her schon In der frühesten Jugend ein» setzen. Vorbedingung für den Erfolg überhaupt seien klare Gebote und Verbote. Die Polizei werde im Laufe der Zeit dazu übergehen, die gebührenpflichtigen Verwarnungen zu erhöhen, damit jeder lerne, sich dem Gemeinwohl ünterzuordnen. Die Justiz werde scharf durch- a r e i f e n müssen, wenn die Strafe von erzieherischer Wirkung sein solle. Für eine gerechte, dem Dolksempfinden entsprechende Strafe seien die Vorermittlungen der Straßenpolizei von wesentlicher Bedeutung.
Oer Wachtmeister-Ersatz der Schutzpolizei.
Berlin, 31. Aug. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei macht in einem Runderlaß den Polzeibehörden und Landesregierungen Mitteilung von einer Vereinbarung mit dem Reichskriegsminister, wonach der Ersatz der Wachtmeister fürdie Schutzpolizei aus den im Herbst 1936 aus der Wehrmacht ausscheidenden zwei- bis fünfjährig gedienten Soldaten zu entnehmen ist. Rach einer Anweisung des Reichskriegsministers legen die für die Wachtmeisterlaufbahn der Schutzpolizei in Frage kommenden Wehrmachtsangehörigen ihre Anträge auf Einstellung in die Schutzpolizei auf dem Dienstwege vor. Außer einer vorwurfsfrei abgeleisteten Dienst- z e i t bei der Wehrmacht von mindestens zwei, höchstens fünf Jahren, sind die üblichen für die Einstellung in den Polizeidienst geltenden Bedingungen zu erfüllen, vor allem müssen die Bewerber vor ihrem Eintritt in die Wehrmacht der NSDAP, oder ihren Gliederungen a n g e h ö r t haben.
Aus aller Wett.
Münchener Schach-Olympia 1936.
In der am Montag gespielten Runde der Münchener Schach-Olympiade traf Deutschland mit Dänemark zusammen. Andersen spielte gegen Richter. Richter machte in der Eröffnung einen etwas tollkühnen Versuch, zu gewinnen, scheiterte aber an der Verteidigung seines Gegners. Die Partie wurde in ein Endspiel übergelenkt. In der Abbruchstellung hat Andersen einen Bauern mehr in etwas besserer Stellung. Ein Damenbauernspiel Norman Hansen gegen A h u e s wurde von Ahnes ziemlich rasch gewonnen. Er öffnete in geschickten Angriffen mit drei Figuren auf den König und fetzte seinen Gegner matt. Engels wollte gegen B. Nielsen sehr rasch die Entscheidung herbeiführen, übersah eine Gegendrohung und verlor die Qualität. In der Abbruchstellung hat Engels nur geringe Aussichten auf ein Unentschieden. In der Partie Hage— Carls spielte der Bremer Meister wieder seine c-4-Partie und vollbrachte eine gute Leistung. Damit hat Carls Aussichten auf Gewinn. I. Nielsen ließ sich von R e l l st a b in einem angenommenen Damengambit mattsetzen. Sörensen eröffnete gegen Dr. R ö d l in offener spanischer Verteidigung; oie Partie endete unentschieden. Christiansen remitierte gegen Hei - necke in einer holländischen Partie.
Der Montagnachmittag war der Erledigung der zahlreichen noch schwebenden Partien gewidmet. Es wurden alle Partien beendet. In der Gesamt- wertung führt nunmehr Ungarn mit 106 Punkten vor Polen mit 102 und Deutschland mit 101 Punkten. Es folgen dann Jugoslawien 100^, Tschechoslowakei 99, Oesterreich 92%, Lettland 91%, Dänemark 88^, Schweden 87^, Estland 86, Litauen 73, Finnland 71, Holland 69%, Rumänien 66%, Brasilien 63 (Endergebnis, da in der letzten Runde spielfrei), Norwegen 61, Schweiz 56%, Island 54, Italien 53%, Frankreich 40%, Bulgarien 36.
Von der 14. Runde endete der einzige noch ausstehende Wettkampf Holland — Brasilien mit 4% ju 3% zugunsten der Holländer. Don der 15. Runde wurden folgende Treffen beendet: Estland — Jugoslawien 4:4, Rumänien — Litauen 4:4, von der 16. Runde Litauen — Tschechoslowakei 4:4, Dänemark — Rumänien 4%:3%, Jugoslawien — Brasilien 6:2, von der 17. Runde Italien — Holland 3% zu 4%, Tschechoslowakei — Dänemark 5:3, Schweiz gegen Litauen 5:3, Polen — Island 6%:1%, Deutschland — Lettland 6%:1%, von der 18. Runde Island — Deutschland 2%:5%, Litauen — Polen 1:7, Jugoslawien — Ungarn 3:5, Bulgarien — Brasilien 4:4; von der 19. Runde Brasilien — Norwegen 4^:3%, Finnland — Bulgarien 5%'.2%, Ungarn — Schweden 2%:3%, Italien — Jugoslawien 3:5, Polen — Dänemark 5:3, von der 20. Runde Litauen — Lettland 4:4, Dänemark — Deutschland 3:5, Oesterreich ge- gegen Polen 4:4, Holland — Schweiz 5:3, Frankreich — Tschechoslowakei 1%:6%, Jugoslawien gegen Rumänien 6%:1%, Schweden — Italien 6% zu 1%, Bulgarien — Ungarn %*.!%, Norwegen gegen Finnland 4:4 und Estland — Brasilien 6%\3%.
Wirtschaft
Neuregelung der Oettuchenpreise.
Fwd. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse hat nach Anhörung des Verwaltungsrats durch eine im „Deutschen Reichsanzeiger" erscheinende Anordnung die lieber» nähme- und Verkaufspreise der dem Maismonopol unterliegenden Waren, für die die bisherige Preisregelung am 31. Aug. 1936 abläuft, für die Zelt vom 1. September bis zum 31. Dezember 1936, bei Fisch- und Fleischmehlen u. a. bis zum 31. Oktober 1936, im allgemeinen in der bisherigen Höhe festgesetzt.
Bei Oelkuchen ist eine Aenderung der Monopoloerkaufspreise vorgenommen worden. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß die Preise für die einzelnen Oelkuchenarten bisher nicht in bem Verhältnis zueinander standen, wie es ihrem Fütterungswert nach Protein- und Fettgehalt entspricht. Diesem Umstand wird jetzt dadurch Rechnung getragen, daß der bisherige Preis für Soiaextraktions- schrot beibehalten wird und nach ihm die Preise für die anderen Oelkuchenarten ausgerichtet werden. Das hat zum Teil erhebliche Senkungen der Preise für Oelkuchen zur Folge. Die bisherigen Frachtzuschüsse für Oelkuchen, die die Landwirtschaft in einzelnen Gebieten des Reiches über weite Entfernungen beziehen muß, können vom 1. September 1936 ab nur noch für Sojaextraktionsschrot gewährt werden. Eine nicht unbeträchtliche allgemeine Verbilligung auch für Oelkuchen wird für die verbrauchende Landwirtschaft durch eine Neuregelung der ortsüblichen Zuschläge im Handel mit Futtermitteln herbeigeführt werden.
Mein-Mainische Börse.
Mtlagsbörse uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 31. Aug. Auch zu Beginn der neuen Woche verkehrte die Börse in sehr stiller Haltung. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung nach dem schwachen Verlauf vom Samstag uneinheitlich, da noch kleine Abgaben vorlagen, andererseits auch auf dem ermäßigten Kursstand kleine Nachfrage bestand. Die Veränderungen bewegten sich zumeist innerhalb eines Prozentes, wobei zu den ersten Kursen Abschwächungen überwogen haben. Später zeigte sich verschiedentlich Nachfrage. Montanaktien lagen überwiegend 0,13 vis 0,25 v. H. leichter, mäßig höher Klöckner, Buderus und Rheinstahl, Harpener unverändert. Am Chemiemarkt eröffneten IG.-Farben mit 158,25 (158), Scheideanstalt mit unverändert 271,50, Deutsche Erdöl gaben etwa 0,75 v. H. nach. Don Elektroaktien waren Licht & Kraft noch 2 v. H. und Schuckert noch 1 v. H. niedriger, AEG., Gesfürel und Mainkraft bröckelten bis 0,50 v. H. ab, während Bekula und Siemens je 0,50 v. H. anzogen. Von Maschinenwerten fetzten Muag 0,25 v. H. höher und Eßlinger unverändert ein, Moenus verloren 0,50 v. H., Gedr. Junghans 1,50, ferner Daimler 0,40 und BMW. 0,90 v. H. schwächer. Zellstoffaktien ließen bis 0,65 v. H., Reichsbank und Rheinmetall-Borsig je 1,50 v. H., AG. für Verkehr 1 und Cement Heidelberg 0,75 v. H. nach. Westdeutsche Kaufhof und Holzmann erhöhten sich bis 0,50 o. H., Kunstseide Aku unverändert 60 v. H.
Der Rentenmarkt war weiter etwas befestigt, aber still. Altbesitz 114,25 (113,75), Städte- Altbesitz im Freioerkehr 114 bis 114,25, dagegen gingen Kommunal-Umschuldung auf 88,05 bis 88,10 (88,25) zurück. Späte Schuldbuchforderungen und Zinsvergütungsfcheine blieben behauptet. Von Auslandrenten lagen Steg-Prior, im Freiverkehr etwas fester. 3proz. von 1895 4,40 bis 4,50 (4,30), 4proz. von 1883 etwa 11,50 bis 11,75 (11).
Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt fester. Besonders in Montanwerten ergaben sich auf Rückkäufe und Deckungen Erhöhungen von 1 bis 2 v. H. Auch JG.-Farben 1,25 v. H. höher mit 159,50, ferner Westdeutsche Kaufhof 52,25 nach 51,25, Zellstoff Waldhof 143 nach 141. Auf den übrigen Marktgebieten betrugen die Besserungen zumeist bis 1 v. H. Die erst später notierten Werte lagen noch etwas niedriger.
Am Rentenmarkt blieben die Anfangskurse gut behauptet, Kommunal-Umschuldung 88,15 nach 88,10. Variable Industrie-Obligationen lagen etwas uneinheitlich. Am Pfandbriefmarkt bestand etwas Nachfrage, es ergaben sich aber feine Veränderungen. Stadtanleihen notierten zumeist 0,25 bis 0,40 d. H. fester, nur Wiesbaden von 1928 92,65 (93) und Heidelberg mit 91,75 (92). Jrn Freiverkehr erhöhten sich 3proz. Seg-Prior. auf 4,60 nach 4,45.
Jrn Freiverkehr galten: Adlerwerke 110,50, Auto-Union 121,50 Brief, Wayß & Freytag 116, DDM. 133, Kali Wintershall 118 und Dyckerhoff Cement 138.
Tagesgeld unverändert 3 v. H.
Abendbörse welker befestigt.
Bei allerdings nicht sehr lebhaften Umsätzen erfuhren die Aktienkurse an der Abendbörse weitere Aufbesserungen von etwa 0,50 bis 1 o. H. gegen den Berliner Schluß. Die Kulisse schritt zu weiteren Deckungen, doch erfolgten auch Käufe des Publikums. Besonders am Montanmarkt wollte man solche Erwerbungen beobachtet haben. Verein. Stahlwerke etwas lebhafter mit 105 bis 105,65 (104), ferner Mannesmann 105 (103,90), Rheinstahl 133,50 (132,50). JG.-Farben erhöhten sich auf 159,90 (158,90), Daimler Motoren auf 121 (119,50), Aschaffenburger Zellstoff auf 116,50 bis 117(115,75) und Gebr. Junghans nur zum Einheitskurs auf 97 (95,50) bei 50 v. H. Zuteilung. Auf den übrigen Marktgebieten war das Geschäft ziemlich gering. Südd. Zucker kamen 1,50 v. H. niedriger zur Notiz mit 208, waren aber so gefragt. Im Freiverkehr erhöhten sich Adlerwerke Kleyer auf 111,50 (110,50). Deutsche Renten lagen still und unverändert. Von Stadtanleihen befestigten sich 4)^proz. Hanauer auf 93,50 (93). Am Auslandsrentenmarkt hatten österr.-ungar. Vorkriegsanleihen weiter feste Haltung und lebhaftes Geschäft, 3proz. Steg-Prior, von 1895 4,85 bis 4,95 (4,70), ferner Oesterr. Silber- Rente 3,25 (3,10), 4proz. Oesterr. Einheits- (Juli) Rente 2,05 (1,85).
11. a. notierten: 4Xproz. (1947er) Verein. Stahlwerke 95,50, 6proz. JG.-Farben-Bonds 124,75, Reichsbahn-VA. 122,75, 4^proz. Oesterr. Silber- Rente 3,25, 4proz. Einheits-Rente 2,05, 4proz. Ungar Gold 8,95, 4proz. Ungarn Kronen 2,30, 4>4proz. Goldrumänen 9,75, Adca 83,75, Commerzbank 99,25, DD-Bank 98,50, Dresdner Bank 98,50, Buderus 109,50, Harpener 129,25, Mannesmann 105, Hoesch 106,50, Nheinstahl 133,50, Verein. Stahl 105 bis 105,65, Aku 61, AEG. 37, Daimler 121, Deutsche Erdöl 125, Scheideanstalt 272, Eßlinger Maschinen 98,50, JG.-Farben 159,90, Felten 127,75, Gesfürel 132,50, Goldschmidt 112, Holzmann 123,50, Junghans E 97, Muag 118,50 Moe- nus 93, Schuckert 149,25, Westdeutsche Kaufhof 53, Zellstoff Aschaffenburg 116,50 bis 117, Südd. Zucker 208, AG. für Verkehr 114.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 31. Aug. Auftrieb: Rinder 266 (gegen 373 am letzten Montagsmarkt), darunter 31 (22) Ochsen, 55 (99) Bullen, 144 (211) Kühe, 36 (41) Färsen. Zum Schlachthof direkt: 13 Ochsen, 1 Bulle, 2 Kühe, 4 Färsen. Kälber 419 (573), Hümmel und Schafe 66 (157), Schweine 1068 (1038). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 bis 45 (am 24. Aug. 43 bis 45). Bullen a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 39
(39). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 34 bis 39
(35 bis 39), c) 33 (28 bis 33), d) 25 (25). Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44). Kälber andere a) 89 bis
93 (88 bis 92), b) 80 bis 88 (81 bis 87), c) 71 bis
79 (72 bis 80), a) 60 bis 70 (60 bis 71). Hämmel b2) 55 bis 58 (55 bis 57). Schafe e) 50 bis 55 (49 bis 50), f) 48 (42 bis 48). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft.
Großmarkt für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 939 Viertel Rindfleisch, 516 halbe Schweine, 100 ganze Kälber, 39 Hämmel, 28 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Farsenfleisch a) 80 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 105 bis 120, c) 90 dis 105. Hammelfleisch b) 100 bis 105. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter 85 bis 88, Flomen 85 bis 88. Marktoerlauf: flott.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 31. Aug. Das Weizenangebot sowohl aus der Provinz, wie aus Nord- und Mitteldeutschland hält sich vor dem Monatswechsel wieder in sehr engen Grenzen, so daß die Nachfrage der Mühlen, die auch auf den Bezug der Pflichtlagerbestände bedacht sind, nicht ausreichend gedeckt werden kann. Roggen ist auch nur in kleinerem Umfange erhältlich, wenn auch die Versorgung der Landmühlen laufend vor sich. geht. Die Beanstandungen von Feuchtigkeitsgehalt und Hektoliter-Gewichten werden glatt geregelt. Die Umsätze- für Gerste für die verschiedenen Zwecke bleiben noch unbedeutend. Hafer fehlt am Markt. Weizenmehl wird lebhaft gefragt, während die Anlieferungen von Roggenmehl günstiger geworden ist. Außer Kleie und Weizen-Futtermehl bleibt es bei den übrigen Futtermitteln noch ruhig.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 197, W 16 200, W 19 204, W 20 206, Raaaen R 12 160. R15 163, R18 167, R19 169. Futtergerste und -bafer —. Weizenmehl Tnpe 790 W 13 28.75, W 16 29, W19 29, W 20 29,35, Roggenmehl Type 997
R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizen-Futtermehl 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Müh. lenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 16, Trockenschnitzel —, Heu 4,60 bis 5, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2.
Kartoffeln: gelbfleischige hiesiger Gegend 2,80, weißschalige hiesiger Gegend 2,50 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug, Frachtparität Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen
gibt Auskunft: 708: Bekanntmachung KP 186 der Ueberwachnngsstelle für unedle Metalle betr. Kurs» preise. — 709: Zusatzkontingente für die Leipziger und Wiener Messe. — 710: Verordnung über die vorläufige Anwendung eines deutsch-österreichischen Verrecynungsabkommens. — 711: Abkommen über die Zahlungen im Warenverkehr zwischen dem Deutschen Reich und dem Bundesstaat Oesterreich (Deutsch - Oesterreichisches Derrechnungsabkommen). — 712: Verordnung über die vorläufiae Anwen- düng einer Vereinbarung über die Aenderung der 8. Zusatzoereinbarung zu dem vorläufigen Handels- abkommen zwischen Deutschland und Der Belgisch- Luxemburgischen Wirtschaftsunion. — 713: Unbefristete Beibehaltung der Reisefreigrenze im Verkehr von Danzig nach Polen und Deutschland. — 714: Umrechnungskurse in den Güter- und Tierverkehren mit dem Auslande.
Bettelbriefschreiber treiben ihrUnwesen.
LPD. F r a n f f u r t a. M., 31. Aug. In letzter Zeit häufen sich die Beschwerden über die sog. Bettelvriefschreiber. Es handelt sich hier meistens um vielfach vorbestrafte Personen, die ihr unsauberes Handwerk zu verschleiern suchen. Sie suchen aus dem Adreßbuch Adressen heraus und schreiben an bestimmte Personen Bettelbriefe. In dem Schreiben schildern sie ihre Notlage, obwohl sie Unterstützung oeziehen, und bieten sich an, evtl. Hausarbeiten zu verrichten. Dabei ist es ihnen mit der 5) aus arbeit nicht ernst, sondern sie gehen vielmehr daraus aus, Geldgeschenke oder andere Sachen zu bekommen. Sie begnügen sich auch mit abgelegten Kleidern und Wäsche. Diese Sachen werden aber sofort in der Herberge verkauft. Das ganze Verhalten dieser Personen ist nur als verschleiertes Betteln anzusehen. Die Polizei warnt daher das Publikum, diesen Personen etwas zu geben ober im Haushalt zu beschäftigen. Die Beschäftigung dieser Personen im Haushalt wird meistens zur Ausspionierung der Wohnräume ausgenutzt, um später einmal die Gelegenheit wahrzunehmen, in dem Hause einen Einbruch oder Diebstahl auszuführen.
Rundfunkprogramm.
Mklwoch. 2. September.
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Musik in der Frühe. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nackrichten. 14.10: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 14.20: Länder und Lieder (III). 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Was bringen die Zeitschriften des Monats? 15.30: Nun raten mir einmal, Kurzszene. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Der Kampf mit dem Sprudel. Funkbericht von einer Sehenswürdigkeit der Stadt Andernach. 18: Singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Nürnberg-Echo des Reichsparteitages 1936. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. 20.45: Großes Blaskonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik.
Donnerstag, 3. September.
6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. Volksliedsingen. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Die Luftwaffe musiziert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Die Luftwaffe musiziert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! Französische Musik. 15: Volk und Wirtschaft. Ein Backstein für drei Pfennig. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Bilder aus dem alten Heere (I). Erinnerungen eines Militärs. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: Konzert. 19: Die Krähe als Hellseher. Eine Bauernschnurre von Goswin P. Gath. 19.45: Nürnberg-Echo des Reichsparteitages 1936. 20: Nachrichten. 20.10: Großer Tanz- unb Unterhaltungsabenb. 22: Nachrichten (auch aus bem Senbebezirk). Nachrichten ber DAF. 22.30: Jetzt wirb getanzt. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe der zuletzt beschlossenen Dividenbe an. — Reichsbankdiskont 4 v.H.,
Jranfnirt a. Dl. | Berlin
Schluß. kurS
Schluß!. Abend- börse
Schluß, furd
Schluß!. Mittag« börse
Dalum
29.8
31.8
29.8
31 8
6% Deutsche Reichsanlethe o. 1927
101,25
10.1,25
101,25
101,25
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,9
98
97,9
98
6%% Doung-Anlelhe von 1930 ..
102,5
102,65
——
—
Deutsche Aul.-Ablos.-Schuld mit Ausloj.-Rechten ............
113,75
114,25
114
114,25
47i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, l......
100,05
100
100
100
4Vi% ehern. 8% Hessischer Bolk^ staat 1929 (rückzahlb. 102%) ..
98,75
98,75
—
47i% ehern. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12...
97
97
_
97
67i% ehern. 4'/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau.
101
101
_
41A% ehern. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldichuldverlchr R.t
93,13
93,4
_
_
Cbeihelien Provinz-Anleihe mii
Auslos.-Rechten ............
126
126
_
126
Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
120,4
120
120
119,75
47i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
97
97
6’/»% ehern. 4*/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese......
100,75
100,75
_
67i% ehern. 4 7i% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ...
101
100,75
101,13
100,9
47i% ehern. 8% Pr. Landespfank
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97,5
97,5
97,5
97,5
47i% ehern. 7% Pr.Landespsano vriesanst., Gold Komm. £61.20
95
95
95
95
Lteuergutsch.Berrechnungsk. 84-38
109,6
109,6
109,65
109,65
4% Oesterretchische Goldrente...
29
29,5
29,3
_
4,20% Oesterretchische Silberrente
3
3,25
2,95
3,1
4% Ungarische Goldrente.......
8,8
8,95
8,9
8,9
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1913.........
8,1
8,13
8,3
8,25
8,5
8,4
8,5
—
5% abgest. Goldmsxikaner von 99
13,5
13,65
i 3,5
13,75
4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
_
_
_
_
Jranffurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schluß«. Abend« börse
Schluß« furd
Schlußk. Mittag« börte
Datum
29 8-
31 8.
29.8
31-8-
4% oesgt. Serie h ............
5% Diu man. vereinh. Rente v. 1903 4’/r%Rumän.vereinh.Rentev.lS13
4% Rumänische vereinh. Rente .
4 7*% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
Commerz- und Prlvat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft................ 4
Dresdner Bank.............. 4
A.E.G...................... o
Bekula.....................g
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 7
Felten & Guilleaume......... 4
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Rhein. Wests. Elektr.......... 6
Schuckert L Co............... 6
Siemens S Halske............ 8
Lahmeyer L Co.............. 7
Buderus ....... -
Deutsche Erdöl .............. 4
Harpener................. 27i
Hoesch Eisen—Küln-Neuessen .. 3
Ilse Bergbau ...............6
Ilse Bergbau Genüsse........6
Klöcknerwerke ...............8
Mannes mann-Röhren........8
9,8
5,4
43
13,9
14,25
113
123,5
99
99
99
182,5
36,75
150,5
123,5
145,5
126,75
132
128,75
148,5
181,75
139
107
122,75
128
104,9
133
107,5
103
6,4
9,75
43,5
13,75
14,25
114
99,25
98,5
98,5
182
37
151
124
144
127,75
132,5
125,25
130
149,25
183
138,25
109,5
125
129,25
106,5
133
109,75
105
6,5
9,55
5,4
43,5
14
40
14,25
112,13
124
99
99
99
182,25
36,75
151,25
124
145
126,25
132
124
129
147,13 181,5
138,75
107,5
121,65
128
104
161
133,5
108
103
6,5
9,9
5,4
43,25
13,9
39,5
14,13
113,9
123,25
99,25
98,25
98,25
181
36,75
151,5
125
143,4
127
132
125
131
148,5 183 139
109
124,5
128
105,75
162
133,5 110
103,9
Jranrfurt a. Dl.
Berlin
Schluß« furd
Schluß!. Abend- börs?
Schluß« lurd
Schlußk. Mittagbörse
Datum
29-8
31-8
29-8
31.8
Mansselver Bergbau......
6 7i
147
146,5
147
146,5
Kolswerke ...............
... 6
—
—
126,25
126,75
Rheinische Braunkohlen ...
.. 12
—
224
218,5
224
Rheinstahl ...............
... 4
132
133,5
131,5
132,5
Bereinigte Stahlwerke.....
i »'/,
103
105
103
104
Otavi Minen ............
... 0
30,5
31
30,13
31,9
Kaliwerke Aschersleben.....
... 5
—-
117,25
116
117,5
Kaliwerke Westeregeln.....
... 6
—
116
117
116,5
Kaliwerke Salzdetfurth ....
771
—
175
I. G. Farben-Jndustrie ....
... 7
158
159,9
158,13
158,9
Scheideanstalt............
... 9
271,5
272
——
Goldschmidt .............
... 6
—
112
111,75
112
Rütgerswerke............
... 6
129
127,75
128
128,5
Metallgeieilschaft..........
... b
131,25
130,25
131,5
131
Philipp Holzmann........
... 4
121,25
123,5
121
122,75
Zementwerk Heidelberg ...
Lementwerk Karlstadt......
... 7
... 6
142,5
156
141,75
156
Schultheis Patzeuhofer ....
... 4
—
—
102,75
104
Aku (Allgemeine Kunstseide^
.. 0
60
61
60
60,65
Bemberg................
... 6
83,25
82,5
82,4
83,4
Zellstoff Waldhof .........
... 6
141,5
143
141,5
143
Zellstoff Aschaffenburg ....
... 0
115,65
117
115,75
115,75
Dessauer Gas ............
... 7
—
——
105,5
105,9
Daimler Motoren.........
... 0
118,75
121
118
119,5
Deutsche Linoleum........
... 8
166,65
166,5
166,5
166,13
Orenstein & Koppel .......
... 0
81,5
83
Westdeutsche Kaufhof......
... 0
51
53
51
52,75
Chade ...................
... 9
386
—
—
Accumularoren-Fabrik.....
.. 12
199,5
200
—
Conti-Gummi............
.. 11
171
170,75
169,13
170,75
Gritzner.................
... 0
33,75
34
33,5
33,75
Matnkrastwerke Höchst a.M
... 4
93,5
93
Süddeutscher Zucker......
.. 10
209,25
208
209,5
Lombarbzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL
Banknoten.
29-August
31 August
Ärmliche Dotierung
Amtliche Dotierung
Geld
Brief
Geld | Arie'
juenue Am
0,696
0,700
0,697
0,701
Brüssel ....
42,03
42,11
42,03
42,11
Rio de Ian.
0,146
0,148
0,147
0,149
Sofia.....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen
55,88
56,00
55,88
56,00
Danzig ....
46,80
46,90
46,80
46.90
London....
12,515
12,545
12,515
12,545
Heliingfors.
5,519
5,531
5,519
5,531
Paris .....
16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ...
168,93
169,27
168,95
169,29
Italien ....
19,57
19,61
19,57
19,61
Japan .....
0,732
0,734
0,732
0,734
Jugoslawien
5,654
5,666
5,654
5,666
Oslo..... .
62,90
63,02
62,90
63,02
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon...
11,37
11,39
11,37
11,39
Stockholm..
64,53
64,65
64,53
64,65
-Lchwetz ...
81,10
81,26
81,10
81,26
Spanien...
30,87
30,93
30,72
30,78
Prag......
10,26
10,28
10,26
10,28
Budapest ..
—
—
—
Reuyork ...
2,488
2,492
2,488
2,492
Berlin, 31 August
<M>'
»rief '
Amerikanische 'Roten..............
2,44
2,46
Belgische Roten..................
41,88
42,04
Dänische Roten .................
55,68
55,90
Englische Roten .................
12,48
12,52
Französische Roten...............
16,33
16,39
Holländische Roten...............
168,53
169,21
Italienische Roten................
Norwegische Noten ..............
62,68
62,94
Deutsch Lesterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
Schwedische Noten...............
64,31
64,57
Schweizer Noten.................
80,92
81,24
Spanische Noten.................
30,39
30,51
Ungarische Note«................


