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ses, die Patinakuppeln des Domes und der Fries des Museumsbaues waren in magisches Licht ge­taucht. Wuchtig, von mehreren Scheinwerfern an­gestrahlt, strebt der riesige Maibaum in den abend­lichen Himmel, große Schatten werfend auf das im Halbdunkel liegende Schloß.

Kurz nach 10 Uhr hallt über den Lustgarten das Kommando:Präsentiert das Gewehr!". General­oberst Göring schreitet die Fronten ab. Das wuchtige Dröhnen der Kesselpauke, die Klänge des Präsentiermarsches werden fast übertönt von dem Jubel der Tausende, die diesem abendlichen Schau­spiel beiwohnen.

Dann spricht in seiner markanten, mitreißenden Art Ministerpräsident Generaloberst Göring. Nach­dem der Beifall verrauscht war, ertönte das Kom­mando zum Großen Zapfenstreich der Wehrmacht, ein eindrucksvoller Abschluß für diesen ereignisreichen Tag. Noch einmal huschen die Schein­werfer über den Wald von Fahnen zwischen den Säulen des Museums, noch einmal steigen aus Tausenden von Kehlen die Nationalhymnen zum Himmel. Dann hüllt sich der Lustgarten langsam in Dunkel, weithin sichtbar bleibt der deutsche Baum aus dem Warndt, an dem die Fahnen des Dritten Reiches flattern und die goldenen Bänder vom Nachtwind bewegt werden.

Oie Maifeier der Re'chskulturkammer.

Am Abend des Nationalen Feiertages des deut­schen Volkes trafen die Angehörigen der Reichskul­turkammer auf Einladung ihres Präsidenten, Reichsminister Dr. Goebbels, in dem herrlich ausgeschmückten Festsaal von Kroll zu einer öffentlichen Maifeier zusammen, die die gesamte Ge­folgschaft mit den gleichfalls geladenen Ärbeiterdele- gierten aus dem Reich und den Reichsberufswett­kampfsiegern in einer einzigen großen Kamerad­schaft und Gesinnungsgemeinschaft vereinigte. So wie hier fanden zu gleicher Zeit in der Reichshaupt­stadt, wenn auch meist in kleinerem Umfange, etwa tausend Betriebsfeiern statt. Außer dem Reichsminister sah man die Präsidenten der Schrift­tums-, Musik- und Filmkammer, die Reichskultur- walter Hinkel, Moraller und Schmidt-Leonhardt, ferner den Dichter Gerhart Schumann und den Komponisten Franz Philipp, sowie zahlreiche andere bekannte Persönlichkeiten von Theater, Schrifttum, Kritik und Film.

Oie Feiern der Ausländsdeutschen.

Berlin, 2. Mai. (DNB.) Der Nationale Feier­tag des deutschen Volkes ist nicht nur ein Tag der Freude und der Gemeinschaft für alle Volksgenossen im Reich, er ist auch für die Deutschen im Ausland ein gemeinsamer Feiertag geworden. Dieser Tag gibt ihnen Gelegenheit, das Gefühl der Verbundenheit und der Zusammengehörigkeit mit der Heimat zu stärken und zu beweisen. Von den 517 Ortsgruppen der Auslandorganisation der NSDAP, wurden überall in der Welt, wo Deutsche leben, Feiern veranstaltet. 50 führende Män­ner der Bewegung sprachen auf rund 180 Veranstaltungen der reichsdeutschen Kolonien im europäischen Ausland.

Kunst und Wissenschaft.

Der Lileralurpreis der Stadl Berlin verliehen.

Zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes am 1. Mai 1936 wurde erstmalig der im Jahre 1935 geschaffene L i t e r a t u r p r e i s der Haupt st a d t Berlin verliehen. Das Kura­torium des Literaturpreises hat den Preis folgen­den Werken zuerkannt: Einen Preis von 5000 Mk. für den RomanH a s k o" von Martin L u s e r k e, einen Preis von 3000 Mark für den Roman M o n t Royal" von Werner Beumelburg, und einen Preis von 2000 Mk. für die Gedicht­sammlungD a s f e st l i ch e Wort" von Rudolf Paulsen.

Elmendorffs Nachfolger: Generalmusikdirektor Karl Fischer, Mainz.

Generalmusikdirektor Karl Fischer, der zur Zeit das musikalische Leben in Mainz leitet, routbe zum Nachfolger des nach Mannheim berufenen Generalmusikdirektors Karl Elmendorfs an das Deutsche Theater in Wiesbaden verpflichtet.

Wetterbericht

des Reichswelterdienstes. Ausgabeork Frankfurt.

Der Schwerpunkt des ausgedehnten Hochdruck­gebietes verlagert sich von Großbritannien nach Skandinavien. Damit ist auch für uns fortschreitende Witterungsbesserung zu erwarten, die sich aber nur ganz allmählich durchsetzen wird.

Aussichten für Sonntag: Morgens viel­fach dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und tags­über wieder etwas wärmer, im wesentlichen trocken, nordöstliche Winde.

Aussichten für Montag: Voraussichtlich weiter fortschreitende Witterungsbesserung und Er­wärmung.

Lufttemperaturen am 1. Mai: mittags 13,1 Grad Celsius, abends 10,6 Grad; am 2. Mai: morgens 8,3 Grad. Maximum 14 Grad, Minimum heute nacht 7,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Mai: abends 11,5 Grad; am 2. Mai: morgens 9,6 Grad. Sonnenscheindauer 4,7 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort­lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III. 36: 10 270. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. upb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

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Grenzen geblieben, wir haben den anderen dutzendmal die Hand entgegengehalten Was will man dann noch mehr?

In diesen 3V< Jahren ist das deutsche Volk im innern stark und fest geworden. Allein es hat seine Festigkeit nie mißbraucht, um vielleicht einen anderen zu bedrohen. Im Gegenteil: Wir haben in diesen 3V4 Jahren versucht, diese Festigkeit als einen Faktor der Stabilität in das europäische Leben einzufügen. Wenn das anderen nicht gefällt was können dann wir dafür? Wir erlebten es ja in diesen Wochen. Vor ganz kurzer Zeit haben wir der Welt ein großes Ange- b o t gemacht. Nicht von einigen Juristen und Advo­katen ausgeklügelt, sondern vom gesunden Men­schenverstand, einfach und klar. Wenn man will, kann man Europa damit die Innere Ruhe und das

Gefühl der Sicherheit geben.

Aber was erleben wir? Im selben Augenblick, in dem wir ohne Rücksicht aus Vergangenheit oder Gegenwart uns bereit erklären, allen Völkern die Hand entgegenzustrecken, Verträge mit ihnen ab­zuschließen, im selben Augenblick sehen mir schon wieder eine neue Hetze a u s b r e ch e n. (Stürmische Pfuirufe.) Wieder verbreitet man Lügen Deutschland würde morgen oder übermorgen in Oesterreich einfallen. (Pfuirufe und Gelach­ter der Massen.) Ich frage mich: Wer sind denn eigentlich diese Elemente, die keine Ruhe keinen Frieden und Verständigung haben wollen, die fortgesetzt ^tzen und Mißtrauen säen müssen, wer sind sie eigentlich? (Stürmische« viel- tausendstimmige Zurufe: Die Juden!) Ich weiß (stürmischer, minutenlanger^Beifall^Jch^weiß^es^

Wir haben in diesen drei Jahren nichts ge­tan, was irgendeinem anderen Volke Leid hätte zufügen können, keinen Schritt vollzogen, der irgend jemanden weh tun konnte. Wir Haden nach nichts die Hand ausge ft reckt, nicht gehört. Wir sind in unseren i geblieben, wir haben den anderen

herantreten, und halb zweifelnd, halb zögernd, uns fragen: Ja, soll das wirklich glauben Sie __

vollkommen gelingen, werden Sie das Wunder ser- tigbrmgen alle diese Differenzen wirklich zu besei- kigen? Dann antworte ich: Das Wunder mein ueber Freund das uns gelungen ist seit dem Jahre 1919 bis heute, das ist w e i t größer als das Wunder das noch zu erfüllen wir uns vorqenom- men haben! (Begeisterte Jubelstürme.)

Damals, da stand ich auch an einem Tag hier an diesem Platz, da drüben an dieser Terrasse und da waren wilde Hausen hier mit roten Fahnen, die einen mit Sichel und Hammer und die anderen ohne sie. Und sie diskutierten und brüllten und schrien und boten insgesamt ein bejammernswürdiges Bild des deutschen Arbeiters. Damals stand ich, ein Unerkann­ter und Unbekannter, ein Namenloser dort. Und heute stehe ich hier!! (Unbeschreiblicher Jubel schlagt dem Führer bei diesen Worten entgegen.)

Wer will zweifeln oder wer will bestreiten, daß dies ein wunderbarer und gewaltiger Weg i st. Wer will bestreiten, daß dieses Bild von letzt, diese Ordnung und diese Ausrichtung etwas a n d e r es sind als das wilde turbulente Getriebe und Geschrei von damals? Und wenn ich so sei en- fest auf die Erfüllung der uns gestellten Aufgabe baue, dann weise ich auf unsere deutsche I u- gend hin. Denn: Wenn es uns gelungen ist, diese Ausrichtung fertigzubringen an Menschen, die vor­her schon m Unordnung geraten waren, dann wird es uns um so leichter gelingen, eine Jugend in Ordnung zu halten, die diese Unordnung nicht mehr kennenlernt. (Erneute brausende Kundgebungen.)

Wir werden den Geist der Aussöhnung und der Verständigung in unserem Volke niemals mehr ein­schlummern lassen. Eine neue Führergene- ration wächst heran. Es soll sich keiner täu­schen. Wenn wir einmal vom Schicksal von dieser irdischen Bühne weggenommen werden, dann wer­den andere, jüngere an unsere Stelle treten, und es wird niemals mehr in Deutschland diese Regen- schirmpolitiker der Vergangenheit geben. Ein har­tes Geschlecht ziehen wir heran. Was wir im Kampf erprobten, das werden sie fortsetzen. (Be­geisterte Zustimmung der Massen.)

Wenn wir diese gewaltigen Aufgaben im Innern unseres Reiches anpacken in der lieber- zeugung, daß der Friedeimvolke dafür die Voraussetzung ist, dann ist das wissen wir in gräßerm Sinne auch der Friede nach außen notwendig zur Erfüllung dieser Ideale. Wir versprechen uns nichts von einem Europa, das dem Irrsinn gegenseitiger haßer­füllter Angriffe ausgesetzt ist oder verfällt. Weil wir gewaltige Pläne besitzen, weil wir uns große Aufgaben gestellt haben, wollen wir den Frieden bewahren. Das kann so mancher kleine Politikaster in anderen Län­dern gar nicht begreifen. Wir sind nicht eine kurbulente Masse, in der jeder tut und tun kann, was er will. Wir hqben unser Volk ausge- richtet nach großen Gemeinschaftsleistungen, wir haben uns große Ziele gefetzt, und wir können den anderen nur sagen: kommt uns da­bei nicht in die Quere, laßkuns in Ruhe! (Langanhaltende stürmische Beifallskundgebun­gen der Massen.) Wir sind mit unseren inneren Schwierigkeiten selbst fertig geworden, ohne ein anderes Volk in Mitleidenschaft zu ziehen. Wer­det ihr mit den euren gefälligst auch selbst fer­tig und versucht nicht, andere in eure Händel hineinzubringen. (Erneute Beifallsstürme.)

Wir haben es nicht notwendig in Deutschland und ich kann das gerade an diesem Tage vor euch, meine Volksgenossen, sagen: Ich habe es nicht not­wendig, mir durch irgendeinen Ruhrnesakt, der Millionen Tote im Gefolge hat, bei meinem Volk Achtung und Respekt zu verschaffen. Die habe ich auch ohnedem! (Tosender, minutenlang anhaltender Jubel und stürmische Heilrufe begleiten diesen Satz.) Ich stehe nicht auf schwankendem Boden, ich brauche nicht Millionen von unserem Volk zur Schlachtbank zu führen, damit Millionen andere vielleicht an mich glauben! (Die Kundgebun­gen der Massen setzen sich fort.)

sind nicht die Millionen, die zu den Waffen greifen müßten, wenn diesen Hetzern ihre Absich­ten gelingen würden. Sie sind es nicht! Bei keinem Volk! Es ist ein kleiner Interessenten- klunge!, ein internationaler, der davon lebt, die anderen Völker durcheinander zu hetzen. Wir ken­nen diese Genossen aus unserem eigenen Lande, und wir sehen ihre Spuren zwischen allen Völkern. Um so notwendiger aber ist es, daß wir erst recht und gerade deshalb an unserer Einheit und Ge­schlossenheit hängen.

Die ist es heule schön in Deutschland, ein Volk zu haben, das stall mil dem Gummi­knüppel regiert zu werden, s i ch s e l b st f ü h r t, selbst ordnet und selbst leitet. Wie ist es schön heute, bei uns ein Volk zu haben, das sich nicht bemüht, sich gegenseitig das Leben schwer und sauer zu machen, sondern das beginnt, mehr und mehr Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wir sind so glücklich, in diesem Volke leben zu können, und ich bin stolz darauf, euer Führer sein zu dürfen. So stolz, daß ich mir das nicht vorslellen kann, was auf der Welt mir dies zu ersehen vermöchte. Lieber, tausendmal lieber unter euch der letzte Volksgenosse, als irgend­wo anders ein König! (Nicht endenwollender Jubel brandet dem Führer entgegen.) Und dieser Stolz erfüllt mich besonders gerade am heutigen Tage. Als ich vorhin durch diese langen Straßen fuhr und links und rechts diese Hunderltausende und Millionen von Volksgenossen sah aus allen Betrieben und Werkstätten, aus unfern Fabriken und Kontoren, da ist mir das Herz so recht auf­gegangen, da habe ich so recht gefühlt: Das ist unser Deutschland! Das ist unser Volk, unser herrliches deutsches Volk und unser liebes

Deutsches Reich! (Minutenlang jubelnde Be­wegung.)

In dieser Stunde, so glaube ich, können wir nur den Wunsch haben: Möchten die anderen Völ­ker nur einen Blick hierherein werfen, möchten sie nur dieses Volk des Friedens und der Arbeit sehen, dann glaube ich, würden sie die Hetzer nehmen und von sich weisen! (Brausende Zustimmungskundgebungen.) Dann würden sie ver­stehen und begreifen, warum diese Höch st e na­tionale Gemeinschaft zugleich der Höch st e Garant einer wahrhaften europäi­schen Ordnung und damit einer wirklichen menschlichen Kultur und Zivilisation ist und sein wird.

So bitte ich Sie denn in dieser Stunde, die Her­zen zusammenzunehmen und den Geist zurückblicken zu lassen in die Vergangenheit und dann mitzu­empfinden das Glück, das uns dadurch geworden ist, daß wir wieder zurückgefunden haben zu einer Gemeinschaft, zu einem Volk. Und diesem Volke wollen wir uns als verschworen er­klären an diesem 1. Mai der Arbeit und der Volks­gemeinschaft mit unserem alten Bekenntnis: Unser deutsches Volk und unser Deutsches Reich Sieg Heil!

Eine ungeheure Welle der Begeisterung brandet empor aus den Hunderttausenden und schlägt dem Führer bei seinen Schlußworten entgegen. Noch in die Heil-Rufe hinein intonieren die Musikkorps die Lieder der Nation, die von allen entblößten Hauptes und mit erhobener Rechten dankerfüllt ge­sungen werden. Dann tritt Dr. Ley an das Mikro­phon und schließt die einzigartige Kundgebung mit den Worten:Deutschland ist Adolf Hitler und Adolf Hitler ist Deutschland." Adolf Hitler Sieg-Heil! Der grenzenlose Jubel, der sich nun erhebt, begleitet den Führer, solange er an der feier­lichen Stätte zu sehen ist.

©äffe des Führers.

Empfang der deutschen Arbeiterabordnungen und der Sieger im Reichsberufswettkampf.

Berlin, 1. Mai. (DNB.) Die Ar beiter­delegierten aus allen deutschen Gauen und die Reichs sieger und Reichssiege­rinnen des Reichsberufswettkampfes, dazu die Träger des Nationalen Buch- und Filmpreises wurden am Nachmittag des 1. Mai imHaus des Reichspräsidenten" vom Führer empfangen. Der Führer begrüßte jeden einzelnen mit einem kräftigen Händedruck. Er erkundigte sich bei jedem einzelnen nach seiner wirtschaftlichen Lage, der seiner Arbeitskameraden und der Entwicklung des Betriebes, in dem er arbeite. Frei und unbefangen plauderten die Ar­beiter über alle sie bewegenden Fragen. Die meisten von ihnen hatten natürlich das Anliegen, daß der Führer bald auch einmal in ihre Stadt kommen möge. Und als sich dann ein Münchener meldete, da meinte der Füyrer scherzend:Sie können nun aber wirklich nicht sagen, daß ich bald einmal zu Ihnen kommen soll!" Bei den ' Reichsautobahn­arbeitern erkundigte sich der Führer eingehend nach Einzelheiten ihres Bauabschnitts, und auch sie rich­teten an den Führer die Bitte, er möchte doch zur Einweihung ihrer Strecke kommen, denn gerade sie wollten ihn an diesem Ehrentag ihrer Arbeit in ihren Reihen haben.

Eine Reihe von Abordnungen überreichte dem Führer Erzeugnisse ihrer heimischen Werkarbeit. Nicht große kostbare Geschenke, aber dafür um so mehr Beweis der Anhänglich­keit gerade der ärmsten Söhne Deutschlands zu Führer und Volk. So hatte ein Arbeiter aus dem Bergischen Land eine riesige Bretzel mitgebracht, ein Solinger Stahlarbeiter einen Brieföffner mit Elfenbeingriff und Hakenkreuzrunen, ein Prachtstück deutscher Wertarbeit, ein Webarbeiter aus Wupper­tal eine Spitzendecke aus deutschen Werkstoffen. Die Delegierten aus dem Gau Essen überreichten einen blank polierten Block Kohle mit einem Treuege­dicht der niederrheinischen Knappen. Ein Arbeiter aus dem Allgäu überbrachte dem Führer ein Stück glitzerndes Schleifglas und ein Spinnwebmuster, und ein Arbeiter aus einer Hannoveraner Gummi­fabrik hatte Kraftwagenreifen mitgebracht, die zu 95 v. H. aus deutschem Buna-Gummi hergestellt sind. Ein Weber aus der Oberlausitz übergab dem Führer eine Aufnahme von dem Junkvolkfähnlein seiner Ortsgruppe und bat den Führer, er möchte eine Reihe anderer Ausnahmen unterschreiben, die das Heim des Fähnleins schmücken sollen. Manch einer erzählte dem Führer von Begegnungen aus

der Kampfzeit und erinnerte ihn an eine frühere Anwesenheit in seinem Heimatort.

Dann kamen die Reichssieger und Reichssiegerinnen des Reichsberufs­wettkampfes an die Reihe. Hier sprach der Führer zunächst dem Schöpfer und Leiter des Reichsberufswettkampfes, Obergebietsführer Ax- m a n n, feinen Dank aus und begrüßte dann die 35 Jungen und Mädel, die von einer Million Wettkampfteilnehmer als die besten deutschen Jung­arbeiter ermittelt wurden. Er fragte sie nach ihren Aufgaben, ihrem Alter, ihre Ausbildung und ihren Zukunftsplänen.Dies ist der schönste Augenblick meines Lebens!", so sagte eine junge Korbmacherin zum Führer. Die Jungen und Mädel, die Sieger im Reichsberufswettkampf geworden sind, haben nun die Möglichkeit, kosten­los nach ihrer Wahl weiter ihre Fachausbildung zu genießen, eine schöne Belohnung für Fleiß, Können und Tüchtigkeit.

Dann wandte sich der Führer den Trägern des Nationalen Buch - und Filmpreises zu. Er dankte Gerhart Schumann in herzlichen Wor­ten für seine Gedichte. Der Träger des Nationalen Filmpreises, der Regisseur Carl Frölich, der den preisgekrönten FilmTraumulus" schuf, hat in sei­ner Bescheidenheit die Verleihung des Filmpreises nicht erwartet, und war kurz vor dem 1. Mai ver­reist. Dafür war es gelungen, den Mann herbeizu­rufen, der die Hauptrolle dieses Films verkörperte und mit seinem meisterhaften Spiel dem Film we­sentlich zum Erfolg verhalf: Emil Jannings. Auch ihm dankte der Führer sehr herzlich und man spürte bei Emil Jannings, wie er innerlich bewegt war von diesem Augenblick.

Besonders herzlich war der Dank des Führers an den Organisator der unvergleichlichen Feiern des 1. Mai, Oberregierungsrat Pg. G u 11 e r e r, vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propa­ganda und seine Mitarbeiter, sowie an Architekt Speer, den Schöpfer der Nürnberger Parteitags­bauten, des wie bei vielen Großkundgebungen auch der Feier des 1. Mai in Berlin das künstlerische Ge- icht gegeben hatte. Mit einer abschließenden An- prache dankte der Führer noch einmal den Anwe- enden für alle überbrachten Grüße, für die Ge- chenke, für das Vertrauen und die Treue, und für ihr Kommen. Die Teilnehmer des Empfangs waren dann noch einige Zeit Gäste des Führers im Haufe des Reichspräsidenten".

Fackelzug zum Lustgarten festlicher Abschluß eines großen Tages

Ehe noch die Sonne hinter dem Häusermeer ver­schwand, machte sich im Westen Berlins schon wie­der der Auftakt zu der großen Schlußkundgebung im Lustgarten bemerkbar. Kilometerlang hatten sich in der Gegend des Sportpalastes die sechs großen Marschblocks formiert, deren Spitze die Wehrmacht mit den Abordnungen des Wachregiments Berlin, der 1. Marine-Unteroffiziers-Lehrabteilung aus Kiel und der Wachtruppe der Luftwaffe emnahm. Um 20.15 Uhr setzte sich nach dem KommandoGroßer Zapfenstreich Stillgestanden!" der Zug mit klin­gendem Spiel in Bewegung. Auf gut eine Viertel­million muß man die Menge schätzen, die auf dem vier Kilometer langen Wege über den Potsdamer Platz und die Friedrichstraße zu denLinden , das prachtvolle Schauspiel dieses imposanten Fackelzuges in sich aufnahm. Den Abordnungen der Wehrmach folgten starke Gliederungen der Leibstandarte Adolf Hitler und der Schutzpolizei. Mit geschultertem Spa­ten, der im Schein der Fackeln blinkte, kamen in mustergültiger Haltung die jungen Arbei^dienst- männer. Hinter der SA. die Manner des NSKK.,

dann die politischen Leiter, Bahnschutz und Postschutz. Der Deutsche Luftsportverband nahm mit 600, der Luftschutzbund mit 300 Mann an dem Marsch teil. Die über 400 Mann starke Abordnung des Kysf- häuserbundes führte eine Abteilung von ehemaligen Schutztrupplern in ihren schmucken Uniformen. Sol­datenbund und NS.-Marinebund, Technische Not­hilfe und Notes Kreuz, die Feuerwehr und die Werk- scharen der Deutschen Arbeitsfront bildeten den Ab­schluß.

Freut euch des Lebens!", das war das Grund­motiv der Veranstaltungen dieses 1. Mai, der mit seinem überzeugenden Bekenntnis zum Gemein­schaftswillen sich würdig an seine Vorgänger an­reihte. So freudig, so heiter und eindrucksvoll ge­staltete sich auch der Abschluß der offiziellen Feiern am Abend im Lustgarten. Die Formationen des Fackelzuges marschierten zwischen den Tribünen vor den Treppen des Alten Museums auf, dessen Wandel­gang hell erleuchtet war. Fackelträger flankierten sie und dichte Schwaden Rauch zogen durch die Lichtkegel der Scheinwerfer. Die Fassade des Schlos­

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