hi Rot verschiedener Tönung. Blau sind das kleine Immergrü n (Vmca minor) und das Wald- Veilchen (Viola silvatica). Unscheinbar sieden neben dieser Farbigkeit die grünlichen Blüten Der Süden Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) und des Bingelkraut e s (Mercurialis perennis) und das wenig bekannte B i s a m k r a u t (Adoxa Mo- schatellina) oder Moschusblümchen. Wie schon im Februar, so brechen auch jetzt noch die meisten Blüten im Schutze des Waldes und der Gebüsche auf. Eine ganze Reihe davon haben eine zweite Heimat in unseren Gärten gesunden, wie etwa die kleine Traubenhyazinthe (Mu&cari botryoides) und die große M. racemosum mit ihren blauen eigenartigen Blütenträubchen, die aber auch wild auf 2k(fern und an Waldrändern Mittel- und Süddeutscklands vorkommen, oder die Weiße Narzisse (Narcissus poeticus) und noch mehr die P f i n g st r o s e (Paeonia corallina), die nur noch verwildert im Freien vorkommen. —
Das wären wohl die Pflanzen^ die wir im Laufe des Monats April blühend anträfen. Sicherlich bekommt nicht jeder alle, die hier genannt sind, auf einen Wanderungen durch Feld und Wald zu Ge- icht. Man muß die Umgegend seines Wohnortes chon gut kennen, um nicht an versteckt oder nur verstreut Blühenden vorveizugehen. Andererseits gibt es Gebiete, in denen selbst der Kenner vergebens suchen würde, weil diese oder jene Pflanze nur beschrankte Verbreitung hat. Hatten wir für die vergangenen Monate leicht je eine bezeichnende Blume finden können, so ist es bei dieser Fülle, die sich uns jetzt schon bietet, schwierig, eine mit Allgemeingültigkeit zu wählen, da mag jeder nach seinem Geschmack entscheiden. Sicherlich sind die Goldsterne, die beiden Narzissen und vor allem Veilchen und Schlüsselblume bezeichnend für den April.
W. Neurath.
Neues Nechisdeuken.
*Wpd. Im Wesen der Gesetze liegt es beschlossen, daß sie für einen größeren Zeitraum Recht setzen sollen und nicht von heute auf moraen umgestoßen werden können. So konnte auch der Umbruch unserer Zeit nicht sofort ein fertiges neues Rechtssystem bringen, man konnte vorerst nur Teilgebiete gesetzlich neu regeln. Das wichtigste aber war, die bestehenden Gesetze und diejenigen Personen, die diese Gesetze anzuwenden oder auszulegen haben, mit dem neuen nationalsozialistischen Geist zu erfüllen. Die Vergangenheit krankte an einem überspitzten Rechts- ormalismus, an einem starren Festhalten am Buchtaben des Gesetzes, hinter dem der wahre Wille )es Gesetzgebers schon völlig verschwand.
Daher kam es, daß viele Volksgenossen es oft nicht verstehen konnten, daß von den Gerichten Urteile gefällt wurden, die »zwar j u r i st i s ch unanfechtbar sein mögen, aber von dem gesunden Rechtsempfinden des Volkes weitab lagen. So kamen z. B. häufig Beitritte zu Konsumgenossenschaften dadurch zustande, daß man den zu werbenden Mitgliedern, meist einfachen Menschen, eine Mitaliedserklärung vorlegte, die diese dann unterschrieben, ohne über den wirklichen Inhalt im Bilde zu sein. Aber nach dem Buchstaben des Gesetzes waren sie Mitglieder geworden und hafteten unter Umständen mit ihrem Vermögen bis zur satzungsmäßigen Höhe. Manch einfacher Mann ist dadurch in Dermögensschwierigkeiten geraten und mußte jahrelang Schulden ab^ahlen.
Ebenfalls wurden von skrupellosen Vertretern einfache Kunden, die sich ehrlich an die mündlichen Abmachungen halten wollten, Schriftstücke zur Unterschrift vorgelegt, die etwas ganz anderes enthielten. Im guten Glauben unterschrieb man dann und sah eines Tages vor Gericht die Folgen. Das ist heute anders geworden. Gesunde wirtschaftliche Grundsätze und die Vorstellung von einem ehrlichen anständigen Wettbewerb beherrschen Anwendung der Gesetze und Auslegung der Rechtsgeschäfte. Es geht nicht an, daß ein Volksgenosse, der mit dem wirtschaftlichen und rechtlichen Leben nicht ganz vertraut ist, von dem gerissenen, „versierten" Geschäftsmann hineingelegt wird.
Ein Beispiel aus dem volksnahen Recht über Gehaltsschiebungen: Bisher war es möglich, daß sich ein verschuldeter Ehemann seinen Gläubigern dadurch entziehen konnte, daß er im Geschäft seiner Frau oder seines Vaters gegen Naturalunterhalt und ein geringes Taschengeld arbeitete. Nach dem Gesetze konnte man also diesen Unterhalt nicht pfänden. Der Gesetzgeber hat durch eine Neuregelung diesen Mißbrauch beseitigt, indem es so angesehen wird, daß dem Schuldner eine angemessene Geld- vergütung von dem Inhaber des Geschäftes gewährt wird. Dieser Vergütungsanspruch kann aber gepfändet werden. So wird auf allen Gebieten des Rechtslebens allmählich der Grundsatz nationalsozialistischer Weltanschauung verwirklicht werden, daß das Recht dem Volksempfinden entsprechen muß.
Wirtschaft.
Oie Deutsche Reichsbahn im Februar.
Fwd. Die Betriebseinnahmen des Monats Februar stellen sich auf 277,88 Mill. Mk. und waren damit um 31,1 Mill. Mark höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Erhöhung entfällt mit 8,3 Mill. Mark auf den Personen- und Gepäckverkehr, mit 21,7 Mill. Mark auf den Güterverkehr und mit 1,1 Mill. Mark auf die sonstigen Einnahmen. Die Ausgaben der Betriebsrechnung belaufen ich auf 258,26 Mill. Mark, wobei die monatlichen onftigen Ausgabeverpflichtungen nicht berücksichtigt ind.
Oer Kartoffelmarkt in Hessen-Nassau.
Die Speisekartoffelanlieferungen sind in Hessen- Nassau gegen Ende des vorigen Monats etwas zu- rückaegangen, was auf die starke Beanspruchung der Landwirtschaft durch das Legen von Frühkartoffeln 3urückzuführen ist. Die verfügbaren Mengen reichen sedoch vollkommen zur Deckung des in verschiedenen Gebieten größeren Bedarfes aus. Nach auswärtigen Bezirken fanden keine nennenswerten Lieferungen statt. Am Saatkartoffelmarkt wurden sämtliche Anlieferungen schnell ausgenommen.
Fwd. Konkurse und Vergleichsverfahren. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im März durch den „Reichsanzeiger" 226 neue Konkurse — ohne die wegen Masse- mangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 40 eröffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 230 und 56.
Rhein-Mainische Börse.
rMitagsbörse fest.
Frankfurt a. M., 1. April. Da zu Beginn des Monats die Limite nicht immer vollzählig erneuert find, hatte das Geschäft auch heute nur kleinen Umfang. Soweit Aufträge aus dem Publikum Vorlagen, betrafen sie jedoch die Kaufseite, so daß an den Aktienmärkten unbeschadet kleiner Glattstellungen der Kulisse die Haltung wieder fest war. Im Durchschnitt stellten sich etwa Erhöhungen von 0,5 bis 1 v. H. ein. In der Farben-Aktie lagen kleine Sperrmarkkäufe vor, sie erhöhten sich auf 162,75 bis 163,25 (162,75), Scheideanstalt gewannen 2 v. H. auf 228, Metallgesellschaft 1,25 v. H. auf 114,75 bis 115, Deutsche Erdöl 0,50 v. H. auf 117,50. Von Montanwerten wurden Verein. Stahlwerke ex Dividende zu 83,50 (85,75) lebhafter umgefetzt, Hoesch gewannen 0,40 v. H., Buderus 0,25 v. H. Am Elektromarkt setzten Bekula 1,13 v. H., Ges- fürel 0,25 v. H., Mainkraftwerke 0,50 v. H. höher ein, Lechwerke Augsburg waren höher gesucht mit etwa 103 (100). Dagegen bröckelten AEG. unter dem Eindruck der Ausführungen auf der HV. weiter ab auf 36 (36,25). Von Einzelwerten gewannen AG. für Verkehr, Reichsbank, Holzmann und Kunstseide Aku bis 1,50 v. H. Deutscher Eisenhandel, Muag, Zellstoff Aschaffenburg, Hanfwerke Füssen und Westdeutsche Kaufhof kamen je 0,25 v. H. höher zur Notiz, Daimler gaben 0,25 v. H. nach. Schiffahrtsaktien schwächten sich weiter ab, Nordd. Lloyd 14,75 (15,40), Hapag 14,40 (15).
Mbenbbörfe behauptet.
Im Abendbörsenverkehr war das Geschäft klein. Die Stimmung war weiterhin zuversichtlich, die Befestigung der deutschen Äuslandswerte machte einen guten Eindruck. Im allgemeinen lagen die Kurse gegen den Berliner Schluß behauptet, soweit Abweichungen eintraten, hielten sie sich nach beiden Seiten im Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. H. Weiter gedrückt waren AEG. mit 34,90 (35,13), ferner gingen AG. für Verkehr auf 109,50 (110) zurück. Montanaktien lagen durchweg freundlich. Der Rentenmarkt lag ruhig, Altbesitz ermäßigten sich auf den Berliner Schlutzstand von 111,40 (111,50) ferner bröckelten von zertif. Dollar-Bonds 6 v. H. Preußen auf 64,50 (64,75) ab. Schweizer Bahn-Anleihen lagen durchweg fest.
U. a. notierten: Altbesitz 111,40, 6 v. H. Verein. Stahl 103,25, 4,5 v. H. Franks. Hyp. Gold R 8—10 96,50, 4,5 v. H. Rhein. Hyp. Gold R 2—40 96,50, 5,5 v. H. do. Liquid. 101,13, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 200, 3 v. H. Eisenbahn-Rente 158, 3,5 v. H. Gotthard-Bahn 178, 3,5 v. H. Jura-Simplon 174, Commerzbank 91, DD-Bank 91,25, Dresdner Bank 91,50, Harpener 123,25, Mannesmann 84,50, Mansfeld 135, Rheinstahl 118,50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 1. April. Der Frankfurter Getreidegroßmarkt zeigte gegen den Wochenanfang kaum eine Aenderung. Am Weizenmarkt hat sich das Angebot nicht verstärkt, die aus hiesiger Gegend vorliegenden Mengen werden von den Mühlen ausgenommen. Das Angebot in Roggen zeigt noch keine Zunahme, die Landmühlen bekunden weiterhin sehr lebhaften Bedarf; auch die arößeren Betriebe zeigen Nachfrage, Die mit norddeutschen Herkünften auf dem Wasserwege leichter befrie-
Fwd. Im Februar 1936 sind die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen um 14 0,4 Millionen Mark auf 13 9 3 3 Millionen Mark geftiegen. Don dem Einlagenzuwachs entfielen 78,9 Millionen Mark auf den Einzahlungsüberschuß, 58,8 Mllionen Mark aus Zinsgutschriften und 2,7 Millionen Mark auf sonstige Buchunas- Vorgänge. Bei den Zinsgutschriften handelt es sich noch um Jahreszinsen für 1935, die erst im Be- richtsmonat den Sparern gutgeschrieben wurden.
Die Verringerung des Einzahlungsüberschusses Ny Februar gegenüber dem Januar ist eine saison- mäßige Erscheinung; im allgemeinen pfkat der Einzahlungsüberschuß im Februar um 40 bis 50 v. H. geringer zu fein, als im Januar. Im einzelnen ist der Rückgang des Einzahlungsüberschusses stets darauf zurückzusühpen, daß die Einzahlungen stärker als die Auszahlungen abfinken. Im Verichts- monat haben sich die Einzahlungen gegenüber dem Vormonat um 203,7 Mllionen Mark, die Auszahlungen um 158,5 Mllionen Mark verringert.
Stärker, als saisonmäßia erwartet werden konnte, sind wiederum die Depositen-, Giro- und Konto-
digt werden kann. Der Futtergetreide- und Futtermittelmarkt liegt ruhig. Im Mehlgeschäft trat keine Veränderung ein.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 213, W 16 216, W 19 220, W 20 222, Roggen R 12 176, R 15 179, R 18 183, R 19 185 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Hafer —. Weizenmehl W 13 28,45, W 16 28,70, W 19 28,70, W 20 29,05, Roggenmehl R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizennachmehl 16,75—17,00, Weizenfuttermehl 13,00—13,25; Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erd- nußkuchen m. M. 17,85. Treber getr. 17,80—18,00, Trockenschnitzel 9,28 ab südd. Fabriken, Heu 7,75, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,50—3,70, gebündelt 3,20—3,50. Tendenz: ruhig.
Sdjroeinemarft in Allendors a. d. £ba.
I Allendors a. d. Lda., 1. April. Zu dem heute hier abgehaltenen Schweinemarkt waren 102 Stück Ferkel aufgetrieben. Infolge der hohen Preise hielten die Käufer zurück, und der Handel ging schleppend. Es kosteten je nach Qualität 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 25 bis 27 Mark, 7 bis 8 Wochen alte Ferkel 28 bis 35 Mark. Es verblieb Ueberstand.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 2. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 857 Kälber, 151 Schafe, 505 Schweine, 19 Rinder (darunter 4 Ochsen, 2 Bullen, 10 Kühe, 3 Färsen). Es kosteten: Kälber 40 bis 74 Mark, Härnrnel 43 bis 49, Schafe 36 bis 46, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Kälber lebhaft, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine wurden zugeteilt.
korrenteinlagen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken gestiegen; sie erhöhten sich rechnerisch um 89,9 Millionen Mark auf 2144 Millionen Mark. Vergleichsweise waren diese Einlagen im Februar 1935 nur um 64,1 Mllionen Mark, im Februar 1934 um 34,8 Millionen Mark und im Februar 1933 sogar nur um 24 Mllionen Mark angewachsen.
Faßt man die Spareinlagen und die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Anstalten im Unterbau der deutschen Sparkassenorganisation zusammen, so ergibt sich, daß die G e s a m t e i n - lagen um 230,3 Millionen Mark auf 16 077 Millionen Mark zugenommen haben. Sie haben damit erstmalig die 16-Milliar- den-Grenze überschritten, nachdem die 15-Mlliar- den-Grenze im April 1935, die 14-Mlliarden-Grenze im Mai 1934 erreicht war. Ohne Berücksichtigung der Gutschriften von Zinsen sowie der nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben sich die Gesamteinlagen um 171,1 Millionen Mark erhöht. Dieser Zuwachs war größer als in den Vorjahren seit der Machtübernahme.
Weitere Steigerung der Sparkasseneinlagen im Februar.
Schlachtet keine tragenden Kühe?
Am Rentenmarkt zeigte sich zum Kuponter- min mäßige Nachfrage. Altbesitz 111,25 (111,13), späte Schuldbuchforderungen 98,25 (98), Kommunal- Umschuldung etwa 86,95 vis 87 (86,95) und Zinsvergütungsscheine ex heutiger Fälligkeit 92 (94)). Von variablen Industrie-Obligationen gingen 5proz. Der» eingte Stahl auf 98,50 (98,75) zurück, 1951er 93,75 (93,50), 6proz. 103,50 (103,25).
Im Verlaufe war die Kursentwicklung am Aktienmarkt uneinheitlich, wobei sich Erhöhungen und Rückgänge etwa ausglichen. Schwächer waren erneut AEG. mit 35,13 nach 36, ferner ermäßigten sich AG. für Verkehr auf 110 nach 110,50, Scheideanstalt auf 227 nach 228, dement Heidelberg auf 135 nach 135,50. Höher waren JG.-Farben mit 163,50 nach 163,25, Verein. Stahlwerke mit 83,90 nach 83,50 und Muag mit 86 nach 85,50. Die erst später notierten Werte lagen bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Lechwerke Augsburg kamen mit 103 (100) zur Notiz.
Am Rentenmarkt wurden Altbesitz mit 111,50 nach 111,25 lebhafter umgesetzt, die übrigen Werte lagen still und unverändert. Am Pfandbriefmarkt traten nur ganz geringe Abweichungen ein. Stadtanleihen lagen fast durchweg 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Staatspapiere wiesen nur kleine Veränderungen auf. Von fremden Werten gewannen Anatolier I und II ex Kupon 1,13 v. H. auf 39,50 (39,50). Für Rumänen wurde infolge der Ungewißheit in der Kuponfrage für heute die Notiz ausgesetzt. Ungarn und Mexikaner, sowie neue Türken lagen etwas schwächer.
Tagesgeld nach dem Ultimo wieder leicht mit 2,75 (3,25) v. H.
Nachdem bereits in einer früheren Anordnung das gewerbliche Schlachten von eindeutig unreifem Jungvieh für das gesamte Reichsgebiet unterbunden worden war, hatte Ende vorigen Jahres die Hauptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft eine Anordnung betreffend Verbot des Verkaufes von tragenden Rindern zu Schlachtzwecken bekanntgegeben. Damit wurde der Verkauf aller weiblichen Rinder, deren Trächtigkeit äußerlich feststellbar ist, untersagt. Lediglich Notschlachtungen, deren Vornahme von einem Tierarzt als notwendig erklärt sein muß, fallen nicht unter das Verbot. Weiterhin wurde damals bestimmt, daß in den Fällen, bei welchen die Trächtigkeit äußerlich nicht feststellbar war, nur das über 12 Kilogramm hinausgehende Gewicht der Tracht vom Lebendgewicht bei der Abrechnung in Abzug gebracht werden kann. Dagegen kann dort, wo eine Zurückweisung eines äußerlich sichtbar tragenden Tieres von der Schlachtung nicht mehr möglich ist, das Gewicht der Gesamttracht in Abzug gebracht werden.
Der Reicks- und Preußische Minister des Innern hat nunmehr in einem Runderlaß seinerseits noch einmal die in der Fleischbeschau tätigen Tierärzte, sowie die Fleischbeschauer erneut angewiesen, auch ihrerseits darauf zu achten, daß tragende Tiere zur Schlachtung nicht zugelassen werden. Tierärzte und Fleischbeschauer haben Schlachttierbesitzer, die tragende Tiere zur Schlachtung stellen, deren Trächtig- I feit äußerlich feststellbar ist, auf die Anordnung
der Hauptvereinigung über das Verbot des Verkaufs tragender Rinder zu Schlachtzwecken vom 12. 12. 1935 und auf die Strafbestimmungen dieser Anordnung hinzuweisen. Wird die Trächtigkeit 6et der Fleischbeschau ermittelt, so ist von den in der Fleischbeschau tätigen Tierärzten, sowie den Fleischbeschauern die Länge der Frucht vom Scheitel bis zum Schwanzansatz festzustellen. Dem zuständigen Marktbeauftragten, ober der zuständigen Kreisbauern fchaft ist unter Angabe der Kennzeichnung des Tieres uno Nennuna des Eigentümers Anzeige zu machen, wenn die Länge der Frucht über 35 Zentimeter beträgt.
Mit dem erneuten Hinweis des Ministers des Innern wird die Wichtigkeit des Ende vorigen Jahres ausgesprochenen Verbotes des Verkaufs von tragenden Rindern zu Schlachtzwecken noch einmal unterstrichen. Alle Quellen zur Erzeugung von Fleisch müssen bestmöglich zur Ausnutzung gebracht werden. Die Schlachtung von trächtigen Tieren bedeutet aber eine nicht zu unterschätzende Einbuße an zur Zucht häufig noch verwendbaren Muttertieren und auch an Kälbern. Beides liegt nicht im Sinne der Erzeugungsschlacht, die bei Rindern und Kälbern darauf abgestellt ist, nach Ausfüllung der Lücken, die das Dürrejahr 1934 gerissen hat, eine angemessene Ausweitung des Stapels vorzunehmen. Abgesehen davon trägt die Anordnung aber auch dazu bei, den reellen Viehhandel zu unterstützen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankturl a. DJL |
Berlin
Frankkuri a.M.
Berlin
Schlußkurs
Echlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Schlußkurs
Schlußk. Abend« börsc
Schlußkurs
Schluß!. Mittag- börse
Datum
31 -3.
14.
31 3.
1.4.
Datum
31 3.
1.4.
31.3-
1.4.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
100,5
100,4
100,65
100,65
4% desgl. Serie 11 ............
9,13
9,13
—
—
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,75
97,5
97,5
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
7,05
——
7,05
—
6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuid mti
102,9
105,4
4y2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
9,65
5,55
_
9,65
5,5
—
Auslos.-Rechten .............
**/,% Deutsche Reichspostschatzan-
111,13
111,4
111,13
111,4
2*4% Anatolier............
39,5
39,5
40,5
39,25
Weisungen von 1934, I.......
6% et)em.8% Hess. Voltsstaat 1929
100,05
100,2
100,25
100,1
Hamburg-Amertta-Pakel .....0
15 I
15
15
15
trückzahlb. 102%)............
4Yi% ehem.8% Hessische Landes
98
98
98,25
—
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
15,4
15,13
25
15,4
15,5
5ank Darmstadt Gold N. 12....
96,4
96,5
_
96,5
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
109
109,5
109
109,9
5y2% ehem. 4yt% Hess. Landes.
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
—
111,4
112
111,9
Hypothetenbant DarmstadtLtqui 4Vi% ehem. 8% Darmst. Komm.
101
101
—
—
Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto-
91
91
91
91
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
92,13
92,13
—
—
Gesellschaft................0
Dresdner Bant..............0
91,25
91,75
91,25
91,5
91,25
91,5
91,25
91,5
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An> leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
*y,% ehemL% Franks. Hyp.-Banl
119,65
114,5
119,75
114,5
114,5
114,5
Retchsbank ................ 12
A.E.G......................o
181
36,25
182,5
34,9
181,5
36,13
182,13
35,13
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 v-4% ehem. <y2% Franks. Hyp.-
Bank-Ltqu.-Pfandbrtefe.......
6Vi% ehem. <y2% Rheinische
96,5
96,5
—
—
Bekula.................... 10
Elektr. LteferungSgesellschast... 5
143,5
125
144
125
144,13
125
144,13
124,25
101
101,13
—
—
Licht und Kraft ........... gy,
Felten & Guilleaume......... 4
140
119,5
139,5
119,25
139,5
119,75
140,13
118,65
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
4h% ehem. 8% Pr. Landespfand-
briesanstalt, Pfandbriese R. 19
<y2% ehem. 7% Pr. Landespfand.
101
101,13
100,9
101
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
134
134,25
134,5
129,25
134,5
128
97
97
97
97
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schultert L Co............ 4
128,65
138
128
138
128,13
138,25
127,65
138
briefaost., Gold Komm. Cbl.Vl
97
97
97
97
Siemens L Halske........ 7
182
182,5
182
182,25
Eteuergutich.Berrechnungst. 34-38
108,85
108,9
108,9
108,9
Lahmeyer L Co..............7
130
130,5
129,9
129,5
4% Oesterreichtscye Goldrente....
—
28
27,65
27,9
Buderus .......... 4
97,13
97
96,65
96,9
4,20% Oesterretchische Silberrente
—
1,45
1,5
1,55
Deutsche Erdöl ..............4
117
118,25
117,25
118,4
4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4’/t% desgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
8,25
8,25
8,4
13,65
8,13
8,25
8,25
13,5
8,35
8,25
8,4
13,65
8,3
8,25
13,25
Harpener...................0
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. k
Ilse Bergbau ........ 6
Ilse Bergbau Genüsse........t
Klöctnerwerte ...............8
122
92,5
133,5
86,75
123,25 92,75 163,5
134
86,65
122
92,5
164
133,25
86,5
123,75
92,75
133,65
86,75
84,65
Serie I.....................
9,13
9,13
—-
—
Mannesmann-R.Ihren 0
84,75
84,5
84,75
Frankfurt a.M.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Schluß« kurs
Schluß». Mittagbörse
Schluß« kurs
Abendbörse
31 -März
1 .April
Amtliche Notierung
Geld | Bries
Datum
31.3
1.4.
31-3-
1 4.
Geld
»rief
Mansselder Bergbau.........5
Kokswerke.............. 6
Rheinische Braunkohlen .....12
Rheinstahl.................. 4
Vereinigte Stahlwerke........0
Otavi Minen ...............0
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7ft
I. G. Farben-Jndustrte.......7
Scheideanstalt...............9
Goldschmidt ................6
Rütgerswerte............... 6
Metallgelellschaft.............4
135,5
117,5
85,75
19,25
127
126
162,75
226
108,75
124
113,75
135
227
118,5
83,65
126,25
125,5
163,5
227
108,65
125
115
136 126 227,25
118
85,9
19,13
125,75
125,25 176
162,65
109 124,5 113,5
105,65
102,5
49,4
82,5
124,75
135,65 126,4
227,25 118,65
83,65
19
126,4
126
179,75
163,5
109 124,5 114,75
107,5
102,5 50,13 80,75
124,25
Buenos Wtex Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia ......
Kopenhagen. Danzig.....
London..... HelstngsorS.. Parts ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien
Oslo..... :
Wien.......
Lissabon ...
0,684 42,13 0,139 3,047 55,00 46,80
12,32
5,43 16,405 168,68
19,68 0,718
5,654 61,91
48,95
11,18
0,688
42,21 0,141
3,053
55,12 46,90
12,35
5,44 16,445 169,02
19,72 0,720 5,666 62,03 49,05
11,20
0,684
42,10
0,139
3,047
54,98
46,80
12,315
5,425
16,39
168,85
19,68
0,718
5,654
61,88
48,95
11,175
0,688 42,18
0,141
3,053
55,10 46,90
12,345 5,435
16,43
169,19 19,72 0,720
5,666
62,00 49,05
11,195
63,60 81,12
34,03 10,30
2,491
Philipp Holz mann...........4
Zementwerk Heidelberg ......7
Cementwerk Karlstadt.........6
Schultheis Patzenhofer .......4
Aku ^Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bembertz................... 6
Zellstoff Waldhof....... 5
105,5
135,5
131
49,13
81,5
124,75
107,25 135 131
50 81
124,5
Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag.......
Budapest ... Neuyork ...
63,51
80,99 34,01
10,29
2,489
63,63
81,15
34,07
10,31
2,493
Banfnoten
63,48
80,96
33,97
10,28
2,487
Berlin, 1 .April
Geld
Brie
Amerikanlsche Noten..............
2,439
2,459
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer Gas....... 7
Daimler Motoren............0
86,5
97,75
86,75
97,5
87
132,75
97,75
86,75
131,75
97,25
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
41,96
54,73
12,28
16,34
168,41
61,67
63,26
80,78
33,63
42,12
54,95
12,32
16,40
169,09
61,91
63,52
81,10
33,77
Deutsche Linoleum ..........8
Orenstein & Koppel ..........0
Westdeutsche Kaufhof.........0
Chade....................7»/.
Accumulatoren-Fabrik....... 12
Conti-Gummt...............8
Grttzner.............. 0
Mainkraftwerke Höchst a.M>... 4
Süddeutscher Zucker ....... 10
167
34,75
178
181,5
1 27,5
90,5 1 198,5
166,5
34,75
340
180
182,75
1 27,4
91
1 198
167
78,4
34,5
339,5
178,5
182
|»,2
167
78,75
34,9
341
180
182,5
27^5
i 198
Spanische Noten................
Ungarische Noten ••••••»••»•••••«


