueberzeugung lebendig werden zu lassen: Du stehst nicht allein, du brauchst an diese Probleme nicht mit deiner Tatkraft, nicht mit deinem Willen allein heranzutreten. Nein! Blicke um dich! Du bist nur ein Teil von Millio­nen. Dein Wille ist nur ein Wille von Millionen anderen Willen. Und wenn du mit deinem Willen glaubst an einer Aufgabe verzagen zu müssen, dann erkenne: Gewaltiger als dein Wie ist der Wille aller derer, die nun hier stehen! Diese Gemeinschaft wird Fragen lösen, an denen du sicherlich verzagen und verzweifeln würdest oder scheitern müßtest; aber bie Gemeinschaft, sie wird dieser Probleme Herr werden! (Brausende Stürme der Zustimmung.)

Es war notwendig, dem deutschen Volke jenes große Gefühl der Gemeinschaft zu geben: So wie der einzelne Soldat nichts ist, aber alles im Rah­men seiner Kompanie, seines Bataillons, feines

Regiments, seiner Division und damit im Rahmen der Armee, so ist auch der einzelne Volksgenosse nichts, aber alles im Rahmen der Volks, gemein schäft. Hier wird plötzlich aus dem schwachen Willen von 60 Millionen einzelnen ein gigantischer, gewaltiger ,zusammengeballter Wille aller. (Jubelnde Beifallskundgebungen.) Das muß jeden Volksgenossen sichtbar werden, und deshalb hat auch unsere Bewegung dieses ganze besondere Gepräge bekommen. Deshalb diese Massenkund­gebungen, diese Massendemonstrationen, diese Gene­ralappelle der Nation.

Es muß jeder in einer solchen Stunde tief­innerlich durchdrungen fein von dem Gefühl: Jetzt stehe nicht ich dem deutschen Schicksal gegenüber, sondern eine Willionen- a r m e e ist angetreten! Ich bin ein Teil von ihr, einzeln mögen wir vielleicht schwach sein, z u s a m m e n g e n o m m e n sind wir un­zerbrechlich! (Die Wassen geben diesen Worten des Führers brausenden Widerhall.) D e s h a l b ist es notwendig, die E i n h e i t als die Voraussetzung anzusehen für die Behebung unserer Röte, für die Ueberwindung unserer Schwächen und damit für die erfolgreiche Durchführung des deutschen Lebenskampfes. Deshalb ist es notwendig, eine unermeßliche Konzentration des Willens unseres Volkes herbeizuführen, diesem konzentrierten Willen die großen Lebensaufgaben zu zeigen und an diese Aufgaben und Projekte heranzutreten mit einem Entschluß und mit einer Tat.

Glauben Sie, meine Volksgenossen, was soll denn der genialste Mensch auf dieser Welt tun, wenn er zur Verwirklichung seiner Pläne nicht die notwen­digen Instrumente besitzt. Dies können nur Toren denken, die glauben, ein Mensch kann alles. Jawohl, rTämlid) bann, wenn es ihm gelingt, alle für sich zu erobern! Wenn ihm die Vorsehung die Kraft gibt, in seinem Willen ein Volk z u ver­einen, wenn ihm die Vorsehung die Fähigkeit gibt, in seinem Sinn ein Volk denken zu lassen, dann kann er Gewaltiges auf dieser Welt voll­bringen! Immer aber ist die Voraussetzung für den Erfolg seines Handelns die hinter ihm stehende or- ganisierte Gemeinschaft. Genau so, wie der­jenige ein Narr ist, der glaubt, ein Feldherr könne Schlachten schlagen dank seines Genies ohne eine entsprechende Armee! So wie der Feldherr nicht zu trennen ist von seinen Soldaten, so kann der Politiker nicht getrennt werden von seinen Volks­genossen, von der Bewegung, die ihn trägt, vow den Menschen, mit denen er seine Pläne zu ver-" wirklichen gedenkt. Mag er tausendmal überzeugt sein von der Fähigkeit seines Genies und seinen Einfällen: er wird nichts verwirklichen können, wenn es ihm nicht gelingt, bewußt oder unbewußt die Millionen zu Gehilfen seines Han­delns zu erziehen und sie in seinem Sinne denken zu lehren. Erst mit einer neuen starken Gemein­schaft der Nation konnte man dann darangehen,' bie großen Probleme, bie uns im Innern gestellt sind, zu lösen.

Unb Sie alle, die Sie heute hier stehen, sind Mit­arbeiter an der Lösung dieser Probleme. Mögen Sie nun hinter dem Pflug einhergehen, irgendwo in einer kleinen Werkstatt arbeiten, in einer gewaltigen Fabrik, in einem Kontor, in einem Büro, es ist einerlei: UeberaU sind sieMitarbeiteranbie- f e n großen Gemeinschaftsaufgaben!

Unb wenn mancher bie Frage erhebt: Warum stellen Sie bie Aufgaben so groß? Weil ich glaube, baß man ein großes Volk nur dann mit einem feiner würdigen Lebenssinn erfüllen kann, wenn man ihm auch große Aufgaben stellt! (Tosende Zustimmungskunbgebungen der Massen.) Die Män­ner, die vor Jahrtausenden einem Volk bie Aufgabe stellten, Pyramiden zu bauen, bie wußten, warum sie es taten. Sie haben an biefen gewal­tigen Gemeinschaftsleistungen 4000 Jahre mensch­licher Kultur aufgerichtet!

Unb wenn wir heute gewaltige Gemeinfchafts- aufgaben stellen, bann wissen wir auch, warum wir es tun! Rur bie große Gemein­schaftsaufgabe kann ein Volk zu einem Ge­meinschaftssinn erziehen. Sie allein kann einem Volk auch bie letzte innere Vefriebigung gewähren. Es muß ber einzelne über seinem hauple bie Wonumente ber Gemeinschaftsarbeit sehen, bamit er nicht wurzellos wirb unb schwan- fenb wie ein Rohr im Winbe. Diese Gemein­schaftsaufgaben, sie finb große, weil bewußt groß gestellt, sie finb schwere, aber fie finb schöne Auf­gaben. Sie können nur erfüllt werben, wenn bas ganze Volk einig unb geschlossen ist.

Zur Erfüllung biefer Aufgaben ober benötigen wir ben inneren Frieben unseres Volkes. Unb wir er- ziehen es baher in biesern Sinne. Wir haben alles beseitigt, was an Klassenkampf auch nur erinnern könnte. Unb wenn von rechts ober links die rudi­mentären Ueberreste der Vergangenheit oft an uns

Große Gemeinschastsansgaben erziehen ein Volk zum Gemeinschastssmn.

Der große Staatsakt im Lustgarten, Links der bsi seiner AMrache» = tScherl°W>-

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