VfB. - R.:
Hechler
Nachssuchfahrt des NGKK
Schmidt
1900:
(Schluß.)
am
auch
als fort, das
den mit war
Fenster stand.
„Soante Sellden ist mir lieb und wert
zu merken, daß der Brei überspritzte vor lauter Eifer?
„Elfe ist doch — hat doch — muß doch", erwiderte Grete geistvoll und lächelte träumerisch. Das war doch nur ein Traum--Der Löffel stockte.
Ein schlanker Zeigefinger stupfte den Mann zag an, der nun ebenfalls am Herd stand, eine Hand glitt
einfachen Worten. Frau Margret kämpfte Tränen. Eine ganz kleine egoistische Hoffnung
in ihr, ihre geliebte Jüngste noch ein bißchen zu behalten, sie nicht gleich an den Fremden hergeben zu müssen.
dabei doch noch eine gute Zeit erzielte, wurde im Endergebnis der Sieger. Das Ziel war Bad- Nauheim.
Die Fahrtstrecke brachte eine Fülle der Schwierigkeiten. Die Kontrollstellen lagen nicht etwa an Hauptplätzen, in größeren Städten oder in Landstädten, sondern zum größten Teil in abgelegenen, schwer zu erreichenden Dörfern. Viele der Teilnehmer dieser Nachtfahrt hörten den Namen des Ortes, der oder jener Kontrollstelle vielleicht überhaupt zum ersten Male. Sowohl der Hohe Vogelsberg, wie auch der Westerwald und der Taunus waren einbezogen in den Streckenbereich. Die Teilnehmer, die in Worms starteten, mußten den Feldberg an seinem höchsten Punkt passieren, die von Kassel kamen, hatten den Hoherodskopf als Pflichtkontrollstelle zu überwinden. Die in Siegen Gestarteten hatten Braunfels anzusteuern, und die in Frankfurt a. M. gestarteten Fahrer mußten nach Bierstein. Die Fahrer erhielten erst kurze Zeit vor
Landesflnanzamtspräsidenten mit den oberhessischen Zöllnern und gab den Berufskameraden Stängel, der noch Darmstadt versetzt ist, und S o m - mer (Nldda), der nach Mainz geht, die besten Wunsche mit auf den Weg. Eifrig wurde das Zöllnerlied gesungen, dessen letzter Vers den Stolz des Zöllners auf seinen schweren Beruf wiedergibt:
Szponik Heß Schorge Schmidt Fehling Lehrmund Knauß Mundt Leutheuser II Leutheuser I
Berlin SW 68.
(Nachdruck verboten.)
nur alles gut geht!"
Goebel legte den Arm um die Schultern der neben ihn tretenden Frau und deutete hinaus.
„Siehst du, wie unter dem Wintereis die Erde allmählich wieder aufbricht, wie das dunkle Gewölk da oben sich ganz sacht aber stetig lichtet? Durch die ganze Welt geht ein Wehen von Frühlingsahnen, bald lacht uns wieder die Sonne nach langer Nacht. Daran wollen wir glauben und darauf wollen wir hoffen.
Was ist das ganze Leben anders als ein gläubiges, oft getäuschtes, immer wieder freudig erstarkendes Hoffen? Und wir beide, Margret, wir tragen diesen Glauben und diese Hoffnung jetzt immer zusammen. Ist das nicht herrlich, Margret?"
Eng aneinandergeschmiegt standen die beiden und sahen still den langsam entschwindenden Wolken nach.
Zeiler Lippert Erhard Kleinbell Schmitz ! Wilhelm! Schmelz Clement Heilmann Henkelmann
Schwiegersohn, aber daß mein Kindel so weit in einen ganz anderen Weltteil gehen soll, ängstigt mich — und dieser Rückschlag in Elfes Befinden auch. Nun hab ich zwei Sorgen. Wenn
„Puh, was riecht denn so schrecklich?" rief eine Frauenstimme aus einer sich öffnenden Tür, „Gretekind, hast du etwa die Milch —"
Frau Margret, die hinausgeeilt war, hielt auf der Schwelle zur Küche vor lauter Erstaunen hörbar den Atem an: Am Herd stand ihre Tochter in unmißverständlich zärtlicher Umarmung mit einem Mann, dessen Länge und graugesprenkelter Rotschopf ihr irgendwie bekannt vorkamen — und auf der Gasflamme brutzelte ein total verbrannter Grießbrei in den letzten Zügen.
Das gab ein Beichten, ein Fragen und Erzählen!
Man saß um Elfriedes Ruhebett, während Sell- dön haarklein die Verhältnisse in der Mongolei im allgemeinen und Kalgan im besonderen schildern mußte — die, ohne daß er sich dessen bewußt, bedeutend rosiger ausfielen, als es tatsächlich der Fall war. Stand die ganze Welt nicht in rosigem Licht? — Mitte März brach die Expedition auf.
„Bis dahin wir können doch geheiratet sein, nicht wahr?" fragte Sellden fast ängstlich. Es gab ja in Deutschland so viele Formalitäten zu erledigen.
Gretes strahlendes Gesicht wurde plötzlich ernst. Sie hatte die Kranke betrachtet, die heute besonders angegriffen aussah. Ein Rückschlag war nach Wochen stetiger Besserung eingetreten, das Herz machte sich bemerkbar.
„So lange es Elfe nicht gut geht, ehe sie gesund ist, kann ich nicht fort", sagte sie leise und streichelte zart der Schwester Hand. „Wie könntest du je fest auf meine Treue rechnen, wenn du wüßtest, daß ich sie hier gebrochen, meinen Posten in schwerster Zeit verlassen hätte? — Wenn unser Liebes hier gesund ist, dann komme ich dir nach, wo du -x sein magst, aber jetzt bleibe ich hier."
Einen Augenblick herrschte Schweigen nach
regüng, in Schlummer gesunken war, sah Margret Meroius ernst den Freund an, der sinnend
„Wir sind des Führers Zöllnerschar
Im grünen Ehrenkleid!
Wir stehen jetzt und immerdar
Zum Kampf für ihn bereit!
Das Dritte Reich — wir helfen's bau'n —
Dem großen »Zöllnersohm!
Wir folgen ihm, weil wir vertrau'n!
Wir fragen nicht nach Lahn!"
HochdramaNscher Pokalkamps M.-R-IW«
Nach regulärer Spielzeit 2:2. — Nach Verlängerung 2:3.
über das Tor abgewehrt. Mit 1:1 wurden die Seiten gewechselt.
Die zweite Halbzeit.
Bald nach Wiederanstoß leisteten sich die VfBer einen Deckungsfehler, den Wilhelmi geschickt aus- nützte und zum Führungstor für feine Elf ausnützte. Die VfBer, aufgerüttelt, wurden nun sehr gefährlich, und die Verteidigung bei 1900 bekam sehr zu tun. Den Platzbesitzern sollte dabei auch der Ausgleich beschieden sein. Aus dichtem Gewühl heraus und während Schmidt am Boden lag, gelang den Grünweißen der Ausgleich. Trotz heftigster Anstrengungen auf beiden Seiten blieb es dabei. Wilhelmi hatte noch einmal eine klare Chance, der Ball ging aber daneben. Die reguläre Spielzeit schloß mit 2:2 Toren. Da aber das Spiel eine Entscheidung bringen mußte, bedurfte es der Verlängerung. Da sich aber die zuständigen Geister über die Form der Verlängerung lange nicht einig werden konnten, gab's zunächst eine Pause.
Der Sieg der Vlauweihen fiel in die erste Hälfte der Spielverlängerung. In scharfem, unverminderten Tempo wurde roeiter- gekämpft, obwohl der Boden höchste Anforderungen stellte. Allerdings wurden die Aktionen nun nicht mehr so planvoll angelegt, wie vorher. Jeder einzelne setzte sich zum Aeußersten ein. Und dabei fiel den Gästen der Sieg zu. Im Nahkampf und während nun Hechler am Boden lag, fiel das entscheidende Tor. Blauweiß wollte dann den Vorsprung mit einem weiteren Erfolg sichern, es gelang aber nicht. Die DfB.er drangen forsch auf Ausgleich, der ihnen aber versagt bleiben sollte. In der zweiten Hälfte der Verlängerung wurde das Spiel etwas verschleppt. Die 1900er bemühten sich energisch darum, das Ergebnis zu halten. Alle Angriffe der Grünweißen scheiterten. So blieb es denn bei dem 2:3 für die Spielvereinigung 1900.
In der Kritik der Mannschaften bleibt nicht viel zu sagen. Jeder kämpfte mit äußerstem Einsatz. Bei 1900 ragten Kleinbell und Clement hervor. Die Verteidigung (Zeiler-Lippert) war unübertrefflich.
Bei VfB. waren Knauß, Lehrmund, Szpomck und Leutheuser I. unermüdlich und sehr sicher. Hechler verließ sich manchmal auf seine Äorderleure. Lobenswert war der Eifer aller. Die Art der beiden Mannschaften in Technik und Stil, in Kombination und Angriff ist sehr verwandt geworden. VfB. hat in technischer Hinsicht sichtlich zu 1900 aufgeschlossen und braucht es durchaus nicht mehr mit dem Eifer allein zu schaffen. Die Zuschauer, die durch diesen Kampf nahezu drei Stunden auf dem Wald- sportplatz festgehalten wurden, hielten bis zum Schluß aus und gingen sicherlich sehr befriedigt nach Hause.
Wenn er, des ganzen Getriebes überdrüssig, der Stadt entfloh und auf seinen Skiern allem durch die schneebedeckten Wälder streifte, nach denen er in der Fremde so oft Sehnsucht verspürte, dann ge- schah es immer häufiger daß er neben sich den Schatten eines zweiten Menschen wähnte. Schloß er dv Lider, so sah er ihn ganz deutlich. Em Mab- chen war es, mit lachenden blauen Augen und blonder Flechtenkrone, groß, schlank und aufrecht wie eine jener jungen Tannen, die stolz ihre dicke Schneelast trugen, ohne fi* «u beugen. Das glitt lautlos neben ihm daher, und doch war em Singen und Klingen in der Luft — — Aber wenn er Augen öffnete, war es verschwunden, er stand allein in der weißen Stille und fühlte sich einsamer denn 3USor Diele, Diele Mädchen gab es auf d-r Wett - daß man dieses eine mcht vergessen tonnte! Et wußte, daß er recht getan. Und ward doch des,en abdrach^und^ nach ^B^ um
letzten Expedition" ^“fe^nem^ufbrud) nach°Asien
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Anordnungen, die er gleich da I _ unb jn tadelte, was er kurz zuvor g meiften pei- all dieser unsteten, ihn inner! d) unb feine nigenden Unruhe, die er auf p immer ein unheilvolle Wirkung auf it) 1“) ^letzt an- Paar blaue Augen vor sich, wie sie ihn Sv, gelächelt, als der Zug langsam aus oer
Halle glitt ... . (aaft zum Lunch
Eines Tages traf «Sellen einen UM mar a(5 bei Willertz, der ihn stark.interessiert m
Geologe mit -mer amerikanischen w
„Entschuldige mich, bitte", sagte er zu einem ihn überrascht ansehenden Freund „mir fiel eben etwas ein, das ich unbedingt sofort erledigen muß. Morgen rufe ich dich an. Tak so mycket
Und weg war er, während die Zurückgebliebenen betroffen dreinschauten. Das konnte ja nett da "^Auf^dem^schnellsten Weg zum Flugplatz Tem- pelhof", befahl unterdessen Sei d6n dem Führer einer zufällig vorbeifahrenden Autodroschke.
„Achtung/ Frollein, Zyklongefahr Windstärke zwölf! Det Langbein hat woll n$ropeller je* stochen", lachte ein Bursche, als Sellden dem Chauffeur Geld zuwarf und wie toll über den großen Platz rannte, ohne das „Dillen Dank ooch, Herr Baron!" des Erfreuten zu hören, und habet beinahe ein junges Mädchen umrannte das gespannt ein aufsteigendes Flugzeug beobachtete.
„Sie haben Glück, in zwei Minuten fliegen wir ab. Schnell--" ,
Grete Mervius, die auf das Klingeln öffnete, stand mit offenem Mund und blinzelte den vor ihr Stehenden unsicher an, als sähe sie nicht recht. Der streckte ihr beide Hände entgegen
©“ftarrte ihn noch immer an, ihren Augen nicht trauend, machte eine Biegung als wotte sie ihm um den Hals fallen - unb (d)o6 Plofchd) davon mit einem erschrecktem Schrei. „Der Grieß- brSs" blieb G-ttten nichts übrig, als die Tür zu schließen und dem Flüchtling m bis Küche zu fol- qen wo sie mit einem Löffel heftig m eurem auf betri Gasherd brodelnden Brei rührte.
Und warum mußt du. bitte, gerade fetzt Grieß- brei kochen?" fragte Selldän schüchtern, Schritt für Schritt naherkämmend. Gab es etwas Süßeres als
Die Ergebnisse der Pokalspiele in der Bezirksklaffe.
BfB.-Reichsbahn Gießen — 1900 Gießen 2:3. Biffenberg — Oberbiel 2:0.
SB. 05 Wetzlar — Niedergirmes 3:2.
Dillenburg — Burg 2:2 nach Verlängerung.
Frohnhausen — Naunheim 2:1.
In einem wechselvollen und sehr spannendem Kampfe wurden die 1900er nach Verlängerung glücklicher Sieger.
Die Bissenberger traten mit viel Ersatz an, konnten aber dennoch einen verdienten Sieg erringen.
In Wetzlar hatten die Niedergirmeser, die ein sehr gutes Spiel lieferten, die Halbzeitführung mit 2:1 erkämpft. In der zweiten Halbzeit fielen sie ihrem eigenen Tempo zum Opfer und wurden knapp geschlagen.
Das Spiel in Dillenburg wurde sehr hart durchgeführt. Halbzeit 0:0. Ende des Spieles 2:2. Die Verlängerung änderte nichts an dem Resultat.
Naunheim trat in Frohnhausen mit Ersatz an und verlor nach einem fairen Kampfe 2:1.
Das Pokalspiel Dillenburg — Burg wird am nächsten Sonntag in Burg wiederholt.
DFB.-Pokalendspiel Südwest — Sachsen 2:2.
Das DFB. - Pokalendspiel zwischen den Gauen Südwest und Sachsen endete vor 35 000 Zuschauern im Frankfurter Sportfeld trotz Verlängerung mit 2:2 unentschieden. Das Endergebnis stand schon bei der Pause fest. Südwest führte zunächst durch Schmitt unb Heldmann 2:0, Die Sachsen glichen durch Heimchen aus. Das Spiel wird an einem noch zu bestimmenden Termin in einer sächsischen Stadt wiederholt.
scheu über seinen Aermel.
„Ja, ist denn das wirklich wahr —"
Da schlossen sich seine Arme um sie.
„0 Greta, Greta, was hab ich für eine früktelige Sehnsucht nach dir gehabt", flüsterte es an ihrem Ohr, „mein ganzes Charakter ist schlecht geworden! Ich meinte es so gut mit dir — aber — es ging nicht! Und nun ich hörte eben, daß es neue europäische Häuser gibt in Kalgan, wo mir wohnen, daß auch andere junge Frauen mit ihre Männer dort sind. In den sechzehn Monaten, daß ich fort bin von dort, ist alles viel besser und sicherer geworden. Willst du es nicht, bitte, auch versuchen?"
MöhllMOM.
Vornan von von Seltermann.
Copyright 1936 by Aufwärts-Verlag ®. m. b. H.,
Die Schar der Freunde des Fußballspiels in unserer Stadt erlebte gestern die zweite Auflage des Lokalkampfes VfB.-R. —1900. Das Spiel — Pokalkampf — vollzog sich in etwas anderen formen als das des Vorsonntags. Es läßt sich zwar nicht behaupten, daß das Niveau des geftrigen Kampfes höher lag ober das gleiche war, wie das des Vorhergegangenen, das lag aber roemaer an den Mannschaften als an den Bodenverhältnissen des Waldsportplatzes, die wieder einmal sehr unerfreulich waren und das Spiel sehr stark beeinträchtigten. Die Mannschaften selbst waren glänzend aufgelegt, körperlich ausgezeichnet disponiert und von einer Leidenschaft beseelt, die dieser Begegnung der beiden Vereine besonderen Charakter gab. Immerhin — es ging ja um etwas! Der Verlierer, das wußte ja jeder einzelne Spieler wie auch jeder Zuschauer, schied aus der Pokalrunde aus. 1900 gewann und hat nun den Gießener Fußballfport für die weitere Runde würdig zu pertreten.
Der Sieg fiel an die Blauweißen! Das (Ergebnis des Kampfes besagt aber gerade für dieses Spiel des gestrigen Sonntags keinesfalls, das VfB.-R. schlechter war. Der u n p o r e i n g e -
Das NSKK. hat für den Bereich der Gruppe Hessen alle seine Einheiten zur Teilnahme an einer Leistungsprüfung, an einer Nachtsuchfahrt, aufge- qjforbert. Das Meldeergebnis war sehr gut. Ueber M Fahrzeuge stellten sich den Startern. Personenwagen-Kraftfahrer und Motorradfahrer auf Solo- bzw. auf Beiwagenmaschinen unterzogen sich der harten Prüfung, die tatsächlich äußerste Anforderungen stellte.
Stark an vier Stellen.
Die Nachtsuchfahrt führte von vier verschiedenen Startpunkten aus (Kassel, Frankfurt a. M., Siegen und Worms) über eine Strecke, die in zehn Stunden bewältigt werden sollte. Die Wertung sah Gutpunkte für kürzere Fahrzeit, Strafpunkte für überschrittene Zehn-Stundenfahrzeit vor. Unterwegs waren zahlreiche Kontrollstellen anzufahren. Wer die meisten Kontrollstellen, vor allem die schwierigsten Punkte der Fahrt passiert hatte, und
Die Läuferreihe der Platzbesitzer hatte gegenüber dem Vorsonntag durch das Mitwirken von Lehrmund eine Verstärkung erfahren. 1900 mußte Schmitz als Ersatz für Mank einstellen. VfB.-R. hatte in der gestrigen Aufstellung seine stärkste Elf zur Stelle.
Wie die Tore fielen.
Die beiden Mannschaften wurden von den etwa 1000 Zuschauern herzlich begrüßt. Die Platzbesitzer kamen während der ersten Minuten nicht gleich in Fahrt. Die Blauweißen fanden sich schnell. Es dauerte aber nicht lange, daß beide Mannschaften in gleichwertigem Feldspiel und in einem hartnäckigen Kampf eine völlig ausgeglichene Leistung zeigten. Das erste Tor des Spiels fiel für die Grünweißen. Szponick gab eine tadellose Flanke nach innen, die Schmidt sehr sicher aufnahm und zum ersten Erfolg verwandelte. Schmidt im Tor der Gäste, wie auch die Verteidigung, hatten kaum Zeit zur Reaktion.
Unmittelbar danach unb für kurze Zeit nahm dieser Erfolg den Blauweißen die Ruhe. Dann aber gingen die 1900er energisch los. (Element hatte Gelegenheit, einen Strafstoß dicht unter die Latte zu setzen, aber Hechler lenkte das Leder geistesgegenwärtig darüber. Die Ecke für 1900 brachte zwar eine kritische Situation vor dem VfB.-Tor, aber keinen Erfola. Auf beiden Seiten gab’s dann ausgezeichnete Kombinationszüge und stürmische Angriffe — die Verteidigungen klärten aber, manchmal mit tatkräftiger Hilfe der Läuferreihen, immer wieder. Die Läuferreihe der Platzbesitzer war dabei immer etwas beweglicher, obwohl Kleinbell auf der Gegenseite — einer der besten Spieler auf dem Platz — hervorragend wirkte. Schorge vergab in der Folge eine Chance, indem er knapp über bas Tor schoß. Dann aber kamen die Blauweihen zum entscheidenden Zug. Nach einer bewegten Auseinandersetzung vor dem VfB.-Tor kam der Ball günstig an Wilhelmi, der das Leder dicht unter die Latte an das Netz setzte. Der Ball sprang zwar ins Feld zurück, ber Torerfolg war aber nicht zweifelhaft. Dann kam der dramatischste Augenblick! VfB. hatte die ganze Mannschaft nach vorn geworfen, bei den Blauweißen aber fand sich auf einmal schier automatisch die ganze Mannschaft zur Verteidigung ein. In einem tollen Gewühle wurde bas fieber umstritten, mehrmals griff Schmidt ein. Aber zwischen vielen Beinen fanb ber Ball keinen Weg in das Tor. Erst als der Ball aus einiger (Entfernung noch an das Tor der Gäste kam, löste sich die Situation. Schmidt hatte mit viel Glück
Selldön war ganz blaß geworden vor Betroffenheit. Aber er widersprach nicht, wußte wohl, was Grete mit der „Treue" gemeint. Wenn sie so fühlte, wollte er sie nicht überreden.
„Ach, du Dummchen", lächelte Elfriede, „glaubst du, ich dankte es dir etwa, wenn du jetzt aus einem mißverstandenen Pflichtgefühl heraus hier bliebst?! Kennst du denn nicht das uralte Wort, das der Frau den Weg weift, wenn sie liebt: ,Wo du hingehst, da gehe ich auch hin, dein Land ist mein Land, dein Volk ist mein Volk?'"
Ein verklärter Glanz lag auf dem schönen Gesicht, der die anderen erschütterte.
Wenn Gott mir wieder Gesundheit schenkt, dann folge ich ohne Zaudern dem Mann, dem mein ßeben gehört. Willst du mich glücklich machen, bann tue begleichen. Wenn ber Ruf an uns ergeht, müssen wir gehorchen."
Soante Sellden beugte sich über die Frau, die er zuletzt in der Blüte ihrer köstlichen jungen Schönheit gesehen, unb küßte ihre Hände.
„Ich danke Ihnen, Frau Stalling —*
Sie nickte ihm heiter zu.
„Nun habe ich dir den dritten Sohn gebracht, Mamachen! Ich glaube" — ein leises, frohes Auf- lachen — „er paßt ganz aut in unseren erlauchten Kreis, wie Grete immer sagt."
Die saß still da, wagte noch nicht zu glauben, was ihr geschehen — und schluchzte ganz unmotiviert auf, als die Mutter den langen Schweden zu sich herabzog, ihm lange in die Hellen Augen schaute und ihre Lippen bann wie im schweigenden Segen feine Stirn berührten.
Aber als Sellden in Gretes unb Hans' Begleitung fortgegangen, (Elfriebe, erschöpft von ber Auf-
Herber-Baier erringen den Weltmeistertitel.
Das deutsche Eiskunstlaufpaar Maxie Herber und Ernst Baier- Berlin konnte nach feinen Triumphen in ber Europameisterschaft unb bei ben Olympischen Spielen in Garmisch-Partenkirchen nun noch einen britten großen Erfolg erringen: bie Weltmeisterschaft im Eiskunstläufen, die am Samstagabend bis in die späte Nacht im Pariser Sportpalast ausgetragen wurde. Das deutsche Paar wurde von allen fünf Punktrichtern auf den ersten Platz gesetzt unb siegte mit Platzziffer 5 unb 11,40 Punkten vor ihren schärfsten Gegnern, ben österreichischen Geschwistern Ilse unb Erik Pausin, bie Platzziffer 11 unb 11,10 Punkte erreichten. Das deutsche Paar wurde stark gefeiert.
Gleichzeitig wurden die Weltmeisterschaften im Kunstlaufen für Herren ausaetragen, bei denen erwartungsgemäß Karl Schäfer den Sieg vor dem Engländer Graham Sharp errang. (Platzziffer 10, 377,26 Punkte.)
Neuer deutscher Rekord über 800-Meter-Kraul
Einen neuen deutschen Schwimr^rekord stellte beim internationalen Schwimmfest Son Poseidon Berlin am Sonntag Heinz Arendt, der Bruder von Gisela Arendt, über 800 Meter Kraul auf. Er kam mit dem Rekordhalter Freese (Bremen) in der neuen Rekordzeit von 10:37.2 Minuten ins Ziel. Freeses Zeit wird wegen fehlerhafter Wende nicht als Rekord anerkannt.
Asien gewesen unb wußte allerhand Neues aus der! dieses verwirrte Gesichtet mit den eher erschrocke- Monaolei 3U berichten, in deren Altaigebirge er nen als erfreuten Augen, die an ihm hingen, ohne
o _u ,,, wiai-Pav» Xrtfe hnr Srtrot ttkorfnrifofo nnr i m tf or (r i rpr V
tätig gewesen. .
„Sie werden überrascht sein, wie zivilisiert das Land um Kalgan herum geworden ist, seit es für Siedlungen erschlossen wurde", erzählte er. „lieber- all weiden Herden, werden verschüttete Brunnen reigelegt, um die bann im Nu ein ganzer Haufen Jurten entstehen. Die Karawanenstraßen sinb lange nicht mehr so gefährlich, benn bie chinesische Regierung ging enblich scharf gegen bas immer mehr Überhanbnehmenbe Brigantertunwesen vor. Da der Handel mit Pelzen, Wolle, Häuten immer mehr einbringt, lohnt es sich schon ihn sicherzustellen In Kalgan sah ich neue Holzhäuser, die direkt europäisch anmuteten, es wohnen auch etliche Europäer mit ihren Frauen drin — —
„Frauen?" unterbrach lhn der Schwede hastig „Jawohl, junge unb hübsche sogar! lachte der also Gefragte. „An einem richtigen Teetisch hab ich bei der einen, einer famofen DeutJdjenglanberin gesessen und zur Zither Ballslieder sur sie gespielt, y Weiter kam er nicht, denn Gellten war aufge-
notnmene Zuschauer war sich darüber klar, daß nach dem Kampfverlauf zu schließen, der Sieger ebenso VfB.-R. heißen konnte. Das kommt völlig klar in ben Ergebnissen zum Ausbruck: Halbzeit 1:1! Reguläres Endergebnis 2:2! Halb- zeit der Verlängerung 2:3! Im letzten Spielabschnitt tonnten bie Sieger bas Tor fast nur burch hinhattenbes Gefecht behaupten. Zwei völlig gleichwertige Mannschaften hatten sich einen rassigen Kampf geliefert. Die glücklichere Els kam zum Sieg. Die Mannschaften befleißigten sich aller Ritterlichkeit. Das Spiel wurde fairer ausaetro- gen als je ein Lokalkampf zuvor. Der Schiedsrichter aus Dillenburg war ein gerechter Leiter. (Er entschied auch einwandfrei. Daß über die eine ober andere feiner Entscheidungen gemeckert wurde, ist das Schicksal eines jeden Schiedsrichters.
Oie Mannschaften
traten in ben folgenben Aufstellungen an:


