Einzelbild herunterladen

Obstbäume gespritzt, die vom BDM. als

Serie F am Samsta

das Bund 15 Pf.

*

Oberheffen

}) Allendorf a. d. Lda., 1. April. Gestern : abend hielt die hiesige Evangelische Frauen- ( Hilfe in der Wirtschaft S)orn ihren Schluß- , abend ab, der von etwa 120 Frauen besucht war. ( Ortspfarrer Andres eröffnete die Feier mit einer kurzen Ansprache, in der er auf den Zweck und die i Bedeutung der Frauenhilfe hinwies. Hierauf hielt I Missionar Ruff von der Baseler Mission einen ! Vortrag über die Missionsarbeit in China. Der Redner, der lange Jahre für die Mission in China gearbeitet hat, schilderte eingehend Land und Leute, Sitten und Gebräuche der dortigen Bewohner, aber auch das liefe Elend und die Finsternis, in der das chinesische Volk heute noch schmachtet. Mit regem Interesse folgten die Zuhörerinnen den inter­essanten Ausführungen des Redners. Wesentlich zur Verschönerung des Abends trugen einige Frauen durch den Vortrag von entsprechenden Gedichten bei. Auch wurden von einer für den Abend ge­bildeten Gesangsabteilung einige Gesangsstücke unter der Stabführung von Hilfspfarrer Andres stim­mungsvoll zu Gehör gebracht. Zwischendurch wur­den gemeinschaftlich geistige Lieder gesungen. Nach­dem auch für das leibliche Wohl durch Kaffee und Kuchen gesorgt worden war, wurde mit einem Gebet von Pfarrer Andres die Veranstaltung geschlossen.

OKesselbach, 1. April. Die Milchabsatz­genossenschaft Kesselbach hielt ihre ordent­liche Generalversammlung bei Mitglied H ö ch st ab. Wenn auch die Lieferung von Frischmilch zur Mol­kerei anfangs auf Schwierigkeiten stieß, so ist nach dem Geschäftsbericht doch die Feststellung erfreulich, daß die Anlieferung der Frischmilch zur Molkerei im Laufe des Geschäftsjahres bedeutend zugenommen hat. Die Jahresrechnung und die Bilanz wurden ohne Einwendungen genehmigt, auch die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden glatt erledigt. Die ausscheidenden Vorstands- und Auf­sichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt.

_Li ch, 1. April. Dieser Tage fand urtter großer Beteiligung hiesiger und einiger auswär­tiger Landwirte im Stiftschen Gemeindesaal die Neuverpachtung der Grund st ücke des Marienstifts statt. Die Verpachtung wurde durch die Finanzabteilung der evangel. Landes­kirche Hessen-Nassau vorgenommen. Für den Nor­malmorgen guten Ackerlandes wurden durchschnitt­lich 25 bis 30 Mark, für Wiesen 30 bis 40 Mark, für Gartenland entsprechend höhere Preise erzielt. Obwohl der Verpächter alle Abgaben selbst über­nahm, wurden die alten, bereits ermäßigten Preise nicht überall erreicht. Der Gesamterlös betrug für das Marienstift (erster Teil) 1992,10 Mk. (d. h. 170 Mark weniger als in der vorigen Pachtperiode), für die Pfarrei (zweiter Teil) 2044,70 Mk. (d. h. 299,70 Mark weniger). Die Pachtdauer beträgt 9 Jahre und beginnt am 11. November 1936. Die Genehmi- l gung der vorgesetzten Behörde blieb vorbehalten ; und wurde beantragt. Der Voranschlag der : evangel. Kirche Li ch für 1936 schließt im

ersten Teil in Einnahme und Ausgabe mit 12 669,06 Mark, im zweiten Teil mit 4258,09 Mark ab. Der durch Kirchensteuer zu deckende Fehlbetrag beträgt 8000 Mark. Die Kirchengemeindesteuer wurde wie folgt festgesetzt und durch die Behörden genehmigt: 5 v. H. Zuschlag zur Reichseinkommensteuer (wie in den vergangenen Jahren, im vorigen Jahr war derselbe durch einen Irrtum auf 4 v. H. ermäßigt worden; 3,5 Pf. auf je 100 Mark Steuerwert des unbebauten Grundbesitzes, 7 Pf. auf je 100 Mark Steuerwert des Gewerbekapitals. Da das Steuer­aufkommen voraussichtlich den Fehlbetrag nicht decken wird, sind weitere Einsparungen im Voran­schlag vorgesehen, insbesondere müssen größere Arbeiten am Kirchendach, obwohl sie dringend nötig wären, unterbleiben.

)( L i ch, 1. April. Am Montag und Dienstag abend hielten die evangelischen Frauen­hilfen 1 bzw. 2 ihre diesjährigen Schluß- feiern im festlich hergerichteten Gemeindesaal ab. Eine fröhliche Kaffeetafel vereinte an beiden Aben­den etwa 160 Frauen. Gemeinsam gesungene Lie­der, Gedichte ernster und froher Art, kleinere Auf­führungen, mehrstimmige Chöre der Gesangsabtei­lung, eine Verlosung reizender Gegenstände und Ansprachen beider Geistlichen ließen die Stunden nur allzu rasch vergehen. Eine Schlußandacht über Losung und Lehrtext des Tages beendete die Feier­stunden. Zwei Tellersammlungen für den Kirchen­erneuerungsfonds erbrachten 63,50 Mark bzw. 64,10 Mark. Die im Lause des Winters in die Büchsen eingelegten Gaben in Höhe von 100 bzw. 73,30 Mark wurden, wie üblich, für die im Interesse des Deutschtums und Evangeliums wichtige Arbeit des Syrischen Waisenhauses bestimmt, die Geburtstags­gaben kamen mit 6,30 bzw. 10,12 Mark dem evangelischen Sittlichkeitsoerein in Berlin zugute. Auch der Müttererholungsarbeit des Verbandes wurde im Laufe des Jahres gedacht. An den Win­terabenden wurden die Mitglieder besonders in die

sie dem hiesigen Gemeindeförster Bommers- heim im vorigen Herbst in Pacht gegeben hat, nunmehr wieder ihren früheren erfreulichen Lieb­reiz. Der Pächter hat keine Mühe gescheut, um das schöne Plätzchen wieder in einen einwandfreien Zu­stand zu versetzen. Die zum Teil durch Fäulnis zerstörten Schleusen sind durch neue ersetzt, die durch Schlingpflanzen überwucherten Stellen sind umge­pflügt worden. Tatkräftige Mithilfe hiesiger Natur­freunde hat zu der Verschönerung dieses Plätzchens wesentlich beigetragen. Wildenten und Wasserhühner bevölkern nun wieder die Wasserfläche. In kör­perlicher und geistiger Frische konnte Herr Heinrich Rau von hier am Dienstag seinen 8 0. Ge­burtstag begehen.

CD Villingen, 1. April. Innerhalb weniger Tage sind in unserem Dorfe drei Personen über 80 Jahre verstorben. Es handelt sich um den 87jährigen Konrad Diehl I., den über 84 Jahre altgewordenen Christian Schäfer und die über 82 Jahre alte Marie Diehl.

ch Lauter, 1. April. Vom 30. März bis 3. April werden vom Pächter der hiesigen Jagd Gifteier zur Vertilgung der Krähen ausgelegt. Durch Bekanntmachung ist die Bevöl­kerung, insbesondere die Eltern, darauf aufmerk­sam gemacht worden, die Kinder auf die Gefahr

Wegen schweren Diebstahls im erschwerenden Rückfall wurde der I. K. aus Vilbel zu einer G e - fängnisstrafe vonlJahrund wegen Mund­raubs zu 6 Wochen Haft verurteilt. Der Angeklagte war, nachdem er im Sommer 1935 aus der Straf­haft entlassen wurde, als Helfer in der Landwirt­schaft tätig. Dabei entwendete er einem Arbelts- kameraden aus einem Schrank eine Anzahl Ge­brauchsgegenstände. Außerdem stahl er bei einem Metzger aus einem Eisschrank Fleisch- und Wurst­waren. Das Gericht billigte dem Angeklagten bei der Strafausmessung noch einmal mildernde Um­stände zu und rechnete 1 Woche Haft, sowie 2 Mo- nate Untersuchungshaft auf die erkannte Strafe an.

Der O. K. aus Storndorf wurde wegen Untreue

Bibel und in den Katechismus (2. Glaubensartikel) eingeführt.

L i ch , 1. April. Am Sonntagnachmittag wur­den in der Marienftiftskirche die diesjährigen Konfirmanden beider Bezirke in feierlichem Gottesdienst der Gemeinde vorgestellt und geprüft. Die Prüfung beschäftigte sich besonders mit Bibel und Katechismus, sowie Gesangbuch und Kirchen­geschichte und ergab ein befriedigendes Ergebnis. Die Namen der Konfirmanden sind in der Reihen­folge des Alters: F. W. Roth, L. Roth, K. H. Misch- ler, O. Zimmer, A. Heinze, H. W. Georg, E. H. Koch, K. Heß, K. Müller, E. H. Löhr, R. Franz, B. Franz, H. Hofmann. K. Schmidt, H. Nix, K. Chr. Habermehl, W. E. Keck, Hr. Jakob, Fr. Domay, R. Heller, W. Schmidt, K. Wissig, A. O. Kächlek, Hr. R. Rau, K. Schmidt, L. Schöne. I. Stamm, E. Schmidt, H. L. Insel, W. Zimmer, L. A. Korb, I Schäfer, A. L. Hagemann, L. Hagemann, I. Lüpke, O. Schnecker. G. I. Schwarzhaupt, I. Uhr- han, Math. Marg. Vater, R. Erb, M. Heller, P.- Keck, E. Schäfer, M. L. Eise, A. M. Albach, M. Schmidt, H. Klein, E. Kambeitz, E. Dölle, A. Schöne, E. Käppe.

CD Hungen, 1. April. Die inmitten eines herr­lichen Tannen- und Buchenwaldes gelegenen ,,Drei Teiche" zeigen, nachdem die Gemeinde

vulllals Abschlußsammlung für das WHW. durchgeführt wurde, ergab hier 241 Stuck.

Vollbeschäftigte Steinbruchbetriebe.

0 Kgsselbach (Kreis Gießen), 1.April. Die beiden hiesigen S t e i n b r u ch b e t r i e b e von M. Sch miede kn echt und M. Hertel sind nun­mehr wieder vollbeschäftigt. Infolgedessen sind in unserem Orte keine Arbeitslosen mehr vorhanden.

Landkreis Gießen.

= Steinbach, 1. April. Unser elektrisches Ortsnetz, das bisher noch 110 Volt Spannung hatte, gab in den letzten Jahren durch häufige Schwankungen in der Spannung Anlaß zu vielen Klagen. Nach längerer Arbeitszeit, in der öfters der Strom stundenlang abgeschaltet war, sind nun die Verbesserungsarbeiten abgeschlossen. Noch in dieser Woche soll, wie man hört, die Umstellung auf 220 Volt Spannung erfolgen. Damit werden wieder nor­male Verhältnisse in unsrer Lichtversorgung ein- treten.

V Watzenborn-Stei nb e r g, 2. April. Am heutigen Tage begehen Feldschütz Karl Schmitt I und Ehefrau Marie, geb. Ruhl, das Fest der sil­bernen Hochzeit.

* Großen-Linden,2. April Auf dem Heim­wege von seiner Arbeitsstätte in Gießen kam am gestrigen Mittwochabend der Arbeiter Ernst Rühl von hier so unglücklich zu Fall, daß er einen Unterschenkelbruch erlitt. Der bedauerns­werte Mann wurde von der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen der Chirurgischen Klinik zugeführt.

geht schon einfanfen.

Das Backpulver für den Sonntagskuchen, das holt er. Na­türlich fordert ec Dr. «vetker's ,Mackin", wie ein Alter sagt er zu Herrn Schulze:Aber der helle Kopf, der muß auf dem Päckchen stehen".

Achtung-

ausschneideaL prefeaufjiatai

** Aenderung d e r Sprech st undenzeit b e i d e r B e r u f s b e r a t u n g. In der Zeit vom 1. April bis zum 1. Oktober ist die Sprechstunden­zeit bei der Abt. Berufsberatung des Arbeitsamts Gießen, Bahnhofstraße 90, wie folgt festgesetzt: Montag und Mittwoch von 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr. v

** D i e Bekämpfung der Schnaken- larveninden Gärten betrifft eine Bekannt­machung des städtischen Hoch- und Tiefbauamtes m unserem heutigen Anzeigenteil. Die Garteninhaber werden gebeten, bei dieser Maßnahme bereitwillig mitzuhelfen. Auf die Bekanntmachung sei beson­ders hinqewiesen.

** D i e Lieferung von Kanalguh- Materialien schreibt das städtische Hoch- und

äußere Aufschrift verloren geht. Für Päckchen, die mit den Paketjendungen befördert werden, darf man nicht schwache Pappschachteln verwenden, die leicht eingedrückt werden. Die Anschriften des Empfängers und des Absenders sollen auf den Paket-, wie auf den Briefsendungen vollständig und deutlich angegeben werden.

Gießener Wochenmarktpreise

* Gießen, 2. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Erer, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10/-, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, das Pfund 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 20 bis 22, Gelbe Ruben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18 Unter­kohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 35, Feld­salat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 40 bis 45, Zwie­beln 12 bis 18, Meerrettich 35 bis 70, Schwarz­wurzeln 25 bis 40, Kartoffeln 5, 10 Pfund 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 50 Pf., Nüsse 45 bis 50, Zwetschenhomg 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppen­hühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 50, Salat 20 bis 35, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Sellerie 10 bis 40, Radieschen,

Kircke und Schule.

Kreis Friedberg.

Ostheim, 1. April. Am vorigen Sonntag and die feierliche Einführung des neuen Pfarrers unserer Gemeinde, des Pfarrers Weidner, statt. Vor Beginn des Gottesdienstes versammelten sich im Pfarrhaus die Mitglieder des , Kirchenvorstandes. Während des Glockengeläutes begaben sich die Kirchenoorsteher darunter der 92jährige Rentner Huber durch den Haupt­eingang zur Kirche, voraus der Dekan des Deka­nats Friedberg und der neue Ortsgeistliche. Eine überaus zahlreiche Gemeinde begrüßte mit dem LiedGott ist gegenwärtig" den neuen Hirten der Kirchengemeinde. Nach der Ansprache des Dekans Rühl (Friedberg) im Anschluß an Matthäus 5, 13 bis 16, erfolgte die feierliche Amtseinführung. Sodann hielt Pfarrer Weidma.nn nach dem HauptliedO Jesu, Herr der Herrlichkeit" seine Antrittspredigt über Römer 1, 16. Er schloß mit dem Wunsche, daß es ihm gelingen möge, in der Gemeinde Menschen zu schaffen, die mit dem Apostel Paulus bekennen:Wir schämen uns des Evangeliums von Christo nicht!" Mit dem Lied Ich weiß, an wen ich glaube" und mit dem üb­lichen Altardienst nach der Predigt erreichte die Einführungsfeier ihr Ende. Am Tag des Ein­zugs des neuen Pfarrers in das Pfarrhaus war abends eine Begrüßungsfeier im Pfarr­hof, zu der fast das ganze Dorf erschienen war. Nach einem Lied des MännergesangvereinsGer­mania" entbot zunächst Kirchenvorsteher Jung im Namen der Kirchengemeinde dem neuen Ortsgeist­lichen und seiner Familie herzlichen Willkommgruß, worauf Bürgermeister Schneider namens der Gemeinde Ostheim die Pfarrfamilie begrüßte. Pfar­rer Weidner dankte in längeren Ausführungen für den freundlichen Empfang. Ein zweites Lied des Gesangvereins beschloß die Begrüßungsfeier.

Schöffengericht Gießen.

am Freitag, 3. April, von 19 bis 20 Uhr, auf un- ferer Geschäftsstelle, Crednerstrahe 24, einzureichen. Später eingereichte Gutscheine werden nicht mehr angenommen.

Ortsgruppe Giehen-Ost.

Bett. Kohlenversorgung.

Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlenscheine der Serie F täglich bis einschl. Samstag, 4. April, von 15 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, gegen Wertquittungen umzutauschen. Eine spätere An­nahme kann nicht mehr erfolgen.

Ortsgruppe Glehen-TNitte.

lehnt.

Sportamt »Kraft durch Freude".

heute folgender Kurs:

Fröhliche Gymnastik und Spiele (Frauen). Von 20 bis 21 Uhr und von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

*

Achung! Neue Jahressportkarte 1936/37.

Alle Teilnehmer an KdF.-Sportkursen müssen ab heute die neue Jahressportkarte für 1936/37 zum Preise von 30 Pf. (mit Versicherung) erwerben. Die Karte kann entweder bei den Lehrkräften in den Sportkursen, oder auf der Geschäftsstelle, Schanzen­straße 18, erworben werden.

Musterung.

Schulgemeinde gehören als Jugendwalter an die Herren Rechtsanwalt Krüger, Postsekretär Adam Lotz, Postschaffner Karl Schmidt, Regierungs­rat Wecker und als Vertreter der HI. der Ober- fekundaner Rudolf Stein.

Der Unterricht beginnt im neuen Schuljahr am Mittwoch, 15. April, 8 Uhr.

Veranstaltung für Frisur und Mode.

Man schreibt uns: Am 3. Mai findet in den Räumen des Gesellschafts-Vereins, Gießen, Son­nenstraße, eine große Frisuren- und Modenschau des modeschaffenden Handwerks von Gießen statt. Die Friseurinnung Gießen hat es sich angelegen sein lassen, daß das große Bezirksausscheidungsfri­sieren um die Bezirksmeisterschaft des Gaues Hes­sen nach Gießen kommt. Zur Vorführung kommen Tages- und Gesellschaftsfrisuren, wobei die fort­schreitenden Leistungen des Friseurhandwerks dem Publikum vorgeführt werden sollen. Zugleich wer­den von dem Schneiderinnen-, Pußmacherinnen- und Kürschnergewerbe die neuesten Moden gezeigt. Auch das Herrenschneidergewerbe beteiligt sich an diesen Vorführungen, um seine handwerklichen Ar­beiten zu zeigen. Die Friseurinnung Gießen, welche die Leitung der Veranstaltung übernommen hat, ist im Verein mit den Innungen des Bekleidungs­gewerbes bestrebt, dem Publikum zu zeigen, was echte deutsche Handwerksarbeit ist.

Osterpakete und Ostergrüße.

Ostergaben und Osterwünsche, die man mit der Post übersendet, sollen pünktlich zum Fest eintref­fen. Die Post hat alle Vorkehrungen getroffen, sie bittet die Versender um verständnisvolle Mitarbeit. Pakete, Postgüter und Päckchen, wie die brieflichen Ostergrüße sollte niemand erst in allerletzter Stunde einliefern. Bei dem Reiseverkehr vor dem Feste sind immerhin Verspätungen und Anschluß­verfehlungen möglich: verspätetes Eintreffen der Sendungen beeinträchtigt aber leicht die Festfreude bei den Empfängern. Die Paketsendungen müssen gut verpackt und verschnürt, die Aufschriften halt­bar angebracht werden: obenauf in jede Sendung lege man ein Doppel der Aufschrift, damit die OstergLben auch ihr Ziel erreichens wenn die

Der heutige Anzeigenteil unseres Blattes enthält eine Bekanntmachung der Polizeidirektion Gießen über die Musterung der Jahrgänge 1913 und 1916, sowie der bei der Musterung 1935 zurückgestellten Dienstpflichtigen der Jahrgänge 1914 und 1915, deren Zurückstellungszeit abgelaufen ist, oder die nicht gemustert worden sind und sich nicht im Be­sitze eines Musterungsausweises befinden. Die Muste­rung findet in der Stadt Gießen vorn 15. April ab jeweils in der Zeit von 8 bis 14 Uhr im Hause des Gesellschaftsvereins (Klub), Sonnenstraße 19, Eingang von der Weidengasse, statt. Der Muste- rungsplan, sowie alle'weiteren für die Musterungs­pflichtigen wichtigen Bestimmungen sind aus der Bekanntmachung ersichtlich.

Gleichzeitig wird eine Bekanntmachung des Wehr­bezirkskommandos Gießen veröffentlicht, die sich an sämtliche lang- und kurzfristig bei Heer, Marine, Luft­waffe, SS.-Verfügungstruppe und Landespolizei gediente Mannschaften der Jahrgänge 1913 und 1916 wendet, die ebenfalls zu den jeweiligen Mufte- rungstagen zur Musterung zu erscheinen haben.

Die Musterungspflichtigen seien auf die wich­tige Bekanntmachung besonders hingewiesen.

Das Gießener Realgymnasium stn Schuljahr 1935/36.

Im abgelaufenen Schuljahr war das Realgym­nasium im ganzen von 556 Schülern und einer Schülerin besucht. Nach dem soeben erschienenen Jubiläumsband der Zentralstelle für Landesstatistik in Darmstadt ist die Anstalt die zweitstärkste unter den höheren Schulen Hessens (an erster Stelle steht das Realgymnasium zu Darmstadt). Aus Gießen stammen 327, aus dem übrigen Hessen 123, aus dem preußischen Nachbargebiete 107 Schüler. Der Unterricht wurde in 21 Klassen erteilt. Die Reife­prüfung haben 27 Oberprimaner bestanden. Leider hat die Anstalt den Tod zweier hoffnungsvoller Jünglinge zu beklagen. Der Hitlerjugend oder dem Jungvolk gehören von den 10- bis 18jährigen 97,4 v. H. an; das Realgymnasium marschiert damit an der Spitze aller Gießener Schulen. Für beson­ders wertvolle schriftliche Arbeiten ober Zeichnun­gen beim deutschen Schüler-WettbewerbDas Win­terhilfswerk",Der rote Hahn",Erntedanktag" und bei dem Photowettbewerb wurden durch den Herrn Reichsminister für Propaganda und durch Herrn Ministerialrat Ringshausen fünf Schü­ler (Fritz Rühr, L. Trietsch, K. Pfeffer, W. Vogels, Hans S ch m a n d t) wertvolle Buch- preife verliehen. Der im Herbst aus der Eltern- und Lehrerschaft gegründeten, unter der Leitung des Oberstudiendirektors Angelberger stehenden

einer gesundheitlichen Schädigung durch das Auf­heben von Gifteiern ober toten Krähen hinzu­weisen. Zum ersten Male geht man bieses Jahr an die Bekämpfung d e r Obstbaumschäd- linge. In den letzten Tagen wurden zahlreiche ------- ' " Die E i e r s a m m l u n g,

Kreis Schotten.

Laubach, 1. April. Heute vormittag kam im Rathaussaale die Laubacher G e mein b e - jagb, für die seither ein Pachtpreis von 2000 Mk. gezahlt wurde, zur Neuoerpachtung. Unter den drei Meistbietenden gab Glasermeister Winckler (Frank­furt a. M.) das höchste Gebot mit 1090 Mark ab.

* Wetter seid, 1. April. Bürgermeister Krauß hat mit Rücksicht auf feinen Gesundheits­zustand das Bürgermeisteramt unserer @e- meinbe niedergelegt. Seit dem Jahre 1904 hat er in vorbildlicher Weise zum großen Nutzen der Gemeinde die Bürgermeisterei-Geschäfte geleitet und sich dadurch um unser Gemeinwesen hohe Ver­dienste erworben. Ortsbauernführer Münch wurde als neuer Bürgermeister vom Kreisamt Schotten ver­pflichtet und in die Bürgermeisterei-Geschäfte ein­geführt.

Die Kohlenhändler werden ersucht, die für den Monat März 1936 gültigen Kohlengutscheine der mstag, 4. April, 20.30 NSV.-Geschäftsstelle, Kaplans-

Tiefbauamt im Anzeigenteil unseres heutigen Blat­tes aus. Interessenten mögen die Bekanntmachung beachten.

* Osterreise mit d e r Festtagsrück­fahrkarte. Die Fefttagsrückfahrkarten (33% o.H. Ermäßigung) gelten zu Ostern vom 8. bis 16. April. Sie werden für alle Strecken der Deutschen Reichs­bahn ausgegeben und ermöglichen eine neuntägige Serienreife innerhalb der deutschen Gaue. Mit Ausnahme derFDt" (Schnelltriebwagen) können alle Züge des gewöhnlichen Verkehrs damit benutzt werden, Schnell- und Eilzüge gegen Zahlung der Üblichen Zuschläge. Auch die Fahrpreisermäßigung für Kinderreiche wird bei den Fefttagsrückfahr­karten gewährt.

** Verbilligte Oftergrußtelegramme nach U e b e r f e e. Telegramme zum Osterfest über die deutschen Funk- und Kabelwege können vom 6. bis 13. April aufgefiefert werden. Der Absender kann den Text derOstergruhtelegramme" beliebig (freier Text) abfassen. Nach Nordamerika, Mexiko und Kuba, sowie mit Schiffen in See über die Küstenfunkstellen der Vereinigten Staaten von Amerika sind jedoch nur Osterarußtelegramme mit besonders vereinbarten Textfassungen (fester Text) zugelassen. Der Absender hat die Möglichkeit, den gewünschten Text unter einer größeren Zahl von Fassungen auszuwählen und dabei zu bestimmen, in welcher der zugelassenen Sprachen (deutsch, fran­zösisch, englisch, nach Mexiko und Kuba außerdem spanisch) das Telegramm für den Empfänger aus­gefertigt werden soll. Die Gebühren für die einzel­nen Verkehrsbeziehungen find verschieden, sie be­tragen bei den Telegrammen mit beliebigem Text ein Drittel der vollen Sätze, lieber die Einzelheiten geben die Telegrammannahmestellen Auskunft.

** Oeffentliche Bücherhalle. Im März wurden 1678 Bände ausgeliehen. Davon kamen auf: Zeitschriften 28, Gedichte und Dramen 9, Er­zählende Literatur 1013, Jugendschriften 288, Län­der- und Völkerkunde 103, Kulturgeschichte 2, Ge­schichte und Biographien 152, Kunstgeschichte 8, Naturwissenschaft und Technologie 39, Heer- und Seewesen 13, Religion und Philosophie 2, Staats­wissenschaft 19, Sprachwissenschaft 2 Bände.

Uhr bei der ____ , , , ,

gaffe 18, mit Firmenstempel versehen nebst den entsprechenden Rechnungen einzureichen. Es ist be­sonders darauf zu achten, daß der Abrechnungstag unbedingt eingehalken werden muß, weil der 5. April auf einen Sonntag fällt. Später ein­gehende Rechnungen werden unweigerlich abge-

kreis Alsfeld.

= er. Homberg, 31. März. Gestern abend fand imFrankfurter Hof" der Unterricht des Winter­halbjahres in der Freiwilligen Sani­tätskolonne vom Roten Kreuz feinen Abschluß. Nach der Teilnahme an einem Unter­richt von 20 Doppelstunden wurden acht Samarite­rinnen geprüft und verpflichtet. Zu dieser Prüfung waren von Alsfeld Medizinalrat Dr. risch, Frau R ö ß n e r, Kreisführerin des Alice-Frauen- vereins vom Roten Kreuz, und Herr Bellinger, Reichskolonnenführer, erschienen. Der Kolonnen­arzt der Hornberger Sanitätskolonne, Dr. Luft, prüfte zuerst, anschließend Medizinalrat Dr. Gö­risch. Nach der mündlichen Prüfung erfolgte das Anlegen von Verbänden aller Art, die nach An­weisung des Kreisarztes ausgeführt wurden. So­wohl die mündliche Prüfung, als auch das Anlegen der Verbände fanden volle Anerkennung, ein Be­weis, daß die Geprüften mit großem Fleiß und tiefem Verständnis an ihre Aufgabe herangegangen waren. Auchdie Alsfelder" gaben beim Verbin­den noch praktische Anregungen. Nach der danach von Frau R ö ß n e r voraetragenen Derpflic^ tungsformel wurden die Samariterinnen durch Handschlag in Pflicht genommen und ihnen die entsprechenden Abzeichen (Brosche mit rotem Krei^ auf weißem Feld) ausgehändigt. Man blieb danach noch einige Stunden gemütlich beisammen. Durch den gemeinsamen Gesana herrlicher Volkslieder und den Vortrag humoristischer Gedichte wurde der Abend verschönert. .

T Romberg, 1. April. Im benachbarten Nie- der-Ofleiden begann wieder ein Kursus mit der theoretischen und praktischen Ausbil­dung in der Luftfahrt. Dieser Kursus ist auf die Dauer von 14 Tagen berechnet. Die Teil­nehmer sind größtenteils junge Lehrer. Auf diese Weise beabsichtigt man, den Luftschutzgedanken schon in die Schule hineinzutragen. Früher Ausgebildete gaben seither schon in besonderen Unterrichtsstunden Anleitung zur Herstellung von Luftfahrtgeräten.